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  • Ein neues Polymersubstrat ist im Umlauf!

    Die Banknoten Vietnams werden nicht mehr auf Guardian™ gedruckt. Vietnam begann 2003 mit der Ausgabe seiner höherwertigen Banknoten aus Polymer, beginnend mit den 50.000- und 500.000-Dong-Banknoten. Die anderen Nennwerte (10.000, 20.000, 100.000 und 200.000 Dong) folgten in den darauffolgenden Jahren. Bis einschließlich 2023 wurde für alle Stückelungen das von CCL Secure hergestellte Polymersubstrat Guardian™ verwendet. Die Banknoten wurden zunächst von Note Printing Australia (NPA) gedruckt, später dann von der heimischen National Banknote Printing Plant (NBPP), heute die einzige Einrichtung, die zum Drucken vietnamesischer Währung berechtigt ist. (Hinweis: Die ersten beiden Ziffern der Kontrollnummer geben das Druckjahr an.) Da Vietnam die Kontrolle über seine Kapazitäten im Banknotendruck fest in der Hand behält, stärken inländische Unternehmen wie Q&T Hi-tech Polymer die finanzielle Autonomie des Landes und positionieren sich gleichzeitig als starke Wettbewerber auf dem globalen Markt für Polymerbanknoten-Materialien. Die NBPP ist dazu übergegangen, lokale Lieferanten für Polymersubstrate zu nutzen, ein Markt, der lange Zeit von ausländischen Anbietern dominiert wurde. Wie oben erwähnt, wurden die letzten vietnamesischen Polymerbanknoten, die auf Guardian™ gedruckt wurden, im Jahr 2023 hergestellt. Im Jahr 2024 wurden nur die Stückelungen 10.000, 20.000 und 50.000 Dong ausgegeben, die alle auf dem neuen Polymersubstrat PolySecure® von Q&T gedruckt wurden. Schauen Sie sich die neuen Ausgaben von 2024 genau an. Welche Unterschiede sehen Sie zwischen den Substraten? 10.000 Dong: Ausgabe (20)23 auf Guardian™ (oben) und Ausgabe (20)24 auf PolySecure® von Q&T (darunter): 20.000 Dong: Ausgabe (20)22 auf Guardian™ (oben) und Ausgabe (20)24 auf PolySecure® von Q&T (darunter): 50.000 Dong: Ausgabe (20)23 auf Guardian™ (oben) und Ausgabe (20)24 auf PolySecure® von Q&T (darunter): Obwohl Q&T ein vietnamesisches Unternehmen ist, wurde es von der vietnamesischen Staatsbank und der NBPP strengen Tests und Bewertungen unterzogen, um sich als Lieferant für aktuelle Ausschreibungen zu qualifizieren. Q&T erfüllte zunächst erfolgreich die Anforderungen für die Nennwerte 10.000 und 50.000 Dong, einschließlich der anspruchsvollen diffraktiven optischen Elemente (Komponenten, die die Eigenschaften des Lichts durch Diffraktion manipulieren), und stellte damit die Fähigkeiten und sein Fachwissen unter Beweis. Durch die Partnerschaft mit der Staatsbank von Vietnam und der NBPP leistet Q&T einen wichtigen Beitrag zur vietnamesischen Währung in Form der im Umlauf befindlichen 10.000-, 20.000- und 50.000-Dong-Banknoten. Am 5. Dezember 2025 fand bei der NBPP die Vertragsunterzeichnung für die Lieferung von Sicherheitsdruck-Substrat, Code B07 – 2026, zwischen der NBPP und dem Auftragnehmerkonsortium aus Q&T und TFS (TFS Solutions And Technology Investment Joint Stock Company) statt. Der Vertrag gewährt Q&T das Recht, das Polymersubstrat für die 100.000-Dong-Banknote im Rahmen des Produktionsplans für 2026 zu liefern. Dies folgt auf den früheren Erfolg von Q&T bei der Vergabe einer internationalen Ausschreibung für die Lieferung derselben 100.000-Dong-Banknote für 2025. (Anmerkung: Bis Dezember 2025 wurden noch keine Banknoten mit Jahrgang 2025 in Umlauf gebracht.) „Banknote Industry News“ hat die Produktinnovationen des Unternehmens hervorgehoben, insbesondere seinen Ansatz zur Sicherheitsintegration in Polymersubstrate. Q&T hat nun POLY-SHIELDED vorgestellt, das als weltweit erstes Polymersubstrat für Banknoten beschrieben wird, in dessen Struktur mehrere optisch variable Elemente (OVDs) eingebettet sind. Nach Angaben des Unternehmens werden die meisten herkömmlichen Sicherheitsmerkmale von Banknoten, wie Hologramme, Folien und Spezialfarben, auf die Oberfläche aufgebracht, wodurch sie im Laufe der Zeit anfällig für Abnutzung, Feuchtigkeit, Chemikalien, Entfernung oder Nachahmung sind. Im Gegensatz dazu integriert POLY-SHIELDED Schutz- und optische Merkmale direkt in die Polymerschichten und schafft so eine manipulationssichere Struktur, die Reibung, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Verunreinigungen standhält. Q&T hat festgestellt, dass der eingebettete Ansatz auch ein durchgängiges künstlerisches Design über die gesamte Oberfläche der Banknote ermöglicht, ohne die Sicherheitsmerkmale zu unterbrechen oder zu verzerren. ************************************************************ !!!!! NEUE MELDUNG !!!!! (3. März 2026) In Vietnam sind nun Banknoten mit dem Datum 2025 im Umlauf: Stückelungen von 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000 Dong, alle gedruckt auf dem Polymer-Substrat PolySecure® von Q&T. Und ... eine Korrektur zum obigen Beitrag ist erforderlich: „Die Banknoten Vietnams werden nicht mehr auf Guardian™ gedruckt.“ – diese Aussage stimmt nicht. Am 3. März 2026 gab CCL Secure bekannt [übersetzt]: CCL Secure fühlt sich geehrt, von der Staatsbank von Vietnam ausgewählt worden zu sein, um das GUARDIAN™-Polymersubstrat für die 200.000-VND-Banknote zu liefern. Vietnam setzt seit langem auf Polymerbanknoten, mit dem klaren Ziel, eine haltbare, hochwertige Währung zu erhalten, die sich im Umlauf bewährt. Diese jüngste Auszeichnung spiegelt das anhaltende Engagement der Zentralbank für die langfristige Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit ihrer Banknotenserie wider. Wir schätzen das uns entgegengebrachte Vertrauen und sind stolz darauf, die Staatsbank von Vietnam weiterhin als zuverlässiger Partner zu unterstützen und gemeinsam für eine gleichbleibende Qualität und sichere Versorgung zu sorgen. Vietnams aktuelle 200.000-Dong-Banknote (Vorderseite). Basierend auf der obigen Pressemitteilung wird die 200.000-Dong-Banknote, vermutlich für das Jahr 2026, auf dem Guardian™-Polymersubstrat gedruckt werden (wie in den Vorjahren). Werden die niedrigeren Stückelungen weiterhin auf PolySecure® gedruckt? Auf welchem Substrat wird die nächste 500.000-Dong-Banknote gedruckt werden? Wir werden sehen ... Bleiben Sie dran für weitere Entwicklungen ... ************************************************************ Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Die Reiseschecks der Staatsbank der DDR

    Über den Reisescheckverkehr in der DDR ist an anderer Stelle schon grundsätzlich geschrieben worden [1] . Der nachfolgende Beitrag befasst sich speziell mit den von der Staatsbank der DDR ab 1979 ausgegebenen, auf Mark (der DDR) lautenden Reiseschecks, die von dieser intern als MIRS (Mark-Inlandsreiseschecks) bezeichnet wurden, weil sie nur auf dem Gebiet der DDR einlösbar waren. Es gibt im Gegensatz zu den Vorgängerausgaben der Deutschen Notenbank und der Deutschen Außenhandelsbank (DABA) von der Staatsbank der DDR nur eine einzige Reisescheck-Ausgabe in drei Wertstufen zu 50, 200 und 500 Mark [2] . Die im Vierfarb-Offsetdruck auf Wasserzeichenpapier „Stimmgabel“ [3]  hergestellten Schecks messen einheitlich 14,6 x 8 cm, die vorherrschenden Farben sind beim 50er Grün, beim 200er Braun und beim 500er Blau. Sie tragen die Unterschrift des Präsidenten der Staatsbank, Horst Kaminsky, sowie des Stellvertreters der Präsidenten für den Bereich Zahlungsverkehr, Bruno Meier, und sind sowohl als gelaufene Stücke als auch als Blanketten am Sammlermarkt leicht erhältlich.   Warum übernahm die Staatsbank der DDR ab 1979 die Ausgabe von Reiseschecks? Auf welche Vorlage geht der verwendete Entwurf zurück? Wie hoch waren die Druckauflagen? Gibt es Fehldrucke? Darauf soll der nachfolgende Beitrag Antworten geben. Reisescheck der Staatsbank der DDR über 50 Mark, ausgegeben am 17. Oktober 1986 in Budapest von der Ungarischen Nationalbank und eingelöst im Oktober 1986 bei einer Kreisfiliale der Staatsbank der DDR, genaues Datum und Ort unleserlich. Reisescheck der Staatsbank der DDR über 50 Mark: Rückseite mit Ausgabestempel der Ungarischen Nationalbank und Druckvermerk III 18 185 (ohne Datum).   Reiseschecks in den sozialistischen Staaten erfüllten einen anderen Zweck als die von Banken, Thomas Cook oder der American Express in westlichen Ländern ausgegeben Reiseschecks in konvertiblen Währungen. Während letztere vor allem dazu dienten, den Reisezahlungsverkehr zu erleichtern, unbegrenzt gültig waren, eine Versicherung bei Diebstahl und Verlust boten und grundsätzlich in unbegrenzter Höhe erworben werden konnten, hatten die Reiseschecks der RGW-Staaten vor allem die Funktion, die Zuteilung von Reisedevisen im Rahmen der zwischen den einzelnen Staats- und Außenhandelsbanken verhandelten Devisenkontingente zu steuern. Vermieden werden sollte durch die Ausgabe von Reiseschecks, Reisende mit größeren Bargeldbeträgen des Reiseziellandes ausstatten zu müssen, dessen Ein- und Ausfuhr auch im Reiseverkehr zwischen sozialistischen Staaten der Höhe nach begrenzt, und dessen Verwendung im Gegensatz zu Reiseschecks schwer zu kontrollieren war.   Seit 1967 hatte die Ausgabe von auf Mark der DDR lautenden Reiseschecks bei der DABA gelegen. Der 1966 gegründeten Deutschen Außenhandelsbank oblag in der DDR die Durchführung des kommerziellen Zahlungsverkehrs mit dem Ausland. In diesem Zusammenhang war mit der Gründung der DABA auch die Ausgabe von Reiseschecks von der Deutschen Notenbank auf die DABA übertragen worden. Hinsichtlich der praktischen Abwicklung des Reisescheckverkehrs passte diese Aufgabenzuweisung jedoch nicht, denn nach ihrer Gründung verhandelte zunehmend die Staatsbank der DDR mit den Staats- und Außenhandelsbanken anderer sozialistischer Länder über Devisenkontingente im Reiseverkehr und schloss dazu entsprechende Abkommen. Zudem lösten in der Regel die Wechselstellen und Filialen der Staatsbank [4]  die einkommenden Reiseschecks ein. Schließlich führte die Staatsbank die Abrechnungskonten. Zwischen der DABA und der Staatsbank war daher schon Mitte der 1970er Jahre Einvernehmen darüber erzielt worden, dass bei einer zukünftigen Änderung im Reisescheckverkehr die Staatsbank als bezogene Bank auftreten sollte.   Eine solche Veränderung deutete sich an, als auf einer Konferenz der Staatsbanken des RGW im Oktober 1976 in Erfurt auf Vorschlag der Nationalbank der ČSSR   eine Vereinbarung zur Vereinheitlichung der Gestaltung von Reiseschecks der RGW-Staaten getroffen wurde, die diese – bis auf Rumänien und die UdSSR – in der Folgezeit umsetzten. Die Reiseschecks der RGW-Staaten sollten zukünftig generell in drei Sprachen gehalten werden – der Sprache des Ausgabelandes in einem Textblock links, mittig in Russisch und rechts entweder in Englisch oder Französisch. Die Staatsbank entschied sich hierbei für Englisch. Der Gültigkeitszeitraum der Reiseschecks sollte zwölf Monate ab Ausstellungsdatum betragen, die Unterschrift des Inhabers bei Ausgabe rechts unten, bei Einlösung links oben erfolgen. Über die Wertstufen der Schecks in Landeswährung konnten die einzelnen Länder entscheiden, wobei es Ziel war, Reisende aus Kostengründen mit einer möglichst geringen Anzahl von Schecks auszustatten, was die vergleichsweise hohen Nennwerte von Reiseschecks aus RGW-Staaten erklärt. Reisescheck der Nationalbank der ČSSR   Ausgabe 1985 über 1000 Kronen. Die gestalterische Ähnlichkeit mit den von der Staatsbank der DDR herausgegebenen Schecks ist eindeutig. Quelle: 77. Auktion Filatelie Klim vom 18.11.2023, dort verkauft für 7000 Kc. plus Aufgeld.   Zugleich wurde absehbar, dass die von der DABA ausgegebenen Scheckformulare Ende 1978 (Wertstufe zu 100 Mark) bzw. Ende 1979 (Wertstufe zu 500 Mark) aufgebraucht sein würden. Die Bestände zu 20 Mark wollte man 1978 auslaufen lassen, und diese Wertstufe nicht wieder auflegen.   Anfang Januar 1977 begannen bei der Staatsbank die Planungen für die Ausgabe neuer Reiseschecks. Mitte Februar 1978 fand eine Dienstbesprechung des Präsidenten der Staatsbank statt, auf der die Grundsätze der Ausgabe final abgestimmt wurde. Der VEB Deutsche Wertpapierdruckerei Leipzig (DWD) hatte in Vorbereitung hierzu Ende November 1977 einen ersten grafischen Entwurf eines Reiseschecks zu 100 Mark geliefert, der von der Staatsbank verbessert wurde. Unter anderem wurde der Text in deutscher Sprache nach links gerückt, die DWD hatte dort den russischen Text platziert. Den Mitarbeitern der Staatsbank lag bei ihren Vorbereitungen sogar ein Muster eines DM-Reiseschecks vor, wie er ab Ende der 1970er Jahren von diversen westdeutschen Banken ausgegeben wurde. Von diesem wurde der 1,5 cm breite weiße Streifen am unten Rand des Schecks übernommen, den man für eine automatisierte Bearbeitung nutzen wollte. Dazu ist es bis zum Ende der DDR aber nicht gekommen. Erster Entwurf der DWD für neue Reiseschecks der Staatsbank der DDR vom November 1979. Quelle: Bundesarchiv.   Mitte März 1978 legte die DWD der Staatsbank einen verbesserten Entwurf eines Scheckmusters nun für die Wertstufe zu 200 Mark vor, der dem von der Staatsbank gewünschten „niveauvollen Äußeren“ entsprach. Er lehnt sich in seiner Gestaltung stark an den tschechoslowakischen Entwurf eines vereinheitlichten Reiseschecks der RGW-Staaten an und wurde im März 1978 sogar Günter Mittag vorgelegt, der als Sekretär des ZK der SED für Wirtschaftsfragen in der DDR zuständig war und inhaltlich keine Einwände erhob, jedoch eine Vorlage für das Sekretariat des ZK der SED anforderte, in der die Grundzüge des neuen Reisescheckverfahrens erläutert werden sollten.   Mit der Anordnung über die Durchführung des Reisescheckverkehrs vom 5. Januar 1979 [5]  wurde zudem erstmals eine Rechtsgrundlage für die Ausgabe von Reiseschecks geschaffen, die es für die von der DABA ausgegebenen Schecks nicht gegeben hatte. Nach eigenen Angaben übernahm die Staatsbank hierbei im Wesentlichen inhaltliche Regelungen, welche bereits von der Außenhandelsbank der UdSSR zum Reisescheckverkehr in der Sowjetunion veröffentlicht worden waren [6] . Reisescheck über 500 Mark, ausgegeben am 14. November 1986 von der Gosbank in Kirov (UdSSR) und eingelöst am 17. November 1986 durch die Staatsbank der DDR, Filiale Cottbus. Reisescheck der Staatsbank der DDR über 500 Mark: Rückseite mit Druckvermerk III 18 185 (ohne Datum).   Ende 1978 stellte die DWD der Staatsbank als Erstausstattung 1,5 Millionen Schecks zur Verfügung: 200.000 Schecks zu 50 Mark, 900.000 Schecks zu 200 Mark und 400.000 Schecks zu 500 Mark mit einem Gesamtwert von 390 Millionen Mark. Sie wurden ab dem Ersten Quartal 1979 ausgegeben [7] , d.h. an ausländische Banken versandt. Schon im Juni 1979 erwies sich die Nachfrage an Schecks zu 50 Mark, insbesondere aus der ČSSR   und aus Ungarn, als so hoch, dass die Erstauflage nahezu aufgebraucht war und eine Bestellung der Außenhandelsbank der UdSSR von Reiseschecks dieser Wertstufe durch die Staatsbank nicht ausgeführt werden konnte. Von dieser Wertstufe wurden im Juni 1979 von der Staatsbank kurzfristig weitere 500.000 Exemplare bestellt, die im Herbst 1979 ausgeliefert wurden. Die bekannten Kontrollnummern der Erstauflage indizieren, dass es 1979 und 1980 weitere Nachdrucke gegeben haben muss. Die Erstauflage ist an einer schwarzen Kontrollnummer erkennbar, während die Folgeauflagen ab 1981 eine rote Nummer aufweisen, die bei allen drei Wertstufen wieder bei AA 0000001 beginnt. Kontrollnummer eines Reiseschecks zu 50 Mark aus der 1978 hergestellten Erstauflage. Quelle: Sammlung Dr. Frank Metasch. Kontrollnummer eines Reiseschecks zu 50 Mark aus der im Juni 1979 beauftragten und im Herbst 1979 durch die DDR ausgelieferten Nachauflage der Erstauflage. Man beachte die leichte Abweichungen der Kontrollnummern. Quelle: Sammlung Dr. Frank Metasch.   Für die Jahre 1981 bis 1984 erteilte die Staatsbank jeweils Druckaufträge zwischen 2,9 bis 3 Millionen Schecks jährlich verteilt auf die drei Wertstufen. Die entsprechenden Exemplare tragen den Druckvermerk III 18 185 ohne Hinweis auf das Jahr. Es muss danach noch weitere Bestellungen zu allen Nennwerten unter diesem Druckvermerk gegeben haben. Nachweisbar ist daneben eine Bestellung von 1,5 Millionen Stück zu 200 Mark mit dem Druckvermerk Ag 147 6 85 III 18 185 und dem Kontrollnummernbereich AA 4201001 bis AA 5701000, die im Mai 1986 ausgeliefert wurde. Die letzte Bestellung von Reiseschecks durch die Staatsbank datiert vom 28. Oktober 1988. Für den Leistungszeitraum 4. Quartal 1989 wurden (zur Verwendung in der Reisesaison 1990 und später) 1,5 Millionen Schecks zu 200 Mark (Nummernbereiche AA 5701001 bis AA 7201000) [8]  sowie 1 Million Schecks zu 500 Mark (Nummernbereiche AA 3506001 bis AA 4506000) bestellt, die pro 1000 Stück mit Herstellungskosten von ca. 40,- Mark für die Wertstufe zu 200 Mark, und mit ca. 45,- Mark für die Wertstufe zu 500 Mark veranschlagt wurden. Sie tragen den Druckvermerk Ag 147 8 89 III 18 185. Warum es trotz gleichen Formats und gleicher Druckausfertigung bei den Nennwerten Unterschiede in der Preisgestaltung gab war nicht zu ermitteln und könnte allenfalls mit Bezug auf die geringere Druckauflage der Wertstufe zu 500 Mark zu erklären sein.   Blankette eines Reisescheck über 200 Mark aus dem Schlussauftrag. Die Kontrollnummer liegt 29.649 Ziffern über der bekannten Schlussnummer des letzten Druckauftrags von 1988. Quelle: Sammlung Ringo Staudt. Blankette eines Reisescheck über 200 Mark aus dem Schlussauftrag, Rückseite mit Druckvermerk Ag 147 8 89 III 18 185. Sammlung Ringo Staudt. Aufgrund vorhandener Schecks kann davon ausgegangen werden, dass dieser letzte Druckauftrag mindestens vollständig abgewickelt und ausgeliefert wurde. Möglicherweise lagen die abgelieferten Stückzahlen auch etwas über den beauftragten, da im Sammlermarkt Blanketten vorhanden sind, die den beauftragten Nummernbereich um einige 10.000er übersteigen [9] . Die am Sammlermarkt vorkommenden Blanketten der Schecks zu 200 und 500 Mark stammen in der Regel aus diesem Druckauftrag. Es könnte sich dabei um Restbestände handeln, die im Zuge der Versteigerung der Münz- und Banknotenbestände der ehemaligen Staatsbank der DDR ab Mitte der 1990er Jahre durch das Auktionshaus Busso Peus in Frankfurt am Main angeboten wurden.   Alle Schecks kommen mit Serienbuchstaben AA vor, die Schecks zu 50 Mark auch mit den Serienbuchstaben AB, jedoch nur für die rote Kontrollnummer. Aus einer undatierten handschriftlichen Notiz in den Akten der Staatsbank über vorhandene Tresorbestände ergibt sich, dass die Serie AB jedenfalls bis zur Nummer AB 4.288.000 ausgedruckt worden ist. Aus einem Schreiben der DWD an die Staatsbank über Qualitätsmängel vom Juni 1987 ist ferner zu entnehmen, dass die Reiseschecks in Bögen zu 35 Nutzen (Exemplaren) gedruckt wurden.   Der Versuch der Ermittlung der Gesamtauflage aller Reiseschecks der Staatsbank ist mit Unsicherheiten behaftet, da die Unterlagen der Staatsbank im Bundesarchiv nicht zwingend vollständig sind. Zu berücksichtigen ist, dass die Nummerierung der Folgeauflagen ab 1981 jetzt mit roter Kontrollnummer wieder bei AA 0000001 zu beginnen scheint. Unklar bleibt der Umfang der unter dem Druckvermerk III 18 185 ohne Jahresangabe insgesamt erteilten und ausgelieferten Druckaufträge. Die Unterlagen der Staatsbank legen bei unter diesem erteilten Druckaufträgen, sowie bei Folgeaufträgen eine fortlaufende Nummerierung der Schecks je Wertstufe nahe. Unsicherheiten bestehen auch hinsichtlich der tatsächlich ausgedruckten Stückahlen der letzten Bestellung aus dem Oktober 1988, da bekannte Kontrollnummern bei durchgedruckten Serien eine leicht höhere Auflage als bestellt möglich erscheinen lassen.   Dieses vorausgeschickt, können unter Zugrundelegung der bekannten Nummernbereiche [10]  folgende Auflagezahlen näherungsweise angenommen werden: 50 Mark – Erstauflage und Nachdrucke Serie AA (Kontrollnummer schwarz) bis mindestens zur Nummer 3142360. Folgeauflagen ab 1981 (Kontrollnummern rot) Serien AA bis 9999999, Serie AB bis 4288000. Insgesamt ca. 17,5 Millionen Stück. 200 Mark – Erstauflage 900.000 Stück, bekannte Kontrollnummern bis AA 1226742, Folgeauflagen ab 1981 (Kontrollnummern rot) nur Serie AA bis 7264645. Insgesamt ca. 8,6 Millionen Stück. 500 Mark – Erstauflage 400.000 Stück, Kontrollnummern (schwarz) bis AA0469394, Folgeauflagen ab 1981 (Kontrollnummern rot) nur Serie AA bis 4565553. Insgesamt ca. 5,1 Millionen Stück. Daraus ergäbe sich insgesamt eine Auflage von gut 31,2 Millionen Stück, was bei einem Verwendungszeitraum von 11,5 Jahren einem durchschnittlichen jährlichen Bedarf von 2,7 Millionen Reiseschecks mit einem geschätzten Gesamtwert von 450 Millionen Mark entspricht. Dieser Wert passt zusammen mit den jährlichen Bestellungen der Jahre 1981 bis 1984 von 2,9 bis 3 Millionen Stück pro Jahr. Interessant dazu: 1981 etwa stellte die DDR anderen RGW-Staaten für den nichtorganisierten Tourismus (Privat- und Dienstreisen) Reisezahlungsmittel im Wert von 516 Millionen Mark zur Verfügung [11] . Insofern zeigt sich gut die Bedeutung von Reiseschecks bei der Zuteilung von ausländischen Devisen für den Reiseverkehr innerhalb der RGW-Staaten. Letzter Druckauftrag der Staatsbank der DDR an die DWD vom 28. Oktober 1988: für den Leistungszeitraum 4. Quartal 1989 wurden 1,5 Millionen Schecks zu 200 Mark (Nummernbereiche AA 5701001 bis AA 7201000) sowie 1 Million Schecks zu 500 Mark (Nummernbereiche AA 3506001 bis AA 4506000) bestellt. Von der Werstufe zu 50 Mark waren noch genügend Exemplare vorhanden. Quelle: Bundesarchiv (DN 10/2981).   Bei den ebenfalls in der DWD gedruckten Banknoten der DDR der Ausgabe 1971/75 sind Druckfehler bekannt. Generell hat es bei der DWD schon seit Beginn der 1950er Jahre immer wieder Qualitätsmängel in der Produktion gegeben, die Anlass zu Beanstandungen durch die Deutsche Notenbank und später die Staatsbank gegeben haben [12] . So sind insbesondere bei der Banknote zu 5 Mark der Ausgabe 1975 fehlerhaft nummerierte Stücke bekannt aus den Nummernkreisen ZF 674XXX/664XXX [13]  und ED549XXX/529XXX.   Auch bei der Herstellung von Reiseschecks traten Fehlnummerierungen auf: Im Juni 1987 reichte die Außenhandelsbank der UdSSR bei der Staatsbank der DDR zwei Reiseschecks zu 500 Mark ein, bei denen die Kontrollnummern fehlten und der Druck nach rechts verschoben war. Leider ist der Druckvermerk dieser Scheine nicht bekannt. Eine daraufhin eingeleitete Untersuchung bei der DWD förderte jedoch einen nicht nummerierten Bogen mit Reiseschecks in der laufenden Produktion zutage. Am 27. April 1988 wurden bei der Wechselstelle der Staatsbank im Berliner Ostbahnhof von einem Reisenden aus Vilnius (UdSSR, Litauen) 20 Reiseschecks zu 200 Mark eingelöst, deren Kontrollnummern rechts oben gegenüber den Nummern links unten um den Wert Einhundert abwich – lautete die Nummer links unten AA 3774402 war die Nummer rechts oben AA 3774502. Der Fehler setzte sich auf allen durch die Wechselstelle angekauften Reiseschecks zu 200 Mark bis zur Nummer AA 3774421/AA3774521 fort [14] . Da die vorgelegte Verkaufsbescheinigung der Bank korrekt war, wurden die Schecks eingelöst. Eine weitere interne Untersuchung bei der DWD ergab Fehler im Verarbeitungsbereich der Druckerei, nennt aber keine Begründung und lässt daher keine Rückschlüsse etwa auf die Fehlerursache bei den falsch nummerierten Banknoten zu 5 Mark zu, bei denen zudem ein anderer Nummerator als bei den Reiseschecks verwendet wurde.   Die Reiseschecks der Staatsbank der DDR konnten bis Ende Juni 1990 in den Filialen der Staatsbank der DDR in Mark eingelöst werden. Ob danach noch eine Einlösung jedenfalls für solche Schecks möglich war, die vor dem 30. Juni 1990 im Ausland erworben worden waren, bedarf weiterer Forschungen.   In der Untertage-Anlage von Halberstadt sind 1991 auch Restbestände von Reiseschecks der Staatsbank im Wert von 800 Millionen Mark eingelagert worden [15] . Ob es sich dabei um eingelöste gelaufene Exemplare, oder - vermutlich - um nicht mehr verausgabte Restbestände gehandelt hat [16] , wäre ebenfalls weitere Forschungen wert. Dr. Sven Gerhard   Hinweis Die vorstehenden Ausführungen basierend auf Unterlagen der Staatsbank der DDR, die sich heute im Bundesarchiv Berlin befinden (Signatur DN 10/2981). Ich danke Herrn Dr. Frank Metasch, Dresden, sowie Herrn Ringo Staudt, Schlettau, für viele sachdienliche Hinweise sowie für ausführliche Informationen zu bekannten Nummernbereichen der einzelnen Scheckausgaben. Anmerkungen [1]  Dr. Sven Gerhard, Reisescheckverkehr in der DDR, geldscheine-online.com vom 03.02.2025 https://www.geldscheine-online.com/post/reisescheckverkehr-in-der-ddr , sowie Münzen & Sammeln Ausgabe 9/2025, S. 137. [2] Katalogisiert bei Huschka, Ersatzgeld und geldähnliche Belege in der DDR, RS26 – RS29. Die Scheckformulare kommen mit verschiedenen Druckvermerken, und auch ohne Druckvermerk vor. [3]  Für die Ausgabe 500 Mark mit Druckvermerk III 18 185 ist die Wasserzeichenvariante „verschlungene Vierecke“ bekannt, dazu Seipold, DGW-Informationen 2019-2, S. 22. [4]  Eine Einlösung der Reiseschecks war daneben auch bei Reisebüros, in Hotels und bei Sparkassen möglich. [5]  Gesetzblatt der DDR 1979 Teil I, S. 48. [6]  Vermerk des Präsidenten der Staatsbank der DDR, Horst Kaminsky, zur Vorlage für das Sekretariat des ZK der SED vom 27.7.1978, dort Punkt 4. [7]  Vermerk des Präsidenten der Staatsbank der DDR, Horst Kaminsky, zur Vorlage für das Sekretariat des ZK der SED vom 27.7.1978. [8]  Die Vorgängerauflage von 1,5 Millionen Stück zu 200 Mark mit dem Nummernbereich endet mit der Kontrollnummer AA 5701000, die Bestellung aus Oktober 1988 schließt daran an.  Zwischen der Auslieferung der Vorauflage und der Auslieferung der Folgeauflage im Herbst 1989 lagen also 2 ½ Jahre, was darauf schließen lässt, dass die vorhandenen Bestände dieser Wertstufe für den Bedarf der Jahre 1987 und 1988 als ausreichend angesehen wurden. [9]  Es liegt eine Blankette vor zu 500 Mark mit der Kontrollnummer AA 4565553, die 59.553 Ziffern, und zu 200 M mit der Kontrollnummer AA7264654, die 47.328 Ziffern über der Schlussnummer des letzten Druckauftrags von 1988 liegt.  [11]  Vermerk des Ministeriums der Finanzen der DDR zur Bereitstellung von Reisezahlungsmitteln vom 2.2.1981. [12]  Sehr instruktiv und mit vielen Details Peter Leisering, Geldgeschichten aus der DDR, Gietl-Verlag Regenstauf 2011, S. 40 ff. [13]  Dazu Schöne, Aus privaten Sammlungen: Fehldruck 5 Mark 1975 der DDR-Staatsbank, https://www.geldscheine-online.com/post/aus-privaten-sammlungen-fehldruck-5-mark-1975-der-ddr-staatsbank [14]  Im April 1988 war der Folgeauftrag für diese Wertstufe im Nummernbereich AA 4201001 bis AA 5701000 schon abgeschlossen. [15]  S. Marc Zirlewagen, Der Schatz von Halberstadt, KfW-Publikation (2020), S. 48. [16]  Von der Wertstufe zu 50 Mark wurden Stücke bis zur Kontrollnummer AB 4288000 ausgedruckt und waren bei der Staatsbank im Tresor vorhanden. Am Sammlermarkt sind für diese Serie Blanketten nur bis zu einer Kontrollnummer AB 0571255 nachgewiesen. Das könnte dafür sprechen, das jedenfalls ein großer Teil dieser Serie in Halberstadt eingelagert, und später vernichtet wurde.

  • Aus alten Zeitungen: Humor auf Blüten

    Gefunden in: " Süddeutsche Zeitung" Nr. 201 vom 23.08.1967 Der Zeitungsleser, Abbildung KI-generiert. Abb. 1.1: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bundesbank: Banknote zu 50 DM vom 2. Januar 1960, Vorderseite. Abb. 1.2: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bundesbank: Banknote zu 50 DM vom 2. Januar 1960, Rückseite. Abb. 2.1: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bundesbank: Banknote zu 100 DM vom 2. Januar 1960, Vorderseite. Abb. 2.2: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bundesbank: Banknote zu 100 DM vom 2. Januar 1960, Rückseite. Humor auf Blüten Ungewöhnlichen Humor mußte ein Sprecher der Berliner Zentralbank einem Geldfälscher bescheinigen, dessen Scheine in den letzten Tagen in Berlin auftauchten. An Stelle des üblichen Warntextes auf den echten Noten stand auf den Blüten: "Wer Banknoten nachmacht … darf sich vor allen Dingen nicht erwischen lassen. Hi, hi, hi." Der Fälscher hat nach Angaben der Kriminalpolizei 50- und 100-Mark-Noten durch senkrechte Schnitte in vier Teile geteilt und für die Falsifikate jeweils zwei echte und zwei darangeklebte nachgezeichnete falsche Teile benutzt. Bisher sind jeweils zwei 50- und 100-Mark-Noten dieser Art aufgetaucht. Die Polizei machte mit einer dieser Noten einen Test in einem Warenhaus. Obwohl die nachgezeichneten Teile recht primitiv waren, nahm eine Kassiererin den Schein anstandslos an. Die Beamten klärten sie dann über die Fälschung auf. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen.

  • Aus privaten Sammlungen: 1000 Francs von Ruanda aus dem Jahr 1976

    Die Republik Ruanda ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Aufgrund seiner Höhenlage und seines hügeligen Geländes ist es als „Land der tausend Hügel“ bekannt. Die Landschaft wird im Westen von Bergen und im Südosten von Savannen geprägt. Die Hauptstadt und größte Stadt ist Kigali, die im Zentrum des Landes liegt. Mit einer Bevölkerung von etwa 14 Millionen Menschen auf einer Gesamtfläche von 26.338 Quadratkilometern ist Ruanda an Stelle 21 der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. 1897 kolonisierte Deutschland Ruanda als Teil Deutsch-Ostafrikas, gefolgt von Belgien, das 1916 während des Ersten Weltkriegs die Kontrolle übernahm. Beide europäischen Nationen regierten über den ruandischen König und führten eine pro-Tutsi-Politik fort. Die Hutu-Bevölkerung revoltierte 1959. Sie massakrierten zahlreiche Tutsi und gründeten schließlich 1962 eine unabhängige, von den Hutu dominierte Republik unter der Führung von Präsident Grégoire Kayibanda. Ein Militärputsch im Jahr 1973 stürzte Kayibanda und brachte Juvénal Habyarimana an die Macht, der die pro-Hutu-Politik beibehielt. Die von den Tutsi geführte Ruandische Patriotische Front (RPF) löste 1990 einen Bürgerkrieg aus. Habyarimana wurde im April 1994 von Unbekannten ermordet. Die sozialen Spannungen entluden sich in dem Völkermord an den Tutsi durch extremistische Hutu-Power-Anhänger. Die RPF beendete den Völkermord mit einem militärischen Sieg im Juli 1994. Ruanda wird seit 1994 von der RPF als De-facto-Einparteienstaat regiert, seit 2000 mit dem ehemaligen Kommandanten Paul Kagame als Präsident. Kagames Regierung wird die Stabilisierung und der Wiederaufbau des Landes, die Förderung des Wirtschaftswachstums sowie die Förderung von Versöhnung, guter Regierungsführung und der Stärkung der Rolle der Frau zugeschrieben. Ruanda ist heute für Besucher eines der sichersten Länder Afrikas. Ruanda hat drei Nationalparks, während der Rest des Landes von Terrassenlandwirtschaft geprägt ist. Die größte Vielfalt an großen Säugetieren findet sich in den Nationalparks, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Der Akagera-Nationalpark beherbergt typische Savannentiere wie Giraffen und Elefanten, während im Volcanoes-Nationalpark schätzungsweise ein Drittel der weltweiten Berggorilla-Population lebt. Der Nyungwe-Forest-Nationalpark beherbergt dreizehn Primatenarten, darunter Schimpansen und Ruwenzori-Colobus-Affen. Ruanda und Burundi behielten nach ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1962 eine Zoll- und Währungsunion bei, die jedoch Ende 1963 zusammenbrach und am 1. Januar 1964 offiziell aufgelöst wurde. Ruanda gab im Juli 1964 erstmals eigene Banknoten in den Stückelungen 20, 50, 100, 500 und 1000 Francs aus. Diese Banknoten wurden bis 1976 mit verschiedenen Daten, Titeln und Unterschriften ausgegeben. In diesem Beitrag wird die 1000-Francs-Banknote der ersten Serie vorgestellt. Objekttyp: Banknote Sammlung: Karl Köhler Authentizität: Original Land/Region/Ort: Ruanda Emittent: Banque Nationale du Rwanda Nominal: 1000 Francs Datierung: 1 - 1 - 76 Vorderseite: Text in Französisch. Oben „Banque Nationale du Rwanda“ („Nationalbank von Ruanda“), darunter die Kontrollnummer, darunter „MILLE FRANCS“ („Tausend Francs“), darunter „PAYABLES A VUE“ („Bei Sicht zahlbar“), darunter das Datum, darunter „LA LOI PUNIT LE CONTREFACTEUR“ („Das Gesetz bestraft den Geldfälscher“). Links das Staatswappen Ruandas mit den Worten „REPUBLIQUE RWANDAISE LIBERTE COOPERATION PROGRES“ („Republik Ruanda Freiheit Zusammenarbeit Fortschritt“). Die Wertzahl ist in der oberen linken und unteren rechten Ecke angegeben. Links, rechts und unten sind verschiedene Guilloche-Muster zu sehen. Im Hintergrund sind weitere sich wiederholende geometrische Muster zu sehen. Rückseite: Text in Kinyarwanda, der Landessprache Ruandas. „Banki Nasiyonali Y'u Rwanda“ („Nationalbank von Ruanda“) oben rechts, „AMAFRANGA 1000“ („Tausend Francs“) und „ITEGEKO LIHANA UMUNTU WESE UZIGANA IYI NOTI“ („Das Gesetz bestraft den Geldfälscher“) unten rechts. Eine Agrarszene mit terrassierten Hügeln und einem einheimischen Bauern, der im Vordergrund auf einem Knie hockt. Rechts ein großes Guilloche-Muster mit der Wertzahl darin. Links unten ein kleines Guilloche-Muster. Unterschriften: Jean-Baptiste Ngirabacu (ADMINISTRATEUR) und Jean Berchmans Birara (GOUVERNEUR) Material: Papier ohne Wasserzeichen Druck: De La Rue (nicht auf der Banknote gedruckt) Format: 165 mm x 70 mm Nummerierung: E449092 Zitate: Rwanda 10c (Standard Catalog of World Paper Money, Modern Issues 1961-Present, 25th Edition). B110f ( The Banknote Book : Rwanda, Owen W. Linzmayer) Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .

  • Travellers’ Money (Reisegeld). Eine illustrierte Geschichte von Bankanweisungen, Reisekreditbriefen und Reiseschecks

    Dr. Ilkka Mäkitie: Travellers’ Money (Reisegeld). Eine illustrierte Geschichte von Bankanweisungen, Reisekreditbriefen und Reiseschecks Jerne Ltd., Lahti / Finnland 2026. Format 21 x 29,7 cm, Hardcover, 188 Seiten, durchgehend farbig illustriert. In englischer Sprache. ISBN 978-952-88-1261-6 . Preis: 20 EUR plus Porto Zu bestellen beim Autor: ilkka.makitie@saunalahti.fi Wer heutzutage auf Reisen geht, verlässt sich für Zahlungen vor Ort in der Regel auf mitgeführte Kreditkarten, elektronische Bezahlmöglichkeiten oder seine Smartwatch. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Frage, welche Zahlungsmittel mitzuführen waren, um auf Reisen vor Ort – insbesondere im Ausland – Hotelkosten, Verkehrsmittel und Restaurantbesuche bezahlen zu können, ein wichtiger Bestandteil der Reiseplanungen. Man erwarb Fremdwährungen am heimischen Bankschalter, sofern die Einfuhr in das Reiseland erlaubt war, kaufte Reiseschecks und Benzingutscheine; in einigen Ländern Europas konnte mit dem Postsparbuch Geld auf lokalen Postämtern abgehoben werden. Waren die Devisenausfuhr im Heimatland und/oder die Einfuhr von Landeswährung in das Reiseland beschränkt, stellten sich neue Herausforderungen: Man eröffnete Akkreditive zum Bargeldbezug im Ausland bei seiner Bank, beantragte die Zuteilung von Reisedevisen, zahlte bei Schifffahrtslinien einen Betrag für Ausgaben an Bord vorab in seiner Heimatwährung ein und erhielt im Gegenwert Bordanweisungen, die nur während der Schiffsreise an Bord gültig waren. Untersuchungen darüber, welche Zahlungsmittel Reisende im 19. und 20. Jahrhundert mit sich führten, gibt es kaum. In seinem neuen Buch beschäftigt sich der Auor mit Zahlungsmitteln rund um das Reisen im in dieser Zeit. Er stellt nacheinander die damals geläufigen Reisezahlungsmittel Zahlungsanweisung, Reisekreditbrief und Reisescheck vor, erklärt ihr Aufkommen und ihre genaue Verwendungsweise. Für alle drei Formen dieser Reisezahlungsmittel werden dann nach Ländern sortiert diverse Ausgaben vorgestellt und erläutert. Während Zahlungsanweisungen im 19. sowie bis zum Beginn des 20. Jahhrhunderts hauptsächlich in England verbreitet waren, wurden Reisekreditbriefe noch bis in die 1970er Jahre von diversen Banken weltweit ausgestellt. Ihre Verwendung war kompliziert, da zur Auszahlung von Geldbeträgen in Landeswährung bei sogenannten Korrespondenzbanken der ausstellenden Bank neben dem Reisekreditbrief eine besondere Ausweiskarte vorzulegen war. Außerdem war es erforderlich, dass die Bank den Betrag des Reisekreditbriefs dem Inhaber als einmaligen Kredit zuvor bewilligt hatte. Als Zahlungsmittel für kleinere Beträge sowie als flexible Bezahlungsmöglichkeit vor Ort schied ein Reisekreditbrief aus. Mit dem Aufkommen von Reiseschecks zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dann die Mitnahme von Reisezahlungsmitteln in flexiblen Beträgen möglich, auch wurden diese Schecks nicht nur von Banken, sondern auch in Hotels und Reisebüros bei Zahlungen akzeptiert. Der Höhepunkt der Verwendung von Reiseschecks lag in 1970er bis 1990er Jahren, bevor sie von Kreditkarten verdrängt wurden.   Ein weiterer Abschnitt beschäftigt sich mit Zahlungsanweisungen an Bord von Schiffen. Hier werden exemplarisch diverse Bordzahlungsmittel US-amerikanischer, englischer und deutscher Schifffahrtslinien mit diversen Abbildungen vorgestellt. Auch Bordgeld an Bord von Flugzeugen hat es gegeben: Zu einer Zeit, in der etwa eine Reise von London nach Australien auch mit dem Flugzeug mehrere Tage dauerte und mit Zwischenübernachtungen verbunden war, mussten die Reisenden auch mit Zahlungsmitteln während der Reise ausgestattet sein. Ein kurzer Überblick über Hotelgutscheine und Reiseschecks für muslimische Pilger nach Mekka runden das Buch ab. Man erfährt von Mäkitie viel, was zum Verständnis der Funktionsweise von Reisezahlungsmitteln beiträgt, wer solche Zahlungsmittel ausgegeben hat (neben Banken vor dem Zweiten Weltkrieg oft auch Schifffahrtslinien) und wie sie vor Ort im Zahlungsverkehr eingesetzt wurden. Reisezahlungsmittel können ein überaus reizvolles Sammelgebiet darstellen. Der Autor gibt in seinem Buch wertvolle Hinweise zum Aufbau einer Sammlung. Während Zahlungsanweisungen und Reisekreditbriefe, insbesondere tatsächlich gelaufene Exemplare, seltene Einzelstücke bleiben, sind historische Reiseschecks für Sammler grundsätzlich einfacher zugänglich. Auch hier sind aber Exemplare aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg (man erkennt sie in der Regel an den festen Wechselkursen für Fremdwährungen, die auf den Schecks aufgedruckt sind) generell sehr selten, auch Exemplare aus der Zwischenkriegszeit tauchen nicht häufig auf. Aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stehen jedoch dem Sammler eine Vielzahl von Exemplaren aus diversen Ländern sowohl als Musterstücke, als auch in gelaufenem Zustand zur Verfügung, so dass sich mit vertretbaren finanziellen Mitteln eine interessante Sammlung aufbauen lässt. Die schier unübersehbare Anzahl an Varianten weltweit ausgegebener Reiseschecks zwingt aber zur Fokussierung beispielsweise auf eine Bank, ein Land oder einen Ausgabeort. Das hochwertig gemachte, reichlich bebilderte Buch von Mäkitie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und enthält keine Katalogpreise, sondern nur einige Einschätzungen zur Seltenheit. Wer einen Katalog für das Sammelgebiet erwerben möchte, dem seien die vom selben Autor veröffentlichen Bücher über Reiseschecks (2. Auflage 2020) sowie über Zahlungsanweisungen und Reisekreditbriefe (neu 2025) ans Herz gelegt. Für Schiffsgeld fehlt leider am Sammlermarkt noch ein umfassendes Katalogwerk. Es wäre interessant gewesen, wenn auch Reisekreditbriefe und insbesondere Reiseschecks aus den sozialistischen Staaten stärkere Berücksichtigung gefunden hätten (es finden sich nur einzelne Exemplare aus China und Kuba), zumal in diesen Ländern seit den 1970er Jahren über Reiseschecks eine systematische Steuerung der Verteilung von Reisedevisen erfolgte und diese daher im Reiseverkehr eine erhebliche Rolle spielten. Zuweilen hätte man sich auch größere Abbildungen gewünscht, um die Details der abgebildeten Dokumente gerade bei aufwändigen Reisekreditbriefen besser studieren zu können. Diese Einschränkungen tun dem Werk jedoch keinen Abbruch. Wer eine fundierte Einführung in das Thema Reisezahlungsmittel und Anregungen zum Aufbau einer eigenen Sammlung sucht, ist mit dem neuen und sehr preiswerten Buch von Mäkitie bestens bedient. Sammler erhalten neben viel Grundlagenwissen eine wertvolle Hilfe zum strukturierten Aufbau einer solchen Sammlung. Dr. Sven Gerhard

  • Brunei: Gedenkausgabe zu 1 Dollar "2-in-1 Ungeschnittene Bögen"

    In Verbindung mit dem 73. Geburtstag des Sultans von Brunei dieses Jahr hat die Autoriti Monetari Brunei Darussalam (AMBD) in einem Gedenkfolder Scheine aus Polymer-Kunststoff zu 1 Dollar „2-in-1 Ungeschnittene Bögen“ herausgegeben. Die Banknoten sind sowohl in Brunei als auch in Singapur gesetzliches Zahlungsmittel. 1 Brunei-Dollar entspricht etwa 0,66 EUR. Nur 600 Gedenkpaare wurden zu einem Preis von 35 BND (ca. 23 EUR) ausgegeben, was diese Ausgabe zu einer sehr limitierten und möglicherweise seltenen Gedenkausgabe macht. Die Gedenkausgabe wurden am 22. und 23. August 2019 (an nur zwei Tagen!) an einem Ort in der Innenstadt von Bandar Seri Begawan (der Hauptstadt von Brunei) an die Öffentlichkeit verkauft. Sie war auf 1 Paar (Folder) pro Kunde begrenzt, die Zahlung erfolgte in bar und man musste seinen Personalausweis vorzeigen. Der vollständige Name des Sultans lautet Sultan Haji Hassanal Bolkiah Mu'izzaddin Waddaulah ibni Al-Marhum Sultan Haji Omar Ali Saifuddien Sa'adul Khairi Waddien Sultan und Yang di-Pertuan von Brunei Darussalam. Er wurde am 15. Juli 1936 geboren und ist der 29. und derzeitige Sultan und Yang di-Pertuan sowie der Premierminister von Brunei, was ihn zu einem der letzten absoluten Monarchen macht. Er wurde am 5. Oktober 1967 Sultan von Brunei Darussalam, nachdem sein Vater abdankte. Diese 1-Dollar-Banknote (auch als Ringgit bezeichnet) existiert bereits mit den auf der Rückseite abgedruckten folgenden Jahren: 2011, 2013 und 2016. Bis heute sind keine Einzelnoten mit der Jahreszahl 2019 im Umlauf zu finden, aber sie wurden offensichtlich gedruckt, da sie für diese Gedenkausgabe verwendet wurden. Die Präfixe für das Paar sind D / 65 und D / 66. Donald Ludwig ( polymernotes.com ) #Nachrichten #Weltbanknoten #Gedenkbanknoten #Asien #Brunei #Dollar #Ludwig

  • Wie "sicher" sind Polymer-Banknoten wirklich? Wie leicht können sie gefälscht werden?

    Bloomberg berichtete am 24. Juni 2020, dass der „angeblich“ weltweit beste Fälscher von Hochsicherheits-Plastikbanknoten in Rumänien festgenommen wurde. Rumäniens Polymer-Banknoten, die erstmals 1999 eingeführt wurden, sind für die Rumänische Nationalbank aufgrund der Schwierigkeit, sie zu fälschen, und wegen ihrer Langlebigkeit eine Quelle des Stolzes. Banca Nationala Romaniei: Polymer-Banknote über 1 Leu vom 1. Juli 2005 (Abb. Hans-Ludwig Grabowski). Die Banknoten haben sich auch inmitten der Covid-19-Pandemie als nützlich erwiesen. Sie sind hygienischer und tragen (angeblich) zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus bei. „Plastikgeld hat zwei Eigenschaften: Es ist sehr schwer zu fälschen und kann ohne Verschlechterung leicht mit Wasser und Seife gewaschen werden“, sagte Adrian Vasilescu, ein Berater der Zentralbank, kürzlich. In Rumänien ist der Anteil an gefälschtem Bargeld weiterhin niedrig, aber diese Bande konnte hochwertige Fälschungen herstellen. Ihnen werden Straftaten vorgeworfen, die bis ins Jahr 2014 zurückreichen, und sie sind für etwa 1,7 Millionen Lei (398.000 USD) Schadenersatz verantwortlich. Diese Abbildung zeigt echte 100-Lei-Banknoten (Abb. Donald Ludwig). Im Artikel von Bloomberg wird nicht genau angegeben, welche Stückelungen gefälscht wurden. Die erste Polymer-Banknote wurde zwar 1999 in Rumänien in Umlauf gebracht, jedoch die im Artikel abgebildete 100-Lei-Note wurde erst 2005 in Umlauf gebracht. Ihr Design ist seitdem praktisch unverändert geblieben. Hat jemand eine dieser Fälschungen gesehen? Kann ein „erfahrener“ Sammler feststellen, dass es sich um Fälschungen handelt? Wenn jemand eine dieser Fälschungen besitzt, kontaktieren Sie mich bitte privat (Donald Ludwig). Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Der "2020 IBNS Bank Note of the Year Award" geht an die Banco de México!

    Die International Bank Note Society (IBNS) gab am 17. April 2021 bekannt, dass ihre Mitglieder eine Note der Banco de México ausgewählt haben, die ihre jährliche, prestigeträchtige Auszeichnung „Bank Note of the Year“ für 2020 erhalten wird. Bei über 100 neuen Banknoten, die weltweit im Jahr 2020 in Umlauf kamen, wurden nur 24 von den Mitgliedern der IBNS als „ausreichend neu“ eingestuft, um nominiert zu werden. Fast von Anfang an führte Mexikos neue 100-Pesos-Polymer-Banknote die Abstimmung an, gefolgt von der 20-Pfund-Banknote der Royal Bank of Scotland (Kate Cranston Tea Room / Eichhörnchen). Zwischen der nordirischen Ulster Bank (20 Pfund: Flora/Straßenmusiker), den Bahamas (5-Dollars: Staatsmann/Junkanoo-Tänzer) und Fidschi (50. Jahrestag der Unabhängigkeit) gab es ein virtuelles Unentschieden um den dritten Platz. Die Banco de México war sowohl Drucker als auch Herausgeber der preisgekrönten Banknote, die Teil der aktuellen G-Serie der Bank ist, welche 2018 eingeführt wurde. Die Banknote im Vertikalformat ist auf Polymer-Kunststoff gedruckt und zeigt eine der nationalen Heldinnen Mexikos, Sor Juana Inés de la Cruz, eine Schriftstellerin, Philosophin, Komponistin, Dichterin des Barock und Hieronymitin (Eremitin des heiligen Hieronymus). Die Rückseite zeigt ein gemäßigtes Waldökosystem, das weltweit als „Reserva de la Biósfera Mariposa Monarca“ (Monarchfalter-Biosphärenreservat) bekannt ist. Die Gestaltung hebt die kulturellen und historischen Merkmale Mexikos mit neuen grafischen Motiven hervor. Die Note wurde im neuen Druckkomplex der Banco de Mexico in Jalisco hergestellt, der kurz vor der Coronavirus-Pandemie in Betrieb genommen wurde. Polymer-Banknoten sind weiterhin beliebte IBNS-Favoriten bei der jährlichen Auszeichnung. Als erstmaliger Gewinner des IBNS-Banknotenwettbewerbs bietet der preisgekrönte Schein Mexikos möglicherweise eine Vorlage für andere Länder, wie sie zukünftige Banknoten gestalten und vermarkten könnten. Der aktuelle Umtauschwert von 100 Pesos beträgt 4,19 Euro. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Caveat emptor: "Fehldrucke" hergezaubert, um den Sammler zu täuschen

    Azeton und Nagellackentferner, vielleicht auch andere Chemikalien, können verwendet werden, um Tinte von Banknoten zu entfernen. Bei Polymer-Banknoten bleibt das Substrat intakt, bei Papier-Banknoten wird das Papier dadurch beschädigt. Es gibt einige „Unternehmer“, die auf eBay und anderen Plattformen ihre Ware anbieten und alles daran setzen, Sammler zu täuschen und um Ihr hart verdientes Geld zu betrügen. Die Abbildungen zeigen drei Beispiele von solchen gefälschten Fehldrucken, die neuerlich bei eBay angeboten wurden. Wenn man die negativen Rezensionen des Verkäufers liest, sieht man: „Verkauft behandelte Gegenstände, Täuschung und Betrug. Pass auf und bleib weg“ „GEFÄLSCHTE AUFDRUCKE!“ „Original, aber gepresst, gewaschen und beschnitten“ Bei solchen Bewertungen kann man davon ausgehen, dass zumindest dieser Verkäufer seine „Fehldrucke“ selbst herstellt. Und er ist nicht der Einzige. CAVEAT EMPTOR: Möge der Käufer sich in Acht nehmen! Echte Fehler auf Polymer-Banknoten gibt es, aber sie sind äußerst selten. Wenn Sie eine fehlerhafte Banknote finden, die Sie interessiert, versuchen Sie, ihre Echtheit bei einem seriösen Händler überprüfen zu lassen – oder kaufen Sie nur, wenn die Banknote von einer unabhängigen Grading-Firma bewertet und zertifiziert wurde. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • "Banknotes From Around The World": Numismatisches Produkt von The Franklin Mint

    The Franklin Mint (FM) bot 1978–1979 der Öffentlichkeit einen Abonnementdienst mit dem Titel „Banknotes From Around The World“ („Banknoten aus aller Welt“) an. FM verkaufte Banknotensätze, die von 16 verschiedenen Emittenten autorisiert wurden: Bahrain, Botswana, der Dominikanischen Republik, Ghana, Gibraltar, Jersey, Malta, Mauritius, Nordirland (Bank of Ireland, Provincial Bank of Ireland Ltd.), Paraguay, Philippinen, Sierra Leone, Salomonen, Swasiland und Tonga. FM hatte mit diesen 16 Emittenten Vereinbarungen getroffen, um die Erlaubnis zum Verkauf von Banknoten-Replikaten zu erhalten. Gedruckt wurden diese von Thomas de la Rue in London auf Originalpapier mit den Originalplatten. Jedes Replikat ist auf Vorder- und Rückseite mit dem Wort SPECIMEN überdruckt und vor jeder Kontrollnummer findet sich ein Malteserkreuz. Ein kompletter Satz „Banknotes From Around The World“ (normalerweise in einer braunen Sammlerbox von FM angeboten) kostet heute ca. 1.500 USD. Bitte beachten Sie: Diese Banknoten-Replikate sind KEINE Musterscheine, obwohl das Wort SPECIMEN darauf erscheint. FM hätte sie auch mit SOUVENIR, NOT LEGAL TENDER, FRANKLIN MINT oder was auch immer überdrucken können. Tausende dieser Sets wurden produziert und verkauft: Sie sind keine Seltenheit. Sie werden oft irrtümlicherweise (manchmal betrügerisch) als echte Musterscheine zum Verkauf angeboten, was sie nicht sind. Echte Muster haben üblicherweise Null-Nummern und keine normalen laufenden Kontrollnummern mit einem vorangestellten Malteserkreuz. Hier finden Sie Abbildungen aller Banknoten-Replikate, die in FMs „Banknotes From Around The World“ enthalten sind: http://paperbanknotes.blogspot.com/1978/12/franklin-mint-specimen-full-set.html Lohnt es sich, diese Replikate zu sammeln? Entscheiden Sie selbst, aber wissen Sie, was Sie kaufen und sammeln. Zum Beispiel ist die Gibraltar-20-Pfund-Banknote (1975) heute eine teure Banknote, die in Erhaltung I kaum zu einem erschwinglichen Preis zu finden ist. Ein FM-Replikat dieser Note könnte sicherlich als schöner Lückenfüller für viele Sammlungen dienen. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Ein alter Freund hat ein neues Zuhause: "PaperMoneyFair THE NETHERLANDS" 2021

    Am Samstag und Sonntag, den 23./24. Oktober 2021, fand in der Brabanthallen in Herzogenbusch (’s-Hertogenbosch, Den Bosch), Niederlande, 80 Kilometer südsüdöstlich von Amsterdam und 130 Kilometer nordnordwestlich von Valkenburg die „PaperMoneyFair THE NETHERLANDS“ statt. Herzlichen Glückwunsch an Jos Eijsermans und sein Team für eine gut organisierte und erfolgreiche Veranstaltung! Der Veranstalter: Jos F.M. Eijsermans. Die Frühjahrsbörse fand erstmals im März 1987 mit nur 27 Händlern statt. Mit Ausnahme von 2020 und 2021 (aufgrund von Covid-19-Beschränkungen) fand sie jedes Jahr statt, zuerst in Maastricht, dann in Valkenburg und jetzt in Herzogenbusch. Vor 15 Jahren wurde das Angebot mit einer Herbstsbörse erweitert. Die Vorbörse für Händler war von Mittwoch bis Freitag, 20. – 22. Oktober 2021. An diesen drei Tagen kamen die Händler an und begannen ihre Geschäfte abzuwickeln. Insgesamt buchten etwa 125 Händler, die aus der ganzen Welt kamen, Tische und nahmen an der Börse teil. Wie es leider in den letzten Jahren bei fast allen Banknotenbörsen zu beobachten war, besuchten am Wochenende, an dem die Halle für die Öffentlichkeit zugänglich war, weniger Sammler die Börse. Heritage Auctions , der Hauptsponsor der Veranstaltung, führte am 23. Oktober seine „Netherlands World Banknote Signature® Auction 4033“ durch. In der Auktion wurden 530 Lose verkauft. Erzielt wurden 1.783.583 USD, wirklich beeindruckend! Bieter vor Ort wurden mit Bossche bollen, einer lokalen Delikatesse, verwöhnt. PMG (Paper Money Guaranty) war anwesend und nahm Banknoten zum Grading entgegen. Neben Heritage Auctions waren auch andere Auktionshäuser vor Ort, darunter Dix Noonan Webb aus London und Lockdales aus Ipswich (beide Großbritannien). Auch Lindner war mit einem Stand vertreten, an dem Sammelzubehör angeboten wurde. Es waren mehr britische Händler anwesend als auf der Aachener Messe im vergangenen Monat, aber mit wenigen Ausnahmen waren die meisten nordamerikanischen und asiatischen Händler nicht gekommen. Gemäß den geltenden niederländischen Gesundheitsvorschriften waren keine Masken erforderlich und der Impfstatus wurde an der Tür nicht überprüft. Allerdings wurden in allen Hotels und Restaurants akribisch Impfnachweise und/oder tagesaktuelle Testergebnisse überprüft. So fühlte man sich sicher. Mitte: Die Vorsitzende der IBNS, Pam West. Am Freitagabend fand in einem lokalen Restaurant ein Abendessen der International Bank Note Society (IBNS) für Mitglieder und Freunde statt. 35 Personen nahmen am Essen teil, das von Pam West, der derzeitigen Präsidentin des IBNS, geleitet wurde. Am folgenden Tag versammelten sich die IBNS-Mitglieder zu einem Gruppenfoto, das noch lange nicht vollständig war, da viele Mitglieder ihre Händlertische besetzten, um Geschäfte zu machen. Es gab schon eine nostalgische Sehnsucht nach dem alten Standort in Valkenburg, unserem ehemaligen Zuhause für so viele schöne Jahre. Der neue Standort war für einige weiter und für andere näher. Der Hauptvorteil des neuen Standorts waren die Brabanthallen, eine riesige Halle des Kongresszentrums, die es allen Händlern ermöglichte, in einer einzigen Halle mit viel Platz für Sicherheitsabstand zusammen zu sein. Ein weiterer Höhepunkt von Herzogenbusch ist die lokale Spezialität Bossche bollen. Eine „Bosch-Kugel“, in seiner Herkunftsstadt manchmal Chocoladebol („Schokoladen-kugel“) genannt, ist ein Gebäck. Es handelt sich um eine große Profiterole (Windbeutel), etwa 12 cm im Durchmesser (etwas größer als ein Tennisball), gefüllt mit Schlagsahne und ganz oder fast vollständig mit (normalerweise dunklem) Schokoladenüberzug. So lecker schmeckten die!!! Die nächste „PaperMoneyFair THE NETHERLANDS“ ist für das Wochenende vom 23./24. April 2022 geplant. Wir sehen uns dort! Lesen Sie hier mehr über diese und zukünftige „PaperMoneyFair THE NETHERLANDS“-Veranstaltungen: https://www.papermoney-netherlands.com/ Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • SG50 "Safe and Secure" Kontrollnummer 5AA000001 (mit 2 Diamanten) wird versteigert!

    Banknoten mit der Kontrollnummer 1 sind immer sehr beliebt. Eine PMG-gegradete 66EPQ #1 Singapur-Polymer-Banknote wird am 27. November 2021 bei Mavin International in Singapur versteigert. Zur Feier der 50-jährigen Unabhängigkeit von Singapur wurde 2015 eine Reihe von Polymer-Gedenkbanknoten herausgegeben: Eine 50-Dollars-Banknote und fünf 10-Dollars-Banknoten mit unterschiedlichen Themen. Das Thema der Banknote mit der Kontrollnummer 1 in dieser Auktion lautet „Safe and Secure“. Die Auktionsschätzung für diesen Schein (Los 161) beträgt 46.000 SGD (ca. 33.888 USD oder 29.940 EUR). Katalognummern für diese Banknote: Singapore S8R2 („POLYMER 2021“) Singapore B215b („The Banknote Book“) Die PMG-gegradete Kontrollnummer 1 für die 50-Dollars-Gedenkbanknote 2015 („Singapore S11“) wurde am 20. November 2018 in einer Mavin-Auktion für 460.000 SGD (548.596 SGD einschließlich Käuferaufschlag und Steuer von 19,26%) verkauft, umgerechnet insgesamt 397.995 USD bzw. 350.967 EUR. Diese Note wurde damit zur teuersten Polymer-Banknote, die jemals bei einer öffentlichen Auktion verkauft wurde. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

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