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USA: Die Verherrlichung Trumps geht weiter, Teil 2

Am 26. März 2026 gab das US-Finanzministerium in einer umstrittenen Ankündigung bekannt, dass „zu Ehren des 250-jährigen Jubiläums der Vereinigten Staaten von Amerika die Unterschrift von Präsident Donald J. Trump künftig gemeinsam mit der des Finanzministers („Secretary of the Treasury“) auf US-Banknoten erscheinen wird – zum ersten Mal in der Geschichte für einen amtierenden Präsidenten.“ Lesen Sie HIER im Blog mehr zu dieser Ankündigung, wo zudem auch erläutert wird, warum es seit 1866 gesetzlich verboten ist, das Bildnis einer lebenden Person auf „Anleihen, Wertpapieren, Banknoten oder Postgeld der Vereinigten Staaten“ abzubilden.


Das Weiße Haus übt nun jedoch Druck auf den Kongress aus, das bestehende Bundesgesetz zu ändern und eine 250-Dollars-Banknote zu genehmigen, auf der ein Bildnis von Trump zu sehen sein wird. Auf einer Pressekonferenz am 28. Mai 2026 präsentierte Finanzminister Scott Bessent den Entwurf einer geplanten 250-Dollars-Trump-Banknote. Der Gesetzentwurf würde im republikanisch kontrollierten Repräsentantenhaus eine einfache Mehrheit benötigen, dürfte aber im Senat, wo die Republikaner 53 Sitze innehaben, kaum die erforderlichen 60 Stimmen erhalten.



Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus erklärte Bessent, der Gesetzentwurf diene der Feier des 250. Jahrestags der Unabhängigkeit des Landes, und das Finanzministerium habe bereits mit den Vorbereitungen für die mögliche Einführung der neuen Banknote begonnen. „Als Finanzminister habe ich derzeit zwei Vorgaben für US-Banknoten: Es darf keine lebende Person auf US-Banknoten abgebildet sein, und auf den Banknoten muss ‚In God we trust‘ [‚Wir vertrauen auf Gott‘] stehen“, sagte Bessent. „Derzeit liegt also dem Repräsentantenhaus und dem Senat ein Gesetzentwurf vor, der die erste Anforderung ändern soll, damit eine lebende Person – Donald J. Trump – auf dem 250-Dollars-Schein abgebildet werden könnte.“ Bessent fügte hinzu, das Finanzministerium werde „sich an das Gesetz halten“ und dass „alles vom Capitol Hill abhängt“.


Hakeem Jeffries, Oppositionsführer im US-Repräsentantenhaus, wies den Vorschlag umgehend zurück und schrieb auf X, es sei ein „klares Nein zu einer 250-Dollars-Note mit Trump“. „Komm mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück“, schrieb Jeffries. „Beim bevorstehenden Jahrestag am 4. Juli geht es nicht um einen Möchtegern-König. Es geht darum, die amerikanische Geschichte zu feiern.“



Der für die Prototypen verantwortliche Künstler ist ein Brite namens Iain Alexander, der sich online als königlicher Porträtmaler, Bildhauer und ehemaliger Schwimmer der Olympiamannschaft beschrieb. Es ist in der Tat paradox, dass der Entwurf eines britischen Künstlers in Betracht gezogen wird, angesichts Trumps fremdenfeindlicher, gegen Einwanderer gerichteter Politik.


Das von Bessent vorgestellte Modell ähnelt einem farbenfroheren Designentwurf, den der Abgeordnete Andy Barr Anfang dieses Jahres geteilt hatte (Abbildung unten).



Der republikanische Abgeordnete Joe Wilson aus South Carolina hatte bereits am 27. Februar 2025 einen Gesetzentwurf mit dem Titel „Donald J. Trump $250 Bill Act“ eingebracht, der laut einer Pressemitteilung aus Wilsons Büro „den Präsidenten der Vereinigten Staaten anlässlich des 250-jährigen Jubiläums symbolisch würdigen“ sollte. Der Gesetzentwurf ist seitdem im Kongress liegen geblieben.



Die Idee, Trumps Konterfei auf einer 250-Dollars-Banknote abzubilden, stößt weltweit auf Spott, auch in China. In der chinesischen Umgangssprache bedeutet die Zahl 250 „eine dumme und sture Person“.


Donald Ludwig

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