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  • Aus der HVB Stiftung: 1000 Markkaa der Suomen Pankki von 1922

    Das Großfürstentum Finnland bestand von 1809 bis 1917 und war ein weitgehend autonomer Teil des Russischen Reichs. Im Jahr 1811 wurde die Suomen Pankki (Bank von Finnland) von Zar Alexander I. gegründet. Ab 1840 durfte sie Banknoten ausgeben, neben ihren Noten zirkulierten noch Geldscheine russischer und schwedischer sowie finnischer Banken. Durch Gesetz wurde sie 1886 zur alleinigen Notenbank bestimmt und übt diese Funktion bis heute aus. Die Banknoten aus der Zeit des Großfürstentums spiegeln die politische Situation wider: Sie sind dreisprachig in Finnisch, Russisch und Schwedisch. Nach der Unabhängigkeit 1917 wurden die Scheine nur noch zweisprachig in Finnisch und Schwedisch gestaltet. Finnland, Suomen Pankki: Banknote über 1.000 Markkaa/Mark von 1922 Vorderseite: In der Mitte eine Figurengruppe mit 9 Männern und Frauen und 4 Kindern vor einem See, rechts unten Wappen der Republik Finnland: Ein Löwe umgeben von neun Rosen, welche die neun historischen finnischen Landesteile repräsentieren. Rückseite: In der Mitte ein Baum, darin das Wappen der Republik Finnland: Ein Löwe umgeben von neun Rosen, welche die neun historischen finnischen Landesteile repräsentieren. Wasserzeichen: ohne Format: 204 x 120 mm. Katalogreferenz: Finland 48a (SCWPM) Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: 100 Mark Besatzungsgeld für Deutsch-Neuguinea 1914

    Die Kolonie Deutsch-Neuguinea, seit 1899 direkt dem Deutschen Reich unterstellt, wurde 1914 von den Australiern besetzt. Für die Übergangszeit stellten die Australier eine Art Notgeld, die Treasury Notes her. Sie lauteten auf Mark, weil die Währung schon in Neuguinea eingeführt war. Zudem wurden damit die restlichen Löhne der deutschen Freiwilligen, die kapitulierten, ausbezahlt. Die primitiv hergestellten Noten zählen heute zu den seltensten Geldscheinen der Welt. Nur wenige Exemplare sind erhalten geblieben. Ein vollständig erhaltener Satz aller Nominale mit der Kontrollnummer 1 ist im Besitz der HVB Stiftung Geldscheinsammlung. Deutsch-Neuguinea, Australische Besatzungsmacht: Treasury Note über 100 Marks vom 5. November 1914, KN 0001 Vorderseite: einfacher Textdruck, Kontrollnummer, Tag und Monat sowie Unterschriften handschriftlich. Rückseite: Je eine Wertzahl 100 in den vier Ecken. Wasserzeichen: ohne Format: 174 x 76 mm. Katalogreferenz: DNG-5 (Grabowski), Ro./Gra. 969, German New Guinea 5a (SCWPM) Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: 5 Markkaa der Suomen Pankki von 1897

    Das Großfürstentum Finnland bestand von 1809 bis 1917 und war ein weitgehend autonomer Teil des Russischen Reiches. Im Jahr 1811 wurde die Suomen Pankki (Bank von Finnland) von Zar Alexander I. gegründet. Ab 1840 durfte sie Banknoten ausgeben, neben ihren Noten zirkulierten noch Geldscheine russischer und schwedischer sowie finnischer Banken. Durch Gesetz wurde sie 1886 zur alleinigen Notenbank bestimmt und übt diese Funktion bis heute aus. Die Banknoten aus der Zeit des Großfürstentums spiegeln die politische Situation wider: Sie sind dreisprachig in Finnisch, Russisch und Schwedisch. Großfürstentum Finnland, Suomen Pankki: Banknote über 5 Markka von 1897 Vorderseite: In der Mitte eine weibliche Figur mit Bärenfell in Anlehnung an eine Skulptur des Alexander-II.-Denkmals in Helsinki, ein Werk des Bildhauers Walter Magnus Runeberg (1838–1920), links das Wappen des Großfürstentums Finnland: Ein Doppeladler mit Schild, darin ein Löwe; rechts ein Frauenkopf mit Krone, vermutlich die nationale Personifikation Finnlands: Suomi-neito (Jungfrau Finnland). Rückseite: In der Mitte das Wappen des Großfürstentums Finnland ohne den Doppeladler. Wasserzeichen: Porträt Zar Alexander III. Format: 71 x 116 mm. Katalogreferenz: FIN-1a (SCWPM) Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: Staatlicher Kreditschein zu 25 Rubel von 1892

    Im Kaiserreich Russland gab der Staat seit 1769 Papiergeld, zunächst in Form von Assignaten, aus. Eine erste Ausgabe durch eine Bank erfolgte 1840 mit den Scheinen der State Commercial Bank. Dies sollte aber eine Ausnahme bleiben. Bis zur Revolution 1917 erfolgten zahlreiche staatliche Papiergeldausgaben in Form der sogenannten "State Credit Notes" (Staatliche Kreditscheine). 25 Rubel 1892, Staatlicher Kreditschein Russland, Zarenreich, Alexander III., Staatsbank Vorderseite: Links die russische Nationalpersonifikation, "Mütterchen Russland", gelehnt an ein Wappenschild, zu ihren Füßen zwei Knaben mit Attributen der Landwirtschaft. Rückseite: Rechts sechs weibliche Köpfe. Wasserzeichen: Porträt Zar Alexander III. Format: 175 x 106 mm. Katalogreferenz: RUS-A60Aa (SCWPM), Unterschrift Pleske. Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: 10 Yen der Bank von Japan ohne Datum (1885)

    Seit dem 17. Jahrhundert zirkulierten in Japan die sogenannten Hansatsu-Scheine. Diese Scheine wurden seit dem 17. Jahrhundert von den Daimyos (Landesfürsten) und von Privatleuten, vor allem Fabrikanten, ausgegeben. Eine erste Ausgabe ist für das Jahr 1661 durch die Fürsten von Fukui bekannt. Ursprünglich handelte es sich dabei um Schuldscheine, die auf Kupfer-, Silber-, Goldmünzen oder Waren lauteten. Die Hansatsu waren bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Umlauf. Um das Geldwesen zu vereinheitlichen, gab der Staat ab 1868 selbst Papiergeld aus. Eine weitere Emission folgte schon 1869, doch auch sie konnte die Hansatsu nicht verdrängen. Zudem durften auch private Notenbanken Papiergeld ausgeben, so dass das Geldwesen unübersichtlich blieb. Erst mit der Gründung der Bank von Japan (Nippon Ginko) lösten sich die Papiergeld-Probleme. Bis heute ist sie die zentrale Notenbank Japans. 10 Yen ohne Datum (1885), Konvertible Silber-Note Nihon Ginkō (Bank von Japan) Vorderseite: Rechts der Glücksgott Daikoku mit Glückshammer und Sack mit Reichtümern in den Händen, sitzend auf zwei Reissäcken. Rückseite: Guilloche. Wasserzeichen: Text. Format: 157 x 94 mm. Katalogreferenz: JPN-24 (SCWPM) Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: 10 Dollars der Mechanics Bank of Memphis von 1855

    In den Vereinigten Staaten von Amerika dauerte es lange, um das Banknotenwesen zu zentralisieren. Vor der Unabhängigkeitserklärung gaben die Kolonien eigenes Papiergeld aus. Eine erste gemeinschaftliche Ausgabe stellten die Noten des Kontinentalkongresses dar, die auf die neue Währungseinheit "Dollar" lauteten. Dennoch gaben auch die 13 Staaten weiterhin Banknoten aus. Erste Versuche zur Zentralisation erfolgten mit Gründung der First Bank of the United States im Jahr 1791 und der 1816 gegründeten Second Bank of the United States. Die Bundesstaaten selbst vergaben das Recht zur Notenausgabe an private Banken. Während es im Jahr 1800 noch 28 private Notenbanken in den USA gab, stieg diese Zahl bis 1860 auf 1.562 an. Diese Noten waren keine gesetzlichen Zahlungsmittel, aber sie konnten im ganzen Unionsgebiet als Zahlungsmittel verwendet werden. Der "National Currency Act" von 1863 sollte eine Vereinheitlichung bewirken. Alle Banken, die sich diesem Gesetz unterwarfen, erhielten als National Banks gleichartige Banknoten, die sich nur durch die Bankbezeichnungen unterschieden. Weitere Gesetze folgten, schließlich konnte mit dem "Federal Reserve Act" im Jahr 1913 das Papiergeldwesen in den USA zentralisiert werden. 10 Dollar, 4.3.1855 USA, Tennessee, Mechanics Bank of Memphis Vorderseite: Links Arbeiter an einer Maschine, rechts Arbeiter in einem Stahlwerk Rückseite: Druck einseitig, durchscheinend. Wasserzeichen: ohne. Druck: Danforth, Wright & Co., New York & Philadelphia. Format: 182 x 75 mm. Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: 1 Peso der Banco de la República Oriental del Uruguay von 1896

    In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Uruguay zahlreiche Notenbanken. Zugleich zirkulierte Staatspapiergeld der Junta de Credito Publico. Im Jahr 1893 wurde das Notenbankwesen vereinheitlicht. Die Banco de la República Oriental del Uruguay erhielt das alleinige Notenrecht. Ihr Name wurde 1970 geändert in Banco Central del Uruguay. 1 Peso, 24.8.1896 Banco de la República Oriental del Uruguay, Montevideo Vorderseite: In der Mitte Frauenkopf mit phrygischer Mütze als Verkörperung der Liberty (Freiheitsgöttin). Rückseite: Guilloche, in der Mitte Wappen von Uruguay. Wasserzeichen: Von links unten nach rechts oben laufende Linien. Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig Format: 137 x 70 mm. Katalogisiert ist diese Banknoten im Standard-Katalog "World Paper Money" – General Issues" unter "Uruguay" Nummer 3. Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: 200 Dollars der Deutsch-Asiatischen Bank von 1914

    Die Deutsch-Asiatische Bank wurde 1889 auf Veranlassung des Auswärtigen Amtes gegründet. Sie sollte den Handel zwischen Deutschland und Ostasien fördern und wichtige Projekte, wie den Eisenbahnbau in China, finanzieren. Das Gründungskonsortium der Handelsbank bestand aus dreizehn Groß- und Privatbanken, so u. a. aus der Deutschen Bank und der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank. Als Hauptsitz wurde Shanghai bestimmt, weitere Filialen bestanden in China, Japan, Indien und Singapur. Im Jahr 1906 erhielt die Bank das Recht zur Notenausgabe in ihren Filialen in China. Eine erste Emission erfolgte 1907 in den Währungen Dollar und Tael. Die Gestaltung ist bei allen Banknoten gleich und unterscheidet sich nur durch die Angabe der jeweiligen Filiale. 1914 folgte eine weitere Ausgabe, 1918 verlor die Bank ihr Emissionsrecht. 200 Dollar, 1.7.1914 Republik China (1911‒1949) Deutsch-Asiatische Bank, Schanghai Vorderseite: Links oben deutscher Reichsadler mit Schild, darin die Initialen DAB für Deutsch-Asiatische Bank, links unten ein Drache, rechts die Germania mit Krone, Lanze und Adlerschild. Rückseite: Links und rechts je ein Porträt der Germania in Relief-Art. Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig Format: 135 x 199 mm. Katalogisiert ist diese Banknoten im Standard-Katalog "World Paper Money" – Specialized Issues" unter "China" Nummer S288. Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: Anteilschein der Königlichen Staatskasse Portugals von 1799

    Das erste Papiergeld in Portugal wurde ab 1797 ausgegeben. Die Königliche Staatskasse emittierte verzinsliche Anteilscheine zwischen 1200 und 20.000 Reis. Im Zuge des Orangen-Kriegs 1801 gegen Spanien und Frankreich und die Kriege der Napoleonischen Ära stieg der Geldbedarf. Immer mehr Papiergeld wurde in Umlauf gegeben, was zum Wertverlust der Scheine führte. Beim Streit um die Thronfolge 1826 zwischen den königlichen Brüdern Pedro IV. und Miquel I. wurde das Papiergeld von 1798, 1799 und 1805 erneut verwendet. Beide ließen auf den Scheinen Stempel mit ihren Namen setzen und machten sie so im jeweiligen Machtbereich umlauffähig. Portugal, Königliche Staatskasse: Anteilschein zu 10.000 Reis von 1799 10.000 Reis, 1799 Königreich Portugal, Königliche Staatskasse Königliche Staatskasse Portugal Vorderseite: Oben links und rechts je drei verzierte ovale Rahmen mit Allegorien, dazwischen Trockenstempel mit Wappen Portugals: Im Rand sieben Kastelle, im Feld fünf Schilde (quina). Legende: Bei der königlichen Staatskasse sind dem Inhaber dieses Scheins nach Ablauf eines Jahres zehntausend Reis zuzüglich der Zinsen zu zahlen. Rückseite: einseitig. Herausgeber: Stempel mit dem portugiesischem Wappen, handschriftliche Vermerke und Unterschriften. Katalogisiert ist diese Banknoten im Standard-Katalog "World Paper Money" – General Issues" unter "Portugal" Nummer 13. Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: Reichskassenschein zu 5 Mark 1874

    Nach der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 und der damit einhergehenden Vereinheitlichung des Geldwesens wurden die Geldscheine der Bundesstaaten eingezogen. Als Ersatz wurden die Reichskassenscheine ausgegeben. Sie waren Staatspapiergeld, emittiert von einer staatlichen Behörde, der Reichsschulden-Verwaltung. Auch nach Einlösung des alten Papiergeldes zirkulierten weiter Kassenscheine, da die Reichsbank bis 1906 nur Banknoten ab 100 Mark emittieren durfte. Danach gab die Reichsschulden-Verwaltung noch Scheine zu 5 und 10 Mark aus. Mit der Inflation 1923 wurden die Reichskassenscheine wertlos und dann endgültig abgeschafft. Vorderseite: In der Mitte zwei Putten, die eine Eichenlaub-Girlande halten, über der Girlande der gekrönte Reichsadler, unten Strafsatz. Rückseite: Ornamentik. Herausgeber: Deutsches Reich, Reichsschulden-Verwaltung, Berlin. Referenzen: DEU-45, GER-1, Ro-1 Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: Formular zu 100 Gulden der Wiener Stadt-Banco von 1762

    Die Wiener Stadt-Banco wurde im Jahr 1705 gegründet. Ihre Hauptaufgaben waren die Tilgung der Staatsschulden und die Aufbringung von Bargeld für den Staatshaushalt. In Folge des Siebenjährigen Krieges gegen Preußen plante man 1759 eine Ausgabe von Banknoten. Die Bancozettel zu 5, 10 und 20 Gulden wurden allerdings nie emittiert, es existieren aber Formulare. Erst 1762 wurden die ersten Banknoten ausgegeben. Von dieser Ausgabe sind fast nur Formulare erhalten geblieben. Auch die folgenden Ausgaben aus den Jahren 1771 und 1784 sind heute kaum noch vorhanden. Wiener Stadt-Banco: Formular über 100 Gulden vom 1. Juli 1762, Vorder- und Rückseite. Vorderseite: Formular, in der Mitte unten Wappen der Stadt Wien: Ein helles Kreuz auf dunklem Grund. Rückseite: einseitig. Herausgeber: Wiener Stadt-Banco, Erzherzogtum Österreich unter der Enns. Katalogisiert ist diese Banknoten im Standard-Katalog "World Paper Money" - General Issues" unter "Austria" A7. Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

  • Aus der HVB Stiftung: 100 Gulden der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank von 1839

    Auf Betreiben König Ludwigs I. wurde am 18. Juni 1835 die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank gegründet. Sie durfte als erste und einzige bayerische Notenbank ab 1836 Banknoten emittieren. Am 12. August 1839 wurde die 100-Gulden-Note I. Emission ausgegeben. Sie erfüllte dabei höchste Ansprüche an Gestaltung und Fälschungssicherheit mit Wasserzeichen und Trockenstempel. Die Unterschriften des Ersten Direktors der Bank, Freiherr Simon von Eichthal, sowie des königlichen Kommissärs, Johann Nepomuk von Sutner, und des leitenden Beamten der Banknotenfabrikation, Joseph von Maffei, garantierten zusätzlich die Echtheit der Note. Da es sich bei dem hier gezeigten Objekt um ein unfertiges Exemplar handelt, fehlen Serien- und Kontrollnummer sowie der Trockenstempel. Die Unterschriften sind zudem durchgestrichen. Die Herstellung der Druckvorlage erfolgte durch das Personal der technischen Abteilung der Bank unter Beteiligung des Ingenieurs Joseph Unger. Er zeichnete die Ornamentik und den Trockenstempel. Alle weiteren Arbeiten erfolgten durch das Personal der technischen Abteilung: Heinrich Neuer, Friedrich Autenrieth, Kreutzinger und Peter Haseney. Der Druck selbst wurde in der Hausdruckerei durchgeführt. Die 100-Gulden-Note I. Emission wurde mehrmals nachgedruckt und blieb lange im Umlauf. Erst zwischen 1871 und 1874 erfolgte der Einzug der Banknoten. Vorderseite: reich gestalteter Rahmen bestehend aus floraler Ornamentik, Zierelementen und Wertbezeichnung. Rückseite: einseitig. Herstellung: Haseney, Johann Peter Katalogisiert ist diese Banknoten im Standard-Katalog "World Paper Money" - Specialized Issues" unter "German States" S157 bzw. im "Papiegeld-Spezialkatalog Deutschland" (Pick/Ricken) unter A40. Johann Peter Haseney Haseney wurde 1812 in Mehlis bei Suhl (heute Zella-Mehlis) in Thüringen geboren und erlernte bei seinem Vater das Büchsenmacher-Handwerk. Da schon damals viele Waffen, die in der Region Suhl hergestellt wurden, mit künstlerisch hochwertigen Gravuren versehen waren, lernte er anschließend auch noch Graveur und Stempelschneider. Mit diesen Voraussetzungen gingen aus der Region im Übrigen zahlreiche bedeutende Medailleure hervor. 1832 kam er nach München, wo er am mathematisch-mechanischen Institut als Graveur arbeitete. Als der bayerische König 1835 die Herstellung von Geldscheinen im Wert von 8 Millionen Gulden anordnete, wechselte er zur Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank. Dank seiner Fähigkeiten als Kupferstecher, konnten die ersten bayerischen Banknoten fälschungssicherer gemacht werden. Haseney war ab 1851 fest bei der Bank angestellt, fertigte davor aber auch schon Entwürfe und Stiche für Briefmarken. Mit dem "Schwarzen Einser", der 1849 im Königreich Bayern ausgegeben wurde, schuf er die erste Briefmarke Deutschlands. Er starb 1869 in München. Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon. Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de Hans-Ludwig Grabowski zu Johann Peter Hasenay

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