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Geldzeichen aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, Teil 1

Aktualisiert: 14. Nov. 2023

Am 19. Juli 1870 erklärte das französische Kaiserreich dem Königreich Preußen den Krieg. Ausgelöst wurde er vordergründig durch einen Streit über die spanische Thronfolge. Bevor hierauf eingegangen wird, ist es erforderlich, einen Blick auf Preußens – respektive Bismarcks – Politik der 1860er Jahre zu werfen. Preußische Regierung und Liberale befanden sich seit 1860 in einem Verfassungskonflikt. Während die Regierung die Landwehr abschaffen und eine Armeereform herbeiführen wollte, lehnten die Liberalen dies mit Hinweis auf die Revolution von 1848/1949 ab. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck war bemüht, den Konflikt durch außenpolitische Erfolge zu entschärfen. 1864 siegte Preußen über Dänemark im ersten Einigungskrieg. Lauenburg und Schleswig kamen zu Preußen. Der zweite Einigungskrieg gegen Österreich 1866 führte zur Annexion von Holstein, Hannover, Hessen, Nassau und Frankfurt sowie zur Auflösung des Deutschen Bundes und Gründung des Norddeutschen Bundes. Damit rückte eine kleindeutsche Lösung, also die Einigung der deutschen Staaten ohne österreichische Beteiligung, aber unter Führung Preußens, in greifbare Nähe. Lediglich die süddeutschen Staaten standen noch außerhalb. Andere europäische Staaten beäugten den deutschen Einigungsprozess mit Argwohn, bedeutete er doch eine Veränderung des Machtgleichgewichts in Europa. Bayern, Württemberg und Baden waren zwar bestrebt, ihre staatliche Souveränität zu wahren, dennoch schlossen sie 1866 ein geheimes Schutz- und Trutzbündnis mit dem Norddeutschen Bund ab. Es sah die gegenseitige Verteidigung bei einem Angriff vor!

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