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  • Fälscher & Falschgeld: Die Papiergeldfälschung, Teil 23

    Fortsetzungsreihe, Teil 39 Die Herstellungstechniken falscher Banknoten, Teil 11 Systemnoten Schema zur Herstellung von Systemnoten. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Bundeskriminalamtes Wiesbaden Die sogenannten Systemnoten sind ebenfalls eine Spielart der Geldfälschung, wenngleich heute nur noch höchst selten vorkommend. Bei diesem Verfahren werden Teile echter Geldscheine in Verbindung mit Handzeichnungen oder Fotokopien zusammengeklebt, um mehrere Stücke, die echte Teilstücke enthalten, zu bekommen (sog. Mischnoten, sie werden früher wie heute unter der Kennung „Y“ klassifiziert). Eine mühsame, aber dennoch recht häufig praktizierte Methode war auch, aus mehreren echten Banknoten Teilstreifen herauszuschneiden und diese nach einem bestimmten System (daher der Name) zu einer nun gering verkleinerten neuen Note mit Klebestreifen zusammenzufügen. So erhält man aus z.B. 10 echten Scheinen einen zusätzlichen. Neben viel Arbeit und vielen benötigten echten Noten fallen solche (Ver-)Fälschungen normalerweise auf, das Entdeckungsrisiko oder die Ablehnung solcher Noten im Zahlungsverkehr ist recht hoch. Dennoch tauchten noch 1998 in Deutschland 198 Stück davon auf. Im April des Jahres 1976 hatte die belgische Kriminalpolizei ebenfalls einen Fall von Systemnoten aufzuklären. Mehr als 80 Stück 500-Francs-Scheine wurden in Brüssel und Umgebung im Zahlungsverkehr gefunden, die aus zerschnittenen echten Noten zusammengeklebt worden waren und statt 15 nur 14 cm Breite aufwiesen. Aus 14 Stück hatte der unbekannte Betrüger 15 „neue“ Fünfhunderter gebastelt. Verfälschungen Eine ebenfalls früher noch mehr als heute gängige Methode sind Verfälschungen von Noten niedriger Nennwerte in höherwertige. Im Januar 1930 warnte „Erkennungszeichen“, das Organ der Internationalen kriminalpolizeilichen Organisation in Wien, vor einer Verfälschung von Banknoten, wie sie bei solchen Währungen immer wieder vorkam, bei denen die Noten aller Wertstufen eine einheitliche Größe, vielleicht sogar alle die gleiche Farbe sowie noch dazu ein ähnliches Aussehen haben. Paradebeispiel auch hier wieder: der Dollar. Im konkreten Fall war der kleinste Nennwert der Federal Reserve Noten der Serie 1914 des amerikanischen Dollars, der Fünfdollarschein, in einen Hunderter verfälscht worden. Teile der Beschriftung waren bei manchen Varianten entweder chemisch entfernt und dann handzeichnerisch ergänzt oder aber mit hauchdünnen Papierstücken, zum Beispiel mit den Wertzahlen „100“ in den vier Ecken der Vorderseite, überklebt worden. Die zu 100-Dollar-Scheinen unterschiedliche Rückseitenzeichnung des Fünfers hatte der Verfälscher durch Bleichen entfernt und dann durch eine Handzeichnung der allegorischen Abbildung des Hunderters allerdings mehr schlecht als recht ersetzt. Die Täter solcher Verfälschungen rechnen durch die Ähnlichkeit im Design aller Dollarnoten mit der Unaufmerksamkeit desjenigen, der einen solchen Schein annimmt, womit sie in vielen Fällen recht behielten. Dass eine 100-Dollar-Note das Bild Franklins und nicht Lincolns trägt, merken viele Leute erst dann, wenn es zu spät ist. Solche Verfälschungen waren in den 1920er und 1930er Jahren häufig, die vorliegenden Stücke waren im Dezember 1929 von zwei Polen in Amsterdam in Zahlung gegeben worden. Verfälschungen von Dollarnoten niedriger Werte in höherwertige Nominale kommen bis in unsere Tage vor, wenngleich sie im Gegensatz zu früher sehr viel seltener geworden sind. Selbst von DM- und Euro-Noten sind in den vergangenen Jahren einige wenige Stücke bekannt geworden. Sie wurden jedoch, wie die Verfälschungen von Banknoten anderer Währungen auch, so gut wie nie im Emissionsland selbst verausgabt. So waren beispielsweise relativ viele verfälschte Dollarnoten in den Staaten der ehemaligen UdSSR im Umlauf, da sich die Menschen dort aufgrund mangelnder Kenntnis über ausländische Valuta leichter hatten täuschen lassen. Mit den gleichen Problemen mussten sich die Behörden kurz nach dem Krieg bis zur Währungsreform herumschlagen, denn die neben den Reichs- und Rentenmarkscheinen in Umlauf befindlichen und mit einem Zwangskurs aufgrund alliierter Gesetzgebung ausgestatteten Militärmarknoten hatten in den Wertstufen von 20 bis 1000 Mark die gleiche Größe, das gleiche Design und auf Vorder- und Rückseite die gleiche Farbgebung. Lediglich die Wertbezeichnungen waren vorderseitig in unterschiedlichen Farben eingedruckt. Damit war diese Notenausgabe für Verfälschungen geradezu prädestiniert. Das machten sich in dieser Zeit viele Fälscher zunutze, in dem sie Zwanziger in 1000-Mark-Scheine verfälschten. Unmengen solcher verfälschter wie auch totalgefälschter Militärmarknoten waren damals im Umlauf. So warnte im Januar 1948 ein Rundschreiben des Südbadischen Sparkassen- und Giroverbandes in Engen mit folgendem Text vor den verfälschten Geldscheinen: „Die Landeszentralbank von Baden in Freiburg teilt uns die nachstehende Mitteilung des Berliner Stadtkontors (ein im Juni 1945 aus den Berliner Reichsbanknebenstellen, den Stadtbanken und Sparkassenzweigstellen gegründetes Kreditinstitut, d. Verf.) zur Weitergabe mit. Zur Zeit werden in Groß-Berlin von 20 auf 1000 Mark verfälschte Militärmarknoten der Fälschungsklasse A12 laufend abgesetzt. Da die Vertreiber dieser Stücke beim Vertrieb sehr geschickt zu arbeiten scheinen, ist besondere Vorsicht geboten. Nachstehende Kennzeichen der Verfälschung sind zu beachten. Der Fälscher hat den ursprünglichen roten Aufdruck durch saubere Rasur in geschickter Weise entfernt und die grünen Angaben unter Verwendung einer Druckplatte in stumpfer, dunkelgrüner, teilweise auch etwas hellerer Farbe eingedruckt. Die mittlere große Wertzahl „1000“ nebst Zierstück und die Schriftsätze zu ihren beiden Seiten sind nicht in der Schärfe wie bei echten Noten wiedergegeben. Bei den Eckzahlen „1000“ fällt die darunterliegende unsaubere und ungleichmäßige Schraffur, namentlich an den durch die Rasur aufgerauhten Stellen, auf. Bei Auftreten aller irgendwie verdächtigen Noten empfiehlt es sich, sie einer Zweigstelle der Landeszentralbank von Baden zur Prüfung und weiteren Veranlassung zuzuleiten und auch im übrigen die bekannten Maßnahmen, die zur Aufklärung von Fälschungen führen können, zu treffen.“ Wie der Autor anhand entsprechender, erhalten gebliebener Listen weiß, wurden bei den Kreditinstituten bis zur Währungsreform alle eingezahlten oder gewechselten Militärmarknoten ab 50 Mark aufwärts unter Festhalten der Seriennummer, des Namens und der Unterschrift des Einzahlers registriert. Dies beruhte offensichtlich auf einer alliierten Vorschrift im Zusammenhang mit der Währungsreform, um den Einzahler im Nachhinein noch belasten zu können, wenn sich eine seiner eingereichten Banknoten als Fälschung herausstellen sollte. Zudem mögen hier aber durchaus auch fiskalische Gesichtspunkte eine Rolle gespielt haben… Keineswegs falsch, wenngleich fehlerhaft, sind die aktuell im Umlauf befindlichen 5- bzw. 50-Euro-Scheine, die im einen Fall den mit dem Notenwert beschrifteten Sicherheitsfaden des Fünfzigers, im anderen Fall den Faden des 100-Euro-Scheines aufweisen. In beiden Fällen haben die Papierhersteller in Frankreich bzw. in Italien geschlampt und während des Produktionsprozesses den jeweiligen Papierbrei mit den falschen Fäden bestückt. Banknotenzählmaschinen, die in der Lage sind, unter anderem anhand der Metallisierung des Fadens die Echtheit einer Note zu prüfen, werfen Stücke, die auf diesem fehlerhaften Papier gedruckt sind, als vermeintlich falsch aus. Sie werden anhand des Codes in den Leerräumen zwischen der Beschriftung des Fadens erkannt. Dies hat in letzter Zeit schon bei manchem Bankkassierer zu heilloser Verwirrung geführt, da die optischen Echtheitserkennungsmerkmale ansonsten allesamt korrekt waren. Erfreut hierüber sind lediglich die Sammler: auf Auktionen erzielen solche Stücke bereits Preise von mehreren Hundert Euro. Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!

  • Neue Galerie im Museum: Neuseeland – Noten der Reserve Bank of New Zealand

    Wir setzen auf Geldscheine-Online.com den Aufbau einer virtuellen Sammlung von Geldscheinen aus aller Welt fort! ​ Unser Geldmuseum lädt zu einer neuen Galerie mit 37 Noten der Reserve Bank of New Zealand aus den Jahren 1955 bis 2019 ein (mit Vorder- und Rückseiten). Weitere Ausstellungen befinden sich in Vorbereitung. Nach und nach werden neue Länder und Emittenten aufgenommen, bis jedes Land der Erde mit je einer kleinen Auswahl seiner Geldscheine in bester Abbildungs-Qualität vertreten ist. ​ In unserem regelmäßig erscheinenden kostenlosen Newsletter informieren wir über neue Galerien! ​ Alle abgebildeten Geldscheine stammen aus privaten Sammlungen und dem Handel. Wenn auch Sie das Museum unterstützen möchten, dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Hans-Ludwig Grabowski #Museum #Ozeanien #Neuseeland #Grabowski​

  • Neue Galerie im Museum: Gambia – Noten der Central Bank of the Gambia

    Wir setzen auf Geldscheine-Online.com den Aufbau einer virtuellen Sammlung von Geldscheinen aus aller Welt fort! ​ Unser Geldmuseum lädt zu einer neuen Galerie mit 38 Noten der Gambischen Zentralbank aus den Jahren 1971 bis 2019 ein (mit Vorder- und Rückseiten). Weitere Ausstellungen befinden sich in Vorbereitung. Nach und nach werden neue Länder und Emittenten aufgenommen, bis jedes Land der Erde mit je einer kleinen Auswahl seiner Geldscheine in bester Abbildungs-Qualität vertreten ist. ​ In unserem regelmäßig erscheinenden kostenlosen Newsletter informieren wir über neue Galerien! ​ Alle abgebildeten Geldscheine stammen aus privaten Sammlungen und dem Handel. Wenn auch Sie das Museum unterstützen möchten, dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Hans-Ludwig Grabowski #Museum #Afrika #Gambia #Grabowski​

  • Leserpost: Unbekannter Probedruck zu 10.000 Mark

    Kommentar zur Leserpost vom 27. April 2021 Das Wasserzeichen scheint eher das Wasserzeichen L-T-Muster zu sein, das selten zum Einsatz kam. Mir sind nur der 10 Mark-Schein der Stadt Guben vom November 1918 und ein 50Pfg-Schein aus Ilsenburg vom Oktober 1917 bekannt. Die Druckerei und damit eine mögliche Quelle des Probedruckes ist mir nicht geläufig. Die geographische Lage spräche für eine mitteldeutsche Druckerei. Die Verwendung des Papiers für Notgeld gegen Ende des Krieges (bis in die Anfangszeit der Weimarer Republik) legt nahe, dass eine Privatdruckerei hier auf Bestände zurückgegriffen hat, um den Probedruck anzufertigen. Das macht den Einsatz für Reichsbanknoten unwahrscheinlich. Das hohe Nominal spricht gegen das Jahr 1920, in dem Papiermangel in der Reichsdruckerei herrschte und solche Provisorien vorgekommen sein könnten. Die ausführlichen, mehrfarbigen Guillochen sprechen allerdings für einen erfahrenen Wertpapierdrucker wie zum Beispiel Giesecke & Devrient. Im G&D-Archiv sind Druckproben für Guillochen-Muster und Hintergrundreliefs aufgelistet, die eventuell mit diesem Druck in Beziehung stehen. O. Herzberg Antwort der Redaktion Herzlichen Dank für den interessanten Kommentar. Ich werde eine Anfrage an Frau Depner von der HVB Stiftung Geldscheinsammlung stellen. Vielleicht kann man tatsächlich im Archiv von Giesecke + Devrient fündig werden, auch wenn die Chancen eher gering sind. Wie aus zuverlässiger Quelle bekannt, sind leider nach der Übernahme der ehemaligen Wertpapierdruckerei der DDR in Leipzig (zuvor Stammsitz von G+D) durch Giesecke + Devrient München auch viele Druckproben und andere geldgeschichtlich bedeutende Belege unter neuen Verantwortlichen vernichtet worden. Aus dieser Vernichtungsaktion sind viele Jahre später u.a. Druckproben von DDR-Banknoten aufgetaucht, die von damals beteiligten Personen "gerettet" worden waren. Beim Wasserzeichen könnte es sich tatsächlich um "LT-Muster" handeln, das nach Keller von der Berliner Druckerei Liebheit & Thiesen verwendet wurde. Diese hat das Wasserzeichenpapier für Kleingeldscheine von Ilsenburg, Wernigerode, Eilenburg und den Kreis Goldap in Ostpreußen sowie für Großnotgeld von Guben (10 Mark von 1918) verwendet. Ich denke nach wie vor, dass es sich um einen Probedruck für eine Notausgabe handeln könnte. Hans-Ludwig Grabowski

  • Mini-Assegni: Not-Kleingeld in Italien

    Abb. 1: Barscheck der Volksbank Bozen/Südtirol über 100 Lire vom 22. 11. 1976, Vs., 6 x 12 cm. Als bei uns die Euroscheine eingeführt werden sollten, machte man sich natürlich vorher auch über die Stückelung Gedanken und es gab durchaus laute Stimmen, die sich für die Schaffung einer 1-Euro-Note einsetzten – vor allem aus Italien. Die Italiener waren es seit den 1970er Jahren gewohnt gewesen, z.B. ihren Espresso mit einem kleinen Geldschein bezahlen zu können. Die damals vorherrschende Münzknappheit aufgrund mangelnder Prägekapazitäten führte in der Repubblica Italiana einerseits zur Hortung bestehender Münzvorräte für die notwendige Automatenbedienung und andererseits zur Ausgabe von Wechselgeld in Form von Bonbons, Heftpflastern etc., woran sich ehemalige Italien-Urlauber von damals sicherlich noch lebhaft erinnern können. Abb. 2: Geldschein über 500 Lire vom 20.12. 1983, ausgegeben vom italienischen Finanzministerium, Vs. mit dem Götterboten Merkur, 5,75 x 11,5 cm. Nach dem Zusammenbruch des internationalen Währungsverbundes von Bretton Woods (1944–1973) befanden sich viele Währungen im Fallen begriffen; wegen der Inflation vermehrten sich auf den Banknoten die Nullstellen. In Italien kam 1976 ein neuer Fünfhunderter heraus, allerdings als „Biglietto di Stato a corso legale“ und nicht von der Banca d`Italia wie der neue Marco-Polo-Tausender von 1982. Bei der offiziellen Buchgeldumstellung auf die gemeinsame Eurowährung 1999 entsprachen übrigens 1.936,27 Lire einem Euro. Die Banken im Stiefel halfen sich selbst und schufen mit kleinen Barschecks (assegni circolare) von 50 bis 200 Lire mit Indossaments und sammler-affiner Gestaltung eine Art Notgeld, das die chronische Unterversorgung mit Kleingeld effektiv bekämpfte, denn Schecks ersetzen Bargeld – im Gegensatz zum Wechsel. Den ausgebenden Banken als Bezogenen und den eingedruckten Ausstellern der Schecks verschafften sie einen gewissen Eigenwerbe-Effekt. Die verausgabten Miniassegni in Südtirol waren zudem sogar zweisprachig. Abb. 3: Rs. des Barschecks über 100 Lire der Volksbank Bozen (s. Abb. 1) mit Indossament des Landesverbandes der Handels- Fremdenverkehrsbetriebe Bozen. Abb. 4: Barscheck der Landwirtschaftskreditbank Ferrara über 50 Lire vom 12.07. 1977, Vs., 6,3 x 12,4 cm. Abb. 5: Barscheck über 150 Lire des Credito Italiano, Mailand vom 08.03. 1976, Vs., 6,3 x 10,6 cm. Durch die verkleinerte Form in ähnlicher Größe wie die Scheine zu 500 und 1000 Lire konnten sie nicht mit regulären Bank- oder Barschecks verwechselt werden, und da die Banken den Nominalwert hinterlegen mussten, fand auch gar keine Geldschöpfung statt. Im Gegenteil: Viele Assegni wurden den Banken nicht wieder präsentiert, sondern verschwanden als putzige Souvenirs im Gepäck der Touristen oder in den Alben von Sammlern. Abb. 6: Rs. eines Barschecks über 200 Lire der Banca di Trento e Bolzano vom 20.09. 1977 mit links dem Schloss Bounconsiglio in Trient und rechts dem Dom Maria Himmelfahrt in Bozen. 6,4 x 11,5 cm. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch im Lexikonbeitrag von Albert Pick Assegni Circolare (Mini – Assegni) vom 23.10.2019. Christian Merker

  • Fälscher & Falschgeld: Die Papiergeldfälschung, Teil 22

    Fortsetzungsreihe, Teil 38 Die Herstellungstechniken falscher Banknoten, Teil 10 Das Papier der Fälschungen Soviel in einem groben Überblick zu den einst und heute gängigen Druck- und Herstellungsverfahren aus der Fälscherszene. Das Papier der ehemaligen DM-Noten wie auch dasjenige für die aktuellen Euro-Scheine ist kurzfaserig und besteht aus reiner Baumwolle. Nach dem Trocknungsprozess erhält es noch eine Oberflächenleimung und erhält so seine spezielle Haptik und seine ganz eigenen Klangeigenschaften, die es von herkömmlichen Papieren unterscheidet. Das für Falsifikate verwendete Papier entstammt in fast allen Fällen dem freien Handel, wobei sich die Fälscher natürlich dasjenige aussuchen, das dem Originalpapier der zu kopierenden Banknote ihrer Meinung nach am nächsten kommt. In der Regel sind es herkömmliche, langfaserige Zellulosepapiere, die oftmals mit Aufhellern versehen oder die mittels Chlorbleiche gebleicht worden sind. Sie leuchten unter der UV-Lampe hell, meist hellblau, auf. Die überwiegende Mehrzahl der Papiere wird heute aber hergestellt, indem man aus Umweltschutzgründen auf die Bleiche verzichtet, sodass die auf ihnen gedruckten Fälschungen wie die echten Banknoten dunkel reagieren und unter UV-Licht eine mehr oder minder große Ähnlichkeit mit echtem Notenpapier aufweisen. An echtes Notenpapier kommen illegale Nachahmer so gut wie nie, es sei denn durch Bleichen von Noten niedrigen Nennwertes, um dann darauf höherwertige Noten zu drucken. Dieses Verfahren wurde und wird bei Fälschungen des amerikanischen Dollars ab und zu angewendet, eine jener unerwünschten Nebenwirkungen der Tatsache, dass alle Dollarnoten vom 1er bis zum 10.000er die gleiche Größe besitzen. Es sind jedoch zu vernachlässigende Einzelfälle, da aufgrund des relativ großen Aufwands nur Einzelgänger mit kleinen Auflagen von diesem Verfahren Gebrauch machen und die damit nicht ins Gewicht fallen. Bei den Ausgaben vor 1996 kam erschwerend noch hinzu, dass das Papier durch kein stückelungsspezifisches Wasserzeichen geschützt ist. Eher die Ausnahme ist die Herstellung eines mit dem Original beinahe identischen Papiers, wie es bei den Pfundnoten-Fälschungen der Nationalsozialisten oder den sog. „Superdollars“ der Fall war bzw. ist. Diese Methode ist aber für den Durchschnittsfälscher und selbst für die Nachahmer aus dem Bereich der Organisierten Kriminalität viel zu aufwendig und in Ermangelung geeigneter Maschinen und des technischen Know-hows nicht praktikabel. Verfälschung einer 100-Reichsmark-Banknote in eine 1000-Reichsmark-Banknote. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags Österreich der Print Media Austria AG, Wien Echte 1000-Reichsmark-Banknote. Dennoch haben es Ganoven ab und an geschafft, an echtes Notenpapier zu kommen. Ein Fälscher mit Namen James Griffith hatte 1864 umgerechnet rund 10.000 Taler investiert, um das Papier der Noten der Bank von England in eigener Produktion nachzuahmen. Zahllose Noten hatte er eingestampft und analysiert. Als dies nichts fruchtete, gelang es ihm, einen Angestellten des Papierherstellers Portals zu bestechen, der ihm echten Papierbrei übergab und ihm auch Details der Herstellung verriet. Doch die Polizei erwischte die beiden, noch bevor sie eine größere Menge produzieren konnten. Cleverer angestellt hatten es dagegen 2008 die bis dato unbekannten Mitglieder einer organisierten Bande in einem südeuropäischen Land (welches Land es war, verschweigen wir aus Gründen der Diskretion). Ihnen war es – wie auch immer – gelungen, eine ganze Lkw-Ladung mit Papier für 20-Euro-Noten zu stehlen. Seit wenigen Monaten tauchen nun die ersten auf diesem Papier im Offsetverfahren gedruckten falschen Scheine in erstklassiger Qualität auf. Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!

  • Lexikon: Caisse Centrale de la France d'Outre-Mer

    Die Zentralkasse für Übersee-Frankreich gab während des Zweiten Weltkriegs zunächst Noten aus, die in England gedruckt waren, und zwar ohne Aufdruck für Französisch-Äquatorialafrika (die heutigen Staaten Gabun, Republik Kongo, Tschad und Zentralafrikanische Republik) sowie Réunion, mit einem Aufdruck des jeweiligen Landesnamens für Französisch-Guayana, Guadeloupe und Martinique. Caisse Centrale de la France d'Outre-Mer: 5 Francs (Gesetz vom 2.2.1944) ohne Aufdruck, Vorder- und Rückseite (Abb. Hans Worbes, www.worbes-verlag.de). Caisse Centrale de la France d'Outre-Mer: 100 Francs (Gesetz vom 2.2.1944) ohne Aufdruck, Musterschein mit Null-Nummer, Überdruck "SPECIMEN" und Lochung, Vorder- und Rückseite (Abb. CGB, www.cgb.fr ). Caisse Centrale de la France d'Outre-Mer: 10 Francs (Gesetz vom 2.2.1944) mit Aufdruck "GUADELOUPE", Vorder- und Rückseite (Abb. CGB, www.cgb.fr ). Die nach dem Krieg von ihr ausgegebenen Scheine galten ohne Aufdruck in Französisch-Äquatorialafrika und mit dem Aufdruck des jeweiligen Landesnamens in Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Réunion und Saint-Pierre et Miquelon. Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski

  • Ungewöhnliche Zahlungsmittel der Festung Kreta 1944/45

    Ende August 1944 fand im Führerhauptquartier, der „Wolfsschanze“ in der Nähe von Rastenburg (Ostpreußen), eine Südost-Besprechung statt. Versammelt hatten sich neben Adolf Hitler, Reichsaußenminister Joachim von Rippentrop, Reichsführer SS und Reichsinnenminister Heinrich Himmler, Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel (Chef des Oberkommandos der Wehrmacht), Generaloberst Alfred Jodel (Chef des Wehrmachtführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht), General Walter Warlimont (Stellvertreter von Generaloberst Alfred Jodl im Wehrmachtführungsstab), Reichsminister für Bewaffnung und Munition Albert Speer, Sonderbevollmächtigter des Auswärtigen Amts für den Südosten Hermann Neubacher, Generalfeldmarschall Freiherr Maximilian von Weichs (Oberbefehlshaber der Heeresgruppe F) und Generaloberst Alexander Löhr (Oberbefehlshaber Südost und zugleich Oberbefehlshaber der Heeresgruppe E). „Die Räumung Griechenlands lag in der Luft, Hitler griff die Formel auf: ‚Die Inseln haben ihre Aufgabe erfüllt!‘ und befahl die Räumung der ägäischen Inseln und Kretas. Einen Tag später erfolgte der Umsturz in Bukarest, Bulgarien folgte nach, und aus der Räumung der Inseln wurde die Räumung des Balkans.“[1] Die Heeresgruppe E begann mit der Rückführung ihrer Verbände von den zahlreichen griechischen Inseln. Wegen der alliierten Überlegenheit wurde der Seetransport unmöglich und die Truppen mussten unter Zurücklassung des schweren Gerätes per Lufttransport evakuiert werden. Am 15. September 1944 wurde die Rückführung aufgrund der gegnerischen Luftüberlegenheit eingestellt. Für zahlreiche Wehrmacht-Einheiten bedeutete dies, dass sie bis zum Kriegsende auf griechischen Inseln ausharren mussten. Mit der Räumung der Peloponnes begann die Wehrmacht am 6. September. Am 12. Oktober verließ das deutsche Militär Athen und am 31. Oktober Thessaloniki. Ohne nennenswerte Feindberührung überschritt die Nachhut in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1944 die griechisch-mazedonische Grenze. Die verbliebenen 20.000 deutschen Soldaten auf Kreta bildeten den „Festen Platz Kreta“. Im September 1944 zogen sie sich in die „Kernfestung“ um Chania zurück. Da von der Bank von Griechenland keine Geldlieferungen mehr erfolgten, aber weiterhin Einkäufe bei der einheimischen Bevölkerung zu bezahlen waren, schuf die Wehrmachtsverwaltung in Chania ihre eigenen Zahlungsmittel: Anweisungen, die auf eine bestimmte Menge von Okades Olivenöl lauteten[2], wobei eine Oka 1,280 kg entspricht. Bereits im März 1942 hatte der damalige Festungskommandant General Alexander Andrae[3] angesichts der zunehmenden griechischen Inflation und der unzureichenden Zahlungsmittelversorgung durch die Bank von Griechenland vorgeschlagen, für Kreta eine besondere Währung zu schaffen. Sie sollte durch Olivenöl und andere Landesprodukte gedeckt sein. Dieser Vorschlag, der praktisch auf eine Parallelwährung hinauslief, übersah die politischen Auswirkungen und technischen Schwierigkeiten. Daher untersagte der Wehrmachtsbefehlshaber Südost (AOK12) dem General, die Währungsidee der „Öl-Drachme“ weiter zu verfolgen. Auch der Bevollmächtigte des Reichs für Griechenland stand dem Ansinnen ablehnend gegenüber, da die Öl-Drachme Kreta wirtschaftlich von Rest-Griechenland abschnüren würde und die Maßnahme auch im Widerspruch zu den deutsch-italienischen Vereinbarungen stünde.[4] Im Herbst 1944 hatten Bedenken dieser Art jedoch keine Bedeutung mehr. Die „Deckung“ der Anweisungen bestand, wie bereits bei den Plänen des Jahres 1942, in Olivenöl. Dazu legte die Wehrmachtsverwaltung in Chania einen Öl-Vorrat bei der ETEL-Fabrik (Ölproduktion Griechenland) an. Dieser stammte sowohl aus beschlagnahmtem Öl wie auch aus Ankäufen, die durch die Abgabe von nicht benötigten Wehrmachtsgütern (Benzin, Reis, Stiefelsohlen, Schuhe, Räder, Ersatzteile für Autos usw.) bezahlt wurden. Wenn nun die Wehrmachtsverwaltung von der Bevölkerung Chanias Gemüse, Obst, Fleisch und andere Waren kaufte, erhielt der Verkäufer Anweisungen, die auf Okades Öl lauteten. Gegen diese Anweisung erhielt er von der ETEL die geschuldete Menge Olivenöl, wobei das Öl einen Säuregehalt von 2–4 % hatte. Obwohl die Anweisungen jeweils auf eine bestimmte Person ausgestellt waren, wurden sie als Zahlungsmittel von der Bevölkerung weitergegeben. Sie liefen so lange um, bis der letzte Inhaber sie bei der ETEL einlöste. Abb.: Anweisung vom 14. Dez. 1944 an die Firma ETEL, an den Griechen Koulisakis 164 Okades Öl auszuliefern. Die Anweisungsformulare wurden im Umdruckverfahren auf einfachem Papier hergestellt und anschließend handschriftlich vervollständigt und mit der Unterschrift des Oberzahlmeisters und dem Siegel der Feldkommandantur versehen. Mit der Anweisung wurde ETEL entweder beauftragt, A eine bestimmte Menge Öl auszuhändigen bzw. von B eine bestimmte Menge Öl als Zahlung anzunehmen, damit dieser ein Gut bei der Wehrmachtsstelle erhalten konnte. Die jeweils nicht zutreffende Verwendung wurde auf der Anweisung durchgestrichen. Mit diesen Gutscheinen glichen die Deutschen in den sieben Monaten zwischen Oktober 1944 und Mai 1945 den Mangel an Banknoten aus und erleichterten den Warenaustausch auf dem lokalen Markt. Der Endbestand an Öl betrug am 15. Mai 1945 bei ETEL noch 2731,5 Okades. Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 9. Mai 1945 blieb zunächst alles wie gehabt. Erst nach und nach gaben die deutschen Soldaten ihre Waffen ab und gingen in britische Gefangenschaft. Der letzte Befehlshaber der Besatzung Kretas, Generalmajor Hans-Georg Benthack[5], kam am 19. Juni in ein Kriegsgefangenenlager nach Ägypten, dann nach Island Farm in England und wurde im Mai 1948 entlassen. Uwe Bronnert Abb.: Antonis Linardakis, German oil vouchers in Chania, Crete, 1944–1945, S. 127. [1] Hermann Neubacher, Sonderauftrag Südost 1940–1945, Bericht eines fliegenden Diplomaten, 2., durchgesehene Auflage, Göttingen/Berlin/Frankfurt 1957, S. 90. [2] Die folgende Darstellung orientiert sich an: Antonis Linardakis, "German oil vouchers in Chania, Crete, 1944–1945", A periodical publikcation of the Hellenic Numismatic Society, Bd. 28 (2010), S. 125–130. [3] Festungskommandant vom 21. Juli 1941–30. August 1942, Befehlshaber der deutschen Truppen ab 9. Juni 1941. [4] Bundesarchiv Berlin, R29/196, Schreiben vom 20. April 1942 des Deutschen Kommissars bei der Bank von Griechenland an das Reichsbankdirektorium in Berlin sowie ein Aktenvermerk bei der Reichskreditkassenverwaltung, Tgb.Nr. 7795/42. [5] Festungskommandant vom 22. September 1944–10. Mai 1945. „Benthack wurde 1953 zusammen mit anderen ehemaligen Wehrmachtssoldaten, darunter einem Divisionsrichter, vor dem Landgericht Hamburg angeklagt, bei Kriegsende auf Kreta die Erschießung von renitenten Soldaten angeordnet zu haben. Fünf Soldaten wurden am 11. und 12. Mai 1945, also zwei Tage nach der Kapitulation der Wehrmacht, ohne Verfahren hingerichtet. Das Gericht folgte im Urteil der Argumentation der Verteidigung, dass diese Erschießungen notwendig gewesen seien, um die Disziplin der Truppe aufrecht zu halten, da die Truppe andernfalls schutzloses Opfer der Übergriffe der griechischen Partisanen geworden wäre. Das Gericht gestand Benthack Verbotsirrtum zu und sprach ihn frei. Auch die sechs anderen Beschuldigten wurden freigesprochen. Der Antrag der hamburgischen Staatsanwaltschaft auf Revision beim Bundesgerichtshof wurde gegenstandslos, als das Landgericht Hamburg das Verfahren am 6. Dezember 1954 gemäß § 6 des Straffreiheitsgesetzes einstellte“. (18.07.2021).

  • Schöne: Die Militärmark-Scheine der Alliierten von 1944 bis 1948 in Deutschland

    Michael H. Schöne Die Militärmark-Scheine der Alliierten von 1944 bis 1948 in Deutschland Operation "Wild Dog" Sämtliche Ausgaben der Alliierten Militärbehörde (einschließlich Münzgeld und Nachkriegs-Briefmarken) 364 Seiten, durchgehend farbig, Format 14,8 cm x 21 cm, Broschur, Pirna 2021, Eigenverlag. ISBN: ohne. Preis: 44,94 Euro. Drei Jahrzehnte lang hat der von vielen sehr gut recherchierten Fachartikeln und Spezialkatalogen bekannte Autor akribisch geforscht, Unterlagen aus unterschiedlichen Archiven gesichtet und eine riesige Menge an Informationen zusammengetragen. Immer wieder hatte er in der Vergangenheit auch über das Geld der Alliierten Militärbehörde berichtet und auch andere Autoren haben sich diesem wichtigen Thema in Fachartikeln gewidmet. Der eigentliche Grund für das neue Buch besteht darin, alle Informationen wie ein großes Puzzle zusammenzufügen und als populär-wissenschaftliche Abhandlung nicht nur Sammlern, sondern auch der Öffentlichkeit vorzustellen. Hierzu hat er alle ihm zugänglichen bisherigen Veröffentlichungen und Dokumente gesichtet und ausgewertet. Entstanden ist viel mehr als ein Katalog, entstanden ist eine beispielhafte Dokumentation, die einen weiten Bogen von der Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs bis hin zu einem gesonderten Bewertungsteil spannt. Kaum ein Aspekt des für die Besetzung Deutschlands gedruckten Alliiertengelds bleibt unbeachtet. In einzelnen Kapiteln wird auf alle relevanten Themen eingegangen, so z.B. auf die Druckvorbereitungen, die Herstellung in den USA und der Sowjetunion, Druckvarianten, die Gültigkeitsbereiche, die Nummerierung und schließlich auch – was für Sammler von besonderem Interesse ist – auf Standardscheine, Specimen, Muster, Austauschnoten, Fehldrucke und Fälschungen. Die Dokumentation wird durch die umfangreiche Verwendung von Statistiken, Karten, Gesetzen, Dokumenten, Angaben zu Druckmengen, Liefer- und Vernichtungslisten, Abbildungen von Graffitis sowie Angaben zu Verlusten, Geltungsgebieten und -zeiträumen sowie zur verwendeten Literatur und Quellen ergänzt. Neben den Scheinen der Alliierten Militärbehörde wird auch auf die Münzen und Briefmarken sowie Randgebiete, wie etwa das Kantinengeld der Alliierten, eingegangen. Alles in allem, eine sehr gelungene und einzigartige Dokumentation zur Zeit der alliierten Besatzung in Deutschland und zu deren monetären Zeugnissen. Interessenten wenden sich bitte direkt an den Autor: Michael H. Schöne, michael@schoene-pirna.de Der Versand erfolgt portofrei! Hans-Ludwig Grabowski

  • Peru: Neue 10- und 100-Soles-Noten eingeführt

    Am 22. Juli 2021 gab der Banco Central de Reserva del Perú neue Noten zu 10 und 100 Soles in Umlauf. Die neuen 10-Soles-Noten zeigen auf der Vorderseite das Porträt der unter dem Namen Chabuca Granda bekannten peruanischen Sängerin und Komponistin María Isabel Granda Larco (3.9.1920–8.3.1983). Auf dem Hunderter ist der in Peru als Pionier der Raumfahrt gefeierte Erfinder Pedro Paulet abgebildet. Die Rückseiten der von De La Rue gedruckten Scheine illustrieren die facettenreiche Flora und Fauna Perus. Zu den Sicherheitsmerkmalen zählen u.a. ein Sicherheitsfaden mit einem optisch variablen Farbverlauf und magnetischen Teilen sowie OVI-Elemente. Auch sind die Scheine mit ertastbaren Schräglinien am Rand ausgestattet, um die Erkennung des Nominals für Menschen mit Sehbehinderung zu erleichtern. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Auktionsvorschau 138. und 139. Teutoburger Münzauktion, 13.–17. September 2021

    Auch im September kommen bei den Ostwestfalen wieder gleich zwei Auktionskataloge zur Versteigerung, auch diesmal coronabedingt wieder komplett LIVE ONLINE. Am Montag, 13.9., wird die 138. Auktion gestartet, beginnend mit einer wieder sehr umfangreichen Spezialserie China & Südostasien (333 Lose), gefolgt von den Goldmünzen, Goldmedaillen, Uhren und Schmuck. Im Goldbereich finden sich zahlreiche große Raritäten, u.a. drei sächsische 10-Taler-Stücke, ein Mannheimer Rheingold-Dukat, Braunschweiger Dukaten des Ludwig Rudolph, viel Reichsgold, usw. Der deutlich gewachsene Antiken-Bereich enthält neben guten Kelten, Griechen (auch im Goldteil) und Römern eine Sammlung der Prägungen des Isenburger Hofraths Karl Wilhelm Becker. Im Auslandsteil sind Münzen und Medaillen aus aller Welt vertreten, hier besonders hervorzuheben die Sammlungen Russland und Kirchenstaat/Vatikan. Es folgen die habsburgischen und österreichischen Münzen und Medaillen mit vielen Talern und Teilstücken, einer Reihe Mittelalter-Münzen aus Böhmen, Talern aus Salzburg, etc. Die Abteilung Altdeutschland beinhaltet u.a. Taler und Gulden von Bayern, viele Braunschweiger Münzen mit vor allem div. Palmbaumgulden, Brandenburg-Preussen, Sachsen mit Nebenlinien (besonders Altenburg und Coburg-Gotha), usw. Nach wenigen Waagen und Gewichten kommen die thematischen Medaillen zur Versteigerung, bei denen mit Abstand am stärksten Drittes Reich und Karl Goetz vertreten sind. Die deutschen Münzen ab 1871 nach Jaeger vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik und zur DDR bilden eine riesige Auswahl. Besonders beim Reichssilber sind zahlreiche Stücke in besonders hübschen Erhaltungen dabei. Den Abschluss des Münzbereichs runden wie immer Lots, Posten und teils urbelassene Sammlungen, die zum Stöbern einladen, ab – hierzu bitte dringend Besichtigungszeit einplanen und frühzeitig Termine reservieren. Der letzte Abschnitt der 138. Auktion am 16.9. sind Orden und Ehrenzeichen, Militaria (mit zahlreichen Blankwaffen) und andere Antiquitäten von der Taschenuhr und historischen Wertpapieren über Silber bis zum Möbelstück. Hier ist eine riesige Feuerwehrsammlung im Angebot, vor allem Helme und Ausrüstungsgegenstände. Die 139. Auktion am 16. und 17. September ist wieder ein Sonderkatalog für Briefmarken und Banknoten (hier u.a. große Serie KZ- und Lagergeld mit vielen Seltenheiten, die 10-Dollars-Umlaufnote 1907 von Kiautschou usw.). Los 4864: Ausruf 2.000,00 Euro Französisch Indien Pick 7 S SPECIMEN des 50 Rupees o.D. (1936), mit Perforation SPECIMEN und ohne KN. I, von größter Seltenheit Los 4919: Ausruf 2.000,00 Euro Oldenburg (Oldenburg) Pick zu S377 und 378 Grabowski/Kranz 235 P1 und P2, 236 P1 und P2 4 einseitige Probedrucke der 5- und 10-Thalerscheine vom 1.1.1869 je Vorder- und Rückseite. Die Scheine waren zur Vorlage beim Großherzog auf Karton befestigt, daher befinden sich auf den Rs. leichte Verfärbungen durch das Ablösen, die Probedrucke der Rs. sind auch vorderseitig etwas fleckig. II, von größter Seltenheit Los 4951: Ausruf 2.500,00 Euro Deutsche Kolonien und Nebengebiete Grabowski DAN-60, Rosenberg/Grabowski 836 500 Gulden Danziger Banknote 10.2.1924. Zeughaus und Danziger Wappen/Brunnenfigur Neptun. KN 6-stellig rot, Wz. Maske. I, selten Los 4952: Ausruf 2.500,00 Euro Deutsche Kolonien und Nebengebiete Grabowski DAN-61, Rosenberg/Grabowski 837 1000 Gulden Danziger Banknote 10.2.1924. Langer Markt, Rathaus und Danziger Wappen/Brunnenfigur Neptun. KN 6-stellig rot, Wz. Maske. I, selten Los 4977: Ausruf 1.500,00 Euro Wehrmachts- und Besatzungsausgaben 2. Weltkrieg, 1939-1945 Grabowski ZWK-48, 49, Rosenberg/Grabowski 592,593 Ukraine: 2 und 5 Karbowanez 10.3.1942. Junge mit Pelzmütze, Serie 6 und Mädchen mit Kopftuch Serie 31. II-III, kl. Einriss, sehr selten und I- Los 5108: Ausruf 15.000,00 Euro China/Kiautschou Grabowski DAB-4b, 49, Rosenberg/Grabowski 102b, Pick 3b Zehn Dollar 1.3.1907. Original kursierter Schein mit 2 Originalunterschriften und Wz. GD-Kreuzsternmuster (laut PMG fälschlicherweise 8 Cornered Crossflower). PMG Grading: Very Fine 25. äußerst selten Los 5324: Ausruf 1.000,00 Euro Kaiserswerth (heute zu Düsseldorf gehörig) Grabowski. 250 Nr. 756.12 2 Billionen Mark 1.12.1923 Leinen. Serie A No. 013. I-, von größter Seltenheit Zur Auktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/

  • Leserpost: Poststempel auf Interimsnote von Deutsch-Ostafrika

    Ich habe mal wieder eine Anfrage, um deren Beantwortung ich Sie bitten möchte: In der Anlage sehen sie eine Banknote vom 1. Februar 1916, vermutlich ihre Katalognummer DOA-31a (Serie T3). Hier sind Überstempelungen mit "Bismarckburg" zu sehen. Hat es so was damals gegeben oder ist das ein später nachgestempeltes Stück? Der Schein wurde mir 2011 mit Armeekorps- und Kriegsgefangenenlagergeld überlassen. Ich bedanke mich für ihre Rückmeldung und verbleibe mit freundlichem Gruß R. Podszun Antwort Das ist wieder ein typischer Fall von unseren Freunden den "Stempelschnitzern". Scheine mit diesem Stempel sind bekannt, alle mit dem Datum "22/2 1915". Einige Stücke tauchten vor ca. zehn Jahren bei e-Bay auf und wurden auch verkauft. Das Interessante ist, dass kurz vorher auch der dazu passende Stempel verkauft wurde! Siehe beiliegendes Bild! Schaut man sich den Stempel an, fällt auch auf, warum alle Stempelabschläge das Datum 22.2.1915 tragen. Der Stempel hat keine beweglichen Lettern! Damit ist klar, das nicht nur die Abschläge aus neuerer Zeit sind, sondern auch der Stempel selber ist eine Komplettfälschung. Darüber hinaus sind mir keine (unzweifelhaft echten) Ortsstempel auf DOA-Banknoten bekannt, das würde auch keinen Sinn machen. Jörg Zborowska

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