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  • Aus Zwei mach Eins – Gesellschaftliches Engagement von Giesecke+Devrient in einer Stiftung gebündelt

    Mitteilung der Giesecke+Devirent Stiftung zur Übernahme der G+D Stiftung Geldscheinsammlung Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen und Freunde der G+D Stiftung,  wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Giesecke+Devrient Stiftung Geldscheinsammlung Anfang Januar in die Giesecke+Devrient Stiftung zugelegt wurde. Damit wird das gesellschaftliche Engagement von Giesecke+Devrient unter dem Motto  „Wurzeln bewahren – Zukunft gestalten“  in  einer   gemeinnützigen Organisation gebündelt – der Giesecke+Devrient Stiftung.   Die starken, historisch gewachsenen Wurzeln von Giesecke+Devrient prägen nach wie vor die Ziele und Themenschwerpunkte des stifterischen Engagements: Mit dem Ausbau und der Pflege der Geldscheinsammlung verweisen wir einerseits auf die unternehmerischen Ursprünge als international tätiges Traditionsunternehmen, andererseits auf die kulturhistorische Bedeutung des Papiergelds im Allgemeinen. Mit unserem Engagement für das Museum für Druckkunst in Leipzig stärken wir zudem das gesellschaftliche Bewusstsein für die wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtliche Bedeutung der Druckkunst. Beide Förderschwerpunkte lassen sich unter dem Schlagwort  „Wurzeln bewahren“ zusammenfassen.   Unter der Überschrift  „Zukunft gestalten“  fördern wir seit Gründung im Mai 2010 den interkulturellen Dialog und die Entwicklung persönlicher Werte wie Toleranz, Respekt, Offenheit und Vertrauen. Weitere Themen sind Bildungs- und Chancengerechtigkeit sowie Teilhabe und Integration. Gemäß unserer Vision von einer Welt ohne Ungerechtigkeit setzen wir uns heute verstärkt dafür ein, dass insbesondere Kinder und Jugendliche in der Metropolregion München – unabhängig von ihrer Ausgangslage – die gleichen Chancen und Möglichkeiten erhalten, sich zu entfalten und zu entwickeln. Denn jeder Weg beginnt mit einer Chance!   Neu zusammengesetzt hat sich auch unser Stiftungsrat. Als jüngst berufene Mitglieder begrüßen wir herzlich Stefan Hardt, Sourour Stanke und Jan Thyen. Ihr Amt niedergelegt haben Prof. Dr. Carola Lentz und Dr. jur. Dietrich H. Hoppenstedt – wir bedanken uns sehr für das großartige Engagement.   Die Zulegung schafft Rechtssicherheit für den Stiftungszweck der Geldscheinsammlung. Unsere neue Formation ermöglicht uns unsere operative Tätigkeit effizienter und effektiver zu gestalten. Spendengelder und personelle Ressourcen können somit noch wirkungsvoller eingesetzt werden. Wir sind überzeugt, dass diese wichtige organisatorische Veränderung die Arbeit der Stiftung positiv beeinflussen wird, und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Celia von Mitschke-Collande                           Kirsten Donie    Giesecke+Devrient Stiftung  Vorstand Giesecke+Devrient Stiftung Prinzregentenstr. 161, 81677 München www.gi-de-stiftung.org www.geldscheinsammlung.de

  • Teutoburger Münzauktion: Vorschau auf die Auktion 167 im März 2025

    Das neue Auktionsjahr beginnt in Borgholzhausen vom 4. bis 8. März 2025. Die 167. Versteigerung bei der Teutoburger Münzauktion GmbH erscheint diesmal wieder in drei Katalogen. Teil I ist der Goldbereich mit Goldmünzen ab der Antike bis zur Moderne, Goldmedaillen, Uhren und Schmuck. Highlights finden sich u.a. bei römischen Aurei und in Altdeutschland (u.a. Münster 6 Dukaten), ein Schwerpunkt liegt jedoch klar bei den Reichsgoldmünzen mit zahlreichen Raritäten, u.a. von Anhalt, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Schwerin, -Strelitz, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Weimar-Eisenach, Schaumburg-Lippe, Schwarzburg-Rudolstadt, -Sondershausen, Waldeck, usw.  Teil II ist wie immer der "Hauptkatalog" mit Münzen und Medaillen, Orden, Ehrenzeichen, Militaria, etc. Es startet mit einer Serie China & Südostasien, dieses Mal mit einigem frühen chines. Gerätegeld, Cashmünzen, Dollars etc. Dem folgt eine große alte Sammlung griechisch-römischer Ausgrabungsgegenstände eines vor langer Zeit verstorbenen Sammlers aus Hannover, der alle seine Stücke in deutschen Auktionen der 1960er und 1970er Jahre erwarb. Bei den antiken Münzen kommt u.a. eine in großen Teilen nahezu vollständige Sammlung von Münzen der Römischen Republik (vor allem Denare auch der Imperatoren) zur Versteigerung, zusammengetragen von einem niedersächsischen Sammler in internationalen Auktionen der letzten 40 Jahre. Es folgt der große Primitivgeld-Ethnika-Teil (vor allem afrikanische Masken, Skulpturen, etc.) des o.g. Hannoverschen Sammlers. Im Auslandsbereich/Weltmünzen sind die Gebiete Frankreich und Großbritannien besonders zahlreich vertreten. Im Römisch Deutschen Reich und Altdeutschland überwiegen die Münzen und Medaillen von Brandenburg-Preussen, Frankfurt und Sachsen, bei den thematischen Medaillen das "Dritte Reich" und Karl Goetz. In dieser Auktion folgt nun der 1. Teil einer riesigen Sammlung deutscher Notmünzen und Marken mit ca. 700 Positionen (weitere Teile werden in späteren Auktionen angeboten). Abgerundet wird der numismatische Bereich wie immer mit Münzen vom Kaiserreich und Weimar bis Bund und DDR, sowie guten Lots und Sammlungen, sowie numism. Literatur.  Den Abschluss des zweiten Teils der Auktion 167 bilden Orden und Ehrenzeichen, Militaria und div. Antiquitäten. Teil III ist die Abteilung Banknoten und Briefmarken.Bei den Banknoten sind wieder zahlreiche gute altdeutsche Talerscheine enthalten, bei den Briefmarken gute Lots und Posten, vor allem gute Teilsammlungen Briefe der Kriegsgefangenenlager in Japan. Hier geht es direkt zum Banknotenteil der 167. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/11308/seite/1/?lot_range=4001-5000 Versteigerung am 8. März 2025! Auswahl aus dem Banknoten-Teil (Lose 4001 – 4495): Banknoten Ausland Los 4029: Banknoten, Ausland, Iran, Pick 96b, 10.000 Rials o.D. (1972-73). III- Ausruf: 500 EUR Los 4038:  Banknoten, Ausland, Portugal, Pick 125, 1000 Escudos 10. Juli 1920. Zeitgenössische Fälschung. II- / III+, sehr selten Ausruf: 500 EUR Banknoten Altdeutschland Los 4058:  Banknoten, Altdeutschland, Bremen, Freie und Hansestadt, Grabowski/Kranz 109, 100 Mark der Bremer Bank 1.7.1872. Lochentwertet. III- / IV+ Ausruf: 3.500 EUR Los 4059:  Banknoten, Altdeutschland, Frankfurt am Main, Stadt (bis 1866), Grabowski/Kranz 112M, Bankschein, 10 Gulden 1.1.1855. Frankfurter Bank 1855. Musterschein mit Fo. 1 und Ser. I, Vs. mit schwarzem Balkenstempel „AUSSER COURS“ und mit Rundstempel der Bank. Dieser Schein im Grabowski/Kranz abgebildet. IV, etwas restauriert Ausruf: 4.000 EUR Los 4060:  Banknoten, Altdeutschland, Frankfurt am Main, Stadt (bis 1866), Grabowski/Kranz 114M, Bankschein, 50 Gulden 1.1.1855. Frankfurter Bank 1855. Musterschein mit Fol. 1, No. I und Ser. I, Vs. mit schwarzem Balkenstempel „AUSSER COURS“ und mit Rundstempel der Bank. Dieser Schein im Grabowski/Kranz abgebildet. IV, etwas restauriert Ausruf: 4.000 EUR Los 4066:  Banknoten, Altdeutschland, Hessen-Solms-Laubach (Oberhessen), Grafschaft, Grabowski/Kranz 171, Cassen-Anweisung, 1 Gulden 1847. Gräflich Solmsische General-Casse zu Laubach 1847. Lit. B. Dieser Schein bei Grabowski Kranz abgebildet. III Ausruf: 1.000 EUR Los 4071:  Banknoten, Altdeutschland, Mecklenburg-Strelitz, Großherzogtum, Grabowski/Kranz 213, Rentei-Cassen-Schein, 10 Thaler 1.6.1869. Großherzoglich Mecklenburgische Finanz-Commission 1866 - 1869. KN. 4-stellig, Lit. B I. I-, sehr selten Ausruf: 1.250 EUR Los 4079:  Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Gesamtstaat, Grabowski/Kranz 300, Banknote, 50 Thaler 31.7.1846. Preussische Haupt-Bank, Haupt-Bank-Directorium 1846 - 1874. Ser. A. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. IV, etwas restauriert, von größter Seltenheit Ausruf: 7.500 EUR Los 4080:  Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Posen, Provinz, Grabowski/Kranz 380, Banknote, 10 Thaler 18.3.1867. Provinzial-Actien-Bank des Großherzogtums Posen 1857 - 1883. Lit. A. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III, von größter Seltenheit Ausruf: 7.500 EUR Los 4087:  Banknoten, Altdeutschland, Schleswig-Holstein, Herzogtümer, Grabowski/Kranz 531, Anweisung, 2 Reichsthaler 24 Schilling 9.1.1807. Königliches Finanz-Collegio Copenhagen (Hauptkasse Rendsburg) 1807 - 1808. Ausgabeort Copenhagen 1807. Serie A. Dieser Schein bei Grabowski/Kranz abgebildet. III Ausruf: 1.000 EUR Banknoten Deutschland Los 4094:  Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 6, Grabowski DEU-48, 5 Mark 10.1.1882. I, äußerst selten in dieser Erhaltung Ausruf: 1.500 EUR Los 4112:  Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 128M, Grabowski DEU-158M2, 10 Bio. Mark 1.11.1923. Firmendruck, KN. 6-stellig, FZ: V, mit Rotaufdruck „Muster“ auf Vs. und ohne grüne Einfärbung des Papiers. In der Form nicht bekannt I- Ausruf: 500 EUR Los 4113:  Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 129, Grabowski DEU-160b, 10 Bio. Mark 1.11.1923. Kn. 6-stellig, Wz. Hakensterne, FZ: DK. I- Ausruf: 500 EUR Los 4220:  Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Rosenberg 244, Grabowski WBZ-8, 100 Deutsche Mark (roter Hunderter), Serie 1948. Kenn-Bst./Serie L/A. II, selten Ausruf: 1.500 EUR Bielefelder Stoffgeld Los 4290:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 26.3 Variante, Druckprobe zu 100 Mark 15.7.1921 „Französischer Vertragsbruch“. Auf roter Seide (Kleiderstoff) statt auf feinem, weißen Leinen, mit einer wunderschönen, Gold- gemusterten Borte in silberfarbener Seide umrändelt. Zusätzlich unterschrieben vom ehemaligen Direktors der Stadtsparkasse Bielefeld Paul Hanke. Unikat ! II, Klebereste auf der Rs., äußerst selten Ausruf: 5.000 EUR Los 4291:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 26.3 Variante, Druckprobe zu 100 Mark 15.7.1921 „Französischer Vertragsbruch“. Auf gelben Samt statt auf feinem, weißem Leinen, mit mehrfarbiger Borte umrändelt. In dieser Form nicht im Grabowski erwähnt. I-, äußerst selten Ausruf: 3.000 EUR Los 4292:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 34, Probe, zu 100 Mark 15.7.1921. Mehrfarbdruck auf weißer Seide, mit Umschrift „Nichts Schrecklicheres“, dieses Exemplar im Grabowski abgebildet. II, etwas fleckig, äußerst selten Ausruf: 3.000 EUR Los 4300:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 62, Druckprobe (einseitig) zu 1000 Mark Jute 15.2.1923. Druck: rot/schwarz, Motiv wie spätere Ausgabe zu 5000 Mark. Laut Grabowski Existenz fraglich ! II, Unikat Ausruf: 3.000 EUR Los 4301:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 63, Druckprobe (einseitig) zu 1000 Mark Jute 15.2.1923. Druck: grün/schwarz, Motiv wie spätere Ausgabe zu 5000 Mark, mit Trauer-Spitze, dieses Exemplar im Grabowski abgebildet. II+, äußerst selten Ausruf: 3.500 EUR Los 4302:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 63 Variante,  Druckprobe (einseitig) zu 1000 Mark Seide, weiß 15.2.1923. Druck: rot/schwarz, Motiv wie spätere Ausgabe zu 5000 Mark, mit Trauer-Spitze und Hand-Unterschr. des ehemaligen Direktors „Hanke“ der Stadtsparkasse Bielefeld. Im Grabowski nicht gelistet. II, äußerst selten Ausruf: 4.000 EUR Los 4303:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 63 Variante,  Druckprobe (einseitig) zu 1000 Mark Leinen, weiß 15.2.1923. Druck: rot/schwarz, Motiv wie spätere Ausgabe zu 5000 Mark, mit Trauer-Spitze. Im Grabowski nicht gelistet. I-II, äußerst selten Ausruf: 4.000 EUR Los 4307:  Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art, Grabowski P 69.3/P 71.1 Variante,  5000/10000 Mark Leinen, weiß 15.2.1923. Druckbogen mit Proben zu 5000 Mark (Nr.69) und 10000 Mark (Nr.71), ähnlich wie P69.3 / P71.1, doch dreifarbig gelb/violett/schwarz statt gelb/blau/schwarz. Auf Pappe gespannt, nicht katalogisiert. I-II, äußerst selten Ausruf: 3.000 EUR Hier geht es direkt zum Banknotenteil der 167. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/11308/seite/1/?lot_range=4001-5000 Versteigerung am 8. März 2025! Teutoburger Münzauktion GmbH Brinkstraße 9 33829 Borgholzhausen Tel.: 05425/930050 teutoburger-muenzauktion.de E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de

  • Geldscheinporträts: Mary Somerville – „Queen of Science”

    Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. ​Geburtsname: Mary Fairfax Zur Person: Astronomin, Mathematikerin, Schriftstellerin ​Nationalität: Schottisch ​Lebensdaten: 26. Dezember 1780 – 29. November 1872 ​Geburtsort: Jedburgh (Schottland) ​Sterbeort: Neapel (Italien) Mary Fairfax, Mrs. William Somerville, 1780–1872. Writer on Science” (1834) von Thomas Phillips (1770–1845). Öl auf Leinwand. Scottish National Gallery. Es sei vielleicht schwierig, einen König der Wissenschaften des 19. Jahrhunderts zu benennen, die „Queen of Science“ sei allerdings eindeutig Mary Somerville, schrieb die Londoner Zeitung The Morning Post in einem Nachruf auf Mary Somerville. In ihrem fast 92 Jahre langen Leben wurde sie zu einer der berühmtesten weiblichen Wissenschaftsautorinnen ihrer Zeit, publizierte bis ins hohe Alter und wurde als erste Frau in die Königliche Astronomische Gesellschaft aufgenommen. Noch heute ist das bekannte Somerville College  der Universität Oxford nach ihr benannt. Zu Beginn ihres Lebens deutete jedoch wenig auf eine Karriere in der Wissenschaft hin. Wie in dieser Zeit üblich, war eine umfassende Schulbildung den Söhnen vorbehalten, die Mädchen sollten auf die Rolle als Ehefrau in ihrer Gesellschaftsschicht vorbereitet werden. Mary konnte dementsprechend bis in ihr zehntes Lebensjahr nicht schreiben, lesen oder rechnen. Den Aufenthalt an einem Internat, den ihr Vater ihr daraufhin ermöglichte, empfand sie als eintönig und wenig lehrreich. Stattdessen begann sie selbst Bücher zu lesen. Sie durchstöberte die gesamte Hausbibliothek, erlernte im Selbststudium Latein und die Grundlagen der Mathematik. Ihre Familie und ihr erster Ehemann Samuel Greig, den sie 1804 heiratete, zeigten wenig Verständnis für ihre wissenschaftliche Neugier und warfen ihr „unweibliches Verhalten“ vor. Ein beträchtliches Erbe durch den Tod ihres Ehemannes drei Jahre nach der Hochzeit verschaffte ihr die Gelegenheit, ihre Studien zu vertiefen. Unterstützt von den Mathematikern William Wallace und John Playfair, einem Professor in Edinburgh, gelang es ihr sogar, eigene mathematische Beweise zu finden und zu veröffentlichen. In dieser Zeit begann auch ihre Auseinandersetzung mit der Astronomie und den Schriften von Pierre-Simon Laplace. 1812 heiratete sie den Militärarzt William Somerville. Er unterstützte ihre Bestrebungen und machte Mary mit führenden Wissenschaftlern, Schriftstellern und Künstlern bekannt. Ermutigt durch diese Erfolge, widmete sich Mary Somerville vollständig der Wissenschaft. Sie führte eigene Experimente durch und verfasste eine Zusammenfassung der Laplace‘schen Mècanique Cèleste . Im resultierenden Buch The Mechanism of the Heavens  lieferte sie nicht nur eine Übersetzung, sondern versah das einflussreiche Werk mit zahlreichen Kommentaren, welche die von Laplace beschriebene Mathematik des Sonnensystems verständlich machten. Ihr Band erschien in zehn Auflagen und blieb für Jahrzehnte Standard-Lehrbuch in Cambridge. Ein ebenso großer Erfolg war ihr nächstes Werk On the Connexion of the Physical Sciences  (1834). Sie lieferte darin einen Überblick über den damaligen Stand der Forschungen in Physik, Astronomie, Chemie, Geografie und Meteorologie. Das Werk, das als eines der ersten populärwissenschaftlichen Bücher gilt, war eines der meistverkauften Wissenschaftsbücher des 19. Jahrhunderts. Sie argumentierte darin unter anderem dafür, dass sich aus den Bahnabweichungen des Uranus möglicherweise auf einen weiteren, unbekannten Planeten schließen lässt. Wenige Jahre später wurde sie bestätigt – der Planet Neptun wurde entdeckt. Mit Physical Geography schrieb sie 1848 ein weiteres Standardlehrbuch und spätestens mit ihrem Werk Molecular and Microscopic Science  (1869) war sie im Kreis der bekanntesten Wissenschaftlerinnen angekommen. Ihren Ruhm nutze sie, um sich für ein Frauenwahlrecht auszusprechen und Bildung für Frauen zu fördern. Die letzten Jahrzehnte ihres Lebens verbrachte sie in Italien. 1872 starb Mary Somerville im Alter von 91 Jahren in Neapel. Ihr wurden zahlreiche Denkmäler gesetzt, unter anderem wurden ein Mondkrater und ein Asteroid nach ihr benannt – und 2016 wurde sie in einer öffentlichen Abstimmung als Porträtmotiv für die neuen 10-Pfund-Noten der Royal Bank of Scotland ausgewählt. Royal Bank of Scotland, 10 Pfund Sterling vom 20. Dezember 2018. Vorderseite:  Porträt von Mary Somerville mit Lebensdaten, links davon Zitat aus ihrem Werk „The Connexion of the Physical Sciences“, im Hintergrund Ansicht des Strandes von Burntisland. Rückseite:  Zwei Otter, daneben Auszug aus dem Gedicht „Moorings“ von Norman MacCaig.   Elias Heindl Literatur/Quellen: https://en.wikipedia.org/wiki/Mary_Somerville Magdolna Hargittai (2023): Meeting the Challenge: Top Women in Science . Oxford University Press, Oxford. S. 9–12 Dorothy McMillan (1999): The Scotswoman at home and abroad. Non-fictional writing 1700–1900. Association for Scottish Literary Studies, Glasgow. S. 118–131 Heinz Klaus Strick (2023): Mary Fairfax Somerville war das Vorbild von Ada Lovelace. Der mathematische Monatskalender. Spektrum der Wissenschaft. (aufgerufen über www.spektrum.de/wissen/mary-fairfax-somerville-das-vorbild-von-ada-lovelace/2184357 , zul. am 01.01.2025) Abbildungen: Gemälde: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thomas_Phillips_-_Mary_Fairfax,_Mrs_William_Somerville,_1780_-_1872._Writer_on_science_-_Google_Art_Project.jpg   Banknote: Archiv für Geld- und Zitgeschichte

  • Wahre Verbrechen: Geldtransport- und Banküberfälle in der DDR und im "Ostblock"

    Überfälle auf Banken und Geldtransporte dienen Film- und Fernsehproduzenten gerne als Vorlage für ihre Arbeiten. Meist sind es erfundene Taten, die vermeintlichen Kriminellen angedichtet werden. Echte Überfälle gab und gibt es aber - auch in der ehemaligen DDR. Viele Menschen glauben, dass es solche Gewalttaten in der DDR nicht gegeben hat. Falsch: In den letzten 15 Jahren ihres Bestehens zählten die Statistiker 32 Raubüberfälle auf Sparkassen - pro Jahr. Berichtenswert sind einige spektakuläre Fälle - einzuordnen zwischen „dümmlich“ und „abgebrüht“. Die Ost-CDU-Tageszeitung „Neue Zeit“ vom 9. Juli 1990 berichtete auf Seite 6: „ ... Die mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedrohte Kassiererin packt dem Bankräuber geistesgegenwärtig 2.000 Mark der DDR ein. Der etwa 35-jährige Täter glaubt D-Mark in der Tasche zu haben und flüchtet zu Fuß. Anderthalb Stunden später ist seine Beute wertlos. Denn die Geldinstitute schließen die Annahmestellen für DDR-Geld.“ Das war am 6. Juli 1990, einem Freitag-Nachmittag, und bis zu diesem Tag konnte DDR-Geld bei Banken und Sparkassen in D-Mark umgetauscht werden.* Abb. 1: 10 Mark der DDR 1971, Vs., die Scheine mit 7-stelligen, fälschlicherweise als „Computersatz-Ziffern“ bezeichneten Kontrollnummern ergänzten die 10-M-Banknoten mit 6-stelligen, breiten Kontrollnummern ab 5. März 1986. 10. Mai 1983 gegen 12.20 Uhr: Eckartsberga/Thür., Kreis Naumburg, Bezirk Halle. Zwei bis heute unbekannte Männer fuhren mit einem blauen Motorrad MZ ES 125 zur Eckartsbergaer Hauptstraße und hielten am Haus Nr. 94 vor der Geschäftsstelle der Kreissparkasse Naumburg. Beim Eintreten in die Sparkasse waren nur zwei Mitarbeiterinnen im Raum, Kunden waren nicht anwesend. Die Leiterin Ingetraut B. hatte ihren DDR-typischen sog. Haushaltstag, der werktätigen Frauen einmal im Monat zustand, und war daheim. Mit vorgehaltener Pistole forderte einer der Täter zur Herausgabe von Geld aus der Kasse und schrie zu seinem Kumpan „Komm, lass uns abhauen, das reicht, was wir haben“; der aber witterte mehr und zwang die andere Kassiererin, noch mehr Geld aus dem Panzerschrank zu übergeben. Abb. 2: Eingang der Sparkasse mit dem einfach vergitterten kleinen Fenster. Eine eintretende Kundin realisierte die Situation und rannte auf die Straße; auch die beiden Bankräuber machten sich schnell auf und davon und fuhren auf ihrem Leichtmotorrad in Richtung Marienthal. Ein großes Missgeschick in der Provinz damals: einen Alarmknopf gab es nicht, die Kassiererinnen wollten die Volkspolizei unter der 110 anrufen, aber dort hob niemand ab. Erfolg hatten sie jedoch 20 Minuten später beim Volkspolizei-Kreisamt in Naumburg. Die Telefonnummer des ABV (Abschnittsbevollmächtigten) war in der Sparkasse nicht bekannt, so lief eine Mitarbeiterin zu Fuß zu Helmut T., der hatte seinen ersten Urlaubstag, stand aber im Hausflur. Abb. 3: Plakate der Volkspolizei für alle staatlichen Einrichtungen von 1972. Dann lief die Maschinerie der Ermittlungen an – mit einer Einsatzzentrale im damaligen Pionierlager an der Eckartsburg. Die Beute der Täter bezifferte der Staatssicherheitsdienst anfangs mit etwa 300.000 DDR-Mark. Am 10. und am 24. Mai zählten Stasi-Leute 314.000 Mark, aber nach einer Revision der Kreissparkasse Naumburg waren es nur noch 293.890 Mark, z. T. Lohngelder – hat jemand die reichlich 20.000 DDR-Mark nachher entwendet? Das Kennzeichen des Motorrads hatte sich eine der Sparkassenfrauen gemerkt und man gab eine gute Täterbeschreibung zu Protokoll. Auf den Fahndungsplakaten waren die Verbrecher zwischen 18 und 25 Jahre alt, hatten einen blauen bzw. roten Sturzhelm und waren Bartträger. Die Helme der Täter wurden später von einem Großvater und seinem Enkel in einem Waldgebiet bei Marienthal gefunden. Weder die Ringfahndung am 10. Mai 1983, noch die Suche nach dem Motorrad brachten die Ermittler weiter – über 20.000 Motorräder und 1.220 Personen wurden nach 65 Hinweisen aus der Bevölkerung überprüft. Auch der Abgleich abgegebener Haarproben von etwa 3.500 Männern mit den sichergestellten DNA-Spuren brachten kein Ergebnis. Die Stasi-Akte „KD NMB/193“ (Kreisdirektion Naumburg Fall 193) wurde auf Anordnung der MfS-Zentrale Berlin bis zur Wende nicht geschlossen. Abb. 4: nach dem Geldraub wurden etwa 300.000 DDR-Mark für einen Vergleich von Stasi-Leuten gestapelt und vermessen. Von den erbeuteten Banknoten, die z. T. nummernmäßig registriert waren, wurden bis 1990 immer wieder einzelne Scheine gefunden – die beiden Täter aber nie. Abb. 5: 5 Mark der DDR 1975, Vs., Austauschschein; diese Banknoten mit breiten Kontrollnummern waren ab 18. September 1979 im Umlauf und wurden im März 1986 durch die Scheine mit schmalen Kontrollnummern ergänzt. Abb. 6: 20 Mark der DDR 1975, Vs., diese Banknoten mit breiten Kontrollnummern waren ab 15. Januar 1976 im Umlauf und wurden im Mai 1986 durch die Scheine mit 7-stelligen schmalen Kontrollnummern ergänzt. Fast auf den Tag genau sechs Jahre zuvor – Berlin, Stadtbezirk Mitte, Postamt 14 an der Wassergasse 1: der vorbestrafte Stephan H. trat am 12. Mai 1977 gegen dreiviertel Sechs morgens in die Räume des Postamts 14. Die Reinigungskraft Hildegard S. hatte kurz zuvor den Schlüssel im nahen Volkspolizei-Revier ausgehändigt bekommen und spürte im Eingang eine Person hinter sich. Der Mann hielt ihr eine Pistole entgegen, forderte die Tresorschlüssel und fesselte die Frau. Da die Reinigungskraft die Schlüssel für den Panzerschrank nicht hatte, musste der Täter auf den Leiter des Postamts warten. Als dieser eintraf wurde er sofort bedroht, sodass er dem Räuber aus dem Tresor sämtliches Bargeld aushändigte: 69.820 DDR-Mark und 72 Pfennige. Abb. 7: 100 Mark der Deutschen Notenbank 1964, Vs., diese in Moskau gedruckten Banknoten waren bis 31. Dezember 1983 im Umlauf und wurden ab 2. Oktober 1978 durch die Scheine der neuen Serie 1971/75 ersetzt. Die wenigen Spuren und der eingesetzte Fährtenhund brachten kein Ergebnis; trotz Fahndungsblättern wurde der Posträuber nicht gefasst. Die Ermittler der Kriminalpolizei mussten vorläufig aufgeben – bis zwei Jahre später ein „Bekannter“ des Täters sein Wissen zum Postraub der Polizei mitteilte. Gottfried B. war ein Zellengenosse, der zusammen mit Stephan H. 1975 im Gefängnis von Gera in U-Haft saß. Die Aussage des an Krebs erkrankten Informanten, den das Gewissen plagte, führte die Polizei auf den Räuber. Stephan H., der 1974 an der TU Dresden Physik studierte, wurde am 27. März 1979 verhaftet und am 12. September 1979 zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt, aber im Januar 1986 vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen. 15. Juni 1977, gegen halb 9 Uhr morgens, Dresdner Südvorstadt: zwei junge Männer machten an diesem Tag größere Beute: Lohngelder in Höhe von 400.000 DDR-Mark. Drei Kilometer vom Dresdner Hauptbahnhof entfernt überfielen sie am Eingang zum Heizkraftwerk Nossener Brücke einen haltenden Pkw „Wartburg 353 Limousine“. Sie nahmen den Geldkoffer und verschwanden; die zwei Frauen, der Fahrer und ein weiterer Begleiter waren machtlos. Die Täter flohen auf einem Motorrad. Sofort wurden von der Volkspolizei Straßensperren errichtet, Spürhunde eingesetzt und ein Hubschrauber angefordert. Eine Sonderkommission mit 200 Volkspolizisten wurde geschaffen und der Staatssicherheitsdienst griff natürlich ein. Der damalige VP-Hauptmann K.-H. Sobierajski fertigte nach nochmaligen ausführlich Befragungen der vier Pkw-Insassen gute Phantombilder an. Die Täter fuhren mit einem Pkw unbehelligt durch die Polizeisperren, da man nur auf Motorradfahrer geachtet hatte. Aufgrund der Fahndungsblätter kamen über 1.000 Hinweise aus der Bevölkerung und brachten die Ermittler auf einige Spuren: das Motorrad der Räuber wurde im Stadtteil Niedersedlitz gefunden und sichergestellt und Kinder fanden den Koffer, aufgeschnitten und leer. Abb. 8: im Wald bei Glashütte gefundener leerer Geldkoffer. Abb. 9: entplombter Geldbeutel der Staatsbank der DDR. Abb. 10: Banderolen für 100 × 10 Mark (oben) und 20 × 50 Mark (unten). Und Monate später beobachteten Männer in einem Waldgebiet des Kreises Pirna einen bis dahin Unbekannten, der im Waldboden grub, und meldeten den Vorfall der Polizei. Die fanden u. a. Münzen und Geldscheinbanderolen, aber keine Banknoten. Erneut ins Visier der Ermittler gerieten zwei Männer, die schon in früheren Vernehmungen ins Fadenkreuz geraten waren, aber damals ein Alibi vorweisen konnten. Unter der Beweislast gestanden beide ihre Tat und wurden später zu langen Haftstrafen verurteilt. Etwa 120.000 DDR-Mark blieben bis zum 1. Juli 1990 verschwunden. Gab es einen dritten Täter? Die Vernehmungsprotokolle lassen eine solche Vermutung zu. Abb. 11: 5 Mark der DNB 1964, Vs., diese Banknoten waren bis 31. Dezember 1983 gültige Zahlungsmittel (die 5-Mark-Scheine der DDR kamen erst ab 18. September 1979 in den Zahlungsverkehr). Abb. 12: 50 Mark der DDR 1971, Vs., diese Banknoten mit breiten Kontrollnummern kamen ab 1. Juni 1973 als erste Scheine der letzten DDR-Serie in Umlauf. Auch in den sog. Bruderländern gab es spektakuläre Überfälle, über die in der DDR jedoch nicht berichtet wurde: In Polen ereignete sich 1962 in Wołów (Wohlau), etwa 45 Kilometer nordwestlich von Breslau, der größte Banküberfall in der Geschichte der Volksrepublik Polen. Der Haupttäter Mieczysław F. und vier weitere Männer ließen sich am 19. August vor Mitternacht in die Kellerräume der Filiale der NBP am Plac Sobieskiego Nr. 6. einschließen. Durch Insider-Wissen erbeuteten sie 12.531.000 Zloty (≈ 2,5 Mio. DDR-Mark). Der Betrag war für die damalige Zeit unvorstellbar; der monatliche Durchschnittslohn betrug seinerzeit in Polen etwa 1.600 Zloty (≈ 320 DDR-Mark). Die Soko W-62 war anfangs nicht erfolgreich. Sämtliche Münzen ließen die Täter liegen und nahmen nur die neuen 500-Zloty- und gebrauchten 100-Zloty-Banknoten mit. Nach Monaten wurden landesweit Scheine aus dem Raubüberfall festgestellt. Die Frau des Haupttäters Stanisław J. wollte zwei Monate nach dem Geldraub im 150 Kilometer entfernten Kluczbork (Kreuzburg in Oberschlesien) mit einem nummernmäßig registrierten 500-er in einem Textilgeschäft bezahlen. Die Verkäuferin verglich die Nummer ... und informierte die Polizei. Die fand im Haus der Eheleute noch 11.572.000 Zloty der Beute; gerade mal 150.000 Zloty hatten sie bis dahin ausgegeben. Fünf Täter wurden sofort und später auch die zwei Komplizen verhaftet. Am 4. Dezember 1962 begann der Prozess gegen die Verbrecher; fünf Personen wurden zu lebenslanger und zwei zu 15 Jahren Haft verurteilt. Der Bankraub diente als Vorlage für den Spielfilm „Hazardzistów“ (Glücksspieler) von 1976. Abb. 13: 100 Złotych 1. Juli 1948, Vs., die Beute enthielt 35.310 Banknoten zu 100 Zloty in gebrauchtem Zustand. Abb. 14: 500 Złotych 1. Juli 1948, Vs., außerdem erbeuteten die Diebe 18.000 Banknoten zu 500 Zloty der Serien AP und AR in druckfrischem Zustand; die Räuber hatten einen Teil der Geldschein-Banderolen in einem Mülleimer geworfen. In der Tschechoslowakei wurde am 19. März 1976 ein Raubüberfall in Brünn (Brno) verübt. Am frühen Abend wurde ein Fahrzeug der Tschechoslowakischen Post auf der heutigen Zborovská-Straße von fünf Männern angehalten und ausgeraubt. Mit vorgehaltener Waffe erbeuteten sie einen Betrag von 1.664.700 ČS-Kronen (≈ 550.000 DDR-Mark) und flohen in einem roten Pkw „Škoda MB 1000.“ Der Pkw und die Kennzeichen waren gestohlen. Lange Zeit liefen die Ermittlungen zum Fall „Brněnský ranec“ (Brünner Ranch) ins Leere, doch die verwendeten Schrauben zum Anbringen des Kfz-Kennzeichens brachte die Polizei auf die Spur eines Mitarbeiters eines Metallbetriebes. J. B. arbeitete mitunter bei der Post; in seiner Wohnung fand man Aufzeichnungen und eine Karte mit ausführlichem Handlungsplan. Im Juni 1976 wurden die Verbrecher J. B., A. S., I.K., B. Š. und M. H. verhaftet. Vier der fünf Täter hatten die Tat gestanden – Milan Hulik jedoch nicht. Die Bande wurde zu hohen Haftstrafen zwischen 12 und 15 Jahren Gefängnis und zur Rückzahlung der Beute verurteilt, die bis heute nicht gefunden wurde. Abb. 15: 100 Korun 1961, Vs., die Scheine der 1. Ausgabe waren ab 1. Dezember 1962 bis 7. Februar 1993 in Umlauf. Abb. 16: 500 Korún 1973, Vs., slowakischer Text, im Umlauf seit 1. November 1973 – am 8. Februar 1993 waren sie ebenfalls kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Andere sog. Ostblockländer wurden von Banküberfällen ebenfalls nicht verschont. Kriminelle räumten in der armenischen Hauptstadt Jerewan (Eriwan) am 5. August 1977 in der Filiale der UdSSR-Staatsbank den Geldtresor aus. Obwohl es im ersten Stock des Bankgebäudes eine Polizeistation gab, riskierten die drei Männer um Feliks Kalatschjan den Einbruch in die Bank und erbeuteten in zwei Säcken etwa 1,5 Mio. Rubel damaliger Währung (≈ 6,0 Mio. DDR-Mark). Meist waren es Bündel zu 100 Rubel, die vorwiegend aus der Serie КИ (= KI) stammten. Im heutigen Gjumri führte in der Nacht zum 8. Juni 1978 ein Hinterhalt der Ermittler zur Verhaftung von Nikolai Kalatschjan und der anderen Täter. Die Brüder Kalatschjan wurden zum Tode verurteilt; ihre Begnadigungspapiere kamen zu spät im Gefängnis an: sie wurden nur einen Tag zuvor hingerichtet. Abb. 17: 800.000 Rubel in Bündeln fand man später in einem Ersatzrad des Kalatschjan-Autos; 100.000 Rubel hatten die Täter im Keller eines Hauses vergraben – 600.000 Rubel hatten sie schon ausgegeben. Und in Bukarest erbeuteten sechs Täter am 28. Juli 1959 bei einem Bankraub etwa 1.680.000 Lei (≈ 670.000 DDR-Mark). Zu der vom rumänischen Staatssicherheitsdienst Securitate bezeichneten „banda Ioanid“ (Loanidische Bande) gehörten die früheren und geschassten Staatsdiener Igo Sevianu (Polizist und Mitarbeiter des Innenministeriums), seine Frau Monica Sevianu (Lehrerin, Rundfunkmoderatorin), Alexandruş Ioanid (bis März 1959 Chef der Kriminalpolizei), sein Bruder Paul Ioanid (ehemaliger Leiter der Luftfahrtabteilung der nationalen Militärakademie), Abrașa Glenzstein (aka Sașa Mușat, Geschichtsprofessor und Parteisekretär an der Universität Bukarest) und Haralambie Obedeanu (Dekan der Fakultät für Journalismus). Alle einte der Hass auf das Regime des Kommunistenführers Gheorghe Gheorghiu-Dej. Sie überfielen einen gepanzerten Geldtransporter der Banca Națională a României; im Wagen lagen die Gelder mehrerer Filialen. Die in einem Taxi vorgefahrenen Räuber stiegen aus, bedrohten den Fahrer des Geldtransporters mit Waffen und fuhren davon. Auf einem Feld außerhalb packten sie das Geld um und da sie beobachtet wurden, ließen sie aus Eile einen Sack mit 138.000 Lei liegen und fuhren wieder in die Innenstadt. Dort wurde bald das Fluchtauto gefunden. Die Täter ließen nochmals rund 213.000 Lei zurück. Die ganze „afacerii Ioanid“ kann aber auch ganz anders gewesen sein: ein Racheakt hoher Funktionäre der KPR an den unliebsamen jüdischen Intellektuellen … Abb. 18: nach dem Umladen des Geldes aus dem Taxi, Typ „Moskwitsch“ ließen die Täter Banknoten auf einem Feld zurück, die von Kindern gefunden wurden; nachgestellte Szene aus dem Propagandafilm „28 iulie 1959 jaful – reconstituirea – un remember formidabil pentru Bucuresti“. Abb. 19: von der Securitate auf einem Hausboden gefundener Geldkoffer (Szene aus dem gleichen Film). Durch rücksichtslose Vernehmungen Tausender Personen, darunter viele Bankmitarbeiter – von denen einer zu Tode geprügelt wurde –, kam man auf die Spur der Verbrecher. Die fünf Männer wurden am 18. September 1959 verhaftet und am 22. November 1959 zum Tode verurteilt. Am 18. Februar 1960 wurden sie im Gefängnis von Jilava erschossen. Frau Sevianu erhielt eine lebenslange Haft, wurde 1964 begnadigt und wanderte später nach Israel aus. Michael H. Schöne Quellen: * Anlage I zu dem Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik; Art 5. Tag der Umstellung, Abwicklung über Konten bei Geldinstituten Boltze, Harald: „Wer hat am 10. Mai 1983 in Eckartsberga 300.000 Mark geraubt?“, „Naumburger Tageblatt“ 10. Mai 2023 Schurich, Frank-Rainer: „Der Postraub in der Wassergasse“, „Das Blättchen“ 28. März 2022 Weckbrodt, Heiko: „Größter Lohnraub der DDR“, oiger.de  15. Juni 2016 https://adevarul.ro https://ciekawostkihistoryczne.pl https://istotne.pl https://lenta.ru https://www.bundesarchiv.de https://www.nordkurier.de https://www-novinky-cz https://www.polskieradio.pl https://www.sparkassengeschichtsblog.de https://www.youtube.com  „Reconstituirea“ von 1960, Filmstudio Sahia https://taz.de

  • Lexikon: Kumulativnoten

    Kumulativnoten sind Scheine mit hohem Nominalwert, die nicht für die Zirkulation bestimmt, sondern für Ausgleichszahlungen zwischen Großbanken gedacht waren. Beispiele: Oesterreichisch-ungarische Bank 1918: 1 und 100 Millionen Kronen Großbritannien 1948: 1 Million Pfund USA 1934: 10.000 und 100.000 Dollars zur Nutzung innerhalb des Federal Reserve Systems Österreich-Ungarn: Muster einer Kumulativ-Note der Oesterreichisch-ungarischen Bank über 100 Millionen Kronen vom 3. Oktober 1918 ohne Kontrollnummer, mit vierfacher Perforation "MUSTER", Vorderseite in Deutsch, Rückseite in Ungarisch. Quelle: Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank. Österreich-Ungarn Rudolf Richter führt die Kumulativ-Noten der Oesterreichisch-ungarischen Bank in seinem Papiergeld-Spezialkatalog Österreich unter Wertpapieren auf, da die Scheine nicht für den öffentlichen Geldverkehr bestimmt waren, sondern nur für den Geldverkehr mit Großbanken genutzt werden sollten. Eine Einlösung war nur bei den Hauptanstalten der Bank in Wien und Budapest vorgesehen. Zur Ausgabe der österreichischen Kumulativ-Noten kam es aber nicht, die Scheine kommen deshalb nur als Muster vor. Katalogisiert sind folgende Werte: 1 Million Kronen vom 1. Oktober 1918 100 Millionen Kronen vom 3. Oktober 1918 300 Millionen Kronen vom 27. Dezember 1919 2085 Millionen Kronen vom 16. Dezember 1919 (vermutlich Druckmuster). Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

  • Australien: Wo findet man das Ausgabejahr auf den aktuellen australischen Polymerbanknoten?

    Es gibt zwei Möglichkeiten, das Jahr der Ausgabe einer aktuellen australischen Polymerbanknote zu bestimmen: Sehen Sie sich die Kontrollnummer an. Wie lauten die ersten beiden Ziffern? Die Ziffern entsprechen dem Jahr des Drucks/der Ausgabe. Zum Beispiel: 23 = das Jahr 2023. Die Vorderseite der derzeitigen 50-Dollars-Polymernote. Die Rückseite der derzeitigen 50-Dollars-Polymernote. Betrachten Sie die Banknote unter UV-Licht. Sie sehen die Jahreszahl, die senkrecht links neben dem transparenten Bereich auf der Rückseite mit UV-Druckfarbe aufgedruckt ist. Die Vorderseite der derzeitigen 50-Dollars-Polymernote unter UV-Licht. Die Rückseite der derzeitigen 50-Dollars-Polymernote unter UV-Licht mit UV-aktiver Jahreszahl. Donald Ludwig (polymernotes.org)

  • Salomonen: Gedenkbanknote zu 40 Dollars im Folder

    Über die Gedenkbanknote der Salomonen zu 40 Dollars aus Polymer-Kunststoff zum Gedenken an den 40. Jahrestag der Unabhängigkeit des Inselstaats hatten wir bereits im Juli berichtet. Sie wurde am 7. Juli 2018 ausgegeben. Neu ist, dass es auch eine sehr kleine Auflage von nur 100 Stück dieser Gedenkbanknoten in einem speziellen Folder gibt. Es dürfte sich damit schon jetzt um eine Seltenheit handeln. Donald Ludwig ( polymernotes.org ) #Nachrichten #Weltbanknoten #Australien #Ozeanien #Salomonen #Dollar #Ludwig

  • Gefälschte Scheine der Roten Khmer

    Als "Rote Khmer" (Khmer Rouge) wurden im Volksmund die Mitglieder der Kommunistischen Partei von Kampuchea (CPK) und damit auch das Terror-Regime unter Führung von Pol Pot bezeichnet, durch das die CPK Kambodscha zwischen 1975 und 1979 regierte und dem Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die Roten Khmer wurden im Januar 1979 von einer vietnamesischen Invasion aus Phnom Penh vertrieben, aber nie vollständig besiegt. Sie kämpften bis zum Ende des Krieges 1989 weiter gegen die Vietnamesen und die Regierung der neuen Volksrepublik Kampuchea. Die kambodschanischen Exilregierungen (einschließlich die Roten Khmer) hielten den Sitz der Vereinten Nationen (mit beträchtlich internationaler Unterstützung) bis 1993, als die Monarchie wiederhergestellt und der Name des Staates in Königreich Kambodscha geändert wurde. Ein Jahr später ergaben sich Tausende Guerillas der Roten Khmer im Rahmen eines Amnestieprogramms der Regierung. Die Hauptwährung, die in den von den Roten Khmer kontrollierten nördlichen Gebieten Kambodschas zirkulierte, war der thailändische Bhat. Die Verwendung von offiziellen Geldern des Staates Kambodscha war ausdrücklich untersagt. Eigene Geldscheine wurden sehr spät gedruckt, um anfangs neben dem Bhat zu zirkulieren und schließlich dessen Verwendung in den Gebieten unter Kontrolle der Roten Khmer zu ersetzen. Nordkambodscha (Rote Khmer): 5 Riels ohne Datum (1993), Vorder- und Rückseite. Nordkambodscha (Rote Khmer): 10 Riels ohne Datum (1993), Vorder- und Rückseite. Nordkambodscha (Rote Khmer): 20 Riels ohne Datum (1993), Vorder- und Rückseite. Nordkambodscha (Rote Khmer): 50 Riels ohne Datum (1993), Vorder- und Rückseite. Nordkambodscha (Rote Khmer): 100 Riels ohne Datum (1993), Vorder- und Rückseite. Die Scheine wurden im Februar 1993 auf einer Druckmaschine in der nordkambodschanischen Stadt Anlong Veng gedruckt. Da sehr primitive Druckverfahren verwendet wurden, war es zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, jede Note einzeln zu nummerieren, so dass große Mengen der scheine gleiche Kontrollnummern tragen. Die Scheine zirkulierten in den von den Roten Khmer kontrollierten Gebieten, hatten jedoch eine sehr kurze Lebensdauer: Die Roten Khmer ordneten bereits im August 1993 deren Verbrennung an, um ihre Existenz vor der neuen königlich kambodschanischen Regierung geheim zu halten. Einige der zu vernichtenden Scheine fanden trotzdem ihren Weg zu einem thailändischen Sammler in Bangkok. Weitere Scheine wurden 1994 in Kambodscha gefunden und einige Stücke gelangten in die internationale Sammlergemeinde. Die Scheine waren selten und wurden zu hohen Preisen verkauft. Echte Stücke blieben bis heute selten und sind nur schwer zu finden. Oben echt: Schwarze Kontrollnummer und schwarzer Text solide und deutlich! Unten falsch: Schwarze Kontrollnummer und schwarzer Text unscharf und undeutlich! 2001 erschien plötzlich eine große Menge kompletter Sätze aller fünf Stückelungen (5, 10, 20, 50 und 100 Riels) in kassenfrischer Erhaltung auf dem Markt, die recht günstig (unter 25 USD pro Satz) angeboten wurden. Wurde etwa ein Restbestand nicht mehr ausgegebener Scheine entdeckt? Nein, jemand hat Fälschungen angefertigt, was eigentlich ganz einfach war, da die meisten Nominale die gleiche Kontrollnummer trugen. Wie erkennt man also, ob ein Schein eine Fälschung ist oder nicht? Ganz einfach: Scannen Sie Ihren Schein mit 1200 dpi oder höher und schauen Sie Sich die schwarze Kontrollummer und den schwarzen gedruckten Text genau an: • Schwammig und gepunktet wie ein Zeitungsdruck? Sie haben eine Fälschung! • Scharfer und gut definierter schwarzer Druck? Sie haben einen echten Schein! Viele der echten Stücke wurden zusätzlich in der Ecke mit roter Farbe gestempelt. Die Bedeutung dieses Stempels ist jedoch leider unbekannt. Echte Scheine sind selten und nicht preiswert. Wenn Sie einen Schein oder einen kompletten Satz auf dem Markt finden, werden Ihnen höchstwahrscheinlich Fälschungen angeboten. Die Fälschungen werden leider in der Regel als echte Scheine angeboten. Vorsicht ist also geboten! Donald Ludwig

  • Ukraine: 30 Jahre Unabhängigkeit – Die Gedenkbanknoten unter UV-Licht

    Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 50 Griwen von 2021, Vorderseite.Über mehrere Monate hinweg wurden im Jahre 2021 sechs Gedenkbanknoten zum 30. Unabhängigkeitsjubiläum der Ukraine ausgegeben. Weitere Informationen und Abbildungen sind hier zu lesen/sehen: https://www.geldscheine-online.com/post/ukraine-30-jahre-unabh%C3%A4ngigkeit Normal- und UV-Abbildungen der sechs Nominale wie folgt: 20 Griwen 2021 Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 20 Griwen von 2021, Vorderseite. Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 20 Griwen von 2021, Rückseite. 50 Griwen 2021 Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 50 Griwen von 2021, Vorderseite. Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 50 Griwen von 2021, Rückseite. 100 Griwen 2021 Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 100 Griwen von 2021, Vorderseite. Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 100 Griwen von 2021, Rückseite. 200 Griwen 2021 Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 200 Griwen von 2021, Vorderseite. Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 200 Griwen von 2021, Rückseite. 500 Griwen 2021 Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 500 Griwen von 2021, Vorderseite. Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 500 Griwen von 2021, Rückseite. 1000 Griwen 2021 Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 1000 Griwen von 2021, Vorderseite. Nationalbank der Ukraine: Gedenkbanknote zu 1000 Griwen von 2021, Rückseite. 25.000 einzelne Gedenkbanknoten pro Nennwert wurden im Jahre 2021 ausgegeben. Der Gesamtnennwert aller Nominale (20, 50, 100, 200, 500 und 1000 Griwen) beträgt 1.870 Griwen (ca. 58 Euro). Zusätzlich zum Verkauf der einzelnen Gedenkbanknoten verkaufte die Nationalbank der Ukraine am 17.01.2022 folgende Sätze mit gleichen Kontrollnummern: Ein Satz von sechs Banknoten mit gleichen Kontrollnummern in einem Gedenkumschlag, 3000 Sätze, Kontrollnummern 7001 – 10000: Preis 1.956 Griwen. Ein Satz von sechs Banknoten mit gleichen Kontrollnummern in einem Gedenkalbum, 2000 Alben, Kontrollnummern 5001 – 7000): Preis 2.511 Griwen. Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Costa Rica: Die aktuelle Polymer-Banknotenserie unter UV-Licht

    Die neue Polymer-Serie aus Costa Rica wurde in den Jahren 2020 und 2021 ausgegeben. Im Blog wurden die neuen Banknoten hier angekündigt: https://www.geldscheine-online.com/post/costa-rica-neue-polymer-banknoten-zu-2-000-5-000-10-000-und-20-000-colones https://www.geldscheine-online.com/post/costa-rica-neue-polymer-banknoten-update https://www.geldscheine-online.com/post/costa-rica-1000-und-10-000-colones-polymer-banknoten-komplettieren-die-serie Diese Serie umfasst 5 Stückelungen - ein Gesamtnennwert von CRC 38.000 (das entspricht ca. € 51.60). So sieht die neue Serie jetzt vollständig im Tageslicht und unter UV-Licht aus: Banco Central de Costa Rica: 1000 Colones vom 20. September 2019, Vorderseite. Banco Central de Costa Rica: 1000 Colones vom 20. September 2019, Rückseite. Banco Central de Costa Rica: 2000 Colones vom 14. September 2018, Vorderseite. Banco Central de Costa Rica: 2000 Colones vom 14. September 2018, Rückseite. Banco Central de Costa Rica: 5000 Colones vom 14. September 2018, Vorderseite. Banco Central de Costa Rica: 5000 Colones vom 14. September 2018, Rückseite. Banco Central de Costa Rica: 10.000 Colones vom 20. September 2019, Vorderseite. Banco Central de Costa Rica: 10.000 Colones vom 20. September 2019, Rückseite. Banco Central de Costa Rica: 20.000 Colones vom 14. September 2018, Vorderseite. Banco Central de Costa Rica: 20.000 Colones vom 14. September 2018, Rückseite. Donald Ludwig ( polymernotes.org )

  • Royal Bank of Scotland (UK)– Die aktuelle Polymerserie, ein Blick dahinter

    Eine Gruppe von Grafikagenturen aus der schottischen Kreativszene spielte eine zentrale Rolle bei den bahnbrechenden "The People's Money"-Banknoten der Royal Bank of Scotland: die "Fabric of Nature"-Banknotenfamilie. Diese aktuelle Serie von Polymer-Banknoten umfasst vier Stückelungen, die alle auf dem Safeguard® Polymer-Substrat von De La Rue gedruckt sind: £ 5 mit dem Porträt der schottischen Schriftstellerin und Dichterin Nan Shepherd, ausgegeben am 27. Oktober 2016, die zusätzlich die schottischen Meere (durch atlantische Makrele) darstellt. £ 10 mit dem Porträt von Mary Somerville, schottische Wissenschaftsautorin und Universalgelehrte, ausgegeben am 4. Oktober 2017, die zusätzlich Schottlands Wasserwege (durch eurasische Fischotter) darstellt. £ 20 mit dem Porträt von Kate Cranston, einer führenden Persönlichkeit bei der Entwicklung von Teestuben, ausgegeben am 5. März 2020, die zusätzlich Schottlands Wälder (durch eurasische Eichhörnchen) darstellt. 50 £ mit dem Bild von Flora Stevenson, der schottischen Sozialreformerin, ausgegeben am 18. August 2021, die zusätzlich den schottischen Himmel (durch schottische Fischadler) darstellt. Das gestalterische Konzept für die Banknotenserie stützte sich auf Vorschläge aus der Öffentlichkeit und verwendete eine Reihe von speziell entworfenen Farbpaletten, maßgeschneiderten Tweed-Mustern und Schriftarten. Auch wenn die Serie eine Art Erzählung hat, so vermittelt doch jede Banknote ihre eigene Geschichte: Vier verschiedene Tweed-Muster werden verwendet, um den jeweiligen Nennwert widerzuspiegeln, und Poesie wird verwendet, um die visuellen Elemente zu verbinden, die sich auf die schottische Landschaft und ihre Tierwelt beziehen. Entwürfe zu den Makrelen auf der 5-Pfund-Note. Entwürfe zu den Fischottern auf der 10-Pfund-Note. Entwürfe zu den Eichhörnchen auf der 20-Pfund-Note. Entwürfe zu den Fischadlern auf der 50-Pfund-Note. Fast 30 verschiedene Gestalter waren an dem Projekt beteiligt, an dem das Glasgower Studio Timorous Beasties (TB), das in Edinburgh ansässige Dienstleistungs-Designbüro Nile, das Glasgower Innenarchitekturbüro Graven Images, die Markenagentur O Street und das Glasgower Innenarchitekturbüro Stuco Design mitwirkten. Timorous Beasties hatte die Aufgabe, Elemente der schottischen Natur zu illustrieren: Makrelen, Fischotter, Eichhörnchen und Fischadler. Schauen wir uns zum Beispiel die 50-Pfund-Banknote genauer an: TB-Direktor Alistair McAuley zeichnete die Illustration des Fischadlerpaars im Flug. TB arbeitete erneut mit seinen Freunden von O Street zusammen, die für das kreative und grafische Design zuständig waren, sowie mit Jeni Lennox von der Designberatung Nile und Stuart Kerr von Stuco Design, während De La Rue, wie schon bei den vorherigen Banknoten, für den Spezialdruck und die Fotografie verantwortlich war. Die Kalligraphie auf den Rückseiten aller Scheine stammt von Susi Leiper. Sie lebt und arbeitet in Edinburgh, sowohl als Malerin als auch als Kalligraphin. Sie stellt auf zahlreichen Ausstellungen aus, hat mehrere Preise gewonnen und ihre Arbeiten sind in vielen renommierten Sammlungen vertreten, darunter die National Library of Scotland, das British Museum und die Royal Collection. Der kalligrafische Stil ist die schottische Sekretärshand, ein Schreibstil, der im XVI. und XVII. Jahrhundert in schottischen Büros verwendet wurde und die bis dahin vorherrschende "Bücherhand" als besser lesbare, schnellere Schreibweise ablöste, da sie besser für die zunehmende nationale und internationale Kommunikation in Wirtschaft und Recht geeignet war. Fluoreszenz wird häufig eingesetzt, um Fälschungen zu erschweren, insbesondere wenn sie in Verbindung mit anderen Sicherheitsmerkmalen verwendet wird. Unter Verwendung von UV-Licht kann fluoreszierende Tinte Wörter, Muster oder Bilder sichtbar machen, die unter normaler Beleuchtung sichtbar oder unsichtbar sein können. Die "Fabric of Nature"-Serie von RBS nutzt die Fluoreszenz auf höchst innovative und geniale Weise – sehen wir uns das einmal näher an: Fluoreszenz auf der 5-Pfund-Note Vorderseite: Die Kontrollnummern, die Zahl "5" umgeben von fünf Mücken, eine Makrele in einem rechteckigen Kasten und verschiedene Teile des Hintergrunddesigns. Rückseite: Die Rückenmarkierung von zwei schwimmenden Makrelen und die englische Übersetzung des Auszugs aus dem Gedicht "The Choice" von Sorley MacLean: "I walked with my reason, out beside the sea". (Die gälischen Zeilen, "Choisich mi cuide ri mo thuigse a-muigh ri taobh a'chuain", in der sichtbaren Ebene zu sehen). Fluoreszenz auf der 10-Pfund-Note: Vorderseite: Die Kontrollnummern, die Zahl "10" umgeben von fünf Mücken, ein Fischotter in einem rechteckigen Kasten und das Monddiagramm aus Mary Somervilles Buch "Mechanism of the Heavens", in dem veranschaulicht wird, wie man anhand des Lichts der Sonne, das auf den Mond trifft, die Entfernung zwischen Erde und Sonne berechnen kann. Rückseite: Pelzige Teile der beiden spielenden Otter, Luftblasen im Wasser und ein Auszug aus dem Gedicht "Moorings" von Norman MacCraig: "It's piped at, screamed at, sworn at By an elegant oystercatcher" (Die beiden vorhergehenden Zeilen, "The cork that can't be travels - Nose of a dog otter.", sind in der sichtbaren Ebene zu sehen). Fluoreszenz auf der 20-Pfund-Note: Vorderseite: Die Kontrollnummern, die Zahl "20" umgeben von fünf Mücken, ein rotes Eichhörnchen in einem rechteckigen Kasten, eine Reihe von galvanisiertem Besteck (entworfen von Charles Rennie Mackintosh ca. 1905 für Miss Cranstons Teestuben) und verschiedene Teile des Hintergrunddesigns. Rückseite: Zwei spielende Eichhörnchen, ein kleiner Teil eines Zweigs mit Blättern und zwei Auszüge aus Mark Alexander Boyds Werk "Cupid and Venus": "Like til a leaf that fallis from a tree, Or til a reed ourblawn with the win." (Die beiden vorhergehenden Zeilen, "Fra bank to bank, fra wood to wood I rin, Ourhailit with my feeble fantasie", sind in der sichtbaren Ebene zu sehen). Fluoreszenz auf der 50-Pfund-Note: Vorderseite: Die Kontrollnummern, die Zahl "50" umgeben von fünf Mücken, ein Fischadler-Nest mit drei gesprenkelten Eiern darin und fünf "Gird and Cleeks" (ein klassisches Spielgerät des 19. Jahrhunderts) auf einem Fünfeck. Rückseite: Zwei schottische Fischadler im Flug, die Rückenmarkierung der Makrele in den Krallen des einen Fischadlers (mit einem "50"-Band an einem Bein), ein Teil des Hintergrunddesigns und ein zweizeiliger Auszug aus "Nettles" von Neil Munro: "The forests hum with feather, But where are now the men?" (Die beiden vorhergehenden Zeilen, "There's deer upon the mountain, There's sheep along the glen", sind in der sichtbaren Ebene zu sehen). Die Verwendung der Makrele in den Krallen des einen Fischadlers verbindet diese Banknote mit der ersten Banknote der Serie, der 5-Pfund-Banknote. Die fluoreszierende Vignetten aller vier Werte. Donald Ludwig ( polymernotes.org ) Presseveröffentlichungen/Quellen/weitere Informationen: https://www.designweek.co.uk/issues/25-april-1-may-2016/how-fabric-of-nature-scottish-bank-notes-were-designed/ https://www.creativeboom.com/inspiration/designing-the-peoples-money/ https://www.timorousbeasties.com/story/the-peoples-money https://www.timorousbeasties.com/story/royal-bank-of-scotland-50-note# https://www.facebook.com/royalbankofscotland https://www.pmgnotes.com/news/article/6549/Shine-Bright-Like-a-Banknote/ https://notescollector.eu/pages/en/notes.php?noteId=1248 https://notescollector.eu/pages/en/notes.php?noteId=1546 https://notescollector.eu/pages/en/notes.php?noteId=2059

  • Mexikos 100-Pesos-Banknote wird sowohl auf Guardian™ als auch auf Safeguard® gedruckt

    Die in Mexiko in Umlauf befindliche 100-Pesos-Banknote gehört zur aktuellen G-Serie der Bank, die 2018 eingeführt wurde. Die Banknote im Hochformat ist auf Polymer-Kunststoff gedruckt und zeigt eine der Nationalheldinnen Mexikos, die Dichterin und Schriftstellerin Sor Juana Inés de la Cruz. Die Note wurde am 12. November 2020 ausgegeben und erhielt den renommierten " Bank Note of the Year Award " der International Bank Note Society für das Jahr 2020. Seit ihrer Ausgabe gab es fünf Druckaufträge mit jeweils einer oder mehreren Auflagen, eine Auflage umfasst sechs Serien-Präfixe. Alle Banknoten werden in den beiden Druckereien des Banco de México gedruckt, eine in Mexiko-Stadt und die andere in Guadalajara. Bei jedem neuen Druckauftrag erscheint ein neues Datum auf der Banknote: 8. MAI. 2020: Präfix-Buchstaben AA-AM 31. AGO. 2020: Präfix-Buchstaben AN-AT 6. ENE. 2021: Präfix-Buchstaben AU-BM 21. MAI. 2021: Präfix-Buchstaben BN-BZ 24. MAI. 2021: Präfix-Buchstaben CA-CF Alle aktuellen mexikanischen Banknoten tragen auf der rechten Seite die Unterschrift des Emissions-Generaldirektors (Alejandro Alegre Rabiela) und auf der linken Seite die Unterschrift eines der fünf Gouverneure des Banco de México. Für jedes Datum und jeden Serien-Präfix der 100-Pesos-Banknote gibt es fünf Unterschriftsvarianten. Für die ersten beiden Daten (2020) sind die Gouverneure des Banco de México: Alejandro Díaz de León Carrillo Javier Guzmán Calafell Irene Espinosa Cantellano Jonathan Ernest Heath Constable Gerardo Esquivel Hernández. Für die 2021-datierten Banknoten sind die Gouverneure des Banco de México: Alejandro Díaz de León Carrillo Irene Espinosa Cantellano Jonathan Ernest Heath Constable Gerardo Esquivel Hernández Galia Borja Gómez. Der mexikanische Sammler und Spezialist Cedrian López Bosch hat herausgefunden, dass die 21. MAI. 2021 datierten Banknoten, Serien BN-BT, auf dem von De La Rue hergestellten Polymersubstrat Safeguard® gedruckt wurden, während die 21. MAI. 2021 datierten Banknoten, Serien BU-BZ, und alle anderen Daten auf dem von CCL Secure hergestellten Polymersubstrat Guardian™ gedruckt wurden. Beide Substrate sind transparent und sehen mit bloßem Auge identisch aus, sind aber völlig unterschiedliche Produkte. Beim Bedrucken von Banknoten wird Tinte auf das Substrat aufgetragen, die dann trocknet. Je nach Art des Substrats trocknet die Tinte auf unterschiedliche Weise, was mit bloßem Auge erkennbar sein kann. Wir haben bereits über die verschiedenen Substrate (und die sichtbaren Unterschiede auf ihnen) für die von der Bank of England ausgegebenen 20- und 50-Pfund-Banknoten berichtet: https://www.geldscheine-online.com/post/zwei-varianten-der-neuen-20-pfund-banknote-aus-england https://www.geldscheine-online.com/post/zwei-varianten-der-neuen-50-pfund-banknote-aus-england Nun haben wir ein weiteres Beispiel für verschiedene Substrate für dieselbe Ausgabe mit sichtbaren Unterschieden. Vorderseiten. Detailansichten mit Schmetterlingen. Rückseiten. Bei der 100-Pesos-Banknote wird der Substrat-Unterschied am deutlichsten, wenn man das transparente Fenster oben rechts auf der Banknote betrachtet. Legen Sie die Banknote auf einen schwarzen Hintergrund und sehen Sie sie sich an: Der Bogen und die Säulen im transparenten Fenster sind bei der Safeguard®-Variante kaum sichtbar. Bei der Guardian™-Variante sind sie deutlich zu erkennen. Der obere Schmetterling ist bei der Safeguard®-Variante viel dunkler und bei der Guardian™-Variante heller und weniger deutlich. Sehen Sie weitere sichtbare Unterschiede zwischen den beiden Substraten, entweder auf der Vorderseite oder auf der Rückseite der Banknoten? Eine Banknote kann auch getestet werden, indem der Bereich mit dem transparenten Fenster durch eines der Verus™ H-Geräte gezogen wird, das das Guardian™-Substrat mit einem grünen Licht und einem positiven Ton identifiziert. Handelt es sich nicht um ein Guardian™-Substrat, ertönt ein rotes Licht und ein negativer Ton. Halten Sie Ausschau nach weiteren Substrat-Varianten, sowohl für Mexiko wie auch für andere Länder! Donald Ludwig ( polymernotes.org )

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