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- Lexikon: Kreditivsedlar
Nach der Einführung des sogenannten "Kupferplattengeldes" im Jahre 1644, dessen Nennwert ursprünglich dem Kupfergehalt der Platten entsprach und das daher wegen seiner Größe und seines Gewichtes (eine Kupferplatte zu 10 Daler war 30 x 70 cm groß und wog 20 kg) für größere Zahlungen sehr unpraktisch war und zudem wegen der ständigen Wertsteigerung des Materials gegenüber dem Nennwert immer mehr aus dem Umlauf verschwand, kam es zu einem Mangel an Zahlungsmitteln. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, schlug der Bankier Johan Palmstruch (1611-1671) die Gründung einer Bank vor, die ihr eigenes Papiergeld ausgeben sollte, und erhielt 1656 die Genehmigung dazu. Schwedische Kreditivsedlar (auch Credityf-Zedel, lat. creditivus = vertrauenswürdig, also "Vertrauensscheine" bzw. frei übersetzt "Kreditivzettel" oder "Kreditivscheine") waren die ersten europäischen Banknoten, die ab 1661 von der von Johan Palmstruch gegründeten und geleiteten Stockholms Banco – der ersten schwedischen Zentralbank – ausgegeben wurden. Schweden: Kreditivzettel der Stockholms Banco über 10 Daler Silbermünze vom 17. April 1666. Die Scheine trugen die Unterschriften von Palmstruch und vier Bankbeamten. Im Jahr 1666 wurden neue auf Silbermünze lautende Scheine ausgegeben, da die ursprüngliche Kupferwährung durch eine Silberwährung ersetzt wurde. Die Bank arbeitete zunächst sehr erfolgreich, geriet dann aber in Schwierigkeiten, da sie bei der Kreditvergabe sehr großzügig war und ihre Bücher nachlässig führte, so dass sie nicht mehr in der Lage war, alle Banknoten einzulösen. Da der Schaden für den schwedischen Staat sehr groß war, wurde Palmstruch vor Gericht gestellt und verurteilt. Statt der geforderten Todesstrafe wurde er jedoch zu Gefängnis verurteilt. 1670 wurde er aus dem Gefängnis entlassen und starb nur ein Jahr später. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Zweites Banknotensammlertreffen in Rabenau/Sachsen am Samstag, den 11. Januar 2025
Vor einigen Jahren als geselliges Jahresabschlusstreffen einiger Sammler aus dem sächsischen Raum gegründet, hat sich das Banknotensammlertreffen in Rabenau inzwischen zu einem festen Ereignis für Banknotensammler aus Sachsen und darüber hinaus etabliert. Es findet dieses Jahr erstmals nicht mehr am Jahresende, sondern zu Beginn des neuen Jahres als Auftaktveranstaltung statt. Beginn ist ab 11:00 Uhr mit Tausch, Handel und Fachsimpelei. Um 17:00 Uhr steht ein Vortrag von Dr. Sven Gerhard über die Tuzex-Bons der Tschechoslowakei von 1961 bis 1992 auf dem Programm, bevor das Treffen ab 18:00 Uhr mit einem geselligen Abendessen ausklingt. Sammler und Händler sind willkommen, Händlertische kosten EUR 5. Teilnehmer melden sich bitte an bei Marcel Fränzel: Banknoten-fan@gmx.de Veranstaltungsort: Hotel Rabennest, Nordstraße 8, 01734 Rabenau/Sachsen. Parkplätze vor dem Hotel. ÖPNV: S-Bahn / Zug von Dresden Hbf. bis Freital-Hainsberg, dann Bus. Rabenau liegt ca. 15 km südwestlich von Dresden Dr. Sven Gerhard
- Engravers and Printers of Confederate Paper Money (Graveure und Druckereien der Geldscheine der Konföderierten Staaten von Amerika)
Von Mark A. Coughlan. 1. Auflage 2024. Softcover, 353 Seiten DIN A 4, durchgehend farbig. In englischer Sprache. ISBN 9-7988-6589-924-4 Kosten ca. EUR 55, bestellbar bei Amazon. Die Abspaltung mehrerer südlicher Bundesstaaten und die Bildung der Konföderierten Staaten von Amerika im Februar 1861 als Reaktion auf die Wahl von Abraham Lincoln zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika hat die nordamerikanische Geschichte tief geprägt und wirkt politisch bis heute nach – der „Süden“ der USA wählt und handelt politisch oft anders als der „Norden“. Im darauffolgenden amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 verloren auf beiden Seiten rund 800.000 Soldaten ihr Leben. Der Bürgerkrieg endete mit der Kapitulation der Truppen des konföderierten Generals Lee am 9. April 1865 gegenüber den Truppen des Nordstaatengenerals Ulysses S. Grant bei Appomattox Court House by Lynchburg in Virginia. Mit dieser Niederlage lösten sich die Konföderierten Staaten von Amerika auf. Die ihr angehörenden Bundestaaten wurden zwischen 1866 und 1870 wieder in die Vereinigten Staaten von Amerika eingegliedert. Die Konföderierten Staaten von Amerika bestanden also gerade einmal gut vier Jahre. Schon im April 1861, zwei Monate nach der Staatsgründung und nur wenige Tage vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs, brachten die Konföderierten Staaten erstmals eigenes staatliches Papiergeld in Umlauf. Die Ausgabe von Papiergeld blieb die wichtigste Finanzierungsquelle der Kriegsanstrengungen der Südstaaten. Es war nicht durch Gold oder Silber gedeckt; stattdessen wurde den Besitzern der Scheine versprochen, sie nach dem Abschluss eines Friedensvertrags zu entschädigen. Der unerwartet lange und verlustreiche Krieg, eine Wirtschaftsblockade durch den Norden und die weit verbreiteten Fälschungen der ausgegebenen Banknoten ließen das Vertrauen der Bevölkerung in das staatliche Papiergeld der Konföderierten Staaten schwinden, sie verloren schnell an Kaufkraft. Bis zum Ende des Bürgerkriegs war der Wert des staatlichen Papiergelds der Südstaaten auf etwa sechs Cents in Gold je Dollar Papiergeld gefallen. Mit Ende des Bürgerkriegs wurden die Geldscheine der Konföderierten Staaten wertlos. Eine Einlösung oder ein Umtausch in Münzen oder in Geldscheine der Vereinigten Staaten fand nie statt. Geblieben sind 72 verschiedene Scheine, die heute insbesondere in den USA ein beliebtes Sammelgebiet darstellen, und die im Katalog von Grover C. Criswell, Comprehensive Catalog of Confederate Paper Money (1996), ausführlich beschrieben und bewertet sind. Die ersten Scheine der Konföderierten Staaten von Amerika waren noch durch die American Bank Note Company in New York gedruckt und heimlich in den Süden geschafft worden. Mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs war die Möglichkeit eines Banknotendrucks in den Nordstaaten verwehrt. Der Finanzminister der Konföderierten, Christopher G. Memminger, suchte daher händeringend nach Druckmöglichkeiten für Geldscheine in den Südstaaten – die geplante Schaffung einer dem nordamerikanischen Bureau of Engraving und Printing vergleichbaren Bundesdruckerei im Süden wurde nie realisiert. Zwar gehörte die USA damals zu den weltweit führenden Ländern in der Banknotengravur und im Banknotendruck, allerdings waren die entsprechenden Firmen ausschließlich im Norden (vor allem in New York City) angesiedelt. Beauftragt mit der Herstellung von Papiergeld für die Konföderierten Staaten von Amerika wurden daher von 1861 bis 1865 insgesamt 13 oft kleine und kleinste Druckereien in den Südstaaten, die mit der Aufgabe des Banknotendrucks und der Herstellung von größerer Notenmengen technisch und organisatorisch oftmals überfordert waren. Gleiches galt für die beauftragten Firmen zur Herstellung hochwertigen Banknotenpapiers. Hier setzt das Buch von Mark A. Coughlan an – minutiös und genau hat er zu den einzelnen beauftragten Papierfabriken und Druckereien recherchiert, und erzählt über deren Geschichte, die Biografien ihrer Inhaber, sowie die Umstände der Erteilung und der Umsetzung der staatlich erteilten Druckaufträge. Dabei hat Coughlan viele bisher unbekannte Informationen zusammengetragen. Spannend ist dabei insbesondere der Blick auf die handelnden Personen: Viele der Druckereibesitzer und Graveure waren Einwanderer in die Südstaaten, oft waren sie – wie auch Finanzminister Memminger – in Deutschland geboren und in den Süden der USA ausgewandert. Ebenso interessant sind die Ausführungen zu den technischen Gegebenheiten hinsichtlich Gravur und Druck, die in den Südstaaten zur Verfügung standen. Coughland zeichnet das Bild eines Handwerks der Papierherstellung, der Gravur- und des Geldscheindrucks, das von wenigen Fachleuten bestimmt wurde, die bis zum Schluss verzweifelt versuchten, den immer stärker steigenden Bedarf nach Geldscheinen zu befriedigen – nicht ohne sich dabei durch Konkurrenz und Intrige gegenseitig das Leben schwer zu machen. Das Buch von Coughlan ist kein Katalog, obwohl es aufgrund insbesondere der zahlreichen Aufstellungen zu den einzelnen Scheinen einschließlich Varianten, Auflagenzahlen und aufgrund des Verweises auf die jeweiligen Katalognummern von Criswell problemlos als solcher genutzt werden könnte. Es ist vielmehr eine ausführliche und spannend zu lesende Einführung in die Welt der Banknotengravur und des Banknotendrucks in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in Nordamerika. Dabei bietet es detaillierten Einblick in jedes der Unternehmen, das Geldscheine für die Konföderierten Staaten herstellte oder das Papier hierzu produzierte. Zahlreiche farbige Abbildungen von Banknoten, Vignetten, Zeitungsartikeln und Originaldokumenten der Zeit machen das Buch lebendig. Selbst die einzige noch existierende Notenpresse aus der Zeit konnte Coughlan noch aufspüren. Kritikpunkte lassen sich kaum finden. Allein eine umfassende Schlussredaktion hätte dem Werk sicher gutgetan, um teilweise mehrfache Wiederholung von Sachverhalten zu vermeiden. Diese Wiederholungen tun jedoch weder der Qualität des Inhalts, noch der Lesbarkeit des Textes Abbruch. Fazit – insgesamt ein hervorragend gemachtes Buch zu einem unschlagbar günstigen Preis, das auch denjenigen begeistern dürfte, der sich bisher noch nicht mit dem Papiergeld der Konföderierten Staaten von Amerika beschäftigt hat. Nach der Lektüre ist man versucht, in dieses Sammelgebiet einzusteigen und sich einige der beschriebenen Scheine zuzulegen, um Zeugnisse dieser kurzen und ereignisreichen Epoche der US-amerikanischen Geschichte in seiner Sammlung zu haben, deren Entstehung und Hintergründe Coughlan detailreich und spannend beschrieben hat. Gratulation an den Autor zu diesem Werk. Dr. Sven Gerhard
- Eine Billion Mark: Echt – Falsch!
Am 2. November 1923 machte das Reichsbankdirektorium bekannt, dass in den nächsten Tagen eine Reichsbanknote über eine Billion Mark mit dem Datum vom 1. November 1923 in den Verkehr gegeben würde. Abb. 1: Bekanntmachung Neben der Reichsdruckerei beteiligten sich fünf weitere Druckereien an der Herstellung dieser Banknote. Die Scheine wurden einseitig auf weißem Papier gedruckt und haben das Format 141 x 65 mm. Der rechtsseitige Schaurand ist braunviolett eingefärbt. In ihm sind orangerote und grüne Fasern eingearbeitet. Gegen eine Lichtquelle gehalten, wird das Wasserzeichen „Eichenlaub mit Kreuzdorn“ sichtbar. DEU-155 [1] Druckerei Druckfarbe [2] rote Kennnummer roter Serienbuchstabe a) Reichsdruckerei violett 8-stellig A, B, C, D, E, F, G, H, J Firmendruckereien Firmenzeichen b) wahrscheinlich C. F. Müller, Kalsruhe braun-violett 6-stellig AF (rot) J. S. Preuss, Berlin P (rot) A. Seydel & Cie. A.-G, Berlin R (rot) ungeklärt X (rot) c) C. G. Naumann GmbH, Leipzig fast schwarz N (braun) Abb. 2: Deutsche Reichsbank, 1 Billion Mark, 1. November 1923, Druck: Reichsdruckerei, Vorderseite. Abb. 3: Deutsche Reichsbank, 1 Billion Mark, 1. November 1923, Druck: A. Seydel & Cie. A.-G., Berlin, Vorderseite. Abb. 4: Wasserzeichen „Eichenlaub mit Kreuzdorn“. Im Sommer 1922 ging die Reichsdruckerei notgedrungen dazu über, Banknoten von endloser Papierbahn auf Rotationsmaschinen zu drucken. Für aufwendige Sicherheitsmerkmale fehlte die Zeit. Die sehr einfach gestaltete Hilfsnote zu einer Billion Mark lud förmlich dazu ein, gefälscht zu werden. Sie gehört sicherlich zu den meist gefälschten deutschen Banknoten. In der Regel sind Fälschungen leicht an der (fehlenden/fehlerhaften) Nummerierung, den verwendeten falschen Drucktypen, dem oft flauen Druck und insbesondere dem fehlenden oder falschen Wasserzeichen im Papier zu erkennen. Was aber, wenn das Papier der vermeintlichen Fälschungen das korrekte Wasserzeichen aufweist und auch die Nummerierung der Note dem Original entspricht? Bei dem zu betrachtenden Falsifikat trifft dies alles zu. Der oder die Fälscher verwendeten für ihre Fälschungen in der Tat echtes Banknotenpapier. Dazu entfärbte sie die ebenfalls nur einseitig bedruckten grünen 100-Millionen-Mark-Banknoten mit Ausgabedatum vom 22. August 1923, die Anfang November 1923 faktisch wertlos waren. Mit 150 x 85 mm war dieser Schein jedoch zu groß. Daher wurde aus ihr ein Schein mit der passenden Größe geschnitten, wobei die Kontrollnummer, die dem Entfärbungsprozess standhielt, weiterverwendet wurde. Abb. 5: Deutsche Reichsbank, 100 Millionen Mark, 22. August 1923, Druck: Reichsdruckerei, Vorderseite. Abb. 6: Falsifikat der Note zu 1 Billion Mark vom 1. November 1923. Abb.7: Die Papierfläche, die für die Fälschung benötigt wurde. Bei genauer Betrachtung der Fälschungen fallen einige Abweichungen gegenüber dem Original auf: Die Druckfarbe ist schwarz statt violett. Die kleinen Buchstaben des Strafsatzes, die faksimilierten Unterschriften sowie die beiden Siegel wurden unsauber gedruckt und wirken leicht verschwommen. Überhaupt wirkt der Druck flau, dies gilt auch für Serienbuchstabe und achtstellige Kontrollnummer, die vom Schein zu 100 Millionen Mark übernommen wurden. Durch die chemische Behandlung litt jedoch ihre Farbe. Beim Original endet die Kontrollnummer (oberhalb) mit der Wertzeile, beim Falsifikat steht die letzte Ziffer oberhalb am Beginn des „k“ von Mark. Auf dem rechtsseitigen Schaurand fehlt die braunviolette Einfärbung. Dafür sind schwach noch Teile der ursprünglichen Note – 100 – sichtbar; und auch am linken Rand ist verschwommen noch der alte Strafsatz zu erahnen. Abb. 8: Rechter Schaurand mit ursprünglichem Druck. Abschließend werden noch einige weiter Beispiele von historischen Fälschungen gezeigt: Abb. 9: Fälschung 2. Vorderseite. Leicht erkennbar am fehlenden Wasserzeichen. Abb. 10.1: Fälschung 3. Vorderseite. Leicht erkennbar am rückseitigen Aufdruck des „Wasserzeichens“. Abb. 10.2: Fälschung 3. Rückseite mit aufgedrucktem Wasserzeichen. Abb. 11: Fälschung 4. Vorderseite. Auch hier fehlt das Wasserzeichen, ferner weicht das Äußere stark vom Original ab. Die Reichsbanknote zu 1 Billion Mark vom 1. November 1923 verlor am 6. Juli 1925 ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittels. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Hans-Ludwig Grabowski, Die deutschen Banknoten ab 1871, Das Papiergeld der deutschen Notenbank, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine, 23. überarbeitete und erweiterte Auflage 2023/24, Regenstauf 2023, S. 20 f. und 122. [2] Dr. Arnold Keller, Das Papiergeld des Deutschen Reiches von 1874 bis 1945, 5. Auflage, Berlin-Wittenau 1956, S. 81, Kat.-Nr. 207.
- Bankovky 6: Eine Banknotenauktion mit vielen Highlights
Am 15. und 16. November fand die jährliche Papiergeldauktion des Auktionshauses Bankovky mit Sitz in Prag statt. Diese wurde – wie in den vergangenen Jahren – ausschließlich online und über die tschechische Auktionsplattform Livebid abgewickelt. Bankovky (deutsch: Banknoten) unter Leitung von Aleš Kohout hat sich in den vergangenen Jahren zum einen der führenden Auktionshäuser für Geldscheine insbesondere aus der k&k-Monarchie und deren Nachfolgestaaten entwickelt. Auch in diesem Jahr haben viele Spitzenstücke aus diesen Sammelgebieten ihren Weg in die Auktion gefunden, und zum Teil atemberaubende Zuschläge erzielen können – der Markt für österreichisch-ungarisches und für tschechisch-slowakisches Papiergeld verzeichnet weiterhin eine kräftige Nachfrage insbesondere nach Stücken in sehr guten Erhaltungen. Mit Aufgeld für umgerechnet 1 Million Euro zugeschlagen - 5000 Korun des Bankamtes der Tschechoslowakei vom 15. April 1919 gegradet von PMG in Erhaltung "30" (Very Fine). Quelle: Bankovky.com Ausgerufen wurden 1508 Positionen verteilt auf zwei Tage. Klarer Favorit war das Los Nummer 189, ein Schein des Bankamtes der Tschechoslowakei zu 5.000 Kronen vom 15. April 1919, die erste Staatsnote dieser Wertstufe des wenige Monate zuvor unabhängig gewordenen Landes, gedruckt in der Druckerei für Wertpapiere der österreichisch-ungarischen Bank. Der Schein lief nur kurz und in geringen Stückzahlen um. Gegradet von PMG mit „30“ (Very Fine) und mit einem Ausruf von 2.500.000 Millionen Tschechischen Kronen (umgerechnet rund EUR 99.000) gestartet, erzielte das Stück einen Zuschlag von sagenhaften 21.400.000 tschechischen Kronen (EUR 831.000). Dazu kommt ein Aufgeld von 20 Prozent – der Erwerber oder die Erwerberin zahlte also rd. 1 Million Euro! Die Banknote dürfte damit zu den teuersten Sammlerbanknoten weltweit gehören. Auch andere Geldscheine erzielten Spitzenpreise, darunter viele österreichisch-ungarische Guldenscheine in oft sehr ansprechenden Erhaltungen, sowie die frühen Noten der Tschechoslowakei. Die Erstausgabe eines Gutscheins der staatlichen Devisenläden der Tuzex zu 50 Haleru wurde in gebrauchter Erhaltung für 750.000 tschechische Kronen (EUR 29.700) plus 20 % Aufgeld zugeschlagen, ein 50 Kronen-Gutschein der Tuzex von 1970 erzielte 340.000 Kronen (EUR 13.500) plus 20 % Aufgeld. Auch gebrauchte Scheinen verkauften sich nach teilweise heftigen (online-)Bietergefechten überdurchschnittlich. Alle Auktionsergebnisse können auf https://livebid.cz/en/organisator/Bankovky/archived nachgesehen werden. Die Abwicklung der Auktion über die anwenderfreundliche Auktionsplattform Livebid verlief reibungslos und unkompliziert, das Portal ist intuitiv zu bedienen und funktioniert auch auf mobilen Endgeräten ohne Einschränkungen. Trotz des Formates als online-Auktion erhielten Bestandskunden von Bankovky rechtzeitig vor der Auktion zusätzlich einen hochwertig gemachten Auktionskatalog mit zahlreichen Abbildungen per Post, der durchaus als Referenzwerk dienen kann. Glückwunsch an Aleš Kohout für die auch dieses Jahr wieder beeindruckende Zusammenstellung einer Banknotenauktion von sehr hoher Qualität. Die nächste Bankovky Auktion findet vermutlich im Herbst 2025 statt. Dr. Sven Gerhard
- Leserpost: Was ist der Grund für Stempel auf den Banknoten?
Ich bin ein Sammler von alten Banknoten des "Dritten Reichs" und brauche bitte eine historische Erklärung, warum bestimmte Banknoten mit einem Emblem bzw. Stempel der verschiedenen Nazi-Divisionen während der deutschen Besetzung von Jugoslawien ab dem Jahr 1941 (zum Beispiel auf einer ungarischen Banknote, auf einer 5-Reichsmark-Banknote oder auf serbischen Banknoten) versehen sind. Was war der Grund, um solche Stempel auf diesen Banknoten zu platzieren? Ich füge Bilder bei, um meine Aussage zu untermauern. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit zu dieser Anfrage. N. Silva Antwort der Redaktion Wir haben schon öfters in unserer Zeitschrift " Münzen & Sammeln " und im Geldschein-Blog www.geldscheine-online.com über solche Abstempelungen berichtet. Leider ist der Grund dafür oft sehr banal. Es handelt sich meist zwar um historische Geldscheine, aber nicht um historische Abstempelungen. Die alten Scheine werden schon seit Jahrzehnten immer wieder mit nachgemachten Stempeln versehen, um sie dann teuerer an Sammler verkaufen zu können, die von seltenen Besonderheiten ausgehen. Bis auf die Abstempelungen, die in der bekannten Katalogliteratur erwähnt werden, gibt es keinen historischen Grund für die Abstempelung von Geldscheinen durch verschiedene deutsche Truppenteile oder Dienststellen (wie zum Beispiel auf den abgebildeten Scheinen einer ungarischen 10-Pengö-Note von 1936 mit einem Stempel der Geiheimen Staatspolizei, auf einer Reichsbanknote zu 5 Mark von 1942 mit einem Stempel des Rates der Stadt Wiesbaden, auf einem Reichskreditkassenschein über 1 Reichsmark mit Stempel der Panzer-Division "Totenkopf" der Waffen-SS oder auf serbischen 100-Dinar-Scheinen mit Stempeln eines preussischen Amtsvorstehers einer "Ortspolizei" oder einer "Preussischen Staatsschuldenverwaltung"). Man konnte schon vor mehr als zehn Jahren im Internet ganze Gummitypen-Matten mit je ca. 50 nachgemachten Stempeln für rund 50 US-Dollars kaufen. Diese gab es nach Themen wie Deutsche Wehrmacht, Waffen-SS, NSDAP und so weiter. Jetzt braucht man nur noch einen historischen Schein, der preiswert zu haben ist und ein Stempelkissen und schon kann man „Raritäten“ erschaffen. Es kommen natürlich auch Fantasiestempel vor und solche mit deutlichen Fehlern (z.B. mit falschem polnischen Stempel „Obercommando der Wehrmacht“ statt „Oberkommando der Wehrmacht“). Der Stempel der Waffen-SS-Div. Totenkopf ist reine Fantasie …! Alles, was mit dem „Dritten Reich“ zu tun hat, verkauft sich gut, ganz besonders in den USA. Leider wird dabei auch Geschäft mit der Unwissenheit der Sammler gemacht. Das ist ganz klar Betrug! Nicht alle Abstempelungen sind aber falsch, die echten und historisch begründeten Stempel findet man in Katalogen, so zum Beispiel in meinem Katalog „Die deutschen Banknoten ab 1871“. Hier findet man etwa auch die Abstempelungen deutscher Banknoten in Luxemburg und Ostbelgien am Ende des Zweiten Weltkriegs oder in Griechenland. Generell ist aber bei allen Stempeln Vorsicht geboten! Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2023/2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe Zum Shop
- Geldscheinporträts: Edmund Hillary – Ein Imker auf dem Everest
Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. Geburtsname: Edmund Percival Hillary Zur Person: Bergsteiger Nationalität: Neuseeländisch Lebensdaten: 20. Juli 1919 – 11. Januar 2008 Geburtsort: Auckland Sterbeort: Auckland Edmund Percival Hillary (circa 1953), Alexander Turnbull Library, Wellington, New Zealand, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Edmund_Hillary,_c._1953,_autograph_removed.jpg 29. Mai 1953 – Erstmals stehen zwei Menschen auf dem Gipfel des höchsten Berges der Erde. Edmund Hillary und sein nepalesischer Begleiter Tenzing Norgay bezwangen den „dritten Pol“. Der Mount Everest ( Tschomolangma) galt bis dahin als nahezu unbezwingbar, zahlreiche Versuche waren gescheitert, zahlreiche Abenteurer mussten beim Versuch ihr Leben lassen. Edmund Hillary war eigentlich Imker, genau wie sein Vater und sein Bruder. Bereits mit 16 Jahren hatte er das Klettern für sich entdeckt. Seine Laufbahn an der Universität in Auckland dauerte nur zwei Jahre. Hillary wollte lieber die Welt erkunden. Nachdem er während des Zweiten Weltkriegs als Navigator bei der Air Force diente, bestieg er 1948 den Mount Cook, mit 3724 Metern der höchste Berg Neuseelands. Bei seinen Touren durch die neuseeländischen Alpen machte er zahlreiche Bekanntschaften mit anderen Bergsteigern, und bereits drei Jahre nach seiner Besteigung des Mount Cook brach Hillary zu seiner ersten Himalaya-Expedition auf. Schon bald hatte er einen guten Draht zu britischen Bergführern, die ihn 1953 zu einer weiteren Expedition mitnahmen. Ziel war die Erstbesteigung des höchsten Berges der Welt. Bereits acht Expeditionen waren zuvor am Everest gescheitert. Edmund Hillarys Kletterpartner wurde der Sherpa Tenzing Norgay, der ein Jahr zuvor bereits mit einer Gruppe Schweizern den Aufstieg versucht hatte. Als zweites Team machten sich die beiden am frühen Morgen des 29. Mai 1953 auf den Weg vom letzten Camp auf 8500 Metern Höhe. Die erste Seilschaft war zuvor gescheitert – die Sauerstoffgeräte funktionierten nicht, beinahe wären sie abgestürzt. Doch Hillary und Norgay überwanden auch die letzte Herausforderung, eine gefährliche Steilstufe kurz vor dem Gipfel. Indem er sich in einen Spalt zwischen Fels und Eiskante einspreizte, meisterte er auch diese Hürde, die seither „Hillary Step“ genannt wird. Um 11:30 standen sie auf dem Gipfel. Ein Foto von Hillary auf dem Gipfel gibt es nicht, denn es war wenig Zeit und Norgay wusste nicht, wie man eine Kamera bedient. Die Sensationsnachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Sie erreichte Großbritannien am Tag der Krönung von Königin Elisabeth II. Noch bevor Hillary zurück in Kathmandu war, wurde er in den Ritterstand erhoben. Zehn weitere Himalaya-Gipfel erklomm der Neuseeländer noch und war 1958 sogar am Südpol. Auch auf dem Nordpol landete er 1985, gemeinsam mit Neil Armstrong. Edmund Hillary war damit der erste Mensch, der beide Pole und den Gipfel des Everest erreichte. Mit der Everest-Region blieb er zeitlebens verbunden. Er war neuseeländischer Botschafter in Indien, Bangladesch und Nepal und gründete die Stiftung Himalayan Trust, die Schulen und Krankenhäuser in Nepal baute und Bildungs- und Umweltschutzprojekte betrieb. In seiner Heimat war er längst Nationalheld. Seit 1992 ist er auf der neuseeländischen Fünf-Dollars-Note abgebildet und damit die einzige Person, die es zu Lebzeiten auf einen neuseeländischen Geldschein schaffte und nicht Staatsoberhaupt war. Die Entwicklung am Mount Everest beäugte er stets argwöhnisch: Kommerzielle Expeditionen trieben immer mehr Menschen auf den Gipfel – und in den Tod. Er kritisierte die Rücksichtslosigkeit gegenüber Umwelt und Kollegen, mit der manche Bergsteiger den Gipfel in Angriff nahmen. Am 11. Januar 2008 starb Edmund Hillary mit 88 Jahren an Herzversagen. Reserve Bank of New Zealand, 5 Dollars ohne Datum (2015). Vorderseite: Sir Edmund Hillary mit Blick auf den Mount Cook (Aoraki). Rückseite: Neuseeländische Fauna mit typischen Riesenkräutern und einem Gelbaugenpinguin (Hoiho). Elias Heindl Literatur/Quellen: https://en.wikipedia.org/wiki/Edmund_Hillary Curt Schneider: Edmund Hillary. Der erste Mann auf dem Mount Everest. Geo Magazin, aufgerufen über https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/edmund-hillary-der-erste-mann-auf-dem-everest-30165690.html (zul. am 27.08.2024) SWR2 Archivradio: Mount-Everest-Erstbesteiger Edmund Hillary und Tenzing Norgay nach ihrer Rückkehr. https://www.swr.de/swrkultur/wissen/archivradio/mount-everest-erstbesteiger-edmund-hillary-und-tenzing-norgay-nach-ihrer-rueckkehr-100.html Bernd Steinle: Geerdeter Himmelstürmer. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 20.07.2019, aufgerufen über https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/edmund-hillary-geerdeter-himmelsstuermer-16287780.html (zul. am 03.09.2024)
- Der Sammlermarkt für Banknoten brummt – mehr als 500 Millionen US-Dollars Umsatz pro Jahr
Im Sammlermarkt für Banknoten werden weltweit jährlich Umsätze von mehr als 500 Millionen US-Dollars (umgerechnet 460 Millionen Euro) getätigt – dass jedenfalls behauptet das Wall Street Journal in einem Artikel in ihrer Ausgabe vom 2. November 2024, und beruft sich dabei auf Aris Maragoudakis, Abteilungsleiter für Weltbanknoten by Stack's Bowers Galleries, einem der großen US-amerikanischen Auktionshäuser für Münzen und Papiergeld. Quelle: Pixabay Das Wall Street Journal wartet mit weiteren beeindruckenden Zahlen auf – so verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 die Abteilung World Paper Money von Stack's Bowers einen Umsatz von etwa 4 Millionen US-Dollars. Bis zum Geschäftsjahr 2024 stieg dieser Umsatz auf 14,5 Millionen US-Dollars – umgerechnet aktuell etwa 13,3 Millionen Euro – ohne das Segment US-Banknoten, dessen Umsatz deutlich höher liegen dürfte. Das Londoner Auktionshaus Noonans Mayfair London erzielte nach Angaben eines Sprechers dort im Jahr 2023 mit Weltbanknoten einen Umsatz von 5 Millionen Pfund (umgerechnet gut 6,5 Millionen Euro) gegenüber 2,5 Millionen Pfund im Vorjahr. Der Sammlermarkt für Weltbanknoten brummt. Ein Grund hierfür sieht das Wall Street Journal im Aufstieg digitaler Technologien, die dazu beigetragen haben, die Sammlerbasis zu erweitern. Online-Auktionen, Sammlerforen und Datenbanken haben es Sammlern erleichtert, über das Hobby zu recherchieren, Kontakte zu Händlern, Auktionshäusern und nicht zuletzt zu anderen Sammlern zu knüpfen, Sammlungsstücke weltweit zu erwerben und zu verkaufen. Der einfachere Zugang zu Informationen sowie zu Sammlungsstücken selbst hat das Geldscheinsammeln zu einer strategischen Beschäftigung gemacht, bei der Banknotenliebhaber aktiv nach wertvollen Stücken suchen und eine Sammlung aufbauen können, die auch eine alternative Form der Geldanlage sein kann. Des einen Freud ist des anderen Leid – die geschilderte Entwicklung hat sich in den letzten Jahren in einem deutlichen Preisanstieg insbesondere bei gesuchten und seltenen Banknoten bemerkbar gemacht. Dr. Sven Gerhard
- Emporium: Vorbericht zur Auktion 108 Banknoten & Notgeld am 13. Dezember 2024
Die Auktion 107 "Münzen & Medaillen" bietet Liebhabern und Sammlern historischer Münzen erneut eine vielseitige Auswahl von insgesamt 3352 Losen, darunter zahlreiche Stücke von hohem Seltenheitswert und historischem Reiz. Die Auktion umfasst antike Münzen, Münzen aus aller Welt, Medaillen sowie zahlreiche deutsche Prägungen aus verschiedenen Epochen bis hin zum Kaiserreich, der "Weimarer Republik" und den deutschen Kolonien. Besonders Einsteiger finden hier erschwingliche Lose mit niedrigen Startpreisen, um neue Sammlungen zu beginnen oder bestehende zu erweitern. Doch auch erfahrene Numismatiker werden hier hochkarätige Highlights entdecken. Die Auktion 108 „Banknoten & Notgeld“ findet wie gewohnt am letzten Auktionstag statt und präsentiert in 324 Losen die Bereiche Banknoten aller Welt, Altdeutschland sowie Kaiserreich und Auslandsbanken. Eine zentrale Rolle nimmt die Kategorie Notgeld ein. Viele größere und kleinere Lots laden ein, die Sammlungen im Störtebeker-Haus näher unter die Lupe zu nehmen. Los 3494. Deutsche Auslandsbanken, Tientsin. 10 Dollar 01.03.1907. Perforiert DRUCKPROBE. Sehr selten, restauriert. Schätzpreis: 2.000,00 Euro. Los 3497. Deutsche Auslandsbanken, Peking. 25 Dollar 01.03.1907. Perforiert DRUCKPROBE. Sehr selten, restauriert. Schätzpreis: 2.000,00 Euro. Die Auktion 107 findet vom 9. bis 12. Dezember 2024 statt, die Auktion 108 folgt am 13. Dezember 2024. Die Auktionen werden live online über Auctionmobility übertragen. Eine Vorbesichtigung der Auktionsware ist jederzeit nach Terminabsprache im Störtebeker-Haus möglich. Weitere Informationen erhalten Sie unter muenzkurier.de/auktion . Sie erreichen uns per E-Mail unter numis@emporium-hamburg.com oder telefonisch unter 040/25799-137. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und wünschen Ihnen viel Erfolg beim Bieten! Direkt zu den Auktionskatalogen: https://emporium-hamburg.com/auktionen/ Emporium Hamburg Süderstraße 288 20537 Hamburg www.emporium-hamburg.com numis@emporium-hamburg.com
- COINSTORE E-LIVE 7 startet am 7. Dezember 2024: Vorschau
Am 7. Dezember 2024 um 10 Uhr beginnt online die 7. E-Live-Auktion des jungen lettischen Münzhandels- und Auktionshauses COINSTORE mit insgesamt 1324 Losen, davon rund 770 Angebote zu Banknoten. Ende der Auktion ist am 8. Dezember 2024. Der Auktionsaufschlag beträgt 24 %. Internet: www.coinstore.lv Zur Auktion: https://rcoinstore.com/auctions/5-1JCAL1/coinstore-e-live-7-auction-coins-medals-and-banknotes Zum Start des Geldschein-Teils: https://rcoinstore.com/auctions/5-1JCAL1/coinstore-e-live-7-auction-coins-medals-and-banknotes?page=15&limit=36 Neben dem Startpreis (oft sogar 1 Euro) ist der aktuelle Stand der Gebote bei jedem Los sichtbar! Nachstehend eine kleine Auswahl zu den angebotenen Geldscheinen: Description: Germany / Occupation of Lithuania WWI Pick# R130 CM#K4 1918 5 Mark - Wmk: 6 Point Stars S/N C659272 - State Loan Bank East Nominal: 5 Marks, Condition: 66 Gem Uncirculated Description: German States, Saxon Bank Pick# S952as 1890 100 Mark Printer: G&D Nominal: 100 Mark Condition: 65 Gem Uncirculated Description: Germany - Federal Republic "SPECIMEN" Pick# 17s 1949 20 Deutsche Mark - Printer: ABNC S/N 000000000 - Bank of German States Nominal: 20 Deutsche Marks Condition: 64 Choice Uncirculated Description: Ukraine, State Note Pick# 41a ND (1920) 5 Hryven With "P" on Back Nominal: 5 Hryven Condition: 64 Choice Uncirculated Description: Lithuania, Bank of Lithuania Pick# 68* RE7 2007 10 Litu - Printer: F-CO S/N AV0040233 - Wmk: Arms "Vytis" 66 Gem Uncirculated Nominal: 10 Litu Condition: 66 Gem Uncirculated Hans-Ludwig Grabowski Zur Auktion: https://rcoinstore.com/auctions/5-1JCAL1/coinstore-e-live-7-auction-coins-medals-and-banknotes Zum Start des Geldschein-Teils: https://rcoinstore.com/auctions/5-1JCAL1/coinstore-e-live-7-auction-coins-medals-and-banknotes?page=15&limit=36 COINSTORE INFO: www.coinstore.lv auction.coinstore.lv service@coinstore.lv ☎ +371 25370706 SIA COINSTORE | Reg.Nr . 40203071934 Pils laukums 4 Centra rajons, Rīga, Latvia LV-1050
- Leserpost: Zuordnung 20 Mark der DDR von 1975
Hallo Herr Grabowski, m it der 21. Auflage Ihres Kataloges "Die deutschen Banknoten ab 1871" haben sie uns Sammlern eine weitere "Aufarbeitung" der deutschen Geschichte betreffend Banknoten, Gutscheinen etc. zur Verfügung gestellt. Danke! Nun meine Anfrage/ Ergänzung: In der Anlage ist eine 20-Mark-Banknote der DDR von 1975 (OS 0472832) abgebildet. Ich würde diese Banknote wegen der Nummerierung DDR-24c (Computersatz, KN 7-stellig) zuordnen? Wie Sie schon richtigerweise hingewiesen haben, werden sicherlich noch weitere Serienbuchstaben vorliegen. Ich wollte damit nur einen kleinen Beitrag zur weiteren Vervollständigung geben. H.-L. Holzapfel Antwort der Redaktion Herzlichen Dank für die Meldung mit Abbildung. Ich habe die Serie OS gleich im Katalog unter DDR-24c ergänzt. Ihre Zuordnung ist also korrekt, nur die Serie OS war bislang nicht im Katalog verzeichnet. Wir sind auf Meldungen von Sammlern und Händlern angewiesen, weil die Staatsbank der DDR keine Unterlagen zu den ausgegebenen Serien hinterlassen hat. Jede einzelne Meldung ist deshalb wichtig und hilft, die Katalogisierung zu vervollständigen. Aktuell gibt es inzwischen übrigens die 23. Auflage des Katalogs (siehe Literaturempfehlung). Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2023/2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe Zum Shop
- Lexikon: Kossuth, Lajos
Lajos (Ludwig) Kossuth von Udvard und Kossuthfalva (19. September 1802, Monok – 20. März 1894, Turin) war ein ungarischer Staatsmann und gilt bis heute als Nationalheld. Lajos Kossuth, Lithographie von August Prinzhofer aus dem Jahr 1848 mit Unterschrift von Lajos Kossuth. Abb. Wikimedia Commons. 1847 trat Kossuth an die Spitze der ungarischen Opposition gegen Österreich, ab 3. März 1848 war er als Finanzminister der eigentliche Führer der ungarischen Revolutionsregierung. Am 14. April 1849 folgte die Unabhängigkeitserklärung und die Wahl von Kossuth zum Reichsverweser. Im August 1849 floh er in die Türkei, wo er bis 1851 gefangen gehalten wurde. 1851/52 war er in den USA und später in England und 1863 in Turin. Er wurde 1867 amnestiert, blieb jedoch im Exil. Staatspapiergeld des ungarischen Finanzministeriums über 100 Forint / Gulden vom 1. September 1848 mit Unterschrift von Lajos Kossuth (rechts) als Finanzminister, Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Außer dem von ihm 1848/49 in Ungarn ausgegebenen Papiergeld gibt es zahlreiche Scheine aus seiner Exilzeit, über deren Ausgabe er die ungarische Unabhängigkeitsbewegung unterstützen wollte. Relativ Häufig sind die 1852 in den USA ausgegebenen "Staatsnoten" über 1, 2 und 5 Forint, von denen es auch heute noch ganze Druckbogen zu kaufen gibt. Staatspapiergeld des ungarischen Finanzministeriums in Philadelphia (USA) über 2 Forint ohne Datum aus dem Jahr 1852 mit Unterschrift von Lajos Kossuth, Druck einseitig. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Ebenfalls 1852 in den USA hergestellt wurden 1, 5, 10, 50 und 100 Forint des "Hungarian Fund". Alle diese Scheine tragen die Unterschrift von Lajos Kossuth , die 50- und 100-Forint-Scheine sogar seine Handunterschrift. Beide vorgenannten Ausgaben waren eigentlich kein Papiergeld, sondern eine Art Spendengeld zur Unterstützung der Errichtung einer unabhängigen ungarischen Regierung. Wegen der in England 1860 hergestellten Scheine verklagte die österreichische Regierung Kossuth und gewann den Prozess. Die Scheine mussten vernichtet werden und sind daher sehr selten. Note der Ungarischen Nationalbank über 20 Pengö vom 2- Januar 1930 mit Porträt von Lajos Kossuth auf der Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Note der Ungarischen Nationalbank über 100 Forint vom 15. Januar 1992 mit dem Porträt von Lajos Kossuth auf der Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Abbildungen von Kossuth auf Banknoten finden sich auf den 20-Pengö-Scheinen von 1926 und 1930, außerdem auf den Scheinen zu 1 und 10 Millionen Pengö sowie 1 und 10 Millionen Milpengö und 1- und 10 Millionen B-Pengö (1 Milpengö = 1 Million Pengö, 1 B-Pengö = 1 Billion Pengö) von 1945/46 und auf allen 100-Forint-Scheinen von 1947 bis 1996. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)












