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  • Lieber denken, statt arbeiten!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten." John Davison Rockefeller Sr. (1839–1937) US-amerikanischer Unternehmer und erster Milliardär der Weltgeschichte.

  • Lebensmotto eines Sportlers!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst." George Best (1946–2005) Nordirischer Fußballstar

  • Ein Hoch auf das Hobby!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt: "Steck deine Interessen nicht in Geld, sondern dein Geld in deine Interessen." Oliver Wendell Holmes Sr. (1809–1894) US-amerikanischer Arzt und Schriftsteller

  • Das eigene Geld!

    Zitate rund ums Geld und Diese Welt "Politikern zu applaudieren, weil sie mit öffentlichen Geldern ein neues Krankenhaus, eine Autobahn oder eine Eisenbahn gebaut haben, ist dasselbe, als wenn man einem Geldautomaten applaudiert, weil er einem das [eigene] Geld auszahlt." David Bowie (1947–2016) Eigentlich David Robert Jones, britischer Musiker, Sänger, Produzent und Schauspieler.

  • Bad Wildungen: Holzgutscheine von 1923

    Neben Holzwertanleihen, die als wertbeständige Kapitalmarktpapiere und teilweise davon abgeleitet als wertbeständiges Notgeld in Form kleinformatiger Anteilscheine erschienen, gaben 1923 kleinere Kommunen mit Waldbesitz Holzgutscheine als wertbeständiges Notgeld aus. So auch die nordhessische Kleinstadt Bad Wildungen im heutigen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Der Gemeindevorstand von Bad Wildungen beschloss im November 1923 Holzgutscheine als wertbeständiges Notgeld auszugeben. Die Holzgutscheine mit Ausgabedatum vom 5. November 1923 waren gestückelt in 1/20, 1/10, ¼, ½ und 1 Festmeter Buchennutzholz mittlerer Güte. Die Rückzahlung sollte bis zum 31. Dezember 1923 bzw. zum März 1924 (Verfalldatum handschriftlich geändert) erfolgen. Bad Wildungen, Holzgutschein der Serie A Nummer 3635 über 1/20 Festmeter Buchennutzholz mittlerer Güte, ausgegeben in Bad Wildungen am 5. November 1923, gültig bis 31. Dezember 1923. Bad Wildungen, Holzgutschein der Serie A Nummer 598 über ½ Festmeter Buchennutzholz mittlerer Güte, ausgegeben in Bad Wildungen am 5. November 1923, gültig bis 31. Dezember 1923. Bad Wildungen, Holzgutschein der Serie A Nummer 251 über 1 Festmeter Buchennutzholz mittlerer Güte, ausgegeben in Bad Wildungen am 5. November 1923, gültig bis 31. Dezember 1923. Festgelegt war: Die Gemeinde konnte bei der Rückzahlung bestimmen, dass die Einlösung statt in Holz in Geld beliebiger Währung erfolgte. Der Festmeter Buchennutzholz mittlerer Güte wird dann mit 20 Goldmark nach dem letzten amtlichen Kurs des der Zahlung voraufgehenden Tages berechnet. Die Gutscheine waren für den Zahlungsverkehr durchaus von größerer örtlicher Bedeutung und blieben neben dem Goldmarknotgeld des Landes Waldeck noch bis Ende März 1924 im Umlauf. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass 1923 in den Zeiten der Hyperinflation, der Mensch wirklich kreativ seine Geldprobleme löste. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Privat Informationen: Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962 Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro

  • Leserpost: Kleingeldschein der Reichsbankstelle Wilhelmshaven RBK-16

    Gerne möchte ich meine neueste Erwerbung mit Ihnen teilen, zumal für den betreffenden Schein kein Bild in Ihrem Katalog vorhanden ist. Es ist der Kleingeldschein RBK-16 der Reichsbankstelle Wilhelmshaven über 1 Pfennig auf graugelbem Karton. Das Format meines Scheins ist 63 x 38 mm, die Rückseite ist wie bei den anderen Scheinen ebenfalls leer. Gerne können Sie ein Bild meines Scheins für die nächste Auflage des Katalogs verwenden, wenn Sie dies möchten. Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Mit freundlichen Grüßen, M. Brand RBK-14: Kleingeldschein der Reichsbankstelle Wilhelmshaven über 1 Pfennig ohne Datum (1920). Antwort der Redaktion Herzlichen Dank für die Abbildung des Scheins der Reichsbankstelle Wilhelmshaven von 1920 und dafür, dass wir ihn im Katalog „Die deutschen Banknoten ab 1871“ abbilden dürfen. Wichtig ist diese Abbildung natürlich als Beleg dieser Ausführung, der mir bisher nicht vorlag. Ich wünsche Ihnen ebenfalls eine schöne Weihnachtszeit, einen guten Start ins neue Jahr und noch viel Freude beim Hobby. Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe!

  • Falklandinseln: Befragung zur Neugestaltung der Banknoten

    Die Finanzbehörde der Falklandinseln führte vom 6. November bis 17. Dezember 2023 eine Befragung zur Neugestaltung der Banknoten durch. Im Gegensatz zu der vor einigen Wochen von der Regierung der Isle of Man durchgeführten Konsultation, an der auch Personen teilnehmen konnten, die nicht auf der Insel leben, richtete sich die Befragung der Finanzbehörde der Falklandinseln speziell nur an die Bewohner der Inseln (Einwohnerzahl laut Volkszählung 2021: 3.662). FLK-17a: Staatsnote zu 5 Pfund des Government of the Falkland Islands von 2005, Vorder- und Rückseite. Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de. Was die Befragung ergeben hat, wird in den nächsten Wochen oder Monaten bekannt gegeben. Die Finanzbehörde hat jedoch bereits darauf hingewiesen, dass sich der gesamte Prozess der Neugestaltung der Banknoten voraussichtlich bis 2025 hinziehen wird. Sie hat auch darauf verwiesen, dass es zunächst nur eine neu gestaltete 5-Pfund-Note geben wird. Von den anderen Stückelungen liegen noch für Jahre ausreichende Bestände in den Tresoren der Behörde, die zunächst aufgebraucht werden sollen, bis neue Banknoten ausgegeben werden. In einer zweiten, davon unabhängigen Umfrage wurde die Bevölkerung der Falklandinseln gefragt, ob sie die Abschaffung der 1- und 2-Pence-Münzen befürwortet oder ablehnt. Hauptgrund für eine mögliche Abschaffung: Die Herstellungskosten dieser Münzen übersteigen ihren Nennwert. Ralf Faust

  • Leserpost: 100 Reichsmark von 1955?

    Hallo, ich habe einen 100-Reichsmark-Schein in meiner Sammlung, wundere mich aber über das Datum 1955. Handelt es sich um einen Matrixfehler? Ist es eine perfekte Fälschung? War es damals möglich, ein Wasserzeichen zu erstellen? Ich habe Ihre Kontaktdaten von der Bundesbank erhalten! L. Woronecki Antwort der Redaktion Hallo Herr Woronecki, natürlich gab es 1955 keine Reichsbank mehr und es wurden auch keine Reichsbanknoten mit dieser Datierung ausgegeben. Leider ist die Abbildung nicht besonders gut und tatsächlich wäre es am besten, wenn ich mir das Original anschauen könnte, aber es handelt sich mit größter Wahrscheinlichkeit um eine Manipulation. Im Datum des Originalscheins 24. Juni 1935 wurde die dritte Zahl der Jahresangabe abgeändert, so dass man statt 1935 nun 1955 lesen kann. Gerne hätte ich diese Manipulation hochauflösend eingesannt, um sie so zu belegen. Das Motiv für diese Manipulation ist sicher nicht darin zu suchen, dass man 1955 noch hätte Reichsbanknoten einlösen oder umtauschen können. Bereits 1948 gab es separate Währungsreformen in den Westzonen (später BRD) und der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands (später DDR), mit denen die alten Reichs- und Rentenmarkscheine ungültig wurden. Wahrscheinlich diente sie lediglich der Täuschung von Sammlern. Hier noch eine kleine Ergänzung zum besseren Verständnis: Es handelt sich um einen Originalschein von 1935, auf dem jemand das Datum manipuliert hat. Bereits lange vor 1935 hatten Geldscheine Wasserzeichen und zahlreiche andere Sicherheitsmerkmale. Bei Ihrem Schein handelt es sich um einen sog. Friedensdruck mit dem Kopf von Justus von Liebig im Wasserzeichen. Hans-Ludwig Grabowski

  • Leserpost: Fehldrucke bei Reichsbanknoten zu 500.000 Mark vom 1. Mai 1923

    Sehr geehrter Herr Grabowski! Habe hier eine kleine Rarität. Hiervon sind einige Scheine bekannt. Denke, diese könnten auch im Katalog aufgenommen werden? Die Serien gehen in diesen Fällen immer um genau 600.000 Zähler auseinander. Bei mir nur bekannt im 7-stelligen auf Vorderseite und Rückseite. Außerdem habe ich noch einen Fehldruck mit je zwei verschiedenen Serienbuchstaben. Kennen sie diese Fehldrucke? Mit freundlichen Grüßen M. Berg DEU-99a: Deutsche Reichsbank, Reichsbanknote über 500.000 Mark vom 1. Mai 1923, Reichsdruck, Serie G, Vorder- und Rückseite mit je zwei 7-stelligen Kontrollnummern, Vs. mit "G•0309973" und Rs. mit "G•0909973". DEU-99b: Deutsche Reichsbank, Reichsbanknote über 500.000 Mark vom 1. Mai 1923, Reichsdruck, Vorder- und Rückseite mit je zwei 8-stelligen Kontrollnummern und mit abweichenden Serien: Vs. mit zweimal Serie "A" und Rs. mit zweimal Serie "D". Antwort der Redaktion Der ultimative Beweis ist natürlich erbracht, wenn man den Schein selbst in Händen hält. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass Sie mir die Originalscheine zur Begutachtung zugesandt haben. Sehr schöne Fehldrucke, wenn man so will. Ich kann die abweichenden Kontrollnummern und Serien definitiv bestätigen und würde meinen, dass das zumindest eine Anmerkung im Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" verdient. Die Ursachen für diese Art von Fehldrucken sind prinzipiell die gleichen, wie bei den abweichenden Kontrollnummern bei Scheinen der DDR. Bei der zuletzt erfolgenden Nummerierung der Scheine wurden in der Druckerei (bei den beiden vorliegenden Scheinen war das die Reichsdruckerei in Berlin) unterschiedlich eingestellte Nummeratoren verwendet. Bei den Kontrollnummern weicht dabei die zweite Stelle der Kontrollnummer um sechs Zähler ab (09 statt 03). Abweichende Serien sind sogar noch seltener zu finden und umgelaufen ist dieser Fehldruck wahrscheinlich wegen der Gebrauchsspuren auch. Gratulation zu den seltenen Stücken. Hans-Ludwig Grabowski

  • Leserpost: Unbekannter Notgeld-Entwurf

    Mir liegt ein handgezeichneter Entwurf eines Notgeldscheins (wahrscheinlich eines Serienscheins für Quedlinburg) auf Karton vor. Siehe die beigefügte Abbildung. Vielleicht ist er ja noch nicht (jedem) bekannt. T. Neldner Anmerkung der Redaktion Es scheint sich offensichtlich um einen Entwurf zur Rückseite des ersten Scheins (siehe mittig oben "1") zu 50 Pfennig einer nicht umgesetzten Serie zu handeln. Der Bezug zu Quedlinburg entsteht durch den Text "Herr Heinrich sitzt am Vogelherd recht froh und wohlgemut", der aus einem Volkslied aus dem 19. Jahrhundert (1835) stammt. Den Text schrieb Johann Nepomuk Vogl (1802-1866) und die Musik komponierte Johann Karl Gottfried Löwe (1796-1866). Mit Heinrich ist der erste deutsche König Heinrich I. aus dem Hause der Liudolfinger gemeint, der ab 912 Herzog von Sachsen war und von 919 bis 936 König des Ostfrankenreichs. Er trug den volkstümlichen Beinamen "der Vogler" (Vogelsteller). Geboren und gestorben war er in der Kaiserpfalz von Memleben, seine letzte Ruhe fand er aber im Stift Quedlinburg, das Heinrich zu einer wahren Schatzkammer voller Heiligen-Reliqiuen machen wollte. Auch die berühmte Heilige Lanze, die sich heute in der Schatzkammer Wien befindet, soll einst in seinem Besitz gewesen sein. Eventuell wissen einige Sammler mehr zum Entwurf (z. B. zum Künstler) oder sind im Besitz weiterer Entwürfe zu dieser Serie? Hans-Ludwig Grabowski

  • Aus privaten Sammlungen: Deichmann-Bon zu 10 Francs von 1914/15

    Nachdem die französischen Behörden und Banken beim Vormarsch der deutschen Truppen 1914/15 fast alle Bargeldreserven mitgenommen oder vernichtet hatten, gaben verschiedene Teile des deutschen Heeres eigene Gutscheine zur Bezahlung von Arbeitslohn, Dienstleistungen und Warenlieferungen im besetzten Gebiet aus, die mit der Heereskasse verrechnet wurden. Es gibt zahlreiche Varianten von Lohn-Bons, da Daten, Ortsangaben, Truppenteile, Kontrollnummern usw. handschriftlich oder mit Stempeln auf den Scheinen vermerkt wurden und es warten wohl noch zahlreiche unbekannte Varianten auf ihre Entdeckung. Bekannt sind darüber hinaus auch sog. Anerkenntnis-Scheine und Gutscheine verschiedener deutscher Truppenteile, die Firmen und der Bevölkerung im besetzten Teil Frankreichs für Lieferungen an das deutsche Heer ausgehändigt wurden, wenn keine Barzahlung erfolgte. Vorläufer von gedruckten Lohn-Bons waren handschriftliche, hektografisch vervielfältige, provisorische Bons der Etappen-Inspektion I, die heute äußerst selten sind. Während die Erste Armee 1915 verschiedene Lohn-Bons ausgab, nutzte man in der Zweiten Armee sog. Deichmann-Bons. Das waren Bons zur Bezahlung von Lieferungen französischer Gemeinden an das deutsche Heer bestimmt. Die Bons sind links gezähnt, da sie aus Abrissblöcken mit Perforation getrennt wurden. Die sog. „Deichmann-Bons“ oder auch „Wirtschaftsausschuss-Bons“ wurden ab Februar 1915 in Gesamthöhe von 3,5 Mio. Francs in 192 beteiligten Gemeinden ausgegeben. Eingeführt wurden sie vom Major d. Res. Deichmann beim Wirtschaftsausschuss der Etappen-Inspektion 2. Sie sollten dem Mangel an Umlaufmitteln entgegenwirken, indem sie quasi erst durch den Stempel der einlösenden Gemeinde zu Geld wurden, ansonsten aber nur eine Quittung darstellten. Viele Gemeinden weigerten sich aber für die Bons als „Zahlstelle“ zu haften. Die Gültigkeit war auf bis zu sechs Monate nach Friedensschluss begrenzt. Anfang September 1915 wurden weitere Ausgaben untersagt und ab 3. November 1916 waren die noch nicht eingelösten Bons gegen französische Stadtscheine einzuziehen. Bis Ende August 1917 waren Bons im Wert von insgesamt rund 3 Mio. Francs eingezogen. Nicht ausgegebene Bons im Wert von 4,68 Mio. Francs wurden beim Generalwechselamt eingestampft. "Deichmann-Bons" gab es in Werten zu 5, 10, 20, 50 und 100 Francs. Alle Stücke sind heute sehr selten und gesucht. Objekttyp: Lieferungsschein / Bon de réquisition Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Authentizität: Original Land/Region/Ort: Frankreich, Département Aisne, Etreux Emittent: Zweite Armee, Etappen-Inspektion 2, Wirtschaftsausschuss Nominal: 10 Francs Datierung: 1914/15 Vorderseite: Wertzahl und Ornamente im Unterdruck. Text (Deutsch und Französisch) im Rahmen. Rückseite: Ohne Unterdruck. Text (Deutsch und Französisch) im Rahmen. Unterschrift: Deichmann, Rittmeister (Faksimile-Stempel) Material: Papier mit Wasserzeichen Kölner Waben Druck: M. Dumont Schauberg, Köln Format: 170 mm x 100 mm Nummerierung: E 015620 Umlauf: Februar 1915 bis August 1917 Zitate: EWK-58 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) 16 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) M10 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine 23. Auflage 2023/2024 ISBN: 978-3-86646-224-3 864 Seiten, durchgehend farbig Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe Bestellung über den Verlags-Shop

  • Nationalsozialistische Volkswohlfahrt – Wertschein des Kriegswinterhilfswerks zu 5 Reichsmark 1939

    Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) war am 18. April 1932 als eingetragener Verein gegründet worden. Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er am 3. März 1933 zur Parteiorganisation und im Zuge der Gleichschaltung mit dem Verbot der Arbeiterwohlfahrt zur Staatsorganisation. In den ersten Jahren unterstützte die NSV hauptsächlich bedürftige Familien finanziell über verschiedene Hilfswerke, so dem Winterhilfswerk oder dem Hilfswerk Mutter und Kind. Während des Kriegs übernahm sie mehr und mehr Dienstleistungen, wie den Betrieb von Kindergärten und Gemeindepflegestationen, die Haushalts- und Jugendhilfe, den Bahnhofsdienst und die Kinderlandverschickung. 1938 waren rund eine Million ehrenamtliche Mitarbeiter für die NSV tätig und zu Kriegsbeginn zählte die NSV elf Millionen Mitglieder. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Eine der ersten Aufgaben der NSV war die Unterstützung sozial bedürftiger Personen in der Zeit hoher Arbeitslosigkeit. Hierzu sollten Sachwerte und Mittel aus Sammlungen verwendet werden. Zur praktischen Durchführung wurde bereits im September 1933 das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes (WHW) gegründet. Zum Reichsbeauftragten des WHW wurde Erich Hilgenfeldt ernannt, dessen gedruckte Unterschrift sich auf den WHW-Wertscheinen findet. Nachdem die Unterstützung Bedürftiger in den Friedensjahren hauptsächlich mit Sachwerten erfolgte und lediglich verschiedene zweckgebundene Gutscheine zum Bezug von Lebensmitteln (1933/1934 und 1934/1935), von Brennstoffen (1934/ 1935 und 1938/1939) und von Bekleidung (1938/1939) sowie Sonderausgaben zum „Tag der Machtergreifung“ (30. Januar) 1936/1937 und 1937/1938 für die Entnahme von Lebensmitteln, Kleidung, Wäsche und Schuhwerk sowie für Brot und Braunkohlebriketts Verwendung fanden, wurde mit Kriegs­beginn 1939 auf einheitliche Wertscheine des Kriegswinterhilfswerks (KWHW/WHW) umgestellt. Grund für deren Einführung war die kriegsbedingte Zwangsbewirtschaftung von lebenswichtigen Gütern, die nur im Rahmen der Rationierung auf „Karte” damit bezahlt werden konnten. Die vorherigen Gutscheine entsprachen dagegen einer Zusatzversorgung! Die WHW-Wertscheine waren zwar kein Geld im eigentlichen Sinne, sondern dienten vielmehr als Verrechnungsscheine (der Empfänger bezahlte damit eine Ware oder Leistung; der Kaufmann reichte den Wertschein bei einer Bank wie Bargeld ein; die Bank leitete die Wertscheine zur Verrechnung mit dem WHW an die Reichsbank weiter), sie waren aber im ganzen Reich gültig und konnten zur Bezahlung von Lebensmitteln, Bekleidung und Brennstoffen, ab 1941 auch für Mietzahlungen sowie zur Bezahlung von Gas- und Stromverbrauch verwendet werden. Der jeweilige Einlösungsvermerk erfolgte auf der Rückseite. Die letzten Wertscheine wurden für den Kriegswinter 1943/1944 ausgegeben und waren bis 31. Mai 1944 gültig. Für 1944/1945 gab es keine Wertscheine mehr. Neben den Wertscheinen für das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes gab es auch solche der Winterhulp Nederland für die Bevölkerung in den besetzten Niederlanden sowie für die deutsche Bevölkerung im Generalgouvernement Polen. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2017/12 Abbildungen: Hans-Ludwig Grabowski

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