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- Nachbericht zur großen Emporium Hamburg Frühjahrsauktion 98 & 99
Die Münz- und Banknotenauktion des Auktionshauses Emporium Hamburg erstreckte sich diesen Frühling bewährter Weise wieder über eine ganze Woche, und zwar vom 02. bis 06. Mai 2022. Wie schon während der vorigen Auktion fand diese aufgrund der Pandemiebedingungen ebenfalls ohne Saalbieter statt. Doch auch diesmal wurde mit schriftlichen Vorabgeboten wie ebenfalls nochmals verstärkt über die mobilen Online-Zugänge mit weit über 15.000 Geboten von über 1000 Bietern erfolgreich am Auktionsgeschehen teilgenommen. Die insgesamt fast 4.500 Lose fanden so ihren unkomplizierten Weg zu zahlreichen neuen Besitzern. Viele interessante und mit attraktiven Schätzpreisen angesetzte Stücke kamen zum Zuge. In spannenden Live-Bieterwettkämpfen um so manche Rarität kam es sodann zu vielen neuen Höchstgeboten. Los-Nr.4008 China Central Bank of China 10 Dollars 1926, Specimen Pick 184; Erh. I Schätzpreis: € 350,- Zuschlag: € 1.150,- Los-Nr.4033 China 1 unbestimmte Banknote Schätzpreis: € 50,- Zuschlag: € 3.300 ,- Auktion 99 – Banknoten und Notgeld Der letzte Auktionstag war den Banknoten und dem Notgeld reserviert. Auch hier waren zahlreiche Bieter erfolgreich mit ihren Geboten. Sehr gefragt waren die verschiedenen asiatischen, insbesondere chinesischen Banknoten. Los Nr. 4007, 5 Dollars 1926, wurde mit 1.150 € honoriert (Schätzpreis 300 €). Die darauffolgenden 10 Dollars 1926 erzielten ebenfalls 1.150 € (Los Nr. 4008, Schätzpreis 350 €). Die nicht näher bestimmte Banknote Los Nr. 4033 wurde nach einem Bietergefecht überraschend mit 3.300 € zugeschlagen (Schätzpreis 50 €!), ähnliche Los Nr. 4038 mit 660 € bei einem Schätzpreis ebenfalls von 50 €. Los-Nr.4176 BRD ab 1948 Noten der Bank Deutscher Länder, 1948-1949 50 Deutsche Mark o.D. (08.1948-30.10.1949), Serie D/A Ros.248; Grab.WBZ-10a; Erh. I Schätzpreis: € 6.000,- Zuschlag: € 11.500,- Das Titelstück der Auktion 99, ein 50-Deutsche-Mark-Schein 1948/49, erklomm zudem ein Höchstergebnis von 11.500 € (Los Nr. 4176, Schätzpreis 6.000 €). Und schließlich im Bereich der Kolonialbanknoten wurde ein Sammellot von 212 Scheinen Deutsch-Ostafrika mit 3.000 € ersteigert (Los Nr. 4273, Schätzpreis 1.400 €.) Abschluss Wir freuen uns auf die nächste Auktion – nämlich die Jubiläumsauktion Nr. 100 – voraussichtlich vom 07. bis 11. November 2022. Sollte uns die Pandemie keinen Strich durch die Rechnung machen, findet diese wieder mit Publikum im großen Saal des Störtebekerhauses statt. Wenn Sie Ihre Münzen und Banknoten in Emporium Hamburgs nächste große Auktion einliefern möchten, beachten sie bitte den Einlieferungsschluss am 16.07.2022. Wenden Sie sich vor Einlieferung vertrauensvoll an Abteilungsleiter Dr. Josef Fischer. Bis zu 0% Einliefererprovision, ein unverzinster Vorschuss von bis zu 40%, die internationale Käuferschaft, die große Reichweite durch maximalen Online-Einsatz sowie die beachtlichen Zuschläge – das sind nur ein paar von vielen, überzeugenden Gründen für eine Einlieferung bei Emporium Hamburg. Emporium Hamburg Münzhandelsgesellschaft mbH https://emporium-hamburg.com/ https://www.emporium-numismatics.com/Auktion Ergebnisliste/Nachverkauf
- Neue Varianten: Mai 2022 (Teil 1)
Demokratische Republik Kongo 500 Francs Wie COD-96 (Linzmayer B317e), aber mit Datum "30.06.2020" und Druckerei "GIESECKE & DEVRIENT / MUNICH". Gibraltar 50 Pounds Wie GIB-38 (Linzmayer B133a), aber mit Unterschrift "Albert Mena" und Datum "30th MAY 2019". Irak 10.000 Dinars Wie IRQ-101 (Linzmayer B355c), aber mit Unterschrift "Mustafa Ghaleb" und Datum "١٤٤٢–٢٠٢٠" (1442/2020). 25.000 Dinars Wie IRQ-102 (Linzmayer B536d), aber mit Unterschrift "Mustafa Ghaleb" und Datum "١٤٤٢–٢٠٢٠" (1442/2020). Israel 20 New Shekels Wie ISR-65 (Linzmayer B442a), aber mit Unterschrift "Amir Yaron" und Jahr 2021. Kolumbien 2000 Pesos Wie COL-458 (Linzmayer B993d), aber mit Datum "23 DE JULIO DE 2019". 5000 Pesos Wie COL-459 (Linzmayer B994c), abe rmit Datum "24 DE JULIO DE 2018". 10.000 Pesos Wie COL-460 (Linzmayer B995b), aber mit Unterschriften "Juan José Echavarría Soto/Marcela Ocampo D." und Datum "29 DE AGOSTO DE 2017". 20.000 Pesos Wie COL-461 (Linzmayer B996d), aber mit Datum "23 DE JULIO DE 2019". 50.000 Pesos Wie COL-462 (Linzmayer B997e), aber mit Datum "23 DE OCTUBRE DE 2018". 50.000 Pesos Wie COL-462 (Linzmayer B997g), aber mit Datum "28 DE OCTUBRE DE 2019". 100.000 Pesos Wie COL-463 (Linzmayer B998b), aber mit Unterschriften "Juan José Echavarría Soto/Marcela Ocampo D." und Datum "23 DE JULIO DE 2019". Libanon 5000 Livres Wie LBN-91 (Linzmayer B533), aber mit Unterschriften "Mansouri/Salamé", Datum "1. April 2021", neuem Sicherheitsfaden und KN in neuer Schriftart und neuem Format. Malaysia 20 Ringgit Wie MYS-54 (Linzmayer B151b), aber mit Unterschrift "Nor Shamsiah". Mexiko 500 Pesos Wie Linzmayer B717l (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "24 MAY. 2021". Nigeria 5 Naira Wie NGA-38 (Linzmayer B234m), aber mit Jahr 2022. 10 Naira Wie NGA-39 (Linzmayer B235q), aber mit Jahr 2022. Papua-Neuguinea 50 Kina Wie Linzmayer B158b (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr (20)21. Philippinen 100 Piso Wie PHL-222 (Linzmayer B1086j), aber mit Jahr 2022. Sri Lanka 50 Rupees Wie LKA-124 (Linzmayer B124d), aber mit Datum "2020-08-12". 100 Rupees Wie LKA-125 (Linzmayer B125e), aber mit Datum "2020-08-12". Surinam 50 Dollar Wie SUR-165 (Linzmayer B548d), aber mit Unterschrift "Maurice Roemer" und Datum "1 JUNE 2020". Westafrikanische Staaten – Senegal 1000 Francs Wie WAS-715K (Linzmayer B121Ku), aber mit Jahr "(20)22 / 2003". 10.000 Francs Wie WAS-718K (Linzmayer B124Ku), aber mit Jahr "(20)22 / 2003". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Kantinengeld als Souvenir
Aufbewahrt von einem US-amerikanischen Offizier auf seinem Weg durch Europa Seit Juni 1944, auf dem Marsch von seiner Landung am Strand der Normandie durch Frankreich, Belgien und Deutschland ins böhmische Franzensbad und nach Ende des Zweiten Weltkriegs anschließend durch Bayern bis nach Salzburg, sammelte der Chief Warrant Officer James Bernard Lipinski aus West Virginia eine Reihe sehr interessanter Belege zur Geldgeschichte. Abb. 1: James „Bunny“ Lipinski 1947 in Salzburg, ausgezeichnet mit dem „Silver Star“, Tapferkeitsorden der US-Armee Als er nach dem Krieg von Bremerhaven aus nach New York zurückkehrte, nahm er sie als Kriegsandenken mit. Neben algerischen, tunesischen, italienischen, französischen, belgischen und deutschen Banknoten befanden sich in seiner Brieftasche auch US-Militär- sowie US-Besatzungsgeld für Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich. Abb. 2: Marschroute der 1. Infanterie-Division der US-Armee seit der Invasion im November 1942 in Nordafrika, der Landung im August 1943 auf Sizilien und im Juni 1944 in der Normandie bis zum Kriegsende im Mai 1945 in der Tschechoslowakei. Aus einer privaten Fotodokumentation seiner Kinder von 2010 stammen neben vielen Dokumenten aus seiner Dienstzeit beim 16th Infantry Reg. in der 1st Infantry Div., der legendären „Big Red One“, folgende und bisher unentdeckte und nicht katalogisierte sog. Chits und Booklets. Sie sind durchaus von Interesse und waren der Sammlerschaft über 75 Jahre unbekannt. Auch die gezeigten Booklets mit bisher unbekannten Kantinengeld, das in der US-amerikanisch besetzten Zone Österreichs nach Kriegsende verwendet wurde, stammt ebenfalls aus seiner „Sammlung“. Nach dem Militär-Umrechnungskurs vom 20. September 1944 galt 1 Dollar 10 Reichsmark; 1 Reichsmark = 10 Cent – die Reichsmark wurde 1 : 1 zum Schilling gleichgestellt. Abb. 3: 1 Dollar o. D., MPC Serie 461, seltener und verschnittener Austauschschein. Abb. 4/5: ½ und 1 Mark, 114th Evacuation Hospital, Weilburg nahe Limburg in Hessen? Abb. 6: Booklet über 45 Mark, E. M. Service Club, Murnau in Bayern am Staffelsee, Inhalt unbekannt. Abb. 7: ½ Mark, 60th MP Comp., Ausgabeort unbekannt. Abb. 8: Booklet über 4 Dollars, 1947, Berchtesgaden Recreation Area, Hotel „Berchtesgadener Hof“, Inhalt unbekannt. Abb. 9/10: Speise- und Getränkekarten, „Berchtesgadener Hof“ 1947, mit Preisen für Getränke. Abb. 11/12: Booklet über 50 Mark mit Wertmarken zu ½ Mark o. D., NCO Club, HQ 3rd US Army, Ausgabeort unbekannt. Abb. 13: Booklet über 50 Mark, NCO Club, Military Government, Regierungsbezirk Mainfranken, Würzburg, Inhalt unbekannt. Abb. 14: Mitropa-Pfandschein über 5 Cents o. D., Frankfurt a. M. Abb. 15: Booklet über 5 Dollar , Land Salzburg Area Command, (Station Complement Unit 7832) Hotel Section, Inhalt unbekannt. Abb. 16: Booklet über ? Dollar, 505th Military Police Battalion, Wien, Inhalt unbekannt. Abb. 17: Booklet über 5 Dollar = 50 Schilling, U. S. Forces in Austria, E. M. Club, Inhalt und Ausgabeort unbekannt. Abb. 18: Booklet über ?, 5th Infantry, Officers Club, Inhalt und Ausgabeort unbekannt (Deutschland o. Österreich?) Michael H. Schöne
- Leserpost: Remscheid 20 Mark vom 15.11.1918 mit Stempel
Sehr geehrter Herr Grabowski, diesmal ist mir dieser Schein untergekommen – alles ok bis auf die Besonderheit auf der Rückseite: Dort findet sich ein Stempel *B B - V 15211 BARMEN*, der wohl vom Barmer Bank-Verein stammt. Im Katalog von Herrn Geiger (443.02c) habe ich keine Information zu der Abstempelung gefunden. Ich vermute mal wieder eine Seltenheit, warte aber besser Ihren Kommentar ab. Besten Dank vorab dafür und herzliche Grüße Th. Neldner Remscheid, Stadtkasse: Großnotgeldschein über 20 Mark vom 15. November 1918 Antwort der Redaktion Notgeldscheine findet man immer wieder mal mit Abstempelungen von Banken oder anderen Einrichtungen, die viel mit Geld zu tun haben, auf den Rückseiten. Diese Praxis geht auf die Verwendung von Wechseln als Zahlungsversprechen zurück, bei denen auf den Rückseiten ein Girieren oder auch eine Indossierung durch die Weitergebenden erfolgte. Der Begebungsvermerk oder auch das sog. Indossament (vom italienischen "in dosso" = „auf dem Rücken") ist ein gesetzlich vorgeschriebener Übertragungsvermerk auf einem Orderpapier (auf einen Namen lautendes übertragbares Wertpapier wie z. B. Wechsel), durch den das Eigentum ganz oder teilweise an einen neuen Begünstigten übertragen wird. Bei Wechseln ist es deshalb häufige Praxis, dass diese auf den Rückseiten auch mit mehreren Stempeln versehen sind. Tatsächlich findet man hin und wieder auch Notgeldscheine, die rückseitig mehrere Stempel tragen. Da Notgeld noch viel mehr als staatliches Papiergeld oder Banknoten – ähnlich einem Wechsel – einem Zahlungsversprechen entsprach, dessen Einlösung in unsicheren Zeiten angezweifelt werden konnte, bestätigte der Barmer Bankverein auf der Rückseite die Echtheit und Weitergabe des 20-Mark-Scheins quasi als vertrauensbildende Maßnahme. Dadurch konnte sich der neue Besitzer sicher fühlen, den Schein notfalls auch wieder beim Barmer Bankverein eingelöst zu bekommen. Als die Werte auf den Notgeldscheinen höher Wurden, kamen solche Abstempelungen immer seltener vor. Die reale Inflation hatte diese Praxis längst überholt. Als Rarität würde ich den Schein deshalb nicht bezeichnen, der eine oder andere Sammler mag sich sogar an der Abstempelung stören. Eine Katalogisierung macht kaum Sinn, weil praktisch jeder einen Schein abstempeln konnte und auch immer noch kann. Ich hoffe, damit ein wenig geholfen zu haben. Hans-Ludwig Grabowski
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 18
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Thema Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 961 Miguel Angel Plaza Arbeitet seit 1978 als Grafikdesigner bei der Spanischen Königlichen Münzstätte Fábrica Nacional de Moneda y Timbre. 5 Euro, Vorder- und Rückseite, Kulturelles Erbe der griechischen Zivilisation. 10 Euro, Vorder- und Rückseite, Religion und Gesellschaft im Frühmittelalter. 20 Euro, Vorder- und Rückseite, Entwicklung der Schrift. 50 Euro, Vorder- und Rückseite, Humanistische Werte. 100 Euro, Vorder- und Rückseite, Blütezeit der schönen Künste. 200 Euro, Vorder- und Rückseite, Technischer Fortschritt. 500 Euro, Vorder- und Rückseite, Gleichberechtigung, Moderne. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- NEU! Videoshows mit Banknoten aus aller Welt.
Ich habe unlängst mal auf youtube recherchiert, was es dort für Videos zum Thema Banknoten aus aller Welt zu sehen gibt. Oft findet man Filmchen, in denen Sammler oder solche, die sich dafür halten, ihre zusammengetragenen Schätze und Urlaubsmitbringsel auf Tischen oder in provisorischen Alben präsentieren. Viel Wert auf bestmögliche Erhaltung oder richtige Bestimmung anhand von Katalogen wird dabei kaum gelegt. Das macht nicht wirklich Spaß darauf, selbst zu sammeln. Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, selbst zum "Regisseur" zu werden, mehrminütige Videoshows zu erstellen und diese dann in einem eigenen Kanal auf youtube zu präsentieren. Es geht dabei überhaupt nicht darum, die seltensten Scheine der Welt zu zeigen, vielmehr soll die Vielfalt schöner Motive Lust auf mehr machen. Es gibt viele Weltbanknoten, die man preiswert im einschlägigen Fachhandel erwerben kann. Nachwuchs-Sammler sollen auch das, was sie in Videos sehen, selbst kaufen können. Die Mischung macht es! Nachstehend finden Sie jeweils eine Videoshow zu jedem Kontinent, in dem ein Schein pro Land vorgestellt wird. Natürlich kann man auch ein Video zu einem Land oder einer Bank erstellen. Als erstes Beispiel habe ich mir mal die Oesterreichisch-ungarische Bank aus der Zeit der Doppelmonarchie vorgenommen und hier alle Scheine, inkl. der nicht ausgegebenen, in die Videoshow eingebunden. Unter dem Menüpunkt VIDEO werden ab sofort alle von uns auf youtube veröffentlichten Videos gesammelt. Vorstellbar sind auch Präsentationen der Highlights einer Auktion, Impressionen von Veranstaltungen und vieles mehr. Ich bin gespannt auf Reaktionen und Kommentare auf youtube und natürlich hier im Geldschein-Blog. Hans-Ludwig Grabowski Hier geht es zu meinem youtube-Kanal zur Geld- und Zeitgeschichte.
- Green Banknote steigert Nachhaltigkeit im Bargeldkreislauf
München/Tarragona, 5. Mai 2022 – Giesecke+Devrient (G+D) präsentiert im Rahmen des Global Currency Forum eine neuartige Musternote. Die innovative „Green Banknote“ steht für ökologische, ressourcenschonende Materialien und Produktionsprozesse bei Banknoten. Gepaart mit langer Haltbarkeit und modernsten Sicherheitsmerkmalen leistet sie damit einen entscheidenden Beitrag zu einem umweltfreundlicheren und effizienten Bargeldkreislauf. "Green Banknote", Muster, Vorder- und Rückseite (Quelle: G+D) Auch die Banknotenbranche ist bestrebt, ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und einer nachhaltigeren Entwicklung der Wirtschaft gerecht zu werden. Eine der zentralen Fragen auf dem Global Currency Forum 2022 vom 2. bis 5. Mai im spanischen Tarragona lautet daher: Wie kann die Bargeldindustrie ihren CO2-Fußabdruck verringern und zu mehr Nachhaltigkeit beitragen? G+D nimmt das Forum zum Anlass, seine neue Musternote „Green Banknote“ vorzustellen. Sie basiert auf den Erkenntnissen aus einer Studie des Tochterunternehmens Louisenthal, für die der produktbezogene CO2- und Wasser-Fußabdruck verschiedener Substrate im gesamten Bargeldkreislauf berechnet wurde. Das Ergebnis: Naturfaserbasierte Hybridlösungen vereinen Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit einer Banknote am besten. „Green Banknote“ ist eine grüne Produktlösung für Banknoten. Sie verringert durch zertifizierte Naturfasern, so wenig eingesetztes Plastik wie nur unbedingt erforderlich und einen optimierten Herstellungsprozess den ökologischen Fußabdruck einer Banknote und leistet damit einen echten Beitrag zum Klimaschutz. Vier Aspekte zahlen darauf ein: Den Kern des Banknotenpapiers bildet ein emissionsminimierender Fasermix aus Bio-Baumwolle und FSC® (FSC-C138716)-zertifizierter Zellulose, die aus europäischer Forstwirtschaft stammt. Der Materialmix verringert die CO2-Emissionen gegenüber Fasern aus konventionell angebauter Baumwolle um 63 Prozent. Als erster Hersteller bietet G+D die Baumwolle auch aus regional zertifizierten Initiativen wie „Cotton made in Africa“ an, die neben ökologischer Nachhaltigkeit für faire Arbeitsbedingungen stehen. Die Trägerfolie für den Sicherheitsfaden RollingStar i+ und den Sicherheitspatch varifeye ColourChange stammt aus einem zertifizierten Recycling-Kreislauf mit 70 Prozent recyceltem Polyester. Recycelte Kunststoffabfälle werden damit in ein hochwertiges Sicherheitsmerkmal umgewandelt. Für längere Haltbarkeit im Bargeldkreislauf wird das Naturfasersubstrat mit einer PET-Folie ummantelt, die bei der „Green Banknote“ dünner ausfällt und so Ressourcen schont. Mit diesen beiden Maßnahmen wird der Plastikanteil insgesamt um 38 Prozent im Vergleich zum bisherigen Hybrid-Substrat verringert. Schließlich werden beim Druck der Noten erstmalig Farben für den Simultandruck auf Basis pflanzlicher Öle und damit ohne Mineralöle eingesetzt. „In Summe verursacht die Produktion einer ‚grünen‘ Banknote 29 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als klassische Wettbewerbsprodukte aus Polymer. Die Produktinnovation ist die bislang nachhaltigste Lösung am Markt. Sie trifft zudem die optimale Balance zwischen Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und höchster Sicherheit“, betont Bernd Kümmerle, Geschäftsführer der Division Banknote Solutions bei G+D Currency Technology. „Die Entwicklung dieser besonders umweltfreundlichen Produktlösung ist Teil unserer jüngst gegründeten ‚Green Banknote Initiative‘. Mit ihr wollen wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern den Bargeldkreislauf nachhaltiger gestalten.“ Weitere Informationen sind zu finden unter www.greenbanknote.gi-de.com. Pressemitteilung G+D Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als verlässlicher Partner für internationale Kunden mit höchsten Ansprüchen sichert G+D mit seinen Lösungen die essenziellen Werte dieser Welt. Dabei entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Technologie mit Leidenschaft und Präzision in vier Kernfeldern: Bezahlen, Konnektivität, Identitäten und Digitale Infrastrukturen. G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 11.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,38 Milliarden Euro. G+D ist mit 89 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 33 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com
- "Lutze-Thaler" – Das Privatgeld eines Heilers
Private Geldschein-Ausgaben sind in Inflations- und auch Kriegszeiten nichts besonderes, aber ein "Privatgeld" unter normalen Währungsverhältnissen ist heute undenkbar. Man stelle sich nur vor, jeder könnte seine eigenen Münzen und Geldscheine herstellen lassen und dafür dann mit seinem Häuschen, Grundstück, Auto, der Briefmarkensammlung oder mit einer noch zu erwartenden Erbschaft bürgen. Es würde schon bald das blanke Chaos ausbrechen. Doch im 19. Jahrhundert, als das Geldwesen noch lange nicht zentralisiert war wie heute, war auch solches möglich. Dr. Arthur Lutze, links eine Lithographie von 1846, rechts Kopie nach einem Gemälde in der ehemaligen Lutze-Klinik in Köthen um 1860. Der am 1. Juni 1813 in Berlin geborene Arthur Lutze war zuerst als Postsekretär in Thüringen tätig. Hier begann er sich für die Schriften von Samuel Hahnemann über die Homöopathie zu interessieren, der er sich schließlich nach Jahren privaten Studiums widmete. 1843 schied er aus dem Postdienst aus und begann in Potsdam seine Karriere als Heilpraktiker. Ohne medizinische Approbation wurde ihm diese Tätigkeit aber bereits 1845 in Preußen verboten. 1846 verlegte er deshalb seine Praxis nach Köthen, wo er auf einen Landesherrn traf, der der Homöopathie wohl gesonnen war und auch schon Samuel Hahnemann gefördert hatte. Hier wurde Lutze schon bald zu einem "Wunderheiler" und Köthen fast schon zu einem Wallfahrtsort. Man spottete "Dort lebt der große Wundermann, der alle Welt kurieren kann." Um eine medizinische Legitimation für seine Arbeit zu erhalten, promovierte er 1848 zum Dr. med. an der Universität in Jena. Seine homöopathischen Heilmethoden waren so erfolgreich, dass er die Eröffnung eines eigenen Sanatoriums in Köthen plante. Um dies in die Tat umsetzen zu können, gab er mit Duldung des Staatsministers Gossler privates Papiergeld aus, dessen Einlösung er zu einem späteren Zeitpunkt versprach. Dank seiner „Lutze-Thaler”, die bald wie richtiges Geld umliefen, konnten nicht nur sein Sanatorium gebaut, sondern auch alle vorgelegten Scheine zum jeweiligen Verfallsdatum eingelöst werden. Das Privatgeld des Dr. Arthur Lutze war also nichts weiter als ein Zahlungsversprechen, das zu einem bestimmten Zeitpunkt eingelöst wurde. In der Zwischenzeit diente es als Geld und ging von Hand zu Hand. Soviel Unterschied zum staatlichen Papiergeld oder dem einer Zentralnotenbank besteht dann also doch nicht, außer dass hier ein Privatmann und dort der Staat oder die Bank für die Einlösung haftet. Lutze selbst erinnerte sich zum Bau des Sanatoriums und zu seinen Geldschein-Ausgaben: "Man hatte Anfangs der Sache wohl nur geringe Bedeutung beigelegt, indem man glaubte, diese Anweisungen würden unbeachtet bleiben; doch fanden sie solches Interesse, dass sie von Reisenden in die fernsten Gegenden mitgenommen wurden." Der 1855 eröffnete und noch heute existierende Klinikbau verfügte über mehrere Krankensäle, über 72 Zimmer für zahlende Patienten, Heilbäder, eine Bibliothek, eine Sternwarte, eine eigene Kunstsammlung und einen Park. Geld verdiente er aber nicht nur mit dem Betrieb des Sanatoriums, sondern auch mit dem weltweiten Versand von Medikamenten und vegetarischen Produkten sowie von Druckerzeugnissen. Arme wurden in seiner Heilanstalt übrigens kostenlos behandelt. Arthur Lutzes homöopathische Heilanstalt in Köthen, Vorderseite gegenüber dem herzoglichen Schlossgarten, Abb, aus Arthur Lutze's Selbstbiographie. Cöthen: Verlag der Lutze-Klinik, 1866, S. 307. Arthur Lutzes homöopathische Heilanstalt in Köthen, Gartenseite mit Hahnemann-Denkmal, Abb, aus Arthur Lutze's Selbstbiographie. Cöthen: Verlag der Lutze-Klinik, 1866, S. 307. Über die Gesamtauflage der „Lutze-Thaler” herrscht keine endgültige Klarheit. Dass er eine herzogliche Genehmigung für die Ausgabe privaten Papiergelds über 100.000 Reichsthaler erhalten habe, trifft nicht zu. Er hat auch keine 100.00 selbstgedruckte "Lutze-Thaler" an private Spender abgesetzt, wie auf Wikipedia angegeben wird. Auch Behauptungen, er habe sogar eine Million Scheine in Umlauf gebracht, entbehren jeder Grundlage. Dr. Arnold Keller gab mit 1.000 Thalern je Auflage, also insgesamt 4.000 Thalern eine wesentlich realistischere Größenordnung an. Nach polizeilichen Ermittlungen, die einer Beschwerde der benachbarten Provinz Sachsen über das „unrechtmäßige Papiergeld” folgten, waren im Oktober 1854 etwa 3.570 Anweisungen Lutzes hergestellt und über ihn bzw. den Kaufmann Kitzing ausgegeben worden, von denen am 18. Dezember 1854 sogar 200 Stück wieder eingezogen wurden. GK-23: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1855 (handschriftlich: "Herrn Kitzing oder dessen Ordre"). GK-25: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1855 (mit Prägestempel im schwarzen Rahmen). GK-26: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1856. GK-27: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1857. GK-28: Anweisung von Dr. Arthur Lutze über 1 Thaler vom 23. September 1854, einlösbar bis 23. September 1858. Anhand der fortlaufenden Kontrollnummern, mit denen jeder Schein handschriftlich versehen wurde, lassen sich die tatsächlichen Ausgabemengen genauer bestimmen. Danach wurden von den Scheinen mit Einlösung 1855 etwa 1.000 Thaler, mit Einlösung 1856 etwa 1.600 Thaler, mit Einlösung 1857 rund 700 Thaler und mit Einlösung 1858 nur rund 300 Thaler ausgegeben (insgesamt 3.600). Scheine mit Einlösung 1859 waren zwar gedruckt, kamen aber nicht mehr in Umlauf. Ich hatte mir über einige Jahre hinweg die Kontrollnummern von "Lutze-Thalern" notiert. Danach kann man den verschiedenen Ausgaben folgende Kontrollnummern zuordnen: Die „Lutze-Thaler” kursierten schließlich weit über Anhalt hinaus, weil sie von Patienten mitgenommen und in verschiedenen Teilen Deutschlands wieder in Umlauf gebracht wurden. So bekam Lutze später seine Anweisungen auch aus Preußen, Sachsen, Bayern und Österreich zur Einlösung zugesandt. Dass private Geldschein-Ausgaben also auch sehr erfolgreich sein können, bewies Dr. Lutze damit eindrucksvoll, und noch heute sind die "Lutze-Thaler" gern gesehen in den Alben der Geldscheinsammler. Gedruckt wurden die privaten Geldanweisungen von Dr. Lutze übrigens nicht von ihm selbst, sondern bei der Firma von W. Achilles in Köthen. Lutze starb 1870 in Köthen. Trotz Einsprüchen der homöopathischen Zunft gegen die in seinem Sanatorium ihrer Ansicht nach praktizierten "Massenkuren" (allein 1864 wurden hier rund 27.000 Patienten behandelt), blieb es noch bis 1914 in Betrieb. Eine Erinnerungsausgabe zum "Lutze-Thaler"? Inv.-Nr. VII B 2104, Copyright: Deutsche Apotheken Museum-Stiftung, Heidelberg. www.deutsches-apotheken-museum.de Bleibt anzumerken, dass sich im Bestand des Deutschen Apotheken-Museums im Heidelberger Schloss ein streng limitierter Entwurf befindet, der an Dr. Lutze erinnern soll. Als Motive werden auf der Vorderseite ein Porträt von Dr. Lutze und eine Ansicht seines 1855 eröffneten Sanatoriums gezeigt. Die handschriftliche Datierung verweist auf das Jahr 2006 und die Nummerierung auf das Exemplar 43 einer Auflage von insgesamt 50 Stück. Es ist ein Glücksfall, dass Frau Dr. Barbara Simon, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Apotheken-Museum tätig ist, auch gleichzeitig Präsidentin der Deutschen Numismatischen Gesellschaft ist und sich schon früher mit den "Lutze-Thalern" beschäftigt hatte. Auf eine entsprechende Anfrage teilte sie mit, dass es sich bei dem abgebildeten Stück um ein Exlibris der Grafikerin Claudia Berg handelt, die in Kaltnadelradierung hergestellt wurde. In Auftrag gegeben wurde das Objekt von Herrn Wolfgang Wissing, einem Apotheker und Sammler von Medaillen und Exlibris, der viele Künstler mit dem Entwurf solcher Kleinkunstobjekte beauftragt hat. Einen großen Teil seiner Sammlung, der vorwiegend pharmazie-historische Bezüge hat, überließ er dem Deutschen Apotheken-Museum. Die Bildmotive Porträt und Klinikansicht, die natürlich nichts mit dem Aussehen des Originals zu tun haben, hat die Künstlerin eingefügt. Die Initialen in den Ecken bedeuten E = Ex, L = Libris, W = Wolfgang und W = Wissing. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Wikipedie (https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Lutze) Geld-Anweisungen: Manfred Kranz, Detlef Hilmer, Hans-Ulrich Beerenwinkel Herzlichen Dank an Frau Dr. Barbara Simon, Deutsches Apotheken-Museum, Heidelberg Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski / Manfred Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-188-8 Auflage: 1. Auflage 2020 Format: 17 x 24 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 344 Preis: 69,00 Euro Mehr lesen …
- Armenien-Sammlernote "500 Dram" von G&D wurde "Regional Banknote of the Year 2018"
Anlässlich der „High Security Printing“ (HSP)-Konferenz 2018 in Warschau wurde die Armenien-Sammlernote „500 Dram“ mit dem Hauptmotiv „Arche Noah“ zur „Regional Banknote of the Year“ für die Region EMEA (Europa/Mittlerer Osten) gewählt. Mit der Sammlernote gedenkt das älteste christliche Land der Erde jenem Schiff, in das sich dem Alten Testament zufolge Noahs Familie sowie alle Tiere vor einer biblischen Flut retteten, bevor es auf dem Berg Ararat anlandete. „Noahs Arche ist nicht nur ein Symbol für die Rettung und die Wiedergeburt der Menschheit. Zugleich ist sie ein Symbol der armenischen Geschichte, die tief in der europäischen Kultur verwurzelt ist. Wir sind stolz und dankbar, dass wir die armenische Zentralbank bei diesem so wichtigen Projekt für ihr Land begleiten und unterstützen konnten“, so Dr. Wolfram Seidemann, Vorsitzender der G+D Currency Technology. Die 500 Dram-Note ist die erste Sammlernote Armeniens, und sie erfreut sich bereits eines regen Interesses, sowohl in Armenien als auch international. Die harmonisch ins Gesamtlayout und Substrat integrierten Sicherheitselemente „Galaxy®“, „LaserCut™“ und „RollingStar® LEAD“ lassen sich mit ihren auffälligen Farbeffekten schnell und eindeutig verifizieren. Der dynamische Farbwechsel von Gold zu Grün verleiht der Note eine hohe Wertigkeit. Das Motiv der Arche Noah wird mehrfach aufgegriffen: als Wasserzeichen, als Motiv des LaserCut™-Fensters, das bei durchscheinendem Licht zu sehen ist, und in dem Schrein auf der Vorderseite, welcher der Tradition der armenischen Kirche nach ein Stück von den Schiffsplanken der Arche Noah beherbergt. Die Holzplanke mit dem darüber liegenden Kreuz wird durch den optisch variablen Effekt RollingStar® LEAD von der G+D-Tochter Louisenthal erzeugt und zieht das Augenmerk des Betrachters sofort auf sich. Das Sicherheitsmerkmal basiert auf mikroskopisch kleinen Spiegeln, die mit weiteren optisch variablen Effekten kombiniert werden. Der Galaxy®-Sicherheitsfaden vereint den dynamischen Farbwechsel von Gold zu Grün mit einem auffälligen 3-D-Effekt, der aus jedem Kippwinkel klar zu erkennen ist und selbst bei schlechten Lichtverhältnissen auch von ungeübten Betrachtern wahrgenommen wird. Seine optischen und dynamischen Effekte sind mit denen von RollingStar® LEAD synchronisiert. Zudem ist sie die erste Denomination Armeniens, die auf dem Hybrid-Substrat der Papierfabrik Louisenthal basiert. Hybrid-Banknoten sind besonders widerstandsfähig, da das Baumwollsubstrat beidseitig mit Polyesterfolien überzogen und so geschützt ist. Dabei fühlen sie sich genauso vertraut an wie Geldscheine aus Baumwollpapier. „Der Erfolg der 500-Dram-Note hat die armenische Zentralbank in ihrem Vorhaben bestärkt, die gesamte neue Banknotenserie auf dem Hybrid-Substrat herauszubringen“, ergänzt Seidemann. Nach 2015 und 2017 hat nun zum dritten Mal ein Produkt von G+D Currency Technology die renommierte Branchenauszeichnung „Regional Banknote of the Year“ erhalten. Mit ihr werden seit 2014 herausragende Leistungen in Bezug auf Gestaltung, technische Raffinesse sowie Sicherheit einer Banknote oder Banknotenserie für eine globale Region prämiert. „Die erneute Auszeichnung eines unserer Produkte zeigt, dass wir bei Design und Sicherheit weltweit auf höchstem Niveau operieren. Die Verknüpfung von hoch komplexen Sicherheitselementen mit sich wiederholenden Motiven und optischen Effekten stellt eine extrem hohe Barriere für Fälscher dar“, so Seidemann. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/04 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Gedenkbanknoten #Asien #Armenien #Dram #Grabowski
- Gedenknoten für Guatemala und Honduras von G+D als „Regional Banknote of the Year“ ausgezeichnet
München, 16. März 2022 – Die Gedenknoten von Guatemala und Honduras wurden auf der aktuell in Mexiko City stattfindenden Branchen-Konferenz High Security Printing Latin America als „Regional Banknote of the Year“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen im Hinblick auf Design, technische Exzellenz und die Sicherheit einer Banknote oder einer Banknotenserie. Die 20-Quetzales-Banknote aus Guatemala, Vorder- und Rückseite (Quelle: G+D). Die lateinamerikanischen Staaten Guatemala und Honduras haben zum 200. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit jeweils eine Gedenknote herausgegeben. Beide von Giesecke+Devrient (G+D) hergestellten Noten wurden jetzt auf der „High Security Printing“-Konferenz Latin America in Mexiko City als „Best Commemorative Banknote“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird nach den Kriterien herausragendes Design, technische Raffinesse und höchste Sicherheitsstandards vergeben. Die prämierten Noten sollen künstlerische Ansprüche mit Exzellenz bei Technik und Sicherheit verbinden, und dabei die kulturellen Hintergründe des Landes auf ansprechende Art reflektieren und sichtbar machen. Galaxy Thread für Lempira- und Quetzales-Banknoten Honduras hat die Sonderserie der 200-Lempiras-Banknote am 21. Juli 2021 in Umlauf gebracht, Guatemala startete am 6. September 2021 die Serie der 20-Quetzales-Banknoten. „Die von uns produzierten Banknoten sind dem besonderen Anlass entsprechend äußerst aufwendig gestaltet und State-of-the-Art in Bezug auf die sicherheitstechnische Ausstattung“, betont Werner Reisch, gesamtverantwortlich für den Banknotenvertrieb bei G+D. Beide Gedenknoten nutzen in das Papier eingebettete Sicherheitselemente – Fäden, Folien und Wasserzeichen – von Louisenthal, einem Tochterunternehmen von G+D. Bei der Galaxy-Technologie der Sicherheitsfäden kommen Millionen von Mikrospiegeln pro Quadratzentimeter zum Einsatz. Sie erzeugen Farbwechsel und dynamische Reflexionen, die sich zu bewegen scheinen, sobald sich der Kippwinkel der Banknoten verändert. Zudem sind damit 3D-Effekte möglich, die zum Beispiel Wölbungen oder eine Verschiebung räumlich wirkender Objekte erscheinen lassen. Diese Hightech-Sicherheitselemente werden zusätzlich mit der Cleartext-Technologie kombiniert, bei der vorab aufgetragene Schichten stellenweise wieder entfernt werden. So alterniert der Text bei der Quetzales-Banknote je nach Kippwinkel zwischen der Zahl 20 horizontal und BG (für Banco de Guatemala) vertikal. Die 200-Lempiras-Banknote aus Honduras in der Vorderansicht (Quelle: G+D). Detailansicht der Fadenfenster mit registriertem Galaxy-Faden auf der 200-Lempiras-Banknote aus Honduras (Quelle: G+D). Weltneuheit zum 200-jährigen Unabhängigkeits-Jubiläum Die 200-Lempiras-Banknote (Honduras) ist die erste Banknote der Welt, die einen registrierten Galaxy-Faden mit unterschiedlichen und präzise positionierten Fenstern enthält. Bei der registergenauen Einbringung des Fadens im Papier wird jedem Fadenfenster ein bestimmtes Motiv zugeordnet, wodurch Faden und Banknotendesign genau aufeinander abgestimmt werden können. Beim Kippen des Lempira-Geldscheins ändert sich die Ansicht im oberen und unteren Fenster von der Zahl 200 zu dem Bild einer Glocke und zurück. Im mittleren Fenster sind ein spezielles Papierpergament (Pergamino) und ein Federkiel abgebildet. Zudem enthalten alle drei Fenster einen dynamischen Kreis, der sich unter der Oberfläche zu bewegen scheint. Auf diese Weise wird der registrierte Faden als Teil des Hauptmotivs harmonisch und zugleich auffallend in die Banknote integriert. G+D produzierte 25 Millionen der 20-Quetzales-Banknoten Guatemalas, von der honduranische 200-Lempiras-Banknote wurden 50 Millionen Exemplare hergestellt. „Wir beglückwünschen unsere Zentralbank-Partner in Guatemala und Honduras zur Auszeichnung für ihre Gedenknoten“, so Clemens Berger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Louisenthal. „Sie sind ein Paradebeispiel dafür, wie Sicherheit und Designsprache gleichermaßen durch die zugrunde liegende Technologie auf ein neues Niveau gehoben werden können.“ Pressemitteilung Über Giesecke+Devrient Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiger Konzern für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Als Partner von Organisationen mit höchsten Ansprüchen schafft G+D mit seinen Lösungen Vertrauen und sichert essentielle Werte. Die innovative Technologie des Unternehmens schützt physisches und digitales Bezahlen, die Konnektivität von Menschen und Maschinen, die Identität von Personen und Objekten sowie digitale Infrastrukturen und vertrauliche Daten. G+D wurde 1852 gegründet. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro. G+D ist mit 74 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 32 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com.
- Mehr Nachhaltigkeit im Leben einer Banknote: G+D startet „Green Banknote Initiative“
München/Lyon, 6. April 2022 – Giesecke+Devrient (G+D) hat gemeinsam mit seinem Tochterunternehmen Louisenthal die „Green Banknote Initiative“ ins Leben gerufen. Ziel der offenen Dialog-Plattform ist es, Herstellung und Lebenszyklus von Banknoten nachhaltiger zu gestalten. Dabei geht es um Grundsätze der Kreislaufwirtschaft, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen sowie den effizienten Einsatz von Ressourcen beim Herstellungsprozess und in den globalen Wertschöpfungsketten. Klimaschutz aktiv angehen, Projekte für mehr Nachhaltigkeit unterstützen und den eigenen ökologischen Fußabdruck verringern sind tief im Bewusstsein und Handeln von G+D verankert. Mit seinem Tochterunternehmen Louisenthal, einem weltweit führenden Hersteller von Banknoten und Sicherheitspapier, arbeitet G+D seit Jahren daran, die Umweltauswirkungen der Banknotenproduktion zu reduzieren und den gesamten Lebenszyklus einer Banknote nachhaltiger zu gestalten. Für diese Bemühungen verlieh die International Association of Currency Affairs (IACA) Louisenthal bereits 2020 den Preis „Best New Environmental Sustainability Project.“ Gemeinsam haben G+D und Louisenthal jetzt eine Initiative für umweltschonende Banknoten ins Leben gerufen, die die bisherigen Aktivitäten erweitert. Die „Green Banknote Initiative“ richtet sich als offene Dialog-Plattform an alle Herausgeber von Bargeld. Ziel ist es, gemeinsam an der Banknote der Zukunft zu arbeiten, die nachhaltig, zugleich länger haltbar und fälschungssicher ist, um so den Bargeldkreislauf zukunftsfähig und effizient zu gestalten. G+D zeigt dabei, dass Langlebigkeit allein noch keine nachhaltige Banknote ausmacht. Nur ein ausgewogenes Zusammenspiel von Sicherheit, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit bewirken dies. Belege dafür erbringt eine von G+D in Auftrag gegebene Studie. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass beschichtete Banknoten auf Baumwollbasis den geringsten CO2-Fußabdruck unter den verfügbaren Banknoten haben. So erzeugen Hybrid-Banknoten während ihrer Lebensdauer bis zu 13 Prozent weniger CO2 und bei ihrer Herstellung bis zu 24 Prozent weniger CO2 als Banknoten aus Polymer. Gleichzeitig ist ihre Haltbarkeit mit der von Banknoten aus Polymer vergleichbar: Sie halten im Bargeldkreislauf etwa 2,5- bis 3-mal länger als herkömmliche Baumwollbanknoten. Und: Der Ersatz herkömmlicher Baumwolle durch Bio-Baumwolle oder alternative Fasern reduziert nicht nur den CO2-Fußabdruck weiter, er ist auch der größte Hebel, um den Wasserverbrauch von Banknoten zu senken. G+D bezeichnet das Zusammenspiel von Langlebigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit als „Durability+“. Das Konzept berücksichtigt das gesamte Spektrum vom Produkt über die Produktion bis zum Ende der Lebensdauer und deckt verschiedene Handlungsfelder über den Lebenszyklus einer Banknote ab. Dies beginnt bei Sicherheitslösungen für Banknoten in einer Kombination aus eingebetteten, gedruckten und aufgebrachten Sicherheitsmerkmalen und endet bei der Vielzahl von Optionen für die Nutzung naturfaserbasierter Banknoten. „Die Green Banknote Initiative und das Konzept Durability+ erweitern unsere Nachhaltigkeitsstrategie und helfen uns, unsere Kunden und Partner in ihren Nachhaltigkeitszielen zu unterstützen“, erläutert Bernd Kümmerle, Geschäftsführer der Division Banknote Solutions bei G+D Currency Technology. „Beispielsweise beraten wir sie bei ihrer Umweltstrategie oder arbeiten an spezifischen Produktions- und Produktlösungen. Das reicht von der Analyse der Substratoptimierung bis zur Diskussion von End-of-Life-Lösungen, um nur einige Beispiele zu nennen.“ Veranstaltungshinweis Mehr Informationen über die Nachhaltigkeit von Banknoten aus Naturfasern gibt G+D in einem Vortrag im Rahmen der Konferenz „Intergraf Currency+Identity“ in Lyon am Freitag, 8. April 2022 um 9:50 Uhr: Sustainability & efficiency by nature – the green banknote of the future (Vortrag von Alexandra Geiger, Sustainability Engineer bei Giesecke+Devrient). Ziel der Green Banknote Initiative ist es, die Zusammenarbeit von Herstellern zu fördern und sicherzustellen, dass Banknoten auf Naturfaser-Basis zu einem grüneren Zahlungssystem beitragen. (Quelle: G+D) Pressemitteilung G+D
- G+D: Neue Fadentechnologie glänzt mit mehr Sicherheit für Banknoten
München, 20. Mai 2021 – Giesecke+Devrient (G+D) hat einen neuen Sicherheitsfaden für baumwollbasierte Banknotensubstrate auf den Markt gebracht. Der RollingStar® i+ besticht durch vielfältige Designmöglichkeiten mit unterschiedlichen Farb- und Dynamik-Effekten. Brillante Farben und ein dynamischer Farbwechsel beim Kippen der Banknote bieten maximalen Schutz vor Fälschungen. Eine innovative, facettenreiche Substruktur und der Einsatz von Mikrospiegeln ermöglichen eine attraktive optische Gestaltung. (Quelle: G+D) Zentralbanken müssen eine einfache, schnelle und zuverlässige Echtheitsprüfung ihrer Banknoten in der allgemeinen Nutzung gewährleisten. Wesentlich dafür sind optisch variable und dynamische Effekte, kräftige Farbgebungen und eine gute Sichtbarkeit der Sicherheitselemente. RollingStar® i+ ist der neue Sicherheitsfaden in der RollingStar-Produktreihe von Louisenthal, 100-prozentige Tochtergesellschaft von G+D. Die Produktreihe kombiniert zwei Sicherheitstechnologien miteinander: ColourShift für Farbwechsel und Mikrospiegel für dynamische Effekte, die nach hochkomplexen Algorithmen angeordnet werden. Bei RollingStar i+ wurden diese beiden Technologien nach intensiver Forschung weiterentwickelt und damit auf eine neue Stufe gehoben. RollingStar i+ – i+ steht für ein "Plus an Impact" – bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten im Banknotendesign, mehr Dynamik und mehr Brillanz sowie einen deutlicheren Farbverlauf. Eine innovative facettenreiche Substruktur und eine hochausgefeilte Ausrichtung und Formgebung der Mikrospiegel ermöglichen eine attraktive optische Gestaltung des Sicherheitsfadens. Dabei bietet die Substruktur auch ein erweitertes Potenzial zur individualisierten Designintegration. Jedem Fadenfenster kann ein bestimmtes Motiv zugeordnet werden. Zentralbanken können dadurch Faden und Banknotendesign optimal aufeinander abstimmen. Auffällige Effekte von Farbwechseln und bewegte Motive sorgen für hohe Aufmerksamkeit beim Banknotendesign. (Quelle: G+D) Die bewährte Kombination aus dynamischen Effekten und Farbwechseln erreicht mit dem RollingStar i+ ein neues Designniveau. Auffällige Effekte von Farbwechseln und bewegte Motive sorgen für hohe Aufmerksamkeit in baumwollbasierten Banknotensubstraten. Gleichzeitig stellen die einzigartigen Gestaltungsmöglichkeiten des Sicherheitsfadens eine maximale Herausforderung für Fälscher dar. Wie in der RollingStar-Serie üblich bietet auch der neue RollingStar i+ die bewährte magnetische Maschinenlesbarkeit. Nicht zuletzt werden durch die verbesserte Farbhomogenität und eine optimale Farbwirkung eine schnelle und verlässliche Echtheitsprüfung unterstützt – auch bei schlechten Lichtverhältnissen. "Die Zentralbanken stehen vor der ständigen Herausforderung, ihre Banknoten mit optisch ansprechenden, auffälligen und idealerweise gleichzeitig maschinenlesbaren Merkmalen zu optimieren. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Sicherheitsfäden. Da Banknoten auch die Visitenkarte eines Landes sind, müssen alle Merkmale im Banknotendesign perfekt zusammenspielen. Auch ein Sicherheitsfaden sollte ausreichend Möglichkeiten zur Designintegration und Individualisierung in Richtung länderspezifischer Motive und Themen bieten", betont Dr. Alfred Kraxenberger, Louisenthal Geschäftsführer F&E, Technologie und Produktion. "Mit unseren neuen Sicherheitsfäden RollingStar i+ können wir diese Kundenanforderungen zielgerichtet abdecken. Sie bieten Zentralbanken zahlreiche Designmöglichkeiten durch exzellente Farb- und Dynamikeffekte und darüber hinaus ein Höchstmaß an Sicherheit." Christoph Lang Giesecke+Devrient Pressesprecher Corporate Communication












