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- Neue Varianten: Dezember 2021
Australien 50 Dollars Wie Linzmayer B233b (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Philip Lowe/Steven Kennedy". Bermuda 20 Dollars Wie BMU-60 (Linzmayer B233b), aber mit Unterschriften "Gerald D. E. Simons/Ronald Simmons". Botswana 20 Pula Wie BWA-31 (Linzmayer B125e), aber mit Jahr 2019 und Unterschriften "Ontefetse Kenneth Matambo/Moses Dinekere Pelaelo". 50 Pula Wie BWA-32 (Linzmayer B126c), aber mit Jahr 2016 und Unterschriften "Ontefetse Kenneth Matambo/Linah Kelebogile Mohohlo". 100 Pula Wie BWA-33 (Linzmayer B127c), aber mit Jahr 2016 und Unterschriften "Ontefetse Kenneth Matambo/Linah Kelebogile Mohohlo". 200 Pula Wie BWA-34 (Linzmayer B128d), aber mit Jahr 2016 und Unterschriften "Ontefetse Kenneth Matambo/Linah Kelebogile Mohohlo". Guinea 20.000 Francs Wie Linzmayer B344a (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr 2020 und Unterschriften "Camara/Nabe". Indien 1 Rupee Wie IND-117 (Linzmayer B162e), aber mit Jahr 2020 und neuer Unterschrift. Jordanien 1 Dinar Wie JOR-34 (Linzmayer B229h), aber mit Jahr 2020 und Unterschriften "Ezzedin Kanakriyah/Ziad Fariz". 10 DInars Wie JOR-36 (Linzmayer B232g), aber mit Jahr 2019 und Unterschriften "Ezzedin Kanakriyah/Ziad Fariz". Lesotho 20 Maloti Wie LSO-22 (Linzmayer B223b), aber mit Jahr 2019 und Unterschrift "Rets'elisitsoe A. Matlanyane". 100 Maloti Wie LSO-24 (Linzmayer B225b), aber mit Jahr 2019 und Unterschrift "Rets'elisitsoe A. Matlanyane". Libanon 10.000 Livres Wie LBN-92 (Linzmayer B534), aber mit Datum "01.04.2021", Unterschriften "Wassim Mansouri/Riad Toufic Salamé", neuem Sicherheitsfaden und neuer KN-Schriftart und -größe. Mauritius 200 Rupees Wie MUS-61 (Linzmayer B427b), aber mit Jahr 2017 und Unterschriften "Yandraduth Googoolye/Rameswurlall Basant Roi/Mahendra Vikramdass Punchoo". Mexiko 200 Pesos Wie Linzmayer B716c (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "31 MAR. 2021". Rumänien 200 Lei Wie ROU-122 (Linzmayer B291b), aber mit Jahr 2021. Sambia 50 Kwacha Wie Linzmayer B169a (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr 2020. Ukraine 1000 Griwen Wie Linzmayer B859a (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr 2021 und Unterschrift "Kyrylo Schewtschenko". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Neue Weltbanknoten-Varianten: November 2022
Bangladesch 200 Taka (Gedenkbanknote) Wie Linzmayer B360a (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr 2022. 500 Taka Wie BGD-58 (Linzmayer B353n), aber mit Unterschrift "Abdur Rouf Talukder". Chile 1000 Pesos Wie CHL-161 (Linzmayer B296k), aber mit Unterschriften "Mario Marcel Cullell/Beltrán de Ramón" und Jahr 2021. 10.000 Pesos Wie CHL-164 (Linzmayer B299i), aber mit Unterschriften "Mario Marcel Cullell/Beltrán de Ramón" und Jahr 2021. Europäische Währungsunion 5 Euro Wie EWU-20 (Linzmayer B108m3), aber mit Unterschrift "Christine Lagarde". Fidschi 100 Dollars Wie FJI-119 (Linzmayer B530a), aber mit Unterschrift "Faizul Ariff Ali". Ghana 10 Cedis Wie Linzmayer B157a (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "4th MARCH 2022". 20 Cedis Wie Linzmayer B158a (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "4th MARCH 2022". 50 Cedis Wie Linzmayer B159a (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "4th MARCH 2022". 100 Cedis Wie Linzmayer B160a (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "4th MARCH 2022". Jamaika 500 Dollars Wie JAM-85 (Linzmayer B240l), aber mit Datum "01.06.2021". Kolumbien 10.000 Pesos Wie COL-460 (Linzmayer B995d), aber mit Datum "23 DE JULIO DE 2019". Malawi 20 Kwacha Wie MWI-63 (Linzmayer B157e), aber mit Datum "1st JANUARY 2020". Mexiko 20 Pesos (Gedenkbanknote) Wie Linzmayer B726d (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "7 JUL. 2022". 200 Pesos Wie Linzmayer B716d (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "5 OCT. 2021". 500 Pesos Wie Linzmayer B717o (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "29 MAR. 2022". Nigeria 100 Naira Wie NGA-41 (Linzmayer B238c), aber mit Jahr 2022. 500 Naira Wie NGA-30 (Linzmayer B228x), aber mit Jahr 2022. Rumänien 100 Lei Wie ROU-121 (Linzmayer B290d), aber mit Datum "1 ianuarie 2018 / (20)22". Schweiz 50 Franken Wie CHE-77 (Linzmayer B357a), aber mit Unterschriften "Barbara Janom Steiner/Andréa M. Maechler" und Jahr "(20)20". Sri Lanka 20 Rupees Wie LKA-123 (Linzmayer B123c), aber mit Unterschriften "Mangala Samaraweera/Indrajit Coomaraswamy" und Datum "2017-05-22". 20 Rupees Wie LKA-123 (Linzmayer B123f), aber mit Unterschriften "Gotabaya Rajapakse/Ajith Nivard Cabraal" und Datum "2021-09-15". 50 Rupees Wie LKA-124 (Linzmayer B124c), aber mit Unterschriften "Mangala Samaraweera/Indrajit Coomaraswamy" und Datum "2017-05-22". 50 Rupees Wie LKA-124 (Linzmayer B124f), aber mit Unterschriften "Gotabaya Rajapakse/Ajith Nivard Cabraal" und Datum "2021-09-15". Türkei 10 Lirası Wie TUR-223 (Linzmayer B301e), aber mit Unterschriften "Şahap Kavcıoğlu/Mustafa Duman". Westafrikanische Staaten – Guinea-Bissau 10.000 Francs Wie WAS-918S (Linzmayer B124Su), aber mit Jahr "(20)22 / 2003". Westafrikanische Staaten – Mauretanien 1000 Francs Wie WAS-503E (Linzmayer B108Ee), aber mit Unterschriften "Jean Collin/Robert Julienne". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com
- Neue Weltbanknoten-Varianten: Dezember 2022
Ägypten 20 Pounds Wie EGY-74 (Linzmayer B338a), aber mit Unterschrift "Hassan Abdalla". 100 Pounds Wie EGY-76 (Linzmayer B340c), aber mit Unterschrift "Hassan Abdalla". 200 Pounds Wie EGY-77 (Linzmayer B341b), aber mit Unterschrift "Hassan Abdalla". Mexiko 50 Pesos Wie Linzmayer B714a (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "29 MAR. 2022". Moldau 20 Lei Wie MDA-23 (Linzmayer B119a), aber mit Unterschrift "Octavian Armașu". Nordirland 20 Pounds Wie Linzmayer B941b (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschrift "Alison Rose" und Datum "2 December 2021". Vietnam 50.000 Dong Wie VNM-121 (Linzmayer B345m), aber mit Jahr "(20)22". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Neue Varianten: März 2023
Ägypten 5 Pounds Wie EGY-72 (Linzmayer B336c), aber mit Unterschrift "Hassan Abdalla". Australien 50 Dollars Wie Linzmayer B233c (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr "(20)21". Europäsche Währungsunion 10 Euro Wie EWU-21 (Linzmayer B109n3), aber mit Unterschrift "Christine Lagarde". Fidschi 5 Dollars Wie FJI-115 (Linzmayer B526a), aber mit Unterschrift "Faizul Ariff Ali". Katar 100 Riyals Wie Linzmayer B223a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Abdullah Saud al-Thani/Khalid al-Kuwari" und Jahr 2022. 200 Riyals Wie Linzmayer B224a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Abdullah Saud al-Thani/Khalid al-Kuwari" und Jahr 2022. 500 Riyals Wie Linzmayer B225a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Abdullah Saud al-Thani/Khalid al-Kuwari" und Jahr 2022. Namibia 20 Dollars Wie NAM-17 (Linzmayer B217b), aber mit Unterschrift "Johannes !Gawaxab" und Jahr 2022. 200 Dollars Wie NAM-15 (Linzmayer B213c), aber mit Unterschrift "Johannes !Gawaxab" und Jahr 2022. Rumänien 1 Leu Wie ROU-117 (Linzmayer B286d), aber mit Datum "1 ianuarie 2018/(20)23." Uganda 1000 Shilingi Wie UGA-49 (Linzmayer B154f), aber mit Unterschriften "Michael Atingi-Ego/Susan Wasagali Kanyemibwa" und Jahr 2022. Westafrikanische Staaten – Elfenbeinküste 1000 Francs Wie WAS-118A (Linzmayer B124Av), aber mit Unterschriften "Sani Yaya/Jean-Claude Brou" und Jahr 2023. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Aus privaten Sammlungen: Rumänische Banknote unter deutscher Besatzung im Ersten Weltkrieg
Objekttyp: (Banknote) Besatzungsausgabe Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Historischer Kontext: Rumänien war schon seit 1883 mit Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien verbündet. Nachdem russische Truppen 1914/1915 dem k. u. k. Heer eine schwere Niederlage auf dem Balkan bereitet hatten, wechselte Rumänien – wie schon 1915 Italien – in Aussicht auf Gebietserweiterungen überraschend die Seiten und trat am 27. August 1916 in den Krieg ein, indem es das hauptsächlich von Deutschen bewohnte ungarische Siebenbürgen besetzte. Die deutsch-österreichisch-ungarischen Truppen besiegten Rumänien Anfang Dezember 1916. Das Land blieb bis Kriegsende durch die deutsche Armee Mackensen besetzt. Die Geldversorgung erfolgte ab 29. Januar 1917 durch die Banca Generala Româna, die mit der Reichsbank in Berlin in Verbindung stand. Ihre Notenausgabe war durch Bareinlagen bei der Deutschen Reichsbank gedeckt. Es wurden Werte zu 25 und 50 Bani sowie zu 1 Lei und 2, 5, 20, 100 und 1000 Lei ausgegeben, die vom 29. Januar 1917 bis Ende 1918 kursierten. Mit rumänischen Behördenstempeln versehen, liefen solche Scheine sogar noch bis 10. Juni 1920 in Rumänien um. Zum 31. Juli 1921 wurden sie ungültig. Scheine mit Stempeln sind heute recht selten. Land/Region/Ort: Königreich Rumänien Emittent: Banca Generala Româna Nominal: 20 Lei Datum: ohne Datum (1917) Vorderseite: Ornamente und Guillochen im Unterdruck sowie Text mit Wertangabe. Rückseite: Links Frauen- und rechts Merkurkopf im Medaillon sowie Ornamente, Guillochen, Wertangabe und Strafsatz. Material: Sämisches Papier Wasserzeichen: Kreuz-Ringel-Muster Druck: Berlin, Deutschland Format: 60 mm x 98 mm Nummerierung: L•0901863 Authentizität: Original Zitate: EWK-12 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 – Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine, 22. Auflage 2020/21, Seite 565) Ro./Gra. 477 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) ROM-M6 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) B406 (Linzmayer: The Banknote Book – Romania) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- "Showdown" in Zürich
An- und Verkaufskurse osteuropäischer Banknoten im Frühjahr 1987 und im Herbst 1989 Der Bankenplatz Zürich war – und ist noch heute – ein traditioneller Handelsplatz für ausländische Währungen. In der Zeit des "Kalten Kriegs" waren die in Zürich in Schweizer Franken notierten Kurse für die Währungen der RGW-Staaten[1] ein Gradmesser nicht nur für die politische Stimmungslage, sondern auch für den tatsächlichen Wert und die reale Kaufkraft der jeweiligen Landeswährung. Abb. 1a/b: Schweiz, 100 Franken der von 1975 bis 1993 ausgegebenen Serie. Quelle: Battenberg Gietl Verlag. Züricher Banken notierten nicht nur Währungskurse, sondern handelten mit den entsprechenden Währungen auch effektiv. Dazu stellten (und stellen) sie sogenannte Notenkurse für den An- und Verkauf. Das bedeutet, dass man an den Schaltern der großen Züricher Banken – Bankverein, Bankgesellschaft, Kreditanstalt und Kantonalbank – Banknoten der entsprechenden Währungen (Münzen wurden nicht gehandelt) effektiv kaufen und auch verkaufen konnte. Für Sammler von Banknoten war daher in den 1980er-Jahren eine Reise nach Zürich durchaus lohnend. Denn es gab dort bei den Banken Geldscheine aus Ländern, die anderswo kaum erhältlich waren. Mit etwas Glück waren gerade aus sozialistischen Ländern höhere Nominale in kassenfrischer Erhaltung verfügbar[2]. Woher diese Scheine kamen und wie sie trotz bestehender Ausfuhrverbote nach Zürich gelangt waren, blieb offiziell ein Geheimnis, war aber Gegenstand wilder Spekulationen. Auch die Schweizer Kreditanstalt (heute: Credit Suisse) war im Notenhandel aktiv und veröffentlichte monatliche Kurslisten. Diese enthielten drei verschiedene Kurse – den Devisen-Mittelkurs in Schweizer Franken, der jedenfalls für die Länder des RGW dem durch diese Länder für die Landeswährung offiziell festgelegten Wechselkurs entsprach, sodann die Notenkurse für den bankseitigen An- und den Verkauf von Banknoten. Zwei Kurslisten mit den Schlusskursen in Schweizer Franken per Ende April 1987 und Ende Oktober 1989 sind nachfolgend abgebildet. Abb. 2: Devisen- und Notenkurstabelle der SKA – Stand 29. April 1987. Abb. 3: Devisen- und Notenkurstabelle der SKA – Stand 31. Oktober 1989. Die darin enthaltenen Informationen zu Devisen- und Notenkursen geben ein gutes Bild davon, wie es um die Währungen in den einzelnen Ländern stand. Es zeigt sich, zu welchen Kursen Banknoten aus den Staaten des RGW tatsächlich handelbar und wie hoch die Differenzen zu den offiziellen Wechselkursen waren. Diese Abweichungen sind teilweise erheblich. Interessant ist es zudem, bei den Notenkursen auch auf den sogenannten "Spread" (Streuung) zu schauen, die Differenz zwischen dem An- und dem Verkaufskurs. Dieser enthält die Gewinnmarge der Bank. Generell gilt, dass ein hoher "Spread" Anzeichen dafür ist, dass der Handel mit Banknoten des betreffenden Landes für die Bank hoch risikobehaftet ist – er drückt das Risiko aus, dass die Bank angekaufte Scheine mangels Nachfrage über einen längeren Zeitraum halten muss und dadurch Verluste entstehen können. Zwischen April 1987 und Oktober 1989 liegt ein Zeitraum von 2 ½ Jahren und eine weltpolitische Zeitenwende. War im Frühjahr 1987 für die Staaten des RGW das gesellschaftliche und wirtschaftliche System nicht grundsätzlich in Frage gestellt, ist die Situation Ende Oktober 1989 eine völlig andere: In Polen hatten im Juni 1989 erstmals freie Wahlen stattgefunden; die wirtschaftliche Lage des Landes war angespannt, der Złoty von einer starken Inflation gebeutelt. Ungarn strich im Oktober 1989 den Titel einer sozialistischen Volksrepublik. Die Montagsdemonstrationen in Leipzig und anderen Städten der DDR zogen jede Woche Hunderttausende Menschen an. Auch in Prag forderten im Oktober 1989 erstmals Demonstranten mehr bürgerliche Freiheiten. Gravierende gesellschaftliche Veränderungen standen vor der Tür, verbundenen mit großen Unsicherheiten ob der weiteren Entwicklung. Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in den Notenkursen der Währungen der RGW-Staaten im Oktober 1989 wider. Zwischen April 1987 und Oktober 1989 gaben die An- und Verkaufskurse der Banknoten der RGW-Staaten deutlich nach, interessanterweise mit Ausnahme Bulgariens. Im selben Zeitraum werte dagegen die DM gegenüber dem Franken um rund 8 % auf. Für Polen fiel bereits der offizielle Wechselkurs für 100 Złotych von 0,61 Franken im April 1987 auf nur noch knapp 0,07 Franken Ende Oktober 1989. Wurden 100 Złotych im April 1987 noch für 0,14 Franken ge- und für 0,21 Franken verkauft (was rund 1/3 des offiziellen Kurses entsprach), erfolgte bereits im Oktober kein Ankauf polnischer Banknoten durch die Kreditanstalt mehr. Der Verkaufskurs für 100 Złotych betrug ganze 0,03 Franken. Abb. 4a/b: Polen, 10.000 Złotych der Ausgabe 1987 (Pick 151a). Im April 1987 betrug der offizielle Wert des Scheins 61 Franken, die Kreditanstalt zahlte 14 Franken im Ankauf und verlangte 21 Franken im Verkauf. Quelle: Sammlung Grabowski. Auch der Kurs der Währung der Tschechoslowakei verfiel zwischen April 1987 und Oktober 1989 deutlich. Betrug der Mittelkurs für 100 Tschechoslowakische Kronen im April 1987 noch 26,58 Franken, waren es Ende Oktober 1987 nur mehr 10,80 Franken. Im Vergleich dazu etwas besser hielten sich die Notenkurse: 100 Tschechoslowakische Kronen wurden 1987 für 5,70 Franken an- und – mit nur geringem "Spread" von 3,5 % – für 5,90 Franken wieder verkauft. 1989 betrug der Ankaufskurs immer noch 3,65 Franken, der Verkaufskurs 3,85 Franken. Tschechoslowakische Kronen schienen in Zürich gut handelbar zu sein. Abb. 5a/b: Tschechoslowakei, 1000 Korun der Ausgabe 1985 (Pick 98a). Im April 1987 betrug der offizielle Wert des Scheins 265,80 Franken, die Kreditanstalt zahlte 57 Franken im Ankauf und verlangte 59 Franken im Verkauf. Quelle: Sammlung Grabowski. Die Notenkurse für rumänische Lei halbierten sich zwischen 1987 und 1989, obwohl der offizielle Wechselkurs in diesem Zeitraum gegenüber Franken und der DM sogar leicht anstieg. Rumänische Banknoten wurden schon im Oktober 1987 nur zu 17 % des offiziellen Wechselkurses angeboten, im Oktober 1989 waren es noch etwas über 7 %. Zwar war das Regime Ceaușescu im Herbst 1989 noch fest im Amt, die wirtschaftliche Lage in Rumänien hatte sich jedoch im Verlauf der 1980er-Jahre zunehmend verschlechtert. Die Versorgungslage der Bevölkerung war Ende der 1980er-Jahre bereits so desaströs, dass für die Landeswährung kaum mehr Waren erhältlich waren. Abb. 6a/b: Rumänien, 100 Lei Ausgabe 1966 (Pick 97) – im Oktober 1989 bei der Kreditanstalt für 1,35 Schweizer Franken (7 % des offiziellen Wechselkurses) erhältlich. Quelle: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de. Eine ähnliche Entwicklung nahmen auch die Notenkurse für russische Rubel, wobei sich der "Spread" zwischen April 1987 und im Oktober 1989 deutlich vergrößerte – der Handel mit Rubelnoten schien risikoreicher zu werden. Abb. 7a/b: UdSSR, 100 Rubel der Ausgabe 1961 (Pick 236a). Quelle: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de. Etwas weniger stark in Mitleidenschaft gezogen, dennoch vom Verfall gezeichnet waren die Kurse für Banknoten in Mark der DDR. Zahlte die Kreditanstalt 1987 für 100 Mark 14 Franken (umgerechnet 17,30 DM) und verkaufte diese für 15 Franken, was rund 19 % des offiziellen Wechselkurses und damit einem Verhältnis von rund 1:5 entsprach, waren es Ende Oktober 1989 noch 10 und 11 Franken (umgerechnet 11,40 DM und 12,60 DM) – ein Rückgang um rund 20 %. Abb. 8a/b: DDR, 100 Mark der DDR der Ausgabe 1975 (Pick 31a). Quelle: Sammlung Grabowski. Leidlich stabil hielt sich auch der ungarische Forint. Der Mittelkurs für 100 Forint betrug im April 1987 3,10 Franken, Ende 1989 2,72 Franken. Die An- und Verkaufskurse für ungarische Banknoten betrugen im Vergleich dazu 2,40 zu 2,70 Franken im April 1987, und 1,90 zu 2,10 Franken Ende Oktober 1989. Die Differenz zum offiziellen Wechselkurs war für ungarische Banknoten im Vergleich zu den Währungen anderen Staaten des RGW gering. Abb. 9a/b: Ungarn, 100 Forint der Ausgabe 1980 (Pick 171f). Quelle: Sammlung Grabowski. Kursgewinne konnte man dagegen mit bulgarischen Lewa erzielen. Bekam man für 100 Lewa 1987 nur 40 Franken (rund 24 % des offiziellen Kurses), waren es Ende Oktober 1989 erstaunlicherweise 115 Franken (rund 60 % des offiziellen Kurses). Warum ausgerechnet der bulgarische Lew (Löwe) zwischen 1987 und 1989 im Wert stieg, ist kaum zu erklären. Abb. 10a/b: Bulgarien, 20 Lewa der Ausgabe 1974 (Pick 97a). Quelle: Sammlung Grabowski. Albanische Banknoten wurden dagegen überhaupt nicht gehandelt. Für dieses bis Anfang der 1990er Jahre völlig isolierte Land gab es in Zürich weder ein Angebot, noch eine Nachfrage nach Zahlungsmitteln in Landeswährung. Abb. 11a/b: Albanien, 100 Lekë der Ausgabe 1976, Muster (Pick 46S2). Quelle: Sammlung Grabowski. Mit der Transformation der Wirtschaft in den RGW-Staaten ab 1990 setze dort ein rapider Verfall der Landeswährungen ein. Eine Ausnahme bildete insoweit die Tschechoslowakei. Für die DDR trat am 1. Juli 1990 der Vertrag über die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion mit der Bundesrepublik in Kraft, der das Ende der Mark der DDR bedeutete. Wer jedenfalls im Herbst 1989 Banknoten der RGW-Länder erwarb und aufbewahrte, musste in den Folgejahren weitere deutliche Wertverluste hinnehmen. Dr. Sven Gerhard Anmerkungen [1] Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, gegründet 1949. Mitglied waren neben der UdSSR die Staatshandelsländer Osteuropas einschließlich der DDR sowie Kuba, die Mongolei und Vietnam. [2] Der Autor erinnert sich, 1991 bei der Bankgesellschaft in Zürich kassenfrische 100-Lei-Noten aus Rumänien der Serie 1966 (Pick 97) gekauft zu haben.
- Neue Varianten: Mai 2023
Europäische Währungsunion 5 Euro von 2013 (2023) Wie EUR-20 (World Paper Money), B108 (Linzmayer), EUR-8b (Grabowski), doch mit Serienpräfix E (Oberthur Fiduciaire, Chantepie) und mit Unterschrift von Christine Lagarde statt Mario Draghi. 5 Euro von 2013 (2023) Wie EUR-20y (World Paper Money), B108u3 (Linzmayer), EUR-8bU (Grabowski) mit Serienpräfix U (Banque de France), doch mit Unterschrift von Christine Lagarde statt Mario Draghi. 10 Euro von 2014 (2023) Wie EUR-21y (World Paper Money), B109y3 (Linzmayer), EUR-9bY (Grabowski) mit Serienpräfix Y (Bank of Greece), doch mit Unterschrift von Christine Lagarde statt Mario Draghi. Indonesien 1000 Rupiah 2023 Wie B617a (Linzmayer, WPM nicht gelistet), doch mit neuem Datum 2023 (Rückseite links unten). 5000 Rupiah 2023 Wie B619a (Linzmayer, WPM nicht gelistet), doch mit neuem Datum 2023 (Rückseite links unten). Rumänien 10 Lei vom 1. Januar 2018 (2023) Wie ROU-119 (Linzmayer B-288), doch von (20)23 (erste zwei Stellen des Serien-Präfix). Ungarn 1000 Forint von 2023 Wie B588c (Linzmayer, WPM nicht gelistet), doch neues Datum 2023. (Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com) Hans-Ludwig Grabowski
- Das Truppengeld der Armee Mackensen (1918)
Die zunehmende Friedenssehnsucht, die von Russland nach dem Frieden von Brest-Litowsk und der Machtergreifung der Kommunisten ausgehende Agitation mit Streiks und Meutereien, die 14-Punkte-Proklamation des US-Präsidenten Wilson mit dem Versprechen auf Selbstbestimmung der Völker und die sich abzeichnende militärische Niederlage der Mittelmächte ließen die k. u. k. Monarchie auseinanderbrechen. Kaiser Karls Manifest vom 16. Oktober 1918, das das Kaiserreich auf eine föderalistisch-nationale Basis stellen wollte, kam zu spät. Am 24. Oktober erklärte sich Ungarn, am 28. Oktober der neue Staat Tschechoslowakei und am 29. Oktober das neu entstandene Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (Jugoslawien) für unabhängig. Im deutschsprachigen Gebiet konstituierte sich am 21. Oktober eine Provisorische Nationalversammlung, die am 30. Oktober eine provisorische Verfassung beschloss und eine provisorische Regierung unter Karl Renner einsetzte. Am 11. November 1918 verzichtete Kaiser Karl I. auf die Ausübung der Regierungsgeschäfte, und am 12. November rief das Parlament die Republik Deutschösterreich als Bestandteil der deutschen Republik (also als Teil Gesamtdeutschlands) aus. Am Nachmittag um 3 Uhr des 3. November 1918 unterzeichneten Vertreter des österreichischen Armeeoberkommandos und der Entente in der Villa Giusti in Padua einen Waffenstillstand.[1] Punkt 5 des I. Abschnittes betraf auch die deutschen Truppen. Er verlangte den vollständigen Abzug aller deutschen Truppen innerhalb von 15 Tagen nicht nur von der italienischen und Balkanfront, sondern vom ganzen österreichisch-ungarischen Territorium. Alle deutschen Truppen, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in Österreich-Ungarn befinden würden, sollen interniert werden. Punkt 2a) des I. Abschnittes der Durchführungsbestimmungen enthielt darüber hinaus die folgende Bestimmung: „… Jeder Gegenstand, dessen man sich zu Kriegszwecken bedienen kann, oder dessen Bestandteile zu einem solchen Zwecke verwendet werden könnten, ist den verbündeten und vereinten Mächten abzutreten. Die österreichisch-ungarische Armee und die deutschen Truppen sind ermächtigt nur das mitzunehmen, was zur persönlichen Ausrüstung und Bewaffnung der Soldaten gehört …“[2] Abb. 1: Der preußische Generalfeldmarschall August von Mackensen (1849–1945) in der Uniform des 1. Leib-Husaren-Regiments Nr. 1 [3] Im Ganzen betrugen die deutschen Streitkräfte, die den Rückmarsch durch Ungarn antreten sollten, ca. 170.000 Mann: 50.000 Soldaten der XI. Armee unter Kommando des Generals von Steuben sowie 120.000 Soldaten der X. Armee unter dem Kommando des Generalfeldmarschalls August von Mackensen. Allen Beteiligten war klar, dass weder die Zeit zur Räumung ausreichen noch die ungarische Armee in der Lage sein würde, die deutschen Truppen gegen ihren Willen zu entwaffnen und zu internieren. Nach dem Zusammenbruch Bulgariens, der Türkei und Österreich-Ungarns sah man in Deutschland ein, dass die auf dem Balkan stehende Armee rückkehren müsse. Am 10. November 1918 gab Generalfeldmarschall von Mackensen den Befehl zur Räumung der Walachei. Bereits am 2. November hatte General von Steuben der XI. Armee die Weisung erteilt, sich auf die Linie zwischen Tisza (Theisee) – Eisenbahnlinie Fehértemplom (Weisskirchen) – Kanal von Versee zurückzuziehen. Abb. 2: Der Heimzug der Armee des Generalfeldmarschalls von Mackensen durch Ungarn nach dem Zusammenbruch. Béla Barkóczy-Klopsch, S. VII. Am 19. November 1918 lief im Sinne des Waffenstillstandsvertrages von Padua und auch das Belgrader Militärischen Übereinkommens die Frist ab, welch den deutschen Truppen für den Durchzug durch Ungarn bewilligt worden war. Von diesem Tage an waren sie von den Ungarn zu entwaffnen und als Kriegsgefangene zu betrachten. Zu diesem Zeitpunkt schickten sich die deutschen Truppen des Generalfeldmarschalls gerade erst an, Rumänien zu verlassen. In drei Kolonnen marschierend, erreichten sie – den größten Teil des Weges in Fußmärschen zurücklegend – an diesem Tage erst mit ihren Spitzen die ungarische Grenze. Die 1. Kolonne, das 63. Bayrische Korps, rückte über den Sattel von Tömös, Brassío (Kronstadt), Fogaras nach Tövis (Dreykirchen) vor; die 2. Kolonne, die Gruppe des Generals der Infanterie von Scholz stieß über den Vöröstoronyer (Rotenturm) Pass – Nagyzehen (Hermannstadt) – Piski – Lugos nach Arad vor; und die 3. Kolonne, die XI. Armee, welche zur Zeit des Zusammenbruchs zum größten Teil schon am linken Donauufer, zwischen Belgrad und Orsova stand, zog nach Arad und Szeged (Szegedin). Nachdem der Termin für die Räumung längst abgelaufen war, ordnete das Oberkommando der Alliierten Armee Ost an, die noch in Siebenbürgen befindlichen deutschen Truppen zu entwaffnen und zu internieren. Die Ungarn haben diesen Befehl nur halbherzig und die französische Donau-Armee unter dem Kommando Generals Berthelot mangels Truppen gar nicht befolgt. Die letzten deutschen Soldaten überschritten am 3. Januar 1919 die ungarische Grenze. Die ungarische Regierung war also weder in der Lage, die deutschen Truppen schnell außer Landes zu schaffen noch zu verpflegen, daher mussten sie sich selbst im Land versorgen. Mackensens Armee führte jedoch nur Lei-Noten der Banca Generala Româna mit sich, die in Ungarn nicht akzeptiert wurden. Daher wandte sich der deutsche Generalstab am 13. November 1918 nach Ankunft in Nagyszeben (Hermannstadt) an die ungarische Militärbehörde mit der Bitte, gemäß den bestehenden Verträgen für eine gesicherte Geldversorgung in Kronenwährung zu sorgen. Wegen der revolutionären Ereignisse war die Geldversorgung durch die Wiener Hauptverwaltung der Oesterreichisch-Ungarischen Bank gestört. Die in Budapest gedruckten Banknoten reichten für eine Versorgung der deutschen Truppen nicht aus.[4] Auf Weisung der ungarischen Regierung beauftragte die Budapester Hauptanstalt der Oesterreichisch-Ungarischen Bank ihre Filiale in Hermannstadt damit, einen Teil der Lei-Noten der Banca Generala Româna zu stempeln. Diese gestempelten Lei-Noten wurden dadurch zu Kronen-Zahlungsmittel mit gleichem Nomialwert. Mit ihnen konnten nun die durchziehenden deutschen Truppen Einkäufe und Leistungen bei der Bevölkerung bezahlen. Die folgenden Werte mit Stempelaufdruck liegen vor: 50 Bani, 1, 2, 5, 20 und 100 Lei. Eine Stempelung der Noten zu 1000 Lei scheint es nicht gegeben zu haben. Abb. 3.1/2: Armee Mackensen in Ungarn, o. D. (1918), 2 Kronen-Lei, Vorder- und Rückseite. Abb. 4.1/2: Armee Mackensen in Ungarn, o. D. (1918), 5 Kronen-Lei, Vorder- und Rückseite. Abb. 5.1/2: Armee Mackensen in Ungarn, o. D. (1918), 100 Kronen-Lei, Vorder- und Rückseite. Für die Kennzeichnung der Lei-Noten wurden verschiedene runde Stempel verwendet, die sich aber auf zwei Grundtypen zurückführen lassen. Alle zeigen in der Mitte das bekrönte Komitatwappen mit der Umschrift „SZEBEN VÁRMEGYE ALISPÁNJA“ (Vizegespan des Komitats Szeben) oder „SZEBEN VÁRMEGYE ALISPÁNI HIVATALA“ (Vizegespanamt des Komits Szeben). Das Wappen kommt dabei mit und ohne weitere Einfassung vor. Der Durchmesser der Stempel beträgt 31, 33 und 34 mm. Bleibt noch anzumerken, dass es vom letzten Stempel-Typ auch einen ovalen Stempel gibt. Die Aufdrucke haben die Farbe Rot bzw. Blau. Abb. 6: Stempel: SZEBEN VÁRMEGYE ALISPÁNJA. Abb. 7: Stempel: SZEBEN VÁRMEGYE ALISPÁNJA. Abb. 8: Stempel: SZEBEN VÁRMEGYE ALISPÁNI HIVATALA. Diese Kronen-Lei waren ausschließlich für die Armee Mackensen bestimmt und von Mitte November 1918 bis Ende Februar 1919 im Verkehr, ohne dass ihre Ausgabe jemals in irgendeiner Form offiziell veröffentlicht worden wäre. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Das Königreich Ungarn hatte die Realunion mit den österreichischen Ländern mit dem 31. Oktober 1918 beendet, so dass Österreich-Ungarn nicht mehr bestand. Somit war das Armeeoberkommando nach magyarischer Auffassung für den Abschluss eines Waffenstillstands der ungarischen Truppen seit 1. November 1918 nicht mehr zuständig. Es verlangte daher eigene Waffenstillstandsverhandlungen. Diese fanden in Belgrad statt, wobei in der Militärkonvention vom 13. November 1918 den Ungarn noch weiter gehende und schlechtere Bedingungen diktiert wurden. [2] Zur Geschichte der Rückführung der deutschen Truppen: Béla Barkóczy-Klopsch, Der Heimzug der Armee des Generalfeldmarschalls von Mackensen durch Ungarn, nach dem Zusammenbruch, Budapest 1928. [3] https://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Mackensen#/media/Datei:August_von_Mackensen_in_ Uniform_der_Totenkopfhusaren.jpg > (09.06.2023). [4] Vgl. Mihaly Kupa, Mackensen’sches Armeegeld, Kronen-Lei in Ungarn 1918/19, in: money trend 12/1981.
- Das besondere Motiv: Landwirtschaftliche Maschinen
Im Gegensatz zu Geldscheinen aus traditionellen Ländern Westeuropas, bei denen historische Personen wie Könige und Künstler oder Entdecker und Philosophen weit verbreitet sind, zeigen kommunistische Länder und Länder der sog. "Dritten Welt" gerne ihre technischen Errungenschaften, mit denen sie sich aus der agrarischen und vor-agrarischen Welt weiterentwickelt haben. Abb. 1a/b: Volksrepublik Rumänien, P-89a, 25 Lei 1952, Rs. Traktor mit metallenen Gleisketten zieht einen Mähdrescher bei der Weizenernte. Das Korn wird in einen LKW umgefüllt. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Abb. 2a/b: Volksrepublik China: einheitlicher Rationskupon über 3 Shìjīn = 1500 Gramm Liáng (Reis bzw. Getreide) von 1966, Vs. Raupenschlepper mit seitlichem Schneidwerk. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Während Karl Marx im 19. Jahrhundert noch davon ausgegangen war, dass die kommunistische Weltrevolution in Ländern mit einem Industrieproletariat ausbrechen müsse, also z. B. in England oder Deutschland, mussten Lenin und Mao Tse-tung im 20. Jahrhundert in Russland und China Theorien für eine hauptsächlich bäuerliche Bevölkerung entwickeln. Lenin prägte z. B. den Satz: "Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes." Zur ausreichenden Produktion von Agrargütern für die Versorgung der sowjetischen Bevölkerung wurden ab 1927 Maschinen-Traktoren-Stationen (MTS) eingerichtet, wo landwirtschaftliche Betriebe Traktoren und andere Landmaschinen ausleihen konnten. Nach 1945 wurde mit der Machtausdehnung der Sowjetunion nach Westen die Idee der MTS auch in den Ländern übernommen, die in den Machtbereich der Roten Armee geraten und bis Anfang der 1950er-Jahre von kommunistischen Regierungen übernommen worden waren. Ähnliches geschah in Asien. Nach dem Sieg der Kommunisten auf dem chinesischen Festland setzte sich diese Bewegung auch im französischen Kolonialreich Indochina fort und in dem von den Japanern geräumten Korea. Abb. 3a/b: Demokratische Volksrepublik Laos, P-30a, 100 Kip ohne Datum (1979), Vs. Frauen bei der Reisernte mit der Handsichel. Ein Mann bewegt einen kleinen Traktor durch das abgeerntete Feld. Eine Hochspannungsleitung quert das Feld. Rs. Über eine Brücke im Hintergrund fahren Lastkraftwagen. Ein Uniformierter mit einer geschulterten Maschinenpistole AK 47 bewacht große Silos. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Abb. 4a/b: Demokratische Volksrepublik Laos, P-31a, 500 Kip 1988, Vs. mit Hammer und Sichel im Wappen, Rs. Frauen bei der Kaffeebohnen-Ernte. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Der laotische Schein zeigt deutlicher die Errungenschaften der Mechanisierung der Landwirtschaft. In der Mitte der Fluss, links Arbeiter an einer Pumpstation zur Bewässerung der Felder, im Hintergrund Strommasten einer Hochspannungsleitung und rechts drei Traktoren mit Kabinendach bei der Feldarbeit. Die Rückseite zeigt Frauen bei der Kaffeebohnen-Ernte auf dem laotischen Bolaven-Plateau. Handarbeit ohne Maschinen. Abb. 5a/b: Syrien, P-110b, 500 Pounds 1998 (2000, AH 1419), Rs. Traktor bei der Bewässerung eines Feldes. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Die ideologische Prämisse der Verbindung von Arbeitern und Bauern spiegelt sich auch in der Landwirtschaft. Der Fortschritt hat mithilfe der Technik Einzug gehalten. Auf einem Schein des den blockfreien Staaten zugehörigen Syriens zieht ein Traktor eine Beregnungs-Anlage unweit eines Staudamms. Links oben werden die Früchte des Bewässerungsprojektes am Euphrat dargestellt. Abb. 6a/b: Sozialistische Republik Vietnam, P-73a, 5 Dong von 1958, (Vietnamesische Nationalbank, neue Dong, 1958 Abwertung 100 = 1) Vs. Ein großer geschlossener Raupenschlepper mit Metallketten in der Bildmitte wird von zwei kleineren offenen Traktoren begleitet. Rechts lächelt milde "Onkel Ho"[1]. Rs. Bagger belädt LKW beim Straßenbau. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. In den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG)[2] der DDR waren selbstfahrende Erntebergungsmaschinen[3] im Einsatz, wie auf der Rückseite des Fünfers mit Thomas Müntzer abgebildet. Abb. 7a/b: DDR, 5 Mark der Staatsbank der DDR 1975 „Thomas Müntzer“, DDR-23a, Ro. 361, P-27. Rs. Fünf Fortschritt-Mähdrescher E 512 mit geschlossenen Kabinen und ein IFA LKW W 50 bei der Erntearbeit. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Der Realismus der Darstellung der Erntemaschinen wird noch durch die Tatsache unterstrichen, dass sich der Entwerfer ziemlich genau an Fotovorlagen des Herstellers gehalten haben muss, da die Maschinen vermutlich zumindest den Beschäftigten in den LPGs und Maschinen-Traktoren-Stationen (MTS) ziemlich bekannt gewesen sein müssten, auch wegen der hohen ausgelieferten Stückzahlen.[4] Abb. 8: Junge Frau in der Fahrerkabine eines E 512, LPG Pflanzenproduktion Neukirchen. Bundesarchiv Bild 183-1984-0808-025. Abb. 9: Herstellerprospekt, E 512 ohne Kabine. CC BY-NC-SA @ Mähdrescherarchiv Kühnstetter. Christian Merker Anmerkungen [1] Ho Chi Minh 1890–1969. Führer des Widerstands gegen die französische Kolonialmacht und erster unabhängiger Präsident in Nordvietnam. [2] Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften nach dem erzwungenen, aber als freiwillig deklarierten Zusammenschluss selbstständiger Bauern 1952-1960. [3] Fachausdruck, vgl. Prospekt des Herstellers in: Mähdrescherarchiv Kühnstetter. (2021-11-26). VEB Fortschritt: Erntebergungsmaschinen E512. [4] 1968 bis 1988 wurde 51.412 Mähdrescher vom Typ E 512 produziert.
- Namibia: Neue Gedenknote
Eine neue 30-Dollars-Gedenkbanknote der Bank von Namibia feiert den 30. Jahrestag der Unabhängigkeit. Die Polymernote zeigt auf der Vorderseite die Porträts der drei Präsidenten Samuel Nujoma (1990–2005), Hifikepunye Pohamba (2005–2015) und Hage Geingob (seit 2015), während auf der Rückseite Spitzmaul-Nashörner zu sehen sind. Die Bank von Namibia veröffentlichte außerdem auf ihrem YouTube-Kanal das folgende Video zur Erläuterung der Sicherheitsmerkmale. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com) #Nachrichten #Weltbanknoten #Gedenkbanknoten #Afrika #Namibia #Dollar #Totsuka
- Leserpost: Unterschriften auf Noten der Bank deutscher Länder 1948
Sehr geehrter Herr Grabowski, ich bitte Sie, mir mitzuteilen, welche Unterschriften auf dem 50-Deutsche Mark-Schein vom 9. Dezember 1948 sind. In Ihrem Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" von 2023 stehen die Unterschriften nicht drin. Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen H. Jeschonnek BRD-1a: Bank deutscher Länder, Banknote zu 5 DM vom 9. Dezember 1948, Vorderseite. BRD-2: Bank deutscher Länder, Banknote zu 50 DM vom 9. Dezember 1948, Vorderseite. BRD-3: Bank deutscher Länder, Banknote zu 100 DM vom 9. Dezember 1948, Vorderseite. Antwort der Redaktion Auf den Banknoten der Bank deutscher Länder (BdL) mit Datum vom 9. Dezember 1948 (5 DM "Europa auf dem Stier" sowie die sog. "Franzosenscheine" zu 50 und 100 DM) befinden sich die faksimilierten Unterschriften (Nachnamen) des Präsidenten der Bank deutscher Länder Wilhelm Vocke (1886–1973) links und rechts die des Vizepräsidenten Wilhelm Könneker (1898–1984). Vocke war dann auch der erste Präsident der Deutschen Bundesbank, die 1957 aus der Bank deutscher Länder hervorging. Seine Unterschrift findet sich allerdings nicht mehr auf Bundesbanknoten, weil er nur bis Ende 1957 im Amt war. Sein Nachfolger wurde Karl Blessing, dessen Unterschrift wir auf den ersten Noten der Bundesbank von 1960 ("Gemäldeserie") finden. Im Katalog sind die Unterschriften bei den Noten der Deutschen Bundesbank nur deshalb angegeben, weil sie auch der Unterscheidung der verschiedenen Ausgaben dienen. Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 EUR Leseprobe Zum Shop
- Die Wertmarken der Metallwerke Holleischen (MWH) im Zweiten Weltkrieg
Holleischen (tschechisch: Holýšov) liegt nahe der böhmisch-bayerischen Grenze, wurde nach dem Münchner Abkommen von 1938 mit dem deutschsprachigen Sudetenland Teil des Deutschen Reichs und hatte damals etwa 1.400 Einwohner. Postkarte von Holleischen aus dem Jahr 1913, oben mit der Spiegelglasfabrik Ziegler, in der später die Metallwerke Holleischen entstanden. Die im Ort vorhandenen Gebäude einer 1897 von Andreas Ziegler gegründeten Spiegelglasfabrik baute man nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zum Rüstungsbetrieb Metallwerke Holleischen G.m.b.H. (MWH) um, in dem Munition und Fliegerabwehrkanonen (Flak) produziert wurden. Die Glasfabrik, in der einst bis zu 1.200 Menschen gearbeitet hatten, wurde bereits 1934 stillgelegt, wodurch im Ort eine hohe Arbeitslosigkeit herrschte, was sich mit dem Betrieb der Metallwerke rasch änderte. Bereits 1940 entstand eine eigene Siedlung und ein Kasino für die zivilen Arbeiter des Werks und 1942 kamen ein Bahnhof und mehrere Kriegsgefangenenlager hinzu. 1941 beschäftigte man bereits 3.000 Arbeitskräfte und bis 1944 stieg deren Zahl auf 6.000 an. Ehemalige weibliche Häftlinge 1945 vor dem Lager in Holleischen. Kurz nach der Befreiung wurden Frauen vor dem Gutshof fotografiert, in dem sie eingesperrt waren. Bild: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, restauriert. Das im April 1944 auf einem Landgut in der Nähe des Werks errichtete Frauenlager war anfangs dem Konzentrationslager Ravensbrück unterstellt und wurde im Herbst 1944 mit etwa 600 weiblichen Häftlingen Außenlager von Flossenbürg. Die Frauen mussten in Zwölfstunden-Schichten in den Metallwerken in der Munitionsproduktion arbeiten. Daneben bestand ein Männerlager mit etwa 200 Häftlingen, die bei einem Baukommando zur Errichtung eines Schießplatzes eingesetzt waren. Neben den nun bereits 8.000 zivilen Arbeitern waren im Metallwerk etwa 2.000 Kriegsgefangene und Häftlinge im Einsatz. Das Männerlager hat wahrscheinlich nur bis zum 31. Januar 1945 bestanden. Für das Frauenlager wurde noch am 13. April 1945 vom Stammlager eine Liste zur Arbeitseinteilung von 1.091 Häftlingen geführt. Partisanen befreiten das Lager am 3. Mai 1945 und übergaben es zwei Tage später an US-amerikanische Truppen.[1] Nach Kriegsende wurden hier Sudetendeutsche interniert, bevor sie aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Zur Nutzung der Wertmarken der Metallwerke Holleischen durch Häftlinge der Konzentrations-Außenlager von Flossenbürg sind berechtigte Zweifel angebracht, auch wenn diese Wertmarken schon lange als „Lagergeld“ und sogar als „Prämienscheine“ in Katalogen aufgeführt und im Handel angeboten werden. Schon allein deshalb muss auf sie eingegangen werden.[2] Bei Holleischen handelte es sich um ein provisorisches Außenlager für Frauen auf einem Landgut, in dem man lediglich Schlafplätze hergerichtet hatte und das über keine eigene Kantine verfügte. Die Frauen wurden in den Werkskantinen der Metallwerke Holleischen verpflegt. Die MWH-Wertmarken spielten in den Erinnerungen von Zeitzeugen des Lagers keinerlei Rolle.[3] Wahrscheinlicher als der Gebrauch von Wertmarken in vielen Pfennig- und Markbeträgen für nur 600 bis 1.100 weibliche Häftlinge (die 200 Häftlinge des Männerlagers arbeiteten ja in einem Baukommando), die außerdem nichts mit der Stückelung der Prämienvorschrift der SS von 1943[4] zu tun haben und eher an Kleingeldersatz für einen Kantinenbetrieb denn an Prämienscheine erinnern, ist denn auch die Nutzung in dem bereits 1940 für Tausende zivile Arbeiter errichteten Kasino der Metallwerke. Dies würde auch die bis heute anhaltende, relativ große Häufigkeit der Wertmarken und den daraus resultierenden niedrigen Sammlerwert erklären. Als Prämienscheine zur Motivation von Häftlingen zu höheren Arbeitsleistungen in der Kriegswirtschaft wurden in der Regel Scheine zu 50 Reichspfennig sowie 1, 2 und 3 Reichsmark (RM) genutzt. Die durchschnittliche Prämie pro Häftling und Woche lag bei etwa 3 RM. Sog. Funktionshäftlinge erhielten bis zu 10 RM. Zum Vergleich: Ein Soldat der Wehrmacht im Kriegseinsatz erhielt als Wehrsold einen Tagessatz von 50 Reichspfennig = 3,50 RM pro Woche. Kompletter Satz Wertmarken der Metallwerke Holleischen. Die aus perforierten Bogen getrennten Wertmarken der Metallwerke Holleischen haben ein einheitliches Format von ca. 55 mm x 30 mm. Gedruckt wurden sie auf farbigem Karton ohne Wasserzeichen. Im Unterdruck befindet sich jeweils ein wiederholtes farbiges MWH-Firmenlogo. Welche Druckerei die Wertmarken hergestellt hat, ist leider nicht bekannt. Auch nicht bekannt ist, wann sie genau eingeführt wurden. Man kann aber davon ausgehen, dass dies bereits mit dem Bau des Kasinos für die zivilen Arbeit im Jahr 1940 gewesen sein könnte. Im Umlauf waren sie bis Mai 1945. Die Höhe der Auflage ist unbekannt, aber noch heute tauchen immer wieder druckfrische Wertmarken im Handel auf, die aus Restbeständen stammen dürften. Hans-Ludwig Grabowski Anmerkungen [1] Alfons Adam, Holleischen (Holyšov), in: Wolfgang Benz/Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors, Band 4, S. 151f. [2] Albert Pick/Carl Siemsen, Das Lagergeld der Konzentrationslager und D.P.-Lager 1933 – 1947, S. 41, sowie: Ray Feller/Steve Feller, Silent Witnesses: Civilian Camp Money of World War II, S. 35 – 36, sowie: Lance K. Campbell, Prisoner of War and Concentration Camp Money of the 20th Century, S. 63, sowie: C. Frederick Schwan/Joseph E. Boling, World War II Remembered: History in your hands – a numismatic study, S. 499. [3] Alexander Schmidt (Leiter der Ausstellung der Gedenkstätte Flossenbürg), Telefonauskunft vom 11. Juni 2008. [4] Dienstvorschrift für die Gewährung von Vergünstigungen an Häftlinge (Prämien-Vorschrift) des Chefs des SS-Wirtschaftsverwaltung-Hauptamtes (Oskar Pohl), gültig ab 15. Mai 1943. Buchempfehlung Hans-Ludwig Grabowski: Das Geld des Terrors Geld und Geldersatz in deutschen Konzentrationslagern und Gettos 1933 bis 1945. Mit Dokumenten aus der Sammlung Wolfgang Haney, Berlin. Hardcover: 456 Seiten Format: 17 x 24 cm ISBN: 978-3-86646-040-9 Preis: 19,90 Euro Leseprobe Zum Shop Mit dem "totalen Krieg" und dem massenhaften Einsatz von Häftlingen als Arbeitssklaven – vor allem in der Rüstungsindustrie – erreichte die Verwendung von Geldersatz in den Lagern und Ghettos des Dritten Reichs ihren Höhepunkt. Schon zuvor hatte es spezielle Zahlungsmittel gegeben, doch nahmen die sogenannten Prämienscheine, die dann in fast allen Konzentrationslagern genutzt wurden, um Gefangene aus ganz Europa zu immer höheren Leistungen zu motivieren, eine herausragende Stellung ein. Die Rolle von Geld und Geldersatz in den Lagern und Ghettos wird erstmals nicht nur in Form einer umfangreichen Katalogisierung behandelt. Im vorliegenden Band steht sie im Mittelpunkt einer ausführlicheren Arbeit zu den historischen Hintergründen und Fakten, die in dieser Form erstmalig präsentiert werden können. Als Grundlage für die längst überfällige Aufarbeitung dieses Kapitels der deutschen und internationalen Währungsgeschichte diente dem Autor nicht nur die bedeutende zeitgeschichtliche Sammlung des bekannten Berliner Sammlers und Forschers Wolfgang Haney. Zusammen mit historischen Belegen aus weiteren Sammlungen und Archiven konnten zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen werden. Dadurch ist eine völlig neuartige Dokumentation zu einem wichtigen Baustein im System des nationalsozialistischen Terrors entstanden, die für überraschende Einblicke und erschütternde Momentaufnahmen aus den Erinnerungen von Zeitzeugen und der Bürokratie der Vernichtung sorgt. Als Anfang 1945 mit über 700.000 Häftlingen in deutschen Konzentrationslagern der Höhepunkt erreicht war, stand das System bereits vor dem Aus. Das Geld des Terrors blieb als stummes Zeugnis bis heute erhalten.












