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  • Die World Money Fair 2025 in Berlin

    Vom 30. Januar bis 1. Februar 2025 fand in Berlin die World Money Fair statt. Einmal im Jahr treffen sich führende Branchenvertreter und Münzprägeanstalten aus verschiedenen Ländern, Grading-Firmen, Auktionshäuser, Zubehörlieferanten, Händler und Sammler von Banknoten und Münzen im Hotel Estrel in Berlin. Der Battenberg Bayerland Verlag war mit einer großen Anzahl von Katalogen und numismatischer Fachliteratur vertreten. Der neue Katalog " Das Geld der Bayern " von Hans-Ludwig Grabowski wurde erstmals auf einer Messe präsentiert. Er fasst alle bayerischen Münzausgaben inkl. der berühmten bayerischen Geschichts- und Preistaler sowie Flussgolddukaten ab 1800 und damit vom Kurfürstentum Kurpfalz-Bayern bis zum Ende des Königreichs 1918 sowie alle überregionalen bayerischen Papiergeldausgaben vom Königreich bis hin zum Freistaat zusammen. Bestellen kann man den Katalog HIER. Die World Money Fair ist die größte Münzenmesse der Welt, die jährlich Ende Januar/Anfang Februar in Berlin stattfindet. Sie ist die wichtigste Leitveranstaltung der internationalen Münzbranche. Händler, Zubehörlieferanten und Auktionshäuser aus aller Welt präsentieren den Sammlern ihr numismatisches Angebot, während staatliche Münzstätten und private Münzprägeanstalten ihre neuen Produkte vorstellen. Ein breites Spektrum von Maschinenhersteller und Zulieferer der Münzindustrie treffen sich im Technologiebereich und zeigen den kompletten Produktionsprozess von Münzen und Medaillen, von der Rohling-Herstellung über die Prägung bis hin zur Verpackung und der dazugehörigen Werkzeugtechnik. Die World Money Fair hat sich seit Januar 1972, als sie erstmals in der Schweiz als "International Coin Fair" stattfand, kontinuierlich weiterentwickelt. Während der dreitägigen Messe, die seit 2006 in Berlin stattfindet, präsentierten sich mehr als 300 Aussteller, darunter Münzprägeanstalten und Nationalbanken aus rund 50 Nationen. Hier einige Impressionen der diesjährigen World Money Fair: Donald Ludwig

  • Die verborgene Welt des ultravioletten Lichts: Jeder trägt sie in der Geldbörse!

    Wie wir alle wissen, gibt es zwei Euro-Banknotenserien. Die zweite Serie, auch "Europa-Serie" genannt, besteht aus sechs Nominalen. Sie begann mit der Ausgabe der neuen 5-Euro-Banknote am 2. Mai 2013 und wurde am 28. Mai 2019 mit der Ausgabe der neuen 100-Euro- und 200-Euro-Banknoten ( hier angekündigt ) vervollständigt: Ultraviolett-Fluoreszenz ist eines der vielen Sicherheitsmerkmale, die in unsere Banknoten integriert sind, die wir täglich verwenden. Ultraviolett-Fluoreszenz (Strahlung) wird in drei Bereiche unterteilt: UV-A: 315-400 nm (Nanometer) UV-B: 280-315 nm UV-C: 100-280 nm Sie kann je nach Expositionsdauer und Wellenlänge mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbunden sein. Als ein weiteres Sicherheitsmerkmal jedoch ist sie gut geeignet und wird meistens, wenn überhaupt, nur für kurze Dauer zur Echtheitsprüfung eingesetzt. Man sollte nie direkt in die Lichtquelle schauen. Die Euro-Banknoten fluoreszieren unter normalem ultraviolettem Licht: UV-A (365 nm). Das Papier selbst leuchtet nicht, bleibt also dunkel. Kleine, in das Papier eingearbeitete Fasern werden sichtbar. Jede Faser weist drei verschiedene Farben auf. Die Sterne der Flagge der Europäischen Union, die kleinen Kreise und die großen Sterne leuchten gelb. Einige andere Stellen fluoreszieren ebenfalls gelb. Auf der Rückseite leuchten ein Viertel eines Kreises in der Banknotenmitte sowie mehrere andere Stellen grün. Die horizontal verlaufende Kontrollnummer sowie der Glanzstreifen fluoreszieren rot. Die Ultraviolett-Fluoreszenz ist ähnlich, jedoch anders auf jedem Nennwert. Besonders auffällig ist die 200-Euro-Banknote, die weit mehr auf der Vorderseite fluoresziert als die anderen Nennwerte. 5 Euro unter UV-Licht: Vorder- und Rückseite. 10 Euro unter UV-Licht: Vorder- und Rückseite. 20 Euro unter UV-Licht: Vorder- und Rückseite. 50 Euro unter UV-Licht: Vorder- und Rückseite. 100 Euro unter UV-Licht: Vorder- und Rückseite. 200 Euro unter UV-Licht: Vorder- und Rückseite. Unter UV-C Licht werden weitere Merkmale sichtbar. Abbildungen davon und weitere Sicherheitsmerkmale unserer Euro-Scheine finden Sie hier . Donald Ludwig

  • Tansania: Neue Banknoten werden im Februar 2025 in Umlauf gebracht

    Am 22. Januar 2025 kündigte der Gouverneur der Bank of Tanzania (BoT), Emmanuel Tutuba, an, dass ab dem 1. Februar 2025 neue tansanische Banknoten der Serie 2010 in Umlauf gebracht werden, die die Unterschrift des Finanzministers Dr. Mwigulu Nchemba und seine eigene tragen. Der Gouverneur gab diese Erklärung ab, als er Dr. Nchemba in den Büros des Finanzministeriums in Dar es Salaam die neuen Banknoten in den Stückelungen 1000, 2000, 5000 und 10.000 Schilling überreichte. Finanzminister Dr. Mwigulu Nchemba (links) und der Gouverneur der Bank of Tanzania Emmanuel Tutuba (rechts), zeigen die neuen tansanischen Banknoten. Der Gouverneur erläuterte, dass diese Banknoten neben den derzeit im Umlauf befindlichen Banknoten verwendet werden, die 2010 ausgegeben wurden und dasselbe Erscheinungsbild aufweisen, einschließlich Sicherheitsmerkmalen, Größe, Farbe und anderen Elementen, mit Ausnahme der aktualisierten Unterschriften. Die 10.000-Shilingi-Banknote (2020), die jetzt neue Unterschriften bekam (Vorderseite). Die 10.000-Shilingi-Banknote (2020), die jetzt neue Unterschriften bekam (Rückseite). "Die Unterschrift des ehemaligen Finanzministers und heutigen Vizepräsidenten der Vereinigten Republik Tansania, Dr. Philip Isdor Mpango, wurde durch Ihre Unterschrift ersetzt, und die Unterschrift des pensionierten Gouverneurs der Bank von Tansania, Prof. Florens Luoga, wurde durch die Unterschrift des derzeitigen Gouverneurs, Emmanuel Tutuba, ersetzt", fügte er hinzu. Zu den laufenden Währungsreformen gehört auch der Einzug der von 1985 bis 2003 ausgegebenen Schilling-Banknoten sowie der 50-Schilling-Banknote von 2010. Der Einziehungsbefehl betrifft die zwischen 1985 und 2003 ausgegebenen 20-, 200-, 500-, 1000-, 2000-, 5000- und 10.000-Schilling-Scheine. Der Umtausch der zurückgerufenen Banknoten begann am 6. Januar 2025 und soll am 5. April 2025 enden. Donald Ludwig

  • Malediven: Neue 100-Rufiyaa-Banknote offiziell ausgegeben

    Der Nachdruck der 100-Rufiyaa-Banknote mit dem neuen maledivischen Rufiyaa-Währungssymbol wurde am 19. Januar 2025 von der maledivischen Währungsbehörde in Umlauf gebracht. Das Design ist im Wesentlichen identisch mit den 100-Rufiyaa-Scheinen vom 05. Oktober 2015 und 10. März 2018. Die Vorderseite zeigt eine Frau in einem traditionellen Kleid (Libaas), die am Halsausschnitt eines ähnlichen Kleides arbeitet (Hiru), im Hintergrund eine Gruppe von Einheimischen in traditioneller Kleidung. Die Rückseite zeigt im Hochformat, eine frühe Dhivehi-Schrift (Dambidu Lomafanu). Das Thema dieser Banknote ist "Nation und unsere Muttersprache". Die neue Note ist auf den 7. Juli 2024 datiert. Das neue Rufiyaa-Währungssymbol wurde sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite angebracht, und der Nennwert (100) wurde verschoben, damit das neue Symbol vorangestellt werden konnte. Die neuen Scheine sind vom derzeitigen Gouverneur der MMA, Ali Hashim, unterzeichnet. Die neuen Polymerbanknoten wurden, wie alle maledivischen Polymernoten, von De La Rue gedruckt, das ab dieser Ausgabe Bricks mit gemischten Präfixen und gemischten Kontrollnummern ausliefert, so dass keine Austauschnoten (Replacement Notes) mehr benötigt werden. Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Libyen hat neue Banknoten ausgegeben

    Am 20. Januar 2025 kündigte die libysche Zentralbank (Central Bank of Libya - CBL) an, ab dem 27. Januar neue Banknoten im Wert von 5, 10 und 20 libyschen Dinar auszugeben, um die Liquidität zu erhöhen und die Qualität des Bargeldumlaufs im Land zu verbessern. Das Land setzt damit seine Umstellung von Banknoten aus Baumwolle auf Polymer-Kunststoff fort. Nach Angaben der CBL zeichnen sich die neu eingeführten Banknoten durch fortschrittliche Sicherheitsmaßnahmen und ein modernes Design aus, um Fälschungen zu verhindern und eine einfache Handhabung zu gewährleisten. Die Bank betonte, dass deren Einführung im Einklang mit ihrer Strategie steht, die nationale Währung zu stärken und reibungslosere Finanztransaktionen in ganz Libyen zu ermöglichen. Die 5-Dinars-Banknote ist nach wie vor aus Polymer (gedruckt auf dem Polymersubstrat SAFEGUARD® von De La Rue) und hat bis auf eine neue Unterschrift ein unverändertes Design, die 10-Dinars-Banknote ist nach wie vor aus Papier in unveränderter Gestaltung (ebenfalls von De La Rue gedruckt), aber die 20-Dinars-Banknote hat ein neues Design und wurde auf dem SAFEGUARD®-Polymersubstrat von De La Rue gedruckt. Sie ist mit einer Hologramm-Fensterfolie versehen und außerdem mit SPARK Live® (hergestellt von SICPA) ausgestattet. Alle neuen Banknoten tragen die Unterschrift von Naji Mohamed Issa Belqasem, dem neuen Gouverneur der Zentralbank von Libyen, der Ende September 2024 ernannt wurde. De La Rue hat bereits zwei libysche Banknoten auf seinem Polymersubstrat SAFEGUARD® herausgegeben: die 1-Dinar- und die 5-Dinars-Noten, die mit den De La Rue-Sicherheitsmerkmalen MASK™ und GEMINI™ ausgestattet sind. Die 5-Dinars-Banknote enthält ARGENTUM-Silberdruckfarbe, die das SAFEGUARD®-Fenster noch komplexer und sicherer macht und als kleine, stark reflektierende Formen im umgebenden Rahmen sichtbar ist. Die Zentralbank hat der Öffentlichkeit versichert, dass die derzeitigen Banknoten neben den neuen Noten im Umlauf bleiben werden, so dass ein schrittweiser Übergang möglich ist. Bürger und Unternehmen werden aufgefordert, die Bankkanäle zu nutzen, um Zugang zur neuen Währung zu erhalten, sobald diese in den kommenden Wochen verfügbar ist. Im August 2023 kehrte die libysche Zentralbank als einheitliche souveräne Institution zurück, nachdem zuvor zwei Zentralbanken im Land tätig waren. Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Eine Entdeckung in der Staatlichen Münzsammlung München

    Ein einzigartiger Muster-Abdruck der ersten bayerischen Banknote von 1836 Die Arbeit an meinem neuesten Buch " Das Geld der Bayern  – Münzen, Banknoten, Staatspapiergeld und überregionales Notgeld für Bayern 1800 bis 1925", das ab Januar 2025 verfügbar ist, führte mich 2024 insgesamt fünf Mal in die Räume der Staatlichen Münzsammlung München in der ehemaligen Residenz der bayerischen Könige. Vier Termine waren allein den bayerischen Münzen vorbehalten und der fünfte dem Papiergeld. Gab es schon bei den Münzen zahlreiche Raritäten zu sichten, wofür nicht nur der Tresorraum, sondern auch Ausstellungsvitrinen geöffnet wurden, so fand sich mit einem Muster-Abdruck der ersten Note der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank über 10 Gulden vom 1. Juni 1836 ein wahrer Schatz, bei dem es sich gleichzeitig um ein Unikum handeln dürfte. Muster-Abdruck einer 10-Gulden-Note der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank von 1836 auf Karton mit Anmerkungen der Bank. Staatliche Münzsammlung München, Abb. Autor. Das Besondere daran ist nicht nur, dass es sich um einen auf Karton aufgezogenen Musterschein ohne Serie und Kontrollnummer mit durchgestrichenen Unterschriften aus dem 19. Jahrhundert handelt, sondern dass im Text dazu auch alle genannt werden, die am Entwurf und an der Herstellung der ersten bayerischen Banknote beteiligt waren. Da den meisten Lesern die alte Kurrentschrift aus dieser Zeit Schwierigkeiten bereiten dürfte, habe ich eine Transkription erstellt: Abdruck einer Zehn Gulden Note Erster Emission. Nach einer Zeichnung des königl. Geheimraths Leo von Klenze unter Leitung des damaligen Bank Administrators Joseph Ritter von Maffei angefertigt. – Das Wasserzeichen des Papiers vom Silber Arbeiter und Graveur Wimmer gefertigt. Die Ornamentik von Heinr. Meuer und Fr. Autenrieth, die Schriftzeile, incl. des Schriftstempels im Wasserzeichen von Peter Haseney, der Trockenstempel vom Graveur Kupfer geschnitten. Mechanische Einrichtung der Druckform nach Angabe von Haseney durch Ertel gefertigt. # (In Cours geblieben vom Jahre 1836 (November) bis 1843 (Mai) u. inzwischen einer Nachahmung unterworfen.) Stempel der BAYER. HYPOTHEKEN-U. WECHSEL-BANK. Entwurfszeichnungen von Leo von Klenze. Dass Leo von Klenze (1784–1864) die figürlichen Darstellungen schuf, war bekannt, auch die Mitwirkung von Peter Haseney (1812–1869), der später auch Schöpfer der ersten deutschen Briefmarke, des bayerischen " Schwarzen Einser ", war. Hier werden aber alle Beteiligten genannt, was dieses historische Dokument auszeichnet. Ausgehend von der Erwähnung einer "Nachahmung" – gemeint ist die neue Auflage des 10-Gulden-Scheins vom 1. Mai 1841 – sollte das Dokument Anfang der 1840er Jahre dem damaligen "Königlichen Conservatorium des Münzkabinets" überlassen worden sein. Neben diesem Abdruck findet sich in der Sammlung auch eine Originalnote und eine handgezeichnete zeitgenössische Fälschung. Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, 10 Gulden vom 1. Juni 1836, Vorder- und Rückseite (unbedruckt). Unterschriften Freiherr Simon von Eichthal, Graf Philipp von Lerchenfeld und Joseph von Maffei. Staatliche Münzsammlung München, Abb. Autor. Handgezeichnete zeitgenössische Fälschung zu 10 Gulden der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank vom 1. Juni 1836 auf Karton, Vorderseite. Staatliche Münzsammlung München, Abb. Autor. Herzlichen Dank an Herrn Dr. Martin Hirsch und Herrn Dr. David Weidgenannt von der Staatlichen Münzsammlung München. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Literaturempfehlung Hans-Ludwig Grabowski: Das Geld der Bayern  – Münzen, Banknoten, Staatspapiergeld und überregionales Notgeld für Bayern 1800 bis 1925 Verlag:   Battenberg Verlag Auflage : 1. Auflage 2025 ISBN:  978-3-86646-256-4 Format:  17 x 24 cm Abbildungen:  durchgehend farbige Abbildungen Cover-Typ:  Hardcover Seitenanzahl:  248 Preis:  24,90 EUR Mehr lesen Zum Shop

  • World Money Fair 2025

    Treffen Sie uns vom 30. Januar bis 1. Februar 2025 am Stand des Battenberg Bayerland Verlags direkt beim Haupteingang der World Money Fair rechts! Wir freuen uns auf Ihren Besuch …

  • Grabowski: Das Geld der Bayern

    NEUERSCHEINUNG im Januar 2025 – Ab sofort verfügbar! Mit dem Buch „Das Geld der Bayern“ werden alle bayerischen Münzausgaben sowie alle überregionalen bayerischen Papiergeldausgaben vom Königreich bis hin zum Freistaat zusammengefasst. Dabei konnten zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen werden, die helfen, den Wissensstand über die moderne bayerische Numismatik zu erweitern. Mit einer Einleitung von Dr. Richard Loibl vom Haus der Bayerischen Geschichte. Hans-Ludwig Grabowski: Das Geld der Bayern – Münzen, Banknoten, Staatspapiergeld und überregionales Notgeld für Bayern 1800 bis 1925 Verlag: Battenberg Verlag Auflage : 1. Auflage 2025 ISBN: 978-3-86646-256-4 Format: 17 x 24 cm Abbildungen: durchgehend farbige Abbildungen Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 248 Preis:  24,90 EUR Mit dem Buch wurde eine zunächst vage Idee in die Tat umgesetzt. Von Kurfürst Maximilian IV. Joseph, der 1806 als erster bayerischer König den Thron bestieg, über dessen Thronfolger bis zum letzten König Bayerns Ludwig III. sind alle bayerischen Umlaufmünzen, Flussgolddukaten sowie Geschichts- und Preistaler aufgeführt, farbig abgebildet sowie ausführlich beschrieben und bewertet, einschließlich der Varianten, Proben, Muster und Abschläge. Eine besondere Rolle spielen die seit König Ludwig I. auf bedeutende Personen, neu errichtete Denkmale und Bauwerke sowie auf historische Anlässe ausgegebenen sogenannten Geschichtstaler, mit denen in Bayern quasi die ersten deutschen Gedenkmünzen geschaffen wurden. Der König selbst war ein leidenschaftlicher Numismatiker und nahm großen Einfluss auf die Themenwahl, Gestaltung und die Umschriften dieser Münzen. Über das Studium der aktuellen Bestände der Staatlichen Münzsammlung München, aus denen auch fast alle Abbildungen neu erstellt wurden, sowie der historischen und modernen Fachliteratur und Quellen des Fachhandels wurde der Münzteil bearbeitet. Auch die privaten Entwürfe des Münchner Medailleurs Karl Xaver Goetz zum Regierungsantritt Ludwigs III. 1913 werden in bisher nicht gekannter Ausführlichkeit mit Varianten dokumentiert. Als Grundlage für die Katalogisierung der Münzen diente der „Große deutsche Münzkatalog“ (AKS), zu dem Ergänzungen und Korrekturen erforderlich waren. Als Konkordanz werden ­die Katalog­nummern des AKS sowie die Wittelsbach-Nummern aus der Zusammenstellung des Königlichen Konservatoriums des Münz­kabinetts von 1901 und ab 1871 zu Jaeger angegeben. Im anschließenden zweiten Teil des Buches werden alle überregionalen Papiergeldausgaben in Bayern aufgeführt, beschrieben, farbig abgebildet und bewertet. Den Anfang machen die ersten bayerischen Banknoten der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank ab 1836. Es folgen weitere wichtige Papiergeldausgaben wie die der Bayerischen Notenbank aus der Zeit des König­reichs und des Freistaats Bayern, aber auch landesweite Notausgaben als Staatspapiergeld wie die der Bayerischen Staatsbank aus der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg. Abgerundet wird der Katalog des bayerischen Papiergeldes durch die Ausgaben der Regierungsbezirke Schwaben und Pfalz sowie der Zweigstelle Bayern des Reichsverkehrsministeriums, der Abteilung München des Reichspostministeriums und der Generaldirektion der bayerischen Berg-, Hütten- und Salzwerke. Das Papiergeld des 19. Jahrhunderts spielte eine bedeutende Rolle für die Industrielle Revolution und den damit verbundenen Eisenbahnbau, welche allein mit Münzgeld nicht hätten realisiert werden können. Mit dem Buch „Das Geld der Bayern“ liegt erstmals ein Standard- und Zitierwerk der modernen bayerischen Numismatik und Notaphilie von 1800 bis zum Ende der seit der Reichseinigung 1871 nur noch bedingt eigenständigen bayerischen Geldgeschichte 1925 (im Umlauf bis 1935) vor. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Hier geht es direkt zum Shop   Erscheinungstermin: ab 15. Januar 2025, Bestellungen sind ab sofort möglich.

  • Burundi: Eine 10.000-Francs-Banknote im Großformat!

    Im Februar 2025 wird die Banque de la République du Burundi (BRB) eine neue 10.000-Francs-Banknote zum 50-jährigen Bestehen des "Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora" (CITES) (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen), auch bekannt als Washingtoner Artenschutzabkommen, herausgeben. CITES ist ein multilateraler Vertrag, der gefährdete Pflanzen und Tiere vor den Bedrohungen des internationalen Handels schützt. CITES ist am 1. Juli 1975 in Kraft getreten und ist eines der größten und ältesten Abkommen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Pflanzen und Tieren, die es gibt. Die Banknote wird bei der Mietens & Partner GmbH auf der World Money Fair in Berlin vom 30. Januar bis 1. Februar 2025 präsentiert und zur Ansicht ausgestellt. Die großformatige Banknote misst 400 x 288 mm und übertrifft damit die Größe der 2018 ausgegebenen malaysischen 600-Ringgit-Note, die 370 x 220 mm misst. Es werden 1000 Banknoten und eine kleine Anzahl von Musterscheinen ausgegeben. Das Design der Banknote betont sowohl den internationalen Naturschutz als auch das Land Burundi. Im Einklang mit dem ungewöhnlichen Format der Banknote ist das Hauptmotiv auf der Vorderseite der afrikanischen Megafauna gewidmet. Abgebildet sind ein Löwe, eine Giraffe, ein Kaffernbüffel, ein afrikanischer Leopard, ein afrikanischer Elefant und ein Spitzmaulnashorn, auf dem ein Madenhacker thront. Zu den abgebildeten Tieren gehören nicht nur die größten Landsäugetiere der Welt, sondern auch einige Arten, die durch das CITES geschützt sind. Die Rückseite ist Burundi gewidmet und zeigt den Präsidentenpalast in Bujumbura, die Nationalflagge, das Staatswappen, eine Karte des Landes mit der Nilquelle sowie Tänzer und Trommler. Die Banknote wurde nach den neuesten Standards hergestellt und ist mit modernsten Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, wie holografischer Folie, Blattgold, haptischen Elementen, Mikrolinien und einem innovativen UV-Design. Sie besteht aus hochwertigem Baumwoll-Banknotenpapier mit einem Wasserzeichen in Form einer Weltkugel und zwei Sicherheitsfäden. Die beiden transparenten Sicherheitsfäden, die während des Herstellungsprozesses eingebettet wurden, haben drei UV-Farben mit Regenbogeneffekt (Rot, Gelb und Blau) und guillochierte Mikrolinien. Das Sicherheitspapier wurde in einem komplexen Verfahren bedruckt, das aus verschiedenen Schritten besteht: Offset-, Tiefdruck und Digitaldruck. Dank des Stichtiefdrucks kann man die Tiere auf der Vorderseite der Banknote als erhabene Motive erfühlen. Die drei Sterne der Nationalflagge sind als goldene Hologramme auf der Vorderseite (oben rechts) abgebildet und ändern ihre Farbe, wenn die Banknote gekippt wird. Die zwölf Dreiecke, die in einem Linienmuster auf der linken und rechten Seite der Rückseite abgebildet sind, wurden mit Gold beschichtet. Unter UV-Licht werden viele zusätzliche Motive auf beiden Seiten der Banknote sichtbar. Auf der Vorderseite ist zum Beispiel der Burundi-Langfingerfrosch abgebildet. Diese seltene Art, die nur im westlichen Teil des Ostafrikanischen Grabens vorkommt, galt seit ihrer Entdeckung im Jahr 1949 als ausgestorben. Neuere Sichtungen wurden erst 2011 gemeldet. Seinen Namen verdankt der Frosch dem ungewöhnlich langen dritten Finger der männlichen Tiere. Die Rückseite der Banknote zeigt einen Löwen, das Nationaltier Burundis, und die Nationalflagge in ihren ursprünglichen Farben, wenn man sie unter UV-Licht betrachtet. Bei dieser Gedenkbanknote handelt es sich um eine nicht zirkulierende Banknote, die aber trotzdem als gesetzliches Zahlungsmittel gilt. Weitere Informationen zu dieser Banknote finden Sie HIER . Donald Ludwig

  • Ein Startup-Unternehmen aus dem späten Mittelalter veränderte die Welt

    Der Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799) zugewiesene Spruch „Mehr als das Blei in den Kugeln hat das Blei in den Setzkästen die Welt verändert“  deutet auf die Erfindung des Buchdrucks hin. Dieses Lichtenberg-Zitat bezog sich vor allem auf die Verbreitung von Nachrichten und die spätere Epoche der Aufklärung. Unbestritten war die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gensfleisch zum Gutenberg, Sohn des Mainzer Patrizier Friedrich Gensfleisch, eine revolutionäre und grundlegende. Immerhin kürte 1997 das Magazin „Time“ den Buchdruck zur bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausends und 1999 benannte das US-amerikanische TV-Unternehmen A+E Television Networks den heute nur noch als Johannes Gutenberg bekannten als „Mann des Jahrtausends“. In seiner Chronik von 1474 schrieb der Kölner Mönch Werner Rolevinck schon: „Die sinnreiche Kunst des Bücherdruckens ward in Mainz erfunden: sie ist die Kunst der Künste, die Wissenschaft der Wissenschaften, durch deren geschwinde Wirksamkeit ein trefflicher Schatz an Wissen und Weisheit aus dem Dunkel gehoben wurde, die Welt zu bereichern und zu erhellen.“  Die Herstellung einzelner Metallbuchstaben, die zu Worten, Sätzen und ganzen Seiten aneinandergefügt werden konnten war revolutionierend. Die Druckletter konnten nach dem Druck wieder in die Setzkästen zurückgelegt und wiederverwendet werden. Auch die Zusammensetzung des Metalls aus Blei, Zinn und Antimon war von großer Wichtigkeit. Zuvor nutzte man eigens gefertigte stempelähnliche Druckplatten für Vervielfältigungen. Auch die Entwicklung einer Druckpresse geht auf Gutenberg zurück – Vorbild waren die damaligen Weinpressen. Gutenbergs Leistung machte eine fortschrittliche gesellschaftliche Entwicklung erst möglich. Anfangs waren theologische Schriften die Hauptarbeiten und förderten später auch die bürgerliche Bildung. Durch die Verbreitung der Schriften und ihren Weltanschauungen von Martin Luther, Thomas Müntzer, Ulrich von Hutten und anderer Reformatoren waren die Bauernaufstände 1524 bis 1526 erst möglich, Schon 1502 erschienen als „newe zeytung“ die ersten gedruckten Nachrichtenblätter. Das Geburtsdatum von Johannes Gutenberg ist nicht bekannt. Auch eine zeitgenössische Abbildung als Gemälde oder Zeichnung existiert nicht – erst 116 Jahre nach dem Tod Gutenbergs fertigte der Franzose A. Thévet einen Stich an. Lediglich sein Todesdatum kennt man: 3. Februar 1468 (in einem Vermerk auf der letzten Seite eines Druckes von Peter Schöffer stand „... uff sant Blasius tag starp der ersammenster Henne Genßfleiß ...“   [1] Abb. 1: erste bildliche Darstellung Gutenbergs – Zeichnung von André Thévet, in der Reihe „Wahre Porträts“, 1584 veröffentlicht (IEAN GVTTEMBERG, Inventeur dʼImprimerie chapitre 97); alle späteren Porträts Gutenbergs gehen auf die Arbeit von Thévet zurück und sind ebenso erdacht. Und seit über 350 Jahren nutzt man für die Geldscheinherstellung den Buchdruck – im Englischen „letter press“ genannt; im Russischen steht „Высокая печать“ für die andere Bezeichnung = Hochdruck. Deutsche Banknoten mit einem Bildnis Gutenbergs findet man nicht, weder aus der Bundesrepublik noch aus der DDR – nur Notgeldscheine aus Gutenbergs Geburtsstadt Mainz würdigen den großen Deutschen: z. B. 10 und 50 Pfennig 1921 oder 5 Milliarden Mark von 1923, die Gutenbergs Wappen, das Gutenberg-Denkmal am Gutenbergplatz oder ein erdachtes Porträt zeigen. Abb. 2: 10 Pfennig, 1. April 1921, Vs., Notgeldschein der Stadt Mainz, mit dem Aufdruck „Johannes Genßfleisch – genannt Gutenberg“ als Umschrift um das Wappen und dem Text „Wappen des Erfinders der Buchdruckkunst“ links davon. Abb. 3: 50 Pfennig, 1. April 1921, Rs., Notgeldschein der Stadt Mainz, rechts Gutenberg-Denkmal mit der Inschrift „Johannes Gensfleisch zum Gutenberg, dem Mainzer Patrizier, haben seine Mitbürger aus Beiträgen ganz Europas dieses Denkmal 1837 errichtet.“, das Denkmal wurde von Bertel Thorvaldsen geschaffen. Abb. 4: 5 Mrd. Mark, 8. Oktober 1923, Vs. Notgeldschein der Stadt Mainz mit einem fiktiven Porträt Gutenbergs und dem angenommenen Jahr seiner Erfindung: 1450. Auch sind wenige ausländische Banknoten bekannt, die auf das Druckerhandwerk, ihren Erfinder und dessen Unterstützer sowie Geräte und Maschinen hinweisen. Abbildungen einer Gutenberg'schen Spindelpresse für den Buchdruck gibt es nicht; die erste Darstellung gibt es erst seit dem Jahr 1507; Albrecht Dürer zeichnete 1511 eine Handhebelpresse. Abb. 5: 20 Dollars 18__ (ca. 1850), Vs., sog. Reminder der Commonwealth Bank Philadelphia/PA, mit der Abbildung der ersten Mainzer Drucker „Faust“ (= Geldgeber Johann Fust), „Guttenberg“ (= Erfinder Johannes Gutenberg) und „Schoeffer“ (= Verleger Peter Schöffer). Abb. 6a/b: 50 Krónur, 29. März 1961 (erst 1981 in Island ausgegeben), Rs., Buchdrucker („Jünger Gutenbergs“ beim Einfärben des Drucksatzes an einer Kniehebelpresse). Abb. 7a/b: 50 Leva, 1992, bulgarische Banknote mit der Abbildung einer älteren Tiegeldruckmaschine auf der Rückseite. Interessant sind jedoch die wirtschaftlichen Verhältnisse Gutenbergs. Wie sooft bei Neugründungen fehlte auch Gutenberg das nötige Geld für Erweiterungen seines Unternehmens. Die ersten Druckaufträge für die Herstellung seiner Bibeln verbrauchten seine kompletten Geldmittel: nicht nur die Löhne für etwa 20 Mitarbeiter, auch Materialkosten für Papier und Pergament sowie die Herstellung der Buchstaben und Verbesserung der Druckerpressen überstiegen seine finanziellen Möglichkeiten. Er fand im Mainzer Advokaten Johannes Fust einen solventen Geldgeber. Ein erstes Darlehen in Höhe von 800 Gulden vergab Fust nach dem Vertrag vom 22. August 1450 mit einem Zins von 6 Prozent; ein zweiter Kredit folgte im Jahr 1452 über ebenfalls 800 Gulden. Da Gutenberg die geforderte Rückzahlung samt Zinsen nicht leisten konnte, verklagte ihn Fust im Herbst 1455 zur Pfändung der Schulden. Nach dem Rechtsstreit musste Gutenberg aufgeben, Fust übernahm die Druckerei im Mainzer „Hof zum Humbrecht“ und holte später seinen Schwiegersohn Peter Schöffer ins Unternehmen. Schöffer wurde nach dem Tod von Fust alleiniger Eigentümer der Druckerei. Das Druckwesen nahm in den folgenden Jahren europaweit [2] seinen Siegeslauf. Später in Übersee: es entstanden 1539 in Mexiko-Stadt, 1556 im portugiesisch/indischen Goa, 1584 im südamerikanischen Lima, 1591 im japanischen Nagasaki, 1638 in Cambridge/Massachusetts und 1795 im australischen Sydney Buchdruckereien Mainzer Art. Die technische Entwicklung brachte viele Neuerungen und neue Druckverfahren hervor: Alois Senefelder (1771–1834) erfand die Lithografie, die später den Offsetdruck ermöglichte; gleichzeitig entwickelte sich der Tiefdruck. Alle diese Druckverfahren fanden in der Herstellung von Papiergeld ihre Anwendung. Das Verfahren des heute üblichen Stahlstichdrucks nutzte schon 1820 der amerikanische Goldschmied Jacob Perkins erstmals zum Druck von Banknoten. Abb. 8: 0 Yen o. D. (1963), Rs., als „The Great Japanese Zero Yen Note“ vom avantgardistischen Künstler Genpei (Katsuhiko) Akasegawa mit Druckerpresse, Setzkasten, Winkelhaken und Farbwalze gestaltet – Gutenberg, Fust und Schöffer als Medaillon; trotz der Übergröße von nachempfundenen 1000-Yen-Noten in einer Ausstellung wurde er wegen Banknotenfälschung angeklagt. 9a/b: Werbeschein der VEB Wertpapierdruckerei der DDR (vormals Giesecke & Devrient in Leipzig) ohne Wertangabe mit einem Porträt von Alois Senefelder auf der Vorderseite und einer modernen Planeta-Druckmaschine auf der Rückseite. Abb. 10a/b Werbescheine des Volkseigenen Betriebs Deutsche Wertpapierdruckerei Leipzig mit Porträt von Johannes Gutenberg, ohne Datum (vor 1968), ohne Wertangabe, Druck einseitig (Farbvarianten). Abb. 11: 1 Pass, (o. D.), Vs. Testnote der Wertpapierdruckerei De La Rue Giori S. A. Lausanne mit dem Porträt Gutenbergs, dem Stich von A. Thévet nachempfunden – außerdem wurde ein Schriftsatz und eines der Buchdruckerzeichen abgebildet – die Rückseite zeigt eine Werkstattszene mit Gutenberg und seinen Druckern (ähnliche Varianten bekannt). Abb. 12: Ausschnitt Wasserzeichen eines Werbescheins der Louisenthal Papierfarbrik GmbH (LongLife Paper von 2001) mit dem Porträt Gutenbergs im Schaurand. Abb. 13: Testnote "varifeye" der Louisenthal Papierfarbrik GmbH von 2005 mit dem Porträt Gutenbergs, Vs.; Rs.: Ausschnitt Gutenberg-Denkmal und Einzelletter (Variante mit „Specimen“ bekannt). Abb. 14: 0 MEMO-EURO von Mainz, 2018 der Firma Euroscope mit der ältesten Darstellung Gutenbergs auf der Vorderseite. Abb. 15: Martin-Niemöller-Schule, Gymnasium Wiesbaden, Mai 2023: „Zahlreiche Schüler und Schülerinnen der 6. und 7. Klassen haben für den diesjährigen Schülerwettbewerb des Gutenberg-Museums in Mainz fantasievolle Gutenberg-Banknoten entworfen. Nach einer intensiven Beschäftigung mit Banknoten-Designs aus aller Welt wurde gedruckt, geklebt, gezeichnet und gemalt, um jeweils eine ganz individuelle Banknote zu gestalten.“ Abb. 16: Tiegeldruckmaschine mit Handanlage, Ende Juli 1944 wurden hier in der slowenischen Partisanendruckerei „Triglav“ am Goteníški Snežnik 10-Lire-Scheine nach dem Entwurf von Branko Simčič gedruckt [3] Der Buchdruck hat heute weltweit völlig an Bedeutung verloren; technische Verfahren haben ihn über die Jahrhunderte überholt und nur noch sehr wenige Handwerksbetriebe sind beim Bundesverband Druck und Medien bekannt. Meist handelt es sich bei ihnen um museale Schauwerkstätten. So verstummten die seit 1740 üblichen Grußworte der Drucker und Schriftsetzer „Gott grüß die Kunst“ seit den 1960er Jahren mehr und mehr. Abb. 17: Druckergruß am Erker über dem Eingang der ehemaligen Druckerei Josef Matthäus Boegl, Oberer Markt 8, in Neumarkt/Oberpfalz; dort wurde ab 1911 das "Neumarkter Tagblatt" gedruckt. Johannes Gutenberg gewidmete deutsche und internationale Münzen, Medaillen und Briefmarken gibt es mannigfach und Denkmale stehen außer in Mainz auch in Frankfurt a. M., Eltville und Straßburg. Michael H. Schöne Anmerkungen: [1] Bodo Kühn: „Meister Gutenberg“, Berlin 1966 [2] https://en.wikipedia.org/wiki/Global_spread_of_the_printing_press [3] Peter Kos: „Slovenska partizanska plačilna sredstva“, Ljubljana 1977, S. 25 https://de.wikipedia.org https://niemoellerschule.net Abbildungen: Abb. 2, 6a/b, 7a/b, 9a/b, 10a/b: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte

  • Neue Weltbanknoten-Varianten: Januar 2025, Teil 2

    Belize, Kenia, Moldawien, Paraguay, Syrien BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Belize 50 Dollars vom 01.05.2021 BNB B328g: wie BNB B328f (SCWPM 70), aber mit neuen Unterschriften (Grant/Waight/Montalvo) und neuem Datum (1st MAY 2021). Kenia 100 Shillings von 2024 BNB B145b: wie BNB B145a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Thugge/Kiptoo), neuem Jahr, neuem Sicherheitsstreifen und neuer Druckerei (G+D, ohne Impressum). 200 Shillings von 2024 BNB B146b: wie BNB B146a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Thugge/Kiptoo), neuem Jahr, neuem Sicherheitsstreifen und neuer Druckerei (G+D, ohne Impressum). Moldawien 100 Lei, neue Auflage BNB B121c: wie BNB B121b (SCWPM 25), aber mit neuer Unterschrift (Dragu). Paraguay 20.000 Guaraníes von 2024 BNB B862d: wie BNB B862c (SCWPM 238), aber mit neuen Unterschriften (Insfrán/Carvallo) und neuem Jahr. Syrien 5000 Pounds von 2024 BNB B634d: wie BNB B634c (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr (2024). Donald Ludwig ( polymernotes.org ) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book )

  • Leserpost: Unbekannte Pappmünze aus Mainz?

    Sehr geehrter Herr Besler (Grabowski), zu der im Anhang abgebildeten dünnen Pappmünze vom Kaufhaus Leonhard Tietz in Mainz, "Gut für 1 Pf.", konnte ich in meinen Unterlagen, sowohl Münz- wie Papiergeld-Katalogen, und im Internet nichts finden. Es sind von Tietz Metallmünzen und Briefmarkengelder aus anderen Städten bekannt, aber nicht aus Mainz.  Die stark gebrauchte Münze ist Olivgrau mit Durchmesser 30 mm. Sie ist bedruckt mit "Gut für 1 Pfg. Leonh. Tietz, Akt. Ges.  Mainz." und wurde mit Perforation (L.T.M.) entweder gültig oder ungültig gemacht. Meine Frage: Ist Ihnen dieser Wert oder andere Werte in Pappe bekannt?  Viele Grüße R. Schwalier Antwort der Redaktion Bei Ihrer „Pappmünze" handelt es sich um eine Notausgabe aus dem Jahr 1915, die den privaten Kleingeldscheinen zuzuordnen ist. Der Gründer und Namensgeber der Leonhard Tietz Aktien-Gesellschaft (1849–1914) war ein deutscher Kaufmann und Warenhaus-Unternehmer jüdischer Herkunft, der aus der preußischen Provinz Posen stammte und 1879 sein erstes Textilgeschäft in Stralsund eröffnet hatte. Er gründete später weitere Geschäfte und Warenhäuser. Aus seinem Unternehmen ging die Galeria Kaufhof Gmbh hervor. Auch sein Bruder Oscar Tietz (1858–1923) führte Warenhäuser, aus denen später die Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH entstand. Am Standort Mainz gab die Leonhard Tietz AG während des Ersten Weltkriegs (1915) runde Gutscheine aus Karton ohne Datum in Nennwerten zu 1, 2, 3 und 4 Pfennigen aus. Diese gibt es sowohl ohne als auch mit Perforation „L.T.M.“ für Leonhard Tietz Mainz. Bei der Perforation dürfte es sich wahrscheinlich um eine Entwertung oder aber ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal gehandelt haben. Diese „Pappmünzen“ sind nicht sehr selten. Sie werden im Katalog "Kleingeldersatz aus Papier 1915–1922“ von Reinhard Tieste unter 4350.20 aufgeführt und bewertet. Ihr Schein wäre demnach 4350.20.01x zuzuweisen. 1917 gab die selbe Firma übrigens noch einen 50-Pfennig-Schein mit beliebigen Ausgabedaten in Umlauf, der deutlich seltener ist. Hans-Ludwig Grabowski

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