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  • 100 Griwna der Ukrainischen Volksrepublik von 1918

    Der Beitrag ergänzt den von Herrn Grabowski in "Münzen & Sammeln" (7/8-2022) und HIER im Geldscheinblog über „Die Deutsche Besetzung der Ukraine im Ersten Weltkrieg von März bis Dezember 1918“ und die in dieser Zeit ausgegebenen Geldscheine. Abb. 1a: Ukrainische Volksrepublik, 100 Griwna 1918, Vorderseite. Vorgestellt wird hier ein einzelner ausgewählter Schein – die "Staatliche Kreditnote der Ukrainischen Volksrepublik" zu 100 Griwna aus dem Jahr 1918 (Abb. 1a,b). Oben auf dem Schein steht der ausgebende Staat: УКРАЇНСЬКА НАРОДНЯ РЕСПУБЛІКА (Ukrainische Volksrepublik). 1 Griwna entspricht, so steht es auf dem unteren Rand des Scheins, 8,712 Doli reinen Goldes. Ein(e) Dolja ist ein altes russisches Gewicht zu 44 mg, der Goldgehalt beträgt damit die Hälfte des Wertes für den russischen Vorkriegsrubel bzw. den Karbowanez, wie er kurz zuvor in der Ukrainischen Volksrepublik eingeführt worden war. Wobei die Angabe eines Goldgehalts 1918, genau wie bei Rubel- und Mark-Scheinen, irreführend war. Seit Beginn des Ersten Weltkriegs waren keine Scheine mehr in Gold getauscht worden, weder in Russland noch in Deutschland. Zuordnung im Katalog: SCWPM # 22 / Dmitro Charitonow (Дмитро Харітонов): Ukrainian paper money (ukrain., engl.), Kiew 2005, # 23. Die Zuordnung für den abgebildeten Schein ist 22a bzw. 23a wegen des Serienbuchstaben A. Die Scheine der Serie Б (B) sind etwas größer und deutlich seltener. Zur Vorgeschichte: Nach der Proklamation der Ukrainischen Volksrepublik am 18. Juni 1917 beschloss die Zentral-Rada am 22. Dezember 1917, aus der Zweigstelle Kiew der Russischen Staatsbank die Ukrainische Staatsbank zu bilden sowie eine eigene Währung zu schaffen. Der Ukrainische Karbowanez sollte diese Währung sein, der Goldgehalt war identisch mit dem des russischen Rubel Anfang des 20. Jahrhunderts. Die erste Banknote war ein 100-Karbowanez-Schein, ausgegeben auf Basis des Dekrets vom 19. Dezember 1917 und bereits am 5. Januar 2018 in den Verkehr gegeben. Abb. 1b: Ukrainische Volksrepublik, 100 Griwna 1918, Rückseite. Die vermehrte Fälschung der Karbowanez-Noten und weitere (auf der Internetseite der Nationalbank nicht genannte) politische Gründe führten zu der Entscheidung, anstelle des Karbowanez die neue Währung Griwna einzuführen. Das entsprechende Gesetz wurde von der Zentral-Rada am 1. März 1918 angenommen. Zwei Griwna waren gleichwertig einem Karbowanez. Banknoten zu 2, 10, 100, 500, 1000 und 2000 Griwna wurden in Auftrag gegeben, gedruckt und in den Umlauf gebracht. Die Gestaltung der letzten zwei Scheine wurde erst nach der Machtübernahme durch das Hetmanat im April 1918 fertiggestellt. Die des 2-Griwna-Scheins stammt von Wassil Kritschewski, die folgenden drei sind durch Georgi Narbut gestaltet worden, der auch den ersten Schein in der Karbowanez-Währung, den zu 100 Karbowanez, entworfen hatte. Unter dem Hetman (Kosaken-Heerführer) Skoropadski wurde der Karbowanez erneut zur Hauptwährung gemacht, während wenige Monate später das Direktorium unter Winnitschenko und Petljura die Ukrainische Volksrepublik wieder belebte und auch zur Griwna zurückkehrte. Zurück zu unserem 100-Griwna-Schein. Die Vorderseite wird dominiert durch einen großen Kranz aus Blumen und Früchten. Links steht eine Frau mit einer Getreidegarbe, rechts ein Mann mit einem etwas merkwürdig gestalteten Hammer. Oberhalb des Kranzes befindet sich die schon genannte Staatsbezeichnung, im Kranz die Angabe „Staatlicher Kreditschein Einhundert Griwen“. Dazu kommen zwei Unterschriften und die Angabe „Jahr 1918“. Unter der Jahreszahl, sehr klein, steht „RD“ für die Reichsdruckerei in Berlin (Abb. 2). Abb. 2: Detail mit „RD“. An zentraler Stelle – aber nicht allzu sehr hervorgehoben – befindet sich als Unterdruck der Dreizack, das Wappen der Ukrainischen Volksrepublik. Wie auch auf der Rückseite sind die einzelnen Linien plastisch übereinander gelegt, der Dreizack sieht „geflochten“ aus, allerdings auf den beiden Seiten des Scheines unterschiedlich. Die Rückseite wiederholt die Wertangabe in Ziffern und die Staatsangabe als Abkürzung „У.Н.Р.“. Zwei Säulen rahmen das Ganze ein, oben sind sie durch eine Girlande aus Blättern und Blüten verbunden. Eingearbeitet in die Girlande ist in der Mitte das Staatswappen in einem Kranz. Mittig auf dem Schein befindet sich ein Block mit dem „Kleingedruckten“. Dieses enthält auf der Rückseite drei durch Arabesken getrennte Informationen: „Die staatlichen Kreditscheine der Ukrainischen Volksrepublik sind abgesichert durch das gesamte Staatseigentum der Republik  Die staatlichen Kreditscheine der Ukrainischen Volksrepublik sind gleichwertig zu goldener Münze  An der Fälschung der staatlichen Kreditscheine Schuldige werden mit der Aberkennung der Rechte und mit Gefängnis bestraft.“ Dieses Kleingedruckte ist ähnlich dem auf den Scheinen des Zarenreichs, allerdings ist aus der Verbannung zur Zwangsarbeit eine Gefängnisstrafe geworden. Abb. 3: Detail der Vorderseite. Abb. 4: Detail der Rückseite. Abb. 5: Detail mit Wasserzeichen. Bestellt wurde der Schein durch die Ukrainische Volksrepublik mit Auftrag vom 24. März 1918. Die Auftragshöhe betrug 350.000 Stück, das entsprach 35% der bestellten Gesamtsumme. Die Lieferung der bestellten Scheine erfolgte im Oktober 1918, die Ausgabe begann am 17. Oktober 1918. Die ursprüngliche Regierung gab es nicht mehr, die Ukraine war jetzt ein Hetmanat. Die beiden Detailabbildungen (Abb. 3 und 4) zeigen die Kürzel des Künstlers, der diesen und weitere Geldscheine dieser Zeit gestaltet hat. Auf der Vorderseite sind es lediglich die Initialen „Г. Н.“, auf der Rückseite der ausgeschriebene Familiennamen „Г. Нарбут“ und evtl. die Jahreszahl „18“. Georgi J. Narbut (Георгɪй Юрій Нарбут, bei Charitonov Georgy, auf der Webseite der Bank Heorhij) war der ukrainische Künstler/Grafiker, der nach Information der Bank den ersten Schein zu 100 Karbowanez entworfen hat und dann auch die Scheine zu 10, 100 und 500 Griwna. Das Wasserzeichen besteht aus einem Muster, das man je nach Betrachtungsweise als Kreise mit Innenkreisen oder als Kombination von Kreuzen und Kreisen ansehen kann (s. Abb. 5). Eng verbunden mit seiner Gestaltung des ersten Geldscheins der Ukrainischen Volksrepublik ist auch die Entwicklung des ukrainischen Wappens. Narbut nutzte alte ukrainische Ornamente und vor allem den Dreizack, das Familienemblem von Großfürst Wladimir.[1] Auf der Suche nach geeigneten Symbolen für eine autonome bzw. von Russland unabhängige Ukraine stieß Narbut auf die Münzen der Kiewer Rus. Die Kiewer Rus hatte nur wenig mit der Ukraine 900 Jahre später zu tun. Aber diese Münzen waren Geld in der gleichen Region aus einer ruhmreichen Zeit, die prächtige Denkmäler hinterlassen hat. Das reichte als Ausgangspunkt für die Gestaltung des ukrainischen Wappens. Auf der Seite der Bank heißt es „Das Symbol wurde interpretiert als Symbol ukrainischer Staatlichkeit seit Großfürst Wladimirs Zeiten, das war von tiefer patriotischer Bedeutung“. Dieser Werdegang erscheint dem Autor logisch. Insbesondere bei der Suche nach Ideen für die Gestaltung des neuen Geldes landete man bei den Münzen, die unter Wladimir (Großfürst 978/80–1015) und Jaroslaw (Großfürst 1019–1054) geprägt worden waren. Geprägt wurden sie in Kiew und Nowgorod, namengebend für den damaligen Staat war aber Kiew, auch Hauptstadt der modernen Ukraine. Abb. 6: Selbstdarstellung des Künstlers. Georgi Narbut (25.2./9.3.1886 – 23.5.1920) wurde in Narbutovka auf dem Bauernhof einer verarmten adligen Familie mit litauischen Wurzeln geboren. Er erhielt eine künstlerische Grundausbildung. Während seines Studiums in St. Petersburg organisierte er Zeichenkurse und beschäftigte sich mit der Illustration beispielsweise von Märchen. 1910 arbeitete er drei Monate in München, bald danach wurde er in St. Petersburg Mitglied der Vereinigung "World of Art", 1916 wurde er in deren Vorstand gewählt. Im Laufe der Jahre arbeitete er für mehrere Zeitschriften. Nach der Februarrevolution wurde er Mitglied einer Sonderkonferenz für Kunst der Provisorischen Regierung. Bis 1917 war er überwiegend in St. Petersburg/Petrograd tätig, im Frühjahr für kurze Zeit und dann ab September 1917 in Kiew. Ab 14. September war er Professor für Grafik, ab Dezember Rektor der neu gegründeten Ukrainischen Kunstakademie. 1919, nach Errichtung der Sowjetmacht, arbeitete er für die Verlage des Rates der Volkswirtschaft und des Allukrainischen Literaturkomitees, er gehörte zum Vorstand der neu geschaffenen Berufsvereinigung der Künstler. Neben der Illustration zahlreicher Bücher mit Gedichten, Fabeln und Märchen sowie der Anfertigung von Zeichnungen für Satiremagazine zeichnete er die Wappen ukrainischer Adelsfamilien für ein „Kleinrussisches Wappenbuch“. Abb. 6 zeigt eine Selbstdarstellung des Künstlers im Scherenschnitt – und zwar beim Zeichnen. Nach seinem Umzug nach Kiew entwarf er Uniformen für den Hetman und sein Gefolge, Wappen und Siegel, die ersten Briefmarken und Geldscheine der Ukrainischen Volksrepublik und später des Ukrainischen Staats.[2] Wikipedia-Beiträge zu Trisub (Dreizack) und Wassil Kritschewski[3] dagegen gehen davon aus, dass Kritschewski (12.1.1873 greg. – 15.11.1952), Architekt und Maler und 1917 einer der Gründer der Nationalen Akademie der Bildenden Künste und Architektur in Kiew, im Jahr 1918 von Michailo Gruschewski, dem ersten Präsidenten der UVR, den Auftrag erhielt, Staatssymbole für den neuen Staat zu entwerfen. Kritschewskis Entwurf eines Trisub sei am 22. März 1918 als offizielles Wappen genehmigt worden.[4] Der Geldschein von 1918 ist verkleinert auf der Gedenkbanknote des Jahres 2018 abgebildet, gewidmet dem 100. Jahrestag der Erstausgabe des 100-Griwna-Scheins (Abb. 7). Diese Gedenkbanknote hat die Maße 170 mm x 80 mm, die Abbildung des alten Scheins misst 110 mm x 72 mm, das sind 63% der Originalgröße. Deutlich ist auf dem Schein vermerkt, dass er nicht zum Bezahlen verwendet werden kann. Abb. 7a,b: Gedenkbanknote 2018 auf 100 Jahre Ausgabe der ersten ukrainischen Geldscheine. 2006 wurde eine 2-Griwna-Gedenkmünze anlässlich des 120. Geburtstags von Narbut ausgegeben. Sie zeigt die beiden Figuren Landfrau und Arbeiter von der Banknote des Jahres 1918. Und 2008 kam ein Briefmarkenblock mit dem Porträt von Narbut und drei von ihm gestalteten Briefmarken in Umlauf (Abb. 8). Abb. 8: Briefmarkenblock 2008 mit den Abbildungen von drei historischen Briefmarken sowie einem Porträt des Künstlers. Zum Vornamen von Narbut: nicht nur in der Literatur werden verschiedene Vornamen genannt, er selbst hat auch mit unterschiedlichen Varianten seines Namens signiert: Georgij und Egor – beides sind allerdings Varianten des deutschen „Georg“. Vor kurzem ist vom Autor ein umfangreicher Artikel unter der Überschrift „Wappen der Ukraine – Beispiele von Geldscheinen und Münzen“ erschienen, der sowohl die Entwicklung des Wappens 1917/1920 als auch desse Nutzung nach Erlangung der Unabhängigkeit 1992 sowie die Wurzeln des Wappens zur Zeit der Kiewer Rus betrachtet.[5] Prof. Dr. Rainer Geike Abb. 1–7: Autor, Abb. 8: Ausschnitt aus einer Darstellung der Familie in: Lukomskij: Narbut – sein Leben und seine Kunst. Berlin 1923, S. 7. Anmerkungen [1] Webseite der Nationalbank (2016). [2] G. I. Narbut - katalog vystavki proizvedenij G. I. Narbuta (G. I. Narbut – Katalog der Ausstellung der Kunstwerke von G. I. Narbut). Russisches Museum, Petersburg 1922; G. K. Lukomskij: Narbut - ego žizn' i iskusstvo (Narbut - sein Leben und seine Kunst). Berlin 1923; Platon Beleckij: Georgij Ivanovič Narbut. Leningrad 1985; Beiträge zu G. Narbut bei Wikipedia und Rupedia (2022). [3] Wikipedia 2022. [4] Heraldik-Wiki (Juli 2022). [5] Rainer Geike: Wappen der Ukraine – Beispiele von Geldscheinen und Münzen. In: Der Herold, Vierteljahresschrift für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften, Jg. 65, Heft 3-4/2022, S. 609-628.

  • Lexikon: Hansatsu

    Hansatsu (jap. han = Gebiet, satsu = Schein), sind japanisches Papiergeld, das durch seine längliche Form nicht wie Papiergeld aussieht, sondern äußerlich Lesezeichen ähnelt. Japan: Hansatsu über 1 Silver-Monme (= 3,75 g Silber) und 7 Monme ohne Datum (1830/1860), Sammlung Grabowski. Die Scheine wurden seit dem 17. Jahrhundert von den Daimyos (Landesfürsten, Shogune) ausgegeben. Die erste Ausgabe erfolgte 1661 durch den Fürsten von Fukui. Ursprünglich waren es Schuldscheine über bestimmte Mengen von Kupfer-, Silber- oder Goldmünzen, es gab aber auch Scheine, die auf Waren lauteten. Auch von Privatleuten, vor allem Fabrikanten, ausgebene Hansatsu (mit Genehmigung der Daimyos) sind bekannt. Es gibt weit über 1000 verschiedene Scheine dieser Art, die wegen ihres exotischen Aussehens in jeder Sammlung von Geldscheinen besonderer Art zu finden sind. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

  • Radolfzell: Privates Goldmark-Notgeld von 1923

    Ende Oktober 1923 forderten immer mehr Vertreter der Arbeitnehmerschaft in Industriebetrieben die Einführung wertbeständigen Notgelds bei der Lohnzahlung. Ab 23. Oktober 1923 gestattete die Reichsregierung Unternehmen die Ausgabe von wertbeständigem Notgeld, wenn es auf Teile der Reichsgoldanleihe vom 14. August 1923 lautete, durch diese Anleihe gedeckt war und bestimmte formale Erfordernisse erfüllte. Die Vorstände der Radolfzeller Aktiengesellschaften Gotthard Allweiler, Pumpenfabrik und der Trikotfabriken J. Schiesser schlossen sich dieser Möglichkeit der Schaffung von wertbeständigem Geld nicht an. Ihre kreative Lösung: Geld als „Schuldscheine“, also zinslose Schuldverschreibungen. Schuldscheine waren im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt und stellten im Deutschen Reich kein Geld dar. Schuldscheine der Radolfzeller Aktien-Gesellschaften Trikotfabriken J. Schiesser und der Gotthard Allweiler Pumpenfabrik, 1923 genutzt als wertbeständiges Notgeld. Gotthard Allweiler Pumpenfabrik Aktien-Gesellschaft Die in der badischen Stadt Radolfzell ansässige Firma Gotthard Allweiler Pumpenfabrik Aktien-Gesellschaft teilte der Stadt Radolfzell am 24. Oktober 1923 mit, dass sie im badischen Ministerium des Innern um Genehmigung zur Ausgabe von wertbeständigem Notgeld für 3000 Goldmark nachgesucht hat, um den Kartoffelbedarf ihrer Arbeiterschaft einkaufen zu können. Der Gegenwert (2.000 holländische Gulden = 3.300 Goldmark) sei derzeit in Wertpapieren beim Bürgermeisteramt Radolfzell hinterlegt. Das badische Ministerium des Innern teilte in dieser Sache der Stadtverwaltung jedoch am 16. November 1923 mit, dass eine Genehmigung von wertbeständigem Notgeld der Firma Allweiler nicht in Frage kommen kann. Sofern bereits wertbeständiges Notgeld ausgegeben worden wäre, hätte die Stadt für den sofortigen Einzug des Notgelds sorgen müssen. Die Ausgabe des Allweiler-Notgelds als „Schuldscheine“ erfolgte allerdings bereits am 3. November 1923, also vor dem Eintreffen des ministeriellen Schreibens. Als Zeichen, dass der Gegenwert der Schuldscheine beim Bürgermeisteramt hinterlegt war, erhielten die Scheine links unten einen Abdruck des Stadtsiegels. Die einseitig auf weißem Papier bedruckten Schuldscheine ohne Wasserzeichen waren in zwei Nennwerten ausgestellt auf 0,21 Goldmark (= 21 Goldpfennig) und 0,42 Goldmark (= 42 Goldpfennig). Gotthard Allweiler Pumpenfabrik Aktiengesellschaft, Schuldschein über 0,42 Goldmark, ausgegeben in Radolfzell am 3. November 1923. Der Aufdruck beim 0,42 Goldmark-Schuldschein lautet: "Schuldschein - Die Firma Gotthard Allweiler, Pumpenfabrik, A.-G, Radolfzell, schuldet dem Inhaber dieses Schuldscheines den Betrag von Goldmark 0,42 (in Worten: Zweiundvierzig Goldpfennig). Der Inhaber erhält bei unserer Kasse und bei noch bekannt zu machenden Stellen den entsprechenden Gegenwert in Stücken der Badischen oder Reichsgoldanleihe oder den entsprechenden Barbetrag gegen Rückgabe dieses Scheines ausbezahlt. Die Rückgabe dieses Scheines hat spätestens 3 Wochen nach seiner Ausgabe zu erfolgen. Der Gegenwert dieses Scheines ist bei der Stadtgemeinde Radolfzell in Goldwerten hinterlegt, was durch Stempel der Stadtgemeinde bestätigt wird. Radolfzell, 3. November 1923." Der tatsächlich ausgegebene Gesamtbetrag lässt sich heute nur schwer ermitteln. Nach Untersuchung der vorliegenden Nummern gelangten wohl höchstens 2.000 0,21-Goldmarkscheine und 3.000 0,42-Goldmarkscheine zur Ausgabe, insgesamt also Schuldscheine für 1.680 Goldmark. Alle Ausgaben der Firma Allweiler wurden ohne behördliche Genehmigung als Schuldscheine in Umlauf gesetzt. Auf Anordnung des badischen Ministeriums des Innern forderte die Stadt Radolfzell die Firma Allweiler am 3. Dezember 1923 auf, sämtliches Notgeld bis zum 15. Dezember 1923 einzuziehen. Die Firma Allweiler berichtete am 11. Dezember 1923, dass alle Gutscheine aufgerufen seien und keine Neuausgabe mehr erfolgte. Trikotfabriken J. Schiesser Aktien-Gesellschaft Am 6. und 13. November 1923 wurden durch die bekannte Trikotfabriken J. Schiesser Aktien-Gesellschaft – nach dem gleichen Modell, wie bei der Allweiler Pumpenfabrik – als „Schuldscheine“ wertbeständige Notgeldscheine in zwei Nennwerten ausgestellt, auf 0,21 Goldmark (= 21 Goldpfennig) und 0,42 Goldmark (= 42 Goldpfennig). Ihr Umlauf war auf drei Wochen begrenzt. Später wurden sie erneut ausgegeben und ihre Gültigkeitsdauer durch einen Stempelaufdruck bis zum 31. Dezember 1923 verlängert. Die Schuldscheine tragen wie bei der Firma Allweiler einen Abdruck des Stadtsiegels als Nachweis der Hinterlegung des Gegenwerts bei der Stadtkasse. Trikotfabriken J. Schiesser Aktiengesellschaft, Schuldschein über 0,21 Goldmark, ausgegeben in Radolfzell am 13. November 1923. Gültigkeit verlängert bis 31. Dezember 1923. Der Aufdruck beim 0-42-Goldmark-Schein lautete: "Die Firma Trikotfabriken J. Schiesser A-G. Radolfzell schuldet dem Inhaber dieses Schuldscheines den Betrag von Goldmark 0,21 (in Worten: Einundzwanzig Goldpfennig). Die Süddeutsche Diskontogesellschaft A-G. Depositenkasse Radolfzell, die Radolfzeller Bank e.G.m.u.H, die Bezirkssparkasse Radolfzell, die Badische Bauern-Bank Radolfzell, die Bezirkssparkasse und Volksbank Stockach, die Spar- und Waisenkasse und Volksbank Engen, schreiben dem Einlieferer dieses Schuldscheines den Gegenwert wertbeständig gut, oder zahlen den entsprechenden Betrag gegen Rückgabe des Scheines in bar aus. Der Gegenwert dieses Scheines ist bei der Stadtgemeinde Radolfzell in Goldwerten hinterlegt, was durch Stempelaufdruck der Stadtgemeinde bestätigt ist. Die Rückgabe dieses Schuldscheines hat spätestens 3 Wochen nach der Ausgabe zu erfolgen. Jeder Schein trägt eine Nummer, die Faksimile-Unterschrift der Direktion und einen Prägestempel der Firma. Radolfzell, den 6. (bz. 13.) November 1923." Die Schuldscheine wurden in der Laufzeit teilweise durch roten bzw. violetten Stempelaufdruck auf den 31.12.1923 verlängert. Die Ausgabeakten für diese Emission sind heute nicht mehr vorhanden. Nach den beobachteten Kontrollnummern kann der Wert der gesamten Ausgabe auf 9.450 Goldmark geschätzt werden. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Privat (6/2023) Literaturhinweise (Daten und Texte teilweise entnommen): Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962 und Dr. Jens-Uwe Rixen: Notgeldausgaben im badischen Bodenseegebiet 1914–1948. In: HEGAU – Zeitschrift für Geschichte, Volkskunde und Naturgeschichte des Gebiets zwischen Rhein, Donau und Bodensee; Jahrbuch 1984/85. Selbstverlag des Hegau-Geschichtsvereins Singen e. V., Singen (Hohentwiel) September 1986. Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro

  • Aus privaten Sammlungen: 5000 Francs der Westafrikanischen Staaten von 1976

    Nach Auflösung der ehemaligen Kolonie Französisch-Westafrika entstand am 9. Juni 1959 die Westafrikanische Zollunion als Vorläufer der 1975 gegründeten Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft. Ziel war ein gemeinsamer Binnenmarkt und eine gemeinsame Währung für die Mitgliedsstaaten. Am 12. Mai 1962 wurde deshalb in Paris die Westafrikanische Währungsunion gegründet. Bereits am 4. April 1959 war die Westafrikanische Zentralbank (Banque Centrale des Etats de l'Afrique de l'Ouest) entstanden, die noch im gleichen Jahr eine Gemeinschaftsausgabe ohne Länder-Kennbuchstaben ausgab. Seit 1959 werden durch die Zentralbank Banknoten mit Länderkennung durch einen besonderen Buchstaben in Francs-Währung (CFA-Franc, Franc de la Communauté Financière Africaine) ausgegeben. Die beschlossene Einführung einer neuen Gemeinschaftswährung namens Eco wurde 2004 und 2009 wegen wirtschaftlicher Probleme einzelner Mitgliedsstaaten verschoben und sollte nun eigentlich 2020 erfolgen. Länderkennung: A Elfenbeinküste B Benin (bis 1975 Dahomey) C Burkina Faso (früher Obervolta) D Mali E Mauretanien (1973 ausgetreten) H Niger K Senegal S Guinea-Bissau T Togo Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Westafrikanische Währungsunion, Banque Centrale des Etats de l'Afrique de l'Ouest: 5000 Francs ohne Datum mit Länderkennung A für die Elefenbeinküste von 1976. Vorderseite: Bärtiger Mann vor einer Palmöl-Fabrik mit Palmen, links und rechts je ein Ornamentstreifen. Rückseite: Frau vor Hütten mit Dorfbewohnern bei der traditionellen Palmöl-Gewinnung, links und rechts je ein Ornamentstreifen Wasserzeichen: Porträt einer jungen Frau Unterschriften: Edem Kodjo / Abdoulaye Fadiga (1976) Format: 169 mm x 110 mm Druck: Banque de France, Frankreich Katalogreferenzen: WAS-104Ai (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. III – Modern Issues) B109Ai (Linzmayer: The Banknote Book – West African States) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Leserpost: Ergänzung zu „Ein Tag in Swakopmund“

    Passend zu dem Artikel von Donald Ludwig möchte ich gerne einen Blick auf die etwas unbeachteten privaten Gutscheine von Deutsch-Südwestafrika (DSWA) werfen. Tatsächlich denken wir bei Gutscheinen aus Deutsch-Südwestafrika vor allem an die der Swakopmunder Buchhandlung. Denn diese Gutscheine hatten alle eingedruckte Werte und wurden als Kleingeldersatz in den Jahren 1916/1917 in Umlauf gegeben. Kaum bekannt und daher auch nicht beachtet sind jedoch auch amtliche und private Gutscheine für Waren ohne Wertangaben. Anbei eine Abbildung eines typischen Gutscheins der Swakopmunder Buchhandlung, welche die Vielzahl der kursierenden privaten Ausgaben ablösen sollten. Diese Gutscheine mussten mit einer Hand-Unterschrift in Umlauf gegeben werden und wurden bei ihrer Einlösung auf der Rückseite entwertet. Aber lassen sie uns einen Blick auf Warengutscheine vom Kaiserlichen Gouvenements für DSWA werfen, welche in 6er-Bögen ausgegeben wurden und vor der Ausgabe in einem Abrechnungsbuch eingetragen und zerteilt. Die Werte wurden jeweils handschriftlich eingetragen. Bekannt geworden sind folgende Stücke (gedruckt auf sehr dünnem Papier). Gutscheine für Brot, Gemüse und Fleisch. Format 110 x 85 mm. Eine Aufzeichnung, welche Arten von Gemüse bzw. Fleisch bezogen werden konnte, ist nicht belegt. Wahrscheinlich wurde aufgrund des Mangels an Schweinefleisch (die Zucht befand sich noch in den Anfängen) und dem Wert von Rindern als Zugtieren hauptsächlich Wildfleisch verzehrt. Private Gutscheine mit festen Werten, welche aufgrund des permanenten Kleingeldmangels ausgegeben wurden, sind in der Literatur bereits umfangreich dokumentiert. Dagegen ist über Gutscheine mit einzusetzenden Werten wenig bekannt. Bisher sind vor allem solche Gutscheine aus dem Diamantengebiet rund um Lüderitzbucht bekannt. Es wurden Gutscheine über Geldwerte, aber auch Sachwerte ausgestellt, wie man den Abbildungen entnehmen kann. Es sind auch Gutscheine über vier Flaschen Bier und Nachtquartier oder zehn Mittagessen (beide Kapps Hotel und Konzerthaus aus Lüderitzbucht) belegt. Diese Gutscheine kursierten bereits deutlich vor den bekannten privaten bzw. von der Swakopmunder Buchhandlung ausgegebenen Scheinen. Es sind Gutscheine ab dem Jahr 1906 belegt. Sehr interessant ist es, einem Gutschein von 1908 zu entnehmen, dass vier Flaschen Bier 8 Mark und eine Hotelübernachtung 4 Mark gekostet hatten. Gerne würde ich weitere Belegstücke notieren und bin für die Übersendung von Foto/Scans dankbar. Gerne können Sie diese an DSWA@reichsbanknote.de senden. Da ich derzeit auch die belegten Ausgaben der Deutsch-Asiatischen Bank dokumentiere, wäre ich auch hier für jede weitere Note, welche nicht in der bekannten Literatur bzw. den großen Auktionshäusern dokumentiert ist, dankbar. Jens Dobokay

  • Österreich: Begehrte Variante nach fast 80 Jahren aufgetaucht!

    Die Westalliierten ließen bekanntermaßen noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs sog. Militärgeld für die zu besetzenden oder zu befreienden Länder drucken. Diese Geldscheine dienten dann nach dem Einmarsch der Geldversorgung ihrer Truppen. Auch für Österreich fertigte man die AMC-Scheine an. In England und in den USA wurden Groschen- und Schilling-Scheine mit der Aufschrift „Alliierte Militärbehörde ... Serie 1944 in Oesterreich ausgegeben“ gedruckt. Eine Besonderheit ist der 25-Schilling-Schein. Es herrscht völlige Unklarheit über die Gründe, weshalb eine Note mit diesem Nennwert überhaupt gedruckt wurde. 25-Schilling-Scheine waren in Österreich nie im Umlauf; diesen Wert kannte man nicht. Außerdem umfasste die Militärgeld-Serie die Scheine zu 20 und 50 Schilling – eigentlich gab es keinen Bedarf an einem 25-Schilling-Wert. Alle drei Wertstufen hatten ein einheitliches Papiermaß von 138 mm x 77 mm. Abb. 1: 25 Schilling 1944, Vs., Standardnote, Grundtyp mit Umlaufspuren, 100 Mio. Stück bei Forbes Lithograph Manufacturing Co. gedruckt. Diese Scheine (wie auch ein Teil der 50-Groschen- sowie der 1- und 2-Schilling-Scheine) wurden 1944 in Boston mit der Bezeichnung „Operation Ordain“ gedruckt. Das BEP in Washington/DC vergab den Auftrag an Forbes LMCo., die auch die Nummerierung der Scheine ausführte – nach Art und Weise der 1944er Francs-Scheine: 8-stellige Kontrollnummer, eine ergänzende „2“ für die Auflage über die 100-Mio.-Menge hinaus und die zusätzlich mit einem „X“ gekennzeichneten Austauschnoten. Abb. 2: 2 × 100 Francs 1944, Vs., mit „2“ für den Druck über die 100-Mio.-Grenze – oben – und mit „X“ markierter Austauschschein – unten. Über die gedruckte Menge an 25-Schilling-Noten herrschte lange Zeit Unklarheit: James Rutlader [1] nennt 177.912.000 Scheine und Gastone Söllner [2] beziffert die Druckauflage mit „mindestens 258.000.000“. Diese 258 Millionen können schon deshalb nicht stimmen, da es neben der „2“ auch eine beigestellte „3“ geben müsste. Die Autoren Toy und Schwan [3] gaben schon fünf Jahre zuvor die Stückzahl mit 129 Mio. Scheine an. 1980 [4] wurde diese Angabe aufgeschlüsselt: 100 Mio. Stück mit normaler KN ohne Blockziffer, 29 Mio. Stück mit ergänzter „2“ und über 200.000 Stück für die Austauschscheine mit „X“ (die bis heute gemeldeten höchsten Kontrollnummern sind die Scheine mit 00209473/X und 00209474/X). Fred Schwan aktualisierte 1990 die Druckmenge mit 129.088.000 Stück. [5] Die Nummerierung der Militärnoten begann – wie bei US-Geldscheinen üblich – mit ...0001. Es sind mehrere Muster-/Specimen-Scheine mit der KN 00000000 bekannt. Abb. 3: 25 Schilling 1944, Vs., „SPECIMEN“ mit Null-Nummerierung, möglicherweise von den Briten abgestempelt. Abb. 4: 25 Schilling 1944, Vs., Ausschnitt mit typisch fehlerhafter BEP-Perforation SPECIMEN (aus Musterbuch). Abb. 5: 25 Schilling 1944, Vs., aus dem Bestand gekennzeichneter Musterschein, von der OeNB typisch mit Stempel und Perforation versehen. Der Katalog von J. Kodnar/N. Künstner [6] listet keine Variante mit der Block-Nr. „2“ auf, zeigt jedoch unter Nummer 213 b) eine der sehr seltenen Austauschnoten mit der KN 00104742/X. Eine weiterer Schein ist bekannt mit der KN 00187754/X und der Perforation „SPECIMEN“. Alle AMS-Scheine hatten das sich in Linien wiederholende Text-Wasserzeichen „MILITARY AUTHORITY“. Ein sog. Stecher- oder Geheimzeichen „F“ für Forbes – ähnlich wie auf den Militärlire-, Militärfrancs- oder Militärmark-Scheinen – konnte bisher nicht gefunden werden. Nach einer Verlautbarung des US-Hauptquartiers vom 5. Mai 1945 wurde die österreichische Zivilbevölkerung verpflichtet, die deutschen Militärmark-Scheine schnellstmöglich bei der nächsten Bank gegen Militär-Schillinge im Verhältnis 1:1 umzutauschen. Die AMS wurden zwischen dem 9. April und 17. Oktober 1945 geliefert und waren ab Mai 1945 im Umlauf. Nach einer Zeitungsnotiz der „Salzburger Nachrichten“ vom 10. September 1945 mussten die Militärmark-Scheine vom 15. bis 18. September 1945 eingetauscht werden und durften danach nicht mehr in Umlauf gelangen. Im September 1944 hatten sich US-Amerikaner und Briten auf einen Wechselkurs verständigt: 10 Militärmark (MM) bzw. 10 Militärschillinge (MS) für einen US-Dollar und 40 MM bzw. 40 MS für ein britisches Pfund. Ein 25-Schilling-Schein entsprach demzufolge 2,50 Dollar oder 12 Shillings/6 Pence. Entgegen der Angaben in einigen Veröffentlichungen liefen die 25-Militärschilling-Scheine in allen vier Besatzungszonen Österreichs und in der Vier-Sektoren-Stadt Wien um. Nach Angabe des OMGUS vom 6. November 1945 erhielten die sowjetischen Besatzungstruppen in zwei Lieferungen über 2,0 Mrd. Militärschillinge aus einer Gesamtmenge von 6.352.7000.000 Stück, die bis zum 31. Juli 1945 in 12.365 Kisten geliefert wurden. Ungültig wurden die 25-Schilling-Scheine entsprechend dem „Schillinggesetz“ vom 30. November 1945 dann am 20. Dezember 1945, nachdem sie ab 13. Dezember einzuliefern waren. Das Auftauchen der Variante mit der Block-Ziffer „2“ ist eine große Überraschung und deshalb eine kleine Sensation: seit 78 Jahren war kein solcher Schein bildlich belegt. Mit seiner Kontrollnummer liegt er im 12-Millionen-Bereich des angenommenen Zahlenkreises von 29 Millionen gedruckter Scheine. Die Scheine mit der Block-Ziffer „2“ sind deshalb so selten, da sie nie ausgegeben wurden. Abb. 6: 25 Schilling 1944, Vs., die Varianten mit Block-Ziffer „2“ wurden nicht ausgegeben. Der Schein befindet sich in Privatbesitz und stammt aus einer Vernichtungsaktion von Militärschilling-Scheinen. Es wird vermutet, dass die noch vorhandenen Scheine im Jahr 1948 in Wien verbrannt wurden. Jedoch wurden die auch als „Okkupationsschillinge“ bezeichneten AMS-Noten lt. OeNB „... im Betrag von 6,8 Mrd. auf Depots der Notenbank hinterlegt und schrittweise vernichtet – verkolIert, wie es im Jargon der Notenbank hieß“. [7] Der größte Teil wurde zuvor als Reserve gehalten; die zum Umtausch von Österreichern eingereichten AMS stammten zu 75 % aus der sowjetischen Zone einschl. Wien und widerspricht Katalogangaben, demnach die Scheine nur von den Briten in ihrer Zone ausgegeben wurden. Höchstwahrscheinlich wurde nur ein Zehntel der gedruckten alliierten 25-Militärschilling-Scheine ausgegeben. Alle gefundenen Stücke bis zur KN 10000000 weisen mehr oder weniger sichtbare Gebrauchsspuren auf. Abb. 7: 25 Schilling 1944, Rs., Erhaltung gebraucht (about fine), in einer englischen Auktion im September 2019 für 120 Pfund versteigert; ein bankfrischer Schein erbrachte im selben Jahr 500 Euro. Die höchste festgestellte Kontrollnummer ist die 71665480 (Abb. 5). Die Sichtung von Kontrollnummern unterschiedlicher Zahlenkreise lässt vermuten, dass mehrere Bündel mit je 100 Scheinen bei der Vernichtung „entnommen“ wurden: 18558501 ... 18558600, 18777601 ... 18777700 und 46523901 ... 46524000. Und für die Musterscheine wurden von der OeNB mindestens 16 Stück gestempelt und perforiert (71665465 ... 71665480). Abb. 8: 2 Schilling 1944, Rs., Andruck der schwarzgrauen Druckform. Abb. 9: 2 Schilling 1944, Rs., Andruck der blauen Druckform. Abb. 8: 2 Schilling 1944, komplett gedruckte Rückseite, vom BEP in einer Menge von 100 Mio. Stück und mit Wasserzeichen „MILITARY AUTHORITY“ gedruckt. Derzeit sind noch ein Menge unbeantworteter Fragen offen; bei den anderen Ausgaben der AMS-Serie von 1944 kennt man interessante Einzelheiten, wie z. B. die Druckformen für Unterdruck und Hauptdruck oder Druck-, Liefer- und Vernichtungslisten. Wir wissen bspw. nicht die genaue Anzahl der gedruckten Austauschnoten. Hier sollte man von einer Viertelmillion gedruckter Scheine ausgehen. Auf dem Sammler-Markt sind heute noch annähernd sechs Dutzend 25-Schilling-Scheine verfügbar – die meisten sind kassenfrisch. Michael H. Schöne Anmerkungen [1] James Rutlader: „Allied Military Currency“, Kansas City 1968 [2] Dr. Gastone Söllner: „Die Übergangsbanknoten des 2. Weltkrieges“, Basel 1979 [3] Raymond S. Toy/Carlton F. Schwan: „World War II Allied Military Currency“, Portage 1974 [4] C. Frederick Schwan/Joseph E. Boling: „World War II Military Currency“, Port Clinton 1980 [5] Fred Schwan: „A look at AMC’s“, „Bank Note Reporter“, Jg. 18, Nr. 4, Iola 1990 [6] Johann Kodnar/Norbert Künstner: „Katalog der österreichischen Banknoten ab 1759“, Wien 2010 [7] Hans Seidel: „Währungsreform und Besatzung in Österreich 1945-47“, in: „Wirtschaft und Gesellschaft“ Heft 3/1999, Wien Vielen Dank an Herrn Rudolf Richter, Salzburg, für die Erstmeldung. Abkürzungen AMC: Allied Military Currency AMS: Alliierte Militärschilling BEP: Bureau of Engraving and Printing OeNB: Oesterreichische Nationalbank OMGUS: Office of Military Government for Germany (U.S.)

  • Katalog der österreichischen Banknoten mit IBNS-Preis ausgezeichnet

    Die International Bank Note Society (IBNS) prämiert jährlich die weltweit besten Bücher im Bereich der Notaphilie. Die Preisverleihung für die im Jahr 2018 erschienenen Bücher fand jetzt statt. Eine der Auszeichnungen ging an den „Katalog der österreichischen Banknoten ab 1759, 3. Auflage“. Der Katalog umfasst die österreichischen Banknoten ab 1759 samt einigen Nebengebieten und ist weiterhin im Münz- und Banknotenfachhandel oder alternativ direkt über diesen Link erhältlich: Zum Katalog mit Bestellmöglichkeit Johann Kodnar #Fachliteratur #Weltbanknoten #Europa #Österreich #Kodnar

  • Katalog der österreichischen Banknoten ab 1759

    Johann Kodnar, Norbert Künstner: Katalog der österreichischen Banknoten ab 1759 488 Seiten, Format 14,9 cm x 21 cm, Broschur, Wien 2018. Preis: 49,90 Euro. ISBN: 978-3-9504334-1-8 Die beiden Autoren, die letztes Jahr ihr prächtiges zweibändiges Katalogwerk zum österreichischen Notgeld herausgebracht haben, legen nun eine umfangreich bearbeitete und um rund 100 Seiten erweiterte Neuauflage ihres Katalogs zu den österreichischen Banknoten vor. Neben Preisänderungen (die Bewertungen erfolgten in bis zu vier Erhaltungsgraden) wurden einige Gebiete neu aufgenommen. Besonders erfreulich ist die Aufnahme der Abstempelungen von Kronen-Scheinen Österreich-Ungarns in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie. Daneben wurden auch Cassen- und Reichsschatzscheine sowie sog. Patente und Cirkulare aufgenommen. Dabei handelt es sich um Formularbögen mit Informationen zur Einführung von Banknoten. Dass nun auch komplette Bögen bewertet werden, wird hoffentlich dazu beitragen, dass diese nicht mehr zerschnitten werden, um die einzelnen Vorabdrucke (Formulare) zu verkaufen. Österreichische Banknoten sind wegen ihrer schönen Gestaltung nicht nur als numismatische Belege, sondern auch als Kunstobjekte beliebt. Dem tragen die Autoren Rechnung, indem sie bei vielen Scheinen auch die Künstler nennen und denen sogar im Anhang ein eigenes Kapitel widmen. Um Sammlern die Bestimmung zu erleichtern, wurde besonders viel Augenmerk auf die Abbildung von Varianten-Unterschieden gelegt. Im Katalog sind alle österreichischen Banknoten ab Einführung des Papiergelds bis zu den aktuellen Euro-Scheinen aufgeführt. Es werden auch alle Formulare und Musterscheine gelistet. Im Anhang findet man ein umfangreiches Kapitel mit Informationen in Englischer Sprache sowie eine Schnellübersicht. Leider fehlt ein Inhaltsverzeichnis, das ist aber auch schon der einzige Punkt, den man bemängeln könnte. Interessenten wenden sich an: Norbert Künstner, Gumpendorfer Str. 99, 1060 Wien, Tel. 0043/1/5970700 www.internumis.at, kuenstner@internumis.at. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/04 #Weltbanknoten #Europa #Österreich #Grabowski

  • Frankfurter Münzhandlung: Vorschau auf Auktion 157 am 3. November 2023

    In der Auktion 157 der traditionsreichen Frankfurter Münzhandlung werden mit insgesamt über 1.000 Losen antike Münzen, deutsche Münzen und Medaillen, Medaillen des Hauses Braunschweig-Lüneburg, deutsche Münzen seit 1871, Münzen und Medaillen aus aller Welt sowie deutsche Banknoten angeboten. Der Banktnotenteil kommt in Teil 2 der Auktion am Nachmittag des 3. November 2023 von Lot 913 bis 1056 zur Versteigerung. Das reichhaltige Angebot umfasst eine Vielfalt von seltenen deutschen Geldscheinen, darunter Deutsches Reich, Bundesrepublik, Kolonien, Besatzungsausgaben, Nebengebiete wie Danzig und Saar, Notausgaben und geldscheinähnliche Wertpapiere. In dieser Vielfalt und Zusammenstellung bisher selten angeboten! Ort: Fleming's Selection Hotel Frankfurt-City, Frankfurt am Main (Karte) Zur Auktion! Hier einige Beispiele aus der Auktion: Los 916: 50 Billionen Mark 1924. Ausgabe vom 10. Februar 1924 mit rotem Überdruck "MUSTER". Grabowski DEU 169-M1. Rosenberg 136-M1. Kassenfrisch; I/I-. Minimale Lagerungsspuren., Schätzpreis: 1.250 EUR. Los 950: Saarmark-Noten. 50 Mark 1947. Grabowski SAR 12. Rosenberg 871. Kleine Lagerungsspuren, sonst kassenfrisch; I/I-. Schätzpreis: 1.250 EUR. Los 951: Saarmark-Noten. 100 Mark 1947. Grabowski SAR 13. Rosenberg 872. Von großer Seltenheit. Wenig gebraucht, minimaler Einriss rechts; II-III. Sauberer, sammelwürdiger Schein. Schätzpreis: 6.000 EUR. Los 953: Saarmark-Noten. 100 Mark 1947. Grabowski SAR 13. Rosenberg 872. Von großer Seltenheit. Wenig gebraucht, minimaler Einriss rechts; II-III. Sauberer, sammelwürdiger Schein. Schätzpreis: 750 EUR. Los 963: Bank Deutscher Länder & Ausgaben Westberlin. 100 Deutsche Mark 1948. Sogenannter Roter Hunderter, Serie L/A. Grabowski WBZ 8. Rosenberg 244. Kleine Mittelfalte, sonst kaum gebraucht; II. Farbfrisches Exemplar mit festem Papier. Schätzpreis: 1.000 EUR. Los 965: Bank Deutscher Länder & Ausgaben Westberlin. 20 Deutsche Mark o. J. (1948). Libertykopf, Serie C/A. Grabowski WBZ 9a. Rosenberg 246a. Selten in dieser Erhaltung. Kassenfrisch; I. Schätzpreis: 1.000 EUR. Los 967: Bank Deutscher Länder & Ausgaben Westberlin. 50 Deutsche Mark o. J. (1948). Libertykopf, Serie D/A. Grabowski WBZ 10a. Rosenberg 248a. Von großer Seltenheit, nur wenige Exemplare ausgegeben. Kassenfrisch; I. Schätzpreis: 6.000 EUR. Los 1011: Freie Stadt Danzig. 500 Gulden 1924. Ausgabe vom 10. Februar 1924. Grabowski DAN 60. Rosenberg 836. Kassenfrisch; I. Prachtvolles, farbfrisches Exemplar. Schätzpreis: 2.500 EUR. Los 1012: Freie Stadt Danzig. 1000 Gulden 1924. Ausgabe vom 10. Februar 1924. Grabowski DAN 61. Rosenberg 837. Kleine Lagerungsspuren, sonst kassenfrisch; I/I-. Schätzpreis: 2.500 EUR. Los 1016: Französisch-Belgische Eisenbahnverwaltung. 50 Francs o. J. (1923). Musternote mit Aufdruck "SPECIMEN". Serie 00 und KN 000,000. Grabowski RPR 64-M3. Rosenberg 863d. Kleine Lagerungsspuren, kassenfrisch; I/I-. Schätzpreis: 750 EUR. Los 1021: Litzmannstadt. 2 Mark 1940. Ausgabe vom 15. Mai 1940. Grabowski GET 3. Rosenberg Li 3. Sehr selten in dieser Erhaltung. Kassenfrisch; I. Schätzpreis: 600 EUR. Los 1029: Ausgaben für die Ukraine. 2 Karbowanez 1942. Ausgabe der Zentralnotenbank vom 10. März 1942. Grabowski ZWK 48. Rosenberg 592. Von großer Seltenheit. Wenig gebraucht; II. Die Noten zu 2 Karbowanez gelangten nicht zur Ausgabe. Schätzpreis: 1.750 EUR. Zur Auktion!

  • Leipziger Münzhandlung: Vorschau auf die 102. Auktion vom 8. bis 11. November 2023

    102. Auktion der Leipziger Münzhandlung und Auktion Heidrun Höhn e. K. vom 8. bis 11. November 2023 Die 102. Auktion des Leipziger Auktionshauses findet diesmal wegen der großen Anzahl an Einzellosen und Sammlungen zum ersten Mal über vier Tage hinweg vom 8. bis 11. November 2023 in Leipzig statt. Sie beinhaltet wieder ein breitgefächertes und interessantes Angebot von über 3.800 Losen. Die Erwartungen für die diesjährige Herbstauktion wurden bei weitem übertroffen, indem ein ausgesprochen reichhaltiges Angebot an prachtvoll erhaltenen Münzen und Medaillen sowie erlesenen Raritäten in diesen Tagen präsentiert und zur Versteigerung angeboten werden kann. Die Auktion beginnt am Mittwoch mit einer großen Sammlung von 225 Geldschein-Losen mit Banknoten, Notgeldscheinen und Wertpapieren, die sehr seltene Ausgaben der deutschen Papiergeldgeschichte beinhaltet. Zahlreiche Seltenheiten und Spitzenerhaltungen findet man hierbei bei den Reichsbanknoten sowie den Ausgaben der Bundesrepublik Deutschland. Eine feine Auswahl findet sich bei den deutschen Länderbanken, gefolgt von Seltenheiten der Geldscheine des Deutschen Reichs, darunter auch ausgesprochen gute Erhaltungen, besonders bei den Billionen-Scheinen. Besonders zahlreich sind die Scheine der Bundesrepublik vertreten, die ebenso durch Erhaltungen und Raritäten heraus stechen. Wie unsere erfolgreichen Auktionen zuvor, wird auch diese Auktion mit Publikum in unseren eigenen Auktionsräumen sowie live im Internet stattfinden. Somit können Sie unabhängig Ihres Aufenthaltsortes an unserer Auktion teilnehmen. Bitte registrieren Sie sich dazu rechtzeitig auf unserer Internetseite, damit Ihrem Auktionserlebnis nichts mehr im Wege stehen kann. Selbstverständlich können Sie auch schriftliche Gebote einsenden oder telefonisch mitbieten. Sollten Sie dazu noch Fragen haben, zögern Sie nicht uns anzurufen. Wir beraten Sie gern! Ihre Famile Höhn und das Team der Leipziger Münzhandlung (www.leipziger- muenzhandlung.de). Nachstehend eine kleine Auswahl an Losen aus dem Papiergeld-Teil der kommenden Auktion: Los 1: Sächsische Bank zu Dresden 1874-1924. 100 Mark 1.1.1874. Serie XVII. Ro. SAX 4b, Grab. SAX 4b. In dieser Erhaltung sehr selten, I-. Taxe: 600,– EUR. Los 9: Sächsische Bank zu Dresden 1874-1924. 100 Reichsmark 11.10.1924. Ro. SAX- 27, Grab. SAX- 27. Selten, II-. Taxe: 650,– EUR. Los 17: Württembergische Notenbank 1871-1930. 50 Reichsmark 11.10.1924. Ro. WTB- 27b, Grab. WTB- 27b. Sehr selten, III-, Taxe: 1.000,– EUR. Los 19: Reichsbanknoten und Reichskassenscheine 1874-1914. 5 Mark 11.7.1874. Serie XI. Lit. M. Ro. 1, Grab. DEU-45. Sehr selten, III. Taxe: 2.000,– EUR. Los 21: Reichsbanknoten und Reichskassenscheine 1874-1914. 20 Mark 10.1.1882. Serie J. Ro. 7, Grab. DEU-49. Sehr selten, III+. Taxe: 2.400,– EUR. Los 22: Reichsbanknoten und Reichskassenscheine 1874-1914. 100 Mark 3.9.1883. Reichsbanknote. Serie c. Ro. 9, Grab. DEU-48. Sehr selten, Rev. Kleine Tuschenotitz, III+. Taxe: 900,– EUR. Los 40: Geldscheine der Inflation 1919-1924. 5 Billionen Mark 1.11.1923. FZ R, Ro. 127c, Grab. DEU-157a. Selten in dieser Erhaltung, I-, Taxe: 400,– EUR. Los 42: Geldscheine der Inflation 1919-1924. 10 Billionen Mark 1.11.1923. FZ DB, Ro. 128b, Grab. DEU-160a. Selten in dieser Erhaltung, I. Taxe: 600,– EUR. Los 53: Geldscheine der Inflation 1919-1924. 20 Billionen Mark 5.2.1924. Serie B. Winziges Loch im Schriftzug „ZWANZIG“. Ro. 135, Grab. DEU-168. Sehr selten in dieser Erhaltung, I-. Taxe: 1.400,– EUR. Los 54: Geldscheine der Inflation 1919-1924. 50 Billionen Mark 10.2.1924. Serie A, Ro. 136, Grab. DEU-169. Äußerst selten in dieser Erhaltung, I. Taxe: 2.600,– EUR. Los 63: Deutsche Rentenbank 1923-1937. 1000 Rentenmark 1.11.1923. Serie A, Ro. 161, Grab. DEU-206. Erhaltung III. Taxe: 1.500,– EUR. Los 64: Deutsche Rentenbank 1923-1937. 10 Rentenmark 30.7.1925. Serie A, Ro. 163, Grab. DEU-208. Sehr selten in dieser Erhaltung, I-. Taxe: 1.600,– EUR. Los 69: Deutsche Reichsbank 1924-1945. 10 Reichsmark 11.10.1924. Udr.-Bst. A. Serie Q. Ro. 168b, Grab. DEU-173b. Sehr selten in dieser Erhaltung, I-. Taxe: 1.100,– EUR. Los 70: Deutsche Reichsbank 1924-1945. 20 Reichsmark 11.10.1924. Udr.-Bst. Q, Serie A. Ro. 169, Grab. DEU-174. Sehr selten in dieser Erhaltung, II. Taxe: 700,– EUR. Los 136: Bank deutscher Länder 1948-1949. 50 DM 1948. Ro. 242, Grab. WBZ-7. Sehr selten in dieser Erhaltung, I. Taxe: 1.000,– EUR. Los 137: Bank deutscher Länder 1948-1949. 100 DM 1948. Ro. 244, Grab. WBZ-8. Sehr selten in dieser Erhaltung, II+. Taxe: 1.000,– EUR. Los 138: Bank deutscher Länder 1948-1949. 20 DM 1948. Ro. 246a, Grab. WBZ-9a. Sehr selten in dieser Erhaltung, I-. Taxe: 900,– EUR. Los 151: Deutsche Bundesbank 1960-1999. 1000 DM 2.1.1960. Serie W/B. Ro. 268 a, Grab. BRD- 12. Sehr selten in dieser Erhaltung, I. Taxe: 1.200,– EUR. Los 173: Deutsche Bundesbank 1960-1999. 1000 DM 2.1.1980. Serie NH/K. Rs. links unten „© DEUTSCHE BUNDESBANK 1964“. Ro. 291 a, Grab. BRD- 35a. Sehr selten in dieser Erh., I-. Taxe: 700,– EUR. Los 184: Deutsche Bundesbank 1960-1999. 1000 DM 1.8.1991. Serie AA/L8. Ro. 302 a, Grab. BRD- 46a. Selten, I-. Taxe: 600,– EUR. Hier geht es direkt zu den Geldscheinen bei der 102. Auktion der Leipziger Münzhandlung: https://www.muenzen-leipzig.de//Auktion/Onlinekatalog?intAuktionsId=1401 Kontakt: https://www.leipziger-muenzhandlung.de/ info@leipziger-muenzhandlung.de Tel. +49(0)341 12 47 90 WhatsApp +49 151 70635086

  • Vorschau auf die Teutoburger Auktionen 145-147 vom 23.-27. Mai 2022

    Die 145. Auktion am 23. Mai 2022 ist nach dem großen Erfolg der Februarauktionen wieder ein Sonderkatalog für Goldmünzen, Goldmedaillen, Golduhren und Goldschmuck aus aller Welt. Es liegt eine große Sammlung antiker Gold- und Elektron-Prägungen vor, dabei sowohl gute griechische Statere und Teilstücke, als auch römische Aurei und Solidi, byzantinische Solidi, Tremisses, Histamena, Hyperpyra, Hunnen, etc. Doch auch Gold aus Mittelalter und Neuzeit ist reich vertreten, u.a. ein Tremissis der Langobarden, diverse Goldgulden, Dukaten und mehrfache Dukaten, Pistolen, usw. mit zahlreichen Raritäten. Die 146. Auktion startet am 24. Mai 2022 mit einem großen Sonderbereich China & Südostasien, darunter u.a. äußerst seltene chinesische Proben, aber auch hochwertige asiatische Antiquitäten aus Tibet, Nepal und Japan. Nach Ausgrabungsgegenständen aus sehr alten Sammlungen und einigen antiken Münzen folgen die Münzen und Medaillen aus aller Welt mit u.a. einer Serie Kirchenstaat und ein paar Raritäten aus Schweden. Reich vertreten sind die habsburgischen und altdeutschen Taler und Teilstücke (besonders Brandenburg-Preussen und Nürnberg). Bei den thematischen Medaillen überwiegen Drittes Reich und Luftfahrt. Im Anschluss folgt der Bereich moderner deutscher Münzen ab 1871 nach Jaeger, vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik und DDR, dann zahlreiche Lots und Sammlungen, darunter riesige, urbelassene Nachlässe. Bei den Orden und Ehrenzeichen ist u.a. ein Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 1939 Mit Gutachten Hartung zu erwähnen, bei den Militaria sind besonders Blankwaffen aus aller Welt, auch des asiatischen Raumes vertreten. Den Abschluss bildet der Varia-Bereich mit u.a. schönen Uhrenposten, aber auch einer Königsberger Bernsteinausgabe von "Mein Kampf". Die 147. Auktion ist ein Sonderkatalog für Briefmarken und Banknoten. Hier sind neben interessanten Einzellosen riesige urbelassene Sammlungen vertreten, deren Besichtigung dringend empfohlen wird. Los 4176 Deutsches Reich, 1871–1945 500 Gulden Danziger Banknote 10.2.1924. Zeughaus und Danziger Wappen/Brunnenfigur Neptun. KN 6-stellig rot, Wz. Maske. I, selten Taxe: 2.500,- Euro Los 4221 Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948 Musterschein zu 1000 Deutsche Mark 1.8.1991. KN 0000000, Serie AA/A. Vs. roter Überdruck diagonal "MUSTER" und zweizeilig MUSTER und Nr. 0212. Rs. roter Überdruck diagonal "SPECIMEN". I-, leichter Zählknick, von größter Seltenheit Taxe: 2.500,- Euro Los 4382 Deutschland Insgesamt ca. 22.000 verschiedene Serienscheine in 77 Importa-Alben. Komplett belassener Sammlerbestand von A-Z, mit sehr vielen Spitzenstücken, vielen Varianten und Kleinbögen. Bestimmt und sortiert nach Lindman. Katalogwert weit im 6-stelligen Bereich. Sehr interessanter Bestand der unbedingt besichtigt werden sollte und jeden Interessenten begeistern wird. Anbei Aufstellung nach Lindman, Katalogwert 115000€. Fundgrube !! meist I-II Taxe: 35.000,- Euro Los 4218 Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948 Musterschein 500 Deutsche Mark 1.8.1991. KN 0000000, Serie AA/A. Vs. roter Überdruck diagonal "MUSTER" und zweizeilig MUSTER und Nr. 0212. Rs. roter Überdruck diagonal "SPECIMEN". I-II, leichte, min. Flecke, von größter Seltenheit Taxe: 1.500,- Euro Los 4214 Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948 500 Deutsche Mark 2.1.1980. Serie V/U. I, selten Taxe: 750,- Euro Los 4197 Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948 100 Deutsche Mark 9.12.1948. Franzosenschein mit B-Stempel für Westberlin, 2-stellige Blockziffer. I-, selten Taxe: 400,- Euro Teutoburger Münzauktion GmbH Brinkstraße 9 33829 Borgholzhausen Tel.: 05425/930050 E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de www.teutoburger-muenzauktion.de

  • Sammlertreffen am Samstag, den 13. Mai 2023 in Melle

    Das diesjährige Sammlertreffen der Banknoten- und Notgeldsammler findet am Samstag, den 13. Mai 2023 im Hotel „Alt Riemsloh“ in Melle/Riemsloh statt. Das Hotel ist für Aussteller ab 9:00 Uhr und für Sammler und Besucher ab 10:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Hotel "Alt Riemsloh" Alt Riemsloh 51 49328 Melle Tel. 05226 9825-0 info@hotel-alt-riemsloh.de www.hotel-alt-riemsloh.de Kontakt: Jos Eijsermans: Tel. 02821/7116668, E-Mail: Eijsermans-Events@t-online.de Dieter Pitt: Tel. 0521/162424, E-Mail: DPitt@t-online.de

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