top of page

Banknoten der Welt bei SINCONA AG, Zürich in der Auktion 73 am 22. November 2021

Es ist Tradition, dass SINCONA AG in Zürich in der Herbstauktion jeweils auch Geldscheine versteigert. Viele Sammler warten gespannt darauf, was angeboten wird und ob sie wieder einmal Banknoten in ihrer Fehlliste abstreichen können, zumal in den vergangenen Monaten viele Messen nicht stattfinden konnten. Der Nachholbedarf ist dementsprechend groß!


Beinahe 480 Geldscheine und numismatische Dokumente umfasst die Abteilung Banknoten im Auktionskatalog 73, und wie versprochen kommt auch der 2. Teil der chinesischen Banknotensammlung zur Versteigerung mit den Noten ab 1948 – im vergangenen Mai wurde ja der 1. Teil versteigert. Aber dazu später, denn es gilt, weitere wichtige Kapitel zu erwähnen. Der Übersicht zuliebe gehen wir alphabetisch vor.


Bereits bei Afghanistan muss genauer hingeschaut werden, denn es werden sechs Spezimen des Jahres 1936 (SH 1315) angeboten, welche damals bei Orell Füssli in Zürich gedruckt wurden. Sie sind alle mit Erhaltung WBG67 taxiert, also von schönster Erhaltung.



Los 3008 Afghanistan, Königreich. 100 Afghanis o. J. SPECIMEN. Sehr selten. WBG 67. Taxe CHF 300,–


Albanien ist mit 27 Nummern erneut vertreten, da ein "Kunde" des vergangenen Jahres seine ersteigerten Noten nicht mehr abholen konnte, die Gründe dafür verraten wir nicht! Dafür wurden die Nummern wieder so übernommen, wie wir sie damals geschätzt haben. Auf diese Weise haben die Liebhaber der Banknotengeschichte Albaniens erneut Chancen, die Raritäten doch noch ergattern zu können.


Anschliessend kommen wir zu China und somit zum 2. Teil der bedeutenden Sammlung des Reiches der Mitte ab 1948. 70 Nummern umfasst dieser Teil, und die Sammler des modernen China finden darin einige große Seltenheiten.


Lot 3110 China, Volksrepublik. 500 Yuan 1949. Selten und fast druckfrisch (-I).

Taxe CHF 1.500,–


Lot 3123 China, Volksrepublik. 50.000 Yuan 1950. Von großer Seltenheit. Fast sehr schön

(-III). Taxe CHF 2.000,–


Die 59 Nummern zu Italien sind es wert, besonders genau angeschaut zu werden, finden sich doch darunter auch viele alte Banknoten/Kreditscheine der vergangenen italienischen Staaten ab dem 16. Jahrhundert, und sie sind alle moderat geschätzt. Das gleiche gilt auch für die modernen Ausgaben.


Lot 3201 Italien, alte Staaten. Banchi trasformati. Banco delle Due Sicilie / Cassa di Corte Argento. Kreditscheine / Fedi di Credito 1806/08. Gavello 10. Gutes sehr schön (III+).

Taxe CHF 50,–






Lot 3234 Italien, Republik. 500 Lire 1948, 10. Februar. Druckfrisches Exemplar (I).

Taxe CHF 200,–


Bereits zweimal konnte SINCONA die Banknotensammler des österreichischen Kaiserreichs erfreuen; dieses Mal mit 61 Nummern, erneut mit diversen Raritäten, die auf ihre neuen Besitzer warten. Die Bietergefechte werden dementsprechend spannend werden.


Lot 3284 Österreich, Kaiserreich. Wiener Stadtbanco. 500 Gulden 1800, 1. Januar. Sehr selten. Taxe CHF 3.500,–


Lot 3323 Österreich, Republik. Österreichisch-Ungarische Nationalbank. 1.000.000 Kronen 1922, 11. September. Sog. Kassenschein «a vista» mit Annahmeverpflichtung für alle öffentlichen Kassen und Ämter. MUSTER in Perforation. Sehr selten und fast druckfrisch (-I). Taxe CHF 2.000,–


Dass die Banknoten der Schweiz einen besonderen Stellenwert für SINCONA aufweisen, versteht sich von selbst. Die 56 Nummern zeigen einen interessanten Querschnitt durch die Papiergeldgeschichte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die neueste Zeit.


Lot 3375 Schweiz. Banque Cantonale du Valais. 100 Francs 1856, 2. September. Formular ohne Signaturen. Von großer Seltenheit. Schön (IV).

Taxe CHF 500,–






1907 wurde die Schweizerische Nationalbank gegründet, welche anschließend das Monopol für die Ausgaben von Schweizer Banknoten erhielt. Die alten kantonalen Papiere verloren ihre Gültigkeit. Eine sehr frühe Ausgabe stellt der folgende Geldschein dar:


Lot 3376 Schweizerische Nationalbank. 20 Franken 1911, 1. Dezember. Selten in der Erhaltung. Gutes sehr schön (III+). Taxe CHF 850,–


Da kurz darauf der Vorrat der Nationalbank an kleinen Noten-Nominalen beinahe erschöpft war und der Druck neuer Serien nicht mit der Nachfrage Schritt halten konnte, gab das Eidgenössische Finanzdepartement den Auftrag heraus, Staatskassenscheine auszugeben. Die im August 1914 ausgegebenen Scheine der Eidgenössischen Staatskasse zu 5, 10 und 20 Franken wurden in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch ausgegeben, und zwar zu 5, 2 und 1 Achtel. Verständlich, dass deshalb die italienischen Versionen immer sehr selten sind.


Lot 3410 Cassa Federale (Eidg. Staatskasse). 20 Franken 1914, 10. August. Ausgabe in italienischer Sprache. Von großer Seltenheit. Fehlt in den allermeisten Sammlungen. Sehr schön (III). Taxe CHF 4.500,–


Gleich vier Geldscheine, welche die Schweizerische Nationalbank als Reservebanknoten vorbereitet hatte, kommen in dieser SINCONA-Banknotenauktion vor, und da fällt als besonderer Farbtupfer ein Specimen der Reserveserie der 4. Emission auf, welche der bedeutende Schweizer Künstler Hans Erni entworfen hat.


Lot 3417 Schweiz. Schweizerische Nationalbank. Reservebanknote 1000 Franken 1950,

1. Januar. SPECIMEN. Von größter Seltenheit. Bankfrisch (I). Taxe 10.000,–


Die letzte Nummer des Kapitels Schweiz ist ein US-amerikanischer Dollar-Geldschein aus Whitehaven, heute Memphis, Tennessee, der Geburtsstadt von Elvis Presley. Darauf ist auch der Ortsteil Lausanne erwähnt. Heute erinnert noch eine «Lausanne Street» und die «Lausanne Collegiate School» daran, dass es offenbar Auswanderer von Lausanne am schweizerischen Genfersee nach Tennessee verschlagen hat. Banknotenausgaben mit Lausanne aus anderen Gegenden sind uns nicht bekannt.


Lot 3424 Ausländische Banknoten mit Bezug zur Schweiz. Whitehaven & Lausanne Turnpike Road Company. Tennessee, USA. 1 Dollar 1841, 16. September. Selten. Stark zirkuliert, schön (IV). Taxe CHF 75,–


Das leitet in die Vereinigten Staaten von Amerika / USA über zu den Noten der Konföderierten Staaten 1861 – 1864. Da viele Fälschungen des Konföderierten Geldes umliefen, bestellten die Behörden der "Abtrünnigen Staaten" bei Straker & Sons in London neue Rückseitendruckplatten für alle bestehenden Nominale. Deren Auslieferung wurde 1864 jedoch durch die Blockade der Unionsflotte verhindert. Die Druckplatten liegen heute im Smithonian Institut in Washington. So sind nur einzelne Probedrucke erhalten geblieben.


Lot 3462. Confederate States Notes. 8 einseitige Probedrucke von geplanten Rückseiten. Selten und vorzüglich bis druckfrisch (II – I). Taxe CHF 150,–


Unterdessen ist das Reisen aus den meisten Ländern in die Schweiz wieder erlaubt, wenngleich pandemiebedingte Einschränkungen zu berücksichtigen sind, wie etwa ein gültiges Covid-Zertifikat und ein Einreiseformular. Deshalb freut sich SINCONA auf Ihren Besuch in Zürich, falls Sie beabsichtigen, persönlich an der Auktion teilzunehmen. Aber auch sonst sind wir stets für Sie da, am Telefon, per Mail oder online an den Auktionstagen. Unsere Homepage www.sincona.com informiert Sie jederzeit.


Comments


bottom of page