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  • Notgeldscheine von Alfred Kusche werden am 30. September 2023 bei Gut Lynt versteigert!

    Im Newsletter 23/2023 vom 15. Juni 2023 (nachzulesen hier) und im September-Heft von "Münzen & Sammeln“ stellten wir mit Professor Alfred Kusche den Gestalter der badischen Notgeldscheine von Gaggenau, Gernsbach, Forbach, Karlsruhe, St. Georgen und Weinheim sowie für Walldorf-Astoria vor. Er hatte vor 100 Jahren insbesondere auf sich aufmerksam gemacht, nachdem er bei einem 10.000-Mark-Schein für Karlsruhe auf dem Bottich eines Rheingold-Wäschers „LMA2" draufgemogelt hatte. Dies, nachdem er sich darüber geärgert hatte, dass er für sein Honorar sicher nichts mehr kaufen kann, wenn er es endlich erhält. Aber auch sonst hatte er den Schalk im Nacken. Dem Autor des Artikels und Notgeld-Sammler Michael Wessel hatte er 1980 viele Druckproben, darunter ein Vorläufer für den Karlsruher 50-Pfennig-Schein vom 22. April 1920 und den nicht ausgegebenen Weinheimer Schein über 50 Pfennig mit Datum 13. Juli 1921 vermacht. Die BADEN-Notgeldsammlung von Michael Wessel mit diesen und anderen Raritäten wurde in die Auktion vom Gut Lynt eingeliefert. Siehe: https://auktionen.gut-lynt.de. Hier kann man die Scheine in der kommenden Auktion am 30. September 2023 ersteigern. Michael Wessel

  • Deutscher – wer bist du?

    Christian Wolter Neumann Deutscher – wer bist du? Eine biographische Begegnung mit Pflicht, Flucht und Vertreibung 284 Seiten, schwarzweiß bebildert, Format 12 cm x 19 cm, Broschur, Ahrensburg, 2023. Preis: 17,90 Euro. ISBN: 978-3-34790-026-4. Der Autor, 1985 in Sachsen-Anhalt geboren, nach einem Aufenthalt in den USA seit nunmehr 15 Jahren in der Schweiz ansässig und erfolgreich als internationaler Geschäftsmann tätig, interessierte sich schon immer für Geschichte. Als Junge aus dem "Osten" hatte er es als Kind im "Westen" nicht immer leicht. Seine persönliche Reise in die Vergangenheit beginnt mit der Beerdigung seiner Großmutter, da war er Anfang dreißig. Eine Trauerrede, die auf das Schicksal der Menschen während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg einging und eine kleine Visitenkarte seines Urgroßvaters, weckten sein Interesse, doch die Tragweite des Begriffs Kriegsurenkel musste er erst noch erkennen. Über seinen Ur-ur-Opa Franz, der während des Ersten Weltkriegs bei einer Eliteeinheit der kaiserlichen Armee, dem Gardes du Corps, diente, nähert sich der Autor Stück für Stück der eigenen Familiengeschichte. Seine familiären Wurzeln waren in Pommern, das ihm lange kein Begriff war, weil die Kriegsgenerationen nicht über ihr Schicksal gesprochen haben. Auf seiner intensiven Reise stellt er sich immer wieder die Frage "Deutscher, wer bist du?" und stößt dabei auf Antworten, die einen neuen Horizont öffnen und weit über die Geschichte seiner Familie hinausgehen. Durch Erkenntnisse seiner imaginäre Reise machen Vergangenheit und Gegenwart mehr Sinn. Für ihn hält die Reise in die Vergangenheit den Schlüssel für die Zukunft bereit und half bei der Bewältigung eines vererbten Traumas einer ganzen Nation, die auch mit dem Verlust von Heimat zu tun hat. 2023 hat mittlerweile fast jeder Dritte Deutsche Heimatvertriebene unter seinen Vorfahren. Der Autor kombiniert Erzählung mit Briefen, Zitaten und historischen Fotos. Gut so! "Hingedeutet", falsch erklärt sowie schulmeisterlich politisch angepasst vermittelt wurde und wird Geschichte schon viel zu lange. Nicht umsonst spielen heute in der Geschichtsforschung die Erinnerungen von Zeitzeugen eine immer bedeutendere Rolle, um Geschichte auch wirklich verstehen zu können und daraus für die Zukunft zu lernen. Das berührende Buch wird jedem empfohlen, der sich für die deutsche Geschichte interessiert und sich auch schon die Frage gestellt hat, die der Autor als Titel wählte: "Deutscher, wer bist du?". Sie wollen mehr zum Buch erfahren? Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen. https://www.amazon.de/Deutscher-biographische-Vertreibung-Geschichte-kollektive/dp/334790026X https://www.facebook.com/Dwbd2023 https://www.instagram.com/dwbd_2023/ Das Buch ist über Ihre Buchhandlung vor Ort und den Internet-Buchhandel erhältlich. Hans-Ludwig Grabowski

  • Geldscheine-Online wird immer beliebter!

    Seit dem offiziellen Start von "Geldscheine-Online" im Juli 2018 wurde viel Wissen und Fleiß von den Autoren und der Redaktion in unseren Blog investiert. Viele Leserbriefe wurden beantwortet, womit eine enge Bindung zwischen Sammlern und Interessierten zu unserem Online-Magazin aufgebaut wurde. Die regelmäßigen kostenlosen Newsletter erreichen nicht nur Sammler, sondern auch Abonnenten, die nicht aus dem Bereich Numismatik kommen. Immer wieder melden sich Leser, die sich für Geld- und Zeitgeschichte im Allgemeinen interessieren und das erreichte hohe Niveau der bei uns veröffentlichten Beiträge loben. Selbstverständlich fördert der Geldschein-Blog damit ganz nachhaltig das Interesse an der Notaphilie, was dem Hobby an sich und auch dem Fachhandel nutzt. Das alles ist Grund genug, um stolz auf das Erreichte zu sein. Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass "Geldscheine-Online" eine schon seit geraumer Zeit anvisierte Marke geknackt hat, die für sich spricht. Wir bekommen regelmäßig Auswertungen, so auch über die Zahl der Nutzer und die Anzahl der gelesenen Beiträge. Erstmals wurden mit Stand von heute im Zeitraum von nur 30 zurückliegenden Tagen deutlich mehr als 10.000 Beiträge auf "Geldscheine-Online" gelesen. Erfreulich ist auch, dass uns zahlreiche Leser über Suchmaschinen finden und viele mehr als nur einen Beitrag pro Sitzung lesen. Wir möchten "Geldscheine-Online" auf diesem hohen Niveau fortführen und weiterentwickeln. Hierzu sind engagierte Autoren unentbehrlich. Mein herzlichster Dank an dieser Stelle an alle Autoren für die großartige Zusammenarbeit. Für die Zukunft sind Ideen gefragt, die nicht nur im sprichwörtlichen "stillen Kämmerlein" entwickelt werden sollen, sondern auch unsere Autoren und Leser mit einbinden. Wenn Sie eigene Ideen haben und einen Beitrag leisten möchten, dann freuen wir uns über eine Mail von Ihnen an info@geldscheine-online.com. Hans-Ludwig Grabowski

  • Teutoburger Münzauktion: Ergebnisse der Banknoten-Auktion am 15. September 2023

    Am Freitag, den 15. September 2023, fand mit der Auktion 160 eine neue Spezialauktion zum Thema Papiergeld mit über 600 Losen der Teutoburger Münzauktion statt. Hier geht es zu den Ergebnissen und zum Nachverkauf! Nachstehend möchten wir einige Ergebnisse aus der Auktion zeigen. Los 4114: Vietnam, 3x 20 Dông 1951. Olive, fortlaufende KN. 38154326 - 38154328. I- bis II+, Ausruf: 200 Euro, Zuschlag: 550 Euro. Los 4130: Deutschland, 100 Mark 10.4.1896. Serie B. III, sehr selten, Ausruf: 300 Euro, Zuschlag: 440 Euro. Los 4149: Ukraine, 2 und 5 Karbowanez 10.3.1942. Junge mit Pelzmütze, Serie 6 und Mädchen mit Kopftuch Serie 31. II- bis III+ und I, Ausruf: 1.500 Euro, Zuschlag: 2.400 Euro. Los 4154: 25 Gulden Danziger Banknote 10.2.1924. Marienkirche und Danziger Wappen/Brunnenfigur Neptun. KN 6-stellig rot, Wz. Maske. III bis III-, äußerst selten, Ausruf: 2.500 Euro, Zuschlag: 3.100 Euro. Los 4356: Schutz -u. Trutzbund, Rheinischer Gautag (Naziorganisation), 7x 25 Pfg., 50 Pfg. und 2x 2 Mark 1922. 25 Pfg. bis auf Bild 5 „Mann mit Keule“ komplett, 50 Pfg. Bild 3 „und“, 2 Mark Bild 3 und 4 „der große Kurfürst“ und „Fürst Bismarck“. meist I-, 2x III, Ausruf: 350 Euro, Zuschlag: 420 Euro. Los 4625: Nachlass, 3 Kartons mit bestimmt tausenden Geldscheinen und allerlei. Dabei Alliierte Militärbehörde, Stoffgeld, viele Reichsbanknoten, Bank deutscher Länder, diverse Notgeldscheine bis zur Billion, Unterlagen, Bankschecks, ausländische Geldscheine u.a. China, Frankreich, Japan, Russland, Salomon Island etc. Ein wirklich spannender Posten der besichtigt werden sollte. unterschiedlich erhalten, Ausruf: 2.000 Euro, Zuschlag: 5.000 Euro. Los 4626: Über 1900 Banknoten aus aller Welt. Darunter Algerien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Indien, Italien, Österreich, Russland, Spanien etc. Besichtigen, sicherlich Fundgrube. unterschiedlich erhalten, Ausruf: 750 Euro, Zuschlag: 2.900 Euro. Los 4627: Alle Welt, schöne Blechkiste mit über 4000 Scheinen. Ein wildes durcheinander, das besichtigt werden sollte. Möglicherweise Fundgrube. unterschiedlich erhalten, Ausruf: 350 Euro, Zuschlag: 1.750 Euro. Hier geht es direkt zum Nachverkauf der Auktion 160 (Banknoten): https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/9458/seite/1/?lot_range=4001-4641&items=18&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Teutoburger Münzauktion www.teutoburger-muenzauktion.de

  • „Bony a Klid“ – Die Kupons der tschechoslowakischen Tuzex 1957–1992

    Wer mit älteren Bürgerinnen und Bürgern in der Tschechischen Republik oder der Slowakei ins Gespräch über die Geschichte des Landes kommt und dabei den Begriff „Tuzex“ erwähnt, erntet regelmäßig ein Lächeln: „Ah, Tuzex …“. Und dann werden oftmals Erinnerungen erzählt, die denjenigen von Bürgern der DDR ähneln, die noch im Intershop einkaufen konnten. Tuzex – das waren die Devisenläden in der Tschechoslowakei, ein Fenster zur (westlichen) Konsumwelt, vergleichbar mit dem Intershop der DDR, und doch ein anderes System. Das 1957 gegründete staatliche tschechoslowakische Außenhandelsunternehmen Tuzex (abgekürzt von tuzemský export, übersetzt „Inlandsausfuhren“) war Nachfolgeunternehmen des Anfang der 1950er-Jahre gegründeten ebenfalls staatlichen Unternehmens Darex. Ziel von Tuzex (wie von Darex) war es, durch ein nur gegen Devisen erhältliches Angebot zunächst an hochwertigen Konsumgütern, insbesondere Lebensmitteln und Alkoholika, Fremdwährungen von ausländischen Besuchern als auch aus dem Besitz von tschechoslowakischen Bürgern abzuschöpfen. Zwar durften Bürger der Tschechoslowakei offiziell keine Devisen besitzen und mussten etwaige Bestände innerhalb kurzer Fristen zum offiziellen Umtauschkurs an die tschechoslowakische Nationalbank verkaufen, doch konnte der Staat den Besitz von Devisen seiner Bürger de fakto nicht kontrollieren und wollte deswegen Anreize schaffen, etwaige Bestände an sich zu ziehen. Durch Reisen ins Ausland und Zuwendungen von im Ausland lebenden Familienangehörigen, sowie durch ausländische Besucher kamen seit den 1960er-Jahren verstärkt Devisen ins Land. Tuzex-Geschäft in Prag, 1980er Jahre (im Web verfügbar). Die Tuzex gab ab 1957 auf tschechoslowakische Kronen lautende Gutscheine (bezeichnet als odberni poukaz) aus, mit denen in den Geschäften von Tuzex in der ČSSR bezahlt werden konnte. Diese „bony“ genannten Gutscheine sind heute ein beliebtes Sammelgebiet in den Nachfolgestaaten der Tschechoslowakei. Seltene Stücke, insbesondere höhere Nennwerte älterer Ausgaben, erreichen auf Auktionen in der Tschechischen Republik und der Slowakei Preise von deutlich über 1000 Euro. Es gibt Tuzex-Gutscheine in den Nennwerten von 50 Haleru (0,50 Kronen) bis 500 Kronen in diversen Ausgaben. Sie waren nur im Umtausch gegen konvertierbare Devisen in den Filialen der staatlichen Zivnostenska Banka (Handelsbank) erhältlich. Zunächst nur in der ČSSR selbst, wurden Gutscheine später auch in den ausländischen Niederlassungen der Zivnostenska Banka in London und Wien, oder von im westlichen Ausland ansässigen Handelsgesellschaften mit Handelsbeziehungen zur ČCSR verkauft, etwa der Palatinus GmbH in Zürich, die auch den Genex-Geschenkedienst für die DDR betrieb, oder der Firma Bezenek in Wien. Sie konnten ohne Beschränkungen in die Tschechoslowakei eingeführt werden. Gutschein über 1 Krone Serie 2 Ausgabe 1967/XI – Format 8,5 x 5 cm, Offsetdruck ohne Wasserzeichen. Druckerei STC (Staatliche Wertpapierdruckerei, Prag). Die Gültigkeit der Gutscheine war zeitlich beschränkt. Auf jedem Schein wurde oben links das Ausgabedatum, ab Mitte der 1960er-Jahre der Ausgabemonat eingedruckt bzw. eingestempelt. Gedruckt wurden die Scheine bei der Staatlichen Wertpapierdruckerei Statni Tiskarna Cenin (STC) in Prag. Gutscheine zu 10 – 500 Kronen der 6. Serie 1988–1992 wurden zudem auch bei der VEB Deutsche Wertpapierdruckerei in Leipzig hergestellt. Letztere sind erkennbar an einem abweichenden Zifferntyp der Nummerierung sowie an den der Kontrollnummer vorangestellten Buchstaben TU. Gutschein über 10 Kronen Serie 5 Ausgabemonat X. (Oktober) 1986 – Format 12 x 7 cm, Offsetdruck, Wasserzeichen Blättermuster. Druckerei STC (Staatliche Wertpapierdruckerei, Prag). Gutschein über 0,50 Kronen Serie 65 Ausgabe 1/1989 – Format 8,5 x 5 cm, Offsetdruck, Wasserzeichen Blättermuster. Druckerei STC (Staatliche Wertpapierdruckerei, Prag. Für tschechoslowakische Bürger war es zudem möglich, bei der Zivnostenska Banka ein Konto zu eröffnen, auf die im Ausland lebende Personen Zahlungen in Devisen überweisen, die dann in der ČSSR in Tuzex-Gutscheinen abgehoben werden konnten. Das System der Tuzex-Gutscheine ist damit vergleichbar den – allerdings auf US-Dollar – lautenden Gutscheinen der polnischen Bank Polska Kasa Opieki (Bank Pekao), die zum Einkauf in den sogenannten Pewex-Geschäften in Polen verwendet werden konnten. Es unterscheidet sich insoweit von den Gutscheinen der Forum Handelsgesellschaft zum Einkauf in den Intershop-Läden der DDR, als dass Bürger der DDR keine Möglichkeiten zur Führung von Konten für Forum-Gutscheine hatten. In den Geschäften von Tuzex, die es Ende der 1980 in praktisch jeder Stadt in der Tschechoslowakei gab, waren einerseits Importwaren aus westlichen Ländern erhältlich (insbesondere Jeans und Unterhaltungselektronik waren beliebt), andererseits hochwertige Produkte aus heimischer Produktion – von Schokolade über „weiße Ware“ bis hin zu Autos der einheimischen Marke Škoda. Im Gegensatz zu den teilweise jahrelangen Wartezeiten im staatlichen Handel für die Zuteilung hochwertiger Konsumgüter wie etwa Autos waren entsprechende Waren hier sofort verfügbar. Nicht "Bonnie und Clyde", aber "Bony a Klid"! Filmplakat aus dem Jahr 1988. Die Tuzex-Gutscheine bildeten effektiv eine Parallelwährung zur umlaufenden tschechoslowakischen Krone (Kčs). Sie wurden auch auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Der unterhaltsame tschechoslowakische Spielfilm „Bony a klid“ („Bons und Ruhe“, deutscher Titel: Der Boss kennt auch den Staatsanwalt) von 1988, Regie Vit Olmer, gibt einen Einblick in die Praktiken des Schwarzhandels mit diesen Gutscheinen und der Tätigkeit der „veksláci“ (Wechsler). Diese tauschten insbesondere bei Touristen westliche Währungen gegen tschechoslowakische Kronen zum Schwarzmarktkurs um. Mitte der 1980er-Jahre erhielt man für 100 DM in Prag ca. 1000 Kčs zum Schwarzmarktkurs (zum offiziellen Wechselkurs waren es 400 Kčs), wechselten diese dann bei der Zivnostenska Banka gegen Tuzex-Gutscheine, die sie vor den Tuzex-Geschäften zu Kursen von 1:4 bis 1:5 gegen tschechoslowakische Kronen anboten. Die so erhaltenen tschechoslowakischen Kronen fanden dann wieder im Umtausch gegen Devisen zum Schwarzmarktkurs ihren Weg in die Taschen von Touristen – ein Kreislauf, der zwar illegal war, aber ordentliche Gewinne abwarf. Die Ausgabe von Tuzex-Gutscheinen wurde im Juni 1992 eingestellt und die Tuzex-Geschäfte Ende 1992 geschlossen. Das Unternehmen selbst ging 1998 in die Liquidation. Hinsichtlich der Ausgaben von Tuzex-Gutscheinen unterscheidet man grundsätzlich sechs Serien, wobei die Ausgabedaten von Scheinen der Vorläuferserie sich mit denen der Folgeserien teilweise um einige Monaten überlappen, vermutlich da bei den Bankfilialen Restbestände der Vorgängerscheine aufgebraucht und parallel mit Gutscheinen der neuen Serie ausgegeben wurden. Es gab also keinen Austausch der einzelnen Serien. Die Serie 1 (Ausgabe 1957–1960) gibt es in den Nennwerten 0,50, 1, 5, 10, 20, 50, 71,50 (!) und 100 Kronen in drei Varianten, die sich im Text unterscheiden. Die einseitig auf Papier ohne Wasserzeichen gedruckten Scheine sind heute sehr selten. Mit der Serie 2 (Ausgabe 1960–1969) erhielten die Scheine das bis 1987 gültige Design. Alle Nennwerte der Serie 2 (0,50, 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Kronen) haben eine Gültigkeitsdauer von sechs Monaten ab Ausgabedatum. Als Emittent ist auf den Scheinen die Tuzex Podnik Zahranicniho obchodu (Tuzex Außenhandelsunternehmen) in Prag genannt. Ab der Ausgabe 1966 fällt für die beiden Nennwerte zu 0,50 Kronen und 1 Krone die Beschränkung der Gültigkeitsdauer weg. Scheine mit einem „Z“ (für zahraničí – Ausland) auf der Vorderseite wurden im Ausland verkauft. Die Serie 3 (Ausgabe 1969–1973) nennt als Emittent nunmehr die Tuzex Aktiengesellschaft (Akciova Spolecnost); die Aktien befanden sich im Staatsbesitz. Die Nennwerte sind unverändert 0,50, 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Kronen. Auch bei dem Gutschein zu 5 Kronen ist jetzt keine Beschränkung der Gültigkeitsdauer mehr vorgesehen. Die Gutscheine der 4. Serie (Ausgabe 1973–1980) geben als Emittent wieder die Tuzex Podnik Zahranicniho obchodu (Tuzex Außenhandelsunternehmen) in Prag an. Die Nennwerte bleiben unverändert, ab ca. Mitte der 1970er-Jahre kommt der Nennwert von 500 Kronen hinzu. Bei den Scheinen der 5. Serie (Ausgabe 1980–1988, Nennwerte 0,50 – 500 Kronen) beträgt das Gültigkeitsdatum der Nennwerte ab 10 Kronen nunmehr 1 Jahr ab Ausgabemonat. Mit Ausgabe der 6. und letzten Serie 1989–1992 (Nennwerte wieder 0,50 Kronen – 500 Kronen) ändert sich das Design. Die Scheine haben jetzt einen farbigen Rand, abgebildet auf der Vorderseite wird auch das Logo der Tuzex – ein stilisierter Globus. Insbesondere bei der 2. bis 4. Serie gibt es Varianten (es gibt Ausgaben mit und ohne Wasserzeichen sowie Gutscheine mit einseitig perforiertem Rand, die aus Gutscheinheften stammen), auf die hier einzugehen den Rahmen sprengen würde. Die Gutscheine der Tuzex sind im Standard Catalogue of World Paper Money Specialized Issues (12. Auflage 2013) unter den Nummern FX1–FX 78 erfasst. Allerdings ist diese Katalogisierung teilweise fehlerhaft. Es gibt über das Sammelgebiet der Tuzex-Gutscheine seit einigen Jahren einen Spezialkatalog von Michál Pelikan, Darexové a tuzexové poukazy z pohledu sberatele, 157 Seiten, 2. Auflage Bratislava 2022. Dr. Sven Gerhard

  • Isle of Man: Umfrage zur Gestaltung neuer Münzen und Banknoten

    Nachdem die Europäische Zentralbank von 10. Juli bis 31. August 2023 eine Online-Umfrage auf Basis von zuvor von Experten erstellten sieben Themenvorschlägen zur Neugestaltung der Eurobanknoten durchgeführt hat, (ich hoffe, dass daran auch viele Leser teilgenommen haben), führt nun auch die Regierung der Isle of Man eine ähnliche Umfrage durch, die vom 11. September 2023 bis zum 23. Oktober 2023 läuft. Es geht darum, ob die Münzen und Banknoten der Insel grundsätzlich überarbeitet werden sollen (Neudesign), nur teilweise oder gar nicht. Bei den Münzen wird z. B. gefragt, ob die Isle of Man eine 12-eckige 1-Pfund Münze einführen soll. Die Umfrage steht offenbar allen Interessierten offen (ich habe jedenfalls daran teilgenommen). Hier die Links: https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2023/html/ecb.pr230710~77cf718c59.de.html Qualitative Studie zu neuen Themen für Euro-Banknoten – Zusammenfassung https://consult.gov.im/treasury/isle-of-man-currency-design/ Ralf Faust

  • Lexikon: Gordon Pascha

    Charles George Gordon (* 28. Januar 1833 in Woolwich bei London; † 26. Januar 1885 in Khartum) war ein englischer General, der im Auftrag des von England abhängigen ägyptischen Khediven 1884/85 im Sudan gegen den Mahdi, der einen islamisch-nationalistischen Aufstand führte, kämpfte. Gordons Truppen wurden in Khartum belagert. Die von ihm während der Belagerung ausgegebenen Scheine sind vervielfältigt und tragen seine faksimilierte oder handschriftliche Unterschrift. Es gibt folgende Werte: 5, 10, 20, 100, 500, 1000, 2000, 2500 und 5000 Piastres sowie 50 Pfund. Bei der Eroberung Khartums durch den Mahdi am 26. Januar 1885 wurde Gordon Pascha getötet. Sudan, S106 (SCWPM): 500 Piaster (25. April 1884), rechts unten mit eigenhändiger Unterschrift von Charles George Gordon (genannt Gordon Pascha). Druck einseitig. Abb. National Museum of American History. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

  • Wertbeständiges Notgeld 1923: Erst Margarine, dann Goldmark

    Zwei schlesische Textilunternehmen gaben Ende Oktober 1923 Goldmarknotgeld abgesichert mit Margarine aus. Ab 23. Oktober 1923 gestattete die Reichsregierung Unternehmen und Kommunen die Ausgabe von wertbeständigem Notgeld als Goldnotgeld mit Valutaklausel, wenn es auf Teile der Reichsgoldanleihe vom 14. August 1923 lautete und durch diese Anleihe gedeckt war. Das Notgeld musste nominal auf 4,20 Mark Gold oder kleiner lauten. Die Scheine mussten neben der Bezeichnung „Notgeldschein“ den Vermerk „Ausgegeben mit Genehmigung des Reichsministers der Finanzen“ tragen. Ab 31. Oktober 1923 tauschten beide Unternehmen ihr Margarinegeld in ordnungsgemäße Goldnotgeldscheine bzw. in interne Goldmark-Warengutscheine um. Deutsche Wollwaren-Manufaktur A.G. in Grünberg in Schlesien. Aus Schlesien liegen zwei gleichzeitige Ausgaben von wertbeständigem Margarinegeld vor. Die Deutsche Wollenwaren-Manufaktur Aktien-Gesellschaft in Grünberg (Schlesien) emittierte am 24. Oktober 1923 als wertbeständiges Notgeld Gutscheine über ½ und 1 Pfund Margarine (= 30 bzw. 60 Goldpfennig), die Gruschwitz Textilwerke Aktiengesellschaft in Neusalz (Oder) einen Tag später, am 25. Oktober 1923, Gutscheine über die gleichen Mengen und Werte. Deutsche Wollenwaren-Manufaktur Aktien-Gesellschaft, Gutschein über ½ Pfund Margarine im Werte von 30 Goldpfennig, ausgegeben in Grünberg in Schlesien am 24. Oktober 1923. Deutsche Wollenwaren-Manufaktur Aktien-Gesellschaft, Gutschein über 1 Pfund Margarine im Werte von 60 Goldpfennig, ausgegeben in Grünberg in Schlesien am 24. Oktober 1923. Gruschwitz Textilwerke Aktiengesellschaft, Gutschein über 60 Goldpfennig oder 1 Pfund Margarine, ausgegeben in Neusalz (Oder) am 25. Oktober 1923. Die Gutscheine der Deutsche Wollenwaren-Manufaktur wurden allerdings am 14. November 1923 durch eine Goldmarkausgabe der Gesellschaft über 10 und 50 Goldpfennige bzw. 1, 2 und 5 Goldmark ersetzt. Ebenso bei den Gruschwitz Textilwerken: Die Firma löste am 31. Oktober 1923 und am 5. November 1923 ihre Margarine-Gutscheine ab und ersetzte sie durch eine Goldmark-Ausgabe über 1, 2, 5, 10, 30 und 60 Goldpfennige. Deutsche Wollenwaren-Manufaktur Aktien-Gesellschaft, Notgeldschein über 10 Goldpfennig und abgesichert über die Reichsgoldanleihe, ausgegeben in Grünberg in Schlesien am 14. November 1923. Deutsche Wollenwaren-Manufaktur Aktien-Gesellschaft, Notgeldschein über 50 Goldpfennig und abgesichert über die Reichsgoldanleihe, ausgegeben in Grünberg in Schlesien am 14. November 1923. Deutsche Wollenwaren-Manufaktur Aktien-Gesellschaft, Notgeldschein über 1 Goldmark und abgesichert über die Reichsgoldanleihe, ausgegeben in Grünberg in Schlesien am 14. November 1923. Deutsche Wollenwaren-Manufaktur Aktien-Gesellschaft, Notgeldschein über 5 Goldmark und abgesichert über die Reichsgoldanleihe, ausgegeben in Grünberg in Schlesien am 14. November 1923. Gruschwitz Textilwerke Aktiengesellschaft, Notgeldschein über 2 Goldpfennig, ausgegeben in Neusalz (Oder) am 21. Oktober 1923. Gruschwitz Textilwerke Aktiengesellschaft, Gutschein über Waren im Werte von 30 Goldpfennig, ausgegeben in Neusalz (Oder) am 5. November 1923. Gruschwitz Textilwerke Aktiengesellschaft, Gutschein über Waren im Werte von 60 Goldpfennig, ausgegeben in Neusalz (Oder) am 5. November 1923. Hans-Georg Glasemann Bildquelle: Privat (6/2023) Literaturhinweis (Daten und Texte teilweise entnommen): Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962. Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-519-0 Auflage: 1. Auflage 2011 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 Euro

  • Leserpost: Gefährliche polnische Nachdrucke von historischen Geldscheinen

    Sehr geehrter Herr Grabowski, beim Kramen bin ich auf einige nachgedruckte deutsche Geldscheine einer polnischen Zeitung gestoßen. Die "Gazeta Wyborcza" hat als Zeitungsbeilage 2006 eine Serie herausgegeben. Viele sind darauf hereingefallen, da man unten die Kennzeichnung des Nachdrucks abschnitt. Im Internet sind sie leicht zu finden. Sollten Sie Interesse daran haben, sende ich Ihnen als ein Beispiel den 1000-Gulden-Schein von Danzig zu. Mit freundlichen Grüßen E. Opitz Nachdruck einer sehr seltenen Banknote der Bank von Danzig über 1000 Gulden vom 10. Februar 1924 mit beschnittenem unteren Rand, wo der Druckvermerk der polnischen Zeitung war. Einige Reste davon sind noch sichtbar. Zum Vergleich: Nachdruck einer 500-Zlotych-Note der Emissionsbank in Polen vom 1. März 1940 mit vollständigen Druckvermerken am unteren Rand der Vorder- und Rückseite. Antwort der Redaktion Die polnische Zeitung "Gazeta Wyborcza" hat 2006 eine Reihe von insgesamt 22 Nachdrucken historischer Geldscheine mit jeweils einem eigenen Informationsheft herausgegeben, die man als Zeitungsbeilage kaufen konnte. Dazu gab es einen besonderen Sammelordner mit der Aufschrift (übersetzt): "Polnische Banknoten – Eine bemerkenswerte Geschichte des Landes und des Geldes". Dabei ging man ganz selbstverständlich von den Grenzen des heutigen Polens aus und schreckte damit auch nicht vor Nachdrucken russischer, deutscher ("Flottenhunderter") und österreich-ungarischer Geldscheine sowie der abgebildeten Note der Freien Stadt Danzig zurück. Sogar der Nachdruck einer 5-Mark-Quittung aus dem Getto Litzmannstadt von 1940 gehört dazu, der natürlich ebenfalls für mögliche Manipulationen durch Abschneiden des Randes mit Druckvermerk infrage käme. Sammlern wird also Vorsicht geraten! Auf der polnischen Auktionsplattform Allegro wurden immer mal wieder solche Nachdrucke verkauft, aber nicht teuer. Auch ein ganzes Album mit allen insgesamt 22 Stück wurde hier 2021 für 185 Zloty (rund 40 Euro) versteigert. Ein polnischer Händler gab auf Anfrage an, dass die Scheine eigentlich nicht gehandelt werden, da sie an Zeitungskiosken vertrieben wurden und nichts wert seien. Ich habe derzeit auch kein Angebot im Internet gefunden. Die Manipulation bei dem Nachdruck von Danzig ist deutlich zu erkennen, weil man noch Reste der Buchstaben sehen kann und der Abschnitt per Hand erfolgte. Trotzdem könnte man damit evtl. noch unerfahrene Sammler täuschen. Am ehesten lassen sich solche Nachdrucke am Papier und am fehlenden Wasserzeichen erkennen, wenn denn der Druckvermerk abgeschnitten wurde. Hans-Ludwig Grabowski

  • Neue Weltbanknoten-Varianten: September 2023, Teil 1

    Algerien, Bangladesch, Dominikanische Republik, Indien, Indonesien, Kolumbien, Malawi, Mexiko, Philippinen, Sambia, Uganda, Vietnam. BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (vergriffen) Algerien 100 Dinar von 1992 mit neuen Unterschriften Wie BNB B401a (SCWPM 137) vom 21. Mai 1992, aber mit neuen Unterschriften (Delindi / Loukal). Bangladesch 100 Taka von 2022 Wie BNB B352m (SCWPM 57), aber mit neuem Datum 2022. Dominikanische Republik 200 Pesos von 2022 Wie BNB B729c (nicht im SCWPM), aber mit neuem Datum 2022 (in Umlauf ab 2. Mai 2023). Indien 50 Rupees von 2023 Wie BNB B300g (SCWPM 111), aber mit neuem Datum 2022. Indonesien 50.000 Rupiah von 2023 Wie BNB B622a (nicht im SCWPM), aber mit neuem Datum 2022/2023. Kolumbien 5000 Pesos vom 26. Mai 2020 Wie BNB B994e (SCWPM 459), aber mit neuem Datum und Serie AJ. Malawi 5000 Kwacha vom 1. Januar 2022 Wie BNB B165a (nicht im SCWPM), aber mit neuem Datum "1st JANUARY 2022". Mexiko 200 Pesos vom 23. August 2022 Wie BNB B716g (nicht im SCWPM), aber mit neuem Datum "23 AGO. 2022". 1000 Pesos vom 7. Februar 2023 Wie BNB B718d (nicht im SCWPM), aber mit neuem Datum "7 FEB. 2023". Philippinen 1000 Piso von 2022 mit neuen Unterschriften Wie BNB B1102b (nicht im SCWPM), aber mit neuen Unterschriften (Marcos Jr. / Medalla). Sambia 5 Kwacha von 2022 Wie BNB B1102b (nicht im SCWPM), aber mit neuem Datum, neuer Unterschrift (Kalyalya) und neuem Druckvermerk (JSC GOZNAK). Uganda 2000 Shilingi von 2022 Wie BNB B155f (SCWPM 50), aber mit neuem Datum 2022 und mit neuen Unterschriften (Atingi-Ego / Kanyemibwa). Vietnam 10.000 Dong von (20)22 Wie BNB B343m (SCWPM 119), aber mit neuem Datum (20)22. Das Jahr ergibt sich aus den ersten zwei Stellen der Kontrollnummer. Hans-Ludwig Grabowski

  • Lexikon: Goldsmith notes

    Goldsmith notes (Goldschmiednoten) waren von den englischen Goldschmieden, die sich durch ihr Wechsel- und Depositengeschäft zu Bankiers entwickelten, zuerst im 17. Jahrhundert ausgegebene Schuldscheine für hinterlegte Depositen. Die Scheine lauteten später auf den Inhaber (siehe Abb.) und wurden auf kleinere, runde Summen ausgeschrieben, so dass man sie als Vorläufer von Banknoten ansehen kann. Goldschmied-Belege erzählen eine interessante Geschichte Die bekannte Sammlerin und Forscherin Ruth Hill besaß eine wunderbare Sammlung, zu der auch eine Gruppe von Goldschmied-Belegen aus England gehörte. Sie stellten auch eine besondere Art des Notgeldumlaufs im späteren 18. Jahrhundert dar. Dieses Stück stammte aus ihrer Sammlung und war mit den folgenden Informationen versehen. "Dies ist eine Quittung für eine Einzahlung bei Francis Child Esqr & Co von 20 Pfund auf das Konto von William Thompson vom 15. Dezember 1761. Früher war es üblich, dass solche Einlagen in der königlichen Münzanstalt zur sicheren Aufbewahrung hinterlegt wurden; als Karl I. jedoch in finanzielle Schwierigkeiten geriet, begann er, diese Gelder in der Münzanstalt für seinen persönlichen Gebrauch zu verwenden. Als die Öffentlichkeit von den Vorgängen erfuhr, wurden die Einlagen in der Münze eingestellt. Nun wandten sich Kaufleute und andere Personen mit überschüssigem Geld an die Goldschmiede und Pfandleiher, um ihre Gelder sicher zu verwahren. Die Quittungen, wie Sie sie hier sehen, zirkulierten und wurden von der Öffentlichkeit akzeptiert, wodurch der eigentliche Transfer von Münzen vermieden wurde. Mit der Zeit wurde die Verlockung zu groß, und die skrupellosen Goldschmiede stellten Quittungen aus, die den Bestand an Münzen überstiegen, was zu weiteren finanziellen Problemen führte." Neil Shafer, erschienen bei "Numismatics News". Dieser Artikel wurde ursprünglich im "Bank Note Reporter" veröffentlicht. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

  • Sächsische Bank zu Dresden 1890 bis 1922 – Handunterschriften und Serien: Bitte um Unterstützung

    Ende 2019 veröffentlichte der Deutsche Geldschein- und Wertpapiersammler e.V. (DGW) die erste Auflage des Spezialkatalogs von Siegfried Seipold zu den Handunterschriften und Serien der 100- und 500-Mark-Scheine der Sächsischen Bank zu Dresden aus den Jahren 1890 bis 1922. Die dritte Auflage stammt aus dem Jahr 2020, die fünfte von 2023 und aktuell wird bereits an der sechsten Auflage gearbeitet. Die Sächsische Bank zu Dresden wurde 1865 gegründet. Die ersten Ausgaben erfolgten 1866 in Taler, nach der Reichsgründung und Währungsumstellung in Mark. Zum 1. Januar 1935 wurde das Ausgabeprivileg aufgehoben. Für Sammler, die sich für Unterschriften-Varianten interessieren, ist in der Broschüre für die 100- und 500-Mark-Scheine der Ausgabejahre 1890, 1911 und 1922 jeweils die Zuordnung der römischen Ziffern (Ser.) zu den Hand-Unterschriften und zu der Lit.-Folge (Lit.) gelistet. Die Scheine sind auf den Rückseiten handschriftlich mit Fol.-Nummer (Eingetr. Fol.) und wechselnder Unterschrift gezeichnet, womit die Banknoten ihre Gültigkeit erhielten. Deutsches Reich, Königreich Sachsen, Sächsische Bank zu Dresden: SAX-8a, Banknote zu 100 Mark vom 2. Januar 1911, Vorder- und Rückseite, Abb. Sammlung Grabowski. Der Autor bittet die Leser von Geldscheine-Online darum, evtl. noch nicht aufgeführte Unterschriften und Varianten zu melden. Dabei zählt jede Meldung – egal, ob die Unterschrift schon bekannt ist, da es auch auf die Kombination der Unterschriften und Serien ankommt. Natürlich sind auch alle Kopien von Sammlern herzlich willkommen, die den genannten Spezialkatalog nicht besitzen, aber mit zur weiteren Erforschung des Themas beitragen wollen. Am besten eignen sich Kopien der Vorder- und Rückseiten der Scheine, weil viele Unterschriften nicht einfach zu lesen sind. Bitte senden Sie Ihre Kopien direkt an den Autor: Siegfried Seipold, Heinestraße 14, 51429 Bergisch Gladbach. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung der Geldscheinforschung! Hans-Ludwig Grabowski

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