Lexikon: Mark
- Albert Pick
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Mark war ursprünglich eine Gewichtsnorm für Edelmetalle und Münzen, so zum Beispiel die alte Kölnische Mark (ab Mitte des 12. Jahrhunderts) = 233,8123 g, die Wiener Mark = 0,280668 kg und die neue Kölnische Mark = 233,855 g.
Alte Markmünzen kannte man in Deutschland im 16. Jahrhundert in Lübeck und Lüneburg, beim Wendischen Münzverein und in der Freien Reichsstadt Aachen. Auch in Skandinavien gab es Mark-Münzen.
In Hamburg diente die Mark als Rechnungseinheit (Mark Banco = 1/3 Reichsthaler Banco), und auch in Lübeck, Schleswig-Holstein und Mecklenburg gab es Geldrechnungen mit der Mark, hier wurde der Betrag von 16 Schilling seit 1623 als Mark bezeichnet.


Auf Grund des Münzgesetzes vom 4. Dezember 1871 wurde die Mark im neu gegründeten Deutschen Reich als Reichswährung eingeführt (1 Mark = 100 Pfennige), 1923 dann unter der Bezeichnung "Rentenmark", 1924 als "Reichsmark" und 1948 als "Deutsche Mark".



Außerhalb Deutschlands war die Markwährung auch in Estland (1922-1928), in Finnland (1860 bis zur Euro-Einführung 2002) und Polen (1916-1923) bekannt.
Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte
