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  • Übergabe der ersten neuen Banknoten der Bank of England an König Charles III.

    Am 9. April 2024 verwendete König Charles III. einen seit Bekanntwerden seiner Krebserkrankung und -behandlung selten gewordenen öffentlichen Auftritte, zur Entgegennahme der ersten englischen Banknoten mit seinem Porträt im Zimmer "1844" des Buckingham Palastes. Übergeben wurden die Geldscheine mit dem Porträt des Königs, das von einem Bild stammt, das 2013 gemacht wurde, vom Präsidenten der Bank of England (BoE), Andrew Bailey, in Begleitung von Sarah John, Chief Cashier der BoE. Selbstverständlich hat jeder der vier Geldscheine, je eine pro Nennwert, die erste (und damit niedrigste) Kontrollnummer der jeweiligen Serie. Der König war überrascht, dass er erst der zweite Monarch ist, dessen Bild auf englischen Banknoten dargestellt ist. Seine Mutter Königin Elisabeth II. war die Erste, der diese Ehre zu Teil wurde. König Charles III fand das Porträt von Winston Churchill (auf der 5-Pfund-Note) sehr passend. Die Details auf den Rückseiten der Noten zu 20 und 50 Pfund fand er zudem sehr gelungen. Die Scheine, die dem König in einem Album übergeben wurden, haben folgende Präfixe: £5: CA01 £10: HB01 £20: EH01 £50: AJ01 Die BoE beabsichtigt die Geldscheine mit König Charles III. (KCIII) ab dem 5. Juni 2024 in den Umlauf zu bringen. Es ist ebenfalls geplant, dass die Bevölkerung kleine Mengen dieser Banknoten im Tausch gegen Noten mit Königin Elisabeth II. umtauschen kann. Details zu dieser Aktion sind beim Schreiben dieses Artikels noch nicht bekannt, sollen jedoch, laut BoE, rechtzeitig bekannt gegeben werden. Durch An- bzw. Nachfragen von britischen Staatsangehörigen im Rahmen des Gesetzes zur Informationsfreiheit im Vereinigten Königreich an die Bank of England, ist seit einiger Zeit bekannt, dass die letzten gedruckten Banknoten mit dem Porträt von Königin Elisabeth II. folgende Präfixe haben: £5: BC60 £10: EM54 £20: DM54 £50: AE80 Das müsste bedeuten, dass es keine 10-Pfund-Noten mit dem Porträt von König Charles III. mit den Präfixen F und G gibt, diese beiden also übersprungen wurden. Warum die Serie von König Charles bei 20 Pfund anscheinend nicht mit EA beginnt, sondern mit EH, dürfte ein Geheimnis der BoE bleiben. Bei 50 Pfund scheinen also die Präfixe F, G und H beim Übergang zu den KCIII-Noten übersprungen worden zu sein. Für Sammler, die auf Serien-Präfixe achten, werden die nächsten Monate und Jahre interessant bleiben, ob da nicht doch noch etwas Überraschendes kommt. Des weiteren gab die Bank of England im Rahmen des Gesetzes zur Informationsfreiheit bekannt, dass die letzten Banknoten mit dem Porträt von Königin Elisabeth II. zu folgenden Zeitpunkten gedruckt worden sind: £5: Juli 2018 £10: Dezember 2020 £20: Oktober 2022 £50: April 2022 Der prozentuale Anteil der Papiernoten im Umlauf lässt sich nur ungefähr bestimmen, da die veröffentlichten Daten von "Alle Banknoten im Umlauf" zu "Papierbanknoten im Umlauf" zwei Monate auseinander liegen. Die folgenden Werte sind also nur "ungefähr", liefern aber dennoch interessante Informationen: £5: ~ 28% Anteil Papier – wirklich überraschend hoher Anteil, der sich in den letzten drei Jahren auch fast nicht verändert hat £10: ~ 5% Anteil Papier £20: ~ 7,5% Anteil Papier £50: ~ 26% Anteil Papier – hier nicht so überraschend, da der 50-Pfund-Schein in erster Linie als Wertaufbewahrungsmittel und nicht als Zahlungsmittel verwendet wird und daher eine geringere Fluktuation aufweist. Ralf Faust

  • Die letzten Geldscheine der ersten Kolonie Englands

    Mit dem Datum 2. Januar 1920 wurden die beiden letzten Geldscheine der Regierung Neufundlands ausgegeben. Laut Gesetz waren damals die 1- und 2-$-Noten die einzigen Scheine unter fünf Dollars, die auf der Insel zirkulieren durften. Abb. 1: 1 Dollar 1920, Vs., Porträt König Georg V., 183 x 85 mm, mit der Unterschrift des Finanzministers Henry Joseph Brownrigg. Abb. 2: 1 Dollar 1920, Rs., Druck: 600.000 Stück. Abb. 3: 2 Dollars 1920, Vs., Bergbauszene, 183 x 85 mm, bekannt sind die Signatur-Varianten Bursell/Brownrigg, Hickey/Brownrigg, Keating/Brownrigg und Renouf/Brownrigg. Abb. 4: 2 Dollars 1920, Rs., Druck: 300.000 Stück. Im Gegensatz zur Geschichte Neufundlands ist die Geldgeschichte der Insel überschaubar. Vor über 2000 Jahren betraten die Männer um den Isländer Leif Eriksson „der Glückliche“ den östlichsten Zipfel des nordamerikanischen Festlands und nannten es „Vinland“ (Weinland). Eine angelegte Siedlung auf Neufundland (L’Anse aux Meadows) wurde von den Skandinaviern nach wenigen Jahren wieder aufgegeben. Erst durch die Wiederentdeckung der Inseln im Sommer 1497 durch den italienischen Seefahrer Giovanni Caboto, seinem Sohn Sebastiano und weiteren 17 Seeleuten begann die Landnahme des heute zur kanadischen Provinz Newfoundland and Labrador gehörenden Gebiets, das etwa so groß ist wie die ehemalige DDR. Nachdem sie die Flaggen Englands und des Vatikans am Strand in die Erde stießen, nannten sie die Insel „newe founde islande“ (neu gefundene Insel). Caboto reiste im Auftrag des englischen Königs Henry VII. Am 5. August 1583 wurde die Insel durch Sir Humphrey Gilbert offiziell in englischen Besitz genommen und 1610 als erste Kolonie Englands die Colony of Newfoundland gegründet. Abb. 5: eine der ersten detaillierten Landkarten von Neufundland, um 1617 – von John Mason, von William Vaughan veröffentlicht1). Bis 1620 waren vorwiegend Engländer und Franzosen auf der Insel und jahrelange Spannungen zwischen beiden Volksgruppen bestimmten den Alltag – englische Fischer lebten im West Country an der Ostküste; französische Fischer bevölkerten die Südküste der Insel und die nördliche Halbinsel. Im „Frieden von Utrecht“ vom 11. April 1713 mussten die Franzosen im nordamerikanischen Neufrankreich die Insel Terre-Neuve (= Newfoundland) sowie Nouvelle-Écosse (= New Scotland), Nouveau-Brunswick (= New Brunswick) und das um die Hudson Bay gelegene Gebiet an das 1707 entstandene Großbritannien abtreten. Abb. 6: „Der Kampf um die koloniale Herrschaft 1700 – 1763“, britische, niederländische, französische, portugiesische und spanische Besitztümer2). Die sog. „Neufundlandwährung“, das war getrockneter Kabeljau, wurde aus Mangel an Münzgeld über hundert Jahre als Tauschmittel verwendet. Nach 1700 bis 1865 waren vor allem britische Münzen im Umlauf; es kursierten außerdem Schuldverschreibungen zwischen 5 Shillings bis 5 Pounds. Bekannt sind die von Robert Brine unterschriebenen Wechsel über 9 und 11 Shilling vom 24. November 1815. Im Juli 1834 wurde ein Währungsgesetz erlassen. Alle Schuldverschreibungen wurden bis 1857 zurückgerufen, ungültig und anschließend vernichtet. Von den einzig bekannten Schuldverschreibungen zu 1 Pound gibt es heute nur noch unfertige Scheine. Mit dem Datum 1850 sind nur ein teilweise signierter und einige der sog. Remainder bekannt. Abb. 7: 1 Pound 16. Oktober 1850, Signaturen: William Thomas/Lawrence O’Brien – es fehlt meist die Unterschrift des Schatzmeisters. Die Ursache, Schuldverschreibungen aus dem Verkehr zu nehmen, war die Gründung neuer Banken: der Union Bank of Newfoundland und der Commercial Bank of Newfoundland zwischen 1837 und 1857. Das Neufundland-Pfund galt bis 1865 und war dem britischen gleichgesetzt: 1 £ = 20 sh. = 240 p. Abb. 8: 1 Pound 5. Oktober 1859, Signatur rechts: Robert Brown. 1863 legte ein Gesetz fest, in Neufundland den Dollar zu 100 Cent einzuführen und verfügte, dass alle öffentlichen Konten fortan in Dollar und Cent geführt werden sollten. Mit der Dezimalisierung am 1. Januar 1863 wurde der Neufundland-Dollar eingeführt – im Tauschkurs 1 Dollar = 4 Shillings/2 Pence; der Einfachheit halber rechnete man 1 Dollar = 50 Pence. Abb. 9: 2 Dollars 1870, Porträt Königin Victoria, Ø 18 mm, 10.000 Stück geprägt, 2 NF£ Gold = 200 ¢/100 p. = 2 £St. Dennoch wurden weiterhin Pfundnoten gedruckt und ausgegeben; später auch als duale Banknoten – z.B. auf 1 Pfund lautend mit Überdruck 4 Dollars. Abb. 10: 1 Pound/4 Dollars 1. Januar 1867, Signatur rechts: Robert Brown. Abb. 11: 1 Pound 1. Mai 1880, Vs., Porträt Königin Victoria und Segelschiff „Fishing Smack“, Signaturen: Charles Speare Pinsent/James Goldie. Weitere Geldscheine von 2 bis 50 Dollars aus den Jahren 1867–1889 wurden bis zum Banken-Crash von 1894 ausgegeben. Der „Schwarze Montag“ im Dezember 1894 deutete sich am Sonnabend, dem 8. Dezember, an: Die Nachricht vom Tod Henry Halls und der folgenden Geschäftsaufgabe der Londoner Handelsfirma Prowse, Hall & Morris traf die Fischer auf Neufundland hart. Die Londoner Banken gewährten der Commercial Bank und der Union Bank keine neuen Kredite; sie forderten außerdem die völlige Rückzahlung der ausgereichten Darlehen. Die Kaufmannschaft und die Fischer sollten ihre aufgelaufenen Schulden zurück zahlen. Das konnten sie nicht und eine Bezahlung mit Kabeljau wurde nicht akzeptiert. Abb. 12: 20 Dollars 1. Mai 1888, Vs., Signaturen: H. D. Carter/Henry Cooke. Abb. 13: 50 Dollars 1. Mai 1889, Vs., Specimen-Schein, Signaturen: Charles Speare Pinsent/James Goldie. Fischhändler saßen in den Verwaltungsräten beider Institutionen und verloren die Kontrolle über alle Operationen, vergaben Darlehen unter sich, unabhängig von ihre Bonität. Kontrollverlust bei den Banken, Überschuldung, Naturkatastrophen und die Feuersbrunst in St. John’s von 1892 waren für die CB und UB verheerend. Die betroffenen Händler und die Fischer stürmten die Banken und hoben ihre Einlagen ab. Am 10. Dezember 1894 schlossen beide Banken für immer. Etwa 6000 Menschen in St. John’s verloren ihre Arbeit. Löhne wurden nicht mehr bezahlt – Hunderte von Besuchern der Insel saßen fest, da bei der Eisenbahn oder auf Fähren keine Banknoten mehr akzeptiert wurden. 1894 waren Banknoten im Wert von rund 1,2 Millionen Dollars sowohl von Commercial als auch von Union im Umlauf, die durch die Schließung der Banken vorübergehend wertlos wurden. Das Land hatte unterdessen keine verlässliche Währung mehr und die Regierung musste handeln. Sie ernannte am 15. Dezember 1894 einen Ausschuss zur Untersuchung der Geschäftspraktiken der Banken und stellte weniger als zwei Wochen später fest, dass sich die Union Bank in einer viel besseren finanziellen Situation befand als die Commercial und empfahl der Regierung, alle Banknoten abzuwerten. Die Regierung hielt sich an die Empfehlungen des Ausschusses und verabschiedete Ende Dezember ein Gesetz, das eine Wertreduzierung vorsah: CB-Banknoten von 10 Dollar auf 2 Dollars UB-Banknoten von 10 Dollar auf 8 Dollars. Abb. 14/15: Bankstempel nach 1894 – das Government of Newfoundland garantierte die Annahme beider Banknoten zu 2 bzw. 8 Dollars. Eigentlich brachte das Gesetz dem Land eine „stabile Währung“, stieß aber bei der Bevölkerung auf großen Widerstand. Am 1. Januar 1895 versammelten sich 3000 Menschen in St. John’s und forderten von der Regierung, den vollen Wert ihrer Banknoten zu garantieren. Die Demonstranten gingen eine Woche später wieder auf die Straße, da die Regierung auf die Forderungen nicht reagierte und plünderten Geschäfte in der Water Street, bis die Polizei einschritt. Die Polizei verhaftete am 27. Dezember 1894 u.a. die Direktoren der Banken, namhafte Fischhändler sowie den damaligen Premierminister A. F. Goodridge und seinen Minister J. S. Pitts. Gegen weitere Politiker, Banker und Fischhändler wurde im Juli 1895 ebenfalls Anklage erhoben. Viele wurden jedoch kurz nach ihrer Verhaftung gegen Kaution freigelassen und in den Gerichtsverhandlungen vom Dezember 1897 freigesprochen. Es wurde vermutet, dass man auf Generalstaatsanwalt Sir J. Winter politischen Druck ausübte – viele Kaufleute waren wieder aktiv im Fischhandel. Gefängnisstrafen hätte weitere Insolvenzen auslösen und die fragile Wirtschaft des Landes erneut schädigen können. Nach dem Bankcrash von 1894 wurden auf Neufundland kanadische Banken eröffnet: am 21. Dezember 1894 die Bank of Nova Scotia in St. John’s, gefolgt von der Bank of Montreal, der Canadian Bank of Commerce und der Merchant’s Bank of Halifax. Im Januar 1895 nahm das Land die kanadische Währung an. Das Land nahm auch Beitrittsverhandlungen mit Ottawa auf, die jedoch scheiterten. Die Filialen kanadischer Banken und die Legalisierung des kanadischen Dollars stellte das Land finanziell und wirtschaftlich wieder auf eine solide Grundlage; viele Menschen auf Neufundland benötigten jedoch weitere Hilfe von außen. In St. John’s halfen verschiedene Kirchen und Hilfskomitees mit Lebensmitteln, Kleidung und Geld. Spenden kamen auch aus England, Kanada und den USA. Die Regierung von Neufundland gab von 1901 bis 1909 eine Reihe von neuen Geldscheinen aus. Diese „cash notes“ in den Nennwerten zu 40, 50 und 80 Cents sowie zu 1 und 5 Dollars waren an den Stundenlohn von 20 Cents gebunden und unterlagen dem jährlichen Haushaltsvolumen der staatlichen Dienstleistungen des Department of en Public Works. Abb. 16: 1 Dollar 1903, Government Cash Note, Signaturen: James Harris/George W. Gushue. Von 1910 bis 1914 wurden weitere Noten vom Department PW mit Doppeldatum ausgegeben. Die Stückelungen waren nun 25 und 50 Cents sowie 1, 2 und 5 Dollars. Auch hier waren die gedruckten Beträge von der Abstimmung des Gesetzgebers für öffentliche Arbeiten abhängig. Beide Serien waren bei der Bank of Montreal in St. John’s einlösbar. Abb. 17: 5 Cents 1903, Vs., Government Cash Note, Signaturen: Michael P. Cashin/ Robert Watson. Nach sechs Jahren gab es eine letzte Ausgabe der Newfoundland Government Notes. Laut Gesetz waren diese eingangs abgebildeten 1- und 2-Dollars-Noten die einzigen Noten unter fünf Dollars, die auf der Insel zirkulieren durften. 1854 wurde Neufundland zur Kronkolonie im Britischen Empire und erhielt 1907 zusammen mit Labrador den Status eines Dominions. 1933 stimmte die Regierung in St. John’s einer Selbstauflösung zu; Misswirtschaft, Verschuldung, Rücknahme einer Reichensteuer und Korruption sowie die wirtschaftlichen Belastungen durch den Ersten Weltkrieg und die folgende Weltwirtschaftskrise von 1929 waren Ursachen des Niedergangs. Bis 1932 schuldete die neufundländische Regierung kanadischen Banken über 97,0 Millionen Dollars und stand vor dem Bankrott. 1934 erklärte Großbritannien das Gebiet wieder zur Kronkolonie. In der Volksbefragung vom 22. Juli 1948 stimmten über 52 Prozent der Bevölkerung Neufundlands für einen Anschluss an Kanada: gegen eine staatliche Unabhängigkeit, gegen einen Verbleib als Kolonie im britischen Königreich, gegen eine Wiedererlangung des Dominions-Status und somit gegen die Unabhängigkeit im Commonwealth und gegen eine wirtschaftliche und politische Union mit den USA, was ebenfalls diskutiert wurde. Seit dem 31. März 1949 gehört Neufundland zu Kanada und seit dem 6. Dezember 2001 als 10. kanadische Provinz Neufundland und Labrador. Auf der Rückseite der 100-Dollars-Banknote aus der Serie „Canadian Journey“, die ab dem 17. März 2004 ausgegeben wurde, sind die aktuelle Landkarte Kanadas und eine von Samuel de Champlain erstellte Karte von 1632 abgebildet. Auf beiden Karten ist Neufundland gut zu erkennen. Abb. 18: 100 Dollars (2004), Specimen Rs., 152,4 × 69,85 mm, Bank of Canada/Banque de Canada. Zwischen der großen Wertzahl „100“ und der historischen Karte kann man die vierte Strophe des Gedichts „Jacques Cartier in Toronto“ lesen. Das schrieb die damals 71-jährige Miriam Waddington 1988: „Do we ever remember that somewhere above the sky in some child‘s dream perhaps Jacques Cartier is still sailing, always on his way always about to discover a new Canada?“, darunter die französische Übersetzung von Christine Klein-Lataud: „Nous souvient-il parfois qu’au-dessus du ciel quelque part dans un rêve d’enfant peut-être Jacques Cartier navigue encore, toujours en route, toujours sur le point de découvrir un Canada nouveau?“, deutsch: „Erinnern wir uns jemals daran, dass irgendwo über dem Himmel eines Kindertraums Jacques Cartier vielleicht noch segelt, immer auf dem Weg, immer ein neues Kanada zu entdecken?“ Jacques Cartier war ein bei Saint-Malo geborener französischer Seefahrer und Entdecker, der am 20. April 1534 von der Bretagne aus nach Westen segelte und um den 10. Mai auf seiner ersten Erkundungsfahrt die Nordküste von Neufundland passierte. Ergänzung: Erwähnenswert sind die Firmenausgaben des Unternehmers Robert G. Reid. Als Auswanderer kam der gebürtige Schotte 1871, kaum 30 Jahre alt, nach Kanada und 1890 nach Neufundland. Da war er schon Bauunternehmer und im Eisenbahn- und Brückenbau tätig. Um 1889 erhielt Reid einen Regierungsauftrag zum Bau einer Eisenbahnstrecke von Whitbourne nach Port Aux Basques. 1893 übernahm er den Eisenbahnbetrieb auf der Insel, doch durch die Finanzkrise von 1894 kam es zu Schwierigkeiten bei der Entlohnung seiner 1800 Beschäftigten; sie erhielten einen Stundenlohn von etwa 10 Cents. Aufgrund der Geldknappheit verhandelte er mit der Regierung, die ihm freie Hand ließ bei der Ausgabe von Firmen-Notgeld. Die Anweisungen zu 1, 1½, 2 und 5 Dollars konnten für den Kauf von Waren in den provisorischen Lagerzelten auf den Baustellen verwendet oder im Büro der Newfoundland Northern & Western Railway auf der Water Street in St. John’s eingetauscht werden. Diese Scheine gelten heute zu den seltensten Papiergeld-Ausgaben von Neufundland und kommen auf dem Sammlermarkt kaum vor. So sind vom 5-Dollars-Schein angeblich nur 10 Exemplare bekannt – sieben sind vollständig unterschrieben, drei davon liegen in Museen. Aus der Sammlung des kanadischen Sammlers Harry M. Eisenhauer († 16. Januar 2020) wurde im Januar 2021 ein Einzelstück versteigert: Abb. 19: 5 Dollars 2. Januar 1894, Vs., Signaturen: Robert Gillespie Reid (Vater)/Harry Duff Reid (Sohn). Geldscheine von Neufundland 1850–19204): Wert Jahr Aussteller Kat.-Nr. Druck 1 £ 1850 Isld. of NF A3A PBC 1-stg. 1 £ 1857/1858/1859 CB of NF S101 PBC 1-stg. 1 £/4 $ 1867 CB of NF S106 PBC 1-stg. 5 £/20 $ 1867 CB of NF S107 PBC 1-stg. 10 £/40 $ 1865/1867 CB of NF S108 PBC 1-stg. 1 £/4 $ 1874/1882/1884 CB of NF S109 PBC 1-stg. 5 £/20 $ 1874/1885 CB of NF S110 PBC 1-stg. 2 $ 1881/1882/1884 CB of NF S111 BABNC 1-stg. 2 $ 1888 Udr. orange CB of NF S112 BABNC 2-stg. 2 $ 1888 Udr. grün CB of NF S113 BABNC 2-stg. 5 $ 1888 CB of NF S114 BABNC 2-stg. 10 $ 1888 ohne Stempel CB of NF S115 BABNC 2-stg. 10 $ 1888 Stempel: 2 $ CB of NF S115 BABNC 2-stg. 20 $ 1888 CB of NF S116 BABNC 2-stg. 50 $ 1888 CB of NF S117 BABNC 2-stg. 1 £ 1854 UB of NF S118 PBC 1-stg. 1 £ 1865 UB of NF S121.a ABNC 1-stg. 1 £ 1867/1877/1880 UB of NF S121.b ABNC 1-stg. 5 £ 1865/1876/1881 UB of NF S122.a ABNC 1-stg. 5 £ 1883 UB of NF S122.b ABNC 1-stg. 10 £ 1865/1876 UB of NF S123 ABNC 1-stg. 2 $ 1882 UB of NF S124 ABNC 1-stg. 5 $ 1889 UB of NF S125 ABNC 1-stg. 10 $ 1889 ohne Stempel UB of NF S126.a ABNC 1-stg. 10 $ 1889 Stempel: 8 $ UB of NF S126.b ABNC 1-stg. 20 $ 1889 UB of NF S127 ABNC 1-stg. 50 $ 1889 UB of NF S128 ABNC 1-stg. 1 $ 1894 NNW Ry. n. k. CBNC 2-stg. 1½ $ 1894 NNW Ry. n. k. CBNC 2-stg. 2 $ 1894 NNW Ry. n. k. CBNC 2-stg. 5 $ 1894 NNW Ry. n. k. CBNC 2-stg. 40 ¢ 1901 ... 1909 Gov. of NF A4 ABNC 1-stg. 50 ¢ 1901 ... 1909 Gov. of NF A5 ABNC 1-stg. 80 ¢ 1901 ... 1909 Gov. of NF A6 ABNC 1-stg. 1 $ 1901 ... 1909 Gov. of NF A7 ABNC 1-stg. 5 $ 1901 ... 1909 Gov. of NF A8 ABNC 1-stg. 25 ¢ 1910-11 ... 1913-14 Gov. of NF A9 WMC 2-stg. 50 ¢ 1910-11 ... 1913-14 Gov. of NF A10 WMC 2-stg. 1 $ 1910-11 ... 1913-14 Gov. of NF A11 WMC 2-stg. 2 $ 1910-11 ... 1913-14 Gov. of NF A12 WMC 2-stg. 5 $ 1910-11 ... 1913-14 Gov. of NF A13 WMC 2-stg. 1 $ 1920 Gov. of NF A14 CBNCo 2-stg. 2 $ 1920 Gov. of NF A15 CBNCo 2-stg. Michael H. Schöne Anmerkungen Zentrum für Neufundlandstudien, QEII Library, Memorial University of Newfoundland, St. John’s. Historical Atlas by William R. Shepherd, 1923, University of Texas, Austin. C. F. Rowe, The Coins and Currency of Newfoundland, 1967, in: The Book of Newfoundland, Vol. 3. A. Pick, SCWPM, Specialized Issue, 1986/General Issues, 2000. Quellen: https://www.therooms.ca, https://www.bankofcanadamuseum.ca https://en.wikipedia.org/ https://de.wikipedia.org Abkürzungen: ABNC = American Bank Note Co., New York/Gov. Cash Note/Banknote ABNCo = American Bank Note Co., Ottawa/Government Treasury Note BABNC = British American Bank Note Co., Montreal/Banknote CBNC = Canada Bank Note Co., Montreal/Notgeld CB of NF = Commerce Bank of Newfoundland/Banknote Gov. of NF = Government of Newfoundland/Government Cash Note Isld. of NF = Island of Newfoundland/Government Treasury Note n. k. = bisher nicht katalogisiert NNW Ry. = Newfoundland Northern and Western Railway/Robert G. Reid PBC = Perkins, Bacon & Co., London/Banknote UB of NF = Union Bank of Newfoundland//Gov.Treasury Note/Banknote WMC = Whitehead, Morris & Co., London/Government Cash Note

  • Lexikon: Bank of England

    Die Bank of England wurde 1694 nach einem Vorschlag von William Patterson gegründet. Sie blieb ein unabhängiges, nicht staatliches Unternehmen. "Die Bank von England", Stahlstich der Kunstanstalt des Bibliographischen Instituts Hildburghausen um 1850. Für das Recht zur Ausgabe von Banknoten, die später gesetzliche Zahlungsmittel wurden, gewährte sie dem Staat Darlehen. Sie überwand alle Krisen und entwickelte sich zur zeitweise bedeutendsten Notenbank der Welt (Bank der Banken). Die wichtigste Bankreform basiert der Peelschen Bankakte von 1844. ENG-342: 5 Pounds der Bank of England vom 5. November 1945, Druck einseitig. ENG-369c: 1 Pound der Bank of England ohne Datum (1955–1960), Vorderseite. ENG-381b: 50 Pounds der Bank of England ohne Datum (1988–1991), Vorderseite. In England ist sie die einzige Notenbank, doch gibt es in Schottland und Nordirland auch heute noch mehrere eigene Notenbanken im Vereinigten Königreich. Darüber hinaus gibt es auf den Inseln Guernsey, Jersey und Man, die offiziell nicht zu Großbritannien gehören, sondern britischer Kronbesitz sind, eigenes Papiergeld. Hier geht es zu einer Galerie mit Abbildungen von Noten der Bank of England. Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski Abb. Sammlung Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Europa #Großbritannien #England #Pound #Pick #Grabowski

  • Leserpost: Hat die Bundesregierung ab 2010 DM-Noten in England drucken lassen?

    Kontakt über den Geldscheine-Online-Blog Ist Ihnen etwas bekannt, dass bereits seit den frühen 2010er Jahren die damalige Bundesregierung in England DM-Scheine drucken ließ? Wissen sie etwas darüber? Frank Antwort der Redaktion Hallo Frank, Gerüchte gab es schon immer und wird es immer geben! Nach der Finanzkrise von 2008/2009 gab es z.B. ein Gerücht, dass Deutschland wieder DM-Scheine drucken ließe, falls der Euro scheitern sollte. Auf solche Gerüchte sollte man nichts geben. Außerdem hätte die Bundesbank keine DM-Noten in Großbritannien drucken lassen! Schon allein, weil wir in Deutschland mit der Bundesdruckerei und der Firma Giesecke & Devrient zwei eigene Banknoten- und Wertpapierdruckereien haben, die bis dahin alle Druckaufträge ausführten und außerdem um das "ach so geheime Unternehmen" nicht auch noch international bekannt zu machen. Das ist meine Meinung dazu! Wenn Sie eine verbindliche Aussage möchten, dann sollten Sie sich direkt an die Deutsche Bundesbank oder die EZB wenden. Hans-Ludwig Grabowski #Leserpost #Weltbanknoten #Europa #Deutschland #BRD #DM #Grabowski

  • Galerien im Museum: Noten der Bank of England

    In unserem Museum auf Geldscheine-Online.com bauen wir eine virtuelle Sammlung von Geldscheinen aus aller Welt auf! ​ Unser Geldmuseum lädt passend zum "Brexit" zu einer Galerie mit Noten der Bank of England aus den Jahren 1945 bis 2016 ein. Alle Scheine werden mit Vorder- und Rückseiten gezeigt. Weitere Ausstellungen befinden sich in Vorbereitung. Nach und nach werden neue Länder und Emittenten aufgenommen, bis jedes Land der Erde mit je einer Auswahl seiner Geldscheine in bester Abbildungs-Qualität vertreten ist. ​ In unserem regelmäßig erscheinenden kostenlosen Newsletter informieren wir über neue Galerien! ​ Alle abgebildeten Geldscheine stammen aus privaten Sammlungen und dem Handel. Wenn auch Sie das Museum unterstützen möchten, dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Hans-Ludwig Grabowski #Museum #Europa #Großbritannien #England #Grabowski​

  • Pfund-Noten der Bank von England mit Überdrucken aus der Zeit der deutschen Besetzung Guernseys

    Die kroneigenenen Kanalinseln Jersey, Guernsey und Sark vor der französischen Normandie-Küste waren das einzige britische Territorium, das im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt war. Da der von deutscher Seite eingeführten Mark-Währung seitens der Bevölkerung misstraut wurde und schon bald allgemeiner Kleingeldmangel herrschte – die einheimischen wie auch die englischen Pfund-Noten wurden von der Bevölkerung gehortet und die Münzen waren schon lange aus dem Umlauf verschwunden –, setzte man mit deutschem Einverständnis bereits kurze Zeit nach der Besetzung 1941 neue Geldscheine für Guernsey wie auch für Jersey mit englischer Währungsbezeichnung in Umlauf und erklärte diese zu offiziellen Zahlungsmitteln. Sie liefen neben den britischen Pfund-Noten um. Im Gegenzug verlangte die deutsche Besatzung Guernseys, dass im selben Nennwert von 5000 Britischen Pfund 1-Pfund-Noten der Inselwährung (States of Guernsey) aus dem Verkehr zu ziehen und für die Vernichtung zurückzuhalten wären. Diese Noten wurden jedoch zuvor von der lokalen Inselverwaltung mit Handstempeln „Withdrawn from circulation (Zurückgezogen aus dem Umlauf)“ auf Vorder- und Rückseiten sowie mit einem Datum versehen. Als die neuen Kleingeldscheine der Inseln ebenfalls knapp wurden, erteilte die deutsche Besatzung Guernseys eine neuerliche Genehmigung zur Ausgabe weiterer Scheine mit niedrigen Nominalen über die Gesamtsumme von 5000 Pfund. Diesmal forderte die deutsche Seite jedoch die Übergabe von 5000 britischen 1-Pfund-Noten der Bank von England aus dem Zahlungsmittel-Umlauf. Auch diese Noten wurden aber zuvor vom Government mit entsprechenden Überdrucken versehen und sind heute sehr rar. Nach der Befreiung der Inseln 1945 wurden 2000 Scheine davon auf Jersey gefunden und an die Bank von England zurückgeführt. Die noch vorhandenen etwa 3000 Stücke wurden in den frühen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die Bank an Sammler, vorwiegend aus den USA, verkauft. Es handelt sich dabei um die grünen Pfund-Noten mit Unterschriften von Mahon, Catterns oder Peppiatt ohne Datum (aus den Jahren 1928 bis 1939) sowie um die blauen sog. Kriegs-Pfund mit Unterschrift Peppiatt, die ab 1940 in den Umlauf gelangten. Die Scheine kommen mit zwei verschiedenen Überdrucken „Withdrawn from Circulation – September 18th 1941.“ und „Withdrawn from Circulation – November 10th 1941.“ vor. Mit diesen Überdrucken waren die Pfund-Noten für den Umlauf unbrauchbar gemacht und für die deutsche Seite nicht mehr zu verwerten, da leicht zu erkennen war, dass es sich um die Pfund-Noten handelte, welche der deutschen Besatzungsmacht übergeben werden mussten. Zwischenzeitlich befinden sich nur noch etwa 300 Stück am Markt, von denen alle Kontrollnummern aufgezeichnet sind. Dabei dürfte es sich um den Restbestand dieser interessanten Zeugnisse im Zusammenhang mit der deutschen Besatzungspolitik im Zweiten Weltkrieg handeln. Die von deutscher Seite genehmigten Kleingeldschein-Ausgaben für Guernsey und Jersey sind schon seit langer Zeit auch von Sammlern deutscher Nebengebiete gesucht und sind im Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" aufgeführt und aktuell bewertet. Hans-Ludwig Grabowski

  • Kriegspropaganda: „Gott strafe England!“

    In meiner Sammlung befindet sich ein Darlehenskassenschein zu 5 Mark vom 5. August 1914 mit siebenstelliger Kennziffer. Das Besondere an dem Schein ist ein runder, violetter Stempelabdruck in der rechten oberen Ecke. In einem Innenkreis mittig der zweizeilige Test „Gott strafe / England!“. Über und unter dem Text jeweils eine kleine Verzierung. Der Innenkreis ist von einem weiteren Kreis mit kleinen Zacken umgeben. Welche Bewandtnis hatte es mit diesem Propagandaaufdruck auf sich? Die Phrase „Gott strafe England“ wurde im Deutschen Reich während der Zeit des Ersten Weltkriegs bei den verschiedensten Gelegenheiten gebraucht. Großbritannien sollte der göttliche Zorn für seinen niederträchtigen Kriegseintritt auf Seiten Frankreichs, Belgiens und Russlands treffen. Die Losung findet sich auf einer Vielzahl von Plakaten, Postkarten, Vignetten (gezähnt wie Briefmarken oder auch in Form eines Artillerie-Geschosses), Tassen und Teller, aber auch auf Eheringen und Kohlenbriketts, Bücher erschienen mit diesem Titel, ebenso wie Musikstücke. Bald diente „Gott strafe England“ in der deutschen Armee als Grußformel, auf die „Er strafe es“ geantwortet wurde. Der Slogan wird Ernst Lissauer (* 16. Dezember 1882 in Berlin; † 10. Dezember 1937 in Wien) zu geschrieben. Ernst Lissauer war Dramatiker, Lyriker und Publizist und für Stefan Zweig der preußischste oder preußisch-assimilierteste Jude, den er kannte. Lissauer stammte aus einer alteingesessenen Berliner Fabrikantenfamilie. Bei Kriegsausbruch meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, wurde jedoch als untauglich ausgemustert. Daher versuchte er mit andern Mitteln der Sache zu dienen und verfasste patriotische Gedichte, wie den „Hassgesang gegen England“ (1914). Text und Abb. Uwe Bronnert

  • Die Bank of England sucht nach Vorschlägen für neue 50-Pfund-Note

    Neben der Königin wird das Porträt eines herausragenden verstorbenen Wissenschaftlers aus Bereichen wie Biologie, Astronomie und medizinischer Forschung auf dem geplanten neuen 50-Pfund-Schein der Bank of England zu sehen sein. Die Öffentlichkeit kann bis zum 14. Dezember 2018 auf der Website der Bank Vorschläge unterbreiten: The Bank of England is seeking public input on the design of the new 50-pound note Bis zum 26. November 2018 wurden bereits über 174.000 Nominierungen abgegeben! Derzeit sind 330 Millionen £50-Noten im Umlauf, mit einem Gesamtwert von £16,5 Milliarden. Der Gouverneur der Bank, Mark Carney, gab im Science Museum in London bekannt: "Es gibt eine Fülle von Menschen, deren Arbeit unser Denken über die Welt geprägt hat und die auch heute noch Menschen inspirieren". Unsere Banknoten sind eine Gelegenheit, die Vielfalt der britischen Gesellschaft zu feiern und die Beiträge ihrer größten Bürger hervorzuheben." Nominierungen können jeden umfassen, der in irgendeinem Bereich der Wissenschaft gearbeitet hat, einschließlich Astronomie, Biologie, Biotechnologie, Chemie, Ingenieurwesen, Mathematik, medizinische Forschung, Physik, Technologie oder Zoologie, informierte die Bank. Eine Auswahlliste wird von einem Ausschuss, dem vier Experten auf diesem Gebiet angehören, erstellt, und Herr Carney wird eine endgültige Entscheidung treffen, wobei die neue Banknote zu einem noch zu veröffentlichenden Zeitpunkt in Umlauf gebracht wird. Hans-Ludwig Grabowski Video: Bank of England #Nachrichten #Weltbanknoten #Großbritannien #England #Pound #Grabowski

  • England: Neue 10-Pfund-Note 2016

    Am 14. September 2017 gab die Bank of England eine neue 10-Pfund-Note aus Polymer-Kunststoff in Umlauf. Sie ist der britischen Roman-Autorin Jane Austen (1775 – 1817) gewidmet, die ano­nym sozialkritische Werke veröffentlichte. Ihre Bücher waren zwar damals schon bekannt, doch bis nach ihrem Tod erreichte sie wenig Anerkennung. Zu ihren berühmtesten Werken zählen „Stolz und Vorurteil“ und „Sinn und Sinnlichkeit“. 2017 wird ihr 200. Todestag begangen. Auf der Vorderseite ist die Winchester-Kathedrale zu sehen, in der sich ihr Grab befindet. Traditionell zeigt die Vorderseite ein Porträt von Königin Elisabeth II. Auf der Rückseite findet man das Jahr der gesetzlichen Grundlage zur Ausgabe der Note von 2016. An Serien sind bisher bekannt: AA, AE, AH, CA und CB. Die Bank hob die Vorzüge von Polymer-Banknoten im Vergleich zu Banknotenpapier hervor. So wäre die Lebensdauer um das 2,5-fache länger und es böten sich mehr Möglichkeiten des Fälschungsschutzes. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2018/07+8 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de #Nachrichten #Europa #Großbritannien #England #Pound #Grabowski

  • Nikaragua: Neue 500- und 1.000-Córdobas-Noten wurden eingeführt

    Die Banco Central de Nicaragua (BCN) hat am 8. Juli 2019 neue 500- und 1.000- Córdobas-Banknoten aus Polymer-Substrat eingeführt. Die neuen Noten haben folgende Eigenschaften: hohe Haltbarkeit, was erhebliche Einsparungen bei der Ausgabe von Geldscheinen mit sich bringt; größere Fälschungssicherheit, da sie modernste Sicherheitsmaßnahmen umfassen; und Umweltfreundlichkeit, da das Abfallmaterial der Scheine nach der Vernichtung recycelbar ist. Die Abmessungen betragen 156 mm in der Länge und 67 mm in der Höhe, mit Farben und Designs, die denen der aktuellen Auflage ähneln. Es sei darauf hingewiesen, dass die BCN mit dieser Neuemission die im Jahr 2009 begonnene Banknotenfamilie vervollständigt, mit der Nikaragua als eines der ersten Länder überhaupt alle Geldschein-Nominale auf Polymer-Kunststoff umgestellt hat. Die derzeit im Umlauf befindlichen 500- und 1.000-Córdobas-Banknoten, die auf Baumwollpapier gedruckt sind, werden ihren Wert behalten und neben den neuen Banknoten weiter zirkulieren, bis sie entsprechend ihrem Verschleiß schrittweise zurückgezogen werden. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Nikaragua #Cordoba #Grabowski

  • Nikaragua: Neue 500- und 1000-Córdobas-Noten

    Laut einer Pressemitteilung vom 24. Juni 2019 plant die Banco Central de Nicaragua am 8. Juli 2019 die Einführung neuer 500- und 1000-Córdobas-Noten aus Polymer-Kunststoff. Die neuen Banknoten sollen folgende Eigenschaften haben: hohe Haltbarkeit, was erhebliche Einsparungen beim Druck mit sich bringt; größere Fälschungssicherheit, da sie modernste Sicherheitsmaßnahmen umfassen; Umweltfreundlichkeit, da das Abfallmaterial der Scheine nach der Zerstörung recycelbar ist. Das einheitliche Format beträgt 156 mm in der Länge und 67 mm in der Höhe, mit Farben und Designs, die denen der aktuellen Auflage ähneln. Es sei darauf hingewiesen, dass die Banco Central de Nicaragua mit dieser Neuemission die gesamte im Jahr 2009 begonnene Polymer-Banknotenfamilie vervollständigt, mit der Nikaragua als eines der ersten Länder überhaupt alle seine Nominale auf Polymer-Substrat drucken lässt. Hans-Ludwig Grabowski Abb. Owen W. Linzmayer, www.banknotebook.com #Nachrichten #Weltbanknoten #Amerika #Nikaragua #Cordoba #Grabowski

  • Banknotenatlas - Nikaragua

    Fläche: 129.494 qkm Einwohner: 5.908.000 (2014) Hauptstadt: Managua Staatsform: Republik Amtssprache: Spanisch Währung: Córdoba = 100 Centavos 1502 landete Christoph Kolumbus an der karibischen Küste des heutigen Nikaragua. Nach Raubzügen unter dem Konquistador Pedrarias Dávila ab 1519 begannen die Spanier 1522 das Land zu erobern und zu kolonisieren. Nahe der Pazifikküste entstanden erste spanische Stadtgründungen, wie 1523 Granada und 1524 León. Ab 1524 gehörte Nikaragua dann zum Generalkapitanat Guatemala. Die Kazike genannten indigenen Führer reagierten unterschiedlich auf den Eroberungs- und Christianisierungsdrang der Spanier. So ließ der Kazike Nicarao sein Land requirieren, bekannte sich zum Christentum und machte den Spaniern wertvolle Geschenke, während Kazike Diriangén sich nur zum Schein taufen ließ und die Spanier schließlich mit tausenden Kriegern auf dem Schlachtfeld angriff. Die Spanier werteten jeden Angriff gegen ihre Kolonialmacht als Rebellion und antworteten mit Krieg. So wurden kulturell und wirtschaftlich hoch entwickelte Völker, wie die der Pipil, Nicario und Choroteguas versklavt. 1538 wurde ein Großteil der Bevölkerung in Silberminen nach Peru und Bolivien verschleppt, so dass 1552 nach einem spanischen Mönch im gesamten Nikaragua nur noch 4000 bis 5000 Menschen gelebt haben sollen. Banco Central de Nicaragua: 50 Córdobas vom 26.3.2014 (2015) Die Polymer-Banknote zeigt auf der Vorderseite den Eingang zum Handwerkermarkt von Masaya. Auf der Rückseite sieht man traditionelle Tänzer einer Folkloregruppe sowie das Staatswappen mit Jakobinermütze der französischen Revolution über den fünf Vulkanen des Landes. Vorder- und Rückseiten zeigen auch stilisierte Xylophone. 1 Nikaraguanischer Córdoba (NIO) entspricht derzeit etwa 0,03 Euro. Da sich die spanische Kolonialmacht lange nur auf die Pazifikküste und das Hinterland an Nikaragua- und Managua-See beschränkt hatte, stand die durch Gebirge vom Rest des Landes abgeschiedene Karibikküste, an der die Miskito lebten, zusammen mit Belize unter dem Einfluss der Briten. 1725 kam es zum Aufstand der indianischen Bevölkerung in León und 1777 kämpften die Boaco gegen die Spanier. Nach der französischen Revolution und der Besetzung Spaniens durch Napoleon I. begann in den spanischen Kolonien Mittel- und Südamerikas ab 1811 der Unabhängigkeitskrieg. Am 15. September 1821 erklärte das Generalkapitanat Guatemala seine Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Aus dem Generalkapitanat wurden 1823 die Vereinigten Provinzen Mittelamerikas, aus denen die Zentralamerikanische Konföderation hervorging, die von 1823 bis 1840 bestand und zu der neben Guatemala und Nikaragua auch Honduras, El Salvador und Costa Rica gehörten. Die Spanier hatten die Unabhängigkeit erst 1838 anerkannt. Nikaragua selbst blieb zerrissen. Das Königreich Mosquitia an der Karibikküste blieb britisch dominiert und war ab 1841 sogar britisches Protektorat. Nach der Unabhängigkeitserklärung von 1821 hatte der Westen des Landes sogar für kurze Zeit zu Mexiko gehört. Wie in allen mittelamerikanischen Staaten bestimmte der Konflikt zwischen Liberalen und Konservativen die Politik, der 1856 in einen Bürgerkrieg mündete, in dem der US-amerikanische Abenteurer William Walker mit einer Privatarmee auf Seiten der Liberalen eingriff. Walker strebte aber die Herrschaft über ganz Zentralamerika an, rief sich selbst zum Präsidenten Nikaraguas aus und führte sogar die Sklaverei wieder ein. Er floh 1857 aus dem Land, nachdem er militärisch geschlagen war. Die folgende Geschichte blieb unruhig und bis in die Gegenwart von politischen Konflikten, Putschen und Bürgerkrieg bestimmt. Die Briten gaben zwar das Protektorat über Mosquitia auf, doch die USA intervenierten geheimdienstlich und militärisch zum Machterhalt von Diktatoren, die ihren Einfluss sicherten. Heute ist der ehemalige Führer der Sandinisten, Daniel Ortega, Präsident von Nikaragua. Bis zur Regelung des Notenrechts vom März 1882 gab es nur Staatsnoten. Die Banco de Nicaragua wurde 1887 gegründet und erhielt das alleinige Notenrecht. Der Staat musste aber während der Revolution 1893 wieder eigenes Geld ausgeben. Hans-Ludwig Grabowski Münzen & Sammeln, Ausgabe 2017/07+08 Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de

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