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Lexikon: Maschinenproben

Maschinenproben sind Drucke von Maschinen, die für den Wertpapierdruck vorgesehen sind. Man verwendet dabei oft Klischeezusammenstellungen, die den vorgesehenen Origrinalen sehr ähnlich sind.


Beispiele:

  • Das US Bureau of Engraving and Printing bestellte für den Druck von US-Banknoten Druckmaschinen in Würzburg, auf denen vor deren Versand Maschinenproben mit Klischees des Bureau of Engraving and Printing gedruckt wurden;

  • in Dänemark wurden vor dem Druckbeginn später kursierender Noten Maschinenproben von Test-Platten hergestellt, die in Sammlerhänder kamen;

  • in Deutschland stellte die Bundesdruckerei Maschinenproben zu Banknoten der sog. Gemäldeserie her, die ebenfalls in geringer Zahl auf den Sammlermarkt kamen.

Einseitige Maschinenprobe der Bundesdruckerei zu 10 DM der Deutschen Bundesbank von 1960 (Gemäldeserie).
Einseitige Maschinenprobe der Bundesdruckerei zu 10 DM der Deutschen Bundesbank von 1960 (Gemäldeserie).
Einseitige Probebanknote (Maschinenprobe) der Bundesdruckerei mit Nennwert 100 zur "Gemäldeserie" von 1960.
Einseitige Probebanknote (Maschinenprobe) der Bundesdruckerei mit Nennwert 100 zur "Gemäldeserie" von 1960.
Einseitige Maschinenprobe des VEB Deutsche Wertpapierdruckerei Leipzig ähnlich den Banknoten der Serie 1964 der Deutschen Notenbank.
Einseitige Maschinenprobe des VEB Deutsche Wertpapierdruckerei Leipzig ähnlich den Banknoten der Serie 1964 der Deutschen Notenbank.

Auch die von Wertpapierdruckereien hergestellten banknotenähnlichen Fantasiedrucke (Werbenoten), die die Qualitätsarbeit und Sicherheitsmerkmale dokumentieren sollen, kann man als Maschinenproben bezeichnen.

Im Unterschied zu echten Druckproben von später verausgabten Banknoten sind Maschinenproben also banknotenähnliche Drucke, um die Leistungsfähigkeit von Druckmaschinen und Druckereien zu belegen.


Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte

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