Lexikon: Altdeutsche Staaten


Großherzoglich Hessische Staatsschulden-Tilgungskasse-Direction: 5 Gulden vom 1. Juli 1865.
Karte des Deutschen Bunds 1815 bis 1865.

Unter der Bezeichnung "Altdeutsche Staaten" werden in der Numismatik meist die deutschen Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs zusammengefasst. Historisch gesehen handelt es sich aber um alle deutschen Staaten und Gebiete, die bis 1806 zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörten.

Ab 1806 stand Deutschland unter napoleonischer Fremdherrschaft und 1815 kam es mit dem Wiener Kongress zur Gründung des Deutschen Bunds, zu dem ganz selbstverständlich auch Österreich sowie Luxemburg gehörte. Nach dem Deutschen Krieg zwischen Preussen und Österreich von 1866 kam es zur Spaltung und Entstehung des Norddeutschen Bunds, aus dem dann 1871 das Deutsche Reich hervorging, während Österreich und Ungarn eine Doppelmonarchie bildete.



Dr. Arnold Keller und auch Albert Pick haben sich bei ihren Katalogisierungen des Papiergelds der altdeutschen Staaten auf das Territorium der Staaten des 1871 gegründeten Reichs beschränkt. Für dieses wichtige Kapitel der deutschen Papiergeldgeschichte mit seinen seltenen Zeugnissen in Thaler- und Guldenwährung ist ein neuer Katalog in Vorbereitung, dessen Erscheinung für den Mai 2020 geplant ist.


Albert Pick (Überarbeitung: Hans-Ludwig Grabowski)

Abb. : Sammlung Beerenwinkel, Wikipedia, Battenberg-Gietl Verlag

#Lexikon #Banknoten #Staatspapiergeld #Europa #Deutschland #Pick #Grabowski