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- Salomonen: Neue Gedenkbanknote zu 40 Dollars von 2018
Laut einer Pressemitteilung der Zentralbank der Salomonen vom 5. Juli 2018 sowie einer Presseverlautbarung der britischen Wertpapierdruckerei De La Rue vom gleichen Tag hat die Zentralbank der Salomonen am 7. Juli 2018 ein neues gesetzliches Zahlungsmittel in Form einer 40-Dollars-Polymer-Banknote zum Gedenken an den 40. Jahrestag der Unabhängigkeit des Inselstaats in der Südsee eingeführt. Insgesamt wurden 100.000 Banknoten von De La Rue gedruckt. Zusätzlich wurden zum gleichen Anlass noch 2-Dollars-Münzen von der Royal Australian Mint geprägt. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Gedenkbanknoten #Amerika #Salomonen #Dollar #Grabowski
- Singapur: Neue Gedenkbanknote zu 20 Dollars
Laut einer Pressemitteilung vom 5. Juni 2019 erinnert die neue Gedenkbanknote zu 20 Dollars an das zweihundertjährige Bestehen Singapurs. Die Rückseite zeigt acht bedeutende Persönlichkeiten, die aus verschiedenen Ländern kamen und bedeutende Beiträge zum Aufbau der Nation leisteten, und zwar in verschiedenen Bereichen, die von Bildung, Kultur und Sozialdienst bis hin zu Sport und Verteidigung Singapurs reichen. Auf der Rückseite findet sich auch der Hinweis auf den Gedenkanlass "BICENTENNIAL 1819–2019" Die Note wurde von Eng Siak Loy und Weng Ziyan entworfen. Insgesamt werden 2 Millionen dieser Gerdenkbanknoten zum Nennwert in Umlauf gebracht, verpackt in einem speziellen Folder. Zusätzlich werden 5.000 ungeschnittene Bogenteile mit je drei Noten als numismatische Produkte verkauft. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com #Nachrichten #Weltbanknoten #Asien #Singapur #Dollar #Grabowski
- Singapur: Neuer Fünfziger mit drei Sternen
Die Monetary Authority of Singapore hat neue 50-Dollars-Scheine in Umlauf gegeben, die sich nur minimal von den Vorgängern unterscheiden (vgl. SGP-49, Linzmayer B205). Die einzelnen Auflagen unterscheiden sich durch verschiedene Symbole unter dem Wort ARTS (Künste) auf der Rückseite rechts unten. Zuletzt fanden sich hier zwei kleine Sterne bei der Ausgabe von 2017 und nun bei der neuen Ausgabe 2018 drei. Als Serien-Präfix ist 5LD bestätigt. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmayer #Nachrichten #Weltbanknoten #Asien #Singapur #Dollar #Grabowski
- PMG-zertifizierte Singapur-Banknoten mit niedrigen Nummern erzielen Höchstpreise
Eine Gruppe PMG-bewerteter Singapur-Banknoten mit niedrigen Seriennummern wurde anlässlich der Auktion von Mavin International zu atemberaubenden Zahlen verkauft, darunter auch ein Exemplar, das SGD 552.000 (ca. 400.000 USD) erzielte. (Einschließlich einer Käuferprämie von 20%). Dies war ein Rekordpreis für eine Banknote in einer Mavin-Auktion. An der Auktion wurden zehn Exemplare der 50-Dollar-Banknoten von Singapur 2015 zum Gedenken an den 50. Jahrestag der Unabhängigkeit Singapurs ausgeschrieben. Alle wurden von PMG zertifiziert und mit einem speziellen PMG-Label versehen. Mavin International verkaufte die zehn Lose am 10. November im Auftrag von Community Chest, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Singapur. Den höchsten Preis für eine dieser Banknoten erzielte die Banknote mit der Seriennummer SG50 000001 mit der Einstufung PMG 67 Superb Gem Uncirculated EPQ. Diese Note wurde für 460.000 SGD verkauft, neunmal mehr als ihre Vorauktionseinschätzung. Auch andere Banknoten erreichten ein Vielfaches ihrer Schätzung. Untenstehend ersehen Sie die vollständige Auflistung in absteigender Reihenfolge des höchsten erzielten Preises: : SG50 000001, bewertet mit PMG 67 Superb Gem Uncirculated EPQ, realisierte SGD 552.000. (Der Preis vor der Käuferprämie von 20% betrug 460.000 SGD, mehr als das 9fache der Vorausschätzung von 48.000 SGD bis 50.000 SGD). SG50 000008, bewertet mit PMG 66 Gem Uncirculated EPQ, realisierte SGD 36.000. (Der Schätzpreis vor der Auktion betrug 5.800 bis 6.000 SGD). SG50 000009, bewertet mit PMG 66 Gem Uncirculated EPQ, realisierte SGD 25.200. (Die Vorausschätzung vor der Auktion betrug 4.800 bis 5.000 SGD). SG50 000003, bewertet mit PMG 66 Gem Uncirculated EPQ, realisierte 22.800 SGD. (Der Schätzwert vor der Auktion betrug 3.600 SGD bis 4.000 SGD). SG50 000005, bewertet mit PMG 66 Gem Uncirculated EPQ, realisierte SGD 15.600. (Der Schätzwert vor der Auktion betrug 3.600 SGD bis 4.000 SGD). SG50 000007, bewertet mit PMG 66 Gem Uncirculated EPQ, realisierte SGD 15.600. (Der Schätzwert vor der Auktion betrug 3.600 SGD bis 4.000 SGD). SG50 000010, bewertet mit PMG 67 Superb Gem Uncirculated EPQ, realisierte SGD 15.600. (Der Schätzwert vor der Auktion betrug 3.600 SGD bis 4.000 SGD). SG50 000006, bewertet mit PMG 66 Gem Uncirculated EPQ, realisierte SGD 11.400. Der Schätzwert vor der Auktion betrug 3.600 bis 4.000 SGD). SG50 000002, bewertet mit PMG 66 Gem Uncirculated EPQ, realisierte SGD 10.200 (die Vorausschätzung lag bei 3.600 bis 4.000 SGD). SG50 000004, bewertet mit PMG 66 Gem Uncirculated EPQ, realisierte SGD 3.840 (die vor der Auktion durchgeführten Schätzungen beliefen sich auf 2.400 bis 2.500 SGD). Der relativ niedrige Preis für die letzte Note ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Nummer 4 in weiten Teilen Asiens Unglück bringen soll. In ähnlicher Weise erklärt sich das hohe Resultat bezüglich der Zahl 8, die absolute Lieblingszahl der Chinesen die unendliches Glück bringen soll. Seriennummern wie diese werden von Sammlern sehr geschätzt. Fälscher haben dies zur Kenntnis genommen und die Seriennummern auf Banknoten geändert, um sie wertvoller erscheinen zu lassen. Im Rahmen der Authentifizierung von Banknoten verwenden PMG-Bewerter spezielle Geräte zur Erkennung solcher Fälschungen. (Erfahren Sie mehr hier.) Die PMG-Zertifizierung verleiht den Bietern Vertrauen, da die von PMG zertifizierten Noten garantiert echt sind. #Aktuelle #Handel #Auktionen #Asien #Singapur
- Singapur: Gedenkbanknote zu 25 Jahren Unabhängigkeit
Vorderseite: Links: Historische Ansicht mit Segelschiffen vor Singapur. Mitte: Hologramm mit Porträt von Encik Yusof bin Ishak (1910 – 1970, Journalist und Politiker, ab 1965 erster Präsident von Singapur). Rechts: Moderne Hochhäuser und Parlamentsgebäude. Rückseite: Links: Erste Parlamentssitzung am 8.12.1965. Mitte: Hologramm mit Porträt von Encik Yusof bin Ishak. Rechts: Menschen verschiedener Ethnien mit Staatsflagge sowie Staatswappen. Format: 158 mm x 74 mm Unter dem Motto „Ein Volk – Eine Nation – Ein Singapur“ wurde 1990 der 25. Jahrestag der Unabhängigkeit des Stadtstaates gefeiert. Seit 1867 war die „Löwenstadt“ vor Malaysia Bestandteil der britischen Kronkolonie Straits Settlements gewesen. Am 1.9.1963 wurde Singapur von den Briten in eine Malayische Föderation entlassen, aus der es jedoch wegen ethnischer Konflikte am 7.8.1965 ausgeschlossen wurde. Am 9.8.1965 erkannte Malaysia die Unabhängigkeit Singapurs an, was heute als Nationalfeiertag begangen wird. Zum 25. Jahrestag wurden 5,1 Millionen Polymer-Banknoten hergestellt (SGP-30/31), davon nur 300.000 mit Datum 9.8.1990, die in einem speziellen Faltblatt ausgegeben wurden. Hans-Ludwig Grabowski #Weltbanknoten #Gedenkbanknoten #Polymer #Asien #Singapur #Dollar #Grabowski
- Ostkaribische Staaten: Im Juni 2019 wird neue 50-Dollars-Polymernote eingeführt
Laut einer Pressemitteilung vom 29. Mai 2019 wird die neue Polymernote zu 50 Dollars der Eastern Caribbean Central Bank im Juni eingeführt. Die vorangegangenen Papiernoten werden weiterhin parallel zirkulieren. HansLudwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Ostkaribik #Dollar #Grabowski
- Ostkaribische Staaten: 2019 kommt eine neue Polymer-Banknotenserie
Am 5. September 2018 kündigte die Ostkaribische Zentralbank Pläne für die Einführung einer neuen Notenserie ab Mitte 2019 an. Die neue Serie wird die Stückelung (5, 10, 20, 50 und 100 Ostkaribische Dollars) und das Farbschemata von den vorherigen Ausgaben beibehalten, jedoch in vertikaler Ausrichtung und neuer Gestaltung auf Polymer-Kunststoff für verbesserte Haltbarkeit und Sicherheit sorgen. Die Noten werden mit holografischen Fenstern und geprägten taktilen geometrischen Formen ausgestattet sein, damit Sehbehinderte zwischen den Werten unterscheiden können. Hans-Ludwig Grabowski Video: Ostkaribische Zentralbank Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Ostkaribik #
- Vanuatu: Neue 5000-Vatu-Note (20)17
Die Reserve Bank of Vanuatu hat am 28. Juli 2017 eine neue 5000-Vatu-Note eingeführt. Eine neue 500-Vatu-Note soll im November oder Dezember 2017 folgen. Beide Scheine werden von der Note Printing Australia auf Polymersubstrat gedruckt. Das Jahr erkennt man an den ersten beiden Stellen der Kontrollnummer (17). Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2017/10 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Australien_Ozeanien #Vanuatu #Vatu #Grabowski
- Vanuatu: Neuer 500-Vatu-Schein (20)17
Die Reserve Bank of Vanuatu hat am 27. Oktober 2017 einen neuen 500-Vatu-Schein aus Polymer-Kunststoff in Umlauf gegeben und damit die mit 2014 (200, 1000 und 2000 Vatu) und 2017 (500 und 5000 Vatu) datierte neue Serie vervollständigt. Das Jahr wird mit den ersten beiden Stellen der Kontrollnummer (hier 17) angegeben. Gedruckt wurden die Noten von der Note Printing Australia. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/01 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Weltbanknoten #Australien_Ozeanien #Vanuatu #Vatu #Grabowski
- Lexikon: Banca Generala Romana
Die Banca Generala Romana war eine Notenbank in Rumänien, die 1916 von der deutschen Besatzung gegründet wurde. Die vom 29.1.1917 bis 16.11.1918 ausgegebenen und von der Reichsdruckerei in Berlin hergestellten Noten existieren in den Werten 25 und 50 Bani sowie 1, 2, 5, 10, 20, 100 und 1000 Lei. Es kamen für insgesamt 2.114.727.958 Lei Noten in Umlauf, die am 11.6.1920 ungültig wurden. Die Notenausgabe der Banca Generala Romana war durch Bareinlagen bei der Deutschen Reichsbank gedeckt. Die am Kriegsende abziehende deutsche Armee Mackensen versah die Noten mit einem Stempel des Szebener Komitats (Szeben Varmegye Alispani Hivatala) und benutzte sie als Militärgeld. Nach Kriegsende wurde eine Abstempelung der Noten von Ende 1918 bis Februar 1919 durchgeführt, um dann später diese abgestempelten Noten gegen neu auszugebenden Lei-Noten einzutauschen. Es existieren Noten mit vielfach unleserlichen Stempeln lokaler oder zentraler rumänischer Behörden (z.B. România Ministerul Finantelor, România / Casieri centrala a tezaur public, Administrati Financiara [und Ortsname], Casa de Depuneri). Hans-Ludwig Grabowski (auf der Basis eines Lexikon-Eintrags von Albert Pick) Abb. Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Europa #Rumänien #Lei #Pick #Grabowski
- Das Geldwesen Transnistriens 1941–1944
Am 22. Juni 1941 begann mit dem "Unternehmen Barbarossa" der deutsche Angriff auf die Sowjetunion. Im südlichen Bereich begannen die Kampfhandlungen der deutschen 11. Armee mit 100.000 Mann sowie die rumänischen 3. und 4. Armee mit 200.000 Mann erst am 2. Juli. Bessarabien und das nördliche Bukowina (Buchenland), die erst am 26. Juni 1940 an den östlichen Nachbarn abgetreten wurden, um einen drohenden Einmarsch der Roten Armee zu verhindern, nahm Rumänien wieder am 27. Juli 1941 in Besitz. Die Rubelzahlungsmittel wurden zum Umrechnungskurs von einem Rubel zu einem Leu eingezogen. Da die Versorgung der deutschen Truppen mit Lei-Zahlungsmitteln durch die rumänische Nationalbank fast völlig ins Stocken geraten war, zahlte die deutsche Wehrmacht ihre Einkäufe bei der dortigen Bevölkerung vorrübergehend zum Missfallen der rumänischen Regierung mit Reichskreditkassenscheinen (RKKS).[1] Am 27. Juli erreichten die Angreifer den Fluss Dnister (Dnjestr) und stießen auf das Gebiet Transnistriens vor, dessen Eroberung bis zum Bug im August 1941 abgeschlossen war. Obwohl die Schlacht um Odessa noch bis zum Oktober tobte, übertrug am 6. August 1941 das Oberkommando der Wehrmacht das Gebiet zwischen Dnjestr und Bug an das rumänische Militär. Bereits am 19. August 1941 wurde die Militärverwaltung durch eine Zivilverwaltung ersetzt. Währungsmäßig änderte sich dadurch nichts. Neben dem Rubel galt die Reichsmark, die die deutschen Truppen auf dem Weg zur Ostfront in Form der RKKS und deutschen Scheidemünzen bis zum 10-Pfennig-Stück mitgebracht hatten. Als Belohnung für die Teilnahme am Russlandfeldzug und als Kompensation für die Abtretung Siebenbürgens an Ungarn erhielt Rumänien im Vertrag von Tighina (Bender) am 30. August 1941 Transnistrien mit der Stadt Odessa zu gesprochen. Das Gebiet hatte bei einer Ausdehnung von etwa 350 x 120 km eine Fläche von rund 42.000 qkm. Von den zwei Millionen Bewohnern waren aber gerade einmal 10 % Rumänen. Die vollziehende Gewalt war geteilt. Während Bukarest für die Sicherung und Verwaltung verantwortlich sein sollte, blieb die Wirtschaftliche Ausnutzung weitgehend in deutschen Händen. Damit war auch die vom Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt befürchtete rumänische Kontrolle der Eisenerzlager von Kriwoj Rog und der Manganerzlager von Nikopol abgewendet. Darüber hinaus hatte sich Deutschland im Interesse der Versorgung der Heeresgruppe Süd seinen Anteil an den Vorräten Transnistriens zu sichern gewusst.[2] Karte 1: Rumänien 1941 bis 1944, Quelle: Wikipedia Karte 2: Verwaltungsgliederung Transnistriens Quelle: Wikipedia Schon lange bevor Rumänien Transnistrien in Besitz nahm, beauftragte der rumänische Ministerpräsident General Ion Antonescu das Finanzministerium damit, Vorschläge für eine zukünftige Währung Transnistriens auszuarbeiten.[3] Bereits am 1. August 1941 trafen sich Vertreter des Ministeriums, der Banca Nationala a Romaniei (BNR) sowie der Casei Autonome de Finanţare şi Amortizare (CAFA) um über vier Entwürfe des Staatssekretärs im Finanzministerium, Mircea Vulcănescu, zu diskutieren. Der erste Plan sah die Verwendung von rumänischen Anforderungsgutscheinen und deutschen RKKS vor. Trotz der offensichtlichen Vorteile, die diese Regelung bedeutet hätte, z.B. durch einheitliche Preise im gesamten besetzten sowjetischen Raum sowie Vermeidung von Komplikationen, die sich aus einer parallelen Nutzung verschiedener Währungen ergeben könnten, lehnte das Gremium diesen Vorschlag ab, da Berlin die ausgegebenen RKKS auf das Guthaben des rumänisch-deutschen Clearings anrechnen wollte. Die Ausdehnung der rumänischen Währung auf Transnistrien wurde aus technischen und wirtschaftlichen Gründen verworfen. Keine Zustimmung fand auch die vierte Überlegung, nach der ein lokales Kreditinstitut, ähnlich der Banca Generala Romana im Ersten Weltkrieg, eine eigene Währung emittieren sollte. Dagegen favorisierte man den dritten Entwurf. Danach sollte das Finanzministerium besondere Geldzeichen durch eine eigens zu schaffende Stelle ausgeben. Auch der Ministerrat sprach sich am 5. August 1941 für eine Sonderwährung in Transnistrien aus. Das Umlaufgebiet der rumänischen Lei-Münzen und BNR-Banknoten sollte auf alle Fälle auf das bisherige rumänische Staatsgebiet beschränkt bleiben und ein Abfluss in die neu gewonnen Gebiete verhindert werden. Zwei Tage später wiederholte Außenminister Mihai Antonescu im Wirtschaftsrat die Forderung nach einer besonderen rumänischen Währung in Transnistrien, die im restlichen Staatsgebiet jedoch verboten sein sollte. Da es bizarr sei, zwei Lei-Währungen parallel zu verwenden, dachte man auch darüber nach, in Transnistrien einen „Spezialrubel“ auszugeben. Am 8. August 1941 trafen sich Vertreter des Finanzministeriums (Finanzminister General Nicolae Stoenescu, Staatssekretär Mircea Vulcănescu und Nicolae Răsmeriţă), der Nationalbank (Gouverneur Alexandru Ortulescu und Mihail Romniceanu) und der Generalsekretär im Außenministerium Victor V. Bădulescu. Das Gremium einigte sich auf einen Vier-Stufen-Plan. Bis zur Einstellung der Militäreinsätze sollten die rumänische Armee in Transnistrien bei Beträgen über 60.000 Lei mit Anforderungsgutscheinen zahlen, ansonsten RKKS und Rubel verwenden. Mit Errichtung der rumänischen Zivilverwaltung sollten Lei-Kreditkassenscheine, die im Wert den RKKS entsprechen sollten, emittiert werden. Die nächste Stufe sah die Organisation eines lokalen Finanzsystems mit einem Geldkreislauf vor. Die letzte Phase, die von den zukünftigen politischen Entscheidungen über die Organisation des Territoriums zwischen Dnjester und Bug abhinge, sah bei Eingliederung in das Staatsgebiet Rumäniens und die Einführung der rumänischen Zahlungsmittel in Transnistrien vor. Kontrovers waren die Ansichten über das weitere Schicksal des Rubels im Zahlungsverkehr. Die Vertreter des Finanzministeriums wünschten ihn zugunsten einer Lei-Währung aufzugeben. Victor V. Bădulescu lehnte dagegen diesen Schritt ab, da der Rubel die einzige allgemein anerkannte Währung in diesem Gebiet sei und man die Höhe des Rubelumlaufs nicht kenne. Am 21. November 1941 erließ der rumänische Zivilgouverneur Professor Gheorghe Alexianu eine Währungsverordnung für Transnistrien, nach der ab dem 10. Dezember 1941 innerhalb von 15 Tagen die Rubelzahlungsmittel aus dem Verkehr gezogen und gegen Reichskreditkassenscheine umgetauscht wurden. Diese Verordnung erklärte die Reichsmark in Form der RKKS zum alleinigen gesetzlichen Zahlungsmittel. Der Umrechnungskurs wurde mit 20 Rubel für eine Reichskreditkassen-Mark festgesetzt. Je Person konnten maximal 5.000 Rubel umgetauscht werden.[4] „Die Reichskreditkassenscheine, die zur Einlösung der Rubel gedient haben, entstammen wahrscheinlich .. dem Betrag, der auf Geheiß des Führers dem Staatschef Antonescu für Verwaltungsausgaben in Transnistrien in Höhe bis zu 50 Mill. RM in Reichskreditkassenscheinen zur Verfügung gestellt .. [wurden] und von dem bisher 30 Mill. RM abgehoben worden sind,“ so in einem Schreiben des Reichsbankdirektoriums vom 19. Januar 1942 an Legationsrat Junker im Auswärtigem Amt.[5] Im Rahmen des gewährten Kredites wurden auch 20.000 RM in Zinkmünzen zu 1, 5 und 10 Rpf. geliefert.[6] Auf deutscher Seite wurde man von der rumänischen Vorgehensweise vollkommen überrascht. Am 30. Dezember 1941 berichtete der Generalkommissar für den Generalbezirk Nikolajew dem Reichskommissar für die Ukraine von der Umtauschaktion und dem von Rumänien festgesetzten Kurs. In dem Schreiben heißt es: „Die Folgen dieser Maßnahme in den an Transnistrien grenzenden Gebieten des Generalkommissariates sind naturgemäß eine völlige Unklarheit der Währungsverhältnisse. Die durch diese Festsetzung hervorgerufene erhöhte Kaufkraft der Mark in der Hand rumänischer Besitzer führt auch dazu, daß die Grenzgebiete im großen Umfange in unerwünschter Weise ausgekauft werden. Ein solcher Auskauf durch rumänische Stellen kann diesseits umso weniger verhindert werden, als der Zollgrenzschutz infolge des Zur (sic!) Zeit geltenden Unterstellungsverhältnisses der direkten Einwirkung des Generalkommissars entzogen ist, sodaß eine unmittelbare Abriegelung der Bug-Grenze von hier aus nicht durchgesetzt werden kann.“[7] Nun kam Bewegung in die Angelegenheit. Am 10. Januar 1942 wandte sich der Reichskommissar an den Reichsminister für die besetzten Ostgebiete und forderte mit dem Hinweis auf die Umtauschaktion und die angespannte Versorgungslage bei Gütern des täglichen Bedarfs und der Ernährung Aufkäufe von rumänischer Seite irgendwie zu verhindern. Außerdem wies er darauf hin, dass die verschiedenen Umrechnungsverhältnisse zu Devisenschiebungen größten Ausmaßes verleiten würden. Das gleiche Schreiben sandte der Reichskommissar auch an das Reichsbankdirektorium, das Reichswirtschaftsministerium und den Wirtschaftsstab Ost. Mit der rumänischen Kursfestsetzung war man auf deutscher Seite nicht glücklich, betrug der offizielle Kurs der Reichsmark im besetzten russischen Gebiet doch 10 Rubel. Allerdings wird hierbei übersehen, dass die Bevölkerung der besetzten russischen Gebiete versuchte, ihre Rubelscheine abzustoßen. Auf dem Schwarzmarkt herrschte ein schwunghafter Handel mit Rubelzahlungsmitteln und zwar zu eben dem Kurs: 1:20.[8] Der Rubelumtausch und der damit verbundenen Umtauschkurs waren auch Thema beim Gespräch des deutsch-rumänischen Finanzausschusses am 16. Januar 1942.[9] Die rumänischen Vertreter gaben sich ahnungslos und erklärten, die Währungsverordnung des Zivilgouverneurs nicht zu kennen. Der Versitzende der rumänischen Delegation, Generalsekretär im Finanzministerium, ließ durchblicken, dass er weder den gewählten Umtauschkurs von 20 Rubel gleich einer Reichsmark, noch die Wahl der Reichskreditkassenwährung als einzige Währungsgrundlage in Transnistrien billige. Er wies allerdings darauf hin, dass durch die Verordnung vollendete Tatsachen geschaffen worden seien und die Umtauschfrist bereits am 25. Dezember 1941 abgelaufen sei. Die deutsche Delegation sah ein, dass an dem vollzogenen Umtausch nichts mehr zu ändern sei, machte aber deutlich, dass man die Einführung der Reichskreditwährung als einzige Währungsgrundlage nicht als Dauerzustand hinnehmen würde. Die Rumänen erklärten, dass sie bereits Vorbereitungen für die Einführung einer Lei-Währung träfen. Die Durchführung sei jedoch zurückgestellt worden, weil die deutschen militärischen Stellen verlangt hätten, dass die Reichskreditkassenmark als Währungsgrundlage zu dienen hätte. Die deutschen Vertreter erwiderten, dass es sich hierbei sicherlich um ein Missverständnis handeln müsse. Das OKH habe keine Bedenken, wenn gleichzeitig die RKKS in Transnistrien gesetzliche Zahlungsmittel blieben und eine feste Kurs-Relation zu der neuen Währungseinheit bestünden. Der Vorsitzende der rumänischen Delegation stimmte dieser Regelung zu. Man war sich auch darüber einig, dass die in Transnistrien im Rahmen der Umtauschaktion eingenommen Rubel nicht in der deutschen Interessenzone verwendet werden sollten. Dagegen sei ihre Nutzung durch die rumänischen Truppen im Operationsgebiet unbedenklich. Die Frage RKKS oder eigene Sonderwährung beschäftigte 1942 weiterhin das rumänische Finanzministerium und die Nationalbank. Am 13. Februar drahtete die Deutsche Botschaft in Bukarest an das Auswärtige Amt in Berlin: „Rumänisches Finanzministerium hat hiesiger Reichskreditkasse vorgeschlagen, durch eine Emissionsbank in Transnistrien besondere Lei-Kassenscheine in Umlauf zu setzen. Erbitte Drahtweisung, ob anläßlich Verhandlungen Regierungsausschüsse Rumänien Zusage in dieser Hinsicht gemacht wurden.“[10] Das Reichsfinanzministerium begrüßte den Plan einer besonderen Währung, stellte aber folgende Bedingungen: Es wird .. dafür zu sorgen sein, daß die Emissionsbank die Reichskreditkassenscheine im kalten Wege in möglichst hohem Ausmaß aus dem Verkehr zieht und durch Lei-Kassenscheine ersetzt. Es ist weiter erforderlich, daß das Umtauschverhältnis Reichskreditkassenschein : Lei-Kassenschein unter der Voraussetzung der Gleichwertigkeit des Leis und des Lei-Kassenscheins das gleiche ist wie das Umrechnungsverhältnis Reichskreditkassenschein : Lei.“[11] Dennoch kam die Angelegenheit nicht recht voran. Im Juli 1942 übergab der Direktor der Reichsbank und Reichskreditkasse in Bukarest, Seiffert, ein Dossier an die Nationalbank zum Thema „Möglichkeiten der Umstrukturierung der Währungsbeziehungen in Transnistrien“. Darin betonte er, dass die RKKS in den von den Deutschen verwalteten Gebieten stets nur als Zweitwährung in Betracht käme, zurzeit aber in Transnistrien die einzige akzeptierte Währung sei. Rumänien solle daher in diesem Gebiet den ukrainischen Karbowanez oder den rumänischen Leu als Währung übernehmen. Da die endgültige politische Zugehörigkeit des Gebiets jedoch noch nicht feststehe, sei es besser, besondere, provisorische Lei auszugeben. Das Emissions-Institut könne man entweder nach dem Vorbild der Zentralnotenbank Ukraine oder der Reichskreditkassen organisieren. Obwohl man noch am 29. April 1942 beschlossen hatte, Rumänien keine weiteren Kredite einzuräumen, gab das Reichsfinanzministerium im August diese Haltung auf und stockte ihn um weitere 15 Millionen RM auf. Allerdings widersprach man dem Wunsch der Rumänen auf Reichspfennig lautendes Notgeld auszugeben, da man der Meinung war, dass die Rumänen durch die Außerkurssetzung der Rubelzahlungsmittel den Kleingeldmangel selbst verschuldet hätten. Wieder empfahl man, dem Mangelzustand durch die Gründung einer eigenen Emissionsbank zu begegnen.[12] Eigentlich stand diese Empfehlung im krassen Gegensatz zu den Wünschen des OKW, das bei Einführung von Lei-Kassenscheinen in Transnistrien mit Problemen bei der Zahlungsmittelversorgung der deutschen Truppen rechnete. Die Erfahrungen, die man in Rumänien gemacht hatte, gaben Anlass zu dieser Befürchtung.[13] Die Wechselstelle Odessa wurde im Mai 1943 von der Hauptverwaltung der Reichskreditkassen angewiesen, keine 50 Rpf-RKKS mehr auszugeben und die Bestände bei Gelegenheit an die Hauptkasse der Reichsbank zurück zu senden. Stattdessen sollten Auszahlungen mit Rubelnoten zu 1, 3 und 5 Rubel erfolgen.[14] Wahrscheinlich sollten die reichlich vorhandenen Rubelnoten aufgebraucht werden. Hierdurch gelangte Rubelnoten wieder in den Zahlungsverkehr Transnistriens. Ende 1942 muss es dann doch zur Gründung einer eigenen Notenbank für Transnistrien gekommen sein, zumindest findet sich ein entsprechender Hinweis in den Akten der Reichskreditkassen.[15] Das „Institutul de Finantare Externa“ (Infinex) nahm am 1. April 1943 die Arbeit auf.[16] In Sammlungen finden sich Noten dieser Bank über 1 Leu, 6, 24, 120, 600 und 1.200 Lei: Abb. 1.1: Institutului de fiantare externa, o.D., 24 Lei, Vorderseite. Abb. 1.2: Institutului de fiantare externa, o.D., 24 Lei, Rückseite. Quelle: http://www.banknote.ws/COLLECTION/countries/EUR/TDN/TDNM0003.htm Abb. 2.1: Institutului de fiantare externa, o.D., 120 Lei, Vorderseite. Abb. 2.2: Institutului de fiantare externa, o.D., 120 Lei, Rückseite. Quelle: http://www.banknote.ws/COLLECTION/countries/EUR/TDN/TDNM0004.htm Abb. 3.1: Institutului de fiantare externa, o.D., 600 Lei, Vorderseite. Abb. 3.2: Institutului de fiantare externa, o.D., 600 Lei, Rückseite. Quelle: http://www.banknote.ws/COLLECTION/countries/EUR/TDN/TDNM0005.htm Abb. 4.1: Institutului de fiantare externa, o.D., 1200 Lei, Vorderseite. Abb. 4.2: Institutului de fiantare externa, o.D., 1200 Lei, Rückseite. Diese ungewöhnlichen Nominale erklären sich daraus, dass die neuen auf Lei lautenden Noten mit dem Wert entsprechender Reichsmarkbeträge korrespondieren sollten, da die RKKS gesetzliche Zahlungsmittel blieben. Bei einem offiziellen Kurs von 60 Lei für eine Reichsmark,[17] entsprach sie 1 ⅔, 10, 40 Rpf., 2, 10 und 20 RM. Obwohl diese Kassenscheine gedruckt waren, unterblieb wohl angesichts des Kriegsverlaufs ihre Inverkehrsetzung. Zumindest findet sich hierzu kein Hinweis in den Akten. Dem neuen Noteninstitut war kein langes Leben beschieden, denn bereits im August 1944 marschierten sowjetische Truppen in Rumänien ein. Es ist nicht bekannt, was mit den Infinex-Noten geschah. Der letzte Hinweis ist eine Meldung der Sicherheitspolizei von Ploiesti an die Nationalbank am 9. Februar 1948. Danach hatte man in der Papierfabrik Letea zwei Wagons mit Kassenscheinen gefunden. Uwe Bronnert Anmerkungen: [1] BA (Bundesarchiv) Berlin, R 29/3, Berichte über Sitzung des Verwaltungsrates der Reichskreditkassen vom 12.12.1941. [2] Jürgen Förster, Die Entscheidungen der „Dreierpaktstaaten“, in: Der Angriff auf die Sowjetunion, Frankfurt am Main, November 1991, S. 1054 f. [3] Die Darstellung der rumänischen Währungspläne für Transnistrien folgt den Ausführungen bei Sabina Mariţiu / Romeo Cîrjan, Emisiunile de Bancnote Româneşti în Perioada 1929–1947 – Istorie şi Tehnologie – [Bancnotele României, Volumul 3], Banca Nationalâ a României, Bucureşti 2011, S. 129–138. [4] BA Berlin, R 29/111, Verfügung Nr. 24 vom 21.11.1941, Zivilgouvernement von Transnistrien. [5] BA Berlin, R2/30584, Fol. 1. [6] BA Berlin, R 29/3, Berichte über Sitzung des Verwaltungsrates der Reichskreditkassen vom 29.1.1942. [7] BA Berlin, R2/30584, Fol. 1. [8] BA Berlin, R29/223, TAO 152/41 vom 4. Dezember 1941. [9] BA Berlin, R2/30584, Fol. 1., Betr. Währungslage in Transnistrien vom 19. Januar 1942. [10] Ebenda, Schnellbrief vom 14. Februar 1942. [11] Ebenda, Brief an Dr. Breyhan vom 19. Februar 1942. [12] BA Berlin, R 29/4, Schreiben des RFM an Verwaltungsrat der RKK vom 31.8.1942. [13] Ebenda, Leiter der RKK Bukarest (Seiffert) an HV vom 7.7.1942. [14] BA Berlin, R 29/260, TAO 75/43 vom 27.5.1943. Nur Odessa. [15] BA Berlin, R 29/4, Berichte über Sitzung des Verwaltungsrates der Reichskreditkassen vom 2.12.1942. [16] BA Berlin, R 29/430, Schreiben RKK Bukarest an HV vom 9.4.1943. [17] Neben dem offiziellen Kurs für die RKKM gab es eine Anzahl weiterer Bewertungen. S. BA Berlin, R 29/112, Schreiben der RKK Odessa an HV Berlin vom 18. Mai 1943. An der Börse in Bukarest wurde die Reichsmark mit 40 Lei bewertet, die Reichsmark (RKKS) mit 26 Lei und auf dem Schwarzmarkt sogar nur mit 14 Lei.
- Neue Varianten: Juni 2021 (Teil 1)
Angola 50.000 Kwanzas Wie AGO-132 (Linzmayer B523a), aber im Wasserzeichen-Rahmen auf der Vorderseite mit Mikroschrift und auf der Rückseite mit Schrägstreifen. Dschibuti 1000 Francs Wie DJI-42a (Linzmayer B201a), aber mit Unterschrift "Ahmed Osman Ali". Gambia 100 Dalasis Wie Linzmayer B239a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Seeku Jaab/Buah Saidy" und Jahresangabe "2020". Indonesien 2000 Rupiah Wie IDN-155 (Linzmayer B610f), aber mit Jahresangabe "2016 / 2021". Irak 25.000 Dinars Wie IRQ-102 (Linzmayer B356c), aber mit Datumsangabe "٢٠٢٠ -١٤٤١ (2020 - 1441 AH)". DR Kongo 10.000 Francs Wie COD-103b (Linzmayer B325b), aber mit Datumsangabe "30.06.2020". Mexiko 50 Pesos Wie MEX-123A (Linzmayer B712k), aber mit Datumsangabe "10 JUN. 2019", Unterschriften "Gerardo Esquivel Hernández/Alejandro Alegre Rabiela" und Serie AH. 100 Pesos Wie Linzmayer B715 (fehlt im SCWPM), aber mit Datumsangabe "31 AGO. 2020". Pakistan 50 Rupees Wie PAK-47 (Linzmayer B234r), aber mit Jahresangabe "2021" und Unterschrift "Reza Baqir". Rumänien 50 Lei Wie ROU-120h (Linzmayer B289b), aber mit Jahresangabe "1 ianuarie 2018 / (20)20". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)












