Aus privaten Sammlungen: 500 Francs der Banque de l’Algérie et de la Tunisie vom 29.7.1952

Unter französischer Administration wurde im Jahr 1851 die Banque de l’Algérie gegründet; nachdem Tunesien 1881 französisches Protektorat geworden war, liefen algerische Noten auch dort um. Die Bank wurde 1948 in "Banque de l’Algérie et de la Tunisie" umbenannt und gab fortan für das jeweilige Land eigene Noten aus, die jedoch praktisch in beiden Ländern zirkulierten.


Die Motive der algerischen 500-Francs-Note der Banque de l’Algérie et de la Tunisie sind dem Wein im römischen Algerien gewidmet: Die Vorderseite zeigt Bacchus, den Gott des Weins, der am Weinlaub im Haar zu identifizieren ist. Begleitet wird Bacchus von einem Widder – bei seiner Eroberung Asiens soll Bacchus in der libyschen Wüste von einem Widder, der ihn zu einer Wasserquelle führte, gerettet worden sein. Auf dem Revers ist ein Ausschnitt aus einem Mosaik aus dem 2. bis 3. Jahrhundert abgebildet, das die verschiedenen Arbeitsschritte im Weinbau zeigt; das Mosaik wurde 1925 in Caesarea, dem heutigen Cherchell, ausgegraben und ist im dortigen Archäologischen Museum ausgestellt.


Nachdem Tunesien die Unabhängigkeit erlangt hatte, wurde die Bank 1958 wieder in "Banque de l’Algérie" umbenannt; nach der Einfühung des Nouveau Franc im Jahr 1959 (100 Francs : 1 Nouveaux Franc) wurden Scheine dieses Typs am Wasserzeichen mit dem Überdruck "CONTRE-VALEUR DE / 5 / FRANCS" bzw. dem arabischen Pendent dazu versehen, jedoch nicht mit dem neuen Banknamen. Ab 1959 gab die Banque de l’Algérie allerdings neue Noten mit der gleichen Gestaltung aus, die sowohl die neue Währungsbezeichnung als auch den aktualisierten Banknamen aufwiesen.

Im unabhängigen Algerien erfuhren die Banknoten eine grundlegende Erneuerung in der Gestaltung, was das Ende dieses Typs bedeutete.

Aus der Sammlung Donald Ludwig:


Französisch-Algerien, Banque de l’Algérie et de la Tunisie:

Banknote zu 500 Francs vom 29.7.1952


Vorderseite: Statue des Bacchus neben einem Widder, links Weinrebe; Legende in französischer Sprache.

Rückseite: Ausschnitt aus Mosaik aus Caesarea: zwei Bauern bei der Arbeit im Weingarten; Legende in arabischer Sprache.

Wasserzeichen: verschleierter Frauenkopf.

Entwurf: Robert Poughéon

Gravur: Robert Armanellt (Av.) und Camille Beltrand (Rv.)

Druckerei: Banque de France

Format: 159 x 82 mm

Katalogreferenzen:

DZA-106 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues)


Kana Totsuka

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