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  • Geldscheinporträts: Peter Parler

    Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen: Peter Parler auf einem 1000-Kronen-Schein der Nationalbank für Böhmen und Mähren von 1942. Abb. Sonderdruck des Porträts von Peter Parler von der 1000-Kronen-Note der Nationalbank für Böhmen und Mähren in Prag vom 24. Oktober 1942 mit handschriftlicher Signatur des Grafikers und Entwerfers des Geldscheins Jindra (Heinrich) Schmidt. Er war ein Vorreiter der hoch- und spätgotischen Architektur und stand am Anfang einer ästhetischen Veränderung, die später als der „Schöne Stil“ in die Kunstgeschichte einging: Peter Parler gilt als Genie und Revolutionär der Baukunst und wird als der vielleicht größte Baumeister des 14. Jahrhunderts bezeichnet. Seine ersten Lehrjahre absolvierte Parler vermutlich in Schwäbisch Gmünd bei seinem Vater Heinrich Parler. Dieser arbeitete dort am Heilig-Kreuz-Münster, dem Erstlingswerk der Baumeisterfamilie Parler. Der Nach­name der Familie lei­tet sich von ihrer Be­rufs­be­zeich­nung ab. Ein „par­le­rius“ oder „par­le­rus“, spä­ter Par­lier, be­zeich­nete einen Meis­ter des Bau­hand­werks, den „Spre­cher“ der Bau­hütte (vgl. par­lie­ren, Par­la­ment), was sich bis heute in dem Wort Po­lier er­hal­ten hat. Heinrich Parler der Ältere arbeitete auch in Köln, und bildete dort seinen Sohn Peter nicht nur aus, sondern arbeitete schon früh eng mit ihm zusammen. Peter lernte in seinen Wanderjahren die wichtigste Architektur Mitteleuropas kennen. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde, ausgehend von Frankreich, die Gotik als neuer Baustil modern. Als angehender Steinmetz studierte Peter Parler besonders die Architektur des Straßburger Münsters, ein Einfluss, der auch in seinen späteren Bauwerken immer wieder zu sehen ist. Mit der Einführung der gotischen Architektur benötigte man sehr viele professionelle Steinmetze. Als Arbeits- und Ausbildungsstätte wurden in dieser Zeit die Dombauhütten gegründet. Bei seiner Arbeit an der Frauenkirche in Nürnberg (deren Bau – nicht gesichert – oftmals seinem Vater Heinrich zugeschrieben wird), hatte Peter Parler eine schicksalhafte Begegnung: Er traf Kaiser Karl IV., den größten Herrscher jener Zeit. Karl war auch König von Böhmen und hatte das Ziel, seine neue Reichshauptstadt Prag zu einer der prächtigsten Metropolen Europas zu machen. Der Kaiser ernannte 1356 den erst 23-jährigen Peter Parler zum Dombaumeister von Prag. Parler stand somit an der Spitze der Steinmetze, einem gesellschaftlich ohnehin sehr angesehenen Beruf mit eigener Berufsordnung und Bruderschaften, die Keimzelle für die späteren Freimaurerlogen waren. Karl IV. beauftragte ihn nach dem Tod des französischen Baumeisters Matthias von Arras mit dem Weiterbau des Veitsdoms im Herzen der Stadt mitten in der Prager Burg auf dem Burgberg (Hradschin). Weitere Aufträge waren der Bau der Karlsbrücke und die Burg Karlstein, in der später auch die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reichs beherbergt wurden. Trotz der zum Teil sehr dürftigen Planung und Umsetzung seiner Vorgänger und des hohen Aufwands dieser zeitgleich ablaufenden enormen Bauvorhaben gelang es Peter Parler, seinen eigenen Stil zu entwickeln und die europäische Architektur damit dauerhaft zu prägen. Das „Parlerische“ war ein vielfältiges, aber trotzdem harmonisches Experimentieren mit Netzgewölben mit neuen, fast spielerischen Maßwerkformen. Sein Genie zeigte sich nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch darin, wie er den französischen Kathedralengedanken weiterentwickelte, indem er die Kunst beherrschte, „Lebensfreude in Architektur umzuwandeln“. Peter Parler war zudem ein begnadeter Bildhauer. Die Triforiengalerie des Veitsdoms stattete er mit porträthaften Büsten der Baumeister und Auftraggeber aus. Darunter ist auch ein Abbild von Parler selbst, weshalb sein Aussehen – im Gegensatz zu vielen anderen Persönlichkeiten dieser Zeit – bekannt ist. Parler wurde ein wohlhabender Mann und der berühmteste Baumeister seiner Zeit. 1360 erwarb er sein erstes Haus auf dem Prager Burgberg. 1370 starb seine erste Frau Barbara. Um 1380 heiratete er ein zweites Mal: Mit Elisabeth Agnes von Buhr bekam er noch zwei Söhne und eine Tochter. Alle seine Söhne wurden wie ihr Vater Steinmetze, nur der Älteste Sohn wurde Geistlicher in Prag. Peter Parler gründete seine eigene Bauhütte und wurde zum Vorreiter des „Schönen Stils“. Die Kunst in Europa veränderte sich: Die in faltenreiche, fließende Gewänder gekleideten Madonnen wurden schlank, schön und jung und hatten oftmals einen schmalen Mund, eine hohe Stirn und einen verträumten Ausdruck. Protektorat Böhmen und Mähren, Nationalbank für Böhmen und Mähren in Prag, Banknote zu 1000 Kronen vom 24. Oktober 1942, Specimen, II. Auflage mit Porträt von Peter Parler nach seiner Büste im Veitsdom zu Prag (im Umlauf vom 15. Dezember 1943 bis 31. Oktober 1945), Vorder- und Rückseite. Die Anzahl der Gebäude, die der Baumeister teils persönlich, teils durch seine Schüler ausführen ließ, war beträchtlich. Sein Einfluss erstreckte sich weit über die Grenzen Böhmens hinaus. Bauwerke von Parler und seinen Söhnen und Schülern sind auch in anderen Teilen des ehemaligen Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation zu finden, so in Schlesien, der Lausitz, Mähren und in der Oberpfalz. Parler blieb bis ins hohe Alter aktiv. Durch die bald nach seinem Tod ausbrechenden Hussitenstürme wurden viele seiner Werke schon früh zerstört oder blieben unvollendet und die durch ihn gegründete Schule wurde zerstreut. Elias Heindl Literatur/Quellen Jutta Duhm-Heitzmann, Hildegard Schulte: Peter Parler, Baumeister (Todestag 13.07.1399), WDR ZeitZeichen, Sendung vom 13.07.2019, WDR 5, aufgerufen über www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/peter-parler-100.html Bernhard Grueber: Gmünd, Peter (auch Parler). In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 275–279 Barbara Schock-Werner: Parler, Peter (Peter Parier von Gmünd). In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, aufgerufen über www.deutsche-biographie.de/pnd118789708.html#ndbcontent (zul. am 25.01.2023) Abbildungen Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski.

  • Impressionen von der World Money Fair 2023 in Berlin

    Nachdem im letzten Jahr die World Money Fair nach Corona-Pause im Sommer statt im Frühjahr und nur in kleinerem Rahmen stattfand, trafen sich vom 3. bis 5. Februar 2023 im Berliner Hotel Estrel wieder zahlreiche Aussteller, Händler und Sammler aus aller Welt. Die Veranstaltung erreichte von der Beteiligung und den Besuchern her fast das Niveau von vor der Pandemie. In allen auch früher genutzten Hallen fanden sich wieder Stände und Tische von Händlern. Besonders groß war der Besucherandrang am Freitag. Den ganzen Tag war der Stand des Battenberg Gietl Verlags sehr gut besucht und viele nutzten die Möglichkeit, nach Jahren der Zwangspause wieder in unserer "Bücherkiste" nach reduzierten Katalogen zu stöbern. Auch am Samstag kamen viele, wenn auch etwas weniger Besucher als am Tag zuvor. Am Sonntag wurde es dann deutlich ruhiger und die Händler hatten endlich Zeit für Geschäfte untereinander. Nachfolgend einige Foto-Impressionen von der World Money Fair, für die wir uns ganz herzlich bei unserem Autor Donald Ludwig bedanken. Die Ruhe vor dem Sturm: Stand des Battenberg Gietl Verlags vor dem Einlass der Besucher. Besucherandrang in einer Seitenhalle des Hotels Estrel. Am Stand von Polymernotes.org (Stane Straus). Josef Gerber und Donald Ludwig. Am Stand von Gibraltar in der Haupthalle. Am Stand der Münze Österreich durfte auch in diesem Jahr die hölzerne Kuh vor der Almhütte nicht fehlen. Treffen von zwei Veranstaltern anderer großer Sammlerbörsen (Sberatel in Prag und MIF Paper Money Fair in Maastricht). Das war die wirklich erste große numismatische Großveranstaltung nach der Corona-Krise und alle waren froh, dass ein Stück Normalität zurück ist und man wieder vielen bekannten Gesichtern begegnen konnte und ausführlich Gespräche führen. Sie treffen uns wieder nach drei Jahre Pandemie-Pause auf der Numismata am 4. und 5. März 2023 in München. Wir freuen uns auf Sie! Hans-Ludwig Grabowski Abb. Donald Ludwig

  • Manchmal muss man sich mit weniger zufrieden geben

    Deutsch-Südwest-Afrikanisches Notgeld auf historischen Postkarten Anders als von der deutschen Kriegsführung erhofft, blieb der im August 1914 ausbrechende Krieg nicht auf Europa beschränkt. Bereits am 5. August ordnete Großbritannien Angriffe auf die deutschen Kolonien an. Der Kaiserliche Gouverneur von Deutsch-Südwest-Afrika (DSW) erklärte am 7. August die allgemeine Mobilmachung. Die aktive Schutztruppe wuchs durch Reservisten und Freiwillige auf die fast doppelte Stärke – rund 5000 Mann. Gouverneur Dr. Theodor Seitz rechnete damit, dass in Deutsch Südwest – wie auch anderswo in Kriegszeiten – von der Bevölkerung Silber- und Goldmünzen gehortet würden. Er ließ daher Kassenscheine zu 5, 10, 20, 50 und 100 Mark drucken und in Umlauf setzen. Datiert sind sie auf den 8. August 1914, dem ersten Mobilmachungstag. Sie waren bei der Gouvernements-Hauptkasse in Windhuk bis spätestens drei Monate nach Aufhebung des Kriegszustandes einzulösen. Nach der faksimilierten Unterschrift des Gouverneurs wurden sie "Seitz-Noten" genannt. Das verwendete dünne, weiße Papier zeigt teilweise Spuren eines Fabrik-Wasserzeichens (ROYAL LINEN BOND) und eine feine Leinenpressung. Jeder Schein trägt auf der unbedruckten Rückseite den Abdruck eines runden Trockenstempels mit 84 mm Durchmesser. Er zeigt den Reichsadler ohne Umschrift. Es stellte sich schon bald heraus, dass das Papier für den Umlauf als Zahlungsmittel eigentlich völlig ungeeignet war. Abb. 1: DSW-1 a), Kassenschein, 8. August 1914, 5 Mark, Vorderseite[1] Abb. 2: DSW-4 b), Kassenschein, 8. August 1914, 50 Mark, Vorderseite. Dem Kommandanten der Schutztruppe, Oberstleutnant Joachim von Heydebreck, war bewusst, dass besonders der Süden der Kolonie bedroht war. Der Angriff der Soldaten der Südafrikanischen Union konnte im September zunächst abgewehrt werden. Es gelang ihr sogar im Handstreich die kleine, südafrikanische Walfischbuch zu erobern und bis zum Dezember zu halten. Meinhardt bemerkt in diesem Zusammenhang, dass die Kassenscheine auch hier gültig waren, dem einzigen Fall, dass deutsches Kolonialnotgeld in einer feindlichen Kolonie gesetzliches Zahlungsmittel war.[2] Die deutsche Schutztruppe, die sich vornehmlich auf Pferden, Kamelen und mit Esel-Karren fortbewegte, zog sich – unterbrochen von gelegentlichen Gefechten und Scharmützeln – immer weiter nach Norden zurück, verfolgt von 50.000 Soldaten der gut ausgerüsteten südafrikanischen Armee. Am 14. Mai 1915 besetzten die Südafrikaner Windhuk, das von Dr. Seitz kurz zuvor verlassen worden war. Aufgrund der vollkommen aussichtslosen Kriegslage kapitulierten am 9. Juli 1915 bei Otavi Gouverneur Seitz und Oberstleutnant Viktor Franke, der Nachfolger des im November 1914 verstorbenen Heydebrecks. Die Reservisten durften zu ihren Farmen zurückkehren und erhielten auch eine letzte Löhnung, die aus allerlei Notgeld bestand, das als Ersatz für die aus dem Zahlungsverkehr verschwundenen Silbermünzen von verschiedene Unternehmen 1914/15 als Notzahlungsmittel in Elisabethbucht, Gibeon, Khan, Karibib, Lüderitzbucht, Okahandja, Pomonahügel, Swakopmund, Tsumeb und Windhuk ausgegeben wurden. Bei dem Notgeld handelt es sich um Wertzeichen zu 50 Pfennig, einer und zwei Mark, um unscheinbare, sehr einfach gestaltete, kleine Papier-Scheinchen, meist ohne Angabe eines Ausgabeortes oder -datums. Auch nach der Besetzung des Landes durch Truppen der südafrikanischen Union blieben die deutschen Münzen im Umlauf – 1 Mark = 1 Shilling – wohingegen die Reichsbanknoten nur zu 75 % des Wertes und das Seitz-Geld überhaupt nicht angenommen wurde. Die deutsche Bevölkerung bediente sich aber auch weiterhin der Seitz-Noten und Gutscheinen aller Art bei Zahlungen.[3] Vor einiger Zeit konnte ich zwei historische Postkarten erwerben, die genau solche Scheine aus Windhuk abbilden. Auf ihrer Rückseite wird „R. Wywias, Windhuk, D.S.W, Tel. 132. Nachdruck verboten“ genannt. Robert Wywias kam im März 1896 mit dem Dampfer „Gertrud Woermann“ in Südwestafrika an und ging nach Windhuk. Hier war er als selbstständiger Fotograf tätig. In der Kaiserstraße 59 betrieb er ein Fotostudio, verkaufte Fotozubehör und unterhielt ein Fotolabor, das auch Amateure benutzen konnten. Nach dem verlorenen Krieg verließ er mit seiner Frau 1919 das Land.[4] Abb. 3: Postkarte mit Notgeld-Abbildungen der Firma R. Wywias, Windhuk. Abb. 4: Postkarte mit Notgeld-Abbildungen der Firma R. Wywias, Windhuk. Die erste Karte zeigt in Form einer Collage Fotografien verschiedener Notgeldscheine mit dem zusätzlichen handschriftlichen Text: „Ersatz für Silbergeld im Kriegsjahr 1914/15 in Windhuk“. Im Einzelnen werden abgebildet: Deutsche Farmgesellschaft AG., 2,00 Mark Einkaufs- und Verkaufsgenossenschaft e.G.m.b.H., 50 Pfg. Held & Straube, 1,00 Mark H. Liwinowski, Spezialgeschäft für Damen und Herren-Mode, 0,50 Mark Hotel Kaiserkrone, Münze, 100 Hotel „Thüringer Hof“, (P. Boeck), 1 Mark Hotel Victoria (F. Gramowski), 1,00 Mark Hotel Zur roten Erde (Gebr. Hülsmann), 0,50 Mark J. G. Erhard Nachf., Herren-Moden, 1,00 Mark Milchzentrale, 1,00 Mark R. Rabald [Schumacher], 0,50 Mark Rudolf Schuster, 2 M Spießer & Silla, Bäckerei und Conditorei, 50 Pfg. Wecke & Voigts, 0,50 Mark Auch die zweite Postkarte bildet Notgeld aus Windhuk ab. Im Einzelnen: Auto-Droschken-Verkehr Barthel, 1,00 Mark Cape Town Silver Grill Café, 0,50 Mark Heinr. Elias, 50 Pfennig H. Gunkel, Kl.-Windhuk, 0,50 Mark Hotel H. Röhlig, 2,00 Mark Hotel Kaiserkrone, Münze, 100 J. Chiat [Hotel], 0,50 Mark Josef Schneeweis, Schlachterei, eine Mark Kazmaier & Wintterlin, 1,00 Mark M. Sänger, Schneidermstr., 1,00 Mark Restaurant „Ludwigslust", 0,50 M Sonja Scholz, 0,50 M Swakopmunder Buchhandlung G.m.b.H., Zweigniederlassung Windhuk, 0,50 Mark „Die privaten Gutscheine aus der Besatzungszeit gehören durchweg zu den seltensten Geldzeichen in deutscher Währung. Nur wenige Scheine sind erhalten geblieben.“[5] Sie sind extrem selten und werden praktisch im Handel nicht angeboten, sodass man sich als Sammler glücklich schätzen darf, wenn man einmal eine der abgebildeten Postkarten erwerben kann. Durch die Vielzahl der privaten Gutscheine entstand letztendlich eine derartige Verwirrung, dass die Handelskammer in Windhuk mit Genehmigung der südafrikanischen Besatzungsmacht im April 1916 die Swakopmunder Buchhandlung damit beauftragte, ein einheitliches Notgeld herzustellen. Mit Bekanntmachung vom 10. August wurden einheitliche Scheine über 10, 25 und 50 Pfennig sowie 1, 2 und 3 Mark ausgegeben. Der gesamte Umlaufbetrag dürfte bei ca. 60.000 Mark gelegen haben. Abb. 5: DSW-13, Swakopmunder Buchhandlung Ges.m.b.H. o. D., 1 Mark. Abb. 6: DSW-15, Swakopmunder Buchhandlung Ges.m.b.H. o. D., 1 Mark. Nachdem immer mehr südafrikanische Zahlungsmittel ins Land flossen, begann 1918 das Notgeld aus dem Verkehr zu verschwinden. Vom ersten Februar 1919 an war dann das Geld der südafrikanischen Union das einzige gültige Zahlungsmittel der ehemaligen deutschen Kolonie und die deutsche Abwicklungsstelle löste in den nächsten Wochen das Seitz-Geld ein.[6] Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Katalog-Nummern nach Hans-Ludwig Grabowski, Die deutschen Banknoten ab 1871, 22. überarbeitete und erweitere Auflage, Regenstauf 2020, S.508 ff. [2] Günther Meinhardt, Die Geldgeschichte der ehemaligen deutschen Schutzgebiete, Heft 4: Deutsch-Südwest-Afrika, Rundschau der Geldzeichensammler, Dortmund 1955, S. 22. [3] Ebenda, S. 24 f. [4] Vgl. Festtagsgrüße aus Deutsch-Südwestafrika. (27.12.2022) [5] Jörg Zborowska, Das Papiergeld von Deutsch-Südwestafrika, Handbuch und Katalog der Geldzeichen aus deutscher Zeit 1884 – 1918, Edition Münzen & Sammeln, Regenstauf 2015, S. 30. [6] Nach Zborowska wurden die südafrikanischen Zahlungsmittel bereits am 1. Januar 1919 zum alleinigen Zahlungsmittel erklärt.

  • Revolution im Musterzimmer

    Das im Süden Thüringens gelegene Sonneberg, ist bekannt für seine Spielwaren. Aus der alteingesessenen Holzwarenherstellung entwickelte sich ab dem 16. Jahrhundert die Herstellung des als „Nürnberger Tand“ bekannten Sonneberger Spielzeugs. Um 1913 kam der Begriff „Weltspielwarenstadt“ auf. In und um Sonneberg wurden rund 20 % der auf dem Weltmarkt gehandelten Spielwaren hergestellt. Schon früher sprach man bei Sonneberg von der „Werkstatt des Weihnachtsmannes“ und heute findet man hier das Deutsche Spielzeugmuseum. Wie auch andere thüringische Gemeinden emittierte Sonneberg Notgeld. Als zweite Notgeld-Serie gab sie sechs undatierte 50-Pfennig-Scheine aus, die eine einheitlich gestaltete Vorderseite haben. Die Scheine sind groß mit „Sonneberg: Thür.“ überschrieben, darunter zwei Kreise, im linken das Sonneberger Wappentier – ein aufrecht schreitender geschwänzter Löwe mit roter Zunge – und im rechten Kreis die Wertzahl 50 mit der roten Umschrift „Not-Geld * Pfennig *“. Es folgen darunter die faksimilierten Unterschriften des Bürgermeisters Karl Knauer als Vertreter des Magistrats und „Ad. W. Müller“ für den Gemeinderat. Am unteren Rand der Hinweis auf die Umlaufzeit: „Gültig . bis . 1 . Juli . 1922“ und auf dem Rand selbst der Name der Druckerei „Thür. Verlagsanstalt G.m.b.H. Jena“. Die vorherrschende Farbe der Serienscheine ist olivgrün. Abb. 1: Sonneberg, Stadt, o. D. – 1. Juli 1922, 50 Pfennig, gemeinsame Vorderseite. Was eine Revolution ist, erzählen die Rückseiten der Scheine in Bildern und in einem nicht ganz echten südthüringischen Dialekt. Louis Hess ließ sich bei den Sonneberger Scheinen von den Ereignissen des Novembers 1918 leiten, als in Berlin die Revolution tobte und den deutschen Kaiser und die Fürsten hinweggefegte. In düsteren Bildchen verlegte Hess die Handlung in die Welt der Kinder und ließ wohlbekannte Figuren auftreten: Nussknacker, Wachtmeister, Kasperl, Teufel … Abb. 2: Sonneberg, Stadt, o. D. – 1. Juli 1922, 50 Pfennig, Rückseite A. „D‘ Nußknacke als Hauptma spricht: Bei mir herrscht Ordnung, veschtesta mich!“ Das erste Bild vermittelt den Eindruck von der Ruhe vor dem Sturm. Der Nussknacker, der den Wachtmeister und damit die staatliche Ordnung verkörpert, sorgt mit eiserner Hand für Ruhe, bis der böse Kasperl die Puppen aufwiegelt und ein Puppenkrieg ausbricht. Abb. 3: Sonneberg, Stadt, o. D. – 1. Juli 1922, 50 Pfennig, Rückseite B. „Es Kaspela da büse Striek Wiegelt nu auf in Pupp‘nkrieg.“ Die Aufwiegler sind die Kieler Matrosen, die sich im November 1918 gegen den sinnlosen Befehl zur weiteren Kriegsführung auflehnten. Schon bald solidarisierten sich andere Soldaten und die Arbeiter in den Städten des Reichs. Aus dem Widerstand einiger Matrosen entwickelte sich eine revolutionäre Bewegung. Abb. 4: Sonnenberg, Stadt, o. D. – 1. Juli 1922, 50 Pfennig, Rückseite C. „Die Sau, die quiekst, die Ochs’n brüll’n, Die Töckla bläun sich, deß die Hörner schwilln.“ Der Text ist fehlerhaft, statt Töckla müsste es Böckla (Böckchen) heißen! Am 9. November 1918 verkündete gegen 14.00 Uhr Philipp Scheidemann (SPD) von einem Balkon des Reichstagsgebäudes in Berlin den Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreichs und proklamiert die Deutsche Republik. Etwa zur gleichen Zeit rief Karl Liebknecht vom Stadtschloss die „freie sozialistische Republik Deutschland“ aus. Beiden Proklamationen wohnten Menschenmassen bei und begleiteten das Geschehen lautstark. Abb. 5: Sonneberg, Stadt, o. D. – 1. Juli 1922, 50 Pfennig, Rückseite D. A Springkastla kracht a noch auf; Jetzt rasselts mit’n Sabel drauf. Am 11. November gründete Karl Liebknecht gemeinsam mit Rosa Luxemburg, Leo Jogiches, Ernst Meyer, Wilhelm Pieck, Hugo Eberlein und anderen den Spartakusbund. Die Mitglieder des Spartakusbundes wollten die Idee eine Räterepublik auch gewaltsam durchsetzen. Auf den Straßen Berlins herrschten bald bürgerkriegsähnliche Zustände mit Toten und Verwundeten. Die Regierung musste sich in das thüringische Weimar zurückziehen. Abb. 6: Sonneberg, Stadt, o. D. – 1. Juli 1922, 50 Pfennig, Rückseite E. Dös Elends wird’s noch go zu viel, Weil noch da Teufel is im Spiel. Um die Ruhe im Land wieder herzustellen, rief der sozialdemokratische Reichswehrminister Gustav Noske republikfeindlich gesinnte Freikorps zur Hilfe. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die Führer der gerade gegründeten Kommunistischen Partei, wurden von ihnen ermordet. Abb. 7: Sonneberg, Stadt, o. D. – 1. Juli 1922, 50 Pfennig, Rückseite F. Bis endlich kümmt de Gulliver zu G’sicht, Da macht gleich Ruh und a End dare G’schicht!“ Es herrscht wieder Ruhe. Gulliver, der sicherlich Reichswehrminister Gustav Noske verkörpern soll, hat der Geschichte ein Ende bereitet. Aber um welchen Preis? Meines Wissens sind die Sonneberger Serienscheine die einzigen, die die deutsche Novemberrevolution von 1918 thematisieren. Uwe Bronnert

  • Verfälschte Militärmark-Scheine der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg

    Unmittelbar nach der Besetzung Deutschlands durch die Truppen der vier alliierten Siegermächte am Ende des Zweiten Weltkriegs gaben sie mitgeführtes Besatzungsgeld aus. Im Westen wurden von der US Army, der British Army of the Rhine und der franz. 1ere Armée die in Boston/Mass. gedruckten Scheine ausgegeben; in der Mitte Deutschlands gab die Rote Armee die anfangs in Krasnokamsk/Ural und später in Moskau hergestellten Scheine in Umlauf, während die deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße unter polnische bzw. sowjetische Verwaltung gestellt und die deutsche Bevölkerung vertrieben wurde. Insgesamt erhöhte sich dadurch der schon große Bargeldumlauf an Rentenbankscheinen und Reichsbanknoten in Höhe von geschätzten 73 Mrd. Renten- bzw. Reichsmark um mehr als 12 Mrd. „Alliiertenmark“. Gedruckt wurden die Scheine zu 20, 50, 100 und 1000 Mark im Dollarschein-Format, die zu ½, 1 und 5 Mark waren in der Breite halb so groß und die 10-Mark-Scheine waren etwa dreiviertel so lang. Es ist kein Wunder, dass kriminelle Fälscher sich an der Nachahmung von Besatzungsgeld versuchten; die Scheine waren leicht zu fälschen, da sie im Offsetdruck hergestellt wurden und sehr anfällig für Fälschungen waren. Abb. 1: 20 Mark 1944, Vs., USA-Druck mit Druckerzeichen F = Forbes Lithograph Manufacturing Co. Boston, echte Standardnote. Abb. 2: 100 Mark 1944, Vs., UdSSR-Druck ohne Druckerzeichen = Goznak-Druckerei Krasnokamsk, echte Standardnote. Seit 1946 wurden in allen Besatzungszonen und in der Viersektorenstadt Berlin Druckfälschungen angehalten, die mehr oder weniger gut gelungen waren. Es tauchten vor allem falsche 100-, seltener falsche 50-Mark-Scheine auf. Abb. 3: 100 Mark 1944, Vs., falsch/ohne Druckerzeichen mit Stempel „Falsch“ auf Vs. und Rs. Abb. 4: 100 Mark 1944, Vs., falsch/ohne Druckerzeichen; diese Fälschung zeigt eine unpassende Kontrollnummer, die in den Zahlenkreisen der Originale nicht vorkommen kann: die 8-stelligen Kontrollnummern wurden nur im Bereich von –35000001 bis –99999999 gedruckt – die schlecht gedruckte KN –34535371 lag wenig unter der Start-Kontrollnummer und die fehlende linke obere Ecke ist evtl. ein Hinweis auf eine Papierprobe des Scheins. Fälschungen wurden nicht nur von „Fachleuten“ produziert, auch „Laien-Fälscher“ versuchten sich an Falschgeld: nicht an Druckfälschungen, sondern an Verfälschungen. Das waren vor allem Manipulationen von echten 20-Mark-Scheinen, die durch grafische Veränderungen auf 100 Mark verändert und dadurch „erhöht“ wurden. Seltener sind 20-Mark-Scheine, die man in verfälschte 1000-er „aufgewert“ hat. Aussagekräftig hierzu ist eine amtliche Informationen zu gefälschten und verfälschten Militärmarkscheinen, eine Mitteilung aus Karlsruhe an alle Sparkassen in Nordbaden vom Januar 1948: Abb. 5: Rundschreiben des südbadischen Sparkassen- und Giroverbandes in Engen vom 15. Januar 1948 über die Mitteilung des Berliner Stadtkontors an die LZB Baden in Freiburg – Reg. II/13 – R.A Nr. 1. Abb. 6: verfälschter 20-Mark-Schein 1944, Vs., auf 1000 Mark „erhöht“, Original: Goznak-Druckerei Krasnokamsk. Häufiger wurden jedoch auf 100 Mark verfälschte 20-Mark-Scheine angehalten. Das wird bspw. auch in einem undatierten Schreiben von U.S. Colonel H. D. Cragon, Leiter der Currency Branch, Finance Division, bestätigt: ... a small number of raised Allied Military Marks has been detected and investigations are being conducted. ... Eine Verfälschung aus dieser Zeit wurde auch an die Finanzabteilung der US-Militärregierung Bayern gemeldet: Abb. 7: Mitteilung vom 7. Januar 1948 von U.S. Col. W. G. Brey, FED-Chef (Frankfurt a. M.). Wie die Banken und Kassen in der US-amerikanischen Besatzungszone mit angehaltenen gefälschten und verfälschten Scheinen umgehen sollte, beschreibt die Bekanntgabe der Währungsabteilung der US-Militärregierung, APO 757 Frankfurt a. M.: „Gefälschte und verfälschte Allied Military Mark-Banknoten sind gegen Quittung zu akzeptieren und alle bekannten Details zur Quelle zu vermerken. Die Quellen der Hinweise sollen umgehend von den deutschen Polizeibehörden auf mögliche strafrechtliche Aspekte untersucht werden.“ In den anderen drei Besatzungszonen und Besatzungssektoren wurde höchstwahrscheinlich ebenso verfahren. Abb. 8: Bescheinigung vom 14. Juni 1948 über einen 100-M-Schein. Bei dem als Makulaturnote bezeichneten Schein handelt es sich jedoch um eine Verfälschung aus einem 20-M-Schein. In Sammlungen gibt es einige Beispiele von verfälschten 20-Mark-Scheinen; auch Zwischenstufen der einzelnen Arbeitsgänge sind nachweisbar. Interessant ist, dass manche Fälscher sich nicht die Mühe machten, die Orginalaufdrucke "ZWANZIG MARK" in "HUNDERT MARK" abzuändern! Die Qualität der Verfälschungen war sehr unterschiedlich, meistens jedoch so unzureichend, dass sie bald entdeckt wurden. Schon im Herbst 1947 nahmen die Verfälschungen große Ausmaße an; deshalb wiesen die Reichsbankstellen alle Banken und Kassen an, ab Oktober 1947 statt 20-Militärmark-Scheinen nur noch 20-Reichsmark-Banknoten auszugegeben. Wie die folgenden Beispiele zeigen, wurden sowohl die US-amerikanischen Originaldrucke als auch die sowjetischen Ausgaben verfälscht. In Naunhof südöstlich von Leipzig wurde 1947 eine ganze Fälscherwerkstatt ausgehoben; andere Orte sind bisher nicht bekannt geworden. Abb. 9: 20-M-Schein 1944, US-amerikanischer Druck, Vorstufe einer Verfälschung. Abb. 10: 20-M-Schein 1944, sowjetischer Druck, unfertige Verfälschung zu 100 Mark. Abb. 11: 20-M-Schein 1944, sowjetischer Druck, schlechte bzw. unfertige Verfälschung zu 100 Mark. Abb. 12: 20-M-Scheinn 1944, sowjetischer Druck, schlechte Verfälschung zu 100 Mark, mit Stempel „Falsch“ gekennzeichnet. Abb. 13: 20-M-Scheinn 1944, sowjetischer Druck, mangelhafte Verfälschung zu 100 Mark, zweifach "ZWANZIG MARK" nicht abgeändert. Verfälschte 20-Mark-Scheine beider Ausgaben wurden bisher mit folgenden Kontrollnummern gemeldet: Sowjetische Ausgaben: –50007975, –50091446, –68367031, –68705533, –72425690, –90722955, –92434211, 103115463, 104290378 und 107036485; US-amerikanische Ausgaben: 027327103, 031784666, 038576675 und 050007975. Michael H. Schöne

  • Guernsey: Neue Sicherheitsmerkmale für 5-, 10- und 20-Pfund-Scheine

    Am 19. Januar 2023 gaben die States of Guernsey die Einführung aktualisierter Geldscheine über 5, 10 sowie 20 Pfund bekannt. Die Noten haben die Gestaltung der Vorgänger beibehalten, nur die Sicherheitsmerkmale wurden erneuert. Gedruckt wurden die Scheine von De La Rue – der Gründer der Druckerei, Thomas de la Rue, stammte von Guernsey. Die Neuheiten bestehen in folgenden Punkten: Die 5-Pfund-Note erhielt nun einen Pure-Image-Sicherheitsfaden mit holografischem Effekt – durch Kippen erscheinen die Wappentiere Guernseys, drei Leoparden, sowie die Wertzahl dunkel oder hell. Auch beim 10-Pfund-Schein ist der Sicherheitsfaden ausschlaggebend: Hier wurde die Ignite-Technologie eingesetzt, die einen Farbwechsel von Blau zu Grün sowie einen dynamischen Effekt zeigt. Beim Zwanziger ruft hingegen das horizontale Kippen des Scheins einen dreidimensionalen dynamischen Effekt im 18 mm breiten Nexus-Streifen hervor. Die neue 20-Pfund-Note [Bildquelle: States of Guernsey] Die neuen 5-, 10- und 20-Pfund-Noten [Bildquelle: De La Rue] Die Vorgängernoten sollen bis zu einem noch nicht festgelegten Zeitpunkt gemeinsam mit den neuen Scheinen zirkulieren. In der Pressemitteilung wiesen die States of Guernsey auch darauf hin, dass eine Umstellung des Porträts auf den Geldscheinen aufgrund des Todes der Königin Elizabeth II. bereits zur Diskussion stehe. Des Weiteren wurde die aktuelle Umlaufmenge des Bargelds in Guernsey mit 51 Mio. Pfund beziffert. Kana Totsuka

  • Lexikon: Food Coupons

    Food Coupons, auch "Food Stamp Money", sind vom US-amerikanischen Department of Agriculture (Landwirtschaftsministerium) ausgegebene Unterstützungsscheine für bedürftige Familien zum Bezug von Lebensmitteln. Es gibt diese Scheine (in Markenform) bereits seit 1939. Die später geldscheinähnlich aussehenden "Coupons" werden bis heute ausgegeben. USA, U.S. Department of Agriculture: Food Coupon über 1 US-Dollar der Serie 1996, Vorder- und Rückseite. Abb. www.weltbanknote.de. Da das von den Lebensmittelgeschäften auszuhändigende Wechselgeld auch nur zur Bezahlung von Lebensmitteln verwendet werden darf, aber kleinwertige Coupons (unter 50 Cents) nicht zur Verfügung stehen, gaben und geben zahlreiche Firmen für diese Zwecke eigens hergestellte Scheine, Kartons oder Marken (Metall, Plastik oder Holz) aus (Food Stamp Change). Immer mehr Sammler befassen sich inzwischen mit diesen Ausgaben. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

  • Der deutsche Beitrag zur finnischen Unabhängigkeit am Ende des Ersten Weltkriegs

    Deutsche Intervention im Ersten Weltkrieg (3. April – 16. Mai 1918) 5 Markkaa der Suomen Pankki von 1897, Vorder- und Rückseite (G+D Stiftung Geldscheinsammlung). Im Jahr 1808 hatten russische Truppen Finnland besetzt und unter Gewährung von Autonomie 1809 dem Zarenreich einverleibt. Finnland blieb bis zum Ersten Weltkrieg als Großherzogtum Teil Russlands. Nach der russischen Oktoberrevolution übernahm der finnische Landtag am 15. November 1917 die Regierungsgewalt und erklärte das Land am 6. Dezember 1917 für souverän. Am 31. Dezember 1917 hatte Sowjetrussland die Unabhängigkeit Finnlands anerkannt. Damit hielt Lenin zwar sein Versprechen, einer Unabhängigkeit Finnlands nicht im Wege zu stehen, doch hatte er zuvor die finnischen Sozialisten aufgefordert, unverzüglich eine Revolution zu beginnen. Dokument der Anerkennung der Unabhängigkeit Finnlands durch Sowjetrussland vom 31. Dezember 1917, (Abb. Wikipedia). Um die russischen Truppen und die sie unterstützenden Roten Garden aus dem Land zu treiben, wurde mit der sog. Weißen Garde ein Bürgerheer aufgestellt und dem Befehl des Freiherrn von Mannerheim unterstellt. Im Januar 1918 brach ein blutiger Bürgerkrieg um die Unabhängigkeit aus. Am 27. Januar übernahm ein Volkskommissariat die Herrschaft über den Süden des Landes mit dem Ziel, eine Sozialistische Proletarische Republik Finnland zu bilden. Der finnische Senat war unterdessen nach Vaasa geflohen. Notgeld der Firma Ph. U. Strengberg aus Jokobstad über 1 Finnmark auf die Förenings Banken i Finland in Jakobstad vom 15. Februar 1918. In diesen turbulenten Zeiten kam es auch zu Problemen in der Geldversorgung, was zu privaten Notgeldausgaben führte. Notgeld (Vexelmärke = Wechselmarke) der Firma Ensio & Lagerboom über 15 Pen ohne Datum (1918) und ohne Ortsangabe (Oulu), Vorder- und Rückseite identisch. Nach dem Brest-Litowsker Frieden vom 3. März 1918 zwischen Russland und den Mittelmächten wurde am 7. März auch ein deutsch-finnischer Friedensvertrag geschlossen, und die Finnen baten durch Ersuchen des finnischen Politikers und Staatsmanns Pehr Evind Svinhufvud das Deutsche Reich um Unterstützung im Kampf gegen die Rotgardisten, die den Anschluss an Sowjetrussland forderten. Daraufhin wurde ein deutsches Expeditionskorps unter General von der Goltz entsandt, das am 3. April 1918 mit Unterstützung der Seestreitkräfte in Hangö landete und bereits am 14. April in Helsingfors (Helsinki) einrückte, wo es von einer begeisterten Menschenmenge empfangen wurde. Ende April haben deutsche Verbände Tawastehus von den Roten Garden befreit und nach dem Fall der Festung Wyborg blieb den Russen nur noch die Kapitulation. Der Versuch vieler „Revolutionäre“ mit dem Schiff nach Russland zu entkommen, wurde durch die deutsche Flotte verhindert. Am 16. Mai 1918 hielt General von Mannerheim mit seinen Truppen feierlichen Einzug in die Hauptstadt, Finnland war befreit. Deutsche Soldaten in einem offenen Güterwagen als Begleitschutz eines Eisenbahntransports in Finnland. Deutsche Soldaten am 13. April 1918 in Helsinki nach der Befreiung der Stadt. Foto Gunnar Lönnqvist, Wikipedia (Gemeinfrei). Freiherr Carl Gustaf Emil Mannerheim (1867–1951). Der Finnische Bürgerkrieg dauerte vom 27. Januar bis 15. Mai 1918. Von den 36.600 Toten und Vermissten starben rund 9.700 durch Hinrichtungen und 13.400 wegen der entsetzlichen Bedingungen in den Straflagern. Während auf Seiten der Weißgardisten rund 5.200 Opfer zu beklagen waren, verlor die Rote Garde rund 27.000 Menschen. Die restlichen 4.400 Opfer waren weder Weiß-, noch Rotgardisten, unter ihnen dann wohl auch deutsche Soldaten, die in Finnland gefallen sind. Am 21. Juni 1919 nahm das Parlament eine republikanische Verfassung an. Sowjet-Russland erkannte 1920 im Frieden von Dorpat die Unabhängigkeit Finnlands an. Suomen Pankki (Finlands Bank), Volkskommissariat 1918 Die Herstellung von Münzen und Banknoten fiel am 28. Januar 1918 an das Volkskommissa- riat im Süden Finnlands. Erst am 20. Mai 1918 konnte die rechtmäßige finnische Regierung wieder die volle Kontrolle über die Geldzeichenproduktion übernehmen. Das Volkskommissariat hatte Helsinki im April 1918 verlassen und war vor den deutschen Truppen nach Wyborg geflohen, wobei auch Prägemaschinen für neue Münzen mitgenommen wurden, die aber samt Münzproduktion der Weißen Garde und den verbündeten Deutschen in die Hände fielen. In der Zwischenzeit wurden verschiedene Banknotenwerte ausgegeben, die Dank der Aufzeichnungen der Bank anhand der Kontrollnummern klar dem Volkskommissariat zugeordnet werden können. Sie sind die einzigen Banknoten-Ausgaben des Finnischen Bürgerkriegs und werden hier komplett aufgeführt, auch wenn nach der deutschen Intervention nur noch wenige Geldscheine gedruckt wurden. 1 Markkaa von 1916 Kontrollnummern 20232001 – 20880000 (Ausgaben vom 6. – 21.3.1918) 5 Markkaa von 1909 Kontrollnummern 19397001 – 20789000 (Ausgaben vom 26.2 – 6.4.1918) 20 Markkaa von 1909 Kontrollnummern 9874001 – 10019000 (Ausgaben vom 28.2. – 26.3.1918) 100 Markkaa von 1909 Kontrollnummern 2775001 – 2983000 (Ausgaben vom 23.2. – 2.4.1918) 500 Markkaa von 1909 Kontrollnummern 170001 – 262000 (Ausgaben vom 2.4. – 3.4.1918) Friedrich Karl Ludwig Konstantin Landgraf von Hessen um 1918 (1868–1940) sowie Nachbildung des Entwurfs der finnischen Königskrone aus den 1980er Jahren aus der Juwelensammlung Kemi (Kemin Jalokivigalleria). Der deutsche König von Finnland Kaum bekannt ist, dass es im befreiten Finnland nicht nur Überlegungen, sondern sogar eine große Euphorie, zur Einführung einer Monarchie gegeben hat und dass mit Prinz Friedrich Karl von Hessen-Kassel als erster König Großfinnlands ein Schwager des deutschen Kaisers Wilhelm II. im Herbst 1918, als die deutschen Truppen im Westen schon fast geschlagen waren, den Thron besteigen sollte. Selbst als in Deutschland die Novemberrevolution die deutsche Monarchie beseitigt hatte und die Republik ausgerufen war, hielten die Finnen immer noch an ihrem deutschen König fest. Die Briten erklärten daraufhin, dass sie einen deutschen König von Finnland mit dem Erreichen eines Kriegsziels des Feindes gleichsetzen würden und die Franzosen froren ihre Beziehungen mit dem jungen finnischen Staat ein. Nun hoffte man in Finnland, dass der Deutsche nach einem Friedensschluss zum finnischen König gekrönt werden könnte, doch Friedrich Karl erklärte am 20. November 1918 seinen Verzicht auf die finnische Königswürde. Sowjet-Imperialismus unter Stalin Finnlands Unabhängigkeit musste 1939/40 erneut verteidigt werden, als Stalin mit dem Finnisch-Russischen Krieg versuchte, finnische Gebiete der Sowjetunion einzuverleiben. Der sowjetische Überfall begann am 30. November 1939 mit fünf Armeen. Die Finnen leisteten tapferen Widerstand, erlitten aber auch hohe Verluste. Finnland verlor mit dem finnisch-russischen Friedensschluss vom 12. März 1940 mit einem großen Gebiet um die Stadt Wyborg (Karelien oder auch Alt-Finnland), dem Gebiet Ost-Salla, der Fischerhalbinsel sowie Inseln im Finnischen Meerbusen ein Zehntel seines Landes an die Sowjetunion (35.100 qkm), das bis heute zu Russland gehört. Dem sowjetischen Eroberungsdrang war bis zum Beginn des Kriegs mit Deutschland am 21. Juni 1941 eine gewaltige Grenzverschiebung von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer Richtung Westen geschuldet, der neben einem Teil Finnlands auch die unabhängigen baltischen Länder Estland (45.300 qkm), Lettland (64.600 qkm) und Litauen (62.600 qkm, ohne das Memelgebiet), Ostpolen (201.000 qkm) sowie die Nordbukowina (nördliches Buchenland) und das Herza-Gebiet (zusammen rund 8.100 qkm) sowie Bessarabien (Moldawien, 45.600 qkm) von Rumänien zum Opfer gefallen waren. Insgesamt annektierte die Sowjetunion bis zum Einmarsch der deutschen Truppen im Sommer 1941 damit ein Gebiet von rund 462.300 qkm, zum Vergleich: das ist mehr als die Fläche der heutigen Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und Sloweniens zusammen. Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung Hans-Ludwig Grabowski | Henning Huschka | Wolfgang Schamberg Ausländische Geldscheine unter deutscher Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg ISBN: 978-3-86646-505-3 Format: 14,8 x 21 cm 320 Seiten Zum Buch Zur Leseprobe

  • Zahlungsmittel für deutsche Wehrmacht-Soldatenheime

    Verwendeten im Zweiten Weltkrieg deutsche Wehrmachts-Soldatenheime und -Speiselokale eigene Zahlungsmittel? Eine Antwort auf diese Frage fällt schwer. Nach dem schnellen Sieg über Polen richtete sich die Wehrmachtsführung darauf ein, dass die Truppen auf längere Sicht in den besetzten Gebieten verbleiben würden. Von Anfang an war sie daher bestrebt, die Kampfmoral zu stärken und den Kriegsalltag der Soldaten so angenehm wie möglich zu gestalten; z. B. sollten Soldatenheime ein Stück Heimat ersetzen und Entspannung und Ablenkung inmitten der Kriegsgräuel bringen. Abb. der Redaktion: Zwei DRK-Schwestern mit Wehrmachtsangehörigen (Gebirgsjäger) bei einer musikalischen Einlage. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Im Dezember 1939 wandte sich der Oberbefehlshaber Ost an das DRK-Präsidium mit der Bitte, Frauen für die Betreuung geplanter Soldatenheime in den besetzten polnischen Gebieten zu suchen. „Damit erhob sich .. die Frage nach geeigneten Frauen, die als Leiterinnen und Mitarbeiterinnen diesen Heimen den Charakter geben konnten, den die Wehrmacht für ihre Truppe wünschte. Nichts lag näher, als daß die zuständigen Wehrmachtsdienststellen, denen die Schwestern des DRK aus den Lazaretten und die DRK-Helferinnen von den zahlreichen Erfrischungsstellen in der Heimat oder von den Verpflegungsstellen in den besetzten Gebieten als treue Pflegerinnen und Kameradinnen ihrer Soldaten bekannt waren, sich an das Deutsche Rote Kreuz wandten und um den Einsatz geeigneter Schwestern und Helferinnen baten.“[1] Nicht nur in Polen, sondern schon bald auch in den anderen besetzten Gebieten entstanden Soldatenheime. Insgesamt betreute das DRK Anfang 1941 bereits 265 Soldatenheime. In ihnen waren zu diesem Zeitpunkt 862 DRK-Schwestern und Helferinnen im Einsatz. Je nach Größe und Umfang des Soldatenheims und der anfallenden Arbeit wurden sie von einer Leiterin und bis zu acht Mitarbeiterinnen betreut. Abb. der Redaktion: Eine Gruppe Wehrmachtsangehöriger und vorüber gehende Französinnen vor dem Soldatenheim der Kommandantur Paris "La Brune" in der Avenue de La Motte Picquet 42. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Abb. der Redaktion: Soldatenheim St. Helier auf der deutsch besetzten britischen Kanalinsel Jersey. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Alle Soldatenheime verfügten neben Speiseräumen, Lese- und Schreibzimmern über Unterhaltungs- und Spielräume, manche hatten sogar ein Kino oder einen Raum für Theateraufführungen. Vielfach wurden auch Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Abb. der Redaktion: Soldatenheim der Kreiskommandantur St. Jeanne de Luz. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Die DRK-Oberfeldführerin Cleve stellte in einem kleinen Zeitschriftenbeitrag die Vorzüge der Soldatenheime überschwänglich heraus: „Überall herrscht das gleiche Bestreben, durch die Baugestaltung der Spiel-, Lese- und Unterhaltungsräume die Soldatenheime wirklich zu Heimen werden zu lassen, in denen jeder Soldat sich wohl und zu Hause fühlt. Hier soll er sitzen können, wenn er nach Hause schreiben, wenn er sich mit seinen Kameraden unterhalten will; wenn er lesen oder sich mit Spielen die Zeit vertreiben möchte. Lange schon sind in den Soldatenheimen Billard-, Schach- und Tisch-Tennisturniere üblich, für die Wochen vorher eifrig geübt wird. Es haben sich auch Kreise zusammengefunden, die manchen Abend mit Hausmusik, mit gemeinsamen Vorlesungen oder auch mit Basteln verbringen. Der Soldat weiß: er kann in sein Heim gehen, um zu essen, doch ohne es zu müssen; er kann ein Glas Bier trinken, aber auch alkoholfreie Getränke nehmen, die besonders gern ausgegeben werden. Aber auch ohne Verzehr hat er warme, gemütliche Räume, die besonders im Osten oder im Norden für ihn so unbedingt notwendig sind.“ In Großstädten waren vielfach Wehrmacht-Speiselokale entstanden, denen die Heimräume angeschlossen waren. Hier wurden täglich bis zu 10.000 Soldaten beköstigt. Abb. der Redaktion: Links: Sitz des Platzkommandanten von Paris am Place de l'Opéra 2. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Waren in manchen Gegenden die einzelnen Soldatenheime weit voneinander entfernt und über das besetzte Gebiet verstreut, so gab es im Gebiet des Kommandanten von Groß-Paris elf Soldatenheime, im Stadtzentrum allein fünf große, zwei Fliegerheime, das bekannte Soldatenkaffee Madeleine, drei Soldatenkinos, drei Soldatentheater, ein Soldatenkaufhaus sowie zwei Front-Buchhandlungen. Abb. der Redaktion: Zwei DRK-Schwestern vor dem berühmten Soldatenkaffee Madeleine in Paris. Foto: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb. der Redaktion: Deutsches Soldatenkino "Rex" in Paris. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. "Merkblatt fuer die Truppenbetreuung des Kommandanten von Gross-Paris" Mancher Wehrmachtsoldat berichtete über Paris begeistert nach Hause. „Man kann sich kaum vorstellen, daß es für einen deutschen Soldaten irgendwo schöner sein könnte.“ Nicht nur Bordelle machten Paris zum „schönsten Ort“ für deutsche Soldaten. Der überaus günstige Wechselkurs der Reichsmark gegenüber dem Franc (1:20, für eine 1 RM gab es 20 Francs) sowie die exzellente Verpflegungslage – zumindest bis zur Kriegswende 1943 – nahmen die in Paris stationierten Streitkräfte als Privileg wahr. Geschlossene Truppeneinheiten, die außerhalb von Paris stationiert waren, besuchten die Stadt. Hierfür war extra beim Kommandanten von Groß-Paris eine besondere Stelle „Truppenbetreuung“ eingerichtet worden. Diese verteilte an die „Touristen“ unentgeltliche Reiseführer, die alle 14 Tage in einer Auflage von 8 – 10.000 Exemplaren erschienen. Der Soldatendampfer "Tourist" unternahm im Sommer unentgeltliche Sightseeing-Fahrten auf der Seine. Abb. der Redaktion: Kaum ein deutscher Soldat, der nach Paris kam, ließ sich nicht vor dem berühmten Eiffelturm fotografieren. Die Wehrmacht, damals scherzhaft als "größter Reiseveranstalter der Welt" bezeichnet, machte einen Ausflug nach Paris auch für die deutschen Soldaten möglich, die an einem anderen Ort im besetzten Teil Frankreichs stationiert waren. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Abb. der Redaktion: Touristische Besuchergruppe deutscher Soldaten in der Nähe des Triumphbogens in Paris. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Abb. der Redaktion: Besuchergruppen deutscher Soldaten vor der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Abb. der Redaktion: Ein deutscher Soldat fotografiert die berühmte Basilika Sacré-Cœur auf dem Montmartre in Paris. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Abb. der Redaktion: Immer wieder gern von deutschen Soldaten fotografiert: französische Damen. Hier am Montmartre. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Abb. der Redaktion: Deutsche Soldaten besichtigen den Spiegelsaal von Schloss Versailles, wo 1919 die von den Verhandlungen ausgeschlossene deutsche Delegation gezwungen wurde, die Friedensbedingungen der Sieger zu akzeptieren. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Abb. der Redaktion: Auch Propaganda gehörte zum Alltag unter deutscher Besatzung. "V" und Spruchband am Palais Bourbon, dem Sitz der französischen Abgeordnetenkammer. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Abb. der Redaktion: Strandalltag unter deutscher Besatzung an der Küste der Normandie. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Abb. der Redaktion: Wehrmachtsangehörige in einem Pariser Soldaten-Kaffee. Foto der Privat-Sammlung »Der Zweite Weltkrieg in Bildern«, DVD 2017, mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Selzle, München. Soldatenheim "Champs-Élysées" in der Avenue des Champs Elysées 21. Speisekarte des Soldatenheims "Champs-Élysées" vom 10. Januar 1941, Deckblatt und Innenteil. Mancher dieser Besucher wird auch das zentral gelegene große Soldatenheime an der Av. des Champs Elysées 21 besucht haben. Es beherbergte auch das Wehrmachtspeiselokal, das vom Pächter Alois Righi bewirtschaftet wurde. Hier, wie in den übrigen Soldatenheimen wurde gegen Bezahlung und Abgabe von Lebensmittelmarken in der Zeit von 11 – 15 und 18 – 22.30 Uhr warmes Essen abgegeben. Der Besuch des Soldatenheims und des Wehrmachtspeiselokals war außer Wehrmachtsangehörigen, Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes, der Organisation Todt, des Deutschen Roten Kreuzes, der Reichspost, Nachrichtenhelferinnen und Feldpostangestellten in Uniform sowie Wehrmachtsgefolge gestattet, wenn sie im Besitz des Kommandantur-Ausweises waren. Soldatenheim / Wehrmachtspeiselokal Paris, 21 Av. des Champs Elysée, Wertmarke zu 1 RM ohne Datum, Vorder- und Rückseite. Soldatenheim / Wehrmachtspeiselokal Paris, 21 Av. des Champs Elysée, Wertmarke zu 2 RM ohne Datum, Vorderseite. Vor einigen Monaten wurden bei ebay bildgleiche Wertmarken des Soldatenheims (Wehrmachtspeiselokal) Paris, 21 Av. des Champs Elysée über 1 RM und 2 RM verkauft. Sie haben die Maße 76 x 40 mm und bestehen aus dünner Pappe. Betrachtet man diese Scheine etwas genauer, so kommen einem doch Zweifel, ob es sich hierbei um Originale aus der Zeit handelt. Schnell schleicht sich der Verdacht ein, dass sie mit Hilfe eines modernen Tintenstrahldruckers hergestellt sein könnten. Beim gedruckten Text der Scheine wurden verschiedene modernere Schriften verwendet, die auch bei „MS Word“ zu finden sind. Detailvergrößerung der Wertmarke zu 1 RM. Bei starker Vergrößerung ist der unsaubere Druck deutlich zu erkennen. Damit ist klar, dass diese Machwerke wahrscheinlich erst kürzlich hergestellt wurden. Allerdings hat der Fälscher der Wertmarken gut recherchiert: Das Wehrmachtspeiselokal und das Soldatenheim gab es wirklich, die Angabe zum Pächter ist korrekt und in einer Speisekarte des Lokals werden die Preise in Reichsmark ausgezeichnet. Übertrieben ist jedoch der Hinweis „Wehrpaß ist vorzulegen“. Welcher Sinn sollte dahinterstecken, da die Kundschaft aus Soldaten in Uniform bestand. Auch der Wert von einer bzw. zwei Reichsmark scheint bei den Preisen des Lokals überdimensioniert. Und was soll das Dreieck auf dem Schein? Damit erinnert die „Ausgabe“ ein wenig an das Geld der Kriegsgefangenenlager. Kommen wir zur wichtigsten Frage, warum sollte ausgerechnet bei einem Speiselokal in Paris die Notwendigkeit bestanden haben, ein besonders Geld zu schaffen? Die Frage mag sich jeder Leser selbst beantworten. Nun zurück zur Frage, gab es in Wehrmachtsoldatenheimen eigenes Geld? Mir ist nur ein Beispiel bekannt. Für das Wehrmachtsheim Oostburg ist ein „Heimgeld“ überliefert. Oostburg liegt in der Provinz Zeeland (Niederlande), nahe der Schelde-Mündung. 1942 begannen die deutschen Besatzer auch hier mit der Errichtung einer Reihe von Festungsbauten, die die Zufahrt zum Hafen von Antwerpen blockieren sollten. Sie waren Teil des 5.000 Kilometer langen Atlantikwalls, der von Norwegen bis Biarritz in Frankreich reichen sollte. Wehrmachtheim Oostburg, Strandhotel. Heimgeld des Wehrmachtsheims Oostburg über 12 Cent ohne Datum, Vorderseite. Das Wehrmachtheim Oostburg war im „Standhotel“ untergebracht. Von ihm stammt die bisher noch nicht publizierte Wertmarke. Das unscheinbare Scheinchen ist 25 x 25 mm klein und einseitig auf dünner roter Pappe gedruckt. In einem Schmuckrahmen findet sich der vierzeilige Text: „HEIMGELD / 12 Cent / Wehrmachts- / heim Oostburg“, wobei die vergrößerte Wertangabe jeweils durch eine durchgehende Linie vom übrigen Text getrennt wurde. Über den Verwendungszweck ist leider nichts überliefert worden. Es handelt sich aber um ein Exemplar, das von einem deutschen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs mit nach Hause gebracht wurde. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] DRK-Oberfeldführerin Cleve, Einsatz des DRK in den Soldatenheimen der Wehrmacht, in: Das Deutsche Rote Kreuz, Heft März 1941, S. 3. Anmerkung der Redaktion Bei den niedrigen Preisen, die man in der Speisekarte des Wehrmachtspeiselokals im Soldatenheim "Champs-Élysées" in Paris vom Januar 1941 findet (z. B. Seefisch mit Kartoffelbrei für 50 Reichspfennig oder ein Glas Wein für 15 Reichspfennig) muss bedacht werden, dass der Tagessold eines einfachen deutschen Soldaten im Krieg nicht mehr als 50 Reichspfennig betrug. Auch in der Heimat boten viele Gaststätten ein sog. "Tagesgericht" an, das 50 Reichspfennig kostete (meist eine Suppe) und das man ohne Lebensmittelkarten bestellen konnte. Die Redaktion möchte unsere Leser bitten, Mitteilung über ihnen bekannte andere Ausgaben von Ersatzzahlungsmitteln aus Soldatenheimen zu machen. Bitte schicken Sie uns Abbildungen und bekannte Angaben zu solchen Scheinen an: info@geldscheine-online.com. Vielen Dank für Ihre Hilfe bei der Unterstützung der Erforschung dieses interessanten Themas. Hans-Ludwig Grabowski

  • Teutoburger Münzauktion: Auktionen 154 und 155

    Vom 24.2. bis 2.3.2023 finden die Auktionen 154 und 155 der Teutoburger Münzauktion GmbH statt. Angeboten werden Banknoten, Briefmarken, Münzen und Medaillen. Hier eine kleine Auswahl aus dem Papiergeld-Bereich, der am 24. Februar aufgerufen wird. Los 68: Herzogtum Warschau, 2 Taler 2.12.1810. III-, äußerst selten, Ausruf: 500 Euro. Los 93: Eisenbahn-Cassen-Schein, 1 Thaler 2.3.1846. Anhalt-Cöthen-Bernburger Eisenbahn-Gesellschaft 1846-1856. III, winz. Einriss, Rs. Klebereste, Ausruf: 750 Euro. Los 123: 1 Thaler Courant 10.6.1848 Städtische Bank zu Breslau. IV-, teils hinterklebt, äußerst selten, Ausruf: 1000 Euro. Los 176: 100 Deutsche Mark (roter Hunderter), Serie 1948. Serie L/A. II-III, selten, Ausruf: 1000 Euro. Los 252: Oberpostdirektion, 10 Mrd. Mark 26.10.1923. Ohne Wz. II-III, von größter Seltenheit, Ausruf: 750 Euro. Los 371: Ohlauer Kleinbahn, 1 Mio. Mark 25.8.1923. Muster ohne Stempel und zusätzlichem Stern nach KN. Wz. verschlungene Quadrate. I-, von größter Seltenheit, Ausruf: 750 Euro. Los 380: Eulengebirgsbahn, 100 Tsd. Mark 25.8.1923. Muster ohne Stempel, Wz. verschlungene Quadrate. II-, äußerst selten, Ausruf: 500 Euro. Los 381: Eulengebirgsbahn, 1 Mio. Mark 25.8.1923. Muster ohne Stempel, Wz. verschlungene Quadrate. I-, äußerst selten, Ausruf: 600 Euro. Los 403: Eisenbahndirektion, 10 Pfg. (neue Währung) 16.6.1948. Ohne Wz. und KN. I-, von größter Seltenheit, Ausruf: 750 Euro. Hier geht es direkt zur Auktion 154 (Banknoten): https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/8941/seite/1/?lot_range=1-1000

  • Wahl zur "Banknote des Jahres 2022" mit Gewinnspiel

    Ihre Wahl entscheidet – mitmachen und gewinnen! Es ist schon zur Tradition geworden, dass Leser von „Der Geldscheinsammler“ über die „Banknote des Jahres“ abstimmen und dabei Preise gewinnen können. Jährlich kommen weltweit zahlreiche neue Banknoten in Umlauf, die mit ihren Motiven und Farben viele Sammler begeistern. Das Sammelgebiet Weltbanknoten erfreut sich deshalb stetig wachsender Beliebtheit. Aufruf zur Wahl der Banknote des Jahres 2022 Die Redaktion von „Münzen & Sammeln“ und „geldscheine-online“ möchte deshalb erneut zur Wahl der „Banknote des Jahres“ aufrufen. Für die Auswahl wurden alle im Jahr 2022 ausgegebenen Weltbanknoten berücksichtigt. Aus der großen Zahl der in Betracht kommenden Scheine hat sich die Redaktion für die nachstehend vorgestellte Auswahl von zwölf Banknoten aus allen Teilen der Welt entschieden, aus denen Sie, liebe Leser, die Banknote des Jahres 2022 wählen und mit etwas Glück dabei gewinnen können. Teilnahmebedingungen Wenn Sie an der Wahl der „Banknote des Jahres 2022“ teilnehmen möchten, dann senden Sie uns eine E-mail an info@geldscheine-on­line.com mit der Nummer der von Ihnen gewählten Note und dem Betreff „Banknote des Jahres 2022“. Bitte vergessen Sie auch nicht, uns Ihre Postanschrift mitzuteilen, denn unter allen Einsendern erfolgt eine Verlosung. Mitarbeiter des Verlags und allgemeine Gewinnspielservices sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner erhalten: Die Plätze 1 bis 3 erhalten je einen Einkaufsgutschein für Fachliteratur: Platz 1 – Einkaufsgutschein über 75 Euro Platz 2 – Einkaufsgutschein über 50 Euro Platz 3 – Einkaufsgutschein über 25 Euro Die Plätze 4 bis 10 erhalten je zwei Geldschein-Notizblöcke mit Motiven aus den ehemaligen deutschen Kolonien. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden in der Ausgabe 4/2023 von "Münzen & Sammeln" und zeitgleich über www.geldscheine-online.com und per angeschlossenem kostenlosem Newsletter bekannt gegeben. Einsendeschluss: Einsendeschluss ist der 1. März 2023! Wegen Redaktionsschluss für die Ausgabe 4/2023 nehmen später eingehende Meldungen nicht mehr an der Ziehung der Gewinner teil und können deshalb bei der Wahl zur Banknote des Jahres auch nicht mehr berücksichtigt werden. Datenschutz Die Datenschutzbestimmungen finden Sie hier! Unsere Vorschläge zur "Banknote des Jahres 2022" Vorschlag Nr. 1 – Ägypten 10 Pfund der Central Bank of Egypt aus Polymer-Kunststoff. In Umlauf ab 5. Juli 2022. Vorschlag Nr. 2 – Algerien: Polymer-Gedenkbanknote der Bank of Algeria über 2000 Dinars zur 31. Tagung des Rates der Liga der Arabischen Staaten. In Umlauf ab 2. November 2022. Vorschlag Nr. 3 – China: Polymer-Gedenkbanknote der Peoples Bank of China über 20 Yuan zu den XXIV. Olympischen Winterspielen 2022 in Peking. Umlauf ab 21. Dezember 2021. Vorschlag Nr. 4 – Fidschi: Gedenkbanknote über 7 Dollars zum Gewinn der Bronzemedaille im Rugby zu den XXXII. Olympischen Spielen in Tokyo. In Umlauf ab 28. März 2022. Vorschlag Nr. 5 – Guyana: Polymer-Gedenkbanknote der Bank of Guyana über 2000 Dollars zu 55. Jahrestag der Unabhängigkeit. In Umlauf ab Februar 2022. Vorschlag Nr. 6 – Katar: Polymer-Gedenkbanknote über 22 Riyals der Qatar Central Bank zur 22. Fußball-WM in Katar. In Umlauf ab 9. November 2022. Vorschlag Nr. 7 – Mauretanien: Polymer-Banknote der Banque Centrale de Mauritanie über 20 Ouguiya. In Umlauf ab November 2021. Vorschlag Nr. 8 – Nordirland: Neue 50-Pfund-Polymer-Banknote der Ulster Bank. In Umlauf ab 15. Juni 2022. Vorschlag Nr. 9 – Nordmazedonien: Neue 2000-Dinars-Note der Nationalbank von Nordmazedonien. In Umlauf ab Oktober 2022. Vorschlag Nr. 10 – Pakistan: Gedenkbanknote der Staatsbank von Pakistan über 75 Rupien zum 75. Jahrestag der Unabhängigkeit. In Umlauf ab 30. September 2022. Vorschlag Nr. 11 – Philippinen: Neue 1000-Piso-Polymer-Banknote von 2022. In Umlauf ab Dezember 2021. Vorschlag Nr. 12 – Schottland: Neue 100-Pfund-Note der Bank of Scotland. In Umlauf ab 9. Mai 2022. Soweit unsere Vorschläge. Nur wer mitmacht, kann gewinnen! Hans-Ludwig Grabowski Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de

  • Neue Varianten: Januar 2023

    Ägypten 10 Pounds Wie EGY-73 (Linzmayer B337b), aber mit Unterschrift "Hassan Abdalla". Bangladesch 50 Taka Wie Linzmayer B351.5b (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschrift "Abdur Rouf Talukder" und Jahr 2022. Dänemark 1000 Kroner Wie DNK-69 (Linzmayer B939b), aber mit Jahr 2013. Dominikanische Republik 50 Pesos Wie Linzmayer B727b (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Héctor Valdez Albizu/José Vicente Dubocq" und Jahr 2021. 100 Pesos Wie Linzmayer B728b (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Héctor Valdez Albizu/José Vicente Dubocq" und Jahr 2021. 200 Pesos Wie Linzmayer B729b (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Héctor Valdez Albizu/José Vicente Dubocq" und Jahr 2021. Guatemala 100 Quetzales Wie GTM-126 (Linzmayer B601m), aber mit Datum "14 DE ABRIL DE 2021". Indien 20 Rupees Wie Linzmayer B299c (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr 2022. 50 Rupees Wie IND-111 (Linzmayer B300e), aber mit Jahr 2022. Jamaika 100 Dollars Wie JAM-94 (Linzmayer B249f), aber mit Datum "01.06.2021". 100 Dollars Wie JAM-95 (Linzmayer B250g), aber mit Datum "01.06.2021". Kaiman-Inseln 50 Dollars Wie CYM-42 (Linzmayer B222b), aber mit Unterschriften "Cindy Scotland/Roy McTaggart" und Jahr 2018. Kanada 10 Dollars Wie Linzmayer B379b (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Carolyn Rogers/Tiff Macklem". 20 Dollars Wie CAN-108 (Linzmayer B373b), aber mit Unterschriften "Timothy Lane/Tiff Macklem". Kongo, Demokratische Republik 500 Francs Wie COD-96 (Linzmayer B317g), aber mit Unterschrift "Malangu Kabedi Mbuyi" und Datum "04.01.2022". Libanon 100.000 Livres Wie LBN-95c (Linzmayer B546b), aber mit Datum "01.12.2022" und mit blauem Fenster-Sicherheitsfaden. Liberia 100 Dollars Wie Linzmayer B319a (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr 2022. Macau 50 Patacas Wie MAC-81a (Linzmayer B070b), aber mit Unterschriften "Pedro Manuel de Oliveira Cardoso/unbekannt" und Datum "6 DE NOVEMBRO DE 2017". Madagaskar 100 Ariary Wie MDG-97 (Linzmayer B332a), aber mit Unterschrift "Henri Edmond Rabarijohn". 200 Ariary Wie MDG-98 (Linzmayer B333a), aber mit Unterschrift "Henri Edmond Rabarijohn". 2000 Ariary Wie MDG-101 (Linzmayer B336a), aber mit Unterschrift "Henri Edmond Rabarijohn". 5000 Ariary Wie MDG-102 (Linzmayer B337a), aber mit Unterschrift "Henri Edmond Rabarijohn". Mauritius 500 Rupees Wie MUS-66 (Linzmayer B434d), aber mit Jahr 2022. 1000 Rupees Wie MUS-63 (Linzmayer B429e), aber mit Jahr 2022. 2000 Rupees Wie Linzmayer B436a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschriften "Mardayah Kona Yerukunondu/Harvesh Kumar Seegolam/Hemlata Sadhna Sewraj-Gopal" und Jahr 2022. Mexiko 500 Pesos Wie Linzmayer B717p (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "6 JUN. 2022". 1000 Pesos Wie Linzmayer B718c (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "7 JUL. 2022". Pakistan 1000 Rupees Wie PAK-50 (Linzmayer B238v), aber mit Unterschrift "Jameel Ahmad". Paraguay 5000 Guaranies Wie PRY-234 (Linzmayer B857c), aber mit Jahr 2022. 100.000 Guaranies Wie PRY-240 (Linzmayer B864c), aber mit Jahr 2021. Schweiz 50 Franken Wie CHE-77 (Linzmayer B357a), aber mit Unterschriften "Jean Steiner/Fritz Zurbrügg" und Jahr 2020. Ukraine 100 Griwen Wie Linzmayer B856c), aber mit Unterschrift "Andrij Pyschnyj"und Jahr 2022. Vietnam 20.000 Dong Wie VNM-120 (Linzmayer B344l), aber mit Jahr "(20)22". 200.000 Dong Wie VNM-123 (Linzmayer B347l), aber mit Jahr "(20)22". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

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