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Leserpost: Eine 35 Jahre alte Tradition wird fortgeführt

Aktualisiert: 25. Jan. 2022

Ein Blick zurück – ein Kommentar – ein Blick nach vorn in die (nahe) Zukunft!

Paper Money Fair The Netherlands 2021 in Herzogenbusch

Nach einer Zwangspause von gefühlt „ewigen“ 1 ½ Jahren wegen der Corona-Pandemie und den defacto auch zwangsweisen Umzug vom geliebten Valkenburg in eine andere Stadt in den Niederlanden konnte und durfte (!) die unter Papiergeldsammlern inzwischen weltberühmte „PaperMoneyFair“ endlich im letzten Oktober wieder stattfinden. In den 35 Jahren des Bestehens dieser Veranstaltung hat es noch nie eine so lange Pause gegeben.


Am 23. und 24. Oktober (und Vorbörse ab Mittwoch) war es in dem gut 100 km von Valkenburg entfernten `s-Hertogenbosch (Herzogenbusch) endlich wieder soweit. Da, wo sich trotz Corona ein recht großer Teil der „Banknotenwelt“ in der riesigen Halle 6 – eine der vielen Räume der „Brabanthallen“ – nach langer Zeit wieder trafen.


Viele Aussteller, aber natürlich auch Sammler, sagten meinem Team und mir, wie sehr sie es vermisst hätten und wie froh sie seien, dass wieder etwas organisiert wurde, wie es seit 1986 und 50 Messen so üblich war. Und viele kamen nach Ablauf, um sich bei meinem Team und mir zu bedanken und zu sagen, wie fantastisch die Messe für sie war. Es gab auch viele

E-Mails und Telefonanrufe in diesem Sinne.


Der Saal war eigentlich viel zu groß. Aber er war mir speziell zur Verfügung gestellt worden, damit die Veranstaltung überhaupt möglich wurde. Ganz breite Laufwege, recht weit voneinander aufgestellte Tische. Dadurch auch viele Leerflächen. Aus dem gleichen Grund DURFTEN keine Tische mit Stühlen in der Nähe der Cafetaria hingestellt werden.

Es sah recht leer aus, aber die Teilnehmer- und Besucherzahl war schon ganz gut.


Im Vergleich zu der zuletzt möglichen Börse im September 2019 (!) war gut 70% der Tischzahl wieder belegt, inklusive recht viele neue Händler. Die Besucherzahl war auf dem gleichen Niveau. Alles in allem kein schlechtes Ergebnis in Anbetracht der extremen Bedingungen in dieser Corona-Zeit, in der viele nicht kommen konnten, durften oder sich nicht trauten.

Wegen den Aus- und Einreisebeschränkungen verschiedener Länder und dazu den niederländischen Auflagen, waren es einfach weniger. Viele hatten auch Angst wegen COVID-19. Das respektiere ich selbstverständlich auch.


Ich hatte nur ganze wenige Wochen Vorbereitungszeit statt der üblichen sechs Monate.

Dazu kam, dass in der neuen Halle auch alles neu war, d.h. in der Halle „Polfermolen“ in Valkenburg ging alles „vollautomatisch“. Hier musste quasi „das Rad neu erfunden werden“.


Wegen Zeitmangel war das Endergebnis nicht so, wie ich (und einige andere Leute) es gewohnt waren und es gerne gesehen hätten. Einige haben sich beschwert über die Größe der Halle und das Licht (was nicht nur m.E. doch o.k. war!) und sogar darüber, daß kein Fussbodenteppich da war.

Das angeblich schlechte Licht sollte bis kommenden April sowieso durch bessere LED-Beleuchtung ersetzt werden und der Boden bis dann auch schöner aussehen.

Es hat 35 Jahre gebraucht, bis alles wie geschmiert lief in Valkenburg. Dies war doch auch ein Neuanfang, nicht wahr? Das braucht ja Zeit. Alle verbesserungswürdigen Punkte werden berücksichtigt und nach Möglichkeit angepasst. Tipps und Ideen sind willkommen.


Jos F. M. Eijsermanns auf der Börse in Herzogenbusch

Es wird von einigen Leuten noch immer herumerzählt, dass ich aus eigenem Willen Valkenburg verlassen hätte, um dann gut 100 km entfernt weiter zu machen.

Nichts ist weniger wahr! Bereits irgendwann im Jahr 2017 hat man mir gesagt, dass die Schließung und der Abriss der Halle "Polfermolen" (nach etwa 15 Jahren der Diskussion) nun zu 100 nein 200%+ sicher sein würde, was wiederum nicht geschah.

Dezember 2020: Davon ausgehend, dass es ab Januar 2021 in Valkenburg keinen Saal mehr geben würde (!), musste dann also eine Alternative gefunden werden, was ich tat.

Nun ist die Halle „Polfermolen“ aber Dank lokalpolitischer Entscheidungen in neuester Zeit noch immer da. Da kann ich leider nichts dafür, oder doch?


Ich möchte deutlich sagen, dass auch ich Valkenburg als Ganzes vermisse. Aber das Gerücht (!), die Gemeinde Valkenburg (!) wäre an mich herangetreten und hätte mich gebeten zurückzukommen, da die Halle "Polfermolen" nun (jedoch auf unbestimmte Zeit!) zur Verfügung stehen würde, und ich hätte gesagt, „dass ich das nicht mehr möchte“, ist völlig unwahr. Die Gemeinde Valkenburg hat sich in dieser Angelegenheit NICHT an mich gewandt! Sonst hätte ich sagen können, dass ich wegen eines Dreijahresvertrags mit den "Brabanthallen" in Herzogenbusch nicht zurückkommen KANN ...


Auch wenn ich gerne zurückgegangen wäre, wäre das auch aus anderen Gründen nicht möglich gewesen. Solange die Corona-Regeln gelten (wir sind sie noch nicht los!), ist es nicht mehr möglich, die maximal 230 Tische in der Halle "Polfermolen" aufzustellen. In Anbetracht der Vorschriften schätze ich, dass nur noch etwa 100 dieser 230 vermittelt werden können bzw. dürfen. Welchem Händler soll ich sagen, dass es keinen Platz mehr für ihn gibt?


Warum bin ich nicht zum MECC in Maastricht, sag "um die Ecke", gegangen?

Ich wollte nicht dorthin gehen, weil da vor ein paar Jahren zweimal eine Veranstaltung (MIF) stattfand, die in der Presse und auf den Fluren ebenfalls "Maastricht" genannt wurde, aber laut Berichten nur für ganz wenige erfolgreich war. Ein schlechter Ruf also. Schon damals zeichnete sich ab, dass Sammler weltweit nicht zwischen meiner und der anderen Veranstaltung unterscheiden konnten und der "PaperMoneyFair – Maastricht" wohl deshalb auch fernbleiben würden.


Valkenburg hatte viele Vorteile (Den Bosch HAT die auch!), aber das Valkenburg von 2019 gibt es nicht mehr. In zwei Jahren hat sich viel verändert. Vor allem das Hochwasser letzten Sommer hat viele Schäden verursacht (vgl. Ahrweiler u.a.) und es ist noch nicht alles repariert worden. Es gibt Hotels und Restaurants, die immer noch nicht geöffnet sind und vielleicht nie wieder öffnen werden.


Apropos Hotel. Da die Oktobermesse realistischerweise erst spät (Mitte Juli) angekündigt wurde, buchten viele Menschen ihre Hotels für Den Bosch ebenfalls erst spät. Eine späte Buchung ist immer teuerer. Viele haben auch Alternativen in Hotels gefunden, die etwas weiter von Den Bosch entfernt sind. Ich habe bereits von Oss und Tilburg gehört. Mein Rat für die Aprilausgabe der Paper Money Fair 2022 ist: Buchen Sie so schnell wie möglich über Booking.com oder ähnliche Plattformen (es gibt noch mehr), wo Sie auch ohne Kosten stornieren können.


Mit freundlichen Grüßen!


Jos F.M.Eijsermans

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