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  • The Portoguese African Paper Money of the Banco Nacional Ultramarino

    Laurence Pope / Parcídio Campos e Matos / Andrew Pattison: The Portuguese African Paper Money of the Banco Nacional Ultramarino 514Seiten, Format 16,8 cm x 24,3 cm, Festeinband, London 2021 ISBN: 978-1-912667-60-4 Preis (gebunden): 45,00 Pfund Preis (PDF): 27,00 Pfund Zur Papiergeldbörse in Valkenburg im Frühjahr 2022 konnte man schon mal am Stand von SPINK in einem Ansichtsexemplar blättern, jetzt kann man das beeindruckende Werk über die Noten der Banco Nacional Ultramarino in Afrika als Buch oder als PDF kaufen. Der sorgfältig recherchierte und vollständig illustrierte Katalog beschreibt das gesamte Papiergeld der Banco Nacional Ultramarino, das in den fünf portugiesisch-afrikanischen Kolonien Angola, Kap Verde, Mosambik, Portugiesisch-Guinea und Saõ Tomé und Príncipe zwischen 1865 und 1975 verwendet wurde. Aufgeführt sind also sämtliche Ausgaben der Bank für die afrikanischen Kolonien Portugals. Die Bank gab darüber hinaus auch noch Geldscheine für weitere portugiesische Besitzungen aus, z. B. für Macao. Nach einer kurzen Einleitung, u. a. zur portugiesischen Kolonialgeschichte, beginnt der eigentliche Katalogteil mit Angola. Alle Ausgaben sind sehr ausführlich beschrieben und farbig abgebildet. Das Buch ist sehr reich bebildert und enthält Abbildungen einzigartiger und äußerst seltener Banknoten aus Museen und bedeutenden Privatsammlungen. Zu den einzelnen Kapiteln (Kolonien) sowie zu Emissionen gibt es Einführungen. Sehr aufwendig sind Varianten aufgenommen wurden, z. B. mit Kontrollnummernkreisen und sogar Auftragsdaten. Bewertungen erfolgten in bis zu drei Erhaltungsgraden in US-Dollars. Das Buch ist komplett in Englisch verfasst. Es schließt eine Lücke in der Fachliteratur zu einem beeindruckenden Sammelgebiet. Man kann es allen Afrika- und Kolonial-Sammlern nur empfehlen. Interessenten können das Werk in zwei Versionen (Druck oder PDF) direkt über https://spinkbooks.com/ erwerben. Hans-Ludwig Grabowski

  • Notgeld des Hohenzollerischen Landes-Kommunal-Verbandes 1918 und 1923

    Stammwappen der Hohenzollern (Abb. Wikipedia). Die Farben Schwarz und Weiß wurden später auch zu den preußischen Farben, die ergänzt um die Farbe Rot für alle anderen deutschen Gebiete die Nationalfarben des 1871 gegründeten zweiten Deutschen Reichs bildeten. Um 1214 wurde das schwäbische Geschlecht der Zollern in eine fränkische (später brandenburgisch-preußische) und schwäbische Linie geteilt. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts nannte sich die schwäbische Linie Hohenzollern. Diese teilte sich 1575 abermals in die Linien Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen. 1623 wurden deren Herrscher in den Reichsfürstenstand erhoben. Beide Fürstentümer traten 1849 ihre Souveränität an Preußen ab und bildeten von 1873 bis 1945 als einheitlicher Kommunalverband mit provinzialständischer Vertretung den preußischen Verwaltungsbezirk Hohenzollern (auch Hohenzollernsche Lande bzw. Regierungsbezirk Sigmaringen: 1910 mit 1.442 qkm und 71.011 Einwohnern). Burg Hohenzollern bei Hechingen (Foto: A. Kniesel, 2006). Bedeutend wurde Hohenzollern als Stammland der gleichnamigen preußischen Herrscherdynastie, die von 1871 bis 1918 den deutschen Kaiser stellte. Karte des Deutschen Reichs nach dem Ersten Weltkrieg mit den preußischen Gebieten in Blau , unten links Hohenzollern umgeben von Württemberg und Baden (Abb. Wikipedia). Karte von Hohenzollern (Grau) um 1930, Abb. Wikipedia. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Hohenzollern zunächst gemeinsam mit dem südwestlichen Württemberg Teil der französischen Besatzungszone und des 1946/47 aus diesem Gebiet gebildeten Landes Württemberg-Hohenzollern. Mit der Bildung des sog. „Südweststaates“ 1952 ging das ehemalige Hohenzollern in dem neuen Land Baden-Württemberg auf. Notgeld für Hohenzollern Wie in vielen anderen Regionen Deutschlands, kam es im Rahmen der Novemberrevolution mit dem Sturz der Monarchie und der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 sowie dem Waffenstillstand von Compiègne am 11. November 1918 zu großer Verunsicherung und zur Ausgabe von Notgeld, das oft auch noch Kriegsnotgeld oder Kriegsersatzgeld genannt wurde. Die Mark hatte seit Kriegsbeginn 1914 bereits die Hälfte seiner Kaufkraft eingebüßt. Für die Hohenzollernschen Lande, die in ganz besonderem Maße mit den damaligen Ereignissen verbunden waren, übernahm der Hohenzollerische Landes-Kommunal-Verband auf der Grundlage eines Beschlusses des Hohenzollernschen Landesausschusses vom 4. November 1918 die Notgeldemmission. Erste Ausgabe mit Datum vom 18. November 1918 – Großnotgeld (Gültig bis 1. März 1919) HOZ-1: Kriegsersatzgeld zu 10 Mark vom 18. November 1918 mit Lochentwertung, Vorder- und Rückseite. Kriegsersatzgeld zu 20 Mark vom 18. November 1918 mit Lochentwertung, Vorderseite. Kriegsersatzgeld zu 50 Mark vom 18. November 1918 mit Lochentwertung, Vorder- und Rückseite. Die Großnotgeldscheine der ersten Ausgabe mit Prägestempel kommen heute praktisch nur mit Lochentwertung vor und sind selbst in dieser Erhaltung selten. Scheine ohne Präge- oder Trockenstempel im Weißfeld sind Muster. Inflationsausgabe vom Oktober/November 1923 Die im Spätsommer 1923 rasant voranschreitende Hochinflation sorgte dafür, dass der Hohenzollerische Landeskommunal-Verband ab Oktober 1923 erneut Notgeldscheine ausgeben musste, nun in Beträgen über Millionen und Milliarden Mark. Das war relativ untypisch, da viele Emittenten bereits in der sog. Vorinflation mit der Ausgabe von Notgeldscheinen in Tausender-Beträgen begonnen hatten. Alle Scheine sind nun nur noch einseitig bedruckt und zeigen als Motiv die Burg Hohenzollern in verschiedenen Ansichten. Sie tragen die Signatur des neuen Landesausschuss-Vorsitzenden Vogel. HOZ-1: Notgeld des Hohenzollerischen Landeskommunalverbandes über 50 Millionen Mark vom Oktober 1923, Vorderseite links oben Burg Hohenzollern auf Berg mit Weinlaub und Wertzahl, darunter das Stammwappen der Hohenzollern. HOZ-5: Notgeld des Hohenzollerischen Landeskommunalverbandes über 100 Millionen Mark vom Oktober 1923, Vorderseite Mitte oben Burg Hohenzollern auf Berg, darunter Wertangabe und das Stammwappen der Hohenzollern mit Eichenlaub. HOZ-6: Notgeld des Hohenzollerischen Landeskommunalverbandes über 500 Millionen Mark vom Oktober 1923, Vorderseite links oben Burg Hohenzollern im Winter und darunter geharnischter Ritter mit Speer und Schild sowie Wappenschild der Hohenzollern zu seinen Füßen neben verschneitem Baum. HOZ-7: Notgeld des Hohenzollerischen Landeskommunalverbandes über 1 Milliarde Mark vom Oktober 1923, Vorderseite links mit Burg Hohenzollern neben Bäumen, Postillion mit Posthorn, Fahne und Wappenschild der Hohenzollern. HOZ-8b: Notgeld des Hohenzollerischen Landeskommunalverbandes über 10 Milliarden Mark vom Oktober 1923, Vorderseite links mit Burg Hohenzollern im Kreis des Buchstabens "Z" der Wertangabe, Mitte im Unterdruck Wappenschild der Hohenzollern. HOZ-9a: Notgeld des Hohenzollerischen Landeskommunalverbandes über 20 Milliarden Mark vom Oktober 1923, Vorderseite links oben mit Burg Hohenzollern im Oval mit Blattwerk und Wappenschild der Hohenzollern unterhalb der Wertangabe. HOZ-10b: Notgeld des Hohenzollerischen Landeskommunalverbandes über 100 Milliarden Mark vom November 1923, Vorderseite Mitte oben mit Burg Hohenzollern und unterhalb der Wertangabe mit Wappenschild der Hohenzollern. Für den Druck der Inflationsausgabe wurde Papier mit verschiedenen Wasserzeichen, meist Dreieckrad, aber auch Tropfen, verwendet. Es kommen auch Proben auf normalem oder Kunstdruck-Papier ohne Wasserzeichen vor. Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung: Die Notausgaben aus Hohenzollern findet man, wie auch die Notausgaben aller anderen deutschen Länder und Gebiete, im folgenden Katalog. Hans-Ludwig Grabowski Deutsches Notgeld, Band 10: Das Papiergeld der deutschen Länder 1871 – 1948 Die Banknoten und Notgeldscheine der deutschen Länder, Provinzen und Bezirke Mehr lesen … Leseprobe

  • Aus privaten Sammlungen: 10 Thaler der Niedersächsischen Bank vom 12. Sept. 1856

    Objekttyp: Banknote Sammlung: Sammlung Hensengerth Historischer Kontext: Der Fürst zu Schaumburg-Lippe regierte einen Kleinst-Staat, der Mitte des 19. Jahrhunderts nur etwa 32.000 Einwohner besaß. Auf dem Höhepunkt des Bankengründungsbooms 1856 erteilte er einem Konsortium auswärtiger Banken aus Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover und Paderborn die Konzession zur Errichtung einer Notenbank in seinem beschaulichen Residenzort Bückeburg. Die Frankfurter Börsenzeitung „Aktionär“ bezeichnete sie am 15. November 1857 als „Winkelbank“, deren Gründung „ein wahres Attentat auf den gesunden Menschenverstand“ sei1). Ganz so schlimm war es nicht. Die Bank blieb aber wirtschaftlich unbedeutend, auch wenn sie 1860 eine Filiale in der ungleich bedeutenderen Handels- und Hansestadt Bremen eröffnete. Ungewöhnlich war, dass sich das Notenrecht der Niedersächsischen Bank nicht auf die heimische Thaler-Währung beschränkte, sondern auch Emissionen in verschiedenen anderen Währungen zugelassen waren, unter anderem in süddeutschen, in österreichischen und in holländischen Gulden sowie in Thaler Gold. Allerdings hat die Bank von dieser Erlaubnis keinen Gebrauch gemacht. Ausgegeben wurden nur Noten zu 10 Thaler im silbernen 14- bzw. 30-Thalerfuß und 1874 noch ein Hundertmarkschein. Obwohl die Bank ein unbegrenztes Notenausgaberecht besaß, blieb der Notenumlauf bis Ende der 1860er Jahre weit unter eine Million Thalern. Erst im Wirtschaftsboom nach der Reichsgründung 1871 stieg er kräftig an, 1872 wurden drei Millionen Thaler überschritten. 1876 verzichtete die Niedersächsische Bank auf ihr Notenrecht. 1899 ging sie in der 1872 gegründeten Dresdner Bank auf. Land/Region/Ort: Deutscher Bund, Fürstentum Schaumburg-Lippe, Bückeburg Emittent: Niedersächsische Bank Nominal: 10 Thaler Datum: 12. September 1856 Vorderseite: Links und rechts je eine geflügelte weibliche Allegorie (links mit Attributen des Bauwesens, der Industrie und des Handels und rechts mit Symbolen des Handwerks und der Landwirtschaft). Mitte oben geflügelte männliche Allegorie in Rüstung. Rückseite: Ornamentrahmen mit vier Wappenschildern in den Ecken und in der Mitte Wappen mit Greif und Wappenschildern mit Symbolen des Handels sowie der Industrie und des Handwerks. Format: 142 mm x 93 mm Material: Papier Nummerierung: Ser. XLVIII. (bisher nicht katalogisiert), Fol. 41, Kontrollnummer handschriftlich auf der Rückseite 740861 und Signatur Authentizität: Original Zitate: GK-517 (Grabowski/Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten) A 469 (Pick/Rixen: Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland) GER-S736 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Dr. Bernd Sprenger Anmerkungen: Zitiert nach Heinz Fengler, Geschichte der deutschen Notenbanken vor Einführung der Mark-Währung, Regenstauf 1992, S. 114 Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturhinweis: Hans-Ludwig Grabowski | Manfred Kranz Das Papiergeld der altdeutschen Staaten Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Mehr lesen … Leseprobe

  • Lexikon: Enskilda-Banken

    Enskilda-Banken (enskilda = privat) waren schwedische Privatbanken, die laut Gesetz von 1824 neben der Schwedischen Reichsbank (Sveriges Riksbank) das Notenrecht besaßen. 1893 gab es noch 31 dieser Banken, deren Notenrecht laut Bankgesetz von 1897 bis 1904 erlosch. Note der Stockholms Enskilda Bank, SWE-S513 über 100 Kronen von 1876. Im Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues werden folgende schwedischen Privatbanken mit ihren Notenausgaben aufgeführt: Bohus Läns Enskilda Bank (1869–1879) Borås Enskilda Bank (1866–1894) Christianstads Enskilda Bank (1865–1894) Enskilda Banken i Christinehamn (1866) Christinehamns Enskilda Bank (1876–1884) Enskilda Banken i Wenersborg (1865–1879) Enskilda Industribanken i Norrköping (1865) Gefleborgs Läns Enskilda Bank (1865–1866) Gefleborgs Enskilda Bank (1875) Gotlands Enskilda Bank (1869–1879) Götheborgs Privat Bank (1848–1852) Götheborgs bzw. Göteborgs Enskilda Bank (1858–1882) Hallands Enskilda Bank (1857–1894) Helsinglands Enskilda Bank (1874–1879) Hernösands Enskilda Bank (1870–1892) Kalmar Enskilda Bank (1867–1897) Malmö Enskilda Bank (1865) Mälare-Provinsernas Enskilda Bank (1847–1894) Norrbottens Enskilda Bank (1893) Norrköpings Enskilda Bank (1857–1887) Oscarhamns Enskilda Bank (1877) Privat Banken i Örebro (1837–1847) Enskilda Banken Örebro (1847) Örebro Enskilda Bank (1857–1896) Skaraborgs Läns Enskilda Bank (1865–1888) Skånska Priwat-Banken (1831–1830er Jahre) Skånska Privat-Banken (1841–1847) Skånes Enskilda Bank (1857–1876) Smålands Privat Bank (1837–1848) Smålands Enskilda Bank (1857–1894) Stockholms Enskilda Bank (1856–1876) Stora Kopparbergs Läns och Bergslags Enskilda Bank (1836–1852) Kopparbergs Enskilda Bank (1858–1894) Sundsvalls Enskilda Bank (1865–1902) Södermanlands Enskilda Bank (1867–1898) Uplands Enskilda Bank (1865–1874) Wadstena Enskilda Bank (1857–1877) Wermlands Provincial-Bank (1833–1855) Wermlands Enskilda Bank (1857–1891) Westerbottens Enskilda Bank (1866–1883) Öst-Göta Bank (1837–1847) Östgöta Enskilda Bank (1847–1857) Östergotlands Enskilda Bank (1857–1894) Muster/Druckprobe der Götheborgs Enskilda Bank zu 100 Riksdaler von 1858. Note der Smålands Privat Bank zu 3 Riksdaler vom 30. September 1842. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. Geldscheine: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski.

  • Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 38

    Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Abstrakt und Modern, Vorschlag M 953 Robert Deodaat Emile (Ootje) Oxenaar Geboren 1929 in Den Haag, Niederlande. Studierte visuelle Kunst an der Königlichen Kunstakademie in Den Haag. Arbeitete als Grafikdesigner am Niederländischen Pavillon für die Weltausstellung 1958 in Brüssel. Er entwarf Briefmarken, Pässe, Wappen und verschiedene niederländische Gulden-Scheine. Ab 1987 Gast-Professor an der Rhode Island School of Design. Er lehrte an zahlreichen Universitäten in Europa, den USA und Japan. Seine Arbeiten wurden in vielen Ausstellungen gezeigt und er erhielt zahlreichen internationale Preis. Er starb 2017 in den USA. 5 Euro, Vorder- und Rückseite. 10 Euro, Vorder- und Rückseite. 20 Euro, Vorder- und Rückseite. 50 Euro, Vorder- und Rückseite. 100 Euro, Vorder- und Rückseite. 200 Euro, Vorder- und Rückseite. 500 Euro, Vorder- und Rückseite. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

  • MIF Maastricht – Alte Freunde und ein neuer Ort

    Bericht eines Sammlers Es ist Herbst – die übliche Zeit für die Papiergeldbörse in Valkenburg, die erstmalig im Veranstaltungscenter MECC in Maastricht-Randwyck stattfand. Leider wurde genau an diesem Wochenende der Zugverkehr rund um Maastricht wegen Bauarbeiten eingestellt, so dass sich die An- und Abreise am Samstag für mich (ich bin begeisterter Bahnfahrer) einigermaßen kompliziert gestaltete. Das MECC ist in einem Büropark am Stadtrand von Maastricht gelegen, der an Ablenkung wenig zu bieten hat. Wer abends mit Freunden essen gehen will, kann ins wenige Kilometer entfernte Valkenburg fahren; auch der Marktplatz im Stadtzentrum von Maastricht bietet viele Restaurants und Cafés. Ich selbst übernachtete in Aachen, vor dor t aus dauert die Fahrt nach Maastricht-Randwyck mit dem Zug üblicherweise gut eine Stunde. Umso besser jedoch fand ich – und fanden auch alle Händler und Sammler, mit denen ich sprach – die Veranstaltungsräume selbst: Groß, modern, mit viel Tageslicht. Hatte die Halle in Valkenburg sicherlich einen gewissen Charme, so ist das MECC doch ein großer Sprung nach vorne hinsichtlich Qualität und Ausstattung der Messe. Zu dem, was Dimitri Waltmans und seine Familie organisiert haben, da kann man nur Glückwunsch sagen. Pünktlich am Samstag um 10 Uhr war die Messe für Besucher geöffnet. Der Eintritt war wie bereits im Frühjahr für Sammler frei. Durch die neuen Räumlichkeiten musste ich mich erst zurechtfinden, denn jeder Händler hatte einen neuen Standplatz. Schnell fand ich aber viele bekannte Händler wieder. Die Börse war mit über 200 Händlern, darunter vielen bekannten Namen, international sehr gut besetzt, und stand in meinen Augen der früheren Veranstaltung in Valkenburg im September in nichts nach. Die Händler, mit denen ich sprach, zeigten sich vom Händlertag am Freitag sehr zufrieden. Hier fanden die großen Umsätze statt. Der Sammlerbesuch am Samstag war zunächst verhalten, nahm in den Vormittagsstunden aber ständig zu, so dass sich die beiden Veranstaltungsräume zur Mittagszeit gut füllten. Gekauft und nachgefragt wurde viel – so waren etwa Banknoten aus Ungarn und anderen Ländern Ost-/Mitteleuropas sehr gesucht. Überhaupt haben die Preise für Banknoten aus diesen Ländern in guten Erhaltungen erheblich angezogen. Spitzenreiter ist für mich die Tschechoslowakei, wo inzwischen für auch mittlere Ware Spitzenpreise verlangt und anscheinend auch gezahlt werden. Wer sich umschaute, konnte Neuerscheinungen (Peru, Indonesien) oft deutlich billiger erwerben als im Internet. Der günstige Wechselkurs des US-Dollars zum Euro verleitete wohl auch viele Händler aus den USA und Kanada zu großzügigen Einkäufen. Viele Händler teilten mit, dass sie am Samstag mit Sammlern gerade im mittelpreisigen Segment gute Umsätze machen würden. Das leuchtet ein – während Top-Stücke sicherlich mehr und mehr ihren Weg über Auktionshäuser finden, suchen viele Sammler auf der Börse nach Einzelstücken, um ihre eigene Sammlung zu erweitern, und freuen sich über Fundstücke. Hier lohnt oft nicht das mühsame Durchsuchen von Webseiten, die Versandkosten und die bei internationalen Verkäufen oft anfallende Umsatzsteuer. Außerdem ist es wichtig, dass die Banknoten vor Ort geprüft und ihre Erhaltung bewertet werden können. So konnte auch ich meine Sammlung wieder um einige bereits länger gesuchten Stücke zu teilweise sehr fairen Preisen im Rahmen meines Budgets erweitern. Freundliche Gespräche gab es umsonst dazu. Hierin liegt auch die große Chance für Börsen, neue Sammler für das Hobby zu begeistern. Mein Eindruck – die MIF hat sich etabliert und setzt den neuen Standard für Papiergeldbörsen in Europa und weltweit. Wer ernsthaft sammelt und einen Besuch einrichten kann, sollte unbedingt hinfahren. Das MECC in Maastricht ist per Zug gut erreichbar (wenn nicht gebaut wird …), die nächstgelegen Flughäfen sind Amsterdam, Brüssel, Köln oder Düsseldorf. Die nächste MIF findet vom 28. bis 30.4.2023 wieder im MECC in Maastricht-Randwyck statt, wobei der 28.4. (Freitag) wieder als Händlertag eingerichtet ist. Dr. Sven Gerhard

  • Die Mefo-Wechsel – Finanzierungsinstrument der deutschen Aufrüstung 1934

    Wie finanziert man eigentlich einen Krieg? Geld ist zu allen Zeiten ein knappes Gut – außer in einer Inflation, da ist es nicht mehr viel wert – Bedürfnisse dagegen sind stets unbegrenzt. Albert Wenzel Eusebius von Waldstein, Herzog von Friedland (1583–1634), "Wallenstein" genannt, konnte als kaiserlicher Feldherr im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) noch sagen: „Der Krieg muss den Krieg ernähren.“ Demzufolge ließ er über seinen Kaiser eine allgemeine Kriegssteuer erheben, aber in den Werkstätten auf seinen Gütern in Böhmen wurden viele der benötigten Waffen und Ausrüstungsgegenstände hergestellt und diese Produktion musste vorfinanziert werden. Die Aufrüstung der Reichswehr nach der Machtübernahme vom 30. Januar 1933 durch die Nationalsozialisten unter ihrem sog. Führer und Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) erfolgte nicht nur durch Zahlungen aus dem Reichshaushalt, sondern auch über die so bezeichneten Mefo-Wechsel, eigentlich eine Wechselreiterei. Rüstungslieferanten, die nicht direkt vom Reichswehrministerium bezahlt wurden, erhielten statt Reichsmark die Mefo-Wechsel. Die Zahlen dieser Wechsel blieben geheim, sie tauchten in keiner Bilanz auf. Man geht von ca. 12 Milliarden Reichsmark aus. Der Wechsel ist ein Zahlungsversprechen, bedeutete aber für seinen Besitzer echtes Bargeld, da die Banken Wechsel diskontierten, d. h. aufkauften. Wechsel galten auch in den Bilanzen der Banken als Bargeld. Hier vollzog sich in jüngerer Vergangenheit durch die Einführung des Eurosystems ein Wandel. Die Rediskontierung wurde 1998 eingestellt, seit dem Jahr 2006 sind Wechsel nicht mehr notenbankfähig. Wegen der handschriftlichen Einträge entzogen sie sich auch einer fehlerfreien Maschinenlesbarkeit, einem weiteren Anachronismus im 21. Jahrhundert. Damit ging eine monetäre Ära zu Ende, die wie viele Finanzmodelle im 13. Jahrhundert in Oberitalien begonnen hatte. Abb. 1: Abbildung eines Mefo-Wechsels (Blanko) aus: Firmenchronik der Bilfinger AG Mannheim aus dem Jahr 2005: "Drei Wurzeln – ein Unternehmen" von Bernhard Stier, Martin Kraus, 125 Jahre Bilfinger Berger AG, S. 121). Abb. 2: Hjalmar Schacht, Reichsbankpräsident (1923–1930 und 1933–1939), Reichswirtschaftsminister (1934–1937), einer der Hauptangeklagten in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Er wurde jedoch 1946 freigesprochen. Im Rahmen der Legalitätsstrategie Hitlers wurde zur Verschleierung der Wiederaufrüstung Deutschlands und einer erneuten Inflationsgefahr die Mefo gegründet, die Metallurgische Forschungsanstalts-GmbH. Ihre Gründer waren die Reichsbank und das Reichswehrministerium mit den folgenden Gesellschaftern: Krupp, Siemens, Gutehoffnungshütte und Rheinmetall mit einem Stammkapital zu je 255.000 RM. Als Vorstand fungierten je ein Vertreter des Reichswehrministeriums und des Finanzministeriums. Das Personal stellte die Reichsbank, die Gesamtidee stammte von Dr. Hjalmar Schacht (1877–1970). Ein Wechsel wurde als Zahlungsmittel gerne genommen und blieb lange im Umlauf, wenn möglichst viele Personen giriert hatten, wie z. B. auf der Rückseite eines anderen Wechsels aus Lahr/Baden 1934 in Abb. 4. Teilweise war er unter Geschäftsleuten beliebter als Bargeld, da der eingetragene Betrag nicht der traditionellen Stückelung von Bargeldnoten unterlag und Einbrecher nur an Bargeld und nicht an Wechseln interessiert waren. Er war das ideale Zahlungsmittel unter Geschäftsleuten. Aufträge, die direkt oder indirekt mit der Wiederbewaffnung zu tun hatten, wie z. B. der Kasernenbau, wurden mit Mefo-Wechseln beglichen, d. h. auf diese Scheinfirma wurden Wechsel gezogen. Die Mefo akzeptierte Wechsel mit Zahlungsbürgschaft des Deutschen Reichs. Ihre ursprüngliche Laufzeit betrug nur drei Monate, allerdings mit eingeplanter Prolongation auf fünf Jahre. Die Ausgabezeit war 1934–1938. Abb. 3: Bargeld, Reichsbanknote über 50 Reichsmark, DEU-210; Pick GER-182; Ros/Gra 175 a, Friedensdruck, KN siebenstellig, Z/Q, ausgegeben ab 1934, Vorderseite. Abb. 4: Vorderseite eines normalen, echt gelaufenen Wechsels vom September 1935 über 250 RM. Abb. 5: Rückseite des obigen Wechsels mit mehreren Indossaments, d. h. Eigentümerwechsel und einer Stempelmarke gemäß Wechselsteuergesetz vom 2. September 1935. Die Wirkung der Mefo-Wechsel bestand in einer Ankurbelung der inländischen Wirtschaft einerseits und der finanziellen Absicherung der Aufrüstung und allgemeinen Revision der Friedensbedingungen von Versailles 1919 andererseits, wie es bereits im 25-Punkte-Wahlprogramm der NSDAP von 1920 stand. Tatsächlich kam es zu einer Freisetzung von Bargeldreserven in Wirtschaft und Bankwesen. Dagegen stand eine geringe Geldschöpfung und dadurch nur eine minimale Inflationsgefahr, bei großer Kreditschöpfung durch die Bindung der Wechsel in Waren als Lieferantenkredite. Da die Mefo-Wechsel zudem mit 4 v. H. verzinst wurden, steigerte das die Bereitschaft, diese möglichst lange zu halten. Die Hälfte der Wechsel waren als sichere Zahlungsmittel in Umlauf bzw. in Bankguthaben angelegt. Durch die Prolongation auf fünf Jahre wurden aus den kurzfristigen Handelswechseln mittelfristige Finanzwechsel. Zu den Hauptwirkungen dieser Wechselreiterei gehörte die erfolgreiche Schaffung von wiederhergestelltem Vertrauen in die deutsche Währung und dadurch der erwünschte wirtschaftliche Aufschwung. Dazu fataler Weise die Schaffung einer starken Reichswehr bzw. Wehrmacht ab 16. März 1935: Die ursprüngliche Idee einer geräuschlosen Kriegsfinanzierung war umgesetzt worden. Schacht hatte die Finanzierung der Aufrüstung deshalb übernommen, weil er nur in der militärischen Gleichberechtigung die Voraussetzung für eine außenpolitische Selbstständigkeit Deutschlands sah. Die uferlose Steigerung der Rüstung lehnte er dagegen ab und wurde nach persönlicher Vorsprache bei Hitler bereits am 19. Januar 1939 von seinem Amt als Reichsbankpräsident abgelöst. In der Laufzeitbegrenzung auf fünf Jahre hatte er eine Bremse gesehen, da ab 1939 – dem Jahr, in welchem dann der Zweite Weltkrieg tatsächlich mit dem deutschen Einmarsch in Polen beginnen sollte – die Schulden über ein Jahrzehnt lang hätten zurückgezahlt werden müssen und diese Mittel wären somit einer weiteren deutschen Aufrüstung entzogen gewesen. In Nürnberg wurde Schacht von den alliierten Richtern freigesprochen. Christian Merker

  • Die "Karpfen-Währung"

    So mancher Besucher der ebay-Plattform reibt sich verwundert die Augen, wenn er die unzähligen Angebote der sog. „Null-Euro-Souvenir-Noten“ sieht. Zugegeben, die Scheine sind wertzeichenmäßig hergestellt: Wasserzeichen, Hologramm, Mikroschrift, individuelle Kontrollnummer, Durchsichtsregister, Sicherheitsfaden. Kein Wunder, denn sie werden von der französischen Sicherheits-Druckerei Oberthur hergestellt, die auch die echten Euro-Banknoten druckt. Die sorgfältig gestalteten Scheine sind schön anzusehen, thematisieren historische Ereignisse, erinnern an Veranstaltungen oder zeigen touristische Ziele, die man vielleicht selbst auf Reisen besucht hat. Früher nahm man von dort Postkarten mit, heute vielleicht einen Souvenir-Schein. 2015 traten diese Druckerzeugnisse ihren Siegeszug in Frankreich an, 2016 gab es dann die ersten deutschen Scheine. Bis heute sind viele Tausende von ihnen verkauft worden. Mittlerweile gibt es sie auch aus außereuropäischen Ländern, sowie einen Nachahmer unter der Bezeichnung „Memo-Scheine“. Ich will hier nicht in das Horn mancher Geldscheinsammler blasen und danach fragen, ob so etwas überhaupt sammelwürdig ist. Dies muss jeder für sich selbst entscheiden. Schon vor den „Null-Euro-Souvenir-Noten“ gab es Souvenir-Scheine. Der hier vorgestellte Schein hat die Größe 158 x 58 mm und stammt aus dem Jahr 2001. Er wurde vom „Verein der Bulgarischen Jäger und Angler“ anlässlich der „7. Europameisterschaft der Sportangler“ in Plowdiw emittiert. Der Schein ist zweisprachig: Bulgarisch und Englisch. Als Währungsbezeichnung wird „One Carp“ – Ein Karpfen – genannt und dementsprechend wird auf seiner Vorderseite auch ein Karpfen (Cyprinus Carpio) abgebildet. Abb. 1.1: Union of the Hunters and Anglers of Bulgaria, 2001, One Carp, Vorderseite. Abb. 1.2: Union of the Hunters and Anglers of Bulgaria, 2001, One Carp, Rückseite. Obwohl der Schein keinen Wert im eigentlichen Sinne repräsentiert, wurde er mit aufwendigen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Das Papier lieferte Cartiere Fabri Ano S.R.L. In der Papiermasse wurden fluoreszierende Fasern, sowie ein wellenförmiges Wasserzeichen eingearbeitet. Sowohl auf der Vorder- wie auf der Rückseite werden unter UV-Licht verschiedene Informationen sichtbar. Über den drei Fischen unter dem Maul des Karpfens erscheint ein Siegel. Auch die zehnstellige Kontrollnummer ist fluoreszierend, ferner werden einige Worte in kyrillischen Buchstaben auf dem Körper des Karpfens sichtbar. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal stellt die kleine Prägefolie mit Hologramm-Effekt auf der rechten Seite dar. Sie zeigt einen Pokal. Die Darstellung des Angelreviers auf der Rückseite und die Wertangaben wurden ebenfalls mit fluoreszierender Farbe gedruckt. Bemerkenswert ist auch die Mikroschrift, die das runde Fisch-Signet umgibt. Nur bei extremer Vergrößerung wird die Schrift lesbar: „Bulgarian Federation of Fishing Sports …“. Ein Kopierversuch würde unweigerlich dazu führen, dass diese Schrift nur verschwommen wiedergegeben wird. Entworfen hat die Souvenir-Note der Designer Radoslav Iliev. Abb. 2.1: Vorderseite unter UV-Licht. Abb. 2.2: Rückseite unter UV-Licht. Abb. 3: Fisch-Signet unter Vergrößerung . Die Teilnehmer der Meisterschaft erhielten den Ein-Karpfen-Schein zur Erinnerung an die Veranstaltung. Mit etwas Glück konnte man ihn aber auch von der Straße auflesen, denn er wurde am Anfang der Meisterschaft von einem Helikopter über dem Stadtzentrum von Plowdiw abgeworfen. Uwe Bronnert

  • Neue Varianten: September 2022 (Teil 2)

    Algerien 1000 Dinars Wie Linzmayer B411a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Rosthom Fadli/unbekannt". Bangladesch 5 Taka Wie BGD-64A (Linzmayer B209d), aber mit Unterschrift "Abdur Rouf Talukder" und Jahr 2021. 10 Taka Wie BGD-54 (Linzmayer B349m), aber mit Unterschrift "Abdur Rouf Talukder" und Jahr 2022. 20 Taka Wie BGD-55A (Linzmayer B350.5j), aber mit Jahr 2022. 20 Taka Wie BGD-55A (Linzmayer B350.5k), aber mit Unterschrift "Abdur Rouf Talukder" und Jahr 2022. Kanada 5 Dollars Wie CAN-106 (Linzmayer B371d), aber mit Unterschriften "Tim Lane/Tiff Macklem". Kolumbien 2000 Pesos Wie COL-458 (Linzmayer B993e), aber mit Datum "26 DE MAYO DE 2020". Kuba 500 Pesos Wie CUB-131 (Linzmayer B917c), aber mit Jahr 2022 und neuem Wasserzeichen (Ignacio Agramonte y Loynáz und Wertzahl 500). Kuwait 10 Dinars Wie KWI-33 (Linzmayer B233a), aber mit Unterschriften "Mohammad Yousef al-Hashel/Salem Abdulbaziz al-Sabah". Pakistan 50 Rupees Wie PAK-47 (Linzmayer B234s), aber mit Jahr 2022. 500 Rupees Wie PAK-49A (Linzmayer B237r), aber mit Jahr 2022. 1000 Rupees Wie PAK-50 (Linzmayer B238u), aber mit Jahr 2022. Sri Lanka 5000 Rupees Wie LKA-128 (Linzmayer B128g), aber mit Datum "2020-08-12". Thailand 20 Baht Wie Linzmayer B200b (fehlt im SCWPM), auf auf neuem Substrat (Guardian) gedruckt und mit Präfix 0B–9B. Westafrikanische Staaten – Elfenbeinküste 2000 Francs Wie WAS-116A (Linzmayer B122At), aber mit Jahr "(20)21/2003" und Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné". Westafrikanische Staaten – Benin 2000 Francs Wie WAS-216B (Linzmayer B122Bu), aber mit Jahr "(20)22/2003" und Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné". 10.000 Francs Wie WAS-218B (Linzmayer B124Bu), aber mit Jahr "(20)22/2003" und Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné". Westafrikanische Staaten – Burkina Faso 500 Francs Wie WAS-319C (Linzmayer B120Cj), aber mit Jahr "(20)22/2012" und Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné". 2000 Francs Wie WAS-316C (Linzmayer B122Cu), aber mit Jahr "(20)22/2003" und Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné". Westafrikanische Staaten – Mali 500 Francs Wie WAS-419D (Linzmayer B120Dh), aber mit Jahr "(20)21/2012" und Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné". Westafrikanische Staaten – Senegal 5000 Francs Wie WAS-717 (Linzmayer B123Ku), aber mit Jahr "(20)22/2003" und Unterschriften "Sani Yaya/Tiémoko Meyliet Koné". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Lexikon: Encased Postage Stamps

    Bei Encased Postage Stamps handelt es sich um US-amerikanisches Briefmarkenkapselgeld. Während des US-amerikanischen Bürgerkriegs (1861–1865) herrschte empfindlicher Kleingeldmangel. Die als Kleingeldersatz genutzten Briefmarken nutzten sich im Zahlungsverkehr stark ab. Nach einer Idee von J. Gault wurden die Marken in glatte oder gerippte, aus Messing hergestellt oder versilberte Kapseln gesteckt. Auf alle Kapseln wurde Reklame geprägt. Hersteller der Kapseln war die Scovill Manufacturing Co., Middlebury, Connecticut. 3-Cent-Marke der US-Post (Michel US 18) mit Porträt des ersten Präsidenten der USA, George Washington (1732–1799), in Messingkapsel mit rückseitiger Werbung "Drake's Plantation Bitters" nach Patent vom 12. August 1862 von J. Gault, Vorder- und Rückseite. 10-Cent-Marke der US-Post (Michel US 20) mit Porträt des ersten Präsidenten der USA, George Washington (1732–1799), in Messingkapsel mit rückseitiger Werbung "Drake's Plantation Bitters" nach Patent vom 12. August 1862 von J. Gault, Vorder- und Rückseite. Die Kapseln haben einen Durchmesser von 25 mm und enthalten Briefmarken in den Wertstufen 1, 3, 5, 10, 12, 24, 30 und 90 Cents. Die nach dem Zweiten Weltkrieg ausgegebenen Encased Postage Stamps sind reine Sammler- oder Reklameausgaben. Nach dem Vorbild des US-Briefmarkengelds gab es später auch Briefmarkenkapselgeld als Geldersatz in anderen Ländern, darunter auch in Deutschland. Briefmarkenkapselgeld insgesamt stellt ein besonderes Sammelgebiet dar, das sowohl für Philatelisten als auch für Numismatiker von Interesse ist. Als Encased Postage Stamps werden aber nur die Stücke aus dem US-amerikanischen Bürgerkrieg bezeichnet. Literaturempfehlung: Michael J. Hodder / Q. David Bowers: The Standard Catalogue of Encased Postage Stamps Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. stampauctionnetwork.com (Robert A. Siegel Auction Galleries Inc.)

  • Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 37

    Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Abstrakt und Modern, Vorschlag M 151 Robert Kalina Geboren 1955 in Wien, Österreich. 1974 bis 1975 Meisterklasse an der Hochschule für Grafische Kunst in Wien. Seit 1976 Banknotendesigner bei der Oesterreichischen Nationalbank und der Oesterreichischen Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH. Er entwarf alle österreichischen Schilling-Noten, die ab 1982 in Umlauf kamen sowie 2002 den höchsten Nennwert für Bosnien-Herzegowina. Seine Entwürfe zu Zeitaltern und Stile für den Euro wurden schließlich angenommen und umgesetzt. Die Entwürfe konzentrieren sich auf die Sterne der EU, Nominale und Sicherheitsmerkmale sowie Computergrafik als abstrakte Elemente. 5 Euro, Vorder- und Rückseite. 10 Euro, Vorder- und Rückseite. 20 Euro, Vorder- und Rückseite. 50 Euro, Vorder- und Rückseite. 100 Euro, Vorder- und Rückseite. 200 Euro, Vorder- und Rückseite. 500 Euro, Vorder- und Rückseite. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

  • DGW-Information für Papiergeld- & Wertpapiersammler, Heft 2022-2

    DGW (verschiedene Autoren): Information für Papiergeld- & Wertpapiersammler, Heft 2022-2 44 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, Format 21 cm x 29,7 cm, Broschur, Berlin 2022. Preis: 9,80 Euro (für Vereinsmitglieder kostenlos). Jährlich gibt der Verein Deutsche Geldschein- und Wertpapiersammler (DGW) zwei Informationshefte heraus. Diese sind für Vereinsmitglieder kostenlos, können aber darüber hinaus auch von Sammlern und Interessenten bezogen werden. Das neue Heft des DGW beginnt mit einem Nachruf von Frank Scholz auf den Leipziger Numismatiker Hans Volkmar Gaitzsch, der bereits am 8. Mai 2022 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben war. Er war durch verschiedene Publikationen, z. B. "Das Geld der Leipziger vom Mittelalter bis zur Gegenwart" oder "Das Geld des CHE" sowie durch Fachbeiträge, u. a. in den DGW-Heften, bekannt. Schwerpunktthema: Der letzte noch von Hans Volkmar Gaitzsch kurz vor seinem Tod verfasste Artikel über Schiller auf Geldzeichen und Medaillen ist auch das Schwerpunktthema des neuen Heftes. Vorgestellt werden Münzen, Medaillen, aber hauptsächlich Notgeld- und Serienscheine mit Bezug zu Schiller und natürlich fehlen auch nicht die Banknoten der Deutschen Notenbank in der DDR, die ihn ehren. Weitere interessante Themen sind: Rainer Geike / Eberhard Wühle / Wanja Abramowski: Lebensmittelkarten im Osten Deutschlands und ihre Abrechnung Michael H. Schöne: Militär-Übungsgeld Lutz Schubert: Eine Reise mit Serienscheinen durch Bayern, Teil 2 Michael H. Schöne: Briefmarken als Ersatzgeld 1947/1948 Siegfried Seipold: Geldscheinbündelung der DWD (Deutsche Wertpapierdruckerei) der SBZ/DDR Thomas Krause: Die wertpapierähnlichen Ausgaben des DGW und andere DGW-Mitglieder haben das neue Heft sofort nach Erscheinen kostenfrei erhalten. Alle Nichtmitglieder können es über folgenden Kontakt bestellen: Deutsche Geldschein- und Wertpapiersammler e.V., Internet: www.dgwev.de, E-mail: info@dgwev.de. Hans-Ludwig Grabowski

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