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- Aus privaten Sammlungen: 100 Jahre Republik Türkei – 500 Türkische Lira 1930, Ausgabe 1959
„Die Freiheit und Unabhängigkeit bilden meinen Charakter“ ( Kemal Atatürk ). Am 29. Oktober 1923 wurde die Republik Türkei gegründet. Vorausgegangen waren gravierende geopolitische Veränderungen infolge des Ersten Weltkriegs, bei dem das Osmanische Reich aufseiten der Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn stand. Große Gebiete im Nahen Osten gingen verloren, das Staatsgebiet der heutigen Türkei wurde teilweise von alliierten und griechischen Truppen besetzt. Der von der türkischen Regierung am 10. August 1920 unterschriebene Friedensvertrag von Sèvres sah eine weitgehende Kontrolle der Alliierten über einen osmanischen Reststaat vor. Hiergegen erhob sich massiver innenpolitischer Widerstand. Prägender Charakter dieses Widerstands und des Strebens nach einem unabhängigen Staat war der türkische Offizier Mustafa Kemal Pascha (1881-1938), seit 1934 genannt "Atatürk" (Vater der Türken). Sein Ziel war es, die alliierte Besatzung zu beenden und den Osmanischen Reststaat als modernen, unabhängigen und nicht religiös geprägten Staat neu auszurichten. Mit dem am 24. Juli 1923 zwischen der Türkei, Griechenland, den Alliierten, Japan, Rumänien sowie dem SHS-Königreich (Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, das spätere Jugoslawien) abgeschlossenen Vertrag von Lausanne konnten die Auseinandersetzungen zwischen türkischen und griechischen Truppen beendet werden. Der Vertrag garantierte zudem die Souveränität des türkischen Staates. Am 29. Oktober 1923 erfolgte daraufhin die Gründung der Republik Türkei, "Atatürk" wurde erster Staatspräsident. In der Folgezeit wurden unter seiner politischen Führung zahlreiche gesellschaftliche Veränderungen mit teils gravierenden Auswirkungen beschlossen – neben der Einführung des westlichen Kalenders und Übernahme westlicher Rechtssysteme (Grundlage des türkischen Zivilrechts etwa sind das Schweizer Zivil- und Obligationenrecht, das türkische Handelsgesetzbuch beruht auf dem deutschen) und der Abschaffung osmanischen Kalifats 1924 war ein politisches Ziel die Gleichstellung von Mann und Frau. Bei der Umsetzung seiner Pläne ging Kemal Atatürk mit sehr großem persönlichem Einsatz, jedoch oft autokratisch vor, worüber zahlreiche Berichte überliefert sind. Er verstarb am 10. November 1938 in Istanbul an den Folgen einer Leberzirrhose. Zu den Maßnahmen zur Modernisierung des Staates gehörte auch die Gründung der Türkischen Zentralbank, die auf Grundlage des Gesetzes Nr. 1715 vom 11. Juni 1930 (welches auf der abgebildeten Banknote als Rechtsgrundlage für deren Ausgabe genannt ist) im Oktober 1931 erfolgte. Die Bank nahm im Januar 1932 ihre Geschäfte auf, zu denen auch das Recht zur Ausgabe von Banknoten gehört. Die Banknoten der Türkei zeigen seit 1927 – bis auf wenige Ausnahme – auf der Vorderseite ein Porträtbild von Kemal Atatürk. Es gibt diverse Varianten. Auf dem vorliegenden Schein ist Atatürk im Frack mit weißer Fliege zu sehen. Dieses Bild entspricht den offiziellen Porträtfotografien der Zeit. Die Abbildung auf der Rückseite zeigt die Sultan-Ahmed-Moschee, den Obelisken und das Hypodrom in der Altstadt von Istanbul, ohne umgebende Bebauung. Die Gegend ist heute dicht bebaut, sie liegt nahe dem großen Basar und ist gerade an Feiertagen oft von Menschenmassen überlaufen. Mit der Wiedereinführung der Straßenbahn versucht man seit 1992 dem Verkehrschaos Herr zu werden. Objekttyp: Banknote Sammlung: Sammlung Dr. Sven Gerhard Authentizität: Original Land/Region/Ort: Republik Türkei Emittent: Türkiye Cumhuriyet Merkez Bankası (Türkische Zentralbank) Nominal: 500 Lirasi (Pfund) Datierung: Gesetz Nr. 1715 vom 11. Juni 1930 (Türkisches Zentralbankgesetz) Vorderseite: Guillochenrahmen, Wertangabe, Unterschriften, Porträt von Mustafa Kemal Pascha, später "Atatürk" (Vater der Türken) Rückseite: Sultan-Ahmed-Moschee, Obelisk und (antikes) Hypodrom in Istanbul Material: Papier mit Wasserzeichen Porträt Atatürk nach rechts Unterschriften: Mustafa Nail Gidel, Fikri Diker und Ekrem Sungar Druck: Bradbury, Wilkinson & Co., New Malden, Surrey, England Format: 170 mm x 80 mm Umlauf: 16. Februar 1959 bis in die 1970er-Jahre Nummerierung: N17 / 06911 Zitate: 171 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) B255 (Owen W. Linzmayer: The Banknote Book : Turkey) Dr. Sven Gerhard Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Neue Weltbanknoten-Varianten: Dezember 2024, Teil 1
Algerien, Äthiopien, Australien, Bangladesch, Belize, Eswatini, Indonesien, Kolumbien, Kongo (Demokratische Republik), Malaysia, Mauritius, Moldawien, Peru, Schweiz, Thailand BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Algerien 2000 Dinars, neue Auflage BNB B412b: wie BNB B412a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Delindi/Taleb). Äthiopien 100 Birr, neue Auflage BNB B337c: wie BNB B337b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Mihretu). Australien 50 Dollars, neue Auflage BNB B233f: wie BNB B233d (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Bullock/Kennedy). Ausgabejahr (20)23 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Ausgabejahr an). Bangladesch 1000 Taka von 2024 BNB B354n: wie BNB B354m (SCWPM 59), aber mit neuem Jahr. Belize 20 Dollars vom 01.09.2022 BNB B327h: wie BNB B327g (SCWPM 69), aber mit neuen Unterschriften und neuem Datum (1st SEPTEMBER 2020). Eswatini 10 Emalangeni, neue Auflage BNB B101a: wie Swasiland BNB B236 (SCWPM 41), aber mit neuem Banknamen (CENTRAL BANK OF ESWATINI). Hybrid-Substrat. Indonesien 100.000 Rupiah von 2024 BNB B615h: wie BNB B615g (SCWPM 160), aber mit neuem Jahr. Kolumbien 10.000 Pesos vom 27.07.2021 BNB B995g: wie BNB B995f (SCWPM 460), aber mit neuen Unterschriften (Villar/Ocampo) und neuem Datum (27 DE JULIO DE 2021). Kongo (Demokratische Republik) 50 Francs, neue Auflage BNB B319f: wie BNB B319e (SCWPM 97), aber mit neuem Druckerei-Impressum (HOTEL DES MONNAIES / B.C.C.). Malaysia 20 Ringgit, neue Auflage BNB B151d: wie BNB B151c (SCWPM 54), aber mit neuer Unterschrift (Abdul Rasheed Ghaffour). Mauritius 500 Rupees von 2023 BNB B434f: wie BNB B434e (SCWPM 66), aber mit neuem Jahr. Moldawien 500 Lei, neue Auflage BNB B123c: wie BNB B123b (SCWPM 27), aber mit neuer Unterschrift (Anca Dragu). Peru 50 Soles vom 16.12.2021 BNB B539b: wie BNB B539a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (???/Velarde/Olivera) und neuem Datum (16 DE DICIEMBRE DE 2021). Schweiz 20 Franken von 2021 BNB B356c: wie BNB B356b (SCWPM 76), aber mit neuen Unterschriften (Steiner/Maechler) und neuem Jahr (20)21 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Ausgabejahr an). Thailand 1000 Baht, neue Auflage BNB B197d: wie BNB B197c (SCWPM 139), aber mit neuen Unterschriften (Chunhavachira/Suthiwartnarueput). Donald Ludwig ( polymernotes.org ) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book und Stane Straus, polymernotes.org )
- Mauritius gibt eine neue 1000-Rupien-Polymerbanknote aus – 100er und 200er folgen 2025
Am 2. Dezember 2024 gab die Bank von Mauritius gemäß Abschnitt 35 des Bank of Mauritius Act 2004 eine neue 1000-Rupien-Banknote aus. Die neue Polymerbanknote ähnelt der zirkulierenden Papierbanknote, enthält jedoch neue Sicherheitselemente wie einen Dodo in einem transparenten Fenster und ein SPARK Flow® PRIME Sicherheitsmerkmal. Dieses weist drei visuelle Merkmale auf: optische Helligkeit, Farbveränderung von Gold zu Grün sowie dynamische Lichteffekte und ermöglicht eine leichte und intuitive visuelle Authentifizierung. Die neue Banknote ist außerdem mit einem irisierenden Streifen auf der Rückseite versehen. Die neuen Tausender werden neben den Papierbanknoten in Umlauf gebracht, die beide gesetzliches Zahlungsmittel bleiben. Die Bank arbeitet eng mit Finanzinstituten und Bargeldakteuren zusammen, um einen reibungslosen Übergang zu den neuen Banknoten zu gewährleisten. Auch die 100- und 200-Rupien-Noten werden auf Polymer umgestellt und dann ab 2025 ausgegeben. Sie zeigen ebenfalls das Bildnis eines Dodos, allerdings mit dem Sicherheitsmerkmal Swing™. Swing™, das verschiedene schillernde Farben auf einem transparenten Fenster kombiniert. Die transparenten Fenster haben die Form eines Eies und sind auf beiden Seiten der Banknoten in das Design integriert. Das Sicherheitsmerkmal Securicoat™ wird bei allen drei Stückelungen verwendet. Dabei handelt es sich um ein Sicherheitsmerkmal der ersten Stufe, das aus zwei Drucklacken besteht, einem matten und einem glänzenden. Der matte Lack wird auf der Unterseite und der glänzende Lack auf der Oberseite als überlagerndes Motiv verwendet. Der Kontrast zwischen diesen beiden Lacken ist bei indirektem Licht sichtbar. Die Abbildungen auf den drei Polymerbanknoten sind die gleichen wie auf den Papierscheinen: 100 Rupien: Renganaden Seeneevassen (1910-1958), ein mauritischer Politiker und Regierungsminister (Vorderseite) und das Gebäude des Obersten Gerichtshofs in Port Louis (Rückseite). 200 Rupien: Minister Abdool Razack Mohamed (1906-1978), ein in Indien geborener ehemaliger leitender Minister im Kabinett von Mauritius vor und nach der Unabhängigkeit (Vorderseite) und Stände auf dem Zentralmarkt von Port Louis (Rückseite). 1000 Rupien: Sir Charles Gaëtan Duval QC (1930-1996), ein mauritischer Rechtsanwalt, Staatsmann und Politiker, der Vorsitzender der Partei Parti Mauricien Social Démocrate (PMSD) war (Vorderseite) und Château du Réduit, die offizielle Residenz des Präsidenten von Mauritius (Rückseite). Die neuen Ausgaben werden von Oberthur Fiduciaire auf dem Polymersubstrat Guardian™ gedruckt. Donald Ludwig ( polymernotes.org )
- Nigeria: Gestaltung der erneuerten Noten präsentiert
Am 26. Oktober 2022 hatte die Zentralbank von Nigeria bekanntgegeben, die 200-, 500- und 1000-Naira-Banknoten zu erneuern, um Fälschungen entgegenzuwirken (wir berichteten ). Nun präsentierte der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari am 23. November die Gestaltung der neuen, von der Nigerian Security Printing and Minting Company gedruckten Scheine: Diese ist mit den Vorgängernoten quasi identisch, nur die Farbgebung unterscheidet sich von den alten Scheinen. Auch sollen die Sicherheitsmerkmale aktualisiert worden sein, jedoch sind diesbezüglich noch keine offiziellen Informationen verfügbar, was die jeweiligen Neuerungen sein sollten. Diese Umstände führten dazu, dass viele Nigerianer über die sozialen Netzwerke ihren Unmut kundtaten – die vor einem Monat groß angekündigte Neugestaltung entsprach offenbar nicht den Erwartungen. Auch wird kritisiert, so minimale Änderungen an der Gestaltung würden für Geldfälscher keine ausreichend hohe Hürde zur Anpassung schaffen und somit stelle die Einführung der aktualisierten Scheine nur eine unnötige Belastung der Steuerzahler dar. Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari mit dem Muster der neuen 1000-Naira-Note [Bildquelle: Twitterseite der Zentralbank von Nigeria (@cenbank)] Am 15. Dezember 2022 sollen die Noten in Umlauf gegeben werden. Die alten Scheine der drei betroffenen Nominale behalten nur noch bis zum 31. Januar 2023 ihre Gültigkeit. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer ( www.banknotebook.com )
- Nigeria: Neue Unterschrift auf 20 und 500 Naira
Nie Werte zu 20 und 500 Naira der Central Bank of Nigeria (vgl. NGA-34/30, Linzmayer B232/228) gibt es mit neuer Unterschrift von Priscilla Ekwueme Eleje als "Director of Currency and Branch Operations". Für den neuen Zwanziger wurde die Serie EW und für den Fünfhunderter die Serie AA/98 verwendet. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com #Nachrichten #Weltbanknoten #Afrika #Nigeria #Naira #Grabowski
- Philippinen: Mehr Polymerbanknoten kommen!
Am 3. Dezember 2024 kündigte die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) die Ausgabe ihrer ersten kompletten philippinischen Polymer-Banknotenserie an. Dies wurde in den sozialen Medien bekannt gegeben. Die BSP erklärte, dass die neuen Polymerbanknoten im ersten Quartal 2025 kommen und neben den bestehenden Papierbanknoten in Umlauf gebracht werden. Zunächst werden die 50-, 100- und 500-Piso-Polymernoten eingeführt, wobei sich die Bank aufgrund der geringen Nachfrage gegen die Herstellung einer Polymerversion der 200-Piso-Banknote entschieden hat. Während auf den Papiergeldscheinen die Helden und Naturwunder des Landes abgebildet sind, zeigt die neue Polymerserie die reiche biologische Vielfalt der Philippinen. "Die Darstellung verschiedener Symbole des Nationalstolzes auf unseren Banknoten und Münzen spiegelt die Dynamik und Kunstfertigkeit der Numismatik wider und fördert die Wertschätzung der philippinischen Identität", so die BSP. Im April 2022 begann die BSP mit der Ausgabe ihrer ersten 1000-Piso-Polymerbanknote. Diese zeigt auf der Vorderseite den philippinischen Adler und die Sampaguita und auf der Rückseite den Tubbataha Reefs Natural Park, die Südseeperle und das T'nalak-Gewebe. Weitere Informationen und Abbildungen zu den neuen Banknoten werden hier veröffentlicht, sobald sie verfügbar sind. Donald Ludwig ( polymernotes.org )
- Bangladesch: Porträt des "Vaters der Nation" wird auf allen Banknoten ersetzt
Die von Muhammad Yunus geführte Übergangsregierung in Bangladesch hat die Zentralbank angewiesen, neu gestaltete Banknoten einzuführen, auf denen das Porträt von Scheich Mujibur Rahman, dem Gründungspräsidenten des Landes und "Vater der Nation", nicht mehr zu sehen ist. Nach Angaben der Bangladesh Bank werden die Banknoten zu 20, 100, 500 und 1000 Taka auf Anweisung der Übergangsregierung gedruckt. Zunächst wird das Design der vier Scheine geändert, die anderen werden dann schrittweise umgestaltet. Die derzeitige 100-Taka-Banknote mit dem Porträt von Scheich Mujibur Rahman. Nach der im September getroffenen Entscheidung werden die neuen Banknoten innerhalb von sechs Monaten in Umlauf gebracht. Sie werden Motive aufweisen, die vom Aufstand im Juli 2024 inspiriert sind, in dessen Folge die von Sheikh Hasina geführte Awami-Liga-Regierung im August abgesetzt wurde. Religiöse Strukturen, bengalische Traditionen und "Graffiti", die während des Aufstandes im Juli gezeichnet wurden, werden auf den neuen Banknoten zu sehen sein, so die Bank. Scheich Mujibur Rahman (1920-1975), "Vater der Nation". Mujibur Rahman wurde am 15. August 1975 bei einen Militärputsch ermordet. Sein Erbe wurde während der Proteste angegriffen, die sich zunächst gegen eine umstrittene Beschäftigungsquote richteten. Statuen und Wandgemälde mit seinem Bildnis wurden beschädigt, während seine Tochter nach Indien floh und Berichten zufolge immer noch dort lebt. In jüngsten Äußerungen hat sie Yunus direkt vorgeworfen, er habe es versäumt, die Minderheiten, einschließlich der Hindus, zu schützen. Das Internationale Tribunal für Verbrechen in Bangladesch hat ihre Äußerungen als Hassrede bezeichnet, und die Staatsführung des Landes erklärte, dass eine Verleumdungskampagne gegen die Regierung Yunus im Gange sei. Seit die geschäftsführende Regierung die Macht übernommen hat, wurden mehrere symbolische Darstellungen von Scheich Mujibur Rahman entfernt, darunter auch sein Porträt in der Residenz des Präsidenten. Feiertage, die mit ihm in Verbindung stehen, wurden gestrichen, und bei Protesten wurden Statuen umgestürzt und Wandmalereien verunstaltet. Die Entwürfe der neuen Banknoten werden hier vorgestellt, sobald sie verfügbar sind. Donald Ludwig
- Lexikon: Krone
Der Kronentaler wurde als Münze ab 1755 in den österreichischen Niederlanden (Burgundisches Kreuz mit drei Kronen) und später in anderer Form in vielen anderen Ländern geprägt. Durch den Wiener Münzvertrag vom 24. Januar 1857 wurde die Krone als deutsche Vereinsgoldmünze eingeführt; von 1872 bis 1914 war sie auch Bezeichnung für das 10-Mark-Stück der deutschen Reichswährung. Österreichische Währungseinheit war die Krone von 1892 bis 1924 (1 Krone = 100 Heller). Österreich-Ungarn Österreich-Ungarn, Oesterreichisch-ungarische Bank: 1000 Kronen vom 2. Januar 1902. Donaustaat Geplanter Donaustaat: Später als Lotterielos genutzter Andruck einer Note zu 20 Kronen von 1921. Deutschösterreich Deutschösterreich, Oesterreichisch-ungarische Bank: Überdruck auf 100 Kronen vom 2. Januar 1912. Österreich (Erste Republik) Republik Österreich, Oesterreichisch-ungarische Bank: Kleingeldersatz zu 2 Kronen vom 2. Januar 1922. Republik Österreich, Oesterreichisch-ungarische Bank: Banknote der österreichischen Inflation zu 100.000 Kronen vom 2. Januar 1922. Die Kronenwährung gab es in Estland von 1928 bis 1940, der Tschechoslowakei, der Slowakei und vor Einführung einer eigenständigen Pengö-Währung 1927 in Ungarn. Noch heute ist die Krone Währungseinheit in den drei skandinavischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden sowie in Island und der Tschechischen Republik. Estland (Erste Republik) Estland, Eesti Pank: 20 Krooni von 1932. Tschechoslowakei Tschechoslowakei, Republik: 1 Korunu (Krone) vom 15. April 1919. Tschechoslowakei, Nationalbank: 100 Korun vom 10. Januar 1931. Tschechoslowakei, Sowjetische Besatzung: 100 Kronen von 1944. Tschechoslowakei, Staatsbank: 100 Kronen von 1961. Tschechische Republik Tschechische Republik, Nationalbank: 100 Korun Gedenkbanknote "100 Jahre Kronen-Währung" 2019. Slowakei (Erste Republik) Slowakei, Erste Republik, Nationalbank: 500 Korun vom 12. Juli 1941. Slowakei (Zweite Republik) Slowakei, Zweite Republik, Nationalbank: 20 Korun vom 2. Januar 2006. Dänemark Dänemark, Danmarks Nationalbank: 100 Kroner 1972 (1991). Norwegen Norwegen, Norges Bank: 50 Kroner von 2008. Schweden Schweden, Sveriges Riksbank: 10 Kronor von 1939. Schweden, Sveriges Riksbank: 50 Kronor von 2004. Island Island, Sedlabanki Islands: 5000 Kroner vom 22. Mai 2001. Ungarn Ungarn, Oesterreichisch-ungarische Bank: 25 Kronen vom 27. Oktober 1918. Ungarn, Ungarischer Staat: Note der Oesterreichisch-ungarischen Bank zu 100 Kronen vom 2. Januar 1912 mit Überdruck des ungarischen Staatssiegels von 1920. Ungarn, Postbank: 5 Korona vom 19. Mai 1919. Ungarn, Finanzministerium: 10 Koron vom 1. Januar 1920. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Przyschetz – Lichtenwalde – Przysiecz
Das Straßendorf Przyschetz (deutsch: Lichtung) liegt zwei Kilometer südwestlich vom Gemeindesitz Proskau und 13 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Oppeln. Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 403 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 44 für die Zugehörigkeit zu Polen. 1931 wurde der Ort in Lichtenwalde umbenannt. 1945 kam der deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Przysiecz umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde der Ort Teil der Woiwodschaft Oppeln. Wie viele oberschlesische Gemeinden, gab auch die Gemeinde Przyschetz 1921/22 Notgeld aus, das die damalige örtliche Situation widerspiegelt. Die Scheine der ersten Auflage erinnern an die Volksabstimmung am 20. März 1921. Die bei R. Zacharias in Magdeburg gedruckten 25- und 50-Pfennig-Gutscheine zeigen auf der Vorderseite ein Foto eines Bauernhauses bzw. die Dorfstraße und auf der Rückseite ein Gruppenfoto von Kindern und Jugendlichen. Diese Scheine waren bis zum 1. Oktober 1921 gültig. Abb. 1.1: 25 Pfennig, gültig bis 1. Oktober 1921, Vorderseite. Abb. 1.2: 25 Pfennig, gültig bis 1. Oktober 1921, Rückseite. Abb. 2.1: 50 Pfennig, gültig bis 1. Oktober 1921, Vorderseite. Abb. 2.2: 50 Pfennig, gültig bis 1. Oktober 1921, Rückseite. Die zweite Auflage besteht aus zwei Gutscheinen zu 50 und 75 Pfennig. Sie waren bis zum 1. April 1922 gültig. Die Entwürfe hierzu stammen von Heinz Schiestl und wurden bei Flemming & Wiskott im schlesischen Glogau gedruckt. Auf ihre Beschreibung kann hier verzichtet werden, da die Gemeinde mit den Scheinen ein Blatt mit entsprechenden Angaben abgab. Abb. 3: Beiblatt „Notgeld der Gemeinde Przyschetz. Abb. 4.1: 50 Pfennig, gültig bis 1. April 1922, Vorderseite. Abb. 4.2: 50 Pfennig, gültig bis 1. April 1922, Rückseite. Abb. 5.1: 75 Pfennig, gültig bis 1. April 1922, Vorderseite. Abb. 5.2: 75 Pfennig, gültig bis 1. April 1922, Rückseite. Uwe Bronnert
- Chinas neue Polymer-Gedenkbanknote zum Jahr der Schlange
Am 9. Dezember 2024 gab China bekannt, dass es am 3. Januar 2025 mit der Ausgabe einer Polymerbanknote zum Jahr der Schlange 2025 beginnen wird. Dabei handelt es sich um eine offizielle und nicht um eine private Fantasieausgabe. Letztes Jahr hat China eine Polymerbanknote zum Jahr des Drachen herausgegeben, HIER im Blog angekündigt. Ich denke, man kann davon ausgehen, dass nun jedes Jahr eine Tierkreis-Banknote folgen wird, bis alle zwölf Tierkreiszeichen geehrt worden sind. Die Gedenkbanknote ist wie ihre Vorgängerin vertikal ausgerichtet und ähnlich gestaltet. Das Hauptmotiv auf der Vorderseite ist ein schlangenförmiges Muster mit dem nationalen Emblem der Volksrepublik China, "People's Bank of China", und einem Siegel mit dem Siegelzeichen "Schlange" oben, der farblich wechselnden Wertzahl 20 und den chinesischen Schriftzeichen 贰拾元, einem dynamischen holografischen Streifen, einem transparenten Fenster, einem ertastbaren Zeichen für Sehbehinderte und einer Kontrollnummer am unteren Rand. Die Rückseite ist eher schlicht gestaltet und zeigt drei Kinder, die das neue Jahr feiern und vor den dekorativen Mustern von Shanxi-Volkshäusern Frühlingsfest-Banner aufkleben. Oben sind die Wertzahl 20 und die chinesischen Pinyin-Buchstaben YUAN zu sehen, unten Blumen und dynamische holografische Muster, die Jahreszahl 2025, das Siegel des Präsidenten, die Wertzahl, die chinesische Pinyin-Schrift der Bank und die Worte "People's Bank of China 20 Yuan" in mongolischer, tibetischer, uigurischer und Zhuang-Sprache. An der Unterseite der Polymerbanknote befindet sich ein dynamischer holografischer Streifen. Wenn man die Banknote kippt und den Blickwinkel ändert, sieht man auf der Vorderseite ein dekoratives Muster aus Ruyi-Wolkenmuster, Pflaumenblüten und "Fu" (das chinesische Schriftzeichen für Glück), das mehrfarbige dynamische Merkmale aufweist. Die Gedenkbanknote misst 145 mm x 70 mm. Es wurden 100 Millionen Stück gedruckt (einschließlich 20.000 Stück für Chinas historische Währungsarchive). Die Reservierungs- und Umtauschgrenze für jede Person liegt bei 20 Banknoten. Die Ausgabe erfolgt nach Vereinbarung bei einer Reihe von Bankinstituten im ganzen Land. Donald Ludwig ( polymernotes.org )
- Polymer-Gedenkbanknote zum Jahr des Drachen
Am 7. Dezember 2023 kündigte China die Ausgabe einer Polymer-Gedenkbanknote zum Jahr des Drachen 2024 an. Dabei handelt es sich um eine offizielle Ausgabe und nicht um eine private Fantasieausgabe. Die Gedenkbanknote ist vertikal ausgerichtet. Die Gestaltung der Vorderseite erinnert an die chinesische Drachen-Gedenkbanknote aus dem Jahr 2000, wobei der brüllende Drache nun nach rechts statt nach links zeigt. Oben sind das Staatswappen der Volksrepublik China und ein Siegel mit Drachensymbol abgebildet. Unten befinden sich die farblich wechselnde Wertzahl „20“, ein dynamisches holografisches Muster, ein transparentes Fenster, taktile Markierungen für Sehbehinderte und die Kontrollummer. Die Rückseite ist eher schlicht gestaltet und zeigt drei Kinder, die mit Drachenlaternen tanzend das Neujahrsfest feiern. Im Hintergrund sind dekorative Muster von Pekinger Innenhofhäusern zu sehen. Der untere Teil der Banknote zeigt eine Blume und ein dynamisches holografisches Muster. Neben dem Ausgabejahr (2024) ist das Siegel des Präsidenten der People's Bank of China zu sehen. Der Text am unteren Rand zeigt die chinesische Pinyin-Version von "People's Bank of China" und die Worte "People's Bank of China 20 Yuan" in den vier ethnischen Sprachen Mongolisch, Tibetisch, Uigurisch und Zhuang. Die Gedenkbanknote hat das Format 145 mm x 70 mm. Es wurden 100 Millionen Banknoten gedruckt. Das ist zehnmal so viel wie für die Drachen-Banknote aus dem Jahr 2000. Zunächst können die chinesischen Bürgerinnen und Bürger die Banknoten vom 3. bis 5. Januar 2024 bei den Geschäftsbanken vorbestellen. Pro chinesischem Personalausweis können maximal 20 Stück reserviert werden. Die Scheine können dann vom 9. bis 15. Januar 2024 abgeholt werden. Donald Ludwig ( polymernotes.org )
- Geldscheinporträts: Pedro Álvares Cabral – Durch Zufall nach Brasilien
Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. Geburtsname: Pedro Álvares de Gouveia Zur Person: Adliger, Seefahrer, Diplomat Nationalität: Portugiesisch Lebensdaten: 1467/68 – 1520 Geburtsort: Belmonte (Portugal) Sterbeort: Santarém (Portugal) Porträt von Pedro Álvares Cabral Links: Ausschnitt aus einem Gemälde von Francisco Aurélio de Figueiredo e Melo (1854–1916), 1900; Rechts: Stahlstich der American Bank Note Company für den Druck der 1962 herausgegebenen 1000-Cruzeiros-Banknote. September 1499: Vasco da Gama kehrte nach Lissabon zurück. Fast zwei Jahre zuvor war seine Flotte aufgebrochen. Sie umsegelte das Kap der guten Hoffnung und legte schließlich in Kalikut (heute Kozhikode ) an der südwestlichen Küste Indiens an. Der Seeweg nach Indien war entdeckt. Der Schlüssel zum lukrativen Gewürzhandel lag damit in den Händen der Portugiesen. Vasco da Gama wurde als „Admiral der Meere“ gefeiert und mit Ordenstiteln überhäuft. Doch die Lage war heikel. Die Reise forderte hohe Tribute, nur 60 der fast 200 Männer überlebten die Fahrt. Da Gama kam zudem mit leeren Händen zurück. Es gelang ihm nicht, feste Handelsbeziehungen zum Zamorin, dem König von Kalikut, aufzubauen. Der Zamorin wollte die arabischen Händler nicht verprellen, die die Portugiesen als Konkurrenten sahen. Der portugiesische König Manuel I. war damit nicht zufrieden. Er wollte die Vorherrschaft der Portugiesen auf den Meeren und ließ eine neue Flotte ausrüsten. Zum Anführer wählte er Pedro Álvares Cabral (Vasco da Gama verzichtete). Cabral entstammte einem alten portugiesischem Adelsgeschlecht, sein Vater Ferñao Cabral war Gouverneur. Was genau ihn zu seinem neuen Posten qualifizierte, ist bis heute unklar. Erfahrungen bei größeren Expeditionen hatte er nicht. Er konnte sich jedoch auf die Berichte Vasco da Gamas stützen und es wurden ihm berühmte Seeleute wie Bartolomeu Dias an die Seite gestellt, der als erster das Südkap Afrikas umsegelte. Am 9. März 1500 brach die Flotte auf. Von „Entdeckungsreise“ oder „Abenteuerfahrt“ kann man hier lange nicht mehr sprechen. Die Kriegsflotte war bis an die Zähne bewaffnet. Cabrals Expeditionen markierten den Übergang von der Erkundung zum Handel und danach zur Eroberung. Cabral war kein Seefahrer, sondern Diplomat, der Handelsbeziehung aufbauen und Feinde und Konkurrenten bekämpfen sollte. Doch nicht alles lief nach Plan. Schon nach wenigen Tagen verloren sie ein Schiff, das sie trotz mehrtägiger Suche nicht wiederfinden konnten. Als sie die Kapverdischen Inseln passierten, wurden sie vom Wind und von der Strömung weit nach Westen abgetrieben. So weit, dass sie am 21. April Land sichteten. Völlig unverhofft waren sie in Südamerika gelandet. Brasilien war entdeckt. Cabral nannte das neue Land Terra da Vera Cruz, das „Land des wahren Kreuzes“ und schickte ein Schiff nach Portugal zurück, um König Manuel I. von der Entdeckung zu berichten. Mit den verbleibenden Schiffen setzt er seine Reise fort. Am Kap der guten Hoffnung traf die Flotte ein schwerer Sturm. Vier Schiffe sanken, unter den Toten war auch Bartolomeu Dias, der das Kap zwölf Jahre zuvor als Erster umsegelt hatte. Mit den verbliebenen sechs Schiffen schaffte es Cabral nach Kalikut. Er versuchte abermals, Handelsbeziehungen zum Zamorin zu etablieren und ließ auftragsgemäß eine Faktorei errichten. Es kam sofort zur Konfrontation mit den arabischen Händlern. Nach mehreren Auseinandersetzungen wurde der portugiesische Handelsstützpunkt von den Arabern gestürmt. 50 Portugiesen starben. Pedro Álvares Cabral befahl, aus Rache zehn arabische Schiffe zu kapern und ließ hunderte Araber ermorden. KaliKut ließ er beschießen. Seine Flotte segelte weiter nach Cochin (Kochi), füllte ihre Schiffe mit Gewürzen und kehrte mit den wenigen verbliebenen Schiffen nach Portugal zurück. Trotz der Verluste war die Expedition für die portugiesische Krone ein großer wirtschaftlicher Erfolg. Für die nächste Expedition wählte Manuel I. wieder Vasco da Gama aus, der in den Folgejahren die portugiesische Schreckensherrschaft und den Terror in Indien fortsetzte. Pedro Álvares Cabral setze sich zur Ruhe und starb 1520 in Santarém. Brasilianische Zentralbank, Gedenkbanknote „500 Jahre Entdeckung Brasiliens“ zu 10 Reais, April 2000, Polymer-Kunststoff Vorderseite: Porträt von Pedro Álvares Cabral, frühe Kartendarstellung „Terra Brasilis“, Portugiesische Windrose aus dem 16. Jahrhundert, rechts Schiffe von Cabrals Expedition, links Abschnitt aus dem Schreiben von Pero Vaz de Caminha an König Manuel I. Rückseite: Umrisskarte von Brasilien mit Fotografien zur ethnischen Vielfalt der brasilianischen Bevölkerung. Elias Heindl Literatur/Quellen: Horst Gründer (2003): Eine Geschichte der europäischen Expansion. Von Entdeckern und Eroberern zum Kolonialismus. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart Roger Crowley (2016): Die Eroberer. Portugals Kampf um ein Weltreich. Konrad Theiss Verlag, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt Frédéric Mauro (1984): Die europäische Expansion . Steiner, Wiesbaden Dieter Lohmann, Nadja Podbregar (2012): Im Fokus: Entdecker. Die Erkundung der Welt. Springer, Heidelberg, S. 26ff https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianischer_Real












