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  • Eine neu entdeckte Polymer-Testnote aus Brasilien

    Anfang 1997 startete die brasilianische Zentralbank Banco Central do Brasil (BCB) ein internes Evaluierungsprojekt über die mögliche Umstellung ihrer Papierbanknoten auf Polymerbanknoten. Bei der in Betracht gezogenen Serie handelte es sich um die erste Familie der brasilianischen Reais-Papierbanknoten, die im Juli 1994 ausgegeben wurde und sich zu diesem Zeitpunkt also bereits im Umlauf befand. Aufgrund dieses Interesses wurde die offizielle brasilianische Banknotendruckerei Casa da Moeda do Brasil (CMB) beauftragt, Polymerbanknoten und die für ihren Druck erforderlichen Verfahren zu untersuchen und zu bewerten. Die Evaluierungsphase begann mit der Beschaffung eines Polymersubstrats. Zwischen 1997 und 1998 erhielt die CMB von Securency International Pty Ltd (Securency), dem damals einzigen Anbieter von Polymersubstraten, Bögen des Guardian™-Polymersubstrats. (Anmerkung: Securency war ein australisches Unternehmen, das 1996 als 50:50 Joint Venture zwischen der Reserve Bank of Australia und UCB Films, einem belgischen Mischkonzern, der Polymerfolien herstellte, gegründet wurde. Securency ist jetzt CCL Secure und UCB Films ist jetzt Innovia Films, ein Geschäftsbereich von CCL Industries.) Guardian™-Polymerbögen wurden nach Brasilien versandt. Diese Bögen wurden opak gemacht (mit einer weißen, druckfertigen Schicht auf der klaren Polymerfolie) und enthielten das Securency-Wasserzeichen (auf Polymersubstraten korrekt als "klares Bild" ["clear image"] bezeichnet) in der weißen Opazitätsschicht. Anschließend führte die CMB eine Reihe von Drucktests durch, bei denen die Originalplatten für den Entwurf der 10-Reais-Papierbanknoten der ersten brasilianischen Reais-Serie sowie die erworbenen Guardian™-Folien verwendet wurden. Es wurden zwei verschiedene Varianten gedruckt: Variante 1 (1997): mit Unterschriften von Pedro Sampaio Malan (Finanzminister) und Gustavo Jorge Laboissière Loyola (Präsident der Zentralbank im Jahr 1997). Variante 2 (1998): mit Unterschriften von Pedro Sampaio Malan (Finanzminister) und Gustavo Henrique de Barroso Franco (Präsident der Zentralbank im Jahr 1998). Die Katalognummern der entsprechenden Papierbanknote der Variante 1 sind SCWPM 245Aa ["Standard Catalog of World Paper Money, Modern Issues", 25. Auflage], BNB B867i ["The Banknote Book"] und C289 ["Cedulas do Brasil", 9. Auflage]. Die entsprechenden Papierbanknoten wurden mit dem Präfix A und dem Suffix C ausgegeben. Die Polymer-Testnoten wurden mit dem Präfix A und dem Suffix A erstellt, (neue) Katalognummer BNB B867is2. Die Katalognummern der entsprechenden Papierbanknote der Variante 2 sind SCWPM 245Ab, BNB B867j und C290. Die entsprechenden Papierbanknoten wurden mit dem Präfix A und dem Suffix C ausgegeben. Die Polymer-Testnoten wurden mit dem Präfix A und dem Suffix A erstellt, (neue) Katalognummer BNB B867js. Die daraus resultierenden Polymernoten waren identisch mit den Original-Papierbanknoten, wurden jedoch auf das Guardian™-Polymersubstrat gedruckt und enthielten keinen magnetischen Sicherheitsfaden, kein brasilianisches Wasserzeichen (die brasilianische Flagge) und keine farbigen/lumineszierenden Fasern. Alle anderen neun Sicherheitsmerkmale der ursprünglichen Papierbanknote wurden reproduziert: (a) Chalkographischer Druck - Die Abbildung der Republik und des Aras, die Aufschriften "BANCO CENTRAL DO BRASIL" und "DEZ REAIS", der Streifen mit dem Wort "REAIS" und die Ziffern des Nennwerts der Banknote (10) sind geprägt und mit den Fingern ertastbar. (b) Spezieller Hintergrund - Besteht aus extrem feinen, geraden und geschwungenen Linien, die der gesamten Banknote Farbe verleihen. (c) Mikrodruck - Mit einer Lupe kann man die sehr kleinen Buchstaben "B" und "C" in dem hellen Streifen neben dem Bildnis (Vorderseite) und innerhalb der Zahl 10 (Vorder- und Rückseite) erkennen. (d) Koinzidenzdruck - Betrachtet man die Banknote im Gegenlicht, so stimmt das auf der Vorderseite der Banknote aufgedruckte Staatswappen genau mit dem ergänzenden Motiv auf der Rückseite der Banknote überein. (e) Kontrollnummerierung - Dies sind die Buchstaben und Zahlen, die eine Banknote eindeutig identifizieren. Ausgegebene Banknoten können nicht die gleiche Nummer haben. (f) Latentes Bild - Betrachtet man die Vorderseite der Banknote von der linken unteren Ecke aus in Augenhöhe und in waagerechter Position bei starkem, natürlichem Licht, sind die Buchstaben "B" und "C" (für Banco Central) sichtbar. (g) Taktile Markierungen - Aufgedruckte, reliefartige Markierungen, die Sehbehinderten helfen, eine Banknote zu erkennen. Jede Banknote hat ihre eigenen taktilen Markierungen. Die 10-Reais-Note hat zwei horizontal angeordnete Ellipsen. (h) Unterschriften - Jede Banknote trägt zwei Unterschriften: die des Finanzministers und die des Präsidenten der Zentralbank von Brasilien. Die Unterschriften verleihen einer brasilianischen Banknote ihren Wert als gesetzliches Zahlungsmittel. (i) Multidirektionale Linien - Gerade und parallele Linien, die sehr fein und dicht beieinander liegen, erwecken den Eindruck, als ob der Druck in einem bestimmten Bereich ununterbrochen wäre. Sie bedecken fast die gesamte Banknote, sind aber auf der linken Seite der Rückseite (einem weniger bedruckten Bereich), wo sich das Wasserzeichen auf der Papierbanknote befindet, am deutlichsten sichtbar. Auf der Rückseite bilden vertikale Linien innerhalb horizontaler Linien 8 mm hohe Buchstaben, die das Wort "FALSA" bilden, was "falsch" bedeutet. Dieses Sicherheitsmerkmal verhindert die Vervielfältigung durch Kopiergeräte, die nur in eine Lichtrichtung kopieren, und die Ergebnisse der Vervielfältigung erzeugen das sichtbare Wort "FALSA". Während des Druckvorgangs gibt es immer einige Noten, die nicht perfekt sind. Die Maschinen müssen eingerichtet und in Betrieb genommen werden, und während des Prozesses kommt es zu Unterbrechungen und Anpassungen. Außerdem gibt es Dinge, die nach dem Druck passieren, z. B. in der Art und Weise, wie die Bögen und Scheine behandelt und weiterverarbeitet werden. Höchstwahrscheinlich aus einem oder mehreren der oben genannten Gründe weisen die für die Variante 2 (Unterschriften von Pedro S. Malan / Gustavo H. B. Franco) gedruckten Noten einige Probleme mit "verschmierter Druckfarbe" auf, wie oben zu sehen ist. Um sicherzustellen, dass niemand diese Testnoten fälschlicherweise für gesetzliche Banknoten hält, wurden die Noten auf der Vorderseite mit SEM VALOR ("kein Wert") in schwarzer Druckfarbe überdruckt. Und wie bereits erwähnt, enthalten alle Noten das Securency-Logo in der weißen Opazitätsschicht der Polymerfolie. Securency-Logo im Offset der Polymerfolie Interessant ist, dass für diesen Test die originalen 10-Reais-Papierbanknoten verwendet wurden und dass aufgrund der unterschiedlichen Farbabsorptionsraten von Papier- und Polymersubstrat (höhere Absorptionsrate bei Papiersubstraten) die geprägten Reliefs auf der 10-Reais-Polymer-Testbanknote viel stärker sind. Er "glänzt" auch stärker als sein Gegenstück aus Papier. Diese Drucktests wurden von der BCB mit dem Ziel durchgeführt, Polymerbanknoten für den öffentlichen Gebrauch in Umlauf zu bringen. Die Tests waren erfolgreich und die BCB beschloss, alle damals in Umlauf befindlichen Banknoten auf Polymer (Guardian™) umzustellen. Angeblich übte der damalige Hersteller von Banknotenpapier jedoch enormen politischen Druck auf die BCB aus. Die BCB beugte sich dem politischen Druck und machte ihre Entscheidung rückgängig. Die 1997/1998 durchgeführten Tests der 10-Reais-Polymer-Ara-Note wurden von der BCB und der CMB vertraulich behandelt, und die gesamte Produktion dieser Polymertestnoten hätte vernichtet werden müssen. Eine kleine Menge entging der Vernichtung. Ende 2023, etwa 25 Jahre später, tauchte diese kleine Menge auf dem numismatischen Markt auf. Nicht mehr als zweihundert Noten haben überlebt, von denen etwa 75 % der Variante 1 und 25 % der Variante 2 angehören. Diese Testnoten sind selten und werden sowohl von brasilianischen als auch von ausländischen Banknotensammlern sehr geschätzt. Miguel Singer, Ruy Peretti und Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Ein Rückblick auf die dänischen 1000-Kronen-Banknoten

    Am 30. November 2023 gab die Danmarks Nationalbank (Dänemarks Zentralbank) bekannt, dass sie 2028/29 eine neue Banknotenserie herausgeben wird. Im Zuge der Vorbereitung auf die neue Serie werden ältere Banknoten und die 1000-Kronen-Banknote aus dem Verkehr gezogen. Diese Entwicklungen wurden HIER in unserem Blog angekündigt. Die Danmarks Nationalbank hat bisher nur vier 1000-Kronen-Noten herausgegeben. Werfen wir einen Blick zurück auf diese vier Motive: BNB B924 (SCWPM 53), Erstausgabe März 1975 (Eichhörnchen), Vorder- und Rückseite. BNB B929 (SCWPM 59), Erstausgabe September 1998 (Die Künstler Anna und Michael Ancher | Turnierszene aus der Kirche von Bislev), Vorder- und Rückseite. BNB B934 (SCWPM 64), Erstausgabe November 2004 (Die Künstler Anna und Michael Ancher | Turnierszene aus der Kirche von Bislev | neue Sicherheitsmerkmale), Vorder- und Rückseite. BNB B939 (SCWPM 69), Erstausgabe Mai 2011 (Die Brücke über den Großen Belt | Der Sonnenwagen im Trundholmer Moor), Vorder- und Rückseite. 1000 Dänische Kronen haben derzeit einen Wert von ca. 134 € (147 USD), viel weniger als die 200-Euro-Banknote, die in der Eurozone im Umlauf ist. Immer mehr Länder ziehen ihre Banknoten mit hohem Nennwert aus dem Verkehr. Es wird interessant sein zu sehen, welche Länder folgen werden. Die Banknote im Umlauf mit dem höchsten Nennwert der Welt ist derzeit die 1000-Franken-Banknote aus der Schweiz mit einem Wert von ca. 1075 € (1176 USD). Donald Ludwig

  • Neue 50- und 100-Dollars-Banknoten von den Salomonen

    Die Central Bank of Solomon Islands (CBSI) hat am 29. Dezember 2023 verbesserte 50- und 100-Dollars-Banknoten ausgegeben. Der Optiks™-Sicherheitsfaden auf den beiden Noten, die bereits seit 2013 (50-Dollars) bzw. 2015 (100-Dollars) in Umlauf sind, wurde durch einen neuen 18 mm breiten mikrooptischen Streifen mit dem Markennamen Nexus™ ersetzt. Die Gestaltung der beiden Banknoten ist gleich geblieben, ebenso das Format. Die 50-Dollars-Note misst 146 mm x 67 mm und die 100-Dollars-Note 151 mm x 67 mm. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 50 Dollars von 2023. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 100 Dollars von 2023. Einen ausführlichen, höchst interessanten Artikel über Optiks™, seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft können Sie HIER  lesen (auf Englisch). Nexus™ ist ein 18 mm breiter Streifen mit einem Fenster in voller Höhe. Er hat eine sehr große Oberfläche, die mit leuchtenden Farben, dynamischen Bildern und ansprechenden mikrooptischen Effekten versehen ist. Nexus™ ist in das Papier eingebettet und bietet die gleichen Vorteile in Bezug auf hohe Sicherheit und Haltbarkeit wie herkömmliche Sicherheitsfäden von Banknoten. Der Nexus™-Streifen auf den neuen Banknoten der Salomonen zeigt den Nennwert (50 oder 100), die Initialen der Zentralbank sowie einen Hai und ein Krokodil (Tiere im Wappen der Salomonen) in einem rautenförmigen Design. Die erste Banknote der Welt, die das Nexus™-Sicherheitsmerkmal enthält, ist die 500-Riyals-Note aus Katar, die am 18. Dezember 2020 ausgegeben wurde. Mehr über diese Banknote erfahren Sie HIER . Einen Artikel über Nexus™ können Sie HIER  lesen (auf Englisch). Zu den zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen dieser Banknoten gehören: Wasserzeichen mit Falkenkopf, elektrotypischem CBSI und Ecksteinen sind sichtbar, wenn die Banknote gegen das Licht gehalten wird. Der Schriftzug "SOLOMON ISLANDS" ist erhaben (taktil) gedruckt und kann deshalb durch Berührung erkannt werden. Ein Registriermerkmal in Form eines stilisierten Vogels. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 50 Dollars von 2023, Musterschein. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 50 Dollars von 2023 unter UV-Licht. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 100 Dollars von 2023, Musterschein. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 100 Dollars von 2023 unter UV-Licht. Die Rückseiten der neuen 50- und 100-Dollars-Noten fluoreszieren nicht unter UV-Licht. Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Aserbaidschan: Die aktuellen Umlauf-Banknoten unter UV-Licht

    In Aserbaidschan sind zur Zeit acht Nennwerte im Umlauf: 1, 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Manat. Den 500er sieht man allerdings selten im täglichen Gebrauch. Diese acht Stückelungen ergeben einen Gesamtnennwert von 886 AZN, das entspricht ca. 480,75 Euro. Die Banknoten sehen im Tageslicht und unter UV-Licht so aus: Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 1 Manat von 2020/23, Vorderseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 1 Manat von 2020/23, Rückseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 5 Manat von 2022, Vorderseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 5 Manat von 2022, Rückseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 10 Manat von 2021, Vorderseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 10 Manat von 2021, Rückseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 20 Manat von 2021, Vorderseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 20 Manat von 2021, Rückseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 50 Manat von 2020, Vorderseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 50 Manat von 2020, Rückseite. Diese 50-Manat-Banknote gewann den ersten Preis in der Kategorie "Bestes angewandtes Sicherheitsprodukt" bei den Excellence in Holography Awards 2021, der von der International Hologram Manufacturers Association auf der virtuellen Holographiekonferenz im November 2021 verliehen wurden. Für die Banknote wurde der Folienstreifen RollingStar LEAD Mix des deutschen Banknoten- und Sicherheitspapierherstellers Louisenthal verwendet. Zu den wichtigsten fälschungssicheren Merkmalen gehören ein metallisches Oberflächenrelief mit "Flip"-Effekt, farbveränderliche Motive und Animationen, die durch eine Kombination aus Mikrospiegeln und einer einzigartigen Farbverschiebungstechnologie mit Mehrfachbeschichtung erzeugt wurden. Dies bietet einen verbesserten Schutz gegen Geldfälschung und gilt als marktführend im Bereich der Banknoten. Besonders beeindruckt waren die Juroren von der bewährten Kombination aus Design, Dynamik und Farbverschiebung, die nicht nur für einen besonderen Blickfang sorgt, sondern auch die Sicherheit der Banknoten auf ein höheres Niveau hebt. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 100 Manat von 2013, Vorderseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 100 Manat von 2013, Rückseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 200 Manat von 2018, Vorderseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 200 Manat von 2018, Rückseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 500 Manat von 2021, Vorderseite. Azərbaycan Mərkəzi Bankı: 500 Manat von 2021, Rückseite. Bei dem höchsten Nominal handelt es sich um eine Gedenknote zum ersten Jahrestag des Sieges Aserbaidschans im Krieg um Arzach (Bergkarabach) gegen Armenien 2020. Siehe auch hier: https://www.geldscheine-online.com/post/aserbaidschan-gedenknote-zum-sieg-im-krieg-um-arzach-2020 Die Wasserzeichen der acht Stückelungen sehen so aus: Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Die 2023-Polymer-Gedenkbanknote der Salomonen unter UV-Licht und mehr!

    Die 10-Dollars-Polymerbanknote zum Gedenken an die Pazifikspiele 2023 wurde am 27. Oktober 2023 ausgegeben und HIER in unserem Blog angekündigt. 10 Salomonen-Dollars (SBD) entsprechen ca. EUR 1,12. Das normale Präfix für diese Banknote lautet SI/23. Das Ersatzpräfix für Austauschnoten lautet X/23. Die Zentralbank der Salomonen (CBSI) hat auch einen Gedenk-Folder herstellen lassen, der für 30 Salomonen-Dollars verkauft wurde. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 10 Dollars von 2023, normaler Schein. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 10 Dollars von 2023, Ersatznote. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 10 Dollars von 2023, Musterschein. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 10 Dollars von 2023 unter UV-Licht. Central Bank of Solomon Islands (CBSI): 10 Dollars von 2023, Folder, Vorderseite. Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Fidschis Souvenir-Noten und ihre Folder

    Die "offiziellen" Folder der numismatischen 88- und 100-Cents-Souvenir-Noten, die 2022 bzw. 2023 ausgegeben wurden, wurden von demselben chinesischen Unternehmen hergestellt, das einen Vertrag mit der Reserve Bank of Fiji (RBF) für die Herstellung der Noten abgeschlossen hatte. HIER  im Blog wurde über die 88c-Note berichtet. HIER  im Blog wurde über die 100c-Note berichtet. Für die 88c-Souvenir-Note wurde ein aufwendiger roter Folder hergestellt und verkauft. Der Folder enthält eine Note mit Text in Chinesisch und Englisch und befindet sich in einer Plastikhülle. Für den Musterschein der 100c-Souvenir-Note wurde ein aufwendiger roter Folder hergestellt und verkauft. Der Folder enthält eine SPECIMEN-Note, 0,2 g reines Gold, mit Text in Chinesisch und Englisch. Auch er befindet sich in einer Plastikhülle. Auf der Innenseite des Folders für die 100-Cents-Banknote steht: [übersetzt] Die "Jahr des Drachens"-Gedenkbanknote ist die weltweit erste Polymerbanknote mit einem chinesischen Drachenmotiv und die erste Gedenkbanknote mit einem chinesischen Tierkreiszeichenmotiv. Beide dieser Behauptungen sind falsch: China hat im Jahr 2000 eine 100-Yüan-Polymer-Gedenkbanknote herausgegeben, auf deren Vorderseite ein Drache abgebildet ist. Von 2012 bis 2023 gaben sowohl die Banco National Ultramarino als auch die Banco da China in Macau Sonderbanknoten zum jeweiligen Mondneujahr heraus. Der Musterschein der 100-Cents-Souvenir-Note, Vorder- und Rückseite. Zur Erinnerung für unsere Leser: Ein chinesisches Unternehmen hat mit der RBF einen Vertrag geschlossen und eine Summe Geld dafür bezahlt, damit die RBF diese Souvenir-Noten sanktioniert und sie zum "gesetzlichem Zahlungsmittel" erklärt und damit legitimiert. Dieser Autor bleibt bei seiner Meinung, dass es sich weder um Banknoten noch um gesetzliches Zahlungsmittel handelt, unabhängig davon, was auf den Noten und den Foldern aufgedruckt ist (basierend auf den anerkannten Definitionen dessen, was eine Banknote ist und was gesetzliches Zahlungsmittel bedeutet). Man kann sie im Zahlungsverkehr nutzen, sind sie also gesetzliches Zahlungsmittel? Die RBF wird sie aber für 88c bzw. 100c (den Nennwert) einlösen, sind sie also jetzt Banknoten? Nicht zirkulierende Banknoten? Dieser Begriff ist nach Ansicht des Autors ein Widerspruch in sich. Diese Souvenir-Noten sind gut gestaltet, sehr attraktiv und enthalten modernste Sicherheitsmerkmale. Der Folienstreifen auf der 100-Cents-Note ist wirklich ein Kunstwerk. Während viele Sammler solche "Möchte-Gerne-Banknoten" boykottieren, sammeln andere sie und nehmen sie gerne in ihre Sammlungen auf. Der 100-Cents-Schein wurde von unseren Lesern sogar zur " Die Banknote des Jahres 2023 " gewählt! Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Jamaika: Die aktuelle Banknotenserie unter UV-Licht

    Die neue Serie aus Jamaika wurde am 15. Juni 2023 ausgegeben. Im Blog wurden die neuen Banknoten HIER angekündigt. Diese Banknoten erinnern an den 60. Jahrestag der Unabhängigkeit Jamaikas mit einem Logo in Form eines stilisierten Vogels und der Zahl 60 über dem Text "RE-IGNITING A NATION / FOR GREATNESS" [EINE NATION NEU ENTZÜNDEN / FÜR GRÖSSE]. Diese neue Serie umfasst 6 Stückelungen - ein Gesamtnennwert von JMD 8650 (das entspricht ca. € 51.93). Ersatznoten fangen mit dem Präfix ZZ an. So sieht die neue Serie vollständig im Tageslicht und unter UV-Licht aus. ZZ-Ersatznoten sind auch abgebildet, wenn vorhanden: Bank of Jamaica: 50 Dollars von 2023, Vorderseite. Bank of Jamaica: 50 Dollars von 2023, Rückseite. Bank of Jamaica: 100 Dollars von 2023, Vorderseite. Bank of Jamaica: 100 Dollars von 2023, Rückseite. Bank of Jamaica: 500 Dollars von 2023, Vorderseite. Bank of Jamaica: 500 Dollars von 2023, Rückseite. Bank of Jamaica: 1000 Dollars von 2023, Vorderseite. Bank of Jamaica: 1000 Dollars von 2023, Rückseite. Bank of Jamaica: 2000 Dollars von 2023, Vorderseite. Bank of Jamaica: 2000 Dollars von 2023, Rückseite. Bank of Jamaica: 5000 Dollars von 2023, Vorderseite. Bank of Jamaica: 5000 Dollars von 2023, Rückseite. Die transparente Fenster und Folienstreifen sehen so aus: Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Samoas neue Polymerbanknoten, ein genauerer Blick

    Am 18. Dezember 2023 brachte die Zentralbank von Samoa ihre neue 5-Tālā-Polymerbanknote in Umlauf. Die 10- und 20-Tālā-Polymerbanknoten folgten am 23. Januar 2024. Diese Banknoten wurden HIER erstmals angekündigt. Wie in dem oben genannten Beitrag beschrieben, sind die Grundgestaltungen der neuen Polymerbanknoten die gleichen wie die entsprechenden Stückelungen, die erstmals 2008 ausgegeben wurden: 5 Tālā: Auf der Vorderseite ist eine Strandszene abgebildet. Die Rückseite zeigt die ehemalige Residenz von Robert Louis Stevenson, die Villa Vailima in der Nähe von Apia, Samoa. Von der 5-Tālā-Polymerbanknote wurden 1,2 Millionen Stück gedruckt. Jeder Kontrollnummer ist das Präfix AA vorangestellt. 5 Tālā (WST) entsprechen ca. EUR 1,67. 10 Tālā: Auf der Vorderseite ist das samoanische Rugbyteam abgebildet, das bei den International Rugby Board Hong Kong Sevens 2007 zum Meister gekürt wurde. Die Rückseite zeigt samoanische Schulkinder. Von der 10-Tālā-Polymerbanknote wurden 1,4 Millionen Stück gedruckt. Jeder Kontrollnummer ist das Präfix BB vorangestellt. 10 Tālā (WST) entsprechen ca. EUR 3,34. 20 Tālā: Auf der Vorderseite ist der abgelegene Sinaloa-Wasserfall auf der Insel Savai'i abgebildet. Die Rückseite zeigt den Manumea (Samoas Nationalvogel) und den Teuila (Samoas Nationalblume). Von der 20-Tālā-Polymerbanknote wurden 1 Million Stück gedruckt. Jeder Kontrollnummer ist das Präfix CC vorangestellt. 20 Tālā (WST) entsprechen ca. EUR 6,68. Unter ultraviolettem Licht leuchtet das GEMINI™-Sicherheitsmerkmal in zwei Farben. Zusätzlich ist auf der Vorderseite jeder Banknote in der Mitte eine auffällige Stückelungszahl in einem grün phosphoreszierenden Blockmerkmal namens BLINK™ zu sehen. Die Rückseiten der Banknoten enthalten keine ultraviolette Fluoreszenz. Die Polymerbanknoten wurden, genau wie die vorherigen Serien, von De La Rue gedruckt. Es wurden 100 Exemplare von Musterbanknoten mit Null-Kontrollnummern (0000000) hergestellt, die in der linken unteren Ecke der Vorderseite mit 001 bis 100 nummeriert sind. Die Bank behielt eine kleine Anzahl von Specimen-Scheinen für den internen Gebrauch zurück, der Rest wurde an Händler und Sammler verkauft. Die Bündel der Polymerbanknoten sind von -001 bis -100 nummeriert. Defekte Banknoten wurden während des Herstellungsverfahrens entfernt und durch Ersatzbanknoten ersetzt, die mit dem Präfix ZZ beginnen. Die Ersatzbanknoten sind aufgrund ihrer relativen Seltenheit sehr begehrt. Als Sammler von Banknoten frage ich mich oft, was ich sammeln soll. Soll ich mich mit einer einzigen Banknote pro Stückelung, Kontrollnummer egal begnügen? Oder sollte ich das Geld investieren, um Ersatzbanknoten oder sogar Musterscheine zu erwerben? Oder sollte ich versuchen, einen Satz mit niedrigen und/oder gleichen Kontrollnummern zusammenzustellen, wie unten gezeigt? Natürlich entscheiden Sie, als Sammler, was Sie sammeln möchten. Aber wie auch immer Sie sich entscheiden, kaufen Sie die Banknoten nicht einfach, streichen Sie sie auf Ihrer Liste ab, legen Sie sie in Ihr Album und vergessen Sie sie. Nutzen Sie die Gelegenheit, um etwas über das betreffende Land zu erfahren. In diesem Fall: Was hat Samoa auf seinen Banknoten abgebildet und warum? Schauen Sie sich die Sicherheitsmerkmale an (auch die Ultravioletten). Und vergessen Sie nicht, auf das Substrat zu achten: Papier, Hybrid oder Polymer? Diese neuen samoanischen Polymerbanknoten sind zum Beispiel auf dem Safeguard®-Polymersubstrat des DLR gedruckt. Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Mauretaniens 50-Ouguiya-Gedenkbanknote, ein genauerer Blick

    Am 18. Juni 2023 gab die mauretanische Zentralbank (la Banque Centrale de Mauritanie) eine 50-Ouguiya-Gedenkbanknote in einer Auflage von 30 Millionen Stück aus, um das 50-jährige Bestehen der Landeswährung zu feiern. Diese Gedenkbanknote wurde HIER erstmals angekündigt. Über den Präsentationsfolder und die Ersatznote wurde HIER berichtet: Die derzeit in Mauretanien im Umlauf befindliche Banknotenserie (sechs Stückelungen) ist auf dem Polymersubstrat Guardian™ gedruckt. Es war in der Tat überraschend, dass die Zentralbank ankündigte, dass diese Gedenkbanknote auf drei verschiedenen Substraten hergestellt wurde und in Umlauf gebracht werden sollte, von denen keines Guardian™ war! Präfix A: ein Sandwich-Hybrid: eine Polymerschicht zwischen zwei feinen Papierschichten (Durasafe®-Substrat von Landqart AG). Bislang wurden Banknoten mit dem Präfix AA und dem Suffix L gemeldet. Es sind keine Ersatzscheine bekannt. Präfix B: Baumwollpapier gemischt mit Sisalfasern (Agave sisalana) (Papier von VHP Security Paper B.V.). Bislang wurden Banknoten mit den Präfixen BA und BB mit dem Suffix V gemeldet. Es wurden keine Ersatzscheine gemeldet. Präfix C: ein Sandwich-Hybrid: eine Papierschicht zwischen zwei feinen Polymerschichten (Hybrid ADDvance® Substrat von Papierfabrik Louisenthal GmbH). Bislang wurden Banknoten mit den Präfixen CA und CZ mit dem Suffix G gemeldet. Die CZ-Banknoten sind der Ersatz für die CA-Banknoten. Sowohl die vorangestellten Buchstaben als auch die nachgestellten Buchstaben jeder Kontrollnummer ermöglichen eine einfache Identifizierung der Substrate. Die Suffix-Buchstaben L, V und G wurden für jedes Substrat so gewählt: L: Landqart AG (Hersteller des Durasafe®-Substrats) V: VHP Security Paper B.H. (Hersteller von Highlink Sisal) G: G+D (Druckerei - Hybrid ADDvance® von Louisenthal) Die Banknoten wurden von OBERTHUR FIDUCIAIRE SAS und Giesecke+Devrient gedruckt. Es ist nicht bekannt, welche Banknoten von welcher Druckerei hergestellt wurden. Es ist in der Tat recht ungewöhnlich, dass eine Banknote gleichzeitig auf drei verschiedenen Substraten ausgegeben wird: dies ist das erste Mal. Es wurde berichtet, dass dies geschah, um die Substrate zu vergleichen und zu sehen, welches in Bezug auf Sicherheit und Haltbarkeit am besten abschneidet. Sammler und Händler, die Mauretanien im/ab Sommer 2023 besuchten, berichteten, dass die Banknoten mit den Präfixen A und B relativ schnell aus dem Umlauf verschwunden waren und man nur noch Banknoten mit dem Präfix C im Umlauf fand. Die folgenden Fragen bleiben unbeantwortet: Bedeutet dies, dass die Tests schnell abgeschlossen wurden und die Zentralbank beschloss, nur noch die Banknoten mit dem Präfix C in Umlauf zu bringen bzw. behalten? Wenn ja, warum wurden dann so große Mengen aller Präfixe hergestellt? Und wenn die Banknoten mit den Präfixen A und B nicht weiter ausgegeben werden sollten, warum wurden dann zusätzlich Banknoten mit dem Präfix BB hergestellt? Werden irgendwann mehr Banknoten mit den Präfixen A und B in Umlauf gebracht? Banknoten mit dem Präfix C sind auf dem Sammlermarkt leicht und zu niedrigen Preisen zu finden. Banknoten mit den Präfixen A und B werden seltener angeboten und verkaufen sich für mehr als die Banknoten mit dem Präfix C. In den ersten Pressemitteilungen wurde berichtet, dass zu den Sicherheitsmerkmalen ein großer 50 SICPA SPARK® (optische Effekt-Tinte) auf der Vorderseite, ein goldfarbener Pulsar™-Sicherheitsfaden (von VHP Security Paper) und eine mauretanische Flagge oben rechts gehören, die nur unter UV-Licht erscheint. Das Wasserzeichen zeigt einen älteren, bärtigen Mann. Diese Banknote wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Koenig & Bauer Banknote Solutions, SICPA, OBERTHUR FIDUCIAIRE SAS, Giesecke+Devrient und Landqart AG entwickelt. OBERTHUR FIDUCIAIRE SAS und Giesecke+Devrient haben die Banknoten gedruckt. Die Frage nach welchem Sicherheitsfaden genau bleibt aber offen, denn in einer späteren Pressemitteilung des Keesing Platform heißt es, dass ein Galaxy®-Sicherheitsfaden (der Papierfabrik Louisenthal GmbH) verwendet wurde. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Pulsar™-Sicherheitsfaden in die Banknoten aus VHP-Papier (mit Präfix B) und der Galaxy®-Sicherheitsfaden in die anderen Banknoten (Präfixe A und C) eingebettet wurde. Schauen wir uns nun die drei Substratvarianten genauer an, welche Unterschiede gibt es? Der erste große Unterschied besteht darin, dass sich die Banknoten tatsächlich unterschiedlich anfühlen. Die Durasafe®-Note (Präfix A) fühlt sich schwerer und dicker an als die VHP-Papiernote (Präfix B), die sich etwas dicker und schwerer anfühlt als die Hybrid ADDvance®-Note (Präfix C). Der Unterschied in der Haptik zwischen den beiden letzteren ist sehr gering. Bei normalem Tageslicht sind diese Unterschiede zu erkennen: Der goldfarbene Sicherheitsfaden ist bei den Banknoten mit den Präfixen B und C in sieben Abschnitte unterteilt (drei sichtbare und vier nicht sichtbare). Auf der Banknote mit dem Präfix A ist er dagegen nur in drei Abschnitten sichtbar (oben nicht sichtbar, dann ein großer sichtbarer Abschnitt in der Mitte und im unteren Teil der Banknote, gefolgt von einem nicht sichtbaren Teil unten [der dann in den nicht sichtbaren Abschnitt der nächsten, darunter gedruckten Banknote auf dem Bogen "übergeht"]). Das große 50 SICPA SPARK® Sicherheitsmerkmal auf den Banknoten mit den Präfixen AA, BB, CA und CZ ist SPARK Flow™. Sowohl SPARK Flow™ als auch SPARK® Live erscheinen auf Banknoten mit dem Präfix BA, SPARK Flow™ auf den höheren Kontrollnummern aber SPARK® Live auf den niedrigeren Kontrollnummern – es ist nicht bekannt, warum dies geschah: aus Versehen oder vielleicht als Teil des Tests? Präfix BA mit dem SPARK® Live -Sicherheitsmerkmal. Auch sehen die Wasserzeichen ganz anders aus: Unter ultraviolettem Licht können diese Unterschiede beobachtet werden: 1. Die Banknoten mit den Präfixen A und B enthalten Fasern, die unter UV-Licht lumineszieren, die Banknoten mit dem Präfix C weisen diese lumineszierenden Fasern nicht auf. 2. Auf der Rückseite der Banknoten leuchtet die Rückseite des Sicherheitsfadens bei den Banknoten mit den Präfixen B und C stark. Auf den Banknoten mit dem Präfix A ist die Lumineszenz sehr schwach. Präfix A unter UV-Licht (Vorder- und Rückseite). Präfix B unter UV-Licht (Vorder- und Rückseite). Präfix C unter UV-Licht (Vorder- und Rückseite). Diese Details und Beobachtungen wurden vom Autor und einigen engagierten Sammlern zusammengetragen. Wenn Sie eine der Fragen beantworten oder etwas hinzufügen können – vorzugsweise mit einer Bestätigung durch die Zentralbank oder eine der beteiligten Herstellungsfirmen – wenden Sie sich bitte an den Autor. Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Mauretanien: Das Geheimnis des bärtigen Mannes

    Das Gesicht eines bärtigen Mannes erschien als Wasserzeichen auf allen mauretanischen Banknoten von 1974 bis zu den Ausgaben von 2017. Er war auch auf der nicht ausgegebenen 1000-Ouguiya-Banknote vom 28. November 1981 abgebildet ( HIER im Blog vorgestellt). Die nicht ausgegebene 1000-Ouguiya-Banknote vom 28. November 1981. Das Bildnis hat eine interessante Geschichte und nur wenige wissen etwas über seinen Ursprung. Die Geschichte dieses ehrwürdigen alten Mannes geht auf das Jahr 1974 zurück, sozusagen durch eine Verkettung von Umständen während eines Besuchs des damaligen Gouverneurs der mauretanischen Zentralbank (BCM) Ahmed O. Daddah, eines jüngeren Bruders von Präsident Mokhtar O. Daddah. Während eines Zwischenstopps in Dakar, Senegal auf dem Weg nach Deutschland, wo die neue mauretanische Währung gedruckt werden sollte, beschloss Ahmed O. Daddah, die Insel Gorée in der Nähe zu besuchen, die früher der Ausgangspunkt des Sklavenhandels nach Amerika war. Die Aufmerksamkeit des Gouverneurs der BCM erregte ein Gemälde von Sidi Ethmane Ould Mohamed Mahmoud Essemlaly, einem Sharif der Smalils, hinter dem ein junger Mann in der Blüte seines Lebens stand. Ahmed O. Daddah erkannte auf dem Gemälde Gesichtszüge, die ihm vertraut waren, und beschloss, das Bild zu erwerben und nach Deutschland mitzubringen. Das Gemälde von der französischen Künstlerin, Mirto Deparde. Vor Ort in Deutschland, bei der Gestaltung der künftigen Banknoten, bat der Gouverneur der BCM darum, das Foto des alten Mannes auszuschneiden und als Wasserzeichen auf den Geldscheinen zu verwenden. Mokhtar O. Daddah hatte sich seinerzeit geweigert, sein Porträt auf der nationalen Währung zu zeigen, die allen Mauretaniern gehört, so dass die Abbildungen auf den Banknoten nur das darstellen sollten, was sie als Volk eint, und nicht das, was mit einer Region oder einem Teil des Landes identifiziert werden könnte. Das Wasserzeichen sollte einen weisen, alten Mauretanier darstellen, nicht einen bestimmten Stammesangehörigen. Wasserzeichen der Banknoten SCWPM 3D (links) und 3C (rechts). Das Gemälde ist das Werk einer französischen Künstlerin, Mirto Deparde, die Niger, Mauretanien und Mali besuchte und das Bild der Männer der Sahara oder der blauen Männer festhielt, deren Adel und Tradition sie schätzte. Sie hatte ihre Bilder in 50 Ausstellungen in Nouakchott, Dakar, Bamako, Abidjan und Paris ausgestellt. Außerdem stellte sie ihre Bilder jedes Jahr auf der Insel Gorée aus, wo sie 1973 zum ersten Mal den Gouverneur der BCM traf. Donald Ludwig

  • Samoas Gedenkbanknote zu den XVI. Pazifikspielen 2019 – Ein genauerer Blick

    Die 16. Pazifikspiele fanden vom 7. bis 20. Juli 2019 in Apia, Samoa, statt. Die Veranstaltung war ursprünglich an Nuku'alofa, Tonga, vergeben worden, aber die tongaische Regierung zog sich offiziell von der Ausrichtung zurück, da sie befürchtete, dass das Land in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten könnte, wenn die Spiele dort stattfinden würden. 24 Nationen traten bei den Spielen 2019 an. 22 Mitglieder der Pacific Games Association schickten Teams (alle Länder und Territorien) sowie Australien und Neuseeland. Insgesamt wurden bei dieser Ausgabe der Spiele 26 Sportarten ausgetragen. Neukaledonien gewann die meisten Medaillen: 76 Gold-, 55 Silber- und 51 Bronzemedaillen. Das Gastgeberland Samoa belegte mit 39 Gold-, 42 Silber- und 45 Bronzemedaillen den dritten Platz. Den letzten Platz belegte Palau ohne eine einzige Medaille. Zum Gedenken an die Spiele wurde am 24. Juni 2019 eine 10-Tālā-Gedenkbanknote in Umlauf gebracht. Die Banknote ist noch immer im Umlauf leicht zu finden und wurde zuerst HIER im Blog angekündigt: Die Gestaltung der Gedenkbanknote würdigt die Jugend Samoas und ihr sportliches Erbe. Die Motive erzählen die Geschichten ihres täglichen Lebens und die Verwirklichung ihrer sportlichen Träume. Samoas 2019-Gedenkbanknote mit einer Radar-Kontrollnummer (Vorderseite). Samoas 2019-Gedenkbanknote unter UV-Licht (Vorderseite). Die Vorderseite hat ein horizontales Design. Sie zeigt die Teilnahme an den Pazifikspielen sowohl in Mannschafts- als auch in Einzelsportarten, dargestellt durch Gewichtheben, Auslegerkanu-Rennen und Rugby. Das transparente Fenster hat die Form einer stilisierten Flamme auf einem Sockel, mit zwei stilisierten Personen, SAMOA und 2019 innerhalb der Flamme. Am unteren Rand (noch Teil des transparenten Fensters) steht der Text "XVI PACIFIC GAMES One in Spirit | Tasi i le Agaga". Die Banknote ist von Sili Epa Tuioti, dem damaligen Finanzminister, und vom damaligen Gouverneur der Zentralbank von Samoa, Maiava Atalina Emma Ainuu-Enari, unterzeichnet. Samoas 2019-Gedenkbanknote (Rückseite). Samoas 2019-Gedenkbanknote unter UV-Licht (Rückseite). Die Rückseite hat ein vertikales Design. Die Motive zeigen junge Menschen aus Samoa, die ihre sportlichen Fähigkeiten durch Aktivitäten des täglichen Lebens entwickeln, wie z. B. das Tragen von Kokosnüssen, das Paddeln von Kanus und das Spielen von Rugby am Strand mit einer Kokosnuss. Der Text "One in Spirit | Tasi i le Agaga" (auf Englisch und Samoanisch) erscheint am unteren Rand auf der Rückseite. Diese Banknote war die zweite Polymerbanknote Samoas. Sie misst 140 x 72 mm und wurde auf dem Safeguard®-Polymersubstrat von De La Rue gedruckt. Der Kontrollnummer ist das Präfix PG/XVI vorangestellt, passend zu den 16. (XVI.) Pazifikspielen (Pacific Games). Das Ersatzpräfix ist ZZ/XVI. Samoas 2019-Gedenkbanknote als Ersatznote (Vorderseite). Samoas 2019-Gedenkbanknote als Musterschein (Vorderseite). Samoas 2019-Gedenkbanknote als Musterschein (Rückseite). 500 Gedenkfolders wurden hergestellt und für je 20 Tālā verkauft. Für den Preis war eine Banknote im Folder nicht enthalten: Man konnte eine beliebige Banknote seiner Wahl hinzufügen. Dieser Folder war sowohl bei den Teilnehmern der Pazifikspiele wie auch bei Sammlern sehr beliebt und bei der Zentralbank von Samoa schnell ausverkauft. Gedenkfolder für Samoas 2019-Gedenkbanknote (Vorderseite). Die Banknote ist als B121 und der Gedenkfolder als BNP104 in The Banknote Book  katalogisiert. Normalerweise sammeln wir moderne Banknoten in kassenfrischer Erhaltung, aber wie sieht eine zirkulierte Polymerbanknote aus? Die Herstellung von Polymerbanknoten ist etwa doppelt so teuer wie die von Papierbanknoten und hält im Allgemeinen etwa viermal so lange. Eine Polymerbanknote verschlechtert sich aber doch im Laufe der Zeit, wobei sich die Druckfarbe langsam abnutzt, während das Poylmersubstrat intakt bleibt. Wenn die Banknote absichtlich oder unabsichtlich extremer Hitze ausgesetzt wird (z.B. Bügeleisen), können sich Wellen bilden und die Banknote könnte sogar schrumpfen. Samoas 2019-Gedenkbanknote, abgenutzt aus dem Verkehr gezogen (Vorderseite). Samoas 2019-Gedenkbanknote, abgenutzt aus dem Verkehr gezogen (Rückseite). Donald Ludwig (polymernotes.org)

  • Weitere, nicht ausgegebene mauretanische Banknoten gemeldet!

    Die mauretanische Zentralbank stellt Sammlern weiterhin einige ihrer demonetisierten Banknoten zur Verfügung, von denen einige im Umlauf waren und andere nie in Umlauf gebracht wurden. Nicht ausgegebene 1000-Ouguiya-Banknoten aus den Jahren 1981 und 1989 wurden zu Beginn dieses Jahres für Sammler verfügbar, wie HIER im Blog berichtet. Demonetisierte Polymer- und Hybrid-Banknoten, die in Umlauf gebracht worden waren, sind in den letzten Monaten ebenfalls in großer Zahl für Sammler bereitgestellt geworden. Und nun sind die folgenden nicht ausgegebenen Banknoten aus den 1970er Jahren für Sammler verfügbar geworden: 100 Ouguiya vom 28.11.1975, Präfix A30 200 Ouguiya vom 29.06.1977, Präfix A30 1000 Ouguiya vom 29.06.1977, Präfix A30 Diese drei Banknoten sind seit Jahren im Specimen-Format (Musterscheine) bekannt, die im SCWPM als Pick 3A, 3B und 3C katalogisiert sind. Die Musterscheine sind bis heute noch selten. Sammler haben in den vergangenen Jahren Tausende von Dollars für die drei Specimen-Scheine bezahlt. Jetzt wurden alle drei Banknoten von der Bank als Umlaufnoten abgegeben, und der Satz kann nun für 80-100 US-Dollars erworben werden. Die drei Scheine wurden alle von De La Rue gedruckt, und ihr schönes, detailliertes Design ist typisch für afrikanische Banknoten aus den 1970er Jahren. Die 100-Ouguiya-Banknote ist mit dem Datum "28-11-1975" versehen und zeigt auf der Vorderseite einen Mann mit Haouli (mauretanischem Turban) und zwei Frauen an einem Teeservice. Auf der Rückseite sind Fischer und Fischerboote abgebildet. Die 200-Ouguiya-Banknote ist mit dem Datum "1977-6-29" versehen und zeigt einen bärtigen Mann ohne Kopfbedeckung, mehrere Einheimische und ein Kamel. Auf der Rückseite sind ein Mann, ein Kamel, zwei Antilopen und fliegende Vögel abgebildet. Die 1000-Ouguiya-Banknote ist mit dem Datum "1977-6-29“ versehen und zeigt eine Frau mit Kopfbedeckung, einen Brunnen mit Menschen und Tieren, Palmen, einen Mann mit einem Maultier und eine Ölbohrinsel. Die Rückseite zeigt Ausgrabungsgeräte von einer Mine. Alle drei Banknoten enthalten auf der Vorderseite ein UV-Sicherheitsmerkmal. Auf der Rückseite der Banknoten ist keine UV-Lumineszenz vorhanden: Das Wasserzeichen auf allen drei Banknoten ist das desselben bärtigen Mannes, der auch auf der nicht ausgegebenen 1000-Ouguiya-Banknote vom 28.11.1981 zu sehen war: Für diese Banknoten wurden auch Ersatzscheine gefunden. Das Ersatzpräfix lautet Y30: Es ist leider nicht bekannt, warum diese Banknoten nie in Umlauf gebracht wurden. Donald Ludwig Abbildungen: Stane Straus (polymernotes.org)

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