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- Lexikon: Goldmark
Die "Goldmark" war kein allgemeines Zahlungsmittel (lediglich als sog. wertbeständiges Notgeld), sondern eine deutsche Rechnungseinheit während der Inflation nach dem Ersten Weltkrieg. Der Wert der Goldmark entsprach dabei dem Wert der Mark vor dem Krieg. Die Goldmark steht im Gegensatz zur "Papiermark", die 1923 von der "Rentenmark" und dann 1924 von der "Reichsmark" abgelöst wurde. Thüringische Staatsbank, THU-74h: Wertbeständiger Notgeldschein über 2 Goldmark vom 20. November 1923, Vorder- und Rückseite. Abb. Sammlung Grabowski. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Aus privaten Sammlungen: 100 Milliarden Mark der Reichsbahndirektion Stettin von 1923
Objekttyp: Notgeldschein Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Historischer Kontext: Mit der Weimarer Verfassung vom August 1919 trat am 1. April 1920 der Staatsvertrag über die Reichseisenbahnen in Kraft, womit die vormaligen Länderbahnen dem Reichsverkehrsminister unterstellt wurden. Während der Inflation gaben auch Verwaltungseinheiten und Dienststellen von Reichsbahn und Reichspost eigenes Notgeld aus. Die Ausgaben der Zweigstelle des Reichsverkehrsministeriums Bayern in München galten in ganz Bayern, die der Reichsbahndirektionen (RBD), deren Grenzen nicht mit Ländergrenzen übereinstimmten, sowie die einzelner Dienststellen nur in diesen. Die Ausgaben des Reichsverkehrsministers waren an allen Kassen der Deutschen Reichsbahn und schließlich zusätzlich auch noch an allen öffentlichen Kassen im gesamten Reichsgebiet gültig. Wegen dieser reichsweiten Bedeutung wurden sie auch in meinen Katalog Die deutschen Banknoten ab 1871 aufgenommen. Die Ausgaben der Direktionen und Dienststellen der Deutschen Reichsbahn findet man in einem gesonderten Katalog (Deutsches Notgeld, Band 13: Das Papiergeld der deutschen Eisenbahnen und der Reichspost). Von der Reichspost gab es lediglich Ausgaben verschiedenen Postdirektionen, jedoch keine, die reichsweite Gültigkeit besaßen. Folgende Reichsbahndirektionen haben während der Inflation 1923 eigene Geldscheine ausgegeben: Altona, Breslau, Cassel, Dresden, Elberfeld, Erfurt, Frankfurt/Main, Frankfurt/Oder (RBD Osten), Halle (S.), Hannover, Karlsruhe, Köln, Königsberg (Pr.), Magdeburg, München (Reichsverkehrsministerium, Zweigstelle Bayern), Münster, Oppeln, Stettin und Stuttgart. Land/Region/Ort: Deutsches Reich, Preußen, Provinz Pommern, Stettin Emittent: Deutsche Reichsbahn, Reichsbahndirektion Stettin Nominal: 100 Milliarden Mark Datierung: 26. Oktober 1923 Vorderseite: Flügelrad und Text auf grauem Ornament-Unterdrck mit Siegel der Reichsbahndirektion Stettin, Prägestempel der RBD Stettin Rückseite: Druck einseitig Material: Papier Druck: F. Hessenland G.m.b.H., Stettin Wasserzeichen: Achteckfliesen Format: 140 × 90 mm Nummerierung: 149576 ❉ Authentizität: Original Zitate: 020.16 (Müller, Geiger, Grabowski: Deutsches Notgeld, Band 13: Das Papiergeld der deutschen Eisenbahnen und der Reichspost) GER-S1367 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Holzwert-Gutscheine 1923
In der Gruppe der wertbeständigen Sachwertscheine waren die über Holz lautenden Gutscheine nach den Roggengutscheinen die häufigsten. Die Basis einer Sachwertsicherung beim wertbeständigen Notgeld sollte ein Sachwert mit möglichst breitem Markt sein. Dies war bei Holzwert-Gutscheinen sicherlich nicht der Fall, es waren eher ungewöhnliche und exotische Gutscheine. Die in der Hyperinflationszeit des Jahres 1923 ausgegeben Holzwert-Gutscheine lauteten auf den Geldwert (in Goldmark) bestimmter Mengen Holz. Die Bemessung der Mengen von Holz erfolgte in der Regel auf Festmeter (fm), seltener auf Raummeter (rm) bzw. ein Mehrfaches davon. In der forstwirtschaftlichen Praxis war seinerzeit der Festmeter als Raummaß allgemein üblich. Der Geldwert ergab sich durch die Verknüpfung von Holzmenge bestimmter Qualität mit Goldmark. Die Emittenten der Holzwert-Gutscheine waren ausschließlich Städte und Gemeinden aus waldreichen Gegenden. Stadt Glogau (Schlesien), Interims-Anteilschein über 1/8 Festmeter 5% Glogauer Holzwert-Anleihe im Werte von 5 Goldmark, ausgegeben in Glogau am 1. November 1923. Die schlesische Stadt Glogau gab am 1. November 1923 für 20.000 Festmeter (fm) Rundholz Klasse 1-4 in sechs Wertstufen „Interims-Anteilscheine über 1/4000 Festmeter 5 % Glogauer Holzwert-Anleihe im Wert von 1 Goldpfennig“ bis „Interims-Anteilscheine über 1/8 Festmeter 5 % Glogauer Holzwert-Anleihe im Werte von 5 Goldmark“ aus. Die kleingestückelten Anteilscheine standen im praktischen Gebrauch an der Grenze, gewissermaßen in einer Scharnierfunktion zwischen Wertanleihe und wertbeständigem Notgeld. Die Anteilscheine waren im Buchdruck hergestellte, nicht durchnummerierte Inhaberscheine und dienten als wertbeständiges Notgeld insbesondere bei den täglichen Einkäufen ohne die Notwendigkeit, sie mit Unmengen von täglich wertloserer Papiermark zu zahlen. Eine gesetzliche Annahmepflicht für diese Geldsurrogate bestand nicht. Die Interims-Anteilscheine waren darauf angelegt, ab November 1923 zunächst als Notgeld zu zirkulieren. Die Tilgung der Scheine sollte von der Stadtbank Glogau einerseits durch Umtausch ab dem 1. April 1924 in Schuldverschreibungen der 5% Glogauer Holzwertanleihe von 1923 nach Maßgabe der Stückelung erfolgen. Die damit eingetauschten Schuldverschreibungen waren dann aber kein Geld mehr, sondern Vermögenswert. Andererseits war die Stadtgemeinde berechtigt, den Eintausch schon vorher zum angegebenen Goldwertbetrag in Rentenmark oder in Goldanleihe des Deutschen Reichs vorzunehmen. Die Stadt Lemgo (Lippe-Detmold) emittierte am 6. November 1923 Gutscheine zum Erwerb von Brenn- und Nutzholz aus den Waldungen der Stadt über 1, 2 und 5 Goldmark. Die Lemgoer Scheine waren nach ihrer Ausstattung kein Holzsachwert, sondern auf Goldmark lautendes Notgeld, das in seinem Verwendungszweck ausschließlich auf den Ankauf von Holz beschränkt sein sollte. Die über unterschiedliche Mengen von Holz lautenden Scheine der württembergischen Gemeinde Horgen ob Rottweil, der hessischen Stadt Wimpfen, der bayerischen Stadt Wörth am Main und der Stadt Bad Wildungen (Waldeck) wurden vom 21. Oktober bis zum 20. November 1923 in den Verkehr gebracht. Dem Wimpfener Holznotgeld lag ein Ausgabe- und Einlösungsverfahren zugrunde, das dem für die Kartoffel-Roggen-Gutscheine des Landes Waldeck ähnelte. Zur Versorgung der Stadtbevölkerung mit Weizen, Roggen und Kartoffeln wurde die Landbevölkerung durch öffentlichen Aufruf vom 10. November 1923 aufgefordert, diese Nahrungsmittel frei „Steinhaus“ oder Bahnhof Wimpfen anzuliefern und dafür je gelieferte 1,10 Zentner Weizen oder 1,40 Zentner Roggen oder 5 Zentner Kartoffeln einen Gutschein über 1 Raummeter Brennholz, Scheiter mittlerer Güte, im Werte von 10,50 Goldmark entgegenzunehmen. Der Aktion war kein großer Erfolg beschieden, da es der Landbevölkerung zu der Zeit anscheinend möglich war, Holz auch ohne Abgabe ihrer höherwertigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu erwerben. Damit hatte das Wimpfener Holznotgeld keine besondere Bedeutung als Zahlungsmittel gehabt. Stadt Wörth am Main, Gutschein über einen Ster Kiefernprügelholz II. Klasse gleich sechs Goldmark, ausgegeben in Wörth am Main am 15. Dezember 1923. Die Gutscheine der Stadt Wörth am Main über „einen Ster Kiefernprügelholz II. Klasse gleich sechs Goldmark“ sollten ausschließlich zur Bezahlung von Bauhandwerkern verwendet werden, denen die Stadtverwaltung die Errichtung einiger Häuser in Auftrag gegeben hatte. Die Bauhandwerker brachten sie jedoch in den „allgemeinen Zahlungsverkehr, indem sie sie bei Einkäufen weitergaben und nur ausnahmsweise gegen Holz umtauschten.“ Von größerer örtlicher Bedeutung waren die am 5. November 1923 ausgegebenen Holzgutscheine von Bad Wildungen über 1/20, 1/10, ¼, ½ und 1 Festmeter Buchennutzholz mittlerer Güte. Festgelegt war: Die Gemeinde konnte bei der Rückzahlung bestimmen, dass die Einlösung statt in Holz in Geld beliebiger Währung erfolgen konnte. Der Festmeter Buchennutzholz mittlerer Güte sollte dann mit 20 Goldmark nach dem letzten amtlichen Kurs des der Zahlung vorausgehenden Tages berechnet werden. Die Gutscheine waren für den örtlichen Zahlungsverkehr durchaus von größerer Bedeutung und blieben neben dem Goldmarknotgeld des Landes Waldeck noch bis Ende März 1924 im Umlauf. Bad Wildungen, Holzgutschein über ½ Festmeter Buchennutzholz mittlerer Güte, ausgegeben in Bad Wildungen am 5. November 1923. Die auf den Holzwert-Gutscheinen seinerzeit angegebenen Goldmarkpreise je Festmeter Holz lassen sinnvolle Wertvergleiche nicht zu, da ihnen unterschiedliche Zeitwerte zu Grunde lagen, ferner die Holzarten und Qualitäten sehr unterschiedlich waren. Die Preise reichen von 6 Goldmark für Kiefernprügelholz II. Klasse bei Wörth, über 10,50 Goldmark für Brennholz Scheiter mittlerer Güte bei Wimpfen, 20 Goldmark für Buchennutzholz mittlerer Güte bei Bad Wildungen, 30 Goldmark für Nadelstammholz I. Klasse bei Horgen bis zu 40 Goldmark für Holz unbekannter Art und Güte bei Glogau. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Privat (7/2023) Literaturhinweis (Daten und Texte teilweise entnommen): Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962. Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro
- Nachbericht zur Teutoburger Münzauktion: Auktion 154 – Banknoten
Vom 24.2. bis 2.3.2023 fanden die Auktionen 154 und 155 der Teutoburger Münzauktion GmbH statt. Angeboten wurden Banknoten, Briefmarken, Münzen und Medaillen. Hier eine kleine Auswahl von Ergebnissen aus dem Banknoten-Bereich (Auktion 154): Los 68: Herzogtum Warschau, 2 Taler 2.12.1810. III-, äußerst selten, Ausruf: 500 Euro – Zuschlag: 3.100 Euro Los 82: Banknoten - Ausland - SurinameVögel, komplette Serie mit insgesamt 9 Scheinen von 5 Gulden bis 25000 Gulden 1.1.2000. I bis I-, selten komplett angeboten Ausruf: 360 Euro – Zuschlag: 1.100 Euro Los 93: Banknoten - Altdeutschland - Anhalt-Cöthen Eisenbahn-Cassen-Schein, 1 Thaler 2.3.1846. Anhalt-Cöthen-Bernburger Eisenbahn-Gesellschaft 1846-1856. III, winz. Einriss, Rs. Kleberreste Pick S126. Grabowski/Kranz 18. Ausruf: 675 Euro – Zuschlag: 1.750 Euro Los 94: Banknoten - Altdeutschland - Anhalt-Cöthen Eisenbahn-Cassen-Schein, 1 Thaler 20.2.1850. Anhalt-Cöthen-Bernburger Eisenbahn-Gesellschaft 1846-1856. Mit Wasserzeichen. IV+, selten Pick S127a. Grabowski/Kranz 19. Ausruf: 360 Euro – Zuschlag: 725 Euro Los 99: Banknoten - Altdeutschland - Anhalt-Dessau Staatskassen-Schein, 1 Thaler 1.8.1849. Herzoglich Anhalt-Dessauische Regierung 1849. III, kl. Fehlstelle in der Mitte, sehr selten. Pick S131. Grabowski/Kranz 32. Ausruf: 250 Euro – Zuschlag: 825 Euro Los 102: Banknoten - Altdeutschland - Anhalt, Gesamtstaat, Herzogtum (ab 1863)1 Thaler 2.1.1864. Anhalt-Dessauische Landesbank 1864-1874. III+, selten Pick S138. Grabowski/Kranz 39. Ausruf: 270 Euro – Zuschlag: 1.950 Euro Los 144: Banknoten - Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg - Deutsches Reich, 1871-1945. 5000 Mark 15.3.1923. Serie E. I-, sehr selten. Rosenberg 86. Grabowski. DEU-98. Ausruf: 180 Euro – Zuschlag: 460 Euro Los 247: Banknoten - Deutsches Notgeld und KGL - Berlin (Brandenburg) Tägliche Rundschau, 146 verschiedene Scheine zu 50 Pfg., alle ohne Stempel. Bis auf 88.1. 115, 117, 127 und 142 komplett. I-II. Lindman 88.1. Ausruf: 1.350 Euro – Zuschlag: 3.300 Euro Los 415: Bielefeld, Ausnahmesammlung aus einem Nachlass. Insgesamt 240 Notgeldscheine aus Papier und besonderer Art, darunter Proben, Scheine mit verschiedenen Borten und Spitzen, viele Spitzenstücke u.a. Wunderlich-Schein, Stadt-Sparkasse Bielefeld Kriegsjahr 1917, ein Bogen der auf Karton gespannt ist und vieles mehr. Ein Posten der jeden Kenner zum staunen bringt. Unbedingt besichtigen, günstig geschätzt. unterschiedlich erhalten Ausruf: 2.250 Euro – Zuschlag: 15.000 Euro Hans-Ludwig Grabowski Hier geht es direkt zum Nachverkauf Auktion 154 (Banknoten): https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/8941/seite/1/?lot_range=1-1000&items=18&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE
- Emporium Hamburg, Auktionen 102 und 103 vom 8. bis 11. Mai 2023
Emporium Hamburg öffnet seine digitalen Saaltüren erneut für die Frühjahrsauktionen 102 & 103 „Münzen & Banknoten“. Die Auktionen finden dieses Jahr wieder online statt und können an allen vier Tagen über die Bieterplattform Auctionmobility verfolgt werden. Auf der Internetseite www.emporium-numismatics.com finden Sie alle relevanten Informationen rund um das Thema „Live-Bidding“. Gern nehmen wir Ihre Gebote auch schriftlich oder telefonisch entgegen. Die 102. Auktion „Münzen & Medaillen“ bietet ein umfangreiches Angebot von gut 3500 Losen von der Antike bis in die Gegenwart. Unter den 514 Losen der Antike finden Sie u.a. seltene Exemplare der Kelten, des griechischen und des byzantinischen Reiches. In der Kategorie Ausland sind unter den 1150 Losen besonders die bolivianische und peruanische Sammlung (Los 552-743 und Los 1020-1401) hervorzuheben, die einen historisch einmaligen Einblick in die Kolonialzeit und Unabhängigkeitskämpfe dieser Länder geben. Einen näheren Blick sollten Sie auch auf das Los 894 werfen: Una and the Lion, 200 Pfund, geprägt 2019 unter Königin Elisabeth II. Dieses Motiv, welches auf den englischen Dichter Edmund Spenser und sein Epos „The Faerie Queene“ zurückgeht, wurde erstmals unter Queen Victoria 1839 ausgegeben und symbolisierte die Stärke und Ausdauer der jungen Königin. Eine Ausdauer, die auch Elisabeth II. auszeichnete – kein britisches Staatsoberhaupt regierte je so lange, wie sie es tat. Nach einem kurzen Intermezzo thematischer Münzen, Medaillen und Orden- und Ehrenzeichen (Los 1669-1707) leitet eine Rarität aus dem 9. Jahrhundert den Auktionsbeginn der deutschen Münzen ein: der äußerst seltene Karolinger, Schätzwert 100 000,- Euro, dessen Münzstätte und Prägungsjahr noch immer unbekannt sind (Los 1714). In der Sammlung der deutschen Münzen vom Mittelalter bis in das Deutsche Kaiserreich wird (beinahe) jede Region abgedeckt, die in Gold und Silber erfasst wurde (Los 1715-2714). Auch zahlreiche Stücke aus alter norddeutscher Sammlung sind hier vertreten, wie das Prachtexemplar 20 Mark 1904 von Friedrich II. (Los 2600). Im letzten Teil der Münzauktion erwarten Sie Raritäten aus der Weimarer Republik, besetzten Gebieten und der DDR und BRD (Los 2742-2955). Bemerkenswert hier ist die 5 Mark Otto Hahn in Silber aus dem Jahr 1979, die zu den großen Seltenheiten der Münzprägung der Bundesrepublik Deutschland gehört. Am Donnerstag, 11. Mai 2023, beschließt die 103. Auktion „Banknoten & Notgeld“ die Auktionswoche mit 526 Losen aus zahlreichen Sammelgebieten. Unter den ausländischen Scheinen befindet sich eine beeindruckende Serie aus der freien Stadt Danzig (Los 4289-4313). Aus der frühen Republik Frankreichs werden ausgewählte Assignats und Rescriptions de l’emprunt forcé (Los 4012-4015) präsentiert. Besonderes Augenmerk liegt auf der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts mit über 70 Banknoten der Bank deutscher Länder und der Bundesbank (Los 4185-4259). Bemerkenswert ist hier der „Rote Hunderter“, 100 Deutsche Mark aus dem Jahr 1948 in Erhaltung II (Los 4200, Ros 244). Los 4200: BRD. 100 Deutsche Mark 1948, Serie L/A, Roter Hunderter. Erhaltung II. Taxe: 1200,- Euro Einen weiteren Höhepunkt stellt das Titelstück der Auktion dar: 100 Mark Saarmark-Noten 1947 (Los 4328, Ros 872). Los 4328: SAARLAND. Saarmark-Noten, 100 Mark, 1947. Minimale Stockflecken, sonst Erhaltung I-. Erhaltung II+. Taxe: 6000,- Euro Auch die Sammler von Notgeld (Los 4348-4517) werden auf ihre Kosten kommen. Exemplarisch sei hier der Satz Freienwalde aus Pommern, bestehend aus vier Scheinen zu 4, 10, 25 und 50 Pfennig aus dem Jahre 1920, genannt (Los 4429). Los 4429: POMMERN. Freienwalde. 4, 10, 25, 50 Pfennig Nov. 1920. Probedrucke auf farbigem Papier. Erhaltung I. Taxe: 200,- Euro Ab dem 3. April 2023 sind die Auktionen online einsehbar. Ein Katalogexemplar können Sie jederzeit bei uns anfordern. Eine Vorbesichtigung der Auktion ist nach Terminabsprache bis zum 5. Mai 2023 möglich. Kontaktieren Sie uns gerne unter: Zur Auktion! Emporium Hamburg, Abteilung Numismatik, Süderstraße 288, 20537 Hamburg. Telefon: +49 40 25799-137, Fax: +49 40 25799-100. E-Mail: numisgruppe@emporium-hamburg.com Homepage: www.emporium-numismatics.com
- Nachbericht zur Frühjahrsauktion 102 & 103 von Emporium Hamburg vom 8. bis 11. Mai 2023
Emporium Hamburgs große Frühjahrsauktion erstreckte sich in diesem Jahr über vier Tage mit knapp 3500 grandiosen Losen. Sowohl der Bereich Antike und Deutsches Kaiserreich als auch Hamburg, Stadt, Großbritannien und Notgeld aus dem Saarland haben zahlreiche Interessenten angezogen. Wie in den vorherigen Jahren fand auch diese Auktion ohne Saalbieter statt. Viele interessante und mit attraktiven Schätzpreisen angesetzte Stücke fanden dennoch in spannenden Live-Bieterwettkämpfen über Telefon und Online zu neuen Besitzern und so manche Raritäten konnten neue Höchstgebote erzielen. Auktion 102: Münzen und Medaillen Den Start machte der Bereich Antike und zeigte mit dem Los 47 schon den ersten von vielen sensationellen Zuschlägen der Auktion. Los 47 Thrakien Lysimachos, 323-281 v. Chr. AV Stater, Alexandria-Troas. f.vz Schätzpreis: € 3500,- Zuschlag: € 8200,- Auch die Münzen aus dem Seleukidischen Reich erfreuten sich großer Beliebtheit. Die vorzüglichen AR Tetradrachmen von Antiochos VI. (154-142 v. Chr.) erhielten jeweils einen Zuschlag von € 1300,- (Los 110, Schätzpreis € 1000,-) und € 1250,- (Los 111, Schätzpreis € 1000,-). Los 110 Los 111 Im Sammelgebiet Ausland erzielten vor allem die Länder Bolivien und Peru, Großbritannien und die Vereinigten Staaten großartige Ergebnisse. Im Bereich der Vereinigten Staaten waren besonders die Goldmünzen stark umkämpft. Das Prachtexemplar unter der Losnummer 1637 (1 Dollar 1922, Grant Memorial, Schätzpreis € 1000,-) fand bei einem Zuschlag von € 1250,- einen neuen Besitzer. Los 1637 Auch Los 1638 (3 Dollars 1878, Philadelphia) übertraf seinen Schätzpreis von € 1750,- und wurde mit € 2100,- dem Höchstbietenden zugeschlagen. Los 1638 Einen weiteren überraschenden Höhepunkt erlebte das Los 752 aus Bulgarien: Los 752 Bulgarien Alexander I, Br.-Med. 1879 a. d. Verfassung. f.st Schätzpreis: € 75,- Zuschlag: € 3600,- Bei den dänischen Münzen stach besonders das Los 815 hervor, ein Prachtexemplar 2 Christian d’or 1847 (Schätzpreis € 2600,- verkauft für € 2900,-). Los 815 Aus Großbritannien übertraf das Los 879, ein Jubiläumsset von 1887 in Gold und Silber, Victoria mit Schleier, alle Erwartungen: Bei einem Schätzpreis von € 6800,- erhielt das Los einen Zuschlag von € 10500,-. Los 879 Bemerkenswert war auch das Los 892, 5 Pounds 1937 (Georg VI.), welches einen Zuschlag von € 20.000,- erzielte (Schätzpreis € 11.500,-). Los 892 Großbritannien Georg VI., 5 Pounds 1937. Gold, sehr selten i. d. Erh., PCGS PR65 DCAM Schätzpreis: € 11.500,- Zuschlag: € 20.000,- Die bekannte Goldmünze 200 Pounds 2019 „Una and the Lion“ (Los 894, Schätzpreis € 45.000,-) erreichte einen Zuschlag von € 50.000,-. Los 894 Großbritannien Elisabeth II., 200 Pounds 2019, Una and the Lion Gold, selten i. d. Erh., NGC PF70 Ultra Cameo Schätzpreis: € 45.000,- Zuschlag: € 50.000,- Die klaren Favoriten der Auktion waren die Sammlungen aus Bolivien und Peru, sowohl aus der Kolonialzeit als auch aus der Zeit der Republik. Hier überschlugen sich die Gebote: Diese Münzen erzielten fast fortwährend ein Vielfaches ihres Schätzpreises. Von insgesamt 574 Losen finden Sie nur noch 18 im Nachverkauf wieder. Besonders das Los 1279 (2 Reales 1843 Po M, Pasco, Schätzpreis € 400,-) mit einem Zuschlag von € 1950,- und das Los 1308 sorgten für große Bieter-Freude. Los 1279 Los 1308 Peru, Republik 8 Reales 1823 LIMA JP, Lima. ss Schätzpreis: € 150,- Zuschlag: € 4200,- Weitere Zuschlag-Highlights waren: Los 553 Bolivien Philipp II., 4 Reales o. J. (1574-1586) P R, Potosi. Ss Schätzpreis: € 180,- Zuschlag: € 880,- Los 1023 Lima 8 Reales o. J. (1577-1588) Ss Schätzpreis: € 500,- Zuschlag: € 1100,- Los 1237 8 Reales 1823 LIMAE JP f.ss Schätzpreis: € 85,- Zuschlag: € 640,- Im Sammelgebiet Altdeutschland hat auch das Titelstück der Auktion seinen Schätzpreis übertroffen: Los 1885, der dicke doppelte Reichstaler 1680 mit Titel Leopold I. a. d. Frieden von Nijmegen, hat nicht zuletzt aufgrund seiner großen Seltenheit einen Zuschlag von € 31.000 erzielt. Los 1885 Hamburg Stadt Dicker doppelter Reichstaler 1680 Von großer Seltenheit, vz/vz+ Schätzpreis: € 28.000,- Zuschlag: 31.000,- Ebenfalls aus Hamburg, Stadt, zog das Los 1890 viele Gebote auf sich: Ausgestattet mit dem Original-Etui konnte der ½ Goldportugaleser 1888 als Prachtexemplar einen Zuschlag von € 5600,- erreichen (Schätzpreis € 3500,-). Los 1890 Und auch unter den Deutschen Münzen etablierte sich wieder eine Hamburger Münze weit vorn. Ein Dukat 1872 B, Hannover wurde für € 1100,- verkauft (Los 2141, Schätzpreis € 600,-). Großer Beliebtheit erfreuten sich die Stücke aus alter norddeutscher Sammlung, so auch die seltenen Prachtexemplare Los 2321 (3 Mark 1909, Schätzpreis € 500,- verkauft für € 820,-) und Los 2323 (3 Mark 1911, Schätzpreis € 500,- verkauft für € 800,-). Los 2321 Los 2323 Das Kaiserreich in Gold hielt zahlreiche spannende Stücke und damit einhergehende Zuschläge bereit: Die 10 Mark 1913 G kam auf € 2200,- Zuschlag (Los 2615, Schätzpreis € 1000,-). Los 2615 Das Prachtexemplar 20 Mark 1903 aus Waldeck und Pyrmont kam bei € 13.000,- unter den Hammer (Los 2725, Schätzpreis € 11.000,-). Los 2725 Das Höchstgebot unter den Goldmünzen erhielt das Los 2721 aus dem Bereich Sachsen-Meiningen: Die 20 Mark 1882 erreichten einen Zuschlag von € 17.500,- bei einem Schätzpreis von € 16.800,-. Los 2721 Auktion 103: Banknoten und Notgeld Die zweite Hälfte des vierten Auktionstages war einzig und allein den Banknoten und dem Notgeld reserviert. Auch hier waren zahlreiche Bieter erfolgreich mit ihren Geboten. Das Los 4003 erreichte gleich zu Beginn einen äußerst hohen Zuschlag. Los 4003 Burma Government of India. 10 Rupien 26.08.1918. PMG 25 Schätzpreis: € 1200,- Zuschlag: € 5800,- Von der Österreichisch-Ungarischen Bank erzielte das Los 4045 ein Höchstgebot von € 1050,- (Schätzpreis € 100,-). Los 4045 Los 4059 Rumänien Banca Nationale a Romaniei. 1000 Lei 22.IV.1920 III Schätzpreis: € 900,- Zuschlag: € 1150,- Gleich zwei Rote Hunderter übertrafen ihre Schätzpreise: Los 4200 (100 Deutsche Mark 1948, Schätzpreis € 1200,-) mit einem Zuschlag von € 1450,- und Los 4201. Los 4200 Los 4201 Bank Deutscher Länder 100 Deutsche Mark 1948, L/B, Roter Hunderter. II- Schätzpreis: € 800,- Zuschlag: € 1850,- Los 4306 Nebengebiete 10 Gulden 22.10.1923. III Schätzpreis: € 600,- Zuschlag: € 3700,- Los 4308 Nebengebiete 1000 Gulden 10.02.1924. I Schätzpreis: € 2500,- Zuschlag: € 5200,- Höhepunkt dieser Auktion war jedoch unbestritten das Titelstück aus den Nebengebieten: Nach einem spannenden Bietergefecht fand die Saarmark-Note 100 Mark 1947 einen neuen Besitzer. Los 4328 Nebengebiete Saarmark-Noten. 100 Mark 1947. II+ Schätzpreis: € 6000,- Zuschlag: € 10.000,- Die nächste Auktion kommt bestimmt! Wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Auktionen 104 & 105, die vom 13. bis 17. November 2023 stattfinden werden. Bei Interesse zu Einlieferungen von Münzen und Banknoten wenden Sie sich gerne an das Team der Emporium Hamburg Numismatik. Einlieferungsschluss ist der 24. Juli 2023. Emporium Hamburg Abteilung Numismatik Süderstraße 288 20537 Hamburg. Telefon: +49 40 25799-137 Fax: +49 40 25799-100 E-Mail: numisgruppe@emporium-hamburg.com Homepage: www.emporium-numismatics.com
- Ergebnisse der 156. bis 158. Teutoburger Auktionen vom 19. bis 25.5.2023 – Nachverkauf läuft
Hier finden Sie alle Ergebnisse zu den Auktionen sowie Informationen zum Nachverkauf. Weiterführende Informationen: www.teutoburger-muenzauktion.de Einige Highlights: Los 218: 50 Mark Schatzschein 12.08.1914, Adler im Unterdruck rotbraun. PMG-Grading 64 Coice Uncirculated EPQ. Zuschlag: 1.450 Euro Los 261: 10 Mark Kassenschein 8.8.1914. KN. 5-stellig, Serie D. V, restauriert, hinterklebt Zuschlag: 575 Euro Los 262: 20 Mark Kassenschein 8.8.1914. KN. 5-stellig. PMG-Grading 55 About Uncirculated. Zuschlag: 1.650 Euro Los 266: Swakopmunder Buchhandlung, 25 Pfg. o.D. 1. Auflage, Wertbezeichnung Diagonaldruck grün. 2 Hand-Us. schwarz. III-IV, Vs. von Rs. etwas gelöst Zuschlag: 300 Euro Los 1098: Ganze Schatzanweisung zu 4,20 Mark Gold = 1 Dollar 25.8.1923. KN 6-stellig, Buchstabe J. II+, Fleck Zuschlag: 340 Euro Los 1105: 20 Reichsmark 11.10.1924. Udr.-Bst. W, Serie G. I-II, sehr selten in dieser Erhaltung Zuschlag: 1.650 Euro Los 1138: 100 Deutsche Mark (roter Hunderter), Serie 1948. Kenn-Bst./Serie, L/A. II, selten Zuschlag: 2.000 Euro Los 1246: Jewish Community, 5 Scheine zu 5, 10, 25, 50 Cents und zu 1 Dollar o.D. (1945-1949). Das DP-Camp in der alten Kaserne Deggendorf wurde im Mai 1945 für jüdische Vertriebene gegründet, hauptsächlich Holocaust Überlebende aus Theresienstadt fanden hier Zuflucht. I-II, äußerst selten Zuschlag: 3.500 Euro Los 1314: Herrenabend der Sektion Magdeburg- V.R.K.D., 2x Viereistreifen (kompletter Satz) 17.12.1921. Rs. Gründruck. III, selten Zuschlag: 875 Euro Teutoburger Münzauktion GmbH Brinkstraße 9 33829 Borgholzhausen Tel.: 05425/930050 E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de www.teutoburger-muenzauktion.de
- Münzen Gut-Lynt: Ergebnisse der 12. Auktion und Nachverkauf
Die 12. Auktion von Münzen Gut-Lynt, die – noch relativ jung am Markt – durch die Partnerfirmen Dr. Busso Peus Frankfurt (gegründet 1870 und damit älteste Deutsche Münzhandelsfirma), SINCONA AG Zürich, FFM (= Frankfurter Münzhandlung) und Münzhandlung Frank, Nürnberg einen sehr großen Kundenkreis erreicht, fand sehr erfolgreich mit dem 1. Teil zu Banknoten und numismatischer Literatur am 24. Juni 2023 und einen Tag darauf mit dem 2. Teil zu Münzen und Medaillen der Antike, Deutschland und Ausland, Lots und Sammlungen statt. Höhepunkt war der 50-Mark-Reichskassenschein von 1874 in einer bis dahin kaum gesehenen Erhaltung! Einige herausragende Ergebnisse der Versteigerung des Geldscheinteils waren: Los 9 Banco del Rio de la Plata, 10 Pesos 3.10.1868. Pick S1838. III-IV / Fine-Very fine. Schätzpreis: 500 Euro Zuschlag: 1.250 Euro Los 54 Bulgarien, 250 Leva 1943 Pick 65a. I / Uncirculated. Schätzpreis: 30 Euro Zuschlag: 250 Euro Los 80 Geldscheine der altdeutschen Staaten Belagerung Festung Colberg, 8 Groschen 1807 Grab./Kr. 707. I-II / Uncirculated-Extremly fine. Schätzpreis: 200 Euro Zuschlag: 850 Euro Los 91 Deutsche Banknoten, Kaiserreich, 50 Mark 11.07.1874 Serie V, Fol. 22, Lit.A. No 109844. Diese Serie bislang in der Literatur unbekannt. Strong Paper. Ros 3. Grab. DEU-47. Von größter Seltenheit / Of highest rarity. II / Extremely fine. Schätzpreis: 20.000 Euro Zuschlag: 71.000 Euro Los 113 Besatzungsgeld des Ersten Weltkrieg Deutsche Besetzung in Frankreich, Etappen-Inspektion, 1 Franc o. J. (1914) Ausgabe der Dritten Armee. Ohne KN. Vorderseite mit Überdruck "SPECIMEN SANS VALEUR". Ros. 425R. Grab. EWK-67b. Selten / Rare. I / Uncirculated. Schätzpreis: 800 Euro Zuschlag: 1.250 Euro Los 155 Deutsche Länderbanknoten Bayerische Notenbank, 100 Reichsmark 11.10.1924 7-stellige KN (H1244060). Unentwertet. Grab. BAY-24. Sehr selten / Very rare. I / Uncirculated. Schätzpreis: 2.000 Euro Zuschlag: 3.800 Euro Los 158 Deutsche Länderbanknoten Württembergische Notenbank, 100 Reichsmark 11.10.1924 6-stellige KN (082214). Mit Hand-Unterschrift. Unentwertet. Grab. WTB-28b. Sehr selten / Very rare. II+ / Good Extremely fine. Leichter Mittelbug. Schätzpreis: 4.800 Euro Zuschlag: 7.250 Euro Los 275 Westliche Besatzungszonen und Bundesrepublik Deutschland ab 1948 Bank Deutscher Länder & Ausgaben Westberlin, 100 Deutsche Mark 9.12.1948 Perforation SPECIMEN, ohne Wz, ohne KN. Ros. 256. Grab. BRD-3 M3 var. I- / About Uncirculated. Schätzpreis: 1.500 Euro Zuschlag: 1.650 Euro Los 304 Westliche Besatzungszonen und Bundesrepublik Deutschland ab 1948 Deutsche Bundesbank, 200 Deutsche Mark 2.01.1996 KN AK0000001D9. Grab. DEU-55a. I- / About Uncirculated. Schätzpreis: 600 Euro Zuschlag: 1.050 Euro Los 482 Britische Administration Hong Kong & Shanghai Banking Corporation/Hong Kong, 50 Dollars 1.10.1930 Pick 175b. III-IV / Fine-Very fine. Schätzpreis: 1.000 Euro Zuschlag: 2.400 Euro Los 578 Litauen, Republik, Lietuvos Bankas, 10 Litu 1991 2x Exemplare. Dazu 20, 50 und 100 Litu. Pick 47a, b, 48, 49a, 50a. I bis II / Uncirculated to Extremly fine. Schätzpreis: 200 Euro Zuschlag: 1.325 Euro Los 579 Litauen, Republik, Lietuvos Bankas, 10 Litu 1993 Dazu 20 und 50 Litu. Ersatznoten (Replacement). Pick 56, 57, 58r. I / Uncirculated. (3) Schätzpreis: 100 Euro Zuschlag: 2.300 Euro Los 584 Luxemburg Grossherzogtum, Grossherzoglich Luxemburgische National Bank, 5 Mark 25.03.1876 Pick 18. VI- / Poor. Schätzpreis: 50 Euro Zuschlag: 2.200 Euro Los 828 Slowakei Republik, Slowakische Nationalbank, 5000 Korun 18.12.1944 SPECIMEN. Pick 14s. I / Uncirculated. Schätzpreis: 30 Euro Zuschlag: 350 Euro Hier geht es zur Ergebnisliste, der Nachverkauf läuft! Hans-Ludwig Grabowski
- Leserpost: 100 DM ohne Kinegram von 1996
Sehr geehrter Herr Grabowski, Hallo, ich habe auch einen 100-DM-Schein von 1996 ohne Kinegram der Serie GD/N5 Mit freundlichen Grüßen G. Schulze Antwort der Redaktion In seinem Beitrag "Fehldrucke bei der 100-DM-Banknote von 1996" hat Donald Ludwig hier auf Geldscheine-Online.com über Hunderter von 1996 (BRD-54a) mit fehlendem Kinegram, aber auch über andere Fehldrucke berichtet. Die Serie GD/N ohne Kinegram hatte ich bisher noch nicht notiert. Herzlichen Dank für Ihre Meldung, die in die geplante Neuauflage des Katalogs "Die deutschen Banknoten ab 1871" Eingang finden sollte. Hans-Ludwig Grabowski
- Handelskammer Erfurt: Goldmark-Notgeld 1923
Ab 23. Oktober 1923 gestattete die Reichsregierung Unternehmen und Kommunen die Ausgabe von wertbeständigem Notgeld, wenn es auf Teile der Reichsgoldanleihe vom 14. August 1923 lautete und durch diese Anleihe gedeckt war. Das Notgeld musste nominal auf 4,20 Mark Gold oder kleiner lauten. Die Scheine mussten neben der Bezeichnung „Notgeldschein“ den Vermerk „Ausgegeben mit Genehmigung des Reichsministers der Finanzen“ tragen. Die höheren Nennwerte der Reichsgoldanleihe wurden daraufhin in beträchtlichem Umfange von Handelskammern bei der Reichsbank hinterlegt und so zur Deckung ihrer eigenen wertbeständigen Notgeldausgaben verwendet. Auch von der Handelskammer Erfurt wurde wertbeständiges Notgeld als Goldmark-Notgeld mit Valutaklausel herausgegeben. Handelskammer Erfurt, Notgeldschein über 4,2 Pfennig-Gold = 1/100 Dollar, ausgegeben in Erfurt am 30. Oktober 1923. Der 1923 gebräuchliche Begriff „Goldmark mit Valutaklausel“ bezog sich in der Regel auf den goldgedeckten Dollar mit dem Umrechnungsfaktor 4,20 Goldmark = 1 Dollar. Bei dieser Art von Valutaklausel liegt zwar eine Geldschuld in ausländischer Währung vor (Valutaschuld), gezahlt wird aber nach Devisenkursumrechnung in deutscher Reichswährung. Man spricht deshalb von einer unechten Valutaschuld bzw. Valutaklausel, im Gegensatz zu einer echten Valutaschuld bzw. Valutaklausel, bei der sich der Schuldner verpflichten würde, die Geldschuld in Fremdwährung zu zahlen. Das wertbeständige Notgeld der Handelskammern lautete ausschließlich auf Goldpfennig (Pfennig-Gold) bzw. Goldmark (Mark Gold) auf der Valutabasis des Dollars (4.20 Goldmark = 1 US-Dollars). Handelskammer Erfurt, Notgeldschein über 8,4 Pfennig-Gold = 1/50 Dollar, ausgegeben in Erfurt am 30. Oktober 1923. Im Zeitraum vom 25. Oktober 1923 bis zum 18. Dezember 1923 emittierten im Deutschen Reich 23 Handelskammern 25 Ausgaben Goldmarknotgeld (insgesamt 104 wertbeständige Notgeldscheine). Die Handelskammern erschienen – wie gelegentlich auch schon in der vorangegangenen bzw. gleichzeitigen Periode der Papiermark-Notgeldausgaben – besonders geeignet, einheitliches Notgeld zur Vermeidung zahlreicher Firmenausgaben in den Verkehr zu bringen. Sie fungierten dann quasi als Treuhänderinnen der ihnen angeschlossenen Mitgliedsfirmen. Handelskammer Erfurt, Notgeldschein über 21 Pfennig-Gold = 1/20 Dollar, ausgegeben in Erfurt am 30. Oktober 1923. Solches „wertbeständiges Handelskammer Goldmark-Notgeld“ wurde lediglich im Rheinland, in Hannover, in Hessen, Westfalen, Sachsen, Thüringen, Württemberg und in Baden ausgegeben. Die Handelskammern erfragten seinerzeit den Bedarf an Goldmark-Notgeld bei den angeschlossenen Industriebetrieben und Händlern und meldeten ihn dem Reichsfinanzministerium zur Genehmigung. Handelskammer Erfurt, Notgeldschein über 42 Pfennig-Gold = 1/10 Dollar, ausgegeben in Erfurt am 30. Oktober 1923. Zu bemerken ist, dass das wertbeständige Notgeld der Handelskammern in allen Teilen Deutschlands oft weit über einen vorgesehenen örtlichen Bereich hinaus umgelaufen ist. Ob es anderwärts angenommen wurde oder nicht, hing viel weniger von einer behördlichen Genehmigung als davon ab, ob es örtlich Vertrauen genoss und Verwertungsmöglichkeiten bestanden. Handelskammer Erfurt, Notgeldschein über 1,05 Mark-Gold = ¼ Dollar, ausgegeben in Erfurt am 30. Oktober 1923. Die Handelskammer Erfurt in Erfurt (Provinz Sachsen) emittierte am 30. Oktober 1923 eine Reihe von sechs Notgeldscheinen in den Nennwerten von 4,2, 8,4, 21 und 42 Pfennig-Gold sowie 1,05 und 2,10 Mark-Gold (= 1/100, 1/50, 1/20, 1/10, ¼ und ½ Dollar). Die Notgeldscheine wurden von acht Erfurter Banken angenommen, und zwar von der Bank für Thüringen vormals B. M. Strupp A-G Filiale Erfurt, der Commerz- und Privatbank A-G Filiale Erfurt, der Darmstädter und Nationalbank K.a.A. Filiale Erfurt, der Deutschen Bank Filiale Erfurt, der Dresdner Bank Filiale Erfurt und den Erfurter Bankhäusern Adolph Stürcke und H. Ullmann. Für den gesamten Betrag des von der Handelskammer Erfurt ausgegebenen Notgelds war der Gegenwert in Reichsschatzanweisungen (Reichsgoldanleihe) bei der Reichsbank in Erfurt hinterlegt worden. Handelskammer Erfurt, Notgeldschein über 2,10 Mark-Gold = ½ Dollar, ausgegeben in Erfurt am 30. Oktober 1923. Die Einlösung des Goldmark-Notgelds erfolgte für die Handelskammer Erfurt nach Aufruf des Reichsfinanzministers Anfang 1924 für das Gebiet der Provinz Sachsen im Zeitraum vom 10.5. bis 10.6.1924. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Sammlung Grabowski. Literaturhinweis (Daten und Texte teilweise entnommen): Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962 und Brachmanski/ Pappler/ Staudt; Erfurter Papiergeld und geldähnliche Belege von 1813 bis 2001, Erfurt, 2020. Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro
- Freistaat Preußen: Goldmarknotgeld von 1923
Als in der Hyperinflation des Jahres 1923 die deutsche Markwährung zusammenbrach, mussten auch Länder nach kreativen Lösungen zur Schaffung von wertbeständigem Notgeld suchen. Eine aus der Not geborene Finanzinnovation waren zu dieser Zeit „wertbeständige Anleihen“, die beispielsweise vom Freistaat Sachsen oder Bayern als Notgeld ausgegeben wurden. Der Freistaat Preußen wählte einen anderen Weg. Er brachte im November 1923 wertbeständiges Goldmarknotgeld, ordnungsgemäß abgesichert durch die Goldschatzanweisungen des Deutschen Reichs, in den Umlauf. Die erst sehr spät herausgebrachte Emission des Freistaats Preußen war die an Umfang größte des Landes; ihre Scheine liefen in allen preußischen Provinzen um. Zunächst wurden mit Datum 31. Oktober 1923 zwei Scheine über 1,05 und 2,10 Goldmark gedruckt, die nach ihrem Text durch Hinterlegung wertbeständiger Anleihen des Deutschen Reichs (Reichsgoldanleihe) gedeckt waren. Sie gelangten allerdings nie zur Ausgabe; bedruckte Bögen wurden zerschnitten und für andere Zwecke, z. B. als Paketpapier, weiterverwendet. Die Ausgabe scheiterte wahrscheinlich deshalb, weil die vorgesehenen Deckungsstücke der Reichsgoldanleihe für die beabsichtigte Größe der Emission nicht zu erhalten waren. Als Paketpapier verwendete Druckbögen des auf den 31. Oktober 1923 datierten Goldmarknotgelds des Freistaats Preußen. Mit Datum 3. November 1923 wurden neue Werte in der Stückelung 0,42, 1,05, 2,10 und 4,20 Goldmark mit Valutaklausel (1/10, ¼, ½ und 1 Dollar) gedruckt, deren Deckung nunmehr in Goldschatzanweisungen bestand. Nach der "Vossischen Zeitung" vom 28. November 1923 wurden die Scheine erstmalig am 27. November in den Verkehr gegeben. Die Auflage betrug zunächst 25 Mio. Goldmark und wurde später um 10 Mio. Goldmark erhöht (Gesamtvolumen: 35.000.000 Goldmark). Freistaat Preußen, Notgeldschein über 0,42 Goldmark = 1/10 Dollar nordamerikanischer Währung, ausgegeben in Berlin am 3. November 1923. Schon in den ersten Tagen seines Auftauchens im Verkehr stieß das preußische Notgeld auf Annahmeverweigerungen, die die meisten Berliner Großbanken mit dem Hinweis auf die generelle Ablehnung wertbeständigen Notgelds durch die Reichsbank begründeten. Die Reichsfinanzkassen, Postkassen und Eisenbahnkassen nahmen es dagegen auf ausdrückliche Anweisung der zuständigen Reichsminister in Zahlung. Freistaat Preußen, Notgeldschein über 1,05 Goldmark = ¼ Dollar nordamerikanischer Währung, ausgegeben in Berlin am 3. November 1923. Der Preußische Finanzminister entschloss sich dann, „um die Zirkulation des preußischen wertbeständigen Notgeldes zu sichern, ... die Generalstaatskasse zur Konversionskasse zu machen und dadurch den Banken die Sicherheit zu geben, überschüssige Kassenbeträge an preußischem Notgeld, die sie nicht wieder haben in Umlauf bringen können, jeder Zeit bei der Generalstaatskasse einzulösen“. Er wies die Preußische Generalstaatskasse ferner an, „jedem Ansuchenden auf Wunsch jeden Betrag preußischen Notgeldes sofort in Rentenmark umzutauschen." In der Folgezeit lief das Notgeld dann anstandslos um. Freistaat Preußen, Notgeldschein über 2,10 Goldmark = ½ Dollar nordamerikanischer Währung, ausgegeben in Berlin am 3. November 1923. Freistaat Preußen, Notgeldschein über 4.20 Goldmark = 1 Dollar nordamerikanischer Währung, ausgegeben in Berlin am 3. November 1923. Mitte Januar 1924 meldete die Presse, dass Fälschungen der Werte 2,10 und 4,20 Goldmark aufgetaucht seien. Das veranlasste den Preußischen Finanzminister mit Wirkung ab 18. Januar 1924 die Stücke zu 4,20 Goldmark und wenig später auch die zu 2,10 Goldmark vorzeitig zur Einlösung aufzurufen. Alle anderen Werte wurden in der Zeit vom 20. Februar bis zum 19. März 1924 eingelöst. In den entsprechenden Aufrufen wurde auch ein Wert zu 5 Goldmark erwähnt, der mit Datum 3. Januar 1924 nachgedruckt worden war, aber nie in den Verkehr gelangt ist. Von diesem Wert ist nur ein Stück im Berliner Münzkabinett bekannt. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Privat/ Literaturhinweis: Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962. Literaturempfehlungen: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro Hans-Ludwig Grabowski: Deutsches Notgeld, Band 10: Das Papiergeld der deutschen Länder 1871 – 1948 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-500-8 Auflage: 2. Auflage 2006 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 640 Preis: 39,80 Euro
- Rund um den Rennsteig, Teil 2 – ein neuer Katalog zum Notgeld aus dem Thüringer Wald
Martin Sommer: Rund um den Rennsteig Teil 2: Benshausen bis Stützerbach Notgeld aus Papier und Metall, Marken und Zeichen aus dem Thüringer Wald 248 Seiten, durchgängig farbig bebildert, Format 21 cm x 29,7 cm, Harteinband, Kremmen, 2023. Preis: 30,00 Euro + 5,50 Euro Versand. ISBN: ohne Nachdem 2021 Teil 1 seiner in drei Bänden geplanten Katalogreihe für Notgeld- und Heimatsammler mit der nördlichen Region rund um den Rennsteig in Thüringen von Eisenach bis Bermbach erschienen ist, legt der Autor nun mit Teil 2 die mittlere Rennsteig-Region von Benshausen über über Zella-Mehlis, Oberhof und Suhl nach Ilmenau und Stützerbach nach. Dabei wird der Rennsteig von Nordwest nach Südost abgewandert, natürlich mit aus numismatischer Sicht lohnenswerten Abstechern in alle Himmelsrichtungen. Siehe auch: https://www.geldscheine-online.com/post/rund-um-den-rennsteig-ein-neuer-katalog-zum-notgeld-aus-dem-th%C3%BCringer-wald Wichtig war es dem Autor auch hier, möglichst viel Hintergrundinformationen einzubinden und damit regionalgeschichtlich interessierten Lesern zugänglich zu machen. Entstanden ist erneut ein beeindruckendes und komplett farbig illustriertes Werk, dem man die Liebe zum Detail anmerkt. Zwar sind alle Notgeldscheine und Notmünzen katalogisiert und ausführlich beschrieben, doch aus der Vielzahl der Firmengelder der Region, in der traditionell eine umfangreiche metallverarbeitende Industrie mit Werkzeug- und Waffenfabriken heimisch war, kann nur das gezeigt werden, was vorhanden war. Nach einer Einleitung mit Wissenswertem zur Region, zum Notgeld sowie zu Münzen, Marken und Zeichen folgt der Katalogteil, der sich wie folgt gliedert: Papiernotgeld Metall- und Porzellannotgeld Briefmarken- und Kapselgeld Belege aus Papier bis 1945 Wert- und Kontrollmarken bis 1945 Belege aus Papier 1945 bis 1990 Wert- und Kontrollmarken 1945 bis 1990 Der Katalog umfasst damit Belege beginnend bei Notgeldausgaben des Ersten Weltkriegs und endet bei Hotelgeld und Marken und Zeichen aus der Zeit der DDR. Der Katalog soll Sammlern von Notgeldscheinen, Notmünzen, Wertmarken und sonstigen Belegen mit Geld- oder Sachbezug aus dem Thüringer Wald und dem angrenzenden Thüringer Schiefergebirge hauptsächlich zur Orientierung und als Anregung dienen. Zusätzlich zur Abbildung der numismatischen Objekte finden sich zahlreiche Abbildungen von von historischen Postkarten der Orte in der Region sowie von Firmenwerbung und zeitgenössischer Firmenpost als Belege zur hiesigen Wirtschaftsgeschichte. Das sehr reichhaltig bebilderte und liebevoll gestaltete Buch wird jedem Numismatiker und Heimatsammler, der mit der Region am Rennsteig – Deutschlands ältestem Höhenwanderweg – im Thüringer Wald verbunden ist oder sich für sie interessiert, empfohlen. Bestellungen bitte direkt an den Autor, E-Mail: rennsteig-numismatik@web.de Hans-Ludwig Grabowski












