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Sammelgebiete: POLYMER-Banknoten

Eine Polymerbanknote ist ein Tauschmittel in Form einer Banknote, die auf ein Kunststoffsubstrat gedruckt ist, von einer Ausgabestelle (Zentralbank) ausgegeben wird und als gesetzliches Zahlungsmittel in einem bestimmten Land oder Währungsgebiet in Umlauf ist. Polymerbanknoten umfassen Banknoten auf Polyethylenbasis (frühe Polymerbanknoten) mit Tyvek® als Substratbezeichnung (das Substrat wurde von der ABNC hergestellt; die Banknoten wurden von 1980 bis 1988 ausgegeben) und Banknoten auf biaxial orientierter Polypropylenbasis (moderne Polymerbanknoten) mit Guardian™ (das Substrat wird von CCL Secure hergestellt; diese Banknoten werden von 1988 bis heute ausgegeben) und Safeguard® (das Substrat wird von De La Rue hergestellt; diese Banknoten werden ab 2013 bis heute ausgegeben) als Substrat-Bezeichnungen. Mit Ausnahme von zwei Banknoten wurden alle modernen Polymerbanknoten entweder auf Guardian™ von CCL Secure oder Safeguard® von De La Rue gedruckt.


Haiti-235Aa: 50 Gourdes ohne Datum (Gesetz von 1979) auf Tyvek®, ausgegeben ab 1980, Druck: ABNC (American Bank Note Company), Vorder- und Rückseite.


Die erste Polymerbanknote wurde 1980 in Haiti ausgegeben, einem kleinen Land, das von politischer Instabilität geprägt war: eine 50-Gourdes-Banknote auf dem Tyvek®-Substrat wurde in Umlauf gebracht.


Australien-49b: Gedenkbanknote über 10 Dollars 1988 auf Guardian™-Substrat, Druck: NPA (Note Printing Australia), Vorder- und Rückseite.


1988 gab Australien die weltweit erste umlaufende Polymerbanknote mit Klarsichtfenster aus, die auf dem Guardian™-Substrat gedruckt wurde.


Fidschi-115r: Banknote über 5 Dollars ohne Datum (2013) auf Safeguard®-Substrat, Druck: TDLR (Thomas De La Rue), Vorder- und Rückseite.


Im Jahr 2013 gab Fidschi die weltweit erste Polymerbanknote auf dem Safeguard®-Substrat heraus.


Heute, 43 Jahre nach den ersten Geldscheinen aus Polymer, haben Dutzende von Ländern auf der ganzen Welt Hunderte von Polymerbanknoten herausgegeben. Im Laufe der Jahre ist die technologische Entwicklung durch die Verwendung verschiedener Substrate, komplexerer transparenter Fenster und fortschrittlicher Sicherheitsmerkmale immer weiter vorangeschritten. Mit der Einführung einer neuen Polymerbanknoten-Serie mit vier Nennwerten im Vereinigten Königreich im Jahr 2021 hat sich die Verwendung und Akzeptanz dieser modernen Banknoten weltweit weiter verbreitet, ist zu einem echten "Mainstream" geworden und auch die Beliebtheit bei Sammlern ist ständig gestiegen.

Von den fünfzehn größten Volkswirtschaften der Welt (gemessen an ihrem Bruttosozialprodukt) haben bereits neun Polymerbanknoten ausgegeben.


Brunei-33a: Banknote über 10.000 Ringgit/Dollars 2006 auf Guardian™-Substrat, Druck: NPA (Note Printing Australia), Vorder- und Rückseite.


Costa Rica-281a: Banknote über 2000 Colones 2018 auf Guardian™-Substrat, Druck: Oberthur Fiduciaire, Vorder- und Rückseite.


Polen-197a: Gedenkbanknote über 20 Złotych 2022 auf Guardian™-Substrat mit faszinierenden neuen Sicherheitsmerkmalen, Druck: PWPW (Polska Wytwórnia Papierów Wartościowych S.A.), Vorder- und Rückseite.


Katar-39r: Gedenkbanknote über 22 Riyals 2022 zur Fußballweltmeisterschaft in Katar auf Safeguard®-Substrat mit faszinierenden neuen Sicherheitsmerkmalen, Druck: TDLR (Thomas De La Rue), Vorder- und Rückseite.


Polymerbanknoten haben sich seit langem durch ihre Sicherheit, Haltbarkeit, Kosteneffizienz, Sauberkeit und Umweltfreundlichkeit bewährt. Die jüngsten Länder, die ihre Banknoten auf Polymer umgestellt haben, sind Barbados und Jamaika.


Donald Ludwig (polymernotes.org)

3 Comments


In welche Kategorie gehört das Substrat Durasafe von Landqart AG? Auf diesem Substrat sind die aktuellen Schweizer Banknoten (und auch einzelne Noten anderer Länder) gedruckt.

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Durasafe® von Landqart AG gehört zu der Kategorie "hybrid banknotes", längst ein Sammelgebiet für sich. Für die verschiedenen Kombinationen von Papier und Kunststoff wurde der Begriff "hybrid" vom Anfang an einheitlich benutzt, bis Louisenthal das Wort Hybrid™ urheberrechtlich schützen ließ. Daraufhin hat Louisenthal bzw. G+D Verlage und Kataloghersteller aufgefordert, ihr Wort "composite" zu benutzen. Also, man muss immer (in Englisch) auf die Schreibweise achten, "hybrid" oder "Hybrid" (groß oder klein geschrieben). In der Sammlergemeinschaft wird das Wort "hybrid" weiterhin vorwiegend benutzt.

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