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- Teutoburger Münzauktion: Vorschau auf eine ganz besondere Auktion 166!
Vom 9. bis 13. Dezember 2024 findet die 166. Teutoburger Münzauktion statt, zu der schon jetzt Vorgebote abgegeben werden können. Nach den Teilen I (Gold), II (Hauptkatalog) und III (Briefmarken) folgt am 13. Dezember der Teil IV zu den Banknoten mit 2000 Positionen, der dieses Mal viele Raritäten – besonders bei altdeutschen Geldscheinen – bietet. Ohne Übertreibung kann man speziell für diesen Bereich der deutschen Papiergeldgeschichte von einer "Jahrhundert-Auktion" sprechen! Ganz nebenbei wird auch die Fachbibliothek von Albert Pick angeboten, die sich seit Ende der 1980er Jahre im Gietl Verlag befand und hier über die Jahre ständig erweitert wurde. Hier geht es direkt zum Banknotenteil der 166. Teutoburger Münzauktion Nachfolgend stellen wir eine kleine Auswahl an Losen aus dem Banknotenteil vor: Los 4192: Banknoten, Altdeutschland, Anhalt-Gesamtstaat, Herzogtum (ab 1863). Grabowski/Kranz 41, Pick S140. Banknote, 100 Mark 1.7.1874. Anhalt-Dessauische Landesbank 1864 - 1874. Dieser Schein im Grabowski/Kranz abgebildet. I- / II+, leichter Mittelknick 1874. Serie XVII. Dieser Schein im Grabowski/Kranz abgebildet. III, kl. Risse, äußerst selten. Ausruf: 2.500 EUR Los 4197: Banknoten, Altdeutschland, Baden. Grabowski/Kranz 52, Pick S901. Bankschein, 10 Gulden 1.12.1870. Badische Bank, Lit. A. III. Ausruf: 3.000 EUR Los 4200: Banknoten, Altdeutschland, Bayern, Königreich. Grabowski/Kranz 60, Pick S157 Bank-Note, 100 Gulden 1.6.1839. Bayerische Hypotheken- und Wechselbank 1834 - 1874. Serie XVII. Dieser Schein im Grabowski/Kranz abgebildet. III, kl. Risse, äußerst selten. Ausruf: 5.000 EUR Los 4203: Banknoten, Altdeutschland, Bayern, Königreich . Grabowski/Kranz 67, Pick S164. Banknote, 10 Gulden 1.7.1865. Bayerische Hypotheken- und Wechselbank 1834 - 1874. Serie XXXII. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgbildet. III. Ausruf: 1.500 EUR Los 4212: Banknoten, Altdeutschland, Bremen, Freie und Hansestadt. Grabowski/Kranz 109, Pick S209. 100 Mark der Bremer Bank 1.7.1872. Lochentwertet. III, Rs. Klebereste. Ausruf: 4.000 EUR Los 4215: Banknoten, Altdeutschland, Frankfurt am Main, Stadt (bis 1866). Grabowski/Kranz 113 M (LP), Pick S216. Bankschein, 35 Gulden 1.1.1855. Frankfurter Bank 1855. Musterschein mit Fol. 1 und No. I, Vs. mit schwarzem Balkenstempel „AUSSER COURS“. Dieser Schein im Grabowski/Kranz abgebildet (Titelstück). II+, von größter Seltenheit. Ausruf: 15.000 EUR Los 4230: Banknoten, Altdeutschland, Hessen-Darmstadt. Grabowski/Kranz 144, Pick S269. Kassenschein, 10 Gulden 1.7.1865. Großherzoglich Hessische Staatsschulden-Tilgungscasse-Direction 1848 - 1865. Litera L. II+, leichte Kleberreste auf Rs. Ausruf: 1.500 EUR Los 4238: Banknoten, Altdeutschland, Hessen-Homburg. Grabowski/Kranz 168, Pick S291. Banknote, 5 Gulden 1.1.1855. Landgräflich Hessische Concessionierte Landesbank 1855. Lit. B, Ser. II. IV+, etwas restauriert. Ausruf: 2.500 EUR Los 4242: Banknoten, Altdeutschland, Lübeck, Freie Hansestadt. Grabowski/Kranz 181, Pick S317. Banknote, 50 Thaler 2.1.1858. Credit- und Versicherungs-Bank in Lübeck 1858. Lit. V, Serie E. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III. Ausruf: 2.500 EUR Los 4250: Banknoten, Altdeutschland, Mecklenburg-Strelitz, Großherzogtum. Grabowski/Kranz 214, Pick S356. Rentei-Cassen-Schein, 25 Thaler 1.6.1869. Großherzoglich Mecklenburgische Finanz-Commission 1866 - 1869. KN. 4-stellig, Lit. C I. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. I. Ausruf: 1.500 EUR Los 4252: Banknoten, Altdeutschland, Nassau, Herzogtum. Grabowski/Kranz 217, Pick S361. Landescreditkassenschein, 1 Gulden 3.12.1840. Nassauische Landes-Credit-Casse-Direction 1840 - 1847. IV, 2cm eingerissen, selten. Ausruf: 2.000 EUR Los 4259: Banknoten, Altdeutschland, Oldenburg Großherzogtum. Grabowski/Kranz 237, Pick S381. 100 Mark 1.4.1875. Oldenburgische Landesbank 1875. Mit neunfache entwertung „CASSIERT“. II, etwas wellig, von größter Seltenheit. Ausruf: 10.000 EUR Los 4282: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Königreich, Gesamtstaat. Grabowski/Kranz 300, Pick S442. Banknote, 50 Thaler 31.7.1846. Preussische Haupt-Bank, Haupt-Bank-Directorium 1846 - 1874. Ser. A. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. IV, etwas restauriert, von größter Seltenheit. Ausruf: 10.000 EUR Los 4284: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Königreich, Gesamtstaat. Grabowski/Kranz 310, Pick S450. Banknote, 100 Thaler 19.12.1864 Preussische Haupt-Bank, Haupt-Bank-Directorium 1846 - 1874. Lit. C. IV+, etwas restauriert, von größter Seltenheit. Ausruf: 10.000 EUR Los 4287: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Königreich, Gesamtstaat. Grabowski/Kranz 314, Pick S454. Banknote, 100 Mark 1.5.1874. Preussische Haupt-Bank, Haupt-Bank-Directorium. Ser. b. Dieser Schein im Grabowski/Kranz abgebildet. III. Ausruf: 3.500 EUR Los 4294: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Ostpreußen, Provinz. Grabowski/Kranz 357, Pick S541. Banknote, 50 Thaler 13.10.1866. Königsberger Privat-Bank 1857 - 1866. Ser. II. Dieser Schein im Grabowski/Kranz abgebildet. III- / IV+, von größter Seltenheit. Ausruf: 10.000 EUR Los 4300: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Posen, Provinz. Grabowski/Kranz 380, Pick S576. Banknote, 10 Thaler 18.3.1867. Provinzial-Actien-Bank des Großherzogtums Posen 1857 - 1883. Lit. A. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III, von größter Seltenheit. Ausruf: 10.000 EUR Los 4303: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Westpreußen, Provinz. Grabowski/Kranz 433, Pick S528. Note, 50 Thaler 2.1.1865. Danziger Privat-Actien-Bank 1857 - 1887. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. I / I-, von größter Seltenheit. Ausruf: 15.000 EUR Los 4304: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Westpreußen, Provinz. Grabowski/Kranz 434, Pick S529. Note, 100 Thaler 1.7.1867. Danziger Privat-Actien-Bank 1857 - 1887. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. I-, Fleck, von größter Seltenheit . Ausruf: 15.000 EUR Los 4310: Banknoten, Altdeutschland, Sachsen, Kurfürstentum und Königreich (ab 1806). Grabowski/Kranz 449a, Pick S616. Interims-Cassen-Schein, 1 Reichs-Thaler 18.12.1815. Königlich Sächsische Interims-Cassen-Scheine 1815. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III+ / III. Ausruf: 1.200 EUR Los 4319: Banknoten, Altdeutschland, Sachsen, Kurfürstentum und Königreich (ab 1806). Grabowski/Kranz 469, Pick S950. Banknote, 100 Mark 1.1.1874. Sächsische Bank zu Dresden 1866 - 1890. Lit. F, Ser. XVII. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. I, äußerst selten. Ausruf: 2.000 EUR Los 4331: Banknoten, Altdeutschland, Schleswig-Holstein, Herzogtümer. Grabowski/Kranz 524, Pick S761. Zettel, 5 Reichsthaler 1801. Schleswig-Holsteinische Leihe-Institut Altona, Kopenhagen (Cassa-Admin. Altona) 1801 - 1810. Serie A. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III. Ausruf: 2.000 EUR Los 4347: Banknoten, Altdeutschland, Thüringen, Reuß jüngere Linie, Fürstentum. Grabowski/Kranz 617, Pick S597. Banknote, 100 Mark 1.1.1874. Geraer Bank 1856 - 1874. III, Fleck. Ausruf: 1.500 EUR Los 4360: Banknoten, Altdeutschland, Thüringen, Sachsen-Weimar-Eisenach, Großherzogtum. Grabowski/Kranz 649, Pick S731. Banknote, 100 Mark 1.1.1874. Weimarische Bank, Weimar 1854 - 1874. Lit. A. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III- / IV+, etwas restauriert. Ausruf: 1.000 EUR Los 4378: Banknoten, Altdeutschland, Belagerungs-Ausgaben, Erfurt. Grabowski/Kranz 711, Pick S1461a. „Blokade-Schein“, 2 Groschen 1.11.1813. Kaiserlich Französisches Militair-Gouvernement 1813. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III, kl. Loch. Ausruf: 2.000 EUR Los 4396: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945. Rosenberg 4, Grabowski DEU-1. 100 Mark 1.1.1876. Muster mit gekreuztem Aufdruck „Muster-Abdruck - werthlos.“ und vier Perforationen „DRUCKPROBE“, Rs. KN. „000000“ und Serie a. I, von größter Seltenheit. Ausruf: 15.000 EUR Los 4398: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945. Rosenberg 7, Grabowski DEU-49. 20 Mark 10.1.1882. Serie D. II, selten. Ausruf: 3.500 EUR Los 4453: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945. Rosenberg 137, Grabowski DEU-170. 100 Billionen Mark 15.2.1924. Serie A. I- / II+, etwas wellig u. leichter Knick auf der rechten Seite, äußerst selten. Ausruf: 7.000 EUR Los 4454: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945. Rosenberg 160, Grabowski DEU-205. 500 Rentenmark 1.11.1923. Serie A, 4x perforiert „DRUCKPROBE“. I / I-, winz. Fleck, äußerst selten. Ausruf: 10.000 EUR Los 4656: Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art. Grabowski P31.1 Variante. 100 Mark Leinen schwarz statt gelblich, einseitige Probe der Rs., für die bestickten Scheine mit Bogenrand, in der Mitte mit Stadtwappen statt dem Rübchen. I-II, äußerst selten, in dieser Form nicht bekannt, Unikat !. Ausruf: 7.000 EUR Los 4661: Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art. Grabowski P34. Probe, zu 100 Mark 15.7.1921. Mehrfarbdruck auf weißer Seide, mit Umschrift „Nichts Schrecklicheres“, dieses Exemplar im Grabowski abgebildet. II, etwas fleckig, äußerst selten. Ausruf: 5.000 EUR Los 4761: Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art. Grabowski P101. 2 Goldmark Seide, weiß Ruhrhilfe 1.2.1923. Seiten separat gedruckt und kopfstehend zusammengenäht, Druck blau/gelb/rot/schwarz. Bis jetzt konnte diese Ausführung zu 2 Goldmark nicht nachgewiesen werden, hiermit ist die Existenz nun bestätigt. I-, von größter Seltenheit. Ausruf: 10.000 EUR Los 4769: Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art. Grabowski P113 Variante. 20 Goldmark Samt, gelb 15.12.1923, Druck einseitig schwarz, mit Zackenrand. In der Literatur ist bisher nur von einem Exemplar die Rede, dieses wurde 2022 in unserer 151. Auktion für 15.500,00€ versteigert. Hiermit möchten wir Ihnen das zweite Stück in anderer Ausführung präsentieren. I, von größter Seltenheit. Ausruf: 15.000 EUR Los 2644: Numismatische Literatur, Mittelalter und Neuzeit, ZUSAMMENSTELLUNGEN UND LOTS. Bibliothek des Numismatikers Albert Pick (1922 Köln bis 2015 Garmisch-Partenkirchen). Tausende Bücher, Hefte, Auktionskataloge, Zeitschriften, Ordner, Notizen, und und und in 77 Umzugskartons. Pick verkaufte diese Bibliothek Ende der 1980er Jahre für 50000 DM an einen numismatischen Verlag, dessen wechselnde Inhaber den Bestand über die Jahrzehnte hinweg immer wieder um neue Publikationen erweiterten. Enthalten sind numismat. Bücher, viel über Papiergeld, aber auch über Geschichte, Porzellan, Möbel, u.v.m. Eine ausführliche Besichtigung ist ratsam. Bitte viel Zeit einplanen. Ausruf: 10.000 EUR Zur Teutoburger Münzauktion 166!
- Aus privaten Sammlungen: Unfertiger Druck zu 10 Złotych für das Generalgouvernement 1940
Nach dem erfolgreichen Polenfeldzug der Deutschen Wehrmacht im September 1939 wurden vormals deutsche Gebiete wieder dem Reich angeschlossen. Während der Ostteil des Landes, der nach dem Polnisch-Sowjetischen Krieg 1918–1921 an Polen gefallen war, von der Sowjetunion zurückerobert wurde (Russisch-Polen), bildete die deutsche Besatzungsmacht aus dem Rest Polens das sog. „Generalgouvernement“ unter deutscher Verwaltung, das jedoch weiter als Ausland galt. Da die polnische Regierung geflüchtet war und neben dem Staatsschatz auch sämtliche Druckplatten für die polnischen Banknoten mitgenommen hatte, musste man bald eine eigene Versorgung mit Zahlungsmitteln sichern. Nach dem erfolgreichen Beginn des sog. „Russlandfeldzugs“ wurde das Generalgouvernement am 1. August 1941 um den Distrikt Galizien (Ostgalizien mit der Hauptstadt Lemberg) erweitert. Mit Gründung der Emissionsbank in Polen, die ihren Sitz in Krakau hatte, erfolgte die Versorgung des Generalgouvernements mit Banknoten, die den polnischen Scheinen aus der Zeit vor dem Krieg nachempfunden waren, aber auf polnische Hoheitszeichen verzichteten. Der eingeführte Zwangskurs lag bei 1 RM = 2 Złote. Trotz der inflationären Entwicklung des Złoty wurde auch in der Folge an diesem Kurs festgehalten. Ausgehend vom Ausgabeort wurden die Emissionsbanknoten von der polnischen Bevölkerung auch „Krakauer Złoty“ genannt. Sie gelangten ab 27. März 1940 in den Umlauf. Von der ersten Serie 1940 waren ohne den höchsten Nennwert insgesamt 26 Millionen Stück bei der Reichsdruckerei gedruckt worden. Der Fünfhunderter wurde in der Staatsdruckerei Warschau hergestellt. Die erste Serie musste im August 1941 wegen der zahlreich vorkommenden Fälschungen ersetzt werden. Die Emissionsbank in Polen gab ihre Noten bis zum 10. Januar 1945 aus. Bei den Scheinen der Emissionsbank in Polen kommen immer wieder auch sog. unfertige Drucke (Makulaturen) und Entwürfe vor, die teilweise von den tatsächlich ausgegebenen Banknoten abweichen. Ein solches Stück soll hier vorgestellt werden. Es handelt sich um den unfertigen Druck (nur Unterdruck auf der Vorderseite) eines 10-Złotych-Scheins vom 1. März 1940. Die Rückseite ist gänzlich unbedruckt. Besonders schön kommt das Wasserzeichen zur Geltung. Das Stück habe ich vor ca. 25 Jahren persönlich von Holger Rosenberg gekauft. Objekttyp: Banknote (unfertiger Druck, Makulatur) Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte (Sammlung Grabowski) Authentizität: Original Land/Region/Ort: Polen, Generalgouvernement, Krakau Emittent: Emissionsbank in Polen (Bank Emisyjny w Polsce) Nominal: 10 Złotych (ohne Angabe) Datierung: 1. März 1940 (ohne Angabe) Vorderseite: Unterdruck mit Mädchen in Tracht mit Blumenkranz im Schaurand sowie zwei allegorischen Figuren für Wissenschaft und Kunst links und rechts eines Ovals mit Guillochen Legende: ohne Rückseite: unbedruckt Material: Papier mit Wasserzeichen Zickzackwellen Format: ca. 171 mm x 84 mm Druck: Reichsdruckerei, Berlin Nummerierung: ohne Umlauf: nicht im Umlauf Zitate : ZWK-29 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) Ro/Gra 574 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) SCWPM 94 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) 94 (Miłczak: Banknoty Polskie i Wzory, Tom I) Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Grabowski, Hans-Ludwig: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2023/2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 EUR Zur Leseprobe Mehr lesen / Zum Shop Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Argentinien: Eine 20.000-Pesos-Banknote kommt noch dieses Jahr
Wenn alles nach Plan läuft, wird in Argentinien Ende November 2024 eine neue Banknote in Umlauf gebracht, eine 20.000-Pesos-Note, die die kürzlich ausgegebene 10.000er als die Banknote mit dem höchsten Nennwert im Umlauf ablösen wird. Über die Ausgabe der 10.000-Pesos-Banknote wurde HIER im Blog berichtet. Beide Banknoten sind Teil der im Mai 2022 angekündigten Familie der "Heldinnen und Helden des Vaterlandes". Der vorläufige Entwurf für die neue 20.000-Pesos-Banknote. Der Druck der Banknoten wurde von der Zentralbank der Argentinischen Republik (BCRA) an ein chinesisches Unternehmen vergeben, was in einigen Teilen der argentinischen Politik, die den Beziehungen zu China ablehnend gegenüberstehen, für Unbehagen gesorgt hat. Die BCRA rechtfertigt sich jedoch, dass die Struktur der argentinischen Casa de la Moneda (Münzanstalt) modernisiert werden muss und die Anlage die technischen Voraussetzungen für die Herstellung der geforderten 230 Millionen Banknoten nicht erfüllen kann. Daguerreotypie von Juan Bautista Alberdi, aufgenommen in Valparaíso, Chile ca. 1850–1853. (restauriert). Die 20.000-Pesos-Banknote zeigt das Porträt des Nationalhelden Juan Bautista Alberdi (1810–1884), eines Politikers aus San Miguel de Tucumán. Obwohl er die meiste Zeit seines Lebens im Exil in Montevideo, Uruguay, und in Chile lebte, beeinflusste er den Inhalt der argentinischen Verfassung von 1853 entscheidend. Auf der Grundlage seiner klassisch-liberalen und föderalen Verfassungsvorstellungen versuchte Alberdi gleichzeitig, die gegensätzlichen sozialen Interessen zu befriedigen und ein Gleichgewicht zwischen der politischen Zentralisierung auf nationaler Ebene und der Dezentralisierung der Verwaltung auf Provinzebene herzustellen. Er war der Ansicht, dass beide Lösungen zur Konsolidierung und Entwicklung des ursprünglichen Wesens der einzelnen Nationen beitragen würden. Alberdi kehrte 1879 nach Argentinien zurück, nachdem er mehr als vierzig Jahre im Ausland gelebt hatte.Nach Europa gesandt, erlitt er auf der Reise einen Schlaganfall, an dem er im Juni 1884 in der Nähe von Paris starb. Donald Ludwig
- Argentinien gibt eine neue 10.000-Pesos-Banknote heraus
Am 7. Mai 2024 führte die Banco Central de la República Argentina eine neue 10.000-Pesos-Banknote ein, die das gleiche Design verwendet, das ursprünglich zwei Jahre zuvor als eine 500-Pesos-Banknote vorgestellt aber nie ausgegeben wurde. Eine neue 20.000-Pesos-Note mit dem Bildnis von Juan Bautista Alberdi wird voraussichtlich im vierten Quartal 2024 eingeführt. Auf der Vorderseite der neuen Banknote sind María Remedios del Valle und Manuel Belgrano abgebildet. María Remedios del Valle (ca. 1768-1847), auch bekannt als "Madre de la Patria" (Mutter des Vaterlandes), war eine afro-argentinische Soldatin, die am argentinischen Unabhängigkeitskrieg teilnahm. Bis zur Wende zum 21. Jahrhundert, als argentinische Historiker begannen, die Beiträge schwarzer Argentinier einzubeziehen, war sie weitgehend in Vergessenheit geraten, doch heute wird ihr Beitrag zur Unabhängigkeit des Landes allgemein anerkannt. Das argentinische Parlament erklärte 2013 den 8. November zum Nationalen Tag der Afro-Argentinier und der afrikanischen Kultur. María Remedios del Valle (ca. 1768-1847), "Mutter des Vaterlandes". Manuel José Joaquín del Corazón de Jesús Belgrano y González (1770-1820), meist Manuel Belgrano genannt, war ein argentinischer Staatsbeamter, Wirtschaftswissenschaftler, Rechtsanwalt, Politiker, Journalist und Militärführer. Er nahm an den argentinischen Unabhängigkeitskriegen teil und entwarf die spätere Nationalfahne Argentiniens. Die Argentinier betrachten ihn als einen der wichtigsten Gründerväter des Landes. Manuel Belgrano, einer der wichtigsten Gründerväter Argentiniens. Auf der Rückseite der Banknote sind Soldaten zu Pferd abgebildet, die der argentinischen Flagge die Treue schwören (27.02.1812). Auf der Vorderseite ist rechts oben ein OVI-Sicherheitsmerkmal mit Sonnenschliff zu sehen und ein gefensterter Sicherheitsfaden ist auch eingearbeitet. Das Wasserzeichen zeigt María Remedios del Valle, Manuel Belgrano und die Elektrotypen "MV" und "MB". Die Papierbanknote wurde von der China Banknote Printing and Minting Corporation gedruckt und misst 155 x 65 mm. Auch im Wasserzeichen der neuen Banknote sind María Remedios del Valle und Manuel Belgrano abgebildet. Im folgenden Video wird die neue Banknote vorgestellt: Donald Ludwig
- WARNUNG! Wenn es zu gut aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch ...
Facebook bietet wunderbare Möglichkeiten, neue Sammler zu treffen und oft tolle Banknoten zu guten Preisen zu finden. Aber wie das Sprichwort sagt, wenn es zu gut aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch ... Haben Sie eine seltene oder selten angebotene Banknote gefunden, die in einer der Facebook-Gruppen zum Verkauf angeboten wird? Das kann sicher eine verlockende Gelegenheit sein, vor allem wenn Sie die Banknote zu einem guten Preis erwerben können. Leider gibt es viele Betrüger, die nur darauf warten, Ihre Sammelleidenschaft auszunutzen, eine fehlende Banknote zu einem günstigen Preis zu erwerben. Ich kenne einen Sammler, der vor einigen Jahren betrogen wurde: Er verhandelte mit einem Verkäufer über den Kauf der 10.000-Dollars-Polymerbanknote von Brunei, die keine seltene Banknote war, als sie noch im Umlauf war, sondern wegen des hohen Nennwerts (derzeit ca. 7.700 USD) selten angeboten wird. Der Sammler und der Verkäufer einigten sich auf einen äußerst fairen Preis (Alarmsignal 1). Da sie sich nicht kannten (Alarmsignal 2), vereinbarten sie Folgendes: Der Sammler würde die Hälfte im Voraus bezahlen, dann sollte der Verkäufer die Banknote verschicken, nach Erhalt würde der Sammler dann die andere Hälfte bezahlen. Und was geschah? Der Sammler zahlte die Hälfte und hörte nie wieder etwas von dem Verkäufer. Facebook-Gruppen haben Administratoren, die für die Sicherheit ihrer Gruppen und ihrer Mitglieder verantwortlich sein sollten. Administratoren können nicht jedes Mitglied in ihrer Gruppe persönlich kennen, und viele Leute wollen Mitglieder werden. Die Administratoren sollten jedoch nicht jeden "blind" aufnehmen, sondern eine gewisse Prüfung vornehmen. Kennt ein Administrator das potenzielle Mitglied? Ist sein Facebook-Profil neu? Hat das potenzielle Mitglied Facebook-Freunde, die ebenfalls Banknotensammler sind? Ist das potenzielle Mitglied in anderen Banknotengruppen aktiv? Hatten andere Sammler schon einmal mit ihm zu tun und haben positive Erfahrungen gemacht? Es gibt gelegentlich schwarze Schafe, und wir können den Administratoren nicht immer einen Vorwurf machen, die meisten tun ihr Bestes. Echte Banknoten, Kopierte Bilder, betrügerische Verkaufsangebote. Gruppenmitglieder müssen ebenfalls wachsam sein. Ende August und Anfang September 2024 wurden zwei seltene 1000-Dollars-Banknoten aus Malaya und Britisch-Borneo (Pick 6) mit PMG-Grading online in mehreren Facebook-Gruppen von zwei verschiedenen Verkäufern angeboten. Eine gute Gelegenheit, seltene Banknoten zu erwerben? Bei näherer Betrachtung stellte man fest, dass zwei Verkäufer dieselbe Banknote anboten! Die Verkäufer (relativ neue, leere Profile ohne Angaben über sich selbst) hatten keine sichtbaren Freunde, keine Verbindungen zu Banknoten und ihre Namen unter fortgeschrittenen Sammlern waren unbekannt (was bei solch seltenen Banknoten eher nicht der Fall sein sollte). In diesem Fall bemerkte ich sofort die offensichtlich falschen Verkaufsangebote in verschiedenen Gruppen, informierte einige Administratoren, und die Täter (mit erfundenen, fiktiven Namen) wurden schnell aus einigen, aber nicht aus allen Facebook-Gruppen entfernt und verbannt. Den falschen Verkäufern ist es jedoch gelungen, Opfer zu finden. Diese Nachricht wurde am 14. September 2024 von einem Opfer gepostet (Name wegen Privatsphäre gelöscht): [übersetzt] "Bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie mit einer Person namens Rack Zol Geschäfte machen. Ich habe diese Person für Geldscheine bezahlt, die auf Facebook zum Verkauf angeboten wurden, aber ich habe sie nie erhalten. Rack Zol hat aufgehört, mit mir über Messenger zu kommunizieren, und die E-Mail-Adresse 'brex6577@gmail.com', die sie mir gegeben hat, existiert nicht mehr. Bitte machen Sie nicht denselben Fehler wie ich. Wenn der Preis zu gut aussieht, um wahr zu sein, dann ist es wahrscheinlich ein Betrug." Seien Sie vorsichtig und seien Sie klug! Lassen Sie sich durch einen günstigen Preis nicht von den Risiken blenden! Kontaktieren Sie die Administratoren Ihrer Facebook-Gruppen, wenn Sie etwas Verdächtiges bemerken. Donald Ludwig
- Lexikon: Kontrollziffer (Kontrollnummer)
Kontrollziffer (Abkürzung: KZ) oder auch Kontrollnummer (Abkürzung: KN) sind die bei Sammlern und in Katalogen üblichen Bezeichnungen für die fortlaufende Nummerierung auf Geldscheinen. Wegen der fälschlich auch für Konzentrationslager der NS-Diktatur verwendeten Abkürzung KZ (offizielle Abkürzung: KL) wird bereits seit einigen Jahrzehnten hauptsächlich nur noch die Abkürzung KN für Kontrollnummern verwendet. Im Englischen wird die Kontrollnummer als "serial number" bezeichnet, was deutsche Sammler dazu veranlasst, die Kontrollnummern im Deutschen auch als Seriennummern zu bezeichnen, was völlig falsch ist. Es gibt sowohl Kontroll- als auch Seriennummern. Beide unterscheiden sich jedoch grundlegend voneinander. Während die Kontrollnummern der fortlaufenden Nummerierung von Geldscheinen innerhalb oder auch außerhalb von Serien dienen, die sowohl durch Serienbuchstaben oder Seriennummern und zum Teil auch in Kombination beider als Nummernkreise vergeben werden, dienen Seriennummern der Kennzeichnung einer ganzen Serie von Geldscheinen. Wären Seriennummern identisch mit Kontrollnummern, dann müssten alle Scheine einer Serie die selbe Kontrollnummer und keine fortlaufenden Nummerierung mehr tragen, was dem Sinn von Kontrollnummern fundamental widerspräche. Es hat eben nicht eine ganze Serie von Scheinen die selbe Kontrollnummer, sondern alle Scheine (ohne oder mit Serie) haben unterschiedliche Nummern, um deren Herstellung, Ausgabe und Verteilung sowie das Aufkommen von Fälschungen kontrollieren zu können. Nachfolgend einige Beispiele für Kontrollnummern und Serienbezeichnungen als Buchstaben und mit Seriennummern. Deutsche Reichsbank (DEU-37b): Reichsbanknote zu 20 Mark vom 21. April 1910 mit Serie H und 7-stelliger Kontrollnummer "8712393". Deutsche Reichsbahn, Reichsverkehrsminister: Notgeld zu 10 Millionen Mark vom 2. September 1923 mit Serie HR und Seriennummer 29 (HR-29) sowie 6-stelliger Kontrollnummer "337338". Nationalbank von Belgien (BEL-109): Banknote zu 500 Francs / 100 Belgas vom 8. Februar 1943 mit Serienbuchstaben R und Seriennummer 1391 sowie 8-stelliger Kontrollnummer "34766876". Die letzten drei Stellen der Kontrollnummer (hier "876") wiederholen sich als quasi "Kontrollziffer" am Ende der Serienbezeichnung (1391.R.876) als Sicherheitsmerkmal für echte Banknoten. Sollten sich beide Ziffern unterscheiden, handelt es sich ganz sicher um eine Fälschung. Die letzten drei Ziffern in der Serienbezeichnung sind also nicht deren Bestandteil oder Teil einer Seriennummer, sondern dienen der Echtheitskontrolle. Die vollständige Serienbezeichnung lautet bei der abgebildeten Banknote "1391.R". Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Vor 100 Jahren: Einführung der ersten Reichsmark-Banknoten
Nach dem für das Deutsche Reich verlorenen Ersten Weltkrieg und der sich anschließenden gigantischen Reparationsforderungen und der Inflation musste für das Land eine neue, stabile und weltweit konvertierbare Währung geschaffen werden: die Reichsmark. Vor 100 Jahren! Das Bankgesetz vom 30. August 1924 [1] wurde von Reichspräsident Ebert, von Reichswirtschaftsminister Hamm und vom Reichsminister der Finanzen Dr. Luther unterzeichnet. Damit erlangte die Reichsbank nach Paragraph 2 des Bankgesetzes das Recht zur Ausgabe von Reichsbanknoten auf die Dauer von 50 Jahren. Die neue Währung lautete auf Reichsmark, geteilt in 100 Reichspfennig. Die Übergangswährung der Rentenbank war weiterhin umlauffähig: 1 Rentenmark = 100 Rentenpfennig. Abgekürzt wurde die neue Währung mit RM in einer Art Schreibschrift und hatte einen Wechselkurs von 1,0 Bio. Mark = 1 Reichsmark. Gleichzeitig erhielten vier Privatnotenbanken ebenfalls das Recht zur Ausgabe von Reichsmark-Banknoten: die Badische Bank, die Bayerische Notenbank, die Sächsische Bank zu Dresden und die Württembergische Notenbank. Durch den Tod Rudolf Havensteins am 20. November 1923 war die Stelle des Reichsbankpräsidenten vakant. Zuvor wurde am 12. November 1923 Dr. Hjalmar Schacht zum Reichswährungskommissar ernannt und am 18. Dezember 1923 hatte ihn der Reichsrat zum Reichsbankpräsidenten vorgeschlagen. Vier Tage später billigte das Reichskabinett diesen Vorschlag und Reichspräsident Friedrich Ebert ernannte Dr. Schacht am selben Tag zum Präsidenten des Reichsbankdirektoriums. Die Berufung Schachts war jedoch umstritten. [2] Folgende Mitglieder im Reichsbankdirektorium waren die RB-Direktoren Dr. (Horace Greeley) Hjalmar Schacht, (Carl Ludwig Bernhard) Kauffmann, (Carl Otto) v. Grimm, Schneider, (Dr. Arnold) Budczies, (Bruno) Bernhard, (Otto) Seiffert, (Wilhelm) Vocke, (Karl) Friedrich, (Richard) Fuchs und P(aul) Schneider, deren Unterschriften faksimiliert auf die RB-Noten gedruckt wurden. Am 8. November 1924 erfolgte die Bekanntmachung über die Ausgabe der Reichsmark-Banknoten zu 10, 20, 50 und 100 RM und deren Beschreibung. Die Beschreibung des Tausenders erfolgte ein Vierteljahr später. Abb. 1: Bekanntmachung im „Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger“ Nr. 265 vom 8. November 1924 – insgesamt wurden 25.472.000 Banknoten im Gesamtwert von 4,946 Mrd. Reichsmark als Erstauflage bei der Reichsdruckerei gedruckt. Abb. 2: Beschreibung der neuen 10-RM-Banknoten; im Text wird auf das Bildnis eines Holbein-Gemäldes hingewiesen – deshalb bezeichnet man die Ausgaben von 1924 als „Holbein-Serie“. Abb. 3: 10 Reichsmark 11. Oktober 1924, Vs., mit Ausschnitt des Gemäldes „Kaufmann Derich Born“ von Hans Holbein d. J. (Bayerische Staatsgemäldesammlungen München). Abb. 4: 10 Reichsmark, Rs., insgesamt wurden 340,0 Mio. Banknoten gedruckt. Abb. 5: 10- und 20-RM-Banknoten kommen mit der Perforation „Wertlos“ und „Reichsbank“ vor – von allen Musterscheinen der 1924-er Banknoten existieren perforierte Exemplare mit kyrillischen Buchstaben „БНБ“ = Българска народна банка/ Bulgarische Nationalbank. Abb. 6: die Beschreibung der neuen 20-RM-Banknoten enthält Angaben über die Abmessung des Scheins und die Druckfarbe der Nummerierung. Abb. 7: 20 Reichsmark 11. Oktober 1924, Vs., abgebildet ist ein Ausschnitt des Holbein-Gemäldes seiner Ehefrau Elsbeth Schmidt-Holbein (Kunstmuseum Basel). Abb. 8: 20 Reichsmark, Rs., insgesamt wurden über 250,0 Mio. Banknoten gedruckt. Abb. 9: die Beschreibung der neuen Banknoten zu 10 bis 100 RM nennt ein Wasserzeichen nicht; es ist ein fortlaufend übereinderliegendes Siegel mit der oberen Umschrift „REICHSBANK“ und dem stilisierten Reichsadler in der Mitte und ist auf allen 1924-er Reichsbanknoten in der Durchsicht erkennbar (nur in der Beschreibung des 1000-RM-Scheins wird auf ein Wasserzeichen hingewiesen). Abb. 10: wie aus der Beschreibung ersichtlich, wurden die neuen Banknoten mit sog. Irisdruck hergestellt – gedruckt wurden die Banknoten im Buchdruck. Abb. 11: 50 Reichsmark 11. Oktober 1924, Vs., abgebildet ist ein Ausschnitt des Holbein-Gemäldes „Junger unbekannter Mann“ (Gemäldegalerie, Kunsthistorisches Museum Wien). Abb. 12: 50 Reichsmark, Rs., insgesamt wurden 46,0 Mio. Banknoten gedruckt. Die ersten Reichsbanknoten zu 10, 20 und 50 RM wurden nach dem 16. November 1924 in Umlauf gegeben. Es folgten die Ausgabe zu 100 RM am 4. Dezember 1924 und zu 1000 RM erst am 13. Februar 1925. Sie hatten alle das einheitliche Datum des 11. Oktober 1924. Die vier Privatnotenbanken ließen 50 und 100-RM-Scheine drucken. Abb. 13: 50 Reichsmark, Vs., der Badischen Bank wurde zugestanden, dass sie zur Ausgabe von Banknoten in Höhe von 27,0 Mio. RM berechtigt war; 100-RM-Banknoten wurden nicht hergestellt. Abb. 14: 50 Reichsmark, Vs., die Bayerische Notenbank durfte Banknoten in Höhe von 70,0 Mio. RM ausgeben; 100-RM-Banknoten mit Datum 11. Oktober 1924 wurden ebenfalls gedruckt, wie auch eine Folgenote zu 50 RM mit Datum 1. September 1925. Abb. 15: 50 Reichsmark, Vs., zusammen mit der 100-RM-Banknote gab die Sächsische Bank zu Dresden beide Scheine mit dem von der Reichsbank vorgegebenen Datum 11. Oktober 1924 aus, auch hier war die erlaubte Druckmenge von 70,0 Mio. RM festgelegt. Abb. 16: 50 Reichsmark, Vs., nach den Ausgaben zu 50 und 100 RM von 1924 gab die Württembergische Notenbank eine weitere 50-RM-Banknote mit dem Datum 1. August 1925 in Umlauf; die fertiggestellten Banknoten zu 50 RM mit Datum 1. Oktober 1930 kamen jedoch nicht mehr in Umlauf – 700 Pakete mit insgesamt 19,0 Mio. RM wurden im April 1945 vernichtet; lediglich 20 Exemplare wurden mit senkrechter Lochung bzw. mit Aufdruck „MUSTER“ versehen. Abb. 17: in der Beschreibung der neuen 100-RM-Banknoten werden auch die ins Banknotenpapier eingelassenen farbigen Fasern auf dem linken Schaurand der Vorderseite genannt – die Fasern unterscheiden sich farblich bei den jeweiligen Wertstufen. Abb. 18: 100 Reichsmark 11. Oktober 1924, Vs., abgebildet ist ein Ausschnitt des Holbein-Gemäldes und zeigt das „Bildnis einer englischen Dame“ (Gemäldegalerie, Kunsthistorisches Museum Wien). Abb. 19: 100 Reichsmark, Rs., insgesamt wurden über 30,0 Mio. Banknoten gedruckt. Abb. 20: in der Beschreibung der neuen 1000-RM-Banknoten wird auf die „gemusterte Blindprägung“ im Schaurand hingewiesen; darin befindet sich – wie bei den anderen Banknoten auch – der „Ausfertigungs-Kontroll-Stempel“. Abb. 21: 1000 Reichsmark 11. Oktober 1924, Vs., abgebildet ist ein Ausschnitt des Holbein-Gemäldes, dass den Kaufmann Hermann Hillebrandt Wedigh zeigt (Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin). Abb. 22: 1000 Reichsmark, Rs., insgesamt wurden 1,8 Mio. Banknoten gedruckt. Ein Vierteljahr nach Ausgabe der ersten Reichsmark-Banknoten wurden alle Reichsbanknoten, die vor dem 11. Oktober 1924 ausgegeben wurden, zur Einziehung aufgerufen. Ab 6. Juni 1925 wurden solche Banknoten ungültig; interessant ist der Passus „Noten in Abschnitten unter 10 Milliarden Mark sollen nur in Gebinden und in einem durch 10 Milliarden teilbaren Betrage eingereicht werden.“ Die Einlösemöglichkeit der 1923-er Banknoten im Kurs von 1 Billion Papiermark = 1 Reichsmark ist Ursache der heute auf dem Sammlermarkt selten vorkommenden Billionenscheine. Abb. 23: Aufruf des Reichsbank-Direktoriums zur Einziehung der Papiermark, der Text wurde im Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 54 vom 5. März 1925 abgedruckt. Die neuen Banknoten riefen bald kriminelle Fälscher auf den Plan. So setzte das Reichsbank-Direktorium Belohnungen in Höhe bis zu 6.000 Reichsmark für die Ergreifung von Fälschern aus. Auf dem Plakat vom 5. Oktober 1925 konnte man u. a. lesen „...Die ersten in Leipzig aufgetauchten Stücke trugen sämtlich die Nummer T 1970178, die übrigen Stücke die Nummern B1307801, C 0178971, F 1640197 und F 1640130. …“. Reichsbank-Fälschungen sind in privaten und staatlichen Sammlungen vorhanden. [3] Bei der Reichsbank wurden schon danach neue Entwürfe von Reichsbanknoten eingereicht. [4] Die folgende sog. Wirtschaftsserie entstand aber erst nach 1928. Ab 22. Dezember 1930 gelangten neue 20-RM-Banknoten (22. Januar 1929) in Umlauf – es folgten neue 10-RM-Banknoten (22. Januar 1929) am 17. Februar 1931, neue 50-RM-Banknoten (30. März 1933) am 26. März 1934, neue 100-RM-Banknoten (24. Juni 1935) am 30. Mai 1936 und die lange in den Tresoren gelagerten neuen 1000-RM-Banknoten (22. Februar 1936) am 25. September 1944. Die Gestalter der 1. Reichsmark-Serie von 1924 sind namentlich unbekannt, die Entwürfe entstanden im Atelier der Reichsdruckerei. Für die 2. Serie 1929 bis 1936 wurden die Arbeiten von Prof. Langer und Prof. Scheurich realisiert. Abb. 24: Reichsbankpräsident Dr. Schacht (links) hält eine 1000-RM-Banknoten von 1936 in den Händen; Prof. Paul Scheurich (rechts) gestaltete die Rückseite (Foto: Albrecht Ritschl, in: „Von der Reichsbank zur Bundesbank“, Frankfurt am Main, 2024, S. 28). Die letzten von der Reichsbank ausgegebenen Scheine waren die 5-RM-Banknoten (1. August 1942), ab 17. Juni 1943 im Umlauf, und die 20-RM-Banknoten (16. Juni 1939) gab man erst nach dem 19. Februar 1945 aus. Die Banknoten der unvollständigen 3. Serie gestalteten Prof. Seger, Dr. Zick und Walter Riemer. Am 13. Oktober 1933 wurden die Reichsbanknoten zu 10 RM 1924 zum Umtausch aufgerufen und waren ab 1. März 1934 keine gültigen Zahlungsmittel mehr. Die 20-RM-Banknoten von 1924 wurden ab 1. Juli 1935 ungültig; beide Werte wurden durch die Ausgaben mit Datum 22. Januar 1929 ersetzt. Die 1924-er Banknoten zu 50, 100 und 1000 RM galten bis zu den Währungsreformen im Juni 1948; in den vom Deutschen Reich während des Zweiten Weltkriegs besetzten Gebieten, in Österreich und im abgetrennten Saarland kam die Reichsmark schon früher außer Kurs. Die Scheine der vier Privatnotenbanken verloren ihre Gültigkeit am 2. April 1936, konnten aber noch bis 2. Juli 1936 umgetauscht werden. [5] Die letzten ausgegebenen, auf Reichsmark lautende Geldscheine waren die Notgelder von 1945 und von 1947. Abb. 25: 1 Reichsmark 1947, Vs., Gebührenmarke des Amtes Warstein, mit Aufdruck „gültig bis 31.12.1947“; bekannt sind 1947-er Ersatzgelder zu 1 Reichsmark auch aus Eitorf, Görlitz, Holzhausen, Jülich, Kirchheimbolanden, Marl, Vreden und Zwickau sowie zu 5 Reichsmark aus Vreden (Gutschein der Fa. C. Hecking, 20. August 1947) Michael H. Schöne Abbildungen Sämtliche Reichsmark-Musterscheine aus der Muster-Sammlung des Geheimen Finanzrats Otto Karl Seiffert, der Mitglied des Reichsbankpräsidiums war und dessen Faksimile-Unterschrift sich auch auf den Reichsbanknoten findet. Lesen Sie hierzu auch folgenden Beitrag: Die MUSTER-Banknoten der Sammlung des Geheimen Finanzrats Otto Karl Seiffert. Quellen [1] „Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger“ Nr. 208 vom 3. September 1924 (veröffentlicht im RGBl. II, S. 235–246) [2] Akten der Reichskanzler, Band 1, Dokument Nr. 31 „Das Reichsbank-Direktorium an Staatssekretär Bracht“ 17. Dezember 1923 [3] https://www.moneypedia.de – 2014: „Behandlung falscher Reichsbanknoten“; https://www.geldscheine-online.com – „Fälscher & Falschgeld: Die Papiergeldfälschung“, Teil 22, Karlheinz Walz, 4. August 2021; https://www.geldscheine-online.com – „Lexikon: Internationale Kriminalpolizeiliche Kommission“, Albert Pick, 9. April 1924 [4] https://www.geldscheine-online.com – „Aus privaten Sammlungen: Probedruck zu 20 RM vom 2. Januar 1926“, Hans-Ludwig Grabowski, 13. Mai 2020, sowie „Die deutschen Banknoten ab 1871“, Hans-Ludwig Grabowski, 2023 (DEU-175, -179 ... -182) [5] Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger, Nr. 298 vom 21. Dezember 1935 (Verordnung über den Aufruf, die Einziehung und die Vernichtung von Noten der Privatnotenbanken), Nr. 303 vom 30. Dezember 1935 (Württembergische Notenbank und Badische Bank) und Nr. 304 vom 31. Dezember 1935 (Bayerische Notenbank und Sächsische Bank zu Dresden) http://fox-notes.ru https://de.numista.com https://de.wikipedia.org https://www.bavarikon.de https://www.bundesarchiv.de
- Aus privaten Sammlungen: Britisches Kantinengeld über eine Sechstel-Mark aus Bad Oeynhausen
Historischer Kontext: Am 3. April 1945 war der Krieg im westfälischen Bad Oeynhausen zu Ende. Die Stadt wurde vom Stabsarzt Dr. Werner Aly kampflos gegen 14.00 Uhr an Einheiten der 5th Armored Division der US-Armee unter Leutnant Enno Hobbing übergeben. Eine Woche später übernahm die britische 21st Army Group die Kurstadt. Dort richteten sie im Badehotel „Königshof“ ihr Hauptquartier ein; fortan war es das Befehlszentrum der British Army of the Rhine (BAOR) in der Britischen Besatzungszone. Die britische Militärverwaltung ordnete am 3. Mai 1945 die Evakuierung der Innenstadt an; über 9.000 Einwohner mussten bis 12. Mai innerhalb von 24 Stunden ihre Wohnungen in 959 Häusern verlassen. Diese musste sich am Rande der Stadt einrichten und Unterkünfte mit den Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten und den Evakuierten aus dem Ruhrgebiet teilen. Die Innenstadt wurde zur verbotenen Zone, mit einem Stacheldrahtzaun abgeriegelt und strengstens bewacht. Etwa 6.000 Briten lebten darin. Abb. 1: „Am Kurpark 5“ = Adresse des Hauptquartiers der britischen Rheinarmee von 1945 bis Oktober 1954; im Sprachgebrauch nannten die Briten die Stadt „Bad-O“. An der Ecke Klosterstraße 2/Herforder Straße wurde zur Betreuung, Versorgung und für Vergnügungen der Militärangehörigen ein YMCA-Klub eingerichtet. Abb. 2: YMCA-Club im ehemaligen „Modenhaus Eisenreich“, bis 1937 im Besitz der jüdischen Familie Rüdenberg. Wie an anderen Orten in der britischen Zone auch wurde in unterschiedlichen Einrichtungen wie Klubs und Gaststätten auch in Bad Oeynhausen Kantinengeld verwendet – meist in Reichsmark-Währung und in der Wertstufe 1/6 Mark. Nach der Festlegung des alliierten Militär-Rechnungskurses vom Oktober 1944 galt 1 Pfund = 40 RM; die Sechstel-Mark-Scheine entsprachen damit einem Wert von 1 Penny und wurden bis März 1948 verwendet. Abb. 3: Kantinengeld, Vs., 80 × 70 mm, „TOKEN VOUCHER FOR ONE SIXTH OF A MARK“ / „VALID AT Y.M.C.A. CANTEEN BAD OEYNHAUSEN ONLY“; bisher sind nur 4 Exemplare dieser Ausgabe belegt. Die Gestaltung der Scheine ähnelt sehr den alliierten Militärmark-Scheinen zu einer halben Mark mit Datum 1944. Diese hatten jedoch die Größe von 78 × 67 mm. Derartige Scheine sind aus weiteren Städten bekannt: Token Voucher for One Sixth of a Mark / Y.M.C.A. canteen Herford & Bad Salzuflen; One Sixth Mark Token / TOC H Restaurant „Krefelder Hof“ Süchteln; One Sixth Mark Token TOC H Restaurant Lübbecke; One Sixth Mark Token „Empire Club“ Salzuflen und in vereinfachter Gestaltung One Sixth Mark Token TOC H Service Club Hanover; ebenso eine Ausgabe über 1/6 Mark YMCA Bad Lippspringe. Im „Empire Club“ Bad Salzuflen wurden (möglicherweise nach der Währungsreform im Juni 1948) ähnliche Scheine zu 1 Penny und zu 6 Pence verwendet. Von einigen Scheinen existieren Druckvarianten – sie sind allesamt selten bis sehr selten zu finden und kommen auf dem Sammlermarkt kaum vor. Abb. 4: alliierter Militärmark-Schein ½ Mark/50 Pfennig 1944, Vs. Abb. 5: Kantinengeld, Vs., 80 × 70 mm, in zwei Druckvarianten bekannt – rot und grün (mit Stempel „HQ GHQ TPS“ = Headquarters General Headquarters Troops“; die Scheine zeigen eine Distel (für Schottland) und ein Ahornblatt (für Kanada). Es ist nicht belegt, dass die Oeynhausener Scheine auch im Offiziersklub „Margarethenhof“ oder im „Victory Club“ verwendet wurden. Und auffallend ist das Fehlen weiterer Kantinengelder höherer Wertstufen. Wahrscheinlich dienten die Sechstel-Mark-Scheine als Kleingeld für die ab 1. August 1946 geltenden British Armed Forces Special Vouchers. Die erste Serie und die folgenden Serien hatten als niedrigsten Wert die 3-Pence-Militärgeld-Scheine; die 50 Reichspfennig entsprachen. Hinweise auf die ausführende Druckerei und die Menge der gedruckten Scheine ließen sich bis heute in den alliierten Archiven nicht finden. Land/Region/Ort: Deutschland, Britische Besatzungszone, Nordrhein-Westfalen, Bad Oeynhausen Objekttyp: Kantinengeld, Sammlung M. H. Schöne Emittent: YMCA (Young Men‘s Christian Association; deutscher Ableger ist der CVJM = Christlicher Verein Junger Männer) Nominal: 1/6 Mark = One Sixth of a Mark (= 1 Penny) Datum: ohne Datum Umlauf: 1947/48 Vorderseite: Text und Wertangabe im Ornamentrahmen, YMCA-Emblem Rückseite: unbedruckt Material: Karton Wasserzeichen: ohne Format: 80 × 76 mm Nummerierung: ohne Authentizität: Original Zitat: Schöne # 3101 in: „Militär-, Kantinen- und Lagergeld-Ausgaben der Alliierten seit 1944 in Deutschland“ (2013) Michael H. Schöne Quellen https://en.wikipedia.org https://www.badoeynhausen.de , Stadtchronik https://www.baor-locations.org https://www.criticalpast.com https://www.vorablesen.de , Rezensionen zu Theresia Graw „Don’t kiss Tommy“, 2024 https://www.westfalen-blatt.de
- Leserpost: 5 Milliarden Mark mit Firmenzeichen D
Dear Mr. Grabowski. I have a banknote in my possession, which according to your classification is DEU-117b. However, the logo (Firmenzeichen) is located next to the serial number, although in other banknotes it is located at the top left, separately from the number. Is this banknote DEU-117b or is it another variety? Sincerely, M. Furman Übersetzung: Ich besitze eine Banknote, die Ihrer Klassifizierung nach DEU-117b entspricht. Das Firmenzeichen befindet sich jedoch neben der Seriennummer, obwohl es sich bei anderen Banknoten oben links befindet, getrennt von der Nummer. Ist diese Banknote DEU-117b oder handelt es sich um eine andere Variante? Antwort der Redaktion Es handelt sich um DEU-117b, obwohl das Firmenzeichen D direkt ein Teil der Nummerierung ist. Das Nummerierwerk der Sondertype 16 kommt nur mit den Firmenzeichen A (Greiner & Pfeiffer, Stuttgart) und D (wahrscheinlich der selben Firma) vor. Andere private Druckereien, die ebenfalls Reichsbanknoten herstellten, verwendeten andere Nummerierwerke. Vielleicht sollte man darauf in einem Fachartikel oder im Anhang des Katalogs zu den deutschen Banknoten näher eingehen. Ich wünsche noch viel Freude beim Sammeln von Geldscheinen und bei der Beschäftigung mit der Geschichte dazu. Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2023/2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe Zum Shop
- Der ungeeignetste US-Präsident auf Geldscheinen
Washington/DC im Jahr 1872: an der Kreuzung 13th/M Street stoppte der schwarze Polizist William Henry West den damals amtierenden US-Präsidenten Ulysses S. Grant. In der Nähe des Weißen Hauses war Grant mit seiner Pferdekutsche wieder einmal zu schnell gefahren – wie am Tag zuvor. „ Es tut mir sehr leid, Herr Präsident, dass ich es tun muss, denn Sie sind der Chef der Nation, und ich bin nichts anderes als ein Polizist, aber Pflicht ist Pflicht, Sir, und ich muss Sie unter Arrest setzen.“ Präsident Ulysses S. Grant wurde verhaftet und musste eine Kaution von 20 Dollars hinterlegen, die heute etwa 450 bis 500 Dollars entsprechen. Nach Ansicht von West war Präsident Grant mit seinem schnellen Fahren ein schlechtes Beispiel für andere Einwohner von Washington. „Der Präsident nahm oft an Geschwindigkeitswettbewerben mit seinen Freunden teil“ , behauptete West, und „die Straße war zeitweise gefährlich für Frauen und Kinder.“ Immer wieder beschwerten sich Bürger bei der Polizei über die Zustände, die in ihrer Straße aufgrund der heftigen Rennen herrschten, und es wurde angeordnet, dass die Polizei die Rennfahrer anhalten müsse. [1] Abb. 1: Präsident U. S. Grant mit dem Verleger Robert E. Bonner im Jahr 1868. Eine Beliebtheitsumfrage aus dem Jahr 2008 in den USA brachte Grant auf Platz 18 der damals 43 US-amerikanischen Präsidenten ... zwischen William McKinley und Grover Cleveland. Mit Schärfe charakterisierten Peter Schäfer und Ulrike Skorsetz [2] den ehemaligen Bürgerkriegsgeneral Grant: „Ulysses Simpson Grant gilt als einer der von der Persönlichkeit her ungeeignetsten Männer für das Amt des Präsidenten in der Geschichte der USA. Er besaß weder Erfahrung auf dem Gebiet der Politik noch das geistige Format und die für ein solches Amt notwendige Sensibilität, noch die erforderliche Menschenkenntnis. Was ihn zum Präsidenten machte, war seine Popularität, die aus seinen militärischen Erfolgen während des Bürgerkrieges resultierten, sowie die in den Augen der Wähler fehlende Alternative.“ In Washington war man 1885 völlig anderer Meinung. Die Verantwortlichen entschieden im US-Finanzministerium, Präsident U. S. Grant erstmals auf Geldscheinen abzubilden: auf den 5-Dollars-Noten von 1886. Abb. 2: 5 Dollars 1886, Vs., Silver Certificate 1899, gedruckt zwischen 1891 und 1893. Es folgten weitere Geldscheine – jeweils mit einem ähnlichen Porträt des Präsidenten: 5 Dollars 1896 SC, 1 Dollar 1899 SC, 50 Dollars 1913 GC, 50 Dollars 1914 FRN rotes Siegel, 50 Dollars 1914 blaues Siegel, 50 Dollars 1918 FRB/NC, 50 Dollars 1928 GC, 50 Dollars 1929 NC Typ I und II, 50 Dollars 1934–1993 FRN, 50 Dollars 1996–2001 FRN und 50 Dollars 2004 FRN bis heute. Abb. 3: Ulysses S. Grant (1822–1885), 1869–1877; 18. Präsident der USA, zwischen 1870 und 1880 fotografiert © Brady-Handy Collection, Library of Congress, Prints and Photographs Division – nach dieser Fotografie gravierte Lorenzo J. Hatch den Präsidenten für einige Geldscheine. Abb. 4: 5 Dollars 1896, Rs., Silver Certificate, Bürgerkriegsgeneräle U. S. Grant/links und P. H. Sheridan/rechts. Abb. 5: 1 Dollars 1899, Vs., Silver Certificate, Präsidenten A. Lincoln/links, U. S. Grant/rechts. Abb. 6: 50 Dollars 1913, Vs., Gold Certificate, ähnliche Gold-Scheine im Großformat wurden mit dem Datum 1922 ausgegeben. Abb. 7: 50 Dollars 1914, Vs., Federal Reserve Note, ähnliche Scheine mit blauem Stempel waren eine Nachauflage. Abb. 8: 50 Dollars 1918, Vs., National Currency, nur zwei Ausgabestellen sind von diesem Typ nachweisbar – hier FRB St. Louis/Missouri, SBst. H; Ausgabe für Atlanta/Georgia hatte die Kennung 6-F. Auch nach der Verkleinerung des Papierformats wurden 50-Dollars-Noten mit dem Porträt von U. S. Grant gedruckt. Die als „large-size notes“ bezeichneten US-Scheine von 1861 bis 1927 hatten die oft leicht abweichenden Maße 189 x 80 mm – die „small-size notes“ sind seit 1928 bis heute hingegen nur 156 × 67 mm groß. Abb. 9: 50 Dollars 1928, Vs., Gold Certificate. Abb. 10: 50 Dollars 1918, Vs., National Currency, nur sieben Ausgabestellen sind von diesem Typ nachweisbar – hier FRB New York/NY, SBst B. Abb. 11: 50 Dollars 1934, Vs., Federal Reserve Note, dieser Typ wurde ab 1928 in 26 Varianten bis 1993 gedruckt– hier FRB New York/NY, SBst B. Abb. 12: 50 Dollars 1996, Vs., Federal Reserve Note, dieser Typ wurde 1996 und 2001 in zwei Varianten gedruckt – hier Austauschnote der FRB San Francisco 12-L. Abb. 13: 50 Dollars 2004, Vs., Federal Reserve Note, davon wurden seit 2004 Scheine in sechs Varianten gedruckt; hier Standardschein der FRB San Francisco 12-L. Abb. 14: 15 Cents o. D. (1867–1869), Vs., Probedruck der Druckerei des US-Schatzamts; Unterschriften: Noah Lemuel Jeffries (links)/Francis Elias Spinner (rechts). Erwähnenswert sind Probedrucke zu 15 Cents der sog. Fractional Currency. Diese Kleinbanknote mit den Porträts von Philip H. Sherman und Ulysses S. Grant kam nie in Umlauf. Das Gesetz des 39. US-Kongresses vom 7. April 1866 verbot eine Abbildung lebender Personen auf Geldscheinen. Trotzt seiner militärischen Erfolge während des Bürgerkriegs war Grant mehr als umstritten. Korruptionsskandale, sein Versagen beim Kampf gegen den Ku-Klux-Klan und vor allem sein Generalbefehl Nr. 11 vom 17. Dezember 1862, nach dem allen Juden befohlen wurde, Mississippi, Kentucky und Tennessee binnen 24 Stunden zu verlassen, machten ihn beim US-amerikanischen Volk mehr als unbeliebt. Nach Beschwerden in Washington wies Präsident Lincoln am 7. Januar 1863 Grant an, den Befehl umgehend zurückzunehmen. 1873 gewann Grant die Wiederwahl zum Präsidenten mit einem Erdrutschsieg, was vor allem auf das Unvermögen von Horace Greeley, Kandidat einer Abspaltung der Republikaner, der Liberal-Republikanischen Partei, geschuldet war. 1876 wollte Grant trotzdem nochmals antreten, doch die Republikaner verweigerten ihm die Gefolgschaft mit Verweis auf das Vorbild George Washingtons. Grant verstarb am 23. Juli 1885 an Kehlkopfkrebs. Unterschiedliche Dollar-Redesign-Scheine mit dem Bildnis von U. S. Grant sind aus jüngster Zeit bekannt – dem ungeeignetsten US-Präsidenten aller Zeiten ... Stand 1999! Abb. 15: 50 Dollars 2015, Vs., „Federal Reserve Note“ mit fiktiven Unterschriften, links „Treasurer Suzy Smith Due“/rechts „Secretary J. G. Doe“ – vergleichbar mit „Mustermann“ im Deutschen; Spielgeld und sog. Funny Notes werden heutzutage angeboten ... auch in den Wertstufen bis 1 Mio. Dollars. Michael H. Schöne Quellen [1] „Sunday Star“ Washington DC vom 27. September 1908 „Only Policeman who ever arrested a President“ [2] Schäfer, P./Skorsetz, U. „Die Präsidenten der USA in Lebensbildern“, Berlin 1999 https://de.wikipedia.org https://en.wikipedia.org https://www.historytoday.com/reviews/ulysses-s-grant-great-soldier-poor https://www-nps-gov
- Lexikon: Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden
Die Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden wurde aufgrund des Gesetzes über Zahlungsverbindlichkeiten gegenüber dem Ausland vom 9. Juni 1933 errichtet und arbeitete eng mit der Deutschen Reichsbank zusammen. Zahlungen von fällig gewordenen Tilgungsbeträgen und Zinsen für ausländische Vermögensanlagen mussten an die Konversionskasse gezahlt werden. Dadurch ging die Zahlungsverpflichtung vom Schuldner auf die Konversionskasse über, die mit auf Reichsmark lautenden unverzinslichen Schuldscheinen (Konversionskassenscheine, sog. "Scrips") bezahlte (§ 4 der Satzung der Konversionskasse). Im Grunde war dies eine Sofortmaßnahme der neuen nationalsozialistischen Regierung zur Devisenbewirtschaftung, auch im Zusammenhang mit den enormen Auslandsschulden Deutschlands im Rahmen der einseitig von den Alliierten festgesetzten Reparationsforderungen nach dem Ersten Weltkrieg. DEU-226a: Schuldschein der Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden über 30 Reichsmark vom 28. August 1933, 1. Ausgabe, Vorderseite. DEU-237E2: Schuldschein der Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden über 100 Reichsmark vom 28. August 1933, 2. Ausgabe 1934 mit Perforation "WERTLOS", Vorder- und Rückseite. Diese Scrips, die in den Werten 5, 10, 30, 40, 50, 100, 500 und 1000 Reichsmark ausgegeben wurden, waren nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt, also im eigentlichen Sinne keine Geldscheine, werden aber als papiergeldähnliche Wertpapiere auch von Geldscheinsammlern gesammelt und im Standardkatalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" aufgeführt und bewertet. Das aufgedruckte Datum lautet 28. August 1933, eine spätere Ausgabe erhielt einen roten Überdruck "1934". Die Scrips wurden dann 1934 durch verzinsliche (3 bzw. 4%) zehnjährige Schuldverschreibungen, sog. Fundierungsbonds, ersetzt. Mit Perforation "ENTWERTET" oder "WERTLOS" perforierte Konversionskassenscheine gehörten zum "Reichsbankschatz" aus dem Besitz der ehemaligen Staatsbank der DDR, der Mitte 2006 versteigert wurde. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2023/2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe Zum Shop
- Nanotechnologie trifft Banknoten: Neuer Sicherheitsfaden von G+D sorgt für einzigartige Effekte
München/Maskat, 30. September 2024 – Giesecke+Devrient (G+D) hat auf dem Global Currency Forum 2024 in Oman einen neuen, hochinnovativen Sicherheitsfaden für Banknoten vorgestellt. RollingStar Venus nutzt erstmals Nanotechnologie in Kombination mit Mikrospiegeln und ermöglicht damit zwei völlig neue Effektklassen für eine sichere Authentifizierung. Diese heben die Attraktivität und Sicherheit von Banknoten auf ein neues Niveau. Zentralbanken tragen die Verantwortung dafür, dass die von ihnen ausgegebenen Banknoten im täglichen Gebrauch einfach, schnell und sicher auf ihre Echtheit geprüft werden können. Optisch wechselnde und dynamische Effekte, brillante Farben sowie klare Erkennbarkeit der Sicherheitsmerkmale auf den Scheinen spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Mit dem RollingStar Venus erweitert die G+D-Tochter Louisenthal ihr umfangreiches Sicherheitsfaden-Portfolio für Banknoten um ein innovatives und zukunftsweisendes Produkt. Auf die hochmodernen Mikrospiegelelemente des Fadens sind zusätzlich Nanostrukturen aufgebracht, die ein extrem präzises Zusammenspiel von Farbgebung und Dynamik erlauben. So entstehen zwei völlig neuartige Effektklassen: „ColorFlip“ und „Color MotifFlip“. Neue Effektklassen sorgen für höchste Fälschungssicherheit Bei direkter Betrachtung zeigt der RollingStar-Venus-Faden ein sicheres, hochpräzises und attraktives zweifarbiges Erscheinungsbild. Wird die Note gekippt, entsteht der dynamische ColorFlip-Effekt: Einzelne farbige Bereiche des Fadens scheinen sich zu bewegen und dabei die Farbe zu ändern. Dieser Effekt wird durch kontrollierte Dynamik und Farbgebung auf jedem einzelnen Mikrometer des Fadens ermöglicht. Der Color-MotifFlip-Effekt zeigt zusätzlich einen dynamischen Wechsel zweier farbiger Motive, was die Wiedererkennung verbessert und die Fälschungssicherheit erheblich erhöht. G+D RollingStar Venus, Vorderseite der Musternote "Kolibri" (Quelle: G+D). G+D RollingStar Venus, Rückseite der Musternote "Kolibri" (Quelle: G+D). G+D demonstriert die neuen Effekte anhand zweier Musternoten, die im Rahmen des Global Currency Forum präsentiert werden. Diese zeigen einen fliegenden Kolibri sowie eine in ihr Spiel vertiefte Pianistin. Der Sicherheitsfaden der Kolibri-Musternote zeigt eine Blüte, die beim Kippen der Note dynamisch zwischen den Komplementärfarben grün und rot wechselt (ColorFlip). Bei der Musternote mit der Pianistin alterniert das Motiv auf dem Sicherheitsfaden zwischen der Zahl 100 und einer Musiknote (Color MotifFlip). Die beiden orangefarbenen Motive wechseln dabei auf einem lilafarbenen Hintergrund, wodurch für den Betrachter ein Display-ähnlicher Eindruck entsteht. G+D RollingStar Venus, Vorderseite der Musternote "Piano" (Quelle: G+D). G+D RollingStar Venus, Rückseite der Musternote "Piano" (Quelle: G+D). Die Millionen Mikrospiegel des Sicherheitsfadens und die darauf aufgebrachten Nanostrukturen reflektieren einen Großteil des einfallenden Lichts. Im Zusammenspiel mit einer hochreflektierenden metallischen Oberfläche gewährleisten sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen optimale Sichtbarkeit. Die Kombination aus Nanoeffekten und modernster Spiegeltechnologie macht RollingStar Venus zu einem hochattraktiven Merkmal, das die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zieht und die Echtheitsprüfung der Banknote so einfach wie nie zuvor macht. „Unser neuer Sicherheitsfaden RollingStar Venus ist eine bedeutende technologische Innovation, mit der wir die Sicherheit bei Banknoten auf ein neues Niveau heben“, erklärt Clemens Berger, Geschäftsführer von Louisenthal. „Nanotechnologie ermöglicht dynamische und faszinierende Effekte im Banknotendesign. Mit dem Venusfaden nutzen wir diese Effekte, um die Attraktivität und Fälschungssicherheit von Banknoten langfristig zu gewährleisten.“ Patch mit ColourShift-Technologie Neben dem RollingStar-Venus-Sicherheitsfaden präsentiert G+D auf dem Global Currency Forum auch seinen RollingStar Patch mit ColourShift-Technologie. Dieses Sicherheitselement ermöglicht mit seinen dynamischen visuellen Effekten ebenfalls eine intuitive Echtheitsprüfung von Banknoten und wurde erstmals in der neuen 5.000-Tenge-Banknote eingesetzt, die seit Dezember 2023 von der kasachischen Notenbank ausgegeben wird. Beide Innovationen folgen dem bewährten „Security+“-Ansatz von Louisenthal. Das Unternehmen bietet Zentralbanken mit seinen Produkten Merkmale, die nicht nur extrem sicher sind, sondern über den reinen Sicherheitsaspekt weit hinausgehen. Zentralbanken profitieren zusätzlich von wertvollen Extras in Bezug auf Technologie, Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit. Video: Neue Effekte „ColorFlip“ und „Color MotifFlip“ auf dem Sicherheitsfaden RollingStar Venus Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiges Unternehmen für SecurityTech mit Hauptsitz in München. G+D macht das Leben von Milliarden von Menschen sicherer. Das Unternehmen schafft Vertrauen im digitalen Zeitalter, mit integrierten Sicherheitstechnologien in drei Geschäftsbereichen: Digital Security, Financial Platforms and Currency Technology. G+D wurde 1852 gegründet und beschäftigt heute mehr als 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 3 Milliarden Euro. G+D ist mit 123 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 40 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com . Pressemitteilung












