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- Asylantengeld
Zu Beginn der 1990er Jahre stieg in Deutschland die Zahl von Asylbewerbern stark an. Etwa 95 Prozent der 300.000 Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien wurde zwar der Asylstatus verwehrt, stattdessen jedoch im Regelfall ein Abschiebungsschutz in Form der Duldung gewährt. Unter Hinweis auf die hohen Ablehnungsquoten wurde seitens der Bundesregierung erklärt, dass sehr häufig wirtschaftliche Gründe als prägendes Motiv für die Einreise im Vordergrund stünden. Die Tatsache, dass die allermeisten Flüchtlinge auf dem Landweg über sämtlich als sichere Drittstaaten geltenden Nachbarländer Deutschlands einreisten, wurde als Beleg für Asylmissbrauch angeführt. Um die Zuwanderung zu begrenzen, wurde das Asylrecht nach Art. 16a GG erheblich eingeschränkt und das Asylbewerberleistungsgesetz [1] (AsylbLG) geschaffen. „Bevor das Asylbewerberleistungsgesetz eingeführt wurde, erhielten Asylsuchende Sozialhilfe nach § 120 des Bundessozialhilfegesetzes [BSHG, Anm. d. Verf.]. Bereits Anfang der 1980er Jahre wurden diese Ansprüche jedoch eingeschränkt: Besonders die medizinische Versorgung wurde zu einer Leistung, über die die Behörden nach Ermessen im Einzelfall entscheiden konnten. Zudem sollten seitdem Sozialhilfen in Sammelunterkünften generell nur noch in Form von Sachleistungen gewährt werden. [2] Als Asylantragstellende 1993 dann aus dem Bundessozialgesetzbuch herausgenommen wurden, wurde das mit dem Hinweis auf ihren nur kurzen, vorübergehenden Aufenthalt in der Bundesrepublik begründet.“ [3] Der notwenige Bedarf an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege und Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts wurde nun grundsätzlich durch Sachleistungen gedeckt, die etwa 20 % unter den Leistungen des BSHG lagen. [4] Da das Sachleistungsprinzip mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand und häufig auch mit Mehrkosten verbunden ist, ließ das Gesetz die Möglichkeit zu, Wertgutscheine an die Asylbewerber auszuhändigen. Die Gutscheine wurden nach dem Einlösen von den diversen Geschäften – bei Lebensmitteln waren das vor allem Discounter oder Supermärkte – dem Sozialamt zur Abrechnung übersandt. Danach wurden die Gutscheine im Amt geprüft und die Auszahlung an die jeweiligen Geschäfte veranlasst – ein sehr personalaufwendiges Verfahren. Auch wenn sich bei der Gestaltung der Wertgutscheine in den einzelnen Bundesländern Parallelen erkennen lassen, waren die Kommunen bei den Entwürfen ihrer Wertgutscheine wohl weitgehend frei. Allerdings enthalten alle Wertgutscheine Beschränkungen der Nutzung: im Bezug, welche Waren mit ihnen erworben werden konnten [z. B. „Nur einlösbar für: Bekleidung, Ernährung, Gesundheits- und Körperpflege, Ge- und Verbrauchsgüter des Haushalts von geringem Anschaffungswert“ – häufig auch zusätzlich „keine Abgabe von Tabakwaren und Spirituosen“ ], auf eine Beschränkung der Wechselgeld-Rückgabe auf 10 % der Gutscheinsumme, auf eine Beschränkung des „Umlaufgebietes“ der Wertgutscheine [z. B. „Nur gültig im Bereich des Kreises …“ ], sowie eine Beschränkung der Gültigkeitsdauer [z. B. „Gültig bis 30.6.1994“ ]. Abb. 1.1: Recklinghausen, Kreis, o. D. (bis 31.5.1992), 20 DM., Vorderseite. Format: 100 x 55 mm, dünner Karton. Abb. 1.2: Recklinghausen, Kreis, o. D. (bis 31.5.1992), 20 DM., Rückseite. Abb. 2: Apolda, Landkreis, o. D., 50 DM, Vorderseite. Format: 148 x 68 mm, dickeres Papier. Wenn nichts anderes vermerkt ist, ist die Rückseite unbedruckt! Abb. 3: Kreis Weimarer Land, o. D., 10 DM. Vorderseite. Format: 148 x 68 mm, dickeres Papier. Abb. 4: Bad Sulza, o. D., 5 DM, Vorderseite. Format: 105 x 74 mm, beschichtetes Papier. Abb. 5: Kreis Erfurt-Land, o. D., 0,10 DM, Vorderseite. Format: 65 x 100 mm, dünner Karton. Abb. 6: Apolda, o. D., 50 DM, Vorderseite. Format: 105 x 74 mm, beschichtetes Papier. Abb. 7: Emden, Stadt, o. D. (bis 03.02.1999), 30 DM, Vorderseite. Format: 105 x 150 mm, dünner Karton. Abb. 8.1: Fehmarn, Kreis Ostholstein, o. D. (bis 31.08.1996), 20 DM, Vorderseite. Format: 92 x 122 mm, dünner Karton. Abb. 8.2: Fehmarn, Kreis Ostholstein, o. D. (bis 31.08.1996), 20 DM, Rückseite. Abb. 9: Rendsburg-Eckernförde, Kreis, (Gemeinde Büdelsdorf), 30. Dezember 1994 (bis 31.01.1995), 30 DM, Vorderseite. Format: 150 x 105 mm, Papier. Abb.10: Bad Segeberg, Kreis, o. D. (bis IV. 1997), 5 DM, Vorderseite. Format: 145 x 105 mm. Papier. Abb.11: Mölln, Stadt, 31. Oktober 1997, 10 DM, Vorderseite. Format: 145 x 210 mm, Briefpapier. Abb. 12.1: Freiberg (Sa.). Kreis, o. D. (4. Quartal 1993), 8,50 DM, Vorderseite. Format: 100 x 60 mm, dünner Karton. Abb. 12.2: Freiberg (Sa.). Kreis, o. D. (4. Quartal 1993), 8,50 DM, Rückseite. Abb. 13: Greifswald, Hansestadt, Juli 1997, 1 DM, Vorderseite. Format: 130 x 65 mm, Papier. Abb. 14.1: Stormarn, Kreis [Gemeinde Oststeinbek], o. D., 5 DM, Vorderseite. Format: 130 x 60 mm, Papier. Abb. 14.2: Stormarn, Kreis [Gemeinde Oststeinbek], o. D., 5 DM, Rückseite. Abb. 15: Barnim, Landkreis, 2. Dezember 1996, 50 DM, Vorderseite. Format: 210 x 140 mm, Papier. Abb. 16: Müritz, Landkreis, 4. April 1998, 20 DM, Vorderseite. Format: 210 x 150 mm, Papier. Abb. 17.1: Osterholz-Scharmbeck, o. D. (bis 28.09.2006), 5 Euro, Vorderseite. Format: 105 x 145 mm, Papier. Abb. 17.2: Osterholz-Scharmbeck, o. D. (bis 28.09.2006), 5 Euro, Rückseite. Abb. 18.1: Lüchow-Dannenberg, Landkreis (Samtgemeinde Clenze), 31. Oktober 2005, 5 Euro, Vorderseite. Format: 148 x 105 mm, Papier. Abb. 18.2: Lüchow-Dannenberg, Landkreis (Samtgemeinde Clenze), 31. Oktober 2005, 5 Euro, Rückseite. Abb. 19: Soltau-Fallingbostel, Kreis, o. D. (bis 31.07.2003), 10 Euro, Vorderseite. Format: 105 x 148 mm, dünner Karton. Abb. 20: Grevesmühlen, Landkreis Nordwestmecklenburg, o. D. (bis 31.08.2004), 20 Euro, Vorderseite. Format: 135 x 75 mm, Papier. Abb. 21.1: Münster, Stadt, o. D. (bis 31.08.2009), 25 Euro, Vorderseite. Format: 150 x 75 mm, Papier. Abb. 21.2: Münster, Stadt, o. D. (bis 31.08.2009), 25 Euro, Rückseite. Abb. 22: Salzkotten, Stadt, o. D. (bis 30.09.2009), 5 Euro, Vorderseite. Format: 210 x 150 mm, Papier. Abb. 23: Rotenburg (Wümme), Landkreis, o. D. (bis 31.12.2013), 7,50 Euro, Vorderseite. Format: 105 x 150 mm, dickeres Papier. Abb. 24: Lüneburg, Stadt, o. D. (bis 31.05.2012), 5 Euro, Vorderseite. Format: 72 x 150 mm, dünner Karton. Abb. 25: Mölln, Stadt, o, d, (bis Februar 20024), 20 Euro, Vorderseite. Format: 210 x 105 mm. Papier. Abb. 26.1: Uelzen, Landkreis, o. D. (2011), 15 Euro, Vorderseite. Format: 105 x 148 mm, dünner Karton. Abb. 26.2: Uelzen, Landkreis, o. D. (2011), 15 Euro, Rückseite. Abb. 27: Ostvorpommern, Landkreis, o. D., 5 Euro, Vorderseite. Format: 50 x 40 mm, Pappe. Abb. 28: Winsen (Aller), Gemeinde, 1. Juli 2008, 2,50 Euro, Vorderseite. Format: 115 x 148 mm, Papier. Abb. 29: Gotha, Landkreis, o. D., 5 Euro, Vorderseite. Format: 105 x 75 mm, Karton. Wahrscheinlich wurde nirgends festgehalten, welche Kommunen Wertgutscheine in welcher Höhe und in welchen Nominalen ausgegeben haben. [5] Ihre Zahl dürfte aber erheblich gewesen sein! Ursprünglich lauteten die Wertgutscheine auf D-Mark-Beträge – meist über Beträge von fünf bis 50 DM – später dann auf Euro, meist über Beträge von fünf bis 20 € [6] Zur Deckung von Grundbedürfnissen wie Mobilität (notwendige Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel) und Kommunikation wurden ferner auch Barbeträge ausgezahlt. [7] Die Verwendung von Wertgutscheine wurde von den Betroffenen aus verschiedenen Gründen immer wieder bemängelt. So würden die Gutscheine die Käufer stigmatisieren und manchem Flüchtling sei es peinlich, sich damit an der Kasse anzustellen. Darüber hinaus stelle der Einkauf die Asylanten vor erhebliche Probleme. Nur wenige Geschäfte würden die Warengutscheine akzeptieren. Zusätzlich müsse der Wert der eingekauften Ware dem vorgelegten Wertgutschein entsprechen, da höchstens 10 % des Wertes seines Gutscheins als Wechselgeld bar ausgezahlt werden dürfe – und selbst dies würde dem Käufer häufig verwehrt; „de facto gibt es in keinem Berliner Geschäft diese 10% zurück. Die Argumentation der Läden ist, dass dies eine Kann-Regelung sei und die Supermärkte die Differenz halt lieber als zusätzlichen Mehrwert einstreichen. Dies ist sogar aus kapitalistischen Gesichtspunkten eine kriminelle Aneignung.“ [8] Bei Käufen von Kleinmöbeln, Matratzen oder elektronischen Geräten wird die Annahme der Wertscheinen mit der Begründung abgelehnt, dass Nicht-Lebensmittel nur mit einem Wert von höchstens zehn Euro dagegen abgegeben werden dürften. Es ist nachvollziehbar, dass die Flüchtlinge nach Möglichkeiten suchten, Wertscheine in Bargeld gewechselt zu bekommen. Im Landkreis Stade sollen dubiose Händler Wertscheine zu einem Kurs von 10:6 eingewechselt haben. Für einen Nennwert von 100 Euro gab es dann 60 Euro in bar. Im Landkreis Harburg machen couragierte Bürger ihren Einkauf gemeinsam mit Flüchtlingen. Die Ware wird mit den Gutscheinen bezahlt und die Flüchtlinge erhalten das Geld vor dem Supermarkt in bar. [9] Einige Kommunen bedienten sich nicht eines eigenen Wertgutschein-Systems, sondern wie die Stadt und der Landkreis Hannover der Wertscheine des US-amerikanischen Großkonzerns „Sodexho“, Frankfurt. Seit dem 1. Oktober 1998 leitete das Sozialamt die Daten der Hilfeempfänger an Sodexho weiter und bestellte für sie eine sog. „Kundenkarte“, sowie Wertgutscheine in bestimmter Höhe und Stückelung, mit festgelegter Gültigkeitsdauer. Sodexho garantierte vertraglich eine flächendeckende Verwendung der Wertgutscheine. Die Geschäfte, die an Asylbewerber liefern wollten, mussten einen Vertrag mit Sodexho abschließen und Gebühren von bis zu 3,75 % zahlen. [10] Abb. 30.1: Sodexho für Landkreis Nordvorpommern und Hansestadt Stralsund, o. D. (bis 30.09.2003), 1 Euro, Vorderseite. Format: 140 x 75 mm. Abb. 30.2: Sodexho für Landkreis Nordvorpommern und Hansestadt Stralsund, o. D. (bis 30.09.2003), 1 Euro, Rückseite. Abb. 31.1: Sodexho pass, Wertgutschein-Karte, Vorderseite. Format: 85 x 55 mm, Plastikkarte. Abb. 31.2: Sodexho pass, Wertgutschein-Karte, Rückseite. Neben Sodexho beteiligten sich auch andere „Bezahldienstleister“ am Geschäft mit den Asylanten: „Accor Corporate Services – ASC Dienstleistungen GmbH“, München, gab sog. „Service-Gutscheine“ im Auftrag er Gemeinden aus, ebenso wie die „Wertgutschein-System GmbH“, Meinersen, oder „Olympic Kommunal-Service GmbH“, Isernhagen. Die Wertgutscheine dieser Unternehmen haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Schecks und waren mit einer „Scheckkarte“ (Ausweiskarte mit Unterschrift) verbunden. Abb. 32.1: Accor Corporate Service, o. D. Muster eines Service-Gutscheins, Vorderseite. Format: 105 x 60 mm. Abb. 32.2: Accor Corporate Service, o. D. Muster eines Service-Gutscheins, Rückseite. Abb. 33.1: Wertgutschein-System GmbH für Stadt Potsdam, o. D. (bis 31.07.1997), 20 DM. Vorderseite. Format: 150 x 85 mm. Abb. 33.2: Wertgutschein-System GmbH für Stadt Potsdam, o. D. (bis 31.07.1997), 20 DM. Rückseite. Abb. 34: Wertgutscheinkarte, Wertgutschein-System GmbH, Vorderseite. Format: 85 x 55 mm, beschichtetes Papier. Abb. 36: Olympic Kommunal-Service GmbH für Landkreis Peine, o. D. (bis 29.02.1996), 10 DM, Vorderseite. Format: 150 x 85 mm. Abb. 37: Wertgutscheinkarte, Olympic Kommunal-Service GmbH. Format: 85 x 54 mm, beschichtetes Papier. Seit 2012/13 wurde die Sachleistungsgewährung in der Praxis zur Ausnahme und die Wertgutscheine wurden nicht mehr ausgegeben. Auf der Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober 2023 beschlossen die Ministerpräsidenten der Bundesländer die Einführung von Bezahlkarten für Schutzsuchende. Eine Arbeitsgruppe erarbeitete dafür bis Ende Januar 2024 Standards, die Basis für eine bundesweite Ausschreibung waren. Doch während mancherorts schon Bezahlkarten im Einsatz waren, stritten die Ampelparteien im Bund über notwendige Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz, da neben Geld- und Sachleistungen als dritte Möglichkeit der Bedarfsdeckung die Bezahlkarte treten sollte. Im April 2024 einigten sich die Parteien und der Gesetzesentwurf ging durch Bundestag und Bundesrat. [11] Behörden haben seit 16. Mai 2024 die Möglichkeit Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) über eine Bezahlkarte auszugeben. Sie hat kein bundesweit einheitliches Design. Jedes Bundesland bzw. jeder Kreis kann selbst das Aussehen festlegen. Einheitlich ist nur das Grundprinzip: eine neutrale Kunststoffkarte im Standard- Bankkartenformat (ISO 7810) mit Chip und Magnetstreifen, da Zahlungen wie bei normalen Debitkarten über Kartenterminals laufen. [12] Sie ist kein Kontoersatz und auch keine normale EC-Karte oder Kreditkarte, sondern eine guthabenbasierte Debitkarte. Mit ihr kann man auch nur in bestimmten Geschäften vor Ort bezahlen, sodass kostengünstiges Einkaufen deutlich erschwert oder sogar komplett ausgeschlossen werden. Überweisungen, Onlineeinkäufe, Lastschriftverfahren und digitale Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal oder Apple Pay sind mit der Bezahlkarte nicht möglich. Darüber hinaus sind monatlich nur geringe Barabhebungen möglich – in den meisten Bundesländer 50 Euro. Uwe Bronnert Anmerkungen Ursprüngliche Fassung vom 30. Juni 1993 (BGBl. I S. 1074). Die Vielzahl verschiedener Essgewohnheiten und die große Zahl der Bewerber machten bereits in den 1980er Jahren häufig eine dezentrale Unterbringung in Hotels und Wohnungen notwendig, sodass Sozialhilfeleistungen in Form von Wertgutscheinen erbracht wurden. Die ersten dieser Scheine wurden wohl 1982/83 von den Bezirksämtern in Berlin (West) ausgegeben. Sie konnten zur Bezahlung von Einkäufen von Lebensmitteln, Toilettenartikel usw. bei ausgewählten Händlern verwendet werden. Anm. d. Verf. Vera Hanewinkel und Christina Mecke, Das Asylbewerberleistungsgesetz, Sozialhilfe für Geflüchtete, < https://www.bpb.de/themen/migration-integration/migrationspolitik/574354/das-asylbewerberleistungsgesetz/?utm_source=copilot.com > (02.03.2026) Der 1. Senat des Bundesverfassungsgerichtes verkündete am 18. Juli 2012 ein wegweisendes Urteil. Danach waren die Geldleistungen unzureichend, da sie seit 1993 nicht verändert worden seien. Die gekürzten Leistungen nach dem AsylbLG lägen zudem unter dem Existenzminimum für ein menschenwürdiges Leben. Vgl. < https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20120718_1bvl001010.html > (5. November 2014). Die Zahl der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland hat sich seit der Wiedervereinigung mehrfach verändert. Nach der Wiedervereinigung betrug ihre Zahl etwas über 500. Für 2025/26 liegen präzise Zahlen vor: 294 Landkreise und 106 bzw. 107 kreisfreie Städte. Uwe Elix geht von ca. 300 Ausgabestellen mit mehreren 1000 Scheinen aus. Vgl. Asylantengeld, in: DGW Information 2012, Heft 2, S. 36 f. Nach einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes mussten die Kommunen die Beträge für das Taschengeld erheblich anheben – von ehemals 50 auf 150 Euro. Chipkarten, Gutscheine und andere Fiesheiten des Asylbewerberleistungsgesetzes – praktische Unterstützungsmöglichkeiten. < file:///D:/Literatur/Asylantengeld/info-chipkarten.pdf > (25. Februar 2026) Vgl. < http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/hanstedt/politik/gutscheine-fuer-asylbewerber-die-diskriminierung-an-der-kasse-d7798.html > (05.11.2014) Der Stadt Hannover soll monatlich ca. 40.000 DM an Sodexho gezahlt haben. Vgl. Flüchtlingsrat, Zeitschrift für Flüchtlingspolitik in Niedersachsen, Ausgabe 2/00, Heft 67, April 2000, S. 8. Vera Hanewinkel und Christina Mecke, Das Asylbewerberleistungsgesetz, Sozialhilfe für Geflüchtete: „Die Leistungssätze werden jährlich vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Bundesgesetzblatt bekanntgegeben. Sie sind nach Familienstand und Alter gestaffelt und orientieren sich an den Sozialhilfe-Sätzen des Sozialgesetzbuches. Diese werden wiederum in einem gesetzlich festgelegten komplexen Verfahren basierend auf Daten des Statistischen Bundesamtes ermittelt,“ wobei bestimmte Positionen gestrichen werden, da sie gesondert durch das AsylbLG gedeckt würden, z. B. Budget für Hausrat oder die Gesundheitspflege oder nicht bedarfsrelevant seien, z. B. Ausgaben für Freizeit und Kultur. „So kommt es, dass die Asylbewerberleistungen deutlich niedriger ausfallen als die allgemeinen Sozialhilfesätze: Im Jahr 2026 erhält eine alleinstehende oder alleinerziehende Person monatlich 455 Euro an Asylbewerberleistungen. Das sind rund 19 Prozent weniger, als Alleinstehenden oder Alleinerziehenden beim Bürgergeld ausgezahlt werden (563 Euro). Unterschieden wird bei den Asylbewerberleistungen nach dem ‚notwendigen Bedarf‘ und dem ‚notwendigen persönlichen Bedarf‘. Erstere Leistungen können teilweise oder vollständig als Sachleistungen erbracht werden. Dies ist insbesondere bei Personen in Gemeinschaftsunterkünften der Fall, wo bestimmte Güter des täglichen Bedarfs wie zum Beispiel Heizung, Kleidung oder regelmäßige Mahlzeiten zur Verfügung gestellt werden. Der „notwendige persönliche Bedarf“ wird hingegen in der Regel als Bargeldleistung ausgezahlt. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2024 darf dieses sogenannte Taschengeld auch in Form einer Bezahlkarte erbracht werden, auf die ein monatliches Guthaben geladen wird, mit dem in Geschäften bezahlt werden kann.“ Der Aufdruck auf den Karten lautet meist „Bezahlkarte“, „Bezahl Karte“ oder Landesbezug („Freistaat Bayern“). Je nach Anbieter zeigen sie deren Logo, z. B. PayCenter, Mastercard Debit, Visa Debit und eine Kartennummer, aber ohne Kontofunktion.
- Die Banknote des Jahres 2025 – Die Leser haben entschieden!
Die Wahl zur Banknote des Jahres 2025 Liebe Leser, in der Februar-Ausgabe von „Münzen & Sammeln“ sowie in unserem Online-Magazin www.geldscheine-online.com mit seinen kostenlosen Newslettern rief die Redaktion zur Wahl der Banknote des Jahres 2025 auf. Vielen Dank für die zahlreich abgegebenen Stimmen mit Postkarten und vor allem sehr vielen E-Mails. Deutlicher Sieger wurde eine sehr schöne Banknote der jüngsten Währung der Welt von Curaçao und Sint Maarten. 1. Platz und damit Banknote des Jahres 2025: Vorschlag Nr. 4 – Curaçao und Sint Maarten: 10 Karibische Gulden der neuen Zentralbank, ausgegeben ab 31. März 2025. Vorschlag 4, Curaçao und Sint Maarten, mit 30,47 % aller Stimmen 2. Platz: Vorschlag Nr. 10 – Sambia: 100 Kwacha der neuen „Heritage-Serie“, in Umlauf ab 31. März 2025. Vorschlag 10, Sambia, mit 14,28 % aller Stimmen. 3. Platz: Vorschlag Nr. 1 – Abchasien:50 Apsar, Sammlerbanknote der Bank von Abchasien, ausgegeben ab 20. Juni 2025. Vorschlag 1, Abchasien, mit 13,33 % aller Stimmen. Die verbleibenden 41,92 % der Stimmen teilten sich die restlichen neun Vorschläge. Platz 4 belegte Vorschlag 9 (Polen) mit 9,52 % der Stimmen, gefolgt von Vorschlag 11 (Südossetien) mit 7,62 % und Vorschlag 5 (Falklandinseln) mit 6,66 %. Vorschlag 6 (Kasachstan) kam mit 4,76 % auf Rang 7 und Vorschlag 3 (Bolivien) mit 3,81 % auf Rang 8. Die Vorschläge 2 (Belize) und 8 (Papua-Neuguinea) liegen mit je 2,86 % Stimmanteil gleich auf. Die letzten Plätze belegten mit je knapp 2 % der Stimmen Nr. 7 (Libyen) und 12 (Turkmenistan). Die Gewinner Folgende Gewinner wurden gezogen: 1. Preis: Klaus G. aus Hofheim Einkaufsgutschein für Fachliteratur über 75 Euro + Satz Banknoten aus Sambia (10, 20, 50 und 100 Kwacha 2024) 2. Preis: Enrico G. aus Ilmenau Einkaufsgutschein für Fachliteratur über 50 Euro + Satz Sambia 3. Preis: Michael B. aus Bretten Einkaufsgutschein für Fachliteratur über 25 Euro + Satz Sambia Zusätzlich wurden weitere sieben Gewinner gezogen! Diese erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. René K. aus Freiberg (+ 20 Yuan zum Jahr des Pferdes) Rainer G. aus Panketal (+ 20 Yuan zum Jahr des Pferdes) Jürgen N aus Kamen (+ 20 Yuan zum Jahr des Pferdes) Georg H. aus Kumhausen (+ 1 Rial Oman, Polymer 2025) Susan P. aus Bad Köstritz (+ 1 Rial Oman, Polymer 2025) Kristin F. aus Göttingen (+ 1 Rial Oman, Polymer 2025) Remo K. aus Wuppertal (+ 1 Rial Oman, Polymer 2025) Herzlichen Glückwunsch! Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Honduras zieht die neue Cáceres-Banknote aus dem Verkehr!
Am 20. Januar 2026 brachte die Zentralbank von Honduras (BCH) eine neue 200-Lempiras-Banknote in Umlauf, die Bertha Cáceres ehrt, einer honduranischen (Lenca) Umweltaktivistin, indigenen Anführerin sowie Mitbegründerin und Koordinatorin des Rates der Volks- und Indigenen-Organisationen von Honduras. Einen vollständigen Bericht über diese neue Ausgabe finden Sie HIER . Am Sonntag, dem 15. März 2026, berichtete „Entérate Honduras TV“ überraschend auf Facebook: SIE WERDEN AUS DEM UMLAUF GEZOGEN... Berichten zufolge sollen die 200-Lempiras-Banknoten mit dem Bildnis der Umweltaktivistin Bertha Cáceres schrittweise aus dem Umlauf genommen und vernichtet werden. Dabei werden alle vorhandenen Banknoten eingesammelt, bis keine mehr im Finanzsystem verbleiben, und es werden keine neuen Banknoten dieser Serie mehr gedruckt. Es wurde keine Erklärung abgegeben, und auf der Website der Banco Central de Honduras ist noch nichts dazu erschienen. Zu den Facebook-Kommentaren schockierter honduranischer Leser gehören: „Selbst wenn sie es entfernen oder löschen, wird die Geschichte von Bertha Cáceres niemals verborgen bleiben können, und diejenigen, die ihr das Leben genommen haben, werden es ebenfalls niemals verbergen können.“ „Und was ist der Grund für die Löschung? Ich nehme an, dass die Menschen damit nicht einverstanden sind – bitte geben Sie eine Erklärung ab.“ „Weil in Berichten außerhalb des Landes der Kampf dieser Frau für die Natur anerkannt wird, während hier Unwissenheit herrscht, wird die derzeitige Regierung (die Partei, die nichts für die Bildung des Landes getan hat) heute nichts unternehmen; leider sind wir im letzten Jahrhundert stehen geblieben.“ „Die geistige Armut vieler: Sie ist eine weltweit anerkannte Umweltschützerin, und in ihrem eigenen Land wird sie verworfen und ihr Bild von Wandgemälden entfernt.“ „Ich sehe nichts Schlechtes daran, dass diese Frau auf den Banknoten erscheint; letztendlich hat sie es verdient, sie war eine Kämpferin, eine Verteidigerin ihres Volkes und der Umwelt.“ Wir werden Sie über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Donald Ludwig
- Shenberg Auction: Vorschau auf den Banknotenteil der Auktion 14 am 29. März 2026
Die 14. Online-Auktion des Auktionshauses Shenberg findet vom 28. bis 29. März 2026 statt. Während sich am 28. März alles um Münzen, Medaillen und Token dreht, werden am 29. März ca. 1.100 Lose Banknoten angeboten. HIER geht es direkt zur 14. Online-Auktion! HIER geht es direkt zum Beginn des Banknotenteils! Eine kleine Auswahl aus dem Auktionsangebot: Los 1373: Germany, 10 Rubles, 1916, Superb Gem UNC 67 EPQ, TOP POP Germany / Occupation of Lithuania (WWI), 10 Rubles, 1916, graded Superb Gem Uncirculated 67 EPQ, Pick R124. Issued during the World War I under German military administration in Lithuania (Ober Ost), this note is preserved in exceptional condition. It features flawless centering, sharp corners, and full original embossing, with the EPQ (Exceptional Paper Quality) designation confirming outstanding originality.A TOP POP example, representing the finest known grade for this issue, making it a true condition rarity. Highly desirable among collectors of World War I occupation currency and Baltic numismatics. Starting Bid: € 600 Los 1389: Germany, Set of 2 banknotes (50 Reichsmark), 1924, Gem UNC 65 EPQ, FRONT and BACK SPECIMEN Germany / Occupation of Lithuania (WWI), 10 Rubles, 1916, graded Superb Gem Uncirculated 67 EPQ, Pick R124. A encountered specimen set featuring both the obverse and reverse designs issued separately for archival and presentation purposes. These notes exhibit outstanding quality with crisp paper, sharp corners, and excellent centering. The EPQ (Exceptional Paper Quality) designation confirms full originality and superior preservation.An highly collectible pair from the early Weimar Republic period, ideal for advanced collectors seeking complete specimen presentations. Starting Bid: € 500 Los 1574: Latvia, 500 Rubles, 1920, AU-XF, SPECIMEN Latvia, Latvian Government Currency Note, 500 Rubles, 1920, graded AU–XF condition. This is a SPECIMEN issue (Pick S8), featuring sharp details, strong paper quality, and minimal signs of circulation. The note displays original crispness with only handling wear, making it highly desirable for collectors. A rare and historically significant piece from the early period of Latvian independence, issued shortly after World War I. Starting Bid: € 4,000 Los 1580: Latvia, 10 Latu, 1920, VF Latvia, Latvijas Banka, 10 Latu, 1920, graded Very Fine (VF), Pick 13. This early issue from Latvia’s post-independence period features well-preserved design details with moderate circulation wear consistent with the grade. The paper remains solid with clear signatures and visible security elements. A collectible example from the first series of Latvian national currency issued by Latvijas Banka. Starting Bid: € 1,700 Los 1622: Latvia, 500 Latu, 1992 (1998), Superb Gem UNC 67 EPQ, RARE, SPECIMEN Latvia, Latvijas Banka, 500 Latu, printer Giesecke & Devrient, dated 1992 (issued 1998), graded Superb Gem Uncirculated 67 EPQ. SPECIMEN issue (Pick S48), exceptionally rare. This note represents the highest denomination of Latvia’s post-Soviet currency series and is preserved in outstanding condition, with perfect centering, sharp corners, and original embossing. The EPQ (Exceptional Paper Quality) designation confirms superb originality and pristine paper. A highly desirable modern rarity, especially in specimen format, appealing to advanced collectors of Baltic and world banknotes. Starting Bid: € 3,500 Los 2121: USA, 20 Dollars, 2017, Gem UNC 65 EPQ, ERROR USA, Federal Reserve Note (Richmond), 20 Dollars, 2017, graded Gem Uncirculated 65 EPQ, ERROR. A modern error note from the Federal Reserve System, issued by the Richmond district. Preserved in Gem Uncirculated condition, the note features crisp paper, sharp corners, and full original embossing, with the EPQ (Exceptional Paper Quality) designation confirming its pristine state.The error adds significant collector interest, making this piece both unusual and desirable. Modern U.S. error notes in such high grade are scarce, and this example represents an excellent opportunity for collectors of contemporary currency and printing varieties. Starting Bid: € 400 HIER geht es direkt zum Beginn des Banknotenteils! SHENBERG AUCTION Auctions Administrator www.shenbergs.com | auction.shenbergs.com | info@shenbergs.com ☎ +371 25370706
- Lexikon: Military Payment Certificates
Military Payment Certificates (MPC) sind US-amerikanisches Militärgeld, das nach dem Zweiten Weltkrieg an Militärangehörige oder für den US-amerikanischen Staat arbeitende Zivilbeschäftigte außerhalb der Vereinigten Staaten ausgegeben wurde. Das Geld diente zum Einkauf in besonderen Verkaufseinrichtungen, z.B. in PX-Läden. Die Abgabe an die Bevölkerung des besetzten Gebiets oder Gastlandes war verboten. Um den Handel mit dem Militärgeld auf dem Schwarzmarkt zu erschweren, wurden die MPC von Zeit zu Zeit durch neue Ausgaben ersetzt. Insgesamt wurden 15 Serien mit folgenden Bezeichnungen und Umlaufzeiten hergestellt, davon 13 ausgegeben: 1946, Serie 461: in Umlauf in Europa ab 16.09.1946 und in Asien ab 30.09.1946, ungültig ab 10.03.1947 1947, Serie 471: in Umlauf ab 10.03.1947, ungültig ab 22.03.1948 1947 (1948), Serie 472: in Umlauf ab 22.03.1948, ungültig ab 20.06.1951 1948 (1951), Serie 481: in Umlauf ab 20.06.1951, ungültig ab 25.05.1954 1952 (1954), Serie 521: in Umlauf ab 25.05.1954, ungültig ab 27.05.1958 1954 (1958), Serie 541: in Umlauf ab 27.05.1958, ungültig ab 26.05.1961 1959 (1961), Serie 591: in Umlauf ab 26.05.1961, ungültig ab 26.01.1964 1961 (1964), Serie 611: in Umlauf ab 06.01.1964, ungültig ab 28.04.1969 1964 (1965), Serie 641: in Umlauf ab 31.08.1965, ungültig ab 21.10.1968 1965 (1969), Serie 651: in Umlauf ab 28.04.1969, ungültig ab 11.06.1969 1966 (1968), Serie 661: in Umlauf ab 21.10.1968, ungültig ab 11.08.1969 1968 (1969), Serie 681: in Umlauf ab 11.08.1969, ungültig ab 07.10.1970 1969, Serie 691: nicht ausgegeben 1969 (1970), Serie 692: in Umlauf ab 07.10.1970, ungültig ab 01.06.1971 1970, Serie 701: nicht ausgegeben USA, Military Payment Certificate: 5 Cents der Serie 472 von 1948, Vorderseite. USA, Military Payment Certificate: 5 Cents der Serie 472 von 1948, Rückseite. USA, Military Payment Certificate: 5 Cents der Serie 661 von 1968, Vorderseite. USA, Military Payment Certificate: 5 Cents der Serie 661 von 1968, Rückseite. Die MPC wurden in Nennwerten zu 5, 10, 25 und 50 Cents sowie 1, 5, 10 und 20 Dollars ausgegeben. Die nachfolgende Aufstellung zeigt, in welchen Ländern die verschiedenen Serien in Umlauf waren: Land Serien Belgien 461, 471, 472, 481, 521 Deutschland 461, 471, 472, 481, 521, 541 Frankreich 461, 471, 472, 481, 521, 541 Griechenland 461, 471, 472, 481, 521 Großbritannien 461, 471, 472, 481, 521, 541 Island 461, 481, 521, 541, 591 Italien 461, 471, 472, 481, 521, 541 Japan 461, 471, 472, 481, 521, 541, 611, 651 Jugoslawien 461, 471, 472, 481, 521 Libyen 611, 651 Marokko 461, 471, 472, 481, 521, 541 Niederlande 461, 471, 472, 481, 521, 541 Österreich 461, 471, 472, 481, 521 Philippinen 461, 471, 472, 481, 521, 541, 591 Südkorea 461, 471, 472, 481, 521, 541, 591, 611, 651 Südvietnam 641, 661, 681, 692 Ungarn 461, 471, 472, 481, 521 Zypern 541, 591, 611 Die Serien 641, 661, 681 und 692 waren also nur in Vietnam gültig. Die MPC wurden vom Bureau of Engraving and Printing oder von den privaten Vertragsdruckereien Tudor Press Inc. und Forbes Lithographic Co. in Boston Mass. gedruckt. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte
- Neue Weltbanknoten-Varianten: März 2026, Teil 2
Dominikanische Republik, Guinea, Macau, Mongolei, Rumänien, Uganda, Westafrikanische Staaten (Elfenbeinküste, Togo) BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Dominikanische Republik 500 Pesos Dominicanos von 2024 BNB B730d: wie BNB B730c (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr. Guinea 500 Francs Guinéens von 2024 BNB B341.5c: wie BNB 341.5b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Soumah/Kaba) und neuem Jahr. Macau (Banco da China) 50 Patacas, neue Auflage BNB B239b: wie BNB B239a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Fan Yaosheng). 100 Patacas, neue Auflage BNB B240b: wie BNB B240a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Fan Yaosheng). Mongolei 1000 Tugrik von 2025 BNB B444b: wie BNB B444a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Lkhagvasuren) und neuem Jahr. Rumänien 20 Lei von 2026 BNB B293d: wie BNB B293c (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Uganda 5000 Shilingi von 2025 BNB B156j: wie BNB B156i (SCWPM 51), aber mit neuem Unterschriftstitel (GOVERNOR) und neuem Jahr. 20.000 Shilingi von 2025 BNB B158i: wie BNB B158h (SCWPM 53), aber mit neuem Unterschriftstitel (GOVERNOR) und neuem Jahr. 50.000 Shilingi von 2025 BNB B159h: wie BNB B159g (SCWPM 54), aber mit neuem Unterschriftstitel (GOVERNOR) und neuem Jahr. Westafrikanische Staaten (Côte d'Ivoire) 5000 Francs CFA von 2026 BNB B123Az: wie BNB B123Ay (SCWPM 117A), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe A = Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste). Westafrikanische Staaten (Togo) 500 Francs CFA von 2026 BNB B120To: wie BNB B120Tn (SCWPM 819T), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe T = Togo. 1000 Francs CFA von 2026 BNB B121Tz: wie BNB B121Ty (SCWPM 815T), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe T = Togo. Donald Ludwig (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book )
- Iran: Neue 10-Millionen-Rials-Banknote ausgegeben!
Seit dem 3. März 2026 geben die Banken Irans die neueste Banknotenserie des Landes aus. Die Zentralbank der Islamischen Republik hat nun ihre bisher höchste Stückelung in Umlauf gegeben, eine Banknote im Wert von 10.000.000 Rials. Beamte erklärten, dieser Schritt solle den Zugang der Bevölkerung zu Bargeld sicherstellen, da die Inflation zunimmt und die Nachfrage nach physischem Bargeld stark ansteigt. Das lokale Internet und die Bankinfrastruktur des Iran sind Angriffen durch US-amerikanische und israelische Kampfflugzeuge sowie Online-Hacking durch Israel ausgesetzt. Die Bankbehörden befürchten, dass bei einem Ausfall der Telefon- und Stromversorgung Bargeld die einzige Möglichkeit bleibt, Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Die neue 10.000.000-Rials-Banknote hat einen Gegenwert von etwa 7 US-Dollars, und die Iraner stehen in langen Schlangen vor Geldautomaten, um Bargeld abzuheben, aus Angst, dass elektronische Systeme ausfallen könnten. Vielen Geldautomaten geht das Bargeld schnell aus. Die neue rosa Banknote zeigt auf der Vorderseite eine Vignette der Jāmeh-Moschee von Yazd aus dem 9. Jahrhundert, während auf der Rückseite ein Bild der 2.500 Jahre alten Zitadelle von Bam zu sehen ist. Die Banknoten wurden vermutlich von der iranischen Sicherheitspapierfabrik „TAKAB“ gedruckt und weisen ähnliche Sicherheitsmerkmale auf wie der kürzlich ausgegebene Scheck über 5.000.000 Rials, über den HIER berichtet wurde. Die Jāmeh-Moschee von Yazd ist eine Freitagsmoschee (Jāmeh) in der Stadt Yazd in der Provinz Yazd im Iran. Die Moschee wurde an der Stelle eines Feuertempels aus dem 9. Jahrhundert errichtet und im 14. und 15. Jahrhundert fertiggestellt. Sie dient seit Jahrhunderten als spirituelles Zentrum von Yazd und ist bekannt für ihre umfassende Darstellung architektonischer Motive mittelalterlicher persischer Dynastien sowie für die Koexistenz von Zoroastriern und Muslimen in der Stadt Yazd. Die Moschee wurde am 22. Juli 1934 in die Liste des iranischen Kulturerbes aufgenommen, die von der Organisation für Kulturerbe, Handwerk und Tourismus des Iran verwaltet wird. Außerdem wurde sie zusammen mit anderen Denkmälern in Yazd im Jahr 2017 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die Arg-e Bam in der Stadt Bam in der Provinz Kerman im Südosten des Iran ist das größte Lehmziegelgebäude der Welt. Das gesamte Bauwerk war eine große Festung, zu der auch die Zitadelle gehörte; da diese jedoch die Ruinen dominiert, wird die gesamte Festung heute als Zitadelle von Bam bezeichnet. Sie ist von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes „Bam und seine Kulturlandschaft“ gelistet und lässt sich mindestens bis in die Zeit des Achämenidenreichs (6. bis 4. Jahrhundert v.u.Z.) zurückverfolgen. Die Zitadelle gewann vom 7. bis zum 11. Jahrhundert an Bedeutung, da sie ein Knotenpunkt an der Seidenstraße und anderen wichtigen Handelswegen war und hier Seiden- und Baumwollkleidung produziert wurde. Im Dezember 2003 wurde die Zitadelle durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört, ebenso wie ein Großteil des restlichen Bam und seiner Umgebung. Einige Tage nach dem Erdbeben kündigte der iranische Präsident Mohammad Khatami an, dass die Zitadelle wieder aufgebaut werden würde. Donald Ludwig
- Fidschi stellt alle Banknoten auf Polymer um
Am 2. Dezember 2025 stellte der Präsident von Fidschi, Ratu Naiqama Lalabalavu, offiziell die neue Serie von Polymerbanknoten vor. In seiner Ansprache erklärte der Präsident, dass dies „ein greifbares Symbol für den Fortschritt bei der Verwirklichung unserer gemeinsamen nationalen Vision von Fortschritt, Wohlstand und Einheit sei. Fortschritt durch die Enthüllung unserer neuen Banknotenserie mit neuen Designs, Wohlstand, da die Währung bei effektiver Verwaltung ein Symbol unserer Souveränität ist, und Einheit durch gemeinsames Eigentum und Stolz.“ Er betonte ferner die wichtige Rolle der Reserve Bank of Fiji (RBF) bei der umsichtigen Steuerung der Wirtschaft und die bedeutende Verbindung zu ihrer Währungsfunktion. „Was wir heute feiern, ist nicht nur die Druckfarbe und das neue Design, sondern auch, dass der Wert des fidschianischen Dollars, ob auf Papier oder Polymer gedruckt, stark ist und die Stärke unserer Wirtschaft widerspiegelt“, bemerkte er. Die neue Banknotenserie weist neue Gestaltungen auf den Rückseiten auf, behält jedoch die gleichen Grundfarben und die bestehenden Vignetten auf der Vorderseite bei, die die Flora und Fauna Fidschis zeigen. Sie enthalten neue Vignetten, die die Identität Fidschis als Nation, seine Bevölkerung, seine Ressourcen und sein nationales Erbe hervorheben sollen. Ein wesentliches Merkmal ist die Umstellung aller Banknoten auf Polymer, ähnlich wie bei der aktuellen 5-Dollars-Banknote. Auf der Vorderseite der 5-Dollars-Note ist ein Kulawai (Rotkehl-Lorikeet) zu sehen, der auf einem Ast sitzt. Der Kulawai ist ein vom Aussterben bedrohter Vogel, der nur auf Fidschi vorkommt. Auf der Rückseite ist nun eine vom Aussterben bedrohte Schildkröte zu sehen, die nur in den Gewässern Fidschis zu finden ist, die Vonu Dina (Grüne Meeresschildkröte). Sie ist die einzige pflanzenfressende Meeresschildkrötenart, die sich hauptsächlich von Seegras und Algen ernährt. Die Banknote hat eine Größe von 136 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 10-Dollars-Note ist der Beli abgebildet, auch bekannt als Fidschi-Süßwassergrundel, eine kleine, endemische Fischart aus den Flüssen und Bächen Fidschis. Die Rückseite zeigt nun Kinder, die Mangroven entlang der Küste pflanzen, ein Symbol für eine Zukunft, die sich dem Schutz und der Wiederherstellung der Mangroven verschrieben hat. Mangroven sind Umwelthelden, die Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden und so zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Die Banknote hat eine Größe von 141 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 20-Dollars-Note ist der Kacau ni Gau (Fidschi-Sturmvogel) abgebildet, ein äußerst seltener, vom Aussterben bedrohter Seevogel, der nur auf Fidschi heimisch ist. Nur noch wenige Exemplare dieser Vogelart leben auf der Insel Gau. Auf der Rückseite ist nun das RBF-Gebäude in der Hauptstadt Suva zu sehen. Die Banknote hat eine Größe von 146 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 50-Dollars-Banknote ist die seltene Nationalblume Fidschis, die Tagimoucia, abgebildet, die für ihre auffälligen purpurroten und weißen Blüten bekannt ist, die in langen Trauben hängen und ausschließlich im Hochland der Insel Taveuni in über 600 m Höhe wachsen. Auf der Rückseite ist nun eine Girmitiya-Frau mit dem Schiff „Leonidas” im Hintergrund zu sehen. Die Leonidas war das erste Schiff, das 1879 die Girmitiyas, indische Vertragsarbeiter aus dem damaligen Britisch-Indien, nach Fidschi transportierte, um auf Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Die Banknote hat eine Größe von 151 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 100-Dollars-Note ist die Nanai (Fidschi-Zikade) abgebildet, die für ihr seltenes, alle acht Jahre stattfindendes synchrones Erscheinen aus dem Untergrund bekannt ist und in der fidschianischen Kultur Frieden und Wiedergeburt symbolisiert. Auf der Rückseite ist nun ein i-Taukei-Mann, ein indigener Fidschianer, in traditioneller Kleidung mit einer Bilo (Schale) Kava abgebildet. Kava ist ein fester Bestandteil der i-Taukei-Kultur und wird rituell im Rahmen traditioneller Zeremonien getrunken, um Besucher willkommen zu heißen, Konflikte zu lösen und Frieden zu stiften. Kava gilt als Nationalgetränk Fidschis und wird heute häufig bei zwanglosen gesellschaftlichen Zusammenkünften getrunken. Die Banknote hat eine Größe von 156 x 67 mm. Die neue Serie wurde von Crane Currency aus Malta auf dem Guardian™-Polymersubstrat gedruckt. Damit hat die RBF zum ersten Mal einen neuen Banknotenlieferanten beauftragt. Für die Serie sind die Ersatznoten mit Präfix ZZ gekennzeichnet. Die Sicherheitsmerkmale der neuen Polymerbanknoten Fidschis umfassen: Taktile Markierungen: Erhabene Streifen entlang der kurzen Seiten der Banknoten. Die Anzahl der erhabenen Streifen nimmt mit dem Nennwert zu. Taktile Punkte: Auf der Rückseite der Banknoten befinden sich erhabene Punkte für Sehbehinderte, deren Anzahl mit dem Nennwert zunimmt. Klare Fenster: Transparente Fenster mit Farbwechsel-Effekten. Verstecktes Bild: Das Bildnis eines i-Taukei-Mannes erscheint, wenn eine Banknote gegen starkes Licht gehalten wird. Dreidimensionaler Streifen: Ein Sicherheitsstreifen mit dem Staatswappen Fidschis, der erscheint und verschwindet, wenn die Banknote gekippt wird. Yaqona-Blätter (Kava-Blätter) schimmern in der Mitte des Streifens, wobei vermeintlich Wassertropfen auf der Oberfläche erscheinen. Diese Yaqona-Blätter sind auch auf der Rückseite jeder Banknote zu sehen. Am unteren Ende des Streifens ist ein Tanoa (eine hölzerne Kava-Schale auf sechs Beinen) zu sehen. Fluoreszenz: Jede Banknote ist außerdem mit UV-Sicherheitsmerkmalen versehen. Mikrotext: Auf den Banknoten ist außerdem verschiedene Mikrotexte mit den Nennwerten der Banknoten zu finden. Die neuen Banknoten werden ab dem 2. Januar 2026 in Umlauf gebracht. Die Banknoten im aktuellen Design werden schrittweise aus dem Umlauf genommen und am 31. Dezember 2026 für ungültig erklärt. Obwohl das offizielle Erscheinungsdatum der 2. Januar 2026 ist, hat die RBF sofort mit dem Verkauf ihrer numismatischen Sammlerbanknoten (reguläre, Ersatz- und signierte Banknoten) an Sammler und Händler begonnen. Muster, Einzelbanknoten und Sets in Mappen sowie ungeschnittene Blöcke/Bogen können über den Online-Numismatik-Shop der Reserve Bank erworben werden. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Aus privaten Sammlungen: 10 Centavos von Kap Verde aus dem Jahr 1923
Kap Verde oder offiziell die Republik Cabo Verde ist ein Inselstaat und Archipel im zentralen Atlantik vor der Küste Westafrikas. Sie besteht aus zehn Vulkaninseln mit einer Gesamtfläche von etwa 4033 Quadratkilometern. Die Inseln liegen zwischen 600 und 850 Kilometer westlich von Cap-Vert, dem westlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents, nach dem das Land benannt ist. Kap Verde gehört zusammen mit den Azoren, den Kanarischen Inseln, Madeira und den Sebaldsinseln zur makaronesischen biogeografischen Region. Der Archipel war bis zum 15. Jahrhundert unbewohnt, als portugiesische Entdecker die Inseln besiedelten und eine der ersten europäischen Siedlungen in den Tropen gründeten. Aufgrund seiner strategischen Lage spielte er im 16. und 17. Jahrhundert eine bedeutende Rolle im transatlantischen Sklavenhandel. Die Inseln erlebten ein rasantes Wirtschaftswachstum, das durch den Handel mit Industriegütern, Rum und Stoffen gegen afrikanische Sklaven, Elfenbein und Gold angetrieben wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts führten zunehmende ausländische Konkurrenz, anhaltende Dürre und der Rückgang des Sklavenhandels zu wirtschaftlichem Niedergang und Auswanderung. Das Land erholte sich allmählich als wichtiges Handelszentrum und Zwischenstation für bedeutende Schifffahrtsrouten. Kap Verde erlangte 1975 die Unabhängigkeit. Seit Anfang der 1990er Jahre ist sie eine stabile repräsentative Demokratie und bleibt eines der am weitesten entwickelten und demokratischsten Länder Afrikas. Die „Banco Nacional Ultramarino“ (BNU) (Nationale Übersee-Bank) wurde 1864 in Lissabon als die private Emissionsbank für die portugiesischen Überseegebiete gegründet. Im Laufe der Zeit gab die BNU Banknoten in Angola, Kap Verde, Macau, Mosambik, Portugiesisch-Guinea, Portugiesisch-Indien, São Tomé und Príncipe sowie Timor aus. Die BNU eröffnete im Oktober 1875 ihre erste Niederlassung in Praia auf der Insel São Tiago. Die ersten speziell für die Ausgabe in Kap Verde gedruckten Banknoten kamen 1897 in Umlauf und waren auf Real/Reais (portugiesisch „Real/Réis“) lautend. Portugal änderte 1911 den Namen seiner Währung in Escudo, wobei 1 Escudo = 1000 Reais = 100 Centavos entsprach. Centavos-Banknoten mit geringem Nennwert wurden in London für den Gebrauch in den portugiesischen Kolonien hergestellt und vor der Ausgabe auf der Vorderseite mit dem Standort der Zweigstelle überdruckt, um ihre Verbreitung auf ein bestimmtes Land zu beschränken. Diese Banknoten waren von 1914 bis in die 1920er Jahre im Umlauf. Im Jahr 1923 wurden einige 10- und 50-Centavo-Scheine mit dem Aufdruck „CABO VERDE“ auf bereits für Mosambik überdruckten Scheinen versehen. Hier vorgestellt ist einer der 500.000 10-Centavos-Scheine, die derart "umgewidmet" und in Kap Verde ausgegeben wurden. Objekttyp: Banknote Sammlung: Karl Köhler Authentizität: Original Land/Region/Ort: Cabo Verde (Kap Verde) Emittent: Banco Nacional Ultramarino Nominal: 10 Centavos Datierung: 5 de Novembro de 1914 (05.11.1914) (1923 ausgegeben) Vorderseite: Lavendelfarbenes Design auf mehrfarbigem Hintergrund. Text in Portugiesisch. Oben „BANCO NACIONAL ULTRAMARINO“ darunter der Überdruck „CABO VERDE“ über dem Überdruck „LOURENÇO MARQUES“ (dem früheren Namen von Maputo, der Hauptstadt Mosambiks, was zeigt, dass für Mosambik hergestellte Banknoten für die Verwendung in Kap Verde überdruckt wurden), darunter „DEZ CENTAVOS“ (10 Centavos), darunter „MOEDA CORRENTE“ (gesetzliches Zahlungsmittel), in der Mitte rechts das portugiesische Staatswappen. Unten in der Mitte das offizielle grüne Siegel der BNU mit einem Dampfschiff mit zwei Schornsteinen auf See, umgeben vom Namen der Bank und den Worten „COLONIAS, COMMERCIO, AGRICULTURA“ (Kolonien, Handel, Landwirtschaft). Der Nennwert erscheint in allen vier Ecken sowie in der Mitte links in einem kreisförmigen Guilloche-Muster. Auf der gesamten Vorderseite befinden sich verschiedene Guilloche- und Ziermuster. Druckerimpressum in der Mitte ganz unten. Rückseite: Blaue Druckfarbe auf grün-gelblichem Hintergrund. Eine allegorische Figur einer Frau, die auf das Meer blickt, sitzt neben einem Anker, Seilen und Ketten. Auf dem Meer sind ein Dampfschiff und ein kleines Segelboot zu sehen. Der Nennwert ist in der Mitte rechts und links angegeben. Verschiedene Guilloche- und Ziermuster sind zu sehen. Druckerimpressum in der Mitte ganz unten. Unterschriften: Manuel Carlos de Freúas Alzina (O VICE-GOVERNADOR) and Luiz Dioga da Silva (O GOVERNADOR) Material: Papier ohne Wasserzeichen Druck: Bradbury, Wilkinson & Co., London Format: 122 mm x 72 mm Nummerierung: A3,740,793 Zitate: B129 ( The Banknote Book : Cape Verde, Owen W. Linzmayer). Cape Verde 20 (Standard Catalog of World Paper Money, General Issues 1368-1960, 16th Edition). Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Geldscheine fachgerecht restaurieren
Jeder Sammler hat sich beim Anblick eines stark gebrauchten, verschmutzen und zerrissenen Geldscheins sicher schon einmal gefragt: Kann der Zustand des Scheins verbessert werden? Selbermachen liegt im Trend, Deutschland ist das Land der Baumärkte. In der Sammlerliteratur werden diverse Methoden und Anwendungen genannt, wie verschmutze Geldscheine gereinigt oder zerrissene Scheine repariert werden können [1] . Um diese Hausmittel und ihre Wirksamkeit soll es vorliegend nicht gehen, sondern darum zu überlegen, ob eine fachgerechte Restaurierung des Scheines in Frage kommt. Fachgerecht bedeutet: Durch einen auf Papier- und Buchrestaurierung spezialisierten Fachbetrieb. Was viele vermutlich nicht wissen: Konservierung und Papierrestaurierung ist ein Studiengang, der etwa an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart angeboten wird [2] . Bei einer fachgerechten Restaurierung geht es darum, den Erhaltungszustand nachhaltig zu stabilisieren und zu verbessern, ohne die Authentizität des Scheines zu verändern. Kurz gesagt: Den Schein zu erhalten, ohne ihn zu schönen oder zu verfremden. Dieser Ansatz bestimmt den Umfang und die Grenzen einer fachgerechten Restaurierung, und sollte auch die Erwartungshaltung des Sammlers bestimmen, was er von einer solchen Restaurierung erwarten kann: Jedenfalls nicht, eine mehrfach eingerissene und verschmutzte Banknote in den Erhaltungszustand „leicht gebraucht“ zurückführen zu können. Restaurierungen werden von Sammlern oft kritisch gesehen, was sicher auch damit zu tun hat, dass das Waschen und Bügeln von Geldscheinen lange Zeit in Sammlerkreisen üblich war (und in manchen Ländern leider heute noch ist), und derart behandelte Scheine nicht nur an Authentizität einbüßen, sondern möglicherweise auch noch Schaden nehmen. Fest steht aber auch, dass eine Restaurierung den weiteren Verfall eines Geldscheins aufhalten und den Zustand sammelwürdig konservieren kann. Wer überlegt, einen Geldschein fachgerecht restaurieren zu lassen, sollte zunächst die folgenden Überlegungen anstellen: Warum restaurieren? Eine fachgerechte Restaurierung kann einen weiteren Verfall des Papiers etwa infolge von Schmutz, fetthaltigen Flecken und unsachgemäßem Klebeband aufhalten. Sie kann auch den optischen Gesamteindruck des Scheins deutlich verbessern, so dass dieser sich in der Sammlung ansprechend präsentiert. Lohnt es sich? Restaurierung ist aufwändige Handarbeit. Diese ist mit den üblichen Stundensätzen des qualifizierten Handwerks zu vergüten. Der Preis für die eingesetzten Materialien ist zu vernachlässigen. Je nach Restaurierungsbedarf sind mehrere Arbeitsstunden pro Schein anzusetzen. Im Ergebnis lohnt eine fachgerechte Restaurierung in der Regel nur bei seltenen oder teuren Scheinen. Wer soll tätig werden? Expertise bei der Restaurierung ist erste Wahl. Durch eine fachgerechte Restaurierung werden keine irreversiblen Eingriffe in den Zustand des Geldscheins vorgenommen, und keine Ursachen für Folgeschäden gesetzt, etwa durch die Verwendung ungeeigneter Chemikalien. Die Spuren einer Restaurierung können ohne Schäden am Geldschein rückgängig gemacht werden. Bei der Wahrheit bleiben! Eine restaurierte defekte Banknote bleibt eine Banknote mit - restaurierten – Defekten. Nach den IBNS Grading Standards for World Paper Money müssen Defekte bei der Beschreibung einer Banknote im Rahmen der Erhaltungsbestimmung beim Grading oder Verkauf immer angeben werden. Dieselben Anforderungen muss man an Katalogbeschreibungen von Auktionsshäusern stellen. Bei seiner Arbeit wird ein Restaurator oder eine Restauratorin strukturiert, behutsam und schrittweise vorgehen. Die nachfolgenden Bilder geben hierfür ein anschauliches Beispiel [3] : Staatspapiergeld Österreich, 50 Gulden vom 25.8.1866 (Richter 140, Kodnar/Künstner 103, Pick A152) – Erhaltung stark gebraucht, mit Verschmutzungen, Löchern und Einrissen, früher bereits einmal teilweise restauriert gewesen. Behutsame Trockenreinigung, Beseitigung oberflächlicher Verschmutzungen. Beseitigung von Kleberückständen und Spuren früherer Restaurierungen. Ergänzung von Fehlstellen mit speziellem Restaurier-Faserstoff. Schließen von Rissen mit dünnem Japanpapier. Das Ergebnis: Ein optisch präsentabler, stabiler Schein, bereit für das Album. Arbeitsaufwand des Restaurators: ca. 7 Arbeitsstunden. Überzeugt das Ergebnis? Wer mit der Erwartungshaltung gestartet ist, den „alten Lappen“ auf das Niveau „fast kassenfrisch“ zu bringen, wird sicher enttäuscht sein. Wer jedoch die Verbesserung des Gesamteindrucks und vor allem die nachhaltige Stabilisierung des Erhaltungszustands der Banknote als werterhaltend ansieht, wird die Kosten der Restaurierung in diesem Fall für gut angelegtes Geld halten. Meinung und Kommentare sind willkommen! Dr. Sven Gerhard Anmerkungen Etwa bei Pick, Papiergeld Lexikon, München 1978 Stichworte „Reinigen von Geldscheinen“ und „Reparieren“, oder bei Grabowski/Mehlhausen, Handbuch Geldscheinsammeln unter „Reinigung und Pflege von Geldscheinen“ S. 174 ff. https://www.abk-stuttgart.de/studienangebot/papierrestaurierung/ Die Restaurierung wurde durch die Werkstatt für Buch- und Papierrestaurierung Matthias Raum in Römerstein durchgeführt.
- Aus alten Zeitungen: Banknoten-Krieg in Zaire
Gefunden in: " Der Spiegel" Nr. 5 vom 31. Januar 1993 Abb. 1: Banque du Zaire, 01-10-1992, 5.000.000 Zaire, Vorderseite. Abb. 2: Banque du Zaire, 01-10-1992, 5.000.000 Zaire, Rückseite. Banknoten-Krieg in Zaire Eine neue Banknote mit dem Kopf des Präsidenten Mobutu löste in Zaires Hauptstadt Kinshasa blutige Unruhen aus. Armee-Einheiten begannen zu rauben und zu plündern, nachdem ihnen ihr Sold in den neuen Fünf-Millionen-Zaire-Scheinen (Wert etwa zwei US-Dollar) ausgezahlt worden war. Denn die Geschäftsleute des mittelafrikanischen Staates weigerten sich, die Banknoten anzuerkennen. Hintergrund: Die machtlose Interimsregierung unter Premierminister Etienne Tshisekedi hatte das neue Papiergeld für ungültig erklärt, weil der Diktator Mobutu die Noten unberechtigt in Umlauf gebracht habe. Mobutu beherrscht Zaire (37 Millionen Einwohner) seit 1965. Unter einheimischem und internationalem Druck mußte er ein Übergangsparlament zulassen, kontrolliert jedoch weiterhin die Wirtschaft, besonders die Zentralbank, und die Streitkräfte. Auch ein Massenstreik konnte den Diktator nicht stürzen. Am vergangenen Freitag landeten französische Spezialeinheiten im Nachbarland Kongo-Brazzaville und setzten nach Kinshasa über, um französische Staatsbürger in Sicherheit zu bringen. Beim Amoklauf der Zaire-Truppe war Frankreichs Botschafter Philippe Bernard getötet worden. Belgische Truppen wurden am Samstag in Kinshasa erwartet. Die 164 x 80 mm große Banknote wurde von Harrison & Sons, Wycombe, UK, gedruckt. Die Vorderseite bildet den von 1965 bis 1997 diktatorisch regierenden Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo (von 1971 bis 1997 Zaire) ab. Mobutu Sese Seko Kuku Ngbendu wa Zabanga wurde am 14. Oktober 1930 in Lisala, Provinz Mongala, Belgisch-Kongo als Joseph-Désiré Mobutu geboren und starb am 7. September 1997 im Exi in Rabat, Marokko. Sein Name bedeutet „der Krieger, der von Eroberung zu Eroberung schreitet, ohne Angst zu haben“. Uwe Bronnert Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen. Die Abbildung "Der Zeitungsleser" ist KI-generiert!
- DGW-Information für Papiergeld- & Wertpapiersammler, Heft 2026-1
DGW (verschiedene Autoren): Information für Papiergeld- & Wertpapiersammler, Heft 2026-1 41 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, Format 21 cm x 29,7 cm, Broschur, Berlin 2026. Preis: 9,80 Euro (für Vereinsmitglieder kostenlos). Jährlich gibt der Verein Deutsche Geldschein- und Wertpapiersammler (DGW) zwei Informationshefte heraus. Diese sind für Vereinsmitglieder kostenlos, können aber darüber hinaus auch von Sammlern und Interessenten bezogen werden. Schwerpunktthema: Titel- und Schwerpunktthema des neuen DGW-Heftes ist ein Beitrag von Prof. Dr. Rainer Geike über Lebensmittelkarten 1945 in Berlin (Teil 2). Weitere Themen sind: Eberhard Wühle: Zum 10. Todestag von Adolf Burger, dem letzten Überlebenden der Geldfälscherwerkstatt im Konzentrationslager Sachsenhausen; Siegfried Seipold: Die verschiedenen Drucktypen des Buchstaben M (für Mark) auf DDR-Banderolen sowie verschiedene Druckvermerke; Dr. Sven Gerhard: Ein Sparkassenbuch der Kreissparkasse Nordhausen am Harz von 1940; F. Kossyk: Inflationsausgaben aus Malchow in Mecklenburg; Thomas Krause: Eberswalde und das Konsumgeld und neue Erkenntnisse; Thomas Krause: Die Westernstadt El Dorado in Templin und ihre Wertgutscheine, Teil 2; Wolfgang Schubert: Spuren der Vertreibung: Die Deutschen im Sudetengebiet 1945-1948; DGW-Mitglieder haben das neue Heft sofort nach Erscheinen kostenfrei erhalten. Alle Nichtmitglieder können es zum Einzelpreis von 9,80 Euro plus Versandkosten über folgenden Kontakt bestellen: Deutsche Geldschein- und Wertpapiersammler e.V., Internet: www.dgwev.de , E-Mail: info@dgwev.de . Hans-Ludwig Besler (Grabowski)












