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  • Fälschungen zum Nachteil des Sammlers: Eine Reise in die Abgründe der Fälscherseele

    Die Fälschung von Papiergeld war und ist ein fester Bestandteil des Geldverkehrs. Die Aussicht auf leichten Profit motivierte immer wieder Fälscher, deren mehr oder weniger gelungene Erzeugnisse in zahlreichen Sammlungen zu finden sind. Zu jeder Zeit war die Geldfälschung ein gefährliches Verbrechen, gegen das sich leichtgläubige und unerfahrene Menschen nur schwer wehren konnten. Für Sammler hingegen können zeitgenössische Fälschungen zu interessanten Ergänzungen einer Sammlung oder sogar zu einem eigenen Sammel­gebiet werden. Außerdem ermöglicht der direkte Vergleich der Fälschung mit dem Original eine genauere Untersuchung des Papiers, der Drucktechniken und der Sicherheitsmerkmale. Das berühmteste Beispiel auf dem Gebiet der Tschechoslowakei ist die Fälschung der Staatsnote zu 500 Kronen der 1. Ausgabe aus dem Jahr 1919 im Zusammenhang mit der „Dr. Meszaros-Affäre“, die in den meisten Sammlungen fortgeschrittener tschechischer Sammler nicht fehlen dürfte. Ein ganzes Kapitel in einem der grund­legenden Werke des Pioniers der tschechoslowakischen Notaphilie, Julius Sém , ist der Fälschung oder Manipulation von Papiergeld gewidmet, in dem die Motive der Fälscher, die Methoden der Verbreitung von Fälschungen, die Methodik ihrer Erkennung und Klassifizierung sowie der Kampf gegen sie detailliert beschrieben werden. Bohuslav Hlinka hat dasselbe Thema auch in Form von Sachbüchern in fast hundert fesselnden Geschichten über rekonstruierte Fälle von Fälschungen tschechoslowakischer Geldscheine oder auf tschechoslowakischem Gebiet gefälschter Banknoten behandelt. Die Geldfälschung als kriminelle Tätigkeit wird auch in einem Artikel von Zdeněk Lesák in einer der ersten Ausgaben der Zeitschrift „Notafilie“ behandelt. Es ist nicht verwunderlich, dass sich eine strenge Verurteilung jeglicher Fälschungsaktivitäten wie ein roter Faden durch all diese Werke zieht, denn durch sie wird auf Kosten des Ahnungslosen (oder desjenigen, der den „Schwarzen Peter“ in der Hand hält, wenn die Fälschung erkannt wird) eine illegale Bereicherung erzielt. So viel zum Thema Fälschungen zum Nachteil des Umlaufs. Aber wie der Titel schon sagt, geht es in diesem Artikel um Fälschungen zum Nachteil des Sammlers. Das ist ein relativ vernachlässigter Teil des modernen Sammlerphänomens. Das Motiv des Fälschers und der Modus Operandi sind ähnlich wie bei den zeitgenössischen Fälschungen. Mit Bedacht und unter Einsatz der verfügbaren Mittel wird eine Fälschung mit einem angenommenen Sammlerwert hergestellt. Die Zielgruppe der Betrogenen sind ausschließlich Sammler bzw. heute typische Anleger mit geringer Sammlererfahrung. Die klassische Fälschung zum Nachteil des Umlaufs ist technisch schwieriger herzustellen und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit von Spezialisten entdeckt. Die entsprechenden Strafen sind in der Regel sehr hart. Ein Fälscher zum Nachteil des Sammlers geht dagegen in jeder Hinsicht ein unvergleichlich geringeres Risiko ein. Bei einer gut durchdachten Strategie kann der wirtschaftliche Gewinn für den Betrüger beträchtlich sein, andererseits ist der finanzielle Schaden erheblich, oft noch verstärkt durch die lange Verzögerung des späteren Verkaufs der Sammlung, was umso heimtückischer ist. Die anschließende Frustration kann dazu führen, dass das Interesse an der Notaphilie komplett verloren geht. Das eklatanteste Beispiel aus jüngster Zeit ist die Fälschung der Ikone der tschechoslowakischen Notaphilie, der Staatsnote zu 5000 Kronen der 1. Ausgabe aus dem Jahr 1919. Hier haben sich die modernen Betrüger nicht nur auf die Fälschung des Originalscheins konzentriert, sondern inzwischen auch auf Fälschungen zeitgenössischer Fälschungen! Beide wurden auf eine Art und Weise verbreitet, die mögliche strafrechtliche Sanktionen im Falle einer Entdeckung auf subtile Weise umging. Leider ist dies eine ernüchternde Geschichte, bei der man nur spekulieren kann, wie viele Fälschungen noch in den Alben ahnungsloser Anleger ruhen. Falscher Stempel „Bankamt des Finanzministeriums, Prag“. Tschechoslowakische Briefmarke von 1919 mit falschem Stempel „Bankamt des Finanzministe­riums, Prag“ auf einer Banknote zu 20 Kronen der Oesterreichisch-ungarischen Bank von 1913. Tschechoslowakisches Gefängnisgeld über 1 Krone mit falschem Stempel „N.V.Ú (Strafvollzugsanstalt) Bélusice“. Die meisten von uns sind wahrscheinlich schon einmal auf Fälschungen zum Nachteil des Sammlers gestoßen. Ein gängiges Beispiel sind die ersten, mit Marken versehenen tschechoslowakischen Geldscheine aus dem Jahr 1919 oder die Bank­noten nach der Währungstrennung im Jahr 1993 (überklebte Marken auf besser erhaltenen Banknoten oder selteneren älteren Varianten). Viel gefährlicher sind 10 Heller- und 1-Krone-Marken von 1919 mit falscher Zähnung. Bei den heutigen technischen Möglichkeiten ist immer Vorsicht und ein gesundes Maß an Skepsis geboten. Der folgende Fall bietet die einmalige Gelegenheit, in die (buchstäblichen) Tiefen der Seele eines Fälschers zu blicken. Zunächst möchte ich Herrn  Vladimír Kejla   aus Ostrava meinen aufrichtigen Dank aussprechen. In einem Erbfall in Ostrava wurde umfangreiches Fälschungsmaterial entdeckt, das die Ausstattung einer ausgeklügelten Werkstatt darstellte, die sich ausschließlich auf Fälschungen zum Nachteil des Sammlers konzentriert hatte. Die Möglichkeit, die Fälscherutensilien im Detail zu studieren, hat es ermöglicht, den Fall zu dokumentieren. Abdruck eines Stempels „Die Bank der jüdischen Selbstverwaltung, Theresienstadt“. Auffällig der Fehler „Kontroll“ statt richtig „Kontrolle“. Foto des Stempels. Stempel aufgebracht auf einer echten Quittung über 1 Krone aus Theresienstadt. Das gefundene Material besteht aus mehr als 40 Stempeln und etwa 100 gestempelten notaphilen Objekten, die für den Weiterverkauf als „Originale“ bestimmt waren. Ein kleinerer Teil stellen Material- und Farbproben dar. Es gibt auch Exemplare, bei denen die ideale Platzierung scheinbar unterschiedlicher Stempel auf verschiedenen Untergründen getestet wurde, um bei den Manipulationen ein Höchstmaß an „Authentizität“ zu erreichen. Einige der „Machwerke“ wurden noch in der Plastikhülle aufbewahrt, in der sie zum Verkauf angeboten wurden, d. h. mit einem Etikett, das eine Beschreibung des Scheins und den angebotenen Preis enthielt. Einige der Etiketten wiesen ursprünglich auf Objekte verschiedener tschechischer Händler und Auktionshäuser hin, wobei von Hand ein zusätzlicher Text hinzugefügt wurde, um den Stempel und den verlangten Verkaufspreis anzugeben. Das Ganze erweckt den Eindruck von Glaubwürdigkeit, da der Name des Auktionshauses und die Artikelnummer beim Käufer unbewusst Vertrauen und den Anschein von Echtheit erwecken können. Nur wenige Sammler werden anschließend prüfen, ob die Beschreibung in der Auktion genau mit dem gekauften Stück übereinstimmt. Die meisten Sammler werden die Hülle einfach wegwerfen und die Neuerwerbung freudig in ihre Sammlung aufnehmen. Falscher Stempel des Ghettos Litzmannstadt. Falscher Stempel aufgedruckt auf Pappe, um einen Gutschein über 10 Pfennig des Ghettos Litzmannstadt nachzuahmen. Die größte Überraschung war jedoch die Entdeckung eines vierzeiligen Stempels aus dem Ghetto Theresienstadt. Damit bestätigte sich endgültig der Verdacht, dass es sich bei den so gestempelten Belegen der jüdischen Ghettoverwaltung um Manipulationen handelt. Sie tauchten erstmals nach der Jahrtausendwende auf in- und ausländischen Auktionen und gelegentlich auch auf Börsen auf. Der Stempel wurde wahrscheinlich zwischen 1996 und 2000 hergestellt, weil die Stempel in dem ausführlichen Artikel von Zbyšek Šustek aus dem Jahr 1995 [4]  noch nicht erwähnt wurden. Von Anfang an wurden diese Scheine von einem gewissen Misstrauen begleitet, das noch verstärkt wurde, weil der Stempel auf keinem anderen zeitgenössischen Dokument auftauchte und damit ungewöhnlich und verdächtig war. Ich erinnere mich, wie mich mein Kollege Jiří Schneider aus Berlin auf einen Fehler in der ersten Zeile des Textes aufmerksam machte, wo „KONTROLL“ und nicht der grammatikalisch richtige Begriff „KONTROLLE“ steht. Trotz einiger Verdachtsmomente tauchten immer wieder gestempelte Belege aller Werte auf und wurden für beträchtliche Summen verkauft. Wie groß die Gefahr solcher Manipulationen ist, zeigt der Umstand, dass Grabowski in seinem umfangreichen Katalog über Geld von Konzentrationslagern und Ghettos den gestempelten 1-Kronen-Schein als Variante aufführt. Die physische Existenz des Stempels ist der Beweis, der das Rätsel schließlich löste. Infolge jahrelanger Fälschungsaktivitäten wurde eine beträchtliche Anzahl von Originalbelegen quasi entwertet, die heute als Sammlerstücke wertlos sind. Als Vorsichtsmaßnahme gegen künftigen Missbrauch sollten sie jetzt wahrscheinlich als Fälschungen gekennzeichnet werden. Die vorangegangene Geschichte mit dem gefälschten Stempel ist ein klassisches Lehrbuchbeispiel. Es ist kein Zufall, dass die Theresienstädter Belege ausgewählt wurden. Der Stempel wurde nicht von einem Amateur hergestellt. Die entstandene Manipulation war nicht in erster Linie für tschechische Sammler bestimmt. Die Zielgruppe waren ausländische Händler und Sammler. Alle Belege mit einem Bezug zum Holocaust haben in Deutschland, in Israel und den USA ein erhebliches Sammler- und Wertsteigerungspotenzial. Kehren wir nun zu dem Schuhkarton voller Stempel aus dem Erbfall zurück, um die Gefahren der Fälschung zum Nachteil des Sammlers in aller Deutlichkeit darzustellen. Bei mehr als der Hälfte der Stempel handelt es sich um zielgerichtete Fälschungen nach realen Vorbildern, sei es, dass sie versuchen, exakte Kopien zu sein, oder dass sie lediglich von ihnen inspiriert sind. Bei den übrigen handelt es sich um ausgewählte zeitgenössische amtliche Rund- oder Strichmarken, die den Anschein der Authentizität erwecken können. Falscher Stempel „Konzentrationlager / SS-Kantine / verwaltung“. Form und Schrifttype passen nicht in die Zeit. Auffällig auch hier ein Schreibfehler: „verwaltung“ statt „Verwaltung“. Fälschung eines Prämienscheins des KL Stutthof. Falscher Stempel auf einem gefälschten ­Prämienschein des KL Stutthof. Derselbe Stempel auf einem gefälschten ­Prämienschein des KL Dachau. Zur besseren Übersichtlichkeit habe ich die Stempel in mehrere Gruppen unterteilt. An dieser Stelle können nur einige Stempel vorgestellt werden, die auch für deutsche Sammler interessant sind. Das war’s. Zum Schluss noch ein Dank an Vladimír Kejla in Ostrava. Er hat mich aktiv mit neuen Entdeckungen versorgt, dank derer die ganze Geschichte ungeahnte Ausmaße angenommen hat. Man sagt nur Gutes über die Toten. Das ist einer der Gründe, warum wir gemeinsam beschlossen haben, hier nicht den Namen des Fälschers zu veröffentlichen. Pavel Hejzlar, Prag Übersetzung: Dr. Sven Gerhard Dieser Beitrag erschien zuerst in tschechischer Sprache in der Zeitschrift „Notafilie“, Ausgabe 44/2024, herausgegeben von der tschechischen numismatischen Gesellschaft. Von den dort veröffentlichten zahlreichen Abbildungen kann hier nur eine Auswahl gezeigt werden. Anmerkungen [1]  Sém, Julius: Kennenlernen und Sammeln von Papiergeld, ČNS Hradec Králové, 1975 (in tschechischer Sprache). [2]  Hlinka, Bohuslav: Attentate auf Geld, Svoboda Prag, 1987 (in tschechischer Sprache). [3]  Lesák, Zdeněk: Kriminelle Aktivitäten im Zusammenhang mit Geldfälschung in der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik, Notafilie Nr. 13,    KSPP Prag, 1981 (in tschechischer Sprache). [4]  Šustek, Zbyšek: Quittungen der Bank der jüdischen Selbstverwaltung im Ghetto Theresienstadt 1943-1945, Notafilie Nr. 35, KSPP Prag, 1995 [5]  Grabowski, Hans-Ludwig, Das Geld des Terrors, Regenstauf, 2008

  • Aus privaten Sammlungen: 50 Lire des Königreichs Sardinien von 1794

    Nach dem Aussterben der spanischen Habsburger und dem Spanischen Erbfolgekrieg fiel Sardinien 1714 an die österreichischen Habsburger, die es 1720 im Tausch gegen Sizilien an das Herrscherhaus Savoyen abgaben, die ihren Königstitel nun auf Sardinien begründeten. Das neu entstandene Königreich erstreckte sich mit seinen Provinzen Savoyen und Piemont jedoch hauptsächlich auf dem italienischen Festland. Hauptstadt war Turin. Im Königreich Sardinien gab die Regie Finanze-Torino mit Datierung von 1746 bis 1799 eigenes Staatspapiergeld in Lire-Währung aus. Außerdem gab es 1780 Spezial-Ausgaben für Sardinien sowie 1794 bis 1800 Ausgaben des Monte die San Secondo und der Repubblica Cisalpina. Die ersten Notenbanken Sardiniens entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts: Banca di Genova (gegr. 1844, Ausgaben 1848/1849), Banca di Torino (gegründet 1847, Ausgaben 1849), Banca di Savoia (Ausgaben 1851) und Banca Nazionale negli Stati Sardi (1849 aus der Fusion der Banca Genova und der Banca di Torino hervorgegangen). Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Italienische Staaten, Königreich Sardinien, Regie Finanze-Torino: Staatspapiergeld zu 50 Lire vom 1. Juni 1794 Vorderseite: Mitte unten bekröntes Wappen in Zweigen (Palme und Lorbeer), mit Löwen als Schildhalter, beschrifteter Rahmen mit Bezeichnung und Wertangabe, Trockenstempel mit Porträt des Königs Victor Amadeus III., handschriftliche Unterschriften und Kontrollnummer. Rückseite: Druck einseitig. Format: ca. 85 mm x 127 mm Katalogreferenzen: ITA-S118a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I–Specialized Isues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Wahl zur "Banknote des Jahres 2023" mit Gewinnspiel

    Ihre Wahl entscheidet – mitmachen und gewinnen! Es ist schon zur Tradition geworden, dass Leser von „Der Geldscheinsammler“ und Geldscheine-Online.com über die „Banknote des Jahres“ abstimmen und dabei Preise gewinnen können. Jährlich kommen weltweit zahlreiche neue Banknoten in Umlauf, die mit ihren Motiven und Farben viele Sammler begeistern. Das Sammelgebiet Weltbanknoten erfreut sich deshalb stetig wachsender Beliebtheit. Aufruf zur Wahl der Banknote des Jahres 2023 Die Redaktion von „Münzen & Sammeln“ und „Geldscheine-Online“ möchte deshalb erneut zur Wahl der „Banknote des Jahres“ aufrufen. Für die Auswahl wurden alle im Jahr 2023 ausgegebenen und vorgestellten Weltbanknoten berücksichtigt. Aus der großen Zahl der in Betracht kommenden Scheine hat sich die Redaktion für die nachstehend vorgestellte Auswahl von zwölf Banknoten aus allen Teilen der Welt entschieden, aus denen Sie, liebe Leser, die Banknote des Jahres 2023 wählen und mit etwas Glück dabei gewinnen können. Teilnahmebedingungen Wenn Sie an der Wahl der „Banknote des Jahres 2023“ teilnehmen möchten, dann senden Sie uns eine E-mail an info@geldscheine-on­ line.com mit der Nummer der von Ihnen gewählten Note und dem Betreff „Banknote des Jahres 2023“. Bitte vergessen Sie auch nicht, uns Ihre Postanschrift mitzuteilen, denn unter allen Einsendern erfolgt eine Verlosung. Mitarbeiter des Verlags und allgemeine Gewinnspielservices sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner erhalten: Die Plätze 1 bis 3 erhalten je einen Einkaufsgutschein für Fachliteratur: Platz 1 – Einkaufsgutschein über 75 Euro Platz 2 – Einkaufsgutschein über 50 Euro Platz 3 – Einkaufsgutschein über 25 Euro Die Plätze 4 bis 10 erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden in der Ausgabe 4/2024 von "Münzen & Sammeln" und zeitgleich über www.geldscheine-online.com und per angeschlossenem kostenlosem Newsletter bekannt gegeben. Einsendeschluss: Einsendeschluss ist der 5. März 2024! Wegen Redaktionsschluss für die Ausgabe 4/2024 nehmen später eingehende Meldungen nicht mehr an der Ziehung der Gewinner teil und können deshalb bei der Wahl zur Banknote des Jahres auch nicht mehr berücksichtigt werden. Datenschutz Die Datenschutzbestimmungen finden Sie hier! Unsere Vorschläge zur "Banknote des Jahres 2023" Vorschlag Nr. 1 – Abchasien: 25 Aspar, Gedenkbanknote 30 Jahre „Sieg im Vaterländischen Krieg“, ausgegeben ab 22. Mai 2023. Vorschlag Nr. 2 – Ägypten: 20 Pfund, die erste Polymer-Banknote Ägyptens, in Umlauf ab 20. Juni 2023. Vorschlag Nr. 3 – Barbados: 5 Dollars der neuen Banknotenserie von 2022 (Polymer), in Umlauf ab 5. Dezember 2022. Vorschlag Nr. 4 – Cayman Islands: Gedenkbanknote über 70 Dollars zum ersten Todestag von Königin Elisabeth II., ausgegeben ab 12. Oktober 2023. Vorschlag Nr. 5 – Fidschi: Polymer-Gedenkbanknote zum chinesischen Mondjahr des Drachen, ausgegeben ab 8. August 2023. Vorschlag Nr. 6 – Jamaika: 50 Dollars der neuen Polymerbanknotenserie, in Umlauf ab 15. Juni 2023. Vorschlag Nr. 7 – Jordanien: 1 Dinar der neuen Banknotenserie 2022, in Umlauf ab 26. Dezember 2022. Vorschlag Nr. 8 – Kasachstan: 20000 Tenge der neuen Banknotenserie 2025, vorgestellt am 15. November 2023. Vorschlag Nr. 9 – Polen: Gedenkbanknote aus Polymer-Kunststoff zu 20 Złotych zum 550. Geburtstag von Nikolaus Kopernikus, in Umlauf ab 9. Februar 2023. Vorschlag Nr. 10 – Samoa: Gedenkbanknote über 60 Tala zum 60. Jahrestag der Unabhängigkeit, ausgegeben ab 31. Mai 2023. Vorschlag Nr. 11 – Südafrika: 10 Rand der neuen Banknotenserie, in Umlauf ab 4. Mai 2023. Vorschlag Nr. 12 – Ukraine: Gedenkbanknote zum ersten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, in Umlauf ab 24. Februar 2023. Soweit unsere Vorschläge. Nur wer mitmacht, kann gewinnen! Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de

  • Wahl zur "Banknote des Jahres 2024" mit Gewinnspiel

    Ihre Wahl entscheidet – mitmachen und gewinnen! Aufruf zur Wahl der Banknote des Jahres 2024 Es ist schon zur Tradition geworden, dass Leser von „Der Geldscheinsammler“ über die „Banknote des Jahres“ abstimmen und dabei Preise gewinnen können. Jährlich kommen weltweit zahlreiche neue Banknoten in Umlauf, die mit ihren Motiven und Farben viele Sammler begeistern. Das Sammelgebiet Weltbanknoten erfreut sich deshalb stetig wachsender Beliebtheit. Die Redaktion von „Münzen & Sammeln“ und „Geldscheine-Online“ möchte deshalb erneut zur Wahl der „Banknote des Jahres“ aufrufen. Für die Auswahl wurden alle im Jahr 2024 ausgegebenen und vorgestellten Weltbanknoten berücksichtigt. Aus der großen Zahl der in Betracht kommenden Scheine hat sich die Redaktion für die nachstehend vorgestellte Auswahl von zwölf Banknoten aus allen Teilen der Welt entschieden, aus denen Sie, liebe Leser, die Banknote des Jahres 2024 wählen und mit etwas Glück dabei gewinnen können. Teilnahmebedingungen Wenn Sie an der Wahl der „Banknote des Jahres 2024“ teilnehmen möchten, dann nutzen Sie bitte die im Heft befindliche Buchbestellkarte oder senden Sie uns eine E-mail an info@geldscheine-on­line.com mit der Nummer der von Ihnen gewählten Note und dem Betreff „Banknote des Jahres 2024“. Bitte vergessen Sie auch nicht, uns Ihre Postanschrift mitzuteilen, denn unter allen Einsendern erfolgt eine Verlosung. Mitarbeiter des Verlags und allgemeine Gewinnspielservices sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner erhalten: Die Plätze 1 bis 3 erhalten je einen Einkaufsgutschein für Fachliteratur: Platz 1 – Einkaufsgutschein über 75 Euro Platz 2 – Einkaufsgutschein über 50 Euro Platz 3 – Einkaufsgutschein über 25 Euro Die Plätze 4 bis 10 erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden in der Ausgabe 4/2025 von „Münzen & Sammeln“ und zeitgleich über www.geldscheine-online. com und per angeschlossenem kostenlosem Newsletter bekannt gegeben. Einsendeschluss: Einsendeschluss ist der 5. März 2025! Wegen Redaktionsschluss für die Ausgabe 4/2025 nehmen später eingehende Meldungen nicht mehr an der Ziehung der Gewinner teil und können deshalb bei der Wahl zur Banknote des Jahres auch nicht mehr berücksichtigt werden. Unsere Vorschläge zur "Banknote des Jahres 2024" Vorschlag Nr. 1 - Abchasien: 100 Apsar, Sammlerbanknote der Bank von Abchasien, ausgegeben ab 10. Juni 2024. Vorschlag Nr. 2 - Bermuda: 2 Dollars, Polymer-Banknote der Bermuda Monetary Authority, ausgegeben ab 19. November 2024. Vorschlag Nr. 3 - China: 20 Yuan, Polymer-Gedenkbanknote zum Jahr des Drachen, ausgegeben ab 3. Januar 2024. Vorschlag Nr. 4 - Japan: 1000 Yen der neuen Banknotenserie der Nippon Gingko, ausgegeben ab 3. Juli 2024. Vorschlag Nr. 5 - Kambodscha: 200.000 Riels, Gedenkbanknote der Nationalbank, ausgegeben ab 16. Oktober 2024. Vorschlag Nr. 6 - Kasachstan: 10.000 Tenge der neuen Banknotenserie mit Schneeleopard, ausgegeben ab 30. Mai 2024. Vorschlag Nr. 7 - Macau: 20 Patacas der Banco da China zum Jahr des Drachen, in Umlauf ab Februar 2024. Vorschlag Nr. 8 - Ostkaribische Staaten: 50 Dollars, Polymer-Gedenkbanknote 50 Jahre Unabhängigkeit, in Umlauf ab August 2024. Vorschlag Nr. 9 - Polen: 20 Złotych, Gedenkbanknote zum 80. Jahrestag des Warschauer Aufstands, ausgegeben ab 26. Juli 2024. Vorschlag Nr. 10 - Thailand: Gedenkbanknote zu 100 Baht zum 6 zyklischen Geburtstag (72) von König Rama X., in Umlauf ab 23. Juli 2024. Vorschlag Nr. 11 - Rumänien: Polymer-Gedenkbanknote zu 100 Lei zum 185. Geburtstag von König Carol I., ausgegeben ab 1. Dezember 2024. Vorschlag Nr. 12 - Ukraine: Gedenkbanknote zu 50 Griwna zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, in Umlauf ab 23. Februar 2024. E-Mail an die Redaktion: info@geldscheine-on­line.com

  • Die Banknote des Jahres 2024 – Die Leser haben entschieden!

    Die Wahl zur Banknote des Jahres 2024 Liebe Leser, in der Februar-Ausgabe von „Münzen & Sammeln“ sowie in unserem Online-Magazin www.geldscheine-online.com mit seinen kostenlosen Newslettern rief die Redaktion zur Wahl der Banknote des Jahres 2024 auf. Vielen Dank für die überaus zahlreich abgegebenen Stimmen mit Postkarten und vor allem sehr vielen E-Mails. Eindeutiger Sieger wurde eine sehr schöne Polymer-Banknote von Bermuda. 1. Platz und damit Banknote des Jahres 2024: Vorschlag Nr. 2 – Bermuda: 2 Dollars, Polymer-Banknote der Bermuda Monetary Authority, ausgegeben ab 19. November 2024. Platz 1: Vorschlag 2, Bermuda, mit 32,87 % aller Stimmen. 2. Platz: Vorschlag Nr. 1 – Abchasien: 100 Apsar, Sammlerbanknote der Bank von Abchasien, ausgegeben ab 10. Juni 2024. Platz 2: Vorschlag 1, Abchasien, mit 14,35 % aller Stimmen. 3. Platz: Vorschlag Nr. 3 – China: 20 Yuan, Polymer-Gedenkbanknote zum Jahr des Drachen, ausgegeben ab 3. Januar 2024. Platz 3: Vorschlag 3, China, mit 10,19 % aller Stimmen. Die verbleibenden 42,59 % der Stimmen teilten sich die restlichen neun Vorschläge. Platz 4 belegte Vorschlag 12 Ukraine mit 9,26 %. Es folgten auf Platz 5 Vorschlag 11 Rumänien mit 6,48 %, dicht gefolgt von Vorschlag 6 Kasachstan mit 6,02 % und Vorschlag 7 Macao mit 5,55 %. Platz 8 ging an Vorschlag 4 Japan mit 4,63 % und Platz 9 an Vorschlag 9 Polen mit 4,17 %. Gleich auf lagen die Vorschläge 5 Kambodscha und 10 Thailand mit je 2,78 % der Stimmen und das Schlusslicht bildete der Vorschlag 8 Ostkaribische Staaten mit nur 0,92 % der Stimmen. Die Gewinner Folgende Gewinner wurden gezogen: Preis: Johannes U. aus Wilkau-Haßlau – Einkaufsgutschein des Battenberg Gietl Verlags über 75 Euro Preis: Joachim S.-K. aus Hattingen – Einkaufsgutschein des Battenberg Gietl Verlags über 50 Euro Preis: Michael B. aus Neuendorf – Einkaufsgutschein des Battenberg Gietl Verlags über 25 Euro Zusätzlich wurden weitere sieben Gewinner gezogen! Diese erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. Ralf E. D. aus Braunfels Volker N. aus Crailsheim Uwe J. aus Hanau Philipp D. aus Hilden Doreen W. aus Jena Julia H. aus Bielefeld Annemarie S. aus Lutter Herzlichen Glückwunsch!

  • Lexikon: Dondorf und Naumann

    Dondorf und Naumann waren zwei getrennte Druckereien in Frankfurt am Main, die sich von Fall zu Fall zur Durchführung von großen Druckaufträgen zusammenschlossen, so z. B. zum Druck des ersten japanischen Staatspapiergelds (1872/73 ausgegeben). Schweizerische Eidgenossenschaft, Bank in Basel, 1000 Franken vom Dezember 1873, Vorder- und Rückseite. Weitere von diesen Firmen gedruckte ausländische Banknoten: Schweiz, Bank in Basel 1873 bis 1876 Schweiz, Bank in Glarus 1876 Schweiz, Appenzell-Außerrhodische Kantonalbank 1877 Italien, Banca Nazionale Luxemburg, Nationale Bank 1873 und 1876 Japan, Noten der englischen Firma Blakiston, Marr & Co. Peru, Banco Anglo-Peruano Deutscher Bund, Großherzogtum Baden, Großgerzoglich Badische General-Staats-Casse: Kassenschein über 2 Gulden vom 1. Juli 1849, Vorder- und Rückseite. Folgende altdeutsche Scheine sind Produkte dieser Firmen: Baden, General-Stats-Casse 1849 und 1854 Baden, Badische Bank 1870 bis 1907 Bayern, Staats-Schuldentilguns-Commission 1866 Frankfurt, Frankfurter Bank 1855 bis 1890 Hessen (Hessen-Darmstadt), Staatsschulden-Tilgungscasse 1848 bis 1855 Hessen (Hessen-Darmstadt), Bank für Süddeutschland 1856/57 Hessen (Hessen-Kassel), Haupt-Staats-Kasse 1848/49 Hessen-Homburg, Landgräflich Hessische Concessionierte Landesbank 1855 Solms-Hohensolms-Lich (Oberhessen), Fürstentum 1847 Nassau, Nassauische Landes-Credit-Casse 1840 bis 1848 Nassau, Herzoglich Nassauische Landesbank 1856 bis 1865 Schaumburg-Lippe, Niedersächsische Bank 1856 bis 1874 Sachsen-Coburg, Cassen-Anweisungen 1849 Sachsen-Meinigen, Mitteldeutsche Creditbank 1856 bis 1875 Waldeck, Fürstlich Waldeckische Staatsschulden-Verwaltung 1854 Württemberg, Königliche Staats-Haupt-Kasse 1849 bis 1871 Württemberg, Württembergische Notenbank 1871 bis 1890 Ostbank für Handel und Gewerbe, Darlehnskasse Ost in Posen, Darlehnskassenschein über 1 Rubel vom 17. April 1916 (EWK-35c), Vorder- und Rückseite. Später druckten die Firmen die drei unteren Werte der Darlehnskasse Ost in Posen 1916. Eine Besonderheit ist der spiegelverkehrte Druck der Vorderseite auf der Rückseite einiger Scheine (siehe Abb. zu Baden). Mit diesem bei der Durchsicht sich deckenden Druck wollte man einen wirkungsvollen Fälschungsschutz erreichen. Die Firmen mussten 1932 schließen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski / Manfred Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-188-8 Auflage: 1. Auflage 2020 Format: 17 x 24 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 344 Preis: 69,00 Euro Zum Buch!

  • Lexikon: Donaustaat-Noten

    Für den nach dem Ersten Weltkrieg geplanten, jedoch nie verwirklichten "Donaustaat", der als Nachfolgestaat Österreich-Ungarns neben Deutschösterreich auch Ungarn und möglichst noch Böhmen und Mähren umfassen sollte, hatte man in Österreich bereits halbfertige Noten vorliegen. Donaustaat-Note zu 10 Kronen (Unterdruck) mit Aufdruck der Österreichischen Staatswohltätigkeitslotterie vom 7. Juli 1932 über ein Los zu 3 Schilling. Donaustaat-Note zu 20 Kronen (Unterdruck) mit Aufdruck der Österreichischen Kassenlotterie vom 7. Januar 1930 über ein Achtellos. Donaustaat-Note zu 50 Kronen (Unterdruck) ohne Lotterie-Aufdruck (selten). Donaustaat-Note zu 100 Kronen (Unterdruck) mit seitlichem Aufdruck "AubrunnerZimermann 18.5. / Neue Anlage". Donaustaat-Note zu 1000 Kronen (Unterdruck) mit Überdruck der 12. Österreichischen Staatslotterie vom 5. Juni 1924 als Los zu 10.000 Kronen. Donaustaat-Note zu 10.000 Kronen (Unterdruck) mit Überdruck der 11. Österreichischen Staatslotterie vom 31. Dezember 1923 als Los zu 10.000 Kronen. Diese auf schlechtem Papier im Unterdruck fertiggestellten Noten zu 10, 20, 50, 100, 1000 und 10.000 Kronen (ohne Währungsbezeichnung) wurden später von der Österreichischen Klassen- oder der Staatslotterie übernommen und fanden mit einem Überdruck versehen als Lotterielose in der Zeit von 1923 bis 1937 Verwendung. Siehe Auch den Fachartikel hier ! Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

  • Teutoburger Münzauktion 167: Nachbericht und Nachverkauf bis 4. April 2025

    Das neue Auktionsjahr begann in Borgholzhausen mit der 167. Versteigerung bei der Teutoburger Münzauktion GmbH vom 4. bis 8. März 2025. Teil III umfasste die Abteilung Banknoten (Lose 4001 bis 4495) und Briefmarken. Bei den Banknoten waren wieder zahlreiche gute altdeutsche Talerscheine enthalten. Hier geht es direkt zum Nachverkauf im Banknotenteil der 167. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/11308/seite/1/?lot_range=4001-4500&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Nachverkauf bis 4. April 2025! Einige Ergebnisse dem Banknoten-Teil: Los 4067:  Banknoten, Altdeutschland, Hessen-Solms-Laubach (Oberhessen), Grafschaft, Cassen-Anweisung, 5 Gulden 1847. Gräflich Solmsische General-Casse zu Laubach 1847. Lit. A. I-, Zuschlag: 1.800 EUR Los 4071:  Banknoten, Altdeutschland, Mecklenburg-Strelitz, Großherzogtum, Grabowski/Kranz 213, Rentei-Cassen-Schein, 10 Thaler 1.6.1869. Großherzoglich Mecklenburgische Finanz-Commission 1866 - 1869. KN. 4-stellig, Lit. B I. I-, sehr selten Zuschlag: 1.500 EUR Los 4080:  Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Posen, Provinz, Grabowski/Kranz 380, Banknote, 10 Thaler 18.3.1867. Provinzial-Actien-Bank des Großherzogtums Posen 1857 - 1883. Lit. A. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III, von größter Seltenheit Zuschlag: 6.750 EUR Los 4094:  Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 6, Grabowski DEU-48, 5 Mark 10.1.1882. I, äußerst selten in dieser Erhaltung, Zuschlag: 3.000 EUR Los 4112:  Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 128M, Grabowski DEU-158M2, 10 Bio. Mark 1.11.1923. Firmendruck, KN. 6-stellig, FZ: V, mit Rotaufdruck „Muster“ auf Vs. und ohne grüne Einfärbung des Papiers. In der Form nicht bekannt I-, Zuschlag: 575 EUR Los 4113:  Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 129, Grabowski DEU-160b, 10 Bio. Mark 1.11.1923. Kn. 6-stellig, Wz. Hakensterne, FZ: DK. I-, Zuschlag: 750 EUR Los 4220:  Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 244, Grabowski WBZ-8, 100 Deutsche Mark (roter Hunderter), Serie 1948. Kenn-Bst./Serie L/A. II, selten, Zuschlag: 2.000 EUR Los 4290:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 26.3 Variante, Druckprobe zu 100 Mark 15.7.1921 „Französischer Vertragsbruch“. Auf roter Seide (Kleiderstoff) statt auf feinem, weißen Leinen, mit einer wunderschönen, Gold- gemusterten Borte in silberfarbener Seide umrändelt. Zusätzlich unterschrieben vom ehemaligen Direktors der Stadtsparkasse Bielefeld Paul Hanke. Unikat ! II, Klebereste auf der Rs., äußerst selten, Zuschlag: 4.500 EUR Los 4292:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 34, Probe, zu 100 Mark 15.7.1921. Mehrfarbdruck auf weißer Seide, mit Umschrift „Nichts Schrecklicheres“, dieses Exemplar im Grabowski abgebildet. II, etwas fleckig, äußerst selten, Zuschlag: 2.700 EUR Hier geht es direkt zum Nachverkauf im Banknotenteil der 167. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/11308/seite/1/?lot_range=4001-4500&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Nachverkauf bis 4. April 2025! Teutoburger Münzauktion GmbH Brinkstraße 9 33829 Borgholzhausen Tel.: 05425/930050 teutoburger-muenzauktion.de E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de

  • Neue Weltbanknoten-Varianten: März 2025, Teil 2

    Guatemala, Tansania BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Guatemala 10 Quetzales vom 09.03.2022 BNB B606l: wie BNB B606k (SCWPM 123A), aber mit neuem Datum (9 DE MARZO DE 2022) und Druckvermerk (OBERTHUR fiduciaire). Tansania 1000 Shillings mit neuen Unterschriften BNB B140d: wie BNB B140c (SCWPM 41), aber mit neuen Unterschriften (Nchembra/Tutuba). 5000 Shillings mit neuen Unterschriften BNB B142d: wie BNB B142c (SCWPM 43), aber mit neuen Unterschriften (Nchembra/Tutuba). 10.000 Shillings mit neuen Unterschriften BNB B143d: wie BNB B143c (SCWPM 44), aber mit neuen Unterschriften (Nchembra/Tutuba). Hans-Ludwig Besler (Grabowski) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book )

  • Lexikon: Kursierende Geldscheine

    Kursierende, also in Kurs befindliche, Geldscheine, sind solche, die nach den bestehenden Währungs- und Bankgesetzen eines Landes als gültige Zahlungsmittel gelten und noch nicht außer Kurs gesetzt wurden. Im Allgemeinen wird der Termin der Außerkurssetzung rechtzeitig bekannt gegeben und meist auch noch ein weiterer Termin für die Möglichkeit zur nachträglichen Einlösung der Scheine. Banknote der Frankfurter Bank über 35 Gulden vom 1. Januar 1855 mit Abstempelung "AUSSER COURS". In einigen Ländern, so auch in der Bundesrepublik Deutschland, sind die außer Kurs gesetzten Scheine, sofern sie über Beträge in noch gültiger oder zu einem festen Umrechnungskurs eingezogener Währung lauten (z. B. vormalige europäische Währungen vor Einführung des Euro), unbefristet einlösbar, wenn eine stichhaltige Begründung für die verspätete Einlösung gegeben werden kann. Einen Überblick über sämtliche in Kurs befindliche und außer Kurs gesetzte Geldscheine weltweit bietet der MRI Bankers Guide to Foreign Currency, siehe https://mriguide.com/ . Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte

  • Eine politische Note – Die erste Reichsbanknote zu 20 Mark

    Ein Geldschein stellt sich vor Im Reichsanzeiger Nummer 48 des Jahres 1906 vom 24. Februar 1906 wurde folgendes Gesetz veröffentlicht: Gesetz betreffend der Ausgabe von Reichsbanknoten zu 50 und 20 Mark vom 20. Februar 1906 Wir, Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen usw. verordnen im Namen des Reiches, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrates und des Reichstags, was folgt: Die Reichsbank wird ermächtigt, Banknoten auf Beträge von 50 und 20 Mark auszufertigen und auszugeben. Urkundlich unter Unser Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem kaiserlichen Insiegel Gegeben Kiel, an Bord M.S. „Preußen“, den 20. Februar 1906 Wilhelm Graf von Posadowsky Knappe zwei Monate später kam es im Reichsanzeiger Nummer 94 vom 21. April 1906 zur Bekanntmachung die Ausgabe von Reichsbanknoten zu 50 und 20 Mark betreffend.   Die Reichsbanknote zu 20 Mark vom 10. März 1906 wird folgendermaßen beschrieben:   Die Noten sind 9 cm hoch und etwa 13,7 cm breit. Sie bestehen aus Hanfpapier und blauen Faserstreifen am rechten Rande der Vorderseite und sind mit einem künstlichen Wasserzeichen ausgestattet, welches am oberen Rande einen Kontrollbuchstaben und unterhalb der Mitte der Note die 3 Buchstaben RBD zeigt. Der Druck der Vorderseite ist in blauer, der Aufdruck der beiden Stempel und der Ziffern in roter Farbe ausgeführt. Die Vorderseite enthält auf hellem, guillochiertem, einer länglichen Rosette ähnlichen Unterdruck den folgenden Text: Zwanzig Mark zahlt die Reichsbankhauptkasse in Berlin ohne Legitimationsprüfung dem Einlieferer dieser Banknote Berlin, den 10. März 1906 Reichsbankdirektorium. Koch. Gallenkamp. Frommer. von Glasenapp. Schmiedicke. Korn. Gotzmann. Maron. von Lumm. Auf beiden Seiten des oberen Teiles befindet sich je eine Rosette. Die linke enthält in heller Schrift auf dunklem Grunde den Anfangsbuchstaben Z zu dem Worte Zwanzig, in der rechten ist mit dunklem Druck auf hellem Grunde der Reichsadler angebracht. Senkrecht unter diesen beiden Rosetten  und getrennt durch die Zahl 20 befindet sich je eine kleinere Rosette, deren Mitte durch den Stempel des Reichsbankdirektoriums ausgefüllt ist. In der rechten unteren ist außerdem der Strafsatz abgedruckt. Auf der Rückseite ist eine große, in blauer und roter Farbe gedruckte Rosette angebracht, in deren Mitte die Zahl 20 steht. Zu beiden Seiten der Rosette ist der Strafsatz in kleiner Schwabacher Schrift abgedruckt. Jede Note trägt die gleiche Nummer viermal und zwar auf der Vorderseite am rechten und linken Rande, auf der Rückseite am oberen und unteren. Beide Seiten sind mit einem gemusterten gelbbraunen Druck versehen, in welchem neben andern Verzierungen abwechselnd die Buchstaben W und R B, sowie der Reichsadler enthalten sind.   Abb. 1: Vorderseite der Reichsbanknote zu 20 Mark vom 8. Juni 1907, identisch mit der Ausgabe vom 10. März 1906 (Quelle: Sammlung Oliver Herzberg).   Abb. 2: Rückseite der Reichsbanknote zu 20 Mark vom 8. Juni 1907, identisch mit der Ausgabe vom 10. März 1906 (Quelle: Sammlung Oliver Herzberg).   Auch wenn die Noten relativ einfach gestaltet waren, scheint die Zeit zwischen dem Gesetz und der Ausgabe kurz. Zwar wurde der erste Entwurf des Gesetzes schon am 11. Mai 1905 zur Beratung im Reichstag eingereicht, aber erst in der 46. Sitzung des Reichstages am 17. Februar 1906 verabschiedet. Das Thema war zwar kontrovers diskutiert worden, doch lag diese Verzögerung nicht an den langen Debatten und tagenden Unterausschüssen, sondern eher daran, dass die erste Vorlage zum Ende der Sitzungsperiode eingereicht wurde und nicht ausreichend beraten werden konnte. Doch was sich hier innerhalb eines Jahres abspielte, hatte ein Vorspiel, das bis ins Jahr 1891 zurückreicht.   Die Bismarck'sche Regierungszeit oder keine Reichsbanknoten unter 100 Mark Wenn man es genau nimmt, fing es mit den Beratungen zum Münzgesetz vom 9. Juli 1873 an, in dem festgelegt wurde, dass Banknoten nicht unter 100 Mark ausgegeben werden dürfen. Mit dieser Beschränkung sollten die Banken und ihre Notenausgabe reguliert werden, die in den Jahren vor der Reichsgründung gerade mit kleinen Noten ausuferte und als eine Bedrohung für die neue Goldwährung gesehen wurde. Reichsbanknoten zu 50 oder gar zu 20 Mark waren also bei der Währungsreform 1873 nicht vorgesehen. Verlassen wir die Währungspolitik und widmen wir uns der Außenpolitik. Nach der Reichsgründung versuchte Reichskanzler Otto Graf von Bismarck mit seiner Außen- und Bündnispolitik Frankreich zu isolieren, um so die Gefahr eines Krieges und besonders eines Zweifrontenkrieges zu minimieren. Nachdem Anfang 1886 Georges Boulanger, der Wortführer der Revanchisten gegen Deutschland, der einen Vergeltungsschlag für den verlorenen deutsch-französischen Krieg von 1870/71 befürwortete, Kriegsminister geworden war, verschlechterte sich die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich weiter. Frankreich stockte die Mittel für das Heer auf, um sich für einen Krieg gegen Deutschland zu wappnen. Garnisonen und Kasernen wurden an der französischen Ostgrenze verstärkt. Diese Aktivitäten nährten die Angst vor einem möglichen französischen Angriff in Deutschland und man reagierte damit, die Mittel für das Heer ebenfalls zu erhöhen. Dafür und als Voraussetzung für einen erfolgreichen Krieg mussten die Finanzen des Reiches gestärkt werden. Bismarck schrieb am 4. Dezember 1886 an den preußischen Kriegsminister Paul Bronsart von Schellendorf, dass „wenn die Hoffnung auch im nächsten großen Krieg Sieger zu bleiben, eine Täuschung wäre, wenn wir nach Gottes Willen im nächsten Kriege unterliegen sollten, so halte er es für zweifellos, dass unseren siegreichen Gegner jedes Mittel anwenden würden, um zu verhindern, dass wir jemals oder doch im nächsten Menschenalter wieder auf die eigenen Beine kommen, ähnliche wie im Jahre 1807. … Er wolle in diesem Rückblick nur den Schluss herleiten, dass die Situation Deutschlands, wenn es besiegt werden sollte, eine so böse sein werde, dass wir kein Finanzopfer, und wäre es noch so groß, scheuen dürfen, um den Sieg zu sichern,...“ [1] Bismarck bat im Dezember 1886 den preußischen Finanzminister Dr. Adolf von Scholz, die finanzielle Bereitschaft des Reiches eingehend zu prüfen. Der Bericht von Dr. Adolf von Scholz vom 27. Dezember 1886 kam zu dem Schluss, dass die Mittel sowohl für die Mobilmachung, als auch für die Kriegsführung verfügbar seien oder aber auch kurzfristig zu beschaffen seien. [2] Nachdem Russland am 23. April 1887 endgültig ablehnte, den Drei-Kaiser-Vertrag zu verlängern und so die Bedrohung für Deutschland größer wurde, entwickelte sich das Ganze im weiteren Verlauf des Jahres positiv für das Deutsche Reich. Am 29. Mai 1887 wurde die französische Regierung gestürzt und durch eine Regierung ohne Georges Boulanger ersetzt. Ein Rückversicherungsvertrag wurde am 15. Juni 1887 mit Russland abgeschlossen und gab zumindest für drei Jahre die Sicherheit vor einem Zweifrontenkrieg.   Eine Zeitenwende oder wie finanziert man die Mobilmachung Die Situation veränderte sich schon bald. Kaiser Wilhelm II. bestieg 1888 den Thron. Am 20. März 1890 trat Bismarck nach einem Streit mit dem neuen Kaiser zurück. Der Rückversicherungsvertrag mit Russland  wurde nicht verlängert. Obwohl Russland dazu bereit gewesen wäre, bestand von deutscher Seite kein Interesse. Er galt aufgrund zunehmender Spannungen als nicht mehr praktikabel. Russland, vom Deutschen Reich zurückgewiesen, näherte sich nun Frankreich an. Die Beziehung zwischen den beiden Mächten verbesserten sich und führten 1892 zu einer Militärkonvention zum Schutz vor einem deutschen Angriff. Die deutsche Politik begann, sich vom Bismarck'schen Bündnissystem abzuwenden und sich neu zu orientieren. In den frühen 1890er Jahren versuchte Reichskanzler Georg Leo von Caprivi durch eine größere innere Einheit geschlossener nach Außen auftreten zu lassen. Gemeinsam mit höheren Rüstungsaufgaben wurde dadurch eine gewisse Abschreckung gegen Angreifer geschaffen. Zudem sollte die deutsche Wirtschaft durch wirtschaftsliberale Handelsabkommen gestärkt werden und das Deutsche Reich über diese Verträge in ein weitreichenderes Wirtschaftsnetz eingebunden werden. Dass eine wirtschaftliche Verflechtung mit ihren engen internationalen Beziehungen durchaus ein wirksames Mittel zur Friedenssicherung sein kann, hat die Europäische Union seit ihren Anfängen bewiesen. Gerade aufgrund der höheren Ausgaben für die Rüstung musste auch die finanzielle Kriegsbereitschaft für den Fall der Fälle im Auge behalten werden. So ließ der neue preußische Finanzminister Johannes von Miquel, der seit Juni 1890 das Amt bekleidete, die finanzielle Lage prüfen und kam zum Schluss, dass sie ungenügend war. Hier spielte es eine Rolle, das von Miquel den täglichen Bedarf ermitteln ließ und sich nicht auf den allgemeinen oder auch den grob bestimmten laufenden Bedarf verließ. [3] Darauf wurde das Thema in der Sitzung des preußischen Staatsministerium am 31. Mai 1891 erörtert.  Neben den Mitgliedern des preußischen Staatsministeriums waren der Staatssekretär des Reichsschatzamtes, Freiherr Helmuth von Maltzahn, und der Reichsbankpräsident, Dr. Richard Koch, anwesend, um die Maßnahmen zu besprechen, die im Falle eines Krieges zu treffen seien. Obwohl die Lage so friedlich wie lange nicht mehr erscheine, müsse doch im Frieden für den Krieg alles vorbereitet werden, was im Frieden möglich sei. Darunter falle eben auch die Geldbeschaffung. Die Kosten der Mobilmachung über dem Friedensetat lägen für die ersten drei Monate bei 1.382,5 Millionen Mark, davon seien 452,8 Millionen Mark im ersten Monat und 215 Millionen Mark in den ersten sechs Tagen flüssig zu machen. Weitere 50 Millionen Mark würden für die Mobilisierung der Marine benötigt. Dem ersten Bedarf stünden 400 Millionen Mark an Barmitteln und leicht zu verflüssigenden Mitteln gegenüber, sodass die Kosten der ersten Tage gedeckt wären. Das Reichspapiergeld könne ohne Gefahr von 120 Millionen auf 200 Millionen Mark erhöht werden und der Reichsinvalidenfond von 58 Millionen Mark beliehen werden. Einer ersten Anleihe gleich zu Beginn des Krieges stand man aufgrund der Erfahrungen aus dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 skeptisch gegenüber. Damals brachte die erste Anleihe nicht die geplanten Summen auf. Erst nach den ersten Erfolgen auf den Schlachtfeldern Frankreichs wurden die Anleihen ein Erfolg und sogar überzeichnet. Entsprechend solle man mit der ersten Anleihe von einer Milliarden Mark solange warten, bis sich das Kriegsglück abzeichnet und Erfolge im Feld verbucht wurden. [4] Weitere Maßnahmen seien zu treffen: Ein Zwangskurs für die Reichsbanknoten sei so lange wie möglich hinauszuzögern. Stattdessen sollen die Länder wie auch das Reich besonders im Frühjahr größere Kassenbestände vorhalten. Gesetzentwürfe für die Aufnahme einer Anleihe, der Gründung von Darlehenskassen sowie der Ausgabe von Reichsbanknoten über Beträge unter 100 Mark seien vorzubereiten. Pflanzenpapier für 120 Millionen Mark Papiergeld werde schon beschafft. Die Reichsbank müsse den Goldbestand schützen und weiteres Gold aus dem Ausland besorgen. Das Reich verfüge dafür aber über keine Mittel. Hohe Forderungen an das Ausland, die man jedoch zur Zeit nicht habe, seien wünschenswert, da erst sie es ermöglichten, Gold anzukaufen. Die Darlehenskassen hatten sich schon in den Kriegen von 1848, 1866 und 1871 bewährt und man sollte wieder darauf zurückgreifen. [5] Der Reichsbankpräsident Dr. Richard Koch bekräftigte, dass die Reichsbank alles tun werde, was im Rahmen ihrer Hauptaufgaben und Organisation möglich sei, um die nötigen Gelder zu beschaffen. Er hielt es allerdings für effektiver, Reichsbanknoten zu 20 Mark auszugeben als über Darlehenskassen und die Reichskassenscheine die Menge an Papiergeld zu erhöhen. Die Reichsbanknoten zu 20 Mark böten eine größere Flexibilität. Ein Gesetz zur Ausgabe der kleinen Reichsbanknoten sei in diesem Falle zu erlassen. Er werde schon jetzt das nötige Papier besorgen und Druckplatten für eine Reichsbanknote zu 20 Mark anfertigen lassen. Die Bestände an Goldwechseln könne man allerdings nur schwer erhöhen, ohne der Wirtschaft zu schaden. [6] Die kleinen Reichsbanknoten würden im Falle eines Krieges anstelle der umlaufenden Goldmünzen treten. [7] Das Ergebnis der Besprechung war, dass die Gesetzentwürfe für die Ausgabe einer Kriegsanleihe, der Gründung der Darlehenskassen und der Ausgabe von kleinen Reichsbanknoten vorbereitet wurden. Organisatorisch wurden in der Reichsbank, dem preußischen Finanzministerium und dem Reichsschatzamt spezielle Referate eingerichtet, die sich mit der finanziellen Mobilmachung befassten und diese vorbereiteten. Sie sollten jährlich den Geldbedarf für den Kriegsfall errechnen und Maßnahmen erwägen, den Geldbedarf und den Zahlungsverkehr sicherzustellen. Am 4. Juli 1891 schrieb der preußische Finanzminister Johannes von Miquel an den Reichskanzler Georg Leo von Caprivi. Er hatte sich besonnen und, obwohl er sich während der Besprechung nicht gegen die Ausgabe von Reichsbanknoten über Beträge unter 100 Mark ausgesprochen hatte, müsse er von dieser Maßnahme im Kriegsfall abraten. Es habe damals und heute seine Gründe gehabt, weshalb Banknoten keinen Geldcharakter tragen sollten und deshalb Noten unter 100 Mark nicht ausgegeben werden dürfen. Mit den Reichskassenscheinen und den Darlehenskassen habe man geeignetere Mittel, diesem zusätzlichen Bedarf entgegenzutreten. [8] Der Reichsbankpräsident und der Staatssekretär des Reichsschatzamtes teilten diese Auffassung. Der Reichskanzler Georg Leo von Caprivi traf keine Entscheidung, sodass gegensätzliche Standpunkte zwischen den Leitern der Staats- und der Reichsfinanzen bestanden. Die technischen Vorbereitungen für den Notendruck wurden nicht zurückgestellt und weiter vorangetrieben. Ein erster kurzer Auftritt Das Ergebnis war die Reichsbanknote zu 20 Mark mit dem Datum vom 1. Juli 1893, wie sie im Katalog „Die deutschen Banknoten ab 1871“ von Hans-Ludwig Grabowski in der 22. Auflage von 2021 unter DEU-7 mit der Vorderseite aufgeführt ist (siehe Abb. 3). [9] Bis auf die Unterschriftenliste, dem Bezug auf ein Gesetz vom 1. April 1893, dem fehlenden zweiten Siegel des Reichsbankdirektoriums und der Gestaltung und Anordnung der Kontrollnummer ist diese Note identisch mit der Reichsbanknote zu 20 Mark, die mit dem Datum vom 10. März 1906 ausgegeben wurde. Abb. 3: Vorderseite der Reichsbanknote zu 20 Mark vom 1. Juli 1893 (Quelle: Archiv der Bundesdruckerei)   Das Gesetz, das am unteren Rand erwähnt wird, wurde nicht verabschiedet. Ein Hinweis auf das Gesetz, in diesem Falle das Gesetz vom 20. Februar 1906, fehlte auf den später ausgegebenen Banknoten gleicher Art gänzlich.   Der Zwangskurs oder wie von Miquel sich eines Anderen besann Aufgrund stagnierender Reichseinnahmen bei deutlich höheren Ausgaben, besonders aufgrund der Aufrüstung, entwickelten sich die Reichsfinanzen ungünstig. Die Anleiheschulden erhöhten sich von 0,5 Milliarden Mark Mitte der 1880er Jahre auf 2,2 Milliarden Mark zur Jahrhundertwende. Allerdings wurden die erhöhten Ausgabe als unvermeidlich angesehen. In seiner Rede am 14. Mai 1890 vor dem Reichstag verwies Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke auf die Vergangenheit und was man aus der Besatzung der Napoleonischen Zeit lernen solle: „Ja, meine Herren, hätten wir die sehr großen Ausgaben nicht gemacht für militärische Zwecke, für welche der Patriotismus dieses Hauses und der Nation die Mittel gewährt hat, so würden allerdings unsere Finanzen heute sehr viel günstiger liegen, als es gegenwärtig der Fall ist. Aber, meine Herren, die glänzendste Finanzlage hätte nicht verhindert, dass wir bei mangelnden Widerstandsmitteln heute am Tage den Feind im Lande hätten; denn lange schon und auch jetzt noch ist es nur das Schwert, welches die Schwerter in der Scheide zurückhält. Der Feind im Lande — nun, wir haben das zu Anfang des Jahrhunderts sechs Jahre lang getragen, und Kaiser Napoleon konnte sich rühmen, aus dem damals kleinen und armen Lande eine Milliarde herausgepresst zu haben — der Feind im Lande würde nicht viel fragen, ob Reichsbank oder Privatbank. Sahen wir doch im Jahre 13, als er schon im vollen Abzüge war, wie in Hamburg — damals eine französische Stadt — ein französischer Marschall zum Abschied die Hamburger Bank in die Tasche steckte. Der Feind im Lande würde schnell mit unseren Finanzen aufräumen. Nur ein waffenstarkes Deutschland hat es möglich machen können, mit seinen Verbündeten den Bruch des Friedens so lange Jahre hindurch hinzuhalten. Meine Herren, je besser unsere Streitmacht zu [Wasser] und Lande organisiert ist, je vollständiger ausgerüstet, je bereiter für den Krieg, um so eher dürfen wir hoffen, vielleicht den Frieden noch länger zu bewahren oder aber den unvermeidlichen Kampf mit Ehren und Erfolg zu bestehen.“ Frankreich hatte im Gegensatz zu Deutschland die gesteigerten Rüstungsausgaben aus den laufenden Mitteln decken können. Die hohe Schuld Deutschlands wurde immer kritischer gerade in Hinsicht auf mögliche Kriegsanleihen gesehen. Diese Anleihen günstig zu platzieren, wurde mit steigender Belastung schwieriger. Da am 30. April 1898 das erste Flottengesetz in Kraft trat, war abzusehen, dass der Reichshaushalt noch stärker belastet und sich die Lage verschlechtern würde. Der preußische Finanzminister Johannes von Miquel verfolgte die Entwicklung der Schulden und des Geldbedarfs für die Mobilmachung kontinuierlich und hielt regelmäßig mit dem Chef des Generalstabs, General Alfred von Schlieffen, Rücksprache. Aufgrund seines hohen Alters und der Erkenntnisse aus diesen Gesprächen reichte Johannes von Miquel am 11. November 1898 einen Thronbericht an Wilhelm II. ein, in dem er die aus seiner Sicht wichtigsten finanzpolitischen Themen zur Kriegsbereitschaft behandelte. Er führte an, wie schlecht Deutschland im Vergleich zu seinen Gegnern gestellt sei. Es sei zu befürchten, dass das Gold bei einem drohenden Kriege abgezogen werde. Deshalb solle mit der Mobilmachung der Zwangskurs, also die Pflicht der Reichsbank aufgehoben werden, ihre Banknoten gegen bares Gold einzutauschen. Die Reichsbanknoten würden mit dieser Maßnahme zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel. Auch wehrte sich Johannes von Miquel nicht mehr gegen die Ausgabe von kleinen Banknoten. Nach diesem Thronbericht wurden die Verhandlungen zur finanzielle Kriegsrüstung, die sich seit 1891 eher dahinschleppten, von den betroffenen Stellen wieder aufgenommen. Das betraf den Druck von Papiergeld. So wurde eine Anfrage des Reichspostamtes bzw. der Reichsdruckerei, die dem Reichspostamt untergeordnet war, vom Reichskanzleramt an das Reichsschatzamt am 18. Januar 1900 weitergeleitet, in der „Reserveformulare“ im Wert von 20 Mark als Darlehens- und Reservereichskassenscheine zum Druck vorbereitet werden sollten. Das Reichsbankdirektorium reichte am 12. Juni 1900 ein Gesuch an das Reichskanzleramt ein, mit dem Druck von Reichsbanknoten zu 20 Mark bis zu 50 Millionen Mark und zu 50 Mark bis zu 100 Millionen Mark vorgehen zu dürfen. [10] Drei Tage später erteilte der Reichskanzler sein Einverständnis. Nicht einmal ein Jahr später konnte vermeldet werden, dass die 50 Millionen Mark in 20-Mark-Reichsbanknoten so gut wie fertiggestellt seien. Die Druckplatten für die Reichsbanknote zu 50 Mark werden zu der Zeit beschafft und man erwartete, die 100 Millionen Mark in 50-Mark-Noten in anderthalb Jahren, also gegen Ende 1902, gedruckt zu haben. [11] Wie schon die Reichsbanknote zu 20 Mark war die Reichsbanknote zu 50 Mark eher einfach gehalten. Beide Noten waren Reservenoten, die im Kriegsfall ausgegeben werden sollten, um Engpässe bei der Geldversorgung  zu vermeiden. Da man hoffte, ja darauf angewiesen war, dass ein Krieg nur von kurzer Dauer sei, erwartete man, dass die Noten nur kurz umliefen und schnell wieder eingezogen werden könnten. Das mag erklären, warum die Noten technisch und künstlerisch nicht auf dem gleichen Niveau waren, wie die Reichskassenscheine, die vorbereitet wurden, oder der 1899 ausgegebene Reichskassenschein zu 50 Mark. Es haftete diesen neuen Reichsbanknoten etwas provisorisches an, was sicherlich auch gewollt war. Eine Ausgabe zu Friedenszeiten war vorerst nicht vorgesehen.   Die Reichsbank will nicht abwarten Mit fortschreitender Industrialisierung ergaben sich weitere schwerwiegende Aspekte für die finanzielle Kriegsbereitschaft, die den Bedarf für die ersten Kriegsmonate steigerten. Um bestehen zu können, müsse die Finanzierung des Handels und der Industrie gewährleistet werden. Besonders die kriegswichtigen Zweige dürften nicht beeinträchtigt werden und man müsste entsprechende Mittel bereithalten. Der zusätzliche Finanzbedarf wurde auf rund 750 Millionen Mark berechnet. Die Maßnahmen, die vorbereitet worden waren, sollten zwar auch diesen Bedarf decken können, doch wurde darauf verwiesen, dass die Goldbestände der Reichsbank im Vergleich zu denen Russlands und Frankreichs gering ausfielen. Gerade bei ungünstigem Kriegsverlauf sei aufgrund der starken Beanspruchung der Reichsbank damit zu rechnen, dass der Goldbestand stark abnähme. Statt das Gold im Umlauf zu belassen, wäre es geschickter, die Goldbestände bei der Reichsbank zu bündeln und so die Reichsbank handlungsfähiger zu machen. Die Ausgabe kleiner Reichsbanknoten wurde als geeignetes Mittel gesehen, den Goldumlauf zu reduzieren. Dadurch, dass diese kleinen Banknoten die Goldmünzen ersetzten, wandere das Geld nicht ins Ausland ab, sondern werde der Reichsbank zufließen. Zusammen mit dem Zwangskurs für die Reichsbanknoten könne man den Goldbestand stärken. [12] Die Reichsbank hatte jedoch Bedenken, dass im Falle eines Krieges die kleinen Reichsbanknoten nicht akzeptiert würden. Sie rechtzeitig in den Verkehr zu bringen, könne das Publikum längerfristig an die kleinen Noten gewöhnen. Vorbehalte gegen die plötzlich auftauchenden neuen Geldscheine wären so zu vermeiden. Außerdem sei bei der Ausgabe erst zur Mobilmachung damit zu rechnen, dass sich diese aus logistischen Gründen verzögere. Bringe man die Geldscheine rechtzeitig, ja schon zu Friedenszeiten in den Verkehr, wäre dieses Problem gelöst. Die zusätzlichen Bestände an Banknoten und Formularen, die für den Bedarf bei der Mobilisierung in den Reichsbankkassen eingelagert werden müssten, würden weniger auffallen und ihren Zweck nicht offenlegen. Das Reichsbankdirektorium wies das Reichsschatzamt 1904 auf ihre Bedenken hin. [13] Aus politischen Gründen wurden die kleinen Reichsbanknoten aber noch nicht ausgegeben. Ein Jahr später entschloss man sich dann doch, einen Gesetzentwurf zur Ausgabe der kleinen Noten im Reichstag einzureichen. In der 186. Sitzung des Reichstags am 19. Mai 1905 fand die erste Beratung zum Entwurf betreffend der Ausgabe von Reichsbanknoten zu 50 und 20 Mark statt. Das Gesetz wurde damit begründet, dass im Geldverkehr dringend Noten kleinerer Stückelung gebraucht würden. Für die kleinen Abschnitte waren nur die Reichskassenscheine verfügbar, die auf  120 Millionen Mark beschränkt waren. Diese Summe wurde 1873/74 festgelegt und nicht mehr angepasst, obwohl die Bevölkerung und die Wirtschaft des Deutschen Reichs stark gewachsen war. Zudem waren zu Beginn etwa 170 Millionen Mark ausgegeben worden, die bis 1890 auf die festgesetzten 120 Millionen reduziert wurden. Betrachten wir den Wert der Reichskassenscheine pro Kopf der deutschen Bevölkerung, so waren es am Anfang 4 Mark, die sich 1890 auf 3 Mark reduzierten, um letztendlich 1904 nur noch 2 Mark auszumachen. [14] Diese Argumentation wurde nicht von jedem Abgeordneten akzeptiert, sodass nach der zweiten Beratung am 23. Mai 1905 das Gesetz in einen Ausschuss gegeben wurde. Da der Reichstag frühzeitig am 30. Mai 1905 geschlossen wurde, kam es nicht mehr dazu, dass über das Gesetz abgestimmt wurde. Stattdessen wurde das Gesetz zur Ausgabe der kleinen Reichsbanknoten Anfang des Jahres 1906 wieder vorgelegt. Auch hier wurden die Gründe für das Gesetz von Abgeordneten in Frage gestellt und angeführt, dass die Reichsbank hauptsächlich ihre Goldvorräte schonen wolle. Der Abgeordnete Hans Graf von Kanitz (Deutschkonservative Partei) bezog sich dabei auf einen Aufsatz des Reichsbankpräsidenten Dr. Richard Eduard Koch im Bankarchiv vom 1. Oktober 1905, in dem dieser zum Schluss sagt, dass man das Gesetz zur Ausgabe von vorbereiteten, fertigen papiernen Wertzeichen, mit anderen Worten von kleinen Reichsbanknoten, die den Goldvorrat der Zentralbank schonen, nicht so weit verschieben dürfe, bis ein kritisches Ereignis einträte, das den Goldvorrat nötig hätte. [15] Wie recht er mit dieser Behauptung hatte! Für mehr Informationen zu diesem Banknotengesetz und den Folgen siehe Literatur in den Literaturverweisen. [16] [17] [18] [19] [20]   Am 17. Februar 1906 wurde das Gesetz angenommen und am 24. Februar 1906 im Reichsanzeiger Nummer 48 des Jahres 1906 veröffentlicht. Ende April wurde damit begonnen, die neuen Reichsbanknoten auszugeben. Da mit diesem Gesetz und den verausgabten Reichsbanknoten die Reichskassenscheine zu 50 und 20 Mark nicht mehr benötigt wurden, wurde ab dem 28. Dezember 1905 daran gearbeitet, stattdessen einen neuen Reichskassenschein zu 10 Mark herzustellen. Dabei wurde auf einen Entwurf von Paul Thumann zurückgriffen, der als Reichskassenschein zu 20 Mark vorbereitet war und mit dem Datum vom 6. Oktober 1906 Ende 1907 in den Umlauf kam. Oliver Herzberg   Anmerkungen: [1] Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, erster Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 429-430 [2]  Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, Anlage zum ersten Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 293-294 [3]  Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, erster Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 433-434 [4]  Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, erster Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 434-435 [5]  Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, Anlage zum ersten Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 295-296 [6]  Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, Anlage zum ersten Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 296-297 [7]  Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, erster Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 435 [8]  Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, Anlage zum ersten Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 298-299 [9]  Hans-Ludwig Grabowski, Die deutschen Banknoten ab 1871, Battenberg Gietl Verlag Regenstauf, 22. Auflage, 2021, S. 29 [10] BArch R43/ 350 Bl. 1 Inhaltsverzeichnis [11]  Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, Anlage zum ersten Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 308-312 [12]  Reichsarchiv, Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Kriegsrüstung und Kriegswirtschaft, Anlage zum ersten Band, Verlag E.S. Mittler und Sohn, Berlin, 1930, S. 326-329 [13]  Ebenda. [14]  Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Ausgabe von Reichsbanknoten zu 50 und 20 Mark, Aktenstück Nr. 797, Anlagen zu den Verhandlungen des Reichstages, Bd. 213. 1903/ 1905, Berlin 1905, S. 4774-4775 [15]  Abgeordneter Hans Graf von Kanitz, Protokoll zur 25. Sitzung am 22. Januar, 1906, Verhandlungen des Reichstages, Bd. 214. 1905/ 1906, Berlin 1906, S. 701-702 (S. 698-725) [16] Willy Ruppel, Das Deutsche Banknotengesetz von 1906, Dissertation Darmstadt 1908 [17]  Reinhold Zilch, Die Reichsbank und die finanzielle Kriegsvorbereitung von 1907 bis 1914, Akademie-Verlag, Berlin 1987 [18]  Reinhold Zilch, Die Geschichte der kleinen Reichsbanknoten zu 20 und 50 Mark, kleine Schriften des Münzkabinetts, Berlin 1979 [19]  Martin Pontzen, wie kam es zur Ausgabe von zwanzig und fünfzig Mark in Reichsbanknoten?, Der Geldscheinsammler, 1996, Heft 4, S. 18-20 [20] Eberhard und Matthias Wühle, Wie die Zwanzig-Mark-Banknote Deutschland rettete, Informationshefte des DGW e.V., 2011, Heft 2, S. 16-21

  • Helmut Kahnt zum 80. Geburtstag

    Im Namen des Battenberg Bayerland Verlags und sicher auch aller Leserinnen und Leser gratulieren wir unserem Chefredakteur Helmut Kahnt ganz herzlich zu seinem 80. Geburtstag. Wir wünschen ihm Gesundheit und weiterhin viel Freude an der Arbeit und am Sammeln sowie Schaffenskraft und Energie! Die deutsche Numismatik kann sich glücklich schätzen, einen so anerkannten Experten wie Sie in ihren Reihen zu wissen, und der Verlag ist stolz darauf, Ihnen nun schon über so lang Zeit eine berufliche Heimat zu sein. Was wären wir ohne Sie? Vita Helmut Kahnt wurde am 8. März 1945, zwei Monate vor Kriegsende, in Leipzig geboren. Er erlernte den Beruf des Buchdruckers und arbeitete in der damaligen Wertpapierdruckerei der DDR (heute wieder Giesecke & Devrient). Nach einem Direktstudium der Polygrafie und einem Fernstudium zum Dipl.-Ing. für Verarbeitungstechnik arbeitete er als Herstellungsleiter im Bibliographischen Institut Leipzig sowie als Redakteur für Technik und Chefredakteur im selben Verlag für Nachschlagewerke und Lexika (neben zahlreichen Büchern zur Technik auch redaktionelle Betreuung des „Lexikon der Heraldik“). 1988 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über und arbeitete als Redakteur für Technik beim Bibliographischen Institut & F. A. Brockhaus AG in Mannheim. Dort arbeitete er u. a. an der Großen Brockhaus-Enzyklopädie in 30 Bänden mit und war für die Themen Numismatik, Heraldik, Ordenskunde und technische Bereiche zuständig. Ab 1989 war er freier Mitarbeiter einer numismatischen Zeitschrift und ab 1991 deren Chefredakteur. Von Februar 1991 bis Februar 1993 war Helmut Kahnt zudem Vorsitzender der Münzenfreunde Mannheim-Ludwigshafen. Seit 1996 nebenberufliche Tätigkeit beim Gietl Verlag für die Zeitschrift „Münzen & Papiergeld“. 1998 beendete er seine Tätigkeit für den Brockhaus-Verlag, kehrte nach Sachsen zurück und ist seitdem als Chefredakteur der Zeitschrift „Münzen & Papiergeld“ (seit 2008 „Münzen & Sammeln“, von 2000 bis 2002 auch der Zeitschrift „MünzenRevue“) sowie als Fachautor tätig. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit Münzen und seiner zahlreichen numismatischen Veröffentlichungen gilt er als einer der profiliertesten Münzexperten Deutschlands. Der Verlag und Helmut Kahnt Heinrich Gietl lud Helmut Kahnt 1995 nach Regenstauf ein, um unser Redaktionsteam zu verstärken und damit einen echten Kenner der Numismatik und der deutschen Münzsammlergemeinde für Redaktions- und Lektoratsarbeiten zu gewinnen. Als Juniorpartner der 1994 neu gegründeten GmbH erinnere ich mich noch gut an diese Begegnung. Vom ersten Moment an war ich von Helmuts schier unermesslichem fachlichen und historischen Wissen begeistert. Obwohl ich selbst Geschichte studiert hatte, lernte ich hier einen Mann kennen, der fast jedes deutsche Adelsgeschlecht und jedes historische Ereignis aus dem Stegreif parat hatte. Für mich war Helmut von der ersten Begegnung an der Mensch gewordene Brockhaus (heute würde man Wikipedia sagen). Seine umfassende Allgemeinbildung und sein scharfer Verstand begeistern mich bis heute. Dazu kommt ein wirklich erfrischender, verschmitzter Humor, der viele Gespräche zu einem angenehmen Erlebnis werden ließ. Die Anzahl der von ihm geschriebenen und redigierten Seiten kann man kaum zählen, aber wir wagen eine Schätzung: Es waren sicher ca. 60.000 Seiten, und würde man diese Blätter aneinanderreihen, dann würde das 20.000 km ergeben. Was für eine gigantische Leistung! Und dabei kann man sich auf Helmut Kahnt immer zu 100 % verlassen, er ist pünktlich, zuverlässig und einsichtig, abgesehen von seinen kritischen Vorworten, bei denen er immer wieder auf seine redaktionelle Unabhängigkeit pocht, die aber auch von vielen Lesern sehr geschätzt werden. Wir hoffen, dass du, lieber Helmut, noch lange deinen Leserinnen und Lesern und auch dem Verlag mit deinem Wissen, deinem Witz und deinem Sachverstand zur Verfügung stehst. Wir sind stolz darauf, dass wir dich als Chefredakteur, Autor und Lektor in unserer Verlags-Mannschaft haben. Zu Deinem runden Geburtstag haben wir Dir eine Medaille gewidmet, mit der wir Dir gratulieren und von ganzem Herzen danken möchten. Josef Roidl Verlagsleiter und Geschäftsführer

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