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Neuer Katalog zu deutschen Abstimmungsscheinen im heutigen Polen


Wiesław M. Pawłowski:

Pieniądz Zastępczy na Warmii, Mazurach i Powiślu w Roku Plebiscytowym 1920


144 Seiten, durchgehend farbig illustriert,

Format 165 mm x 240 mm, Festeinband mit Fadenheftung, Lublin 2023,

Preis: 35,00 Euro.

ISBN 978-83-945629-8-4.












Der Buchtitel lautet in der Übersetzung „Ersatzgeld in Ermland, Masuren und Westpreußen im Plebiszitjahr 1920“. Der Autor, der bereits durch seinen Katalog über das Oberschlesische Notgeld bei uns bekannt geworden ist, legt mit dem neuen Katalog ein weiteres Werk zur deutsch-polnischen Notaphilie vor.


Ein kurzer einführender Text erklärt, was es mit der Abstimmung in Ostpreußen auf sich hatte. Vorgestellt werden die Geldscheine aus 19 Kommunen sowie eine Münzausgabe.


Obwohl das Buch in Polnisch verfaßt wurde, benötigt man für die Arbeit mit ihm keine polnischen Sprachkenntnisse und auch kein Wörterbuch. Bei jedem Ausgabeort wird zunächst die deutsche Gemeindebezeichnung genannt und dann die heutige polnische.

Alle Notgeldscheine werden nach dem gleichen Schema vorgestellt. Das Vorgehen soll beispielhaft anhand der Nummer 01 Allenstein/Olsztyn demonstriert werden. Zunächst werden die Scheine zu 10 und 50 Pfennig einschließlich Varianten abgebildet. Der Magistrat wird als Emittenten genannt, es folgt das Ausgabedatum „1.04.1921“, der Name des Künstlers „Paul Tusche“ und der Druckerei „Flemming – Wiskott A. G. Glogau“, dann die Scheingröße und das Wasserzeichen – mit Abbildung – des verwendeten Papiers. Dann werden Unterschiede bei der Kennzifferngröße angegeben. Dann folgt eine Konkordanzliste mit den entsprechenden Katalognummern von Funk, Grabowski, Grzywocz, Kapinski, Keller, Menzel, Podczaski, Silkorski, Suchanek, Tieste und P.U.Z. Danach wird in gleicherweise die Serie vorgestellt, die von Heinz Schiestl entworfen wurde.


Damit auch nicht polnisch sprechende Nutzer des Buches gut zurechtkommen, hat der Autor die angeführten Angaben bildlich dargestellt. Eine Landkarte des Abstimmungsgebietes mit den ausgebenden Orten runden die Darstellung ab. Nach dem Katalogteil werden die deutschen Geldscheintexte ins Polnische übersetzt. Postkartenabbildungen, Abbildungen von Abstimmungsbriefmarken sowie Angaben zu den Unterzeichnern der Wertzeichen ergänzen den Katalogteil. Im Anhang findet man dann noch ein umfangreiches Literaturverzeichnis.


Auf eine Bewertung der Gutscheine – dabei handelt es sich meist um Serienscheine – hat der Autor verzichtet. Dies mindert jedoch nicht den guten Gesamteindruck des Werkes.

Das Buch wurde auf qualitativ hochwertigem Papier gedruckt. Alle Scheine und Münzen sind farbig in sehr guter Qualität abgebildet.


Man merkt dem Buch an, daß es mit sehr viel Liebe zum Detail geschrieben wurde. Der Katalog ist jedem Sammler deutschen Notgelds zu empfehlen. Bei einer Auflage von nur 750 Exemplaren, wird der Katalog sicherlich schnell vergriffen sein. Zu beziehen ist er direkt beim Autor, E-Mail: notgeld-wmp@wp.pl.


Uwe Bronnert

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