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Kuba: Nationalheldinnen werden auf neuen kubanischen Banknoten geehrt

Am 31. März 2026 gab die kubanische Zentralbank bekannt, dass zwei neue Banknoten in Umlauf gebracht werden. Am 1. April kamen die ersten 5000-Pesos-Banknoten in Havanna in Umlauf und werden schrittweise im ganzen Land eingeführt. Die neue 2000-Pesos-Banknote wird folgen.


Die Ausgabe der neuen Banknoten zielt darauf ab, Bargeldtransaktionen zu erleichtern,

den tatsächlichen Bedürfnissen der Wirtschaft gerecht zu werden, die hohe Bargeldmengen erfordert, die Kosten für die Bargeldlogistik zu senken und die operative Flexibilität in der aktuellen Inflationsphase, die das Land durchlebt, zu erhöhen. Die neue Serie kubanischer Banknoten umfasst neu gestaltete Scheine, bei denen die gesamte Fläche genutzt und neue Sicherheitsmerkmale integriert werden. Zum ersten Mal in der kubanischen Währungsgeschichte werden auf diesen beiden neuen Noten Abbildungen kubanischer Patriotinnen zu sehen sein. Auf der 2000-Pesos-Banknote ist Mariana Grajales Cuello, die „Mutter der Nation“, abgebildet, und auf der 5000-Pesos-Banknote Celia Sánchez Manduley, die „Heldin der Sierra Maestra“.


Oben: Mariana Grajales Cuello und Celia Sánchez Manduley.

Unten: Denkmäler zu Ehren der beiden Frauen.


Mariana Grajales Cuello (1815 – 1893) war eine kubanische Patriotin und eine Ikone der Frauenrechte sowie des Kampfes für Kubas Unabhängigkeit von Spanien und die Abschaffung der Sklaverei. Cuello, die als „Mutter Kubas“ bezeichnet wurde, trug durch die Förderung des Nationalstolzes und der patriotischen Opferbereitschaft dazu bei, ihr Volk für einen Feldzug zu mobilisieren, der schließlich die spanische Herrschaft in ihrem Land beendete.


Celia Sánchez Manduley (1920 – 1980) war eine kubanische Revolutionärin, Politikerin, Forscherin und Archivarin. Sie war ein Schlüsselmitglied der kubanischen Revolution und eine enge Mitarbeiterin von Fidel Castro. Sie galt als die erste Guerillakämpferin der Sierra Maestra. Nachdem Castro im Dezember 1956 eine katastrophale Landung in Kuba von Mexiko aus durchgeführt hatte – und dabei den Großteil seiner Männer verloren hatte –,

war es das von Sánchez organisierte geheime Netzwerk von Bauernfamilien, das für das Überleben der Rebellen entscheidend war. Als Castro 1959 an die Macht kam, blieb Sánchez seine wertvollste Mitarbeiterin und arbeitete bis zu ihrem Tod an seiner Seite.


Beide neuen Banknoten haben eine Größe von 150 x 70 Millimetern. Die vorherrschenden Farben auf der 2000-Pesos-Banknote sind Violett und Rosa, auf der 5000-Pesos-Banknote ist es Blau. Ein Wasserzeichen zeigt das jeweilige Bildnis de Nationalheldin, begleitet von einer Elektrotypie mit dem Nennwert. Ein Sicherheitsfaden enthält einen Bewegungseffekt mit den Initialen „BCC“ und der Wertzahl.




Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite jeder Banknote erscheint die Nationalblume Kubas, „Der Schmetterling“, als neuartiges Sicherheitselement, das beim Kippen einen Regenbogen-Bewegungseffekt zeigt.


Auf den Rückseiten ist oben in der Mitte der Schriftzug REPUBLICA DE CUBA zu sehen, unten in der Mitte der Nennwert in Worten. Auf der 2000-Pesos-Banknote ist das Denkmal „Mutter des Vaterlandes“ („Madre de la Patria“) auf dem Friedhof Santa Ifigenia abgebildet. Auf der 5000-Pesos-Banknote ist das Celia-Sánchez-Manduley-Denkmal im Lenin-Park abgebildet.


Donald Ludwig

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