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  • Emporium: Vorbericht Auktion 96 – Banknoten

    Vom 8. bis 12. November 2021 veranstaltet Emporium Hamburg die 95. Auktion Münzen & Medaillen und die 96. Auktion Banknoten & Notgeld. Leider können wir aufgrund der aktuellen Situation während der 95. & 96. Auktion keine Bieter im Saal empfangen. Doch bieten wir Ihnen die Möglichkeit online, telefonisch oder per schriftlichem Gebot teilzunehmen. Auf unserer Internetseite (www.emporium-numismatics.com) finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema „Live-Bidding“. Eine Vorbesichtigung der Lose ist unter Einhaltung der Hygienevorschriften nach Terminabsprache bis zum 5. November 2021 möglich. Um einen Termin zu vereinbaren, kontaktieren Sie uns bitte unter: +49 40 25799-137. In der 95. Auktion trifft jeder Münzfreund auf ein umfangreiches Angebot mit über 3.200 Münzen und Medaillen von der Antike bis zur Gegenwart. Die diesjährige Herbstauktion bietet mit fast 1.000 Losen ein breit gefächertes, qualitativ hochwertiges Angebot antiker Münzen und darüber hinaus eine reichhaltige Auswahl ausländischer und altdeutscher Raritäten. Hierunter finden Sie auch zahlreiche Goldmünzen sowie eine exquisite Auswahl von Münzen aus dem deutschen Kaiserreich – mehrfach seltene Goldmünzen in herausragender Erhaltung! Am letzten Auktionstag folgt die fast 600 Lose umfassende 96. Auktion Banknoten & Notgeld. Diese beinhaltet zahlreiche seltene Scheine und liefert somit für jeden Sammler eine perfekte Gelegenheit, die Sammlung zu ergänzen oder zu erweitern. Selbstverständlich erwartet Sie auch wieder eine erlesene und bemerkenswert vielfältige Mischung unterschiedlichster Sammelgebiete. Freuen Sie sich schon jetzt mit uns auf einen spannenden Auktionstag! Ein besonderes Augenmerk verdient unser Titelstück 100 Deutsche Mark 1948, L/B, "Roter Hunderter" in der Erhaltung I (Los 4280, Taxe: € 2.000,-), aber auch der Notgeldschein 50 Mark 1922 aus Bielefeld (Los 4429, Taxe: € 300,-). Darüber hinaus werden auch interessante Serien wie Bank Deutscher Länder (Los 4263–4306) und der Bundesbank (Los 4307–4348) versteigert. Sie sind auf der Suche nach internationalen Banknoten?! Dann haben wir folgende Highlights für Sie: 20 Shillings 1946 in der Erhaltung I/I- aus British West Africa (Los 4030, Taxe: € 200,-) und 1000 Gulden 1994 (1996) der Niederländischen Bank (Los 4131, Taxe: € 800,-). Das außergewöhnlich reichhaltige Angebot an Weltbanknoten aus Afrika, Asien und Südamerika sowie sehr seltene Einzelstücke werden das Sammlerherz garantiert erfreuen. Für Sammlerfreunde von Notgeld habe wir folgende Raritäten in unserer Auktion: Besondere Beachtung verdienen sicherlich die 50 Mark (9.4.1922) aus Seide in der Sektion Notgeld der besonderen Art in der Top-Erhaltung: I- (Los 4429, Taxe: € 300,-). Für spannende Bietergefechte wird auch der Musterschein 1 Million Mark (1923) von Föhrtmann & Behne aus Hamburg in der Erhaltung I (Los 4465, Taxe: € 150,-) sorgen. Wir, das Team der numismatischen Abteilung von Emporium Hamburg, freuen uns auf eine rege Teilnahme an unseren Auktionen 95. & 96. und stehen Ihnen für detaillierte Auskünfte hinsichtlich Katalog-Bestellung, telefonischem Bieten, Online-Live-Bidding etc. jederzeit gerne zur Verfügung! Die Kataloge werden Mitte Oktober an unsere Kunden verschickt! Sie sind noch kein Kunde bei uns? Dann fordern Sie jetzt Ihre Katalog-Exemplare an unter: Emporium Hamburg, Abteilung Numismatik, Süderstraße 288, 20537 Hamburg. Telefon: +49 40 25799-137, Fax: +49 40 25799-100, E-Mail: numis@emporium-hamburg.com Homepage: www.emporium-numismatics.com Banknoten & Notgeld AK 96 Los 4280 Bundesrepublik Deutschland ab 1948 Noten der Bank Deutscher Länder, 1948-1949 100 Deutsche Mark 1948, L/B, Roter Hunderter. I Schätzpreis: € 2.000,– Los-Nr. 4131 Niederlande De Nederlandsche Bank 1000 Gulden 02.06.1994(1996). PMG 65ZPQ Schätzpreis: € 800,- Los-Nr. 4030 British West Africa West African Currency Board 20 Shillings 25.10.1946. I/I- Schätzpreis: € 200,- Los-Nr. 4429 Notgeld Notgeld Besonderer Art 50 Mark (09.04.1922) Seide. I- Schätzpreis: € 300,- Los-Nr. 4465 Notgeld Hamburg Föhrtmann & Behne. 1 Million Mark 1923, ohne KN, Musterschein, I Schätzpreis: € 150,-

  • Polen: Neue Gedenknote

    Am 9. November wird die Narodowy Bank Polski neue Gedenknoten zu 20 Złotych zu Ehren des nationalkonservativen Politikers Lech Kaczyński (1949–2010) in Umlauf bringen. Die 150 x 77 mm großen Scheine zeigen auf der Vorderseite das Porträt des Staatspräsidenten von 2005–2010, den Orden des Weißen Adlers, dem er als Ritter angehörte, sowie seinen Spruch "Warto być Polakiem (Es lohnt sich, ein Pole zu sein)"; auf der Rückseite sind das Museum des Warschauer Aufstandes sowie die friedliche Streikbewegung in der Danziger Werft im Jahr 1980 abgebildet, die sich auf weitere Werften und Fabriken ausbreitete und schließlich zur Gründung der ersten legalen, nicht-kommunistischen Gewerktschaft Solidarność führte. Kaczyński war am 10. April 2010 beim Absturz einer polnischen Militärmaschine am Flughafen Smolensk ums Leben gekommen. Er war auf dem Weg zu einer Trauerfeier für Tausende vom sowjetischen Geheimdienst NKWD 1940 in einem Wald bei Katyn ermordete polnische Gefangene (meist Offiziere). Die Ausgabe dieser Gedenknote soll in einer Auflage von 80.000 Exemplaren erfolgen; auch eine 500-Złotych-Gold-Gedenkmünze wird zum selben Thema erscheinen. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Lexikon: Banco di gyro d'affrancatione

    Die Banco di gyro d'affrancatione wurde 1705 durch den pfälzischen Kurfürsten Johann Wilhelm in Köln gegründet und war die erste deutsche "Zettelbank". Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (1658–1716), Gemälde von Jan Frans van Douven um 1715 (Abb. Wikipedia, gemeinfrei). Gegen den Willen der Landstände von Jülich und Berg gab der Kurfürst immer wieder neue Banco-Zettel aus, die zwar auf den Namen des Empfängers lauteten, aber durch Giro übertragbar waren. Dabei handelt es sich um das erste deutsche Papiergeld überhaupt, sieht man von den Pappmünzen aus Leyen ab, die Notgeld waren. Um die Ausgabe der Scheine entstand ein heftiger Streit zwischen dem prunksüchtigen Kurfürsten und dem Landtag, der immerhin erreichen konnte, dass die Stände die Einlösung der Scheine überwachen durften. Durch immer größere Mengen ausgegebener Scheine geriet die Bank schließlich in Misskredit. Der nachfolgende Kurfürst Carl Theodor fand zunächst auch keine Lösung, zumal die Scheine bereits mit großem Verlust gehandelt wurden. Schließlich erklärte er sich bereit, den Inhabern ein Drittel des Nennwerts unter Verzicht auf Zinsen auszuzahlen. Viele Inhaber hatten große Angst alles zu verlieren und drängten auf Einlösung, die 1777 abgeschlossen war. Die Bank wurde 1794 geschlossen. Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski #Lexikon #Europa #Deutschland #Pfalz #Pick #Grabowski

  • Aus privaten Sammlungen: Steuergutschein über 2000 Reichsmark von 1939

    Nach Finanzplan vom 20. März 1939 wurden wegen des hohen staatlichen Finanzierungsbedarfs (u.a. für die Aufrüstung) neue Steuergutscheine eingeführt, mit denen das Reich, Länder, Gemeinden, die Deutsche Reichsbahn und die Reichspost, das Unternehmen Reichsautobahnen sowie andere vom Reichsfinanzminister zugelassene Einrichtungen Lieferungen und Leistungen privater Unternehmen in Höhe von 40% mit Steuergutscheinen (je zur Hälfte in Steuergutscheinen I und II) bezahlen konnten. Auch im allgemeinen Geschäftsverkehr durften sie zur anteiligen Begleichung von Rechnungen verwendet werden, wodurch sie die Funktion eines gesetzlichen Zahlungsmittels übernahmen. Steuergutscheine I wurden von Mai bis Oktober 1939 ausgegeben. Sie waren frühestens ein halbes Jahr nach Annahme bei allen Finanz- und Zollkassen des Deutschen Reichs anrechenbar. Der Anrechnungsmonat wurde handschriftlich, mit Stempel oder kombiniert vermerkt (Dezember 1939 bis Mai 1940). Die geldscheinähnlichen Steuergutscheine I kommen heute noch relativ häufig vor – vor allem die Hunderter-Werte, da sie durch ihre Geldfunktion und ihre Unverzinslichkeit bis Kriegsende in der Wirtschaft umliefen. Außerdem wurden sie zum Kurs von 102% beim Kauf von Schatzanweisungen des Deutschen Reichs in Zahlung genommen. Prinzipiell gilt aber: Je höher das Nominal, um so höher der Sammlerwert. Ausgegeben wurdenSteuergutscheine zu 100, 200, 500, 1000, 2000, 5000 und 10.000 Reichsmark. Waren die Steuergutscheine I anfangs noch durch die Ausgabestelle im rechten Weißfeld abzustempeln, so konnte ab 1. Juli 1939 auf diese Abstempelung verzichtet werden, da sie wie Geld zirkulierten. Es kommen deshalb heute meist ungestempelte Scheine vor. Mitunter sind auf den Rückseiten Stempel von Banken sowie Zählstempel zu finden. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Deutsches Reich, Der Reichsminister der Finanzen, Berlin: Steuergutschein I zu 2000 Reichsmark, einlösbar ab Dezember 1939 Vorderseite: Text im Ornamentrahmen, mittig Hoheitsadler im Unterdruck, links unten Prägestempel des Reichsfinanzministeriums, rechts Stempel der Landeshauptkasse der Rheinprovinz als Ausgabestelle. Rückseite: Druck einseitig. Wasserzeichen: Helle und dunkle Kreuze. Format: 210 mm x 99 mm Druck: Reichsdruckerei, Berlin Nummerierung: Serie I, Reihe E, Kontrollnummer 7-stellig, schwarz Katalogreferenzen: DEU-244a (Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Leserpost: Ergänzungen zum Katalog "Die deutschen Banknoten ab 1871"

    Hallo Herr Grabowski, ich habe da zwei Ergänzungen für Ihren Katalog gefunden, die eine ist nur eine Ergänzung eines Firmenzeichens, aber die andere ist eine Variante, die in Ihrem Buch noch nicht aufgeführt ist. Bei der Banknote zu 2 Millionen Mark (DEU-116-d) ist es das Firmenzeichen RD in altdeutschen Großbuchstaben und Hakensternen als Wasserzeichen. Bei der Banknote zu 2 Millionen Mark (DEU-115) ist das Firmenzeichen schwarz und die Reihe in Rot, diese Variante existiert noch nicht. J.P. Antwort der Redaktion In beiden Fällen handelt es sich um keine Ergänzung zu meinem Katalog „Die deutschen Banknoten ab 1871“. Beim ersten Schein (DEU-116d) handelt es sich nicht um ein Firmenzeichen „RD“, sondern um ND (Niederrheinische Druckerei, Duisburg) in Fraktur, das im Katalog aufgeführt ist. Beim zweiten Schein (DEU-115) handelt es sich um die Variante b: FZ und Reihe schwarz (hier X 15: Firmenzeichen X und Reihe 15). Was hier rot ist, das ist die Kontrollnummer. Siehe Beschreibung zum Schein rechts unter dem grau hinterlegten Titelbalken im Katalog: KN rot. Hans-Ludwig Grabowski

  • Fälscher & Falschgeld: Teil 50

    Geschichten, die Geschichte machten, Teil 7: Dollars make the world go round – Greenbacks für den Moskauer Fünfjahresplan Franz Fischer, der unter dem Alias-Namen Franz Voigt für die Verteilung der Moskauer Blüten sorgte. Als Ende der 1940er Jahre in vielen westlichen Staaten ungewöhnlich gute Fälschungen von 100-Dollar-Noten auftauchten, die alle aus derselben Quelle zu stammen schienen, lebten alte Gerüchte wieder auf und wollten bis in die frühen 1950er Jahre hinein nicht wieder verstummen. Nämlich die, dass die im Konzentrationslager Sachsenhausen hergestellten und dann bei Kriegsende auf wundersame Weise spurlos verschwundenen Dollar-Druckplatten 1945 in die Hände der Sowjets gefallen seien. Nun, so wollten die Gerüchte weiter wissen, würden seit etwa 1947 exzellente Dollarfälschungen von Moskau aus ihren Weg in die Welt nehmen. Ganz von der Hand zu weisen waren diese hinter vorgehaltener Hand erzählten Geschichten, Moskau würde Dollar-Falschgeld drucken, nicht. Schon kurz nach Kriegsende gelangte dem amerikanischen Militärgeheimdienst C.I.C. (Counter Intelligence Corps) zur Kenntnis, dass die Sowjets alle ihre Verbindungen spielen ließen, um zu erfahren, wo sich die Dollar-Druckplatten befanden. Alle Agenten des Geheimdienstes NKWD, der Vorläuferorganisation des späteren KGB, waren auf die Sache angesetzt und hatten Order, die Platten aufzuspüren und in Moskau abzuliefern. Zudem war der so genannte Kalte Krieg nunmehr in vollem Gange, die einstigen Alliierten USA und Sowjetunion waren nun erbitterte Gegner. Die Idee wäre außerdem so neu nicht, denn Ende der in der Sowjetunion gar nicht so goldenen Zwanziger stellte sich heraus, dass die Devisendecke zu knapp war, um die innerhalb des 1928 begonnenen ersten Fünfjahresplans notwendige Einfuhr von Maschinen und Rohstoffen bezahlen zu können. Schon damals hatte der altbewährte lettische Kommunist Alfred Tilden dem Diktator Josef Stalin den Vorschlag unterbreitet, Dollarnoten zu drucken und sie vorzugsweise über China abzusetzen, dessen Finanzsystem und -märkte banktechnisch so gut wie nicht überwacht wurden. Stalin gab sofort begeistert seinen Segen, denn hier ließen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Sowjetunion konnte ihre Devisenbestände aufstocken und gleichzeitig dem erklärten Klassenfeind USA durch die Fälschung seiner Währung eins auswischen. Sofort wurden die notwendigen Druckmaschinen unauffällig beschafft. Moskauer 100-Dollar-Fälschung. Als Vorlage für die Fälschungen Made in Moskau wählte man eine 100-Dollar-Note der Serie 1914, eine Federal Reserve Note im seither üblichen Großformat, die soeben durch neue Noten in verkleinertem Format abgelöst werden sollten. Die besten Moskauer Fachleute nahmen sich der Sache an und – es gelangen ihnen ausgezeichnete Blüten. Schon 1928 tauchten die ersten der Spitzenfälschungen in den USA auf und alarmierten Secret Service und Schatzamt, zumal die falschen Scheine auf echtem Papier gedruckt zu sein schienen. Das von Moskau zunächst praktizierte Bleichen von Eindollarnoten, bei dem durch Behandeln mit einer bestimmten Chemikalie die Druckfarben verschwinden und makelloses Originalpapier übrig blieb, war auf Dauer aber zu aufwendig, die in großen Mengen benötigten Einernoten zudem schwer zu beschaffen. So traf aus der 10 Jahre zuvor gegründeten Tschechoslowakei eine größere Menge Papier ein, das dem Dollarpapier ziemlich ähnlich war. Die Fälschungen wurden, gleich den echten Dollars, im Tiefdruckverfahren hergestellt, die Graveure, die die Druckplatten dafür gestochen hatten, hatten ausgezeichnete Arbeit geleistet. Insgesamt gesehen wiesen sie zwar eine Menge Unterschiede zu echten 100ern auf, doch es waren Details, von denen die meisten nur mit der Lupe zu entdecken waren. Am auffälligsten waren das in Buchdruck reproduzierte blaue Schatzamtssiegel, das bei echten Dollarnoten im Stahlstich ausgeführt ist und Abweichungen im Porträt Benjamin Franklins, dessen plastische Wirkung der echten Ausführung nicht erreicht wurde. Zudem wiesen die Gesichtszüge an Mund und Nase fehlerhafte Linienführungen auf. Die Falsifikate trugen die Siegel der Federal Reserve Banken von New York, Philadelphia, Cleveland und San Francisco. Ein ursprünglich vom amerikanischen Schatzamt genanntes weiteres Erkennungsmerkmal musste aber bald revidiert werden: Eine um 3 mm verkürzte Hauptplatte der Vorderseite trat, wie entsprechende Vergleiche von echten Noten ergeben hatten, bei Letzteren genauso häufig auf. Ein Phänomen, das bei dem für diese Scheine angewandten Wet-Intaglio-Verfahren, bei dem auf gefeuchtetes Papier gedruckt wird, oft zu beobachten war und aus dem unterschiedlich starken Zusammenziehen des Papiers nach dem Trocknen resultierte. Dafür aber waren den Moskauer Druckern offensichtlich die mathematischen Zusammenhänge zwischen dem Kontrollbuchstaben (Check Letter), der sich klein gedruckt links oben und rechts unten auf der Vorderseite befand, und der Seriennummer bekannt. Noten der 1914er Serie wurden zu acht auf einem Bogen gedruckt. Als Check Letter kamen daher die Buchstaben A bis H vor, die die Position des einzelnen Scheins auf dem Druckbogen kennzeichneten. Dividierte man nun die letzten beiden Ziffern der Notennummer durch vier und erhielt man beim Ergebnis als Nachkommastelle 25, musste der Kontrollbuchstabe zwingend A oder E sein. Verblieben 5 nach dem Komma, war es der Buchstabe B oder F, bei 75 musste es C oder G sein. Ging die Division glatt auf, konnte es sich nur um die Check Letter D oder H handeln. Beispiel: Die Notennummer lautete B 22758450 A. Die letzten beiden Ziffern 50 dividiert durch 4 ergaben 12,5, somit musste der Kontrollbuchstabe B oder F sein. Diese Korrelation zwischen Check Letter und Nummerierung war bei allen Falsifikaten korrekt umgesetzt. Im Sommer 1929 wurden weitere Stücke dieser Fälschungsklasse angehalten, und schon war eine verbesserte Ausführung dabei, die einige der alten Erkennungsmerkmale nicht mehr aufwies. Auch wusste man nun, dass die falschen Scheine unter anderem auch von Deutschland aus in Umlauf gesetzt wurden, denn im Dezember 1929 kabelte eine New Yorker Bank nach Berlin, dass eine komplette Sendung von 50 Stück Banknoten zu 100 Dollar, die aus Berlin eingetroffen war, ausschließlich aus hervorragenden Fälschungen bestand. Der Leiter der Falschgeldabteilung bei der Deutschen Reichsbank, Kriminalkommissar Liebermann von Sonnenberg, nahm die Ermittlungen auf. Diese ergaben folgendes: Am 26. November 1929 verkaufte das angesehene Berliner Bankhaus Sass & Martini, das in der Taubenstraße 23 residierte, einem anderen Bankinstitut in der Reichshauptstadt 50 amerikanische 100-Dollar-Noten. Dieses sendete die Scheine an die National City Bank in New York und erhielt am 23. Dezember die Nachricht, dass sämtliche Scheine gefälscht waren. Sass & Martini hatte die amerikanischen Banknoten von einem seiner Kunden, einem gewissen Franz Voigt, wohnhaft Wilmersdorfer Straße 22, angekauft. Am 10. Dezember erhielt das oben schon genannte Berliner Bankinstitut weitere 19.000 Dollar von der Privatbank Sass & Martini im Tausch gegen englische Pfund und Schweizer Franken. Auch diese Tranche hatte Sass & Martini von seinem Kunden Voigt angekauft und auch diese Noten wurden von einer italienischen Bank, an die sie weiterveräußert worden waren, als Fälschungen erkannt. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass verschiedene Berliner Banken Falschnoten dieser Type in ihren Beständen hatten, und immer wieder tauchten dabei die Namen Franz Voigt sowie Sass & Martini auf. Auch meldeten die Amerikaner, dass diese Fälschungsklasse nun aus nahezu allen europäischen Ländern in die Vereinigten Staaten strömte. Dort hatte man sich anfangs über das gehäufte Vorkommen dieses Notentyps gewundert, der ja nicht mehr nachgedruckt wurde, sondern durch die neuen Small-sized-Scheine ersetzt worden war, bis die überwiegende Mehrzahl der an die Federal Reserve Banken zurückfließenden Scheine als falsch erkannt wurden. Auch aus Mexiko und Shanghai wurde dieser Fälschungstyp nun vermehrt gemeldet. Diese Vergrößerungen vermitteln einen Eindruck von der ausgezeichneten Qualität der in Moskau hergestellten Fälschungen (links die Fälschung, rechts Original). Warum aber wurden die Blüten nicht schon bei Sass & Martini als solche identifiziert? Man munkelte, dass die an dem 1846 gegründeten Bankhaus mehrheitlich Beteiligten gute Beziehungen nach Moskau hätten..... Das Kreditinstitut hatte nämlich in den vergangenen Jahren mehrmals den Besitzer gewechselt. So kam der Verdacht auf, dass die Bank als Umschlagplatz für die falschen Dollars fungierte und dass Letztere aus dem Kreml kommen könnten. Zu beweisen war allerdings nichts. Der angebliche Franz Voigt wurde schließlich als der am 21. Oktober 1895 in Berlin-Schöneberg geborene Franz Fischer identifiziert. Er übte mehrere Berufe aus, so war er als Tapezierer, Bauzeichner und Kaufmann tätig, bis er im Jahre 1925 eine Anstellung in der sowjetischen Handelsvertretung erhalten hatte. Dieser Arbeitgeber entsprach nun eher seiner politischen Einstellung, denn Fischer war seit langem überzeugter Kommunist. 1927 und 1928 bereiste er im Auftrag der Russen die Schweiz und Österreich, in letzterem Land lebte er sogar bis 1929. Danach war er noch in Russland gewesen, wo er wahrscheinlich auf seine neue Aufgabe als Falschgeldverbreiter vorbereitet wurde. Fischer wurde zur Fahndung ausgeschrieben, doch er kehrte nicht mehr in seine Berliner Wohnung zurück. Er tauchte zwar noch in verschiedenen europäischen Ländern auf und versuchte, bei Kreditinstituten seine Falsifikate an den Mann zu bringen, doch dann verschwand er spurlos. Angeblich war er in die Sowjetunion geflüchtet. Gerüchten zufolge soll er dort aber nicht den erwarteten Lohn für seine Bemühungen empfangen haben, sondern nach Sibirien verbannt worden sein. Ein lästiger Mitwisser sollte wohl von der Bildfläche verschwinden. Genaueres wusste man nicht, auch die Ermittlungen des deutschen Kommissars Liebermann verliefen im Sande. Die Hersteller und die Hintergründe dieser falschen Dollars konnte er von Berlin aus zu diesem Zeitpunkt nicht beweissicher feststellen. Der Falschgeldregen ergoss sich noch einige Monate über Europa und die USA. Ein Mann hätte rund zehn Jahre später genauere Aufklärung über diese Fälschungsaffäre liefern können: Igor Kriwitzky, Chef der sowjetischen Militärspionage für Europa, der 1939 in den Westen flüchtete. Doch es war längst Gras über die Sache gewachsen, Hitlerdeutschland war zudem gerade dabei, die Welt anzuzünden und niemand interessierte sich mehr für die Äußerungen des Geheimdienstoffiziers und die Geschichte der falschen Dollars aus Moskau. Karlheinz Walz Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!

  • Euro: Weniger Falschgeld

    Die Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2021 rund 21.400 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 1 Million Euro registriert. Die Zahl der Fälschungen sank gegenüber dem zweiten Halbjahr 2020 um 13 Prozent, der Nennwert der sichergestellten Banknoten um 16 Prozent. Rein rechnerisch entfielen damit fünf falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner. Im Verhältnis zu den in den vergangenen sechs Monaten von der Bundesbank ausgegebenen Banknoten (5,5 Mrd. Banknoten) gab es nur vier Fälschungen pro 1 Million echte Banknoten. „Die Falschgeldzahlen sind deutlich zurückgegangen. Grund dafür waren die Corona-Einschränkungen. Die Konsummöglichkeiten waren gerade in den Bereichen, in denen Bargeld eine bedeutende Rolle spielt, stark eingeschränkt“, sagte Johannes Beermann, das für Bargeld zuständige Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. Wie schon im Vorjahr handelte es sich meist um leicht erkennbare Fälschungen, auf deren Vorderseite sogar ,MovieMoney‘ bzw. auf der Rückseite ‚Prop copy‘ aufgedruckt ist. „Die Fälscher haben aber jetzt dazugelernt: Bei einigen Fälschungen wurde die Aufschrift „MovieMoney“ oder „Prop copy“ übermalt und die Unterschrift des ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi hinzugefügt“, so Beermann. Im ersten Halbjahr 2021 wurden zudem knapp 14.600 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. Im zweiten Halbjahr 2020 lag das Aufkommen noch bei rund 22.500 falschen Münzen. Damit fielen in Deutschland rein rechnerisch rund vier falsche Münzen pro 10.000 Einwohner und Jahr an. Pressemitteilung

  • Kambodscha: Neue Gedenknote

    Zum 30. Jubiläum des am 23. Oktober 1991 abgeschlossenen Pariser Friedensvertrags und der Rückkehr des exilierten Königs Norodom Sihanouk gab die Nationalbank von Kambodscha am 18. Oktober 2021 neue Gedenkbanknoten über 30.000 Riels in Umlauf. Nach dem Einmarsch der vietnamesischen Armee in Kambodscha im November 1978 wurden die gestürzten Roten Khmer in den Nordwesten des Landes zurückgedrängt und gründeten daraufhin mit Unterstützung von Royalisten und bürgerlichen Gruppierungen eine Exilregierung. 1991 konnte mit Hilfe der Vereinten Nationen ein Friedensprozess initiiert werden, der im Pariser Friedensvertrag aufging. In einem 18-monatigen Waffenstillstand sollten Wahlen zu einer verfassungsgebenden Versammlung durchgeführt und die Kriegsparteien demobilisiert werden. Die 1993 gewählte Versammlung konstituierte schließlich eine parlamentarische Monarchie unter dem König Norodom Sihanouk, der 2012 verstarb. Auf der Vorderseite der 170 x 75 mm großen Gedenknote ist das Porträt des Königs abgebildet; die Rückseite zeigt ihn am 14. November 1991 bei seiner Ankunft in Kambodscha mit dem derzeitigen Premierminister Hun Sen. Die Ausgabe erfolgte in einer Auflage von 30.000 Exemplaren. Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Aus privaten Sammlungen: 100 Mark der Sächsischen Bank zu Dresden von 1874

    Die Sächsische Bank zu Dresden wurde durch königliches Dekret im Juli 1865 errichtet und erhielt das Recht zur unbeschränkten Notenausgabe für vorerst 25 Jahre. Die ersten Noten der Sächsischen Bank kamen im Januar 1874 in Umlauf. Der Notenumlauf wuchs ständig an, da ihre Noten im gesamten Land kursierten und der Geldbedarf durch die wirtschaftliche Entwicklung immer größer wurde. Trotz der Beschränkungen für Notenbanken in der Folge der Reichsgründung, gehörte sie im Jahre 1906 zu den noch verbliebenen vier Länder­notenbanken (Baden, Bayern, Sachsen, Württemberg), deren Banknoten gleichwertig neben den Noten der Reichsbank im gesamten Reichsgebiet kursieren durften. Zum 1.1.1935 wurde ihr Notenrecht durch das Reichswirtschaftsministerium gekündigt. Zum 2.4.1936 wurden die noch in Umlauf befindlichen Banknoten ungültig. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Deutsches Reich, Königreich Sachsen, Sächsische Bank zu Dresden: Banknote zu 100 Mark vom 1. Januar 1874 (Archivstück) Vorderseite: Links Frauenkopf mit Kranz als Allegorie der Bank, rechts Merkurkopf als Allegorie für den Handel. Rückseite: Mitte Wertangabe in Ornamenten, je eine Wertzahl in den Ecken. Ohne Fol.-Nr. und Handunterschrift. Wasserzeichen: "Sächsische Bank z D 100" Format: 172 mm x 103 mm Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig Nummerierung: Lit. F, Serie XVII, Nr. 803000 Katalogreferenzen: SAX-4b (Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) GER-S950 (SCWPM) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

  • Fälscher & Falschgeld: Teil 49

    Geschichten, die Geschichte machten, Teil 6: Kleinvieh macht auch Mist – „Mister 880“ fälschte nur aus Not 1938 tauchten in der amerikanischen Weltstadt New York gefälschte Ein-Dollar-Noten auf. Das erste Exemplar meldete der Inhaber eines Tabakladens in der Nähe des Broadway dem Secret Service, konnte aber keine Angaben zum Verausgeber machen. Der Schein war ihm beim abendlichen Kassensturz aufgefallen. In der Folgezeit fanden sich, verteilt über fast das gesamte Stadtgebiet, jede Woche zehn, elf der falschen Silver-Certificates. [Exkurs: Ein-Dollar-Scheine als Federal Reserve Noten gibt es erst seit 1963. Ab etwa den 1920er Jahren waren alle im Umlauf befindlichen Einer-Noten Silberzertifikate, die bis zum 25. März 1964 tatsächlich gegen Silberdollars und aufgrund eines eigenen Gesetzes noch einmal vom 24. Juni 1967 bis 24. Juni 1968 gegen ungemünztes Silber eingelöst werden konnten. Entstanden waren die Silver Certificates durch ein entsprechendes Gesetz im Jahre 1878 als Ersatz für die schweren und unhandlichen Silberdollar-Münzen.] Bei den Fälschungen handelte es sich noch nicht einmal um besonders gut gelungene Nachahmungen. Sie waren auf einem billigen Papier gedruckt, das es an jeder Straßenecke zu kaufen gab. Die Guillochierung der Fälschungen wirkte plump und verschwommen, neben dem linken Auge des Washington-Porträts druckte ein kleiner schwarzer Klecks mit, das rechte Auge wirkte im Gegensatz zur echten Ausführung stumpf und leblos. Dem Druck fehlte die plastische Wirkung echter Dollarnoten völlig, das Porträt verschmolz mit den dunklen Kreuzschraffuren des Hintergrundes des Ovals. Der Secret Service stand vor einem Rätsel. Was war das für ein Fälscher, der sich mit Einer-Noten abgab, die in Bezug auf das Risiko die Mühe eigentlich nicht wert waren?? Nichtsdestotrotz – Falschgeld war Falschgeld, auch wenn es geringwertig und von schlechter Qualität war, und es wurde auch in diesem Fall genauso ermittelt, als wenn es größere Wertabschnitte gewesen wären. Die Akte, die der Secret Service angelegt hatte, erhielt die Bezeichnung „Case No. 880“ – Fall Nr. 880. Dem unbekannten Hersteller kam zugute, dass eine Ein-Dollar-Note bei ihrer Annahme kaum einer näheren Prüfung unterzogen wurde, da aufgrund des relativ geringen Nennwerts niemand mit einer Fälschung rechnete. Woche für Woche tauchten neue falsche Einer auf, ohne dass sich an deren bescheidener Qualität etwas geändert hätte und ohne dass man dem Fälscher näher gekommen wäre. Im Dezember 1939 waren bereits mehr als 600 Stück aus dem Zahlungsverkehr gefischt und beschlagnahmt worden. Unzählige rote Stecknadeln kennzeichneten auf einem großen Stadtplan im Büro des ermittelnden Beamten des Secret Service New York das Verbreitungsgebiet. Ein bestimmtes System oder bestimmte Läden, die der Verausgeber bevorzugte, waren dabei nicht zu erkennen. Bäckereien waren ebenso betroffen wie Friseurläden, Drugstores und Lebensmittelgeschäfte oder Imbissbuden. Lediglich in den Kassen der Subway tauchten vergleichsweise viele der falschen Einer auf. Den Fahrpreis von seinerzeit 5 Cent mit einer Ein-Dollar-Note zu bezahlen, brachte dem Fälscher einen Gewinn von immerhin 95 Cent. Diese Silberzertifikate zu 1 Dollar waren 1938 im Umlauf. Sie wurden von Emerich Juettner 10 Jahre lang gefälscht und verbreitet, bis ihm der Secret Service per Zufall auf die Schliche kam. Anfang der 1940er Jahre erschien dann ein neuer Typ dieser Fälschung. Die letzten Exemplare der bisherigen Version, die beim Secret Service gelandet waren, hatten eine wahrlich lausige Qualität aufgewiesen. Da sie sich im Laufe der Zeit abgenutzt hatten, hatte der Fälscher jetzt wohl neue Platten angefertigt. Bei der von Hand ausgeführten Retusche war ihm nun allerdings ein Fehler unterlaufen: Den in einem Schriftband unterhalb des Porträtovals befindlichen Namen des auf der Banknote abgebildeten ersten Präsidenten der USA hatte er versehentlich mit „Wahsington“ angegeben. Noch immer fand sich nicht die geringste Spur. Jahr um Jahr ging ins Land und jede Woche förderte neue Falsifikate zutage. Dann kam der Dezember 1947. Mehr als 5000 falsche Silver Certificates hatte der noch immer unbekannte private Geldhersteller unter die Leute gebracht. Kurz vor Weihnachten brach in einer kleinen, schäbigen Wohnung in der Upper West Side ein Feuer aus. Edward Mueller, der alte Mann, der dort wohnte, konnte sich retten und zog vorübergehend zu seiner Tochter in den Stadtteil Queens. Nachbarn und einige Feuerwehrleute bargen das, was von der Einrichtung und den wenigen Habseligkeiten des Wohnungsinhabers übrig geblieben war und stellten die Gegenstände in einem angrenzenden engen Durchgang unter, wo sie im Laufe des Winters zuschneiten. Im Januar 1948 spielten eben in jener kleinen Gasse einige Jungen aus der Nachbarschaft. Dabei entdeckten sie das zum Teil verkohlte Gerümpel und untersuchten es in ihrer kindlichen Neugierde auf eventuell noch Brauchbares. Einige Dinge waren auch durchaus heil geblieben. So fanden sie zu ihrer großen Überraschung in der Schublade eines kleinen Schränkchens ein schmales Bündel seltsam aussehender Ein-Dollar-Noten und einige Zinkplatten, die das Druckbild der Geldscheine spiegelverkehrt aufwiesen… Einer der Jungen erkannte das Falschgeld und zeigte die Fundstücke seinem Vater. Dieser sah ebenfalls sofort, dass dies Druckplatten zur Herstellung falscher Banknoten sein mussten. Diese und die falschen Silver Certificates brachte er auf das Polizeirevier in der 100. Straße West. Der Beamte dort verständigte den Secret Service. Zwei Agenten begaben sich nach Queens und konfrontierten den ehemaligen Wohnungsinhaber Edward Mueller mit den Gegenständen. Dieser sah ein, dass Leugnen sinnlos war und gab sofort zu, die falschen Dollars hergestellt zu haben. Mit richtigem Namen hieß er im Übrigen Emerich Juettner, warum er sich in seiner nun ausgebrannten Wohnung unter einem Falschnamen eingemietet hatte, bleibt unbekannt. Die Scheine hatte er nur gefälscht, um seine schmale Kasse etwas aufzubessern und ein klein wenig mehr Geld zum Leben zur Verfügung zu haben. Juettner war 74 Jahre alt. 1898 war er aus Österreich in die USA gekommen. In seiner Heimat hatte er den Beruf des Druckers erlernt und sich unter anderem grundlegende Kenntnisse im Fotodruck angeeignet. Zunächst hatte er in New York als Hausverwalter ganz gut verdient. Dann aber hatte er sich mit windigen Geschäften verspekuliert und fast sein gesamtes Vermögen eingebüßt sowie seinen Job verloren. 1937 starb seine Frau, die beiden Kinder des Ehepaares waren erwachsen und aus dem Haus. Da er sich das bisherige Appartement nicht mehr leisten konnte, zog er an die Upper West Side in eben jene kleine, heruntergekommene Wohnung und verdiente sich zu seiner bescheidenen Rente von 25 Dollar noch einige wenige Dollar durch den Handel mit Schrott und Altwaren dazu. Dies aber reichte kaum aus. Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig – nahezu mittellos und manchen Tag ohne eine warme Mahlzeit kam der gelernter Drucker auf die Idee, sich mittels selbst gemachter Greenbacks das Leben etwas zu erleichtern. Nach der Arbeit des Tages, wenn er seine Schubkarre weggestellt hatte, mit der er durch die Straßen zog und Altmetalle und alte Autoreifen einsammelte, begann seine geheime Nachtarbeit. Die notwendige Ausrüstung hatte er sich nach und nach besorgt. Die Fotografie einer Dollarnote kopierte er auf eine Zinkplatte und ätzte die Zeichnung mittels eines Säurebads ein. Nach der Retusche verschiedener Details druckte er dann seine eigenen Scheine auf einer kleinen mechanischen Handpresse. In seinem Prozess sagte er aus, dass er nie mehr Fälschungen in Umlauf gebracht habe, als er unbedingt zum Leben benötigte. Seine Erzeugnisse verausgabte er stets in anderen Geschäften in verschiedenen Stadtteilen und immer nur während der späten Nachmittagsstunden, der Rush Hour, wenn die Läden voller Kunden waren und das Personal keine Zeit hatte, die Scheine näher anzuschauen. Als ihn der Richter fragte, warum er keine höheren Nennwerte gefälscht habe, antwortete Juettner: „Euer Ehren, ich wollte doch niemanden um mehr als einen Dollar betrügen!“. Der Richter glaubte ihm und ließ Milde walten. Im Juli 1948 verurteilte er den Fälscher zu einem Jahr und einen Tag Gefängnis sowie zu einer Geldstrafe von – einem Dollar. Nach nur vier Monaten wurde er aufgrund seines fortgeschrittenen Alters vorzeitig entlassen. Emerich Juettner lebte fortan bei der Familie seiner Tochter. In Anlehnung an die Nummer seiner Secret Service-Akte wurde 1950 unter dem Titel „Mister 880“ seine Lebensgeschichte mit Burt Lancaster und Edmund Gwenn in den Hauptrollen verfilmt. Der ehemalige Fälscher erhielt von 20th Century Fox ein großzügiges Honorar für die Verfilmung seiner Story, mit dem er fortan einen bescheidenen Lebensabend finanzieren konnte. Karlheinz Walz Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!

  • Armenien und Alexander Tamanjan

    Vorstellen möchte ich den Schein zu 500 Dram, Typ 1999 (Abb. 1). Er gehörte zur zweiten, ab 1998 gestarteten Geldscheinserie und wurde von der Zentralbank der Republik Armenien ab 1. September 2000 in den Umlauf gegeben. Er ist dem Architekten Alexander Tamanjan[1] gewidmet. Abb. 1: 500-Dram-Schein 1999, Vorder- und Rückseite. Die Vorderseite zeigt ein Porträt von Alexander Tamanjan mit seinen Lebensdaten (1878–1936) und einen Ausschnitt aus einem Stadtplan, vergrößert in Abb. 2 zu sehen. Dazu kommen die Bank- und Wertangabe, links neben der „500“ die ausgeschriebene Wertangabe "FÜNF HUNDERT DRAM" sowie zwei Unterschriften. Diese stammen vom Bankdirektor Tigran Sargsyan und vom Finanzminister Levon Barkhudarjan. Die Rückseite zeigt das Regierungsgebäude in der Hauptstadt Eriwan (Jerewan)), entworfen von Alexander Tamanjan, daneben die Konstruktionszeichnung für ein repräsentatives Gebäude mit Säulenfront und großer Kuppel. Dazu kommen wiederum Bank- und Wertangabe. Der Geldschein ist ausschließlich in der Landessprache beschriftet, bis auf die klein gedruckte Bankbezeichnung in Englisch. Gestaltet wurde der Schein vom Künstler Ashot Manukjan. Abb. 2: Detail der Vorderseite mit dem Porträt von Tamanjan und dem Stadtplanausschnitt. Das Wasserzeichen, hier von der Vorderseite gesehen (Abb. 3), besteht aus dem Porträt, hier nach links gewendet, und einer hellen „500“. Am rechten Rand der Abbildung bzw. des Scheins ist – ebenso wie am linken Rand der Rückseite – kleingedruckt die englische Bankbezeichnung „CENTRAL BANK OF THE REPUBLIC OF ARMENIA“ zu sehen. Abb. 3: Wasserzeichen und englische Bankbezeichnung (rechts). Unter der großen Textzeile (Vorderseite oben), übersetzt ARMENISCHE REPUBLIKANISCHE ZENTRALE BANK – oder besser eben ZENTRALBANK DER REPUBLIK ARMENIEN – befindet sich eine armenische Textzeile in Mikroschrift, in der Gesamtansicht nur als schwarze Linie erkennbar (vgl. Abb. 4). Die letzten vier Buchstaben der Bankbezeichnung (groß darüber) ergeben bei der Übertragung in unsere Schrift einfach BANK. Das ist offensichtlich ein Begriff, der in vielen Sprachen identisch ist. Der erste Buchstabe der Wörter FÜNF, HUNDERT und ARMENISCHE – das armenische „H“ – sieht (für den Laien) deutlich anders aus als auf den Münzen zu 100 oder 200 Dram 2003. Die drei Schrägbalken sind die Kodierung des Nominals für Menschen mit Sehbehinderung. Abb. 4: Detail der Vorderseite, rechts oben mit Mikroschrift und Blindenkennzeichen. Abb. 5 zeigt die rechte untere Ecke der Rückseite; zu erkennen ist hier die scheinbar endlos wiederholte Wertangabe in lateinischer Schrift in einer Schriftgröße von ca. 0,3 mm: "500 AMD". AMD ist das internationale Kürzel für die armenische Währung. Abb. 5: Detail der Rückseite, rechts unten mit fortlaufender Mikroschrift „AMD500“. Das Durchsichtkennzeichen zeigt zwei Winkel, eingerahmt von zwei Quadraten. Der Rand des auf der Spitze stehenden Quadrates enthält fortlaufend „500 AMD“. Die Abb. 6 zeigt sowohl Drauf- als auch Durchsicht dieses Kennzeichens. Bei der Durchsicht sind die sich überlagernden, auf beiden Seiten des Geldscheins vorhandenen Textzeilen allerdings kaum noch zu erkennen. Abb. 6: Detail der VS mit Durchsichtzeichen von vorn und mit Durchlicht, die einzelnen Elemente ergeben bei Durchsicht zwei Winkel und ein Quadrat, der Text ist durch die Überlagerung beider Seiten nicht mehr zu lesen. Während es von den höheren Wertstufen ab 1000 Dram aufwärts inzwischen mehrere sicherheitstechnisch verbesserte Auflagen gibt, blieb der 500-Dram-Schein unverändert. Seit dem 31. März 2003 werden auch 500-Dram-Münzen – als höchstes Nominal einer Serie von 10 bis 500 Dram – ausgegeben. Entsprechend nahm die Zahl der im Umlauf befindlichen 500-Dram-Scheine stetig ab. Nach Informationen auf der Webseite der Bank[2] lag im Jahr 2008 der Anteil des 500-Dram-Scheins an der umlaufenden Geldmenge bei nur noch 0,06 %, der der Münzen mit gleichem Nominal dagegen bei 1,39 %, also mehr als 20 Mal so viel. Auch im September 2021 erscheint er noch in der Liste der im Umlauf befindlichen Scheine. Der Kurs des Dram betrug in den letzten reichlich zwanzig Jahren etwa 500 Dram = 1 Euro. Der Schein hat also den Gegenwert von etwa 1 Euro. Weitere Informationen zum Geldschein: Maße: 129 x 72 mm Hauptfarben: Grau und Rot Serie: Գ (Standardausgabe) SCWPM: ARM-44; A&G (Airapetian & Gryckiewicz): Ar55 Der Druck des Scheins erfolgte durch Joh. Enschede, NL – im SCWPM wird fälschlicherweise die Firma TDLR genannt. Zu den Sicherheitskennzeichen gehört ein nur im UV-Licht sichtbarer Aufdruck neben dem Porträt, der die „500“ in einem Rechteckblock zeigt. Alexander Tamanjan Alexander Tamanjan (4./16. März 1878 – 20. Februar 1936) studierte in St. Petersburg Architektur und begann seine Karriere mit dem Entwurf von Gebäuden dort und in anderen russischen Städten. Unter anderem restaurierte er die Armenische Kirche in St. Petersburg. 1923 zog er, inzwischen Mitglied der Akademie der Architekten, von Petrograd (russifizierter Name der Stadt seit Kriegsausbruch 1914) nach Armenien. Dort wirkte er bis 1936 als Stadtplaner, Architekt und Chef einer Kommission zur Erhaltung historischer Monumente. 1924 erstellte er den Generalbebauungsplan für die Rekonstruktion der Stadt Eriwan – dieser Plan ist auf der Vorderseite des Geldscheins abgebildet, wie ein Vergleich mit einem aktuellen Stadtplan ergibt. Sein Ziel war, aus dem kleinen Provinzstädtchen eine moderne Hauptstadt zu gestalten. Aus damaliger Sicht erschien der Plan als nahezu unrealisierbar. Die alte, häufig eingeschossige Bebauung musste abgerissen und durch neue Gebäude an einem neuen, großzügig geplanten Straßennetz ersetzt werden. Von 1925 bis 1932 tat er das Gleiche für eine ganze Reihe anderer armenischer Städte, wie Leninakan (heute Gjumri), Etschmiadsin und Nor Bayazit (heute Gawar). Er entwarf ebenso eine Reihe öffentlicher Gebäude, darunter das Regierungsgebäude in Eriwan (dieser Geldschein) und das Eriwaner Opernhaus. Abb. 7: Denkmal für Alexander Tamanjan. Abb. 7 zeigt ein Denkmal in Eriwan, das dem berühmten Architekgen gewidmet ist. Geschaffen wurde es 1974 vom Bildhauer A. Owsepjan. Die Darstellung soll symbolisieren, dass Tamanjan mit seinen Projekten (der große Block in der Mitte) alte Traditionen und neue Stadtarchitektur meisterhaft verbunden hat. Abb. 8 zeigt das von ihm 1926 im Zusammenhang mit der Planung des gesamten Platzes projektierte Gebäude für die Regierung der Sowjetrepublik Armenien. Er kombinierte dabei moderne Baumethoden und Architektur mit armenischen Traditionen. Der erste Teil des Gebäudes wurde bereits 1929 fertiggestellt, endgültig war es 1941 fertig. Das Wappen der Sowjetrepublik über dem großen Tordurchgang (Abb. 9) stammt aus der ersten Bauperiode – wie man an den Details der Wappendarstellung ersehen kann. In der folgenden Abb. 10 zeigen die beiden Schilder mit dem aktuellen Wappen, dass das Gebäude auch heute noch Sitz der Regierung ist. Die Gestaltung des Gebäudes wurde für die weiteren Gebäude am Platz der Republik (zur Erbauungszeit Leninplatz) übernommen. Abb. 8: Regierungsgebäude in Jerewan; der Schein zeigt den rechten Teil des Gebäudes. Abb. 9: Wappentafel mit dem Wappen der Sowjetrepublik oberhalb des Tores. Abb. 10: Tafeln am Gebäudeeingang mit dem aktuellen Wappen und der Beschriftung in Armenisch bzw. in Russisch und Englisch. Nicht weit von diesem Platz entfernt steht das Staatliche Opern- und Ballett-Theater „Alexander Spendiarow“, dessen Bau von Alexander Tamanjan begonnen und von seinem Sohn Georgi zu Ende geführt wurde (Abb. 11); vgl. dazu die Abbildung auf dem Aram Chatschaturjan gewidmeten 50-Dram-Schein von 1998[3]. Abb. 11: Opernhaus von Jerewan. Rainer Geike Quellen: Airapetian, Arutiun und Marcelo Gryckiewicz: Transcaucasian Banknotes, Gietl-Verlag, Regenstauf 2009. Ein umfassender Katalog der Geldscheine der Region seit 1917 und einigen wenigen zusätzlichen Informationen. Abb. in SW. Zum hier vorgestellten Schein S. 295-297. Notes and Coins of the Republic of Armenia, herausgeg. von der Zentralbank der Republik Armenien, Eriwan 2013 (armenisch u. engl.). Eine sehr umfangreiche Darstellung (222 S.). A. G. Grigorjan, M. L. Towmasjan: Architektur des sowjetischen Armeniens. Moskau 1986 (russ.). Rem Ananikjan: Jerewan. Stadtführer, Moskau 1989 (dt.). Jasmine Dum-Tragut: Armenien. Reiseführer, Berlin 2017. Abbildungen: Autor; Abb. 7–11 aufgenommen im Juni 2019. [1] Im Deutschen Tamanjan. Tamanyan ist die ans Englische angelehnte Transkription in armenischen Quellen. Entsprechend wurden auch bei den anderen aus armenischen Quellen übernommenen armenischen Namen die „Y“ durch „J“ ersetzt. [2] Abgerufen am 11.3.2009. [3] Im Newsletter 33/2021 von Geldscheine-Online.com vorgestellt.

  • Banknoten der Welt bei SINCONA AG, Zürich in der Auktion 73 am 22. November 2021

    Es ist Tradition, dass SINCONA AG in Zürich in der Herbstauktion jeweils auch Geldscheine versteigert. Viele Sammler warten gespannt darauf, was angeboten wird und ob sie wieder einmal Banknoten in ihrer Fehlliste abstreichen können, zumal in den vergangenen Monaten viele Messen nicht stattfinden konnten. Der Nachholbedarf ist dementsprechend groß! Beinahe 480 Geldscheine und numismatische Dokumente umfasst die Abteilung Banknoten im Auktionskatalog 73, und wie versprochen kommt auch der 2. Teil der chinesischen Banknotensammlung zur Versteigerung mit den Noten ab 1948 – im vergangenen Mai wurde ja der 1. Teil versteigert. Aber dazu später, denn es gilt, weitere wichtige Kapitel zu erwähnen. Der Übersicht zuliebe gehen wir alphabetisch vor. Bereits bei Afghanistan muss genauer hingeschaut werden, denn es werden sechs Spezimen des Jahres 1936 (SH 1315) angeboten, welche damals bei Orell Füssli in Zürich gedruckt wurden. Sie sind alle mit Erhaltung WBG67 taxiert, also von schönster Erhaltung. Zur Auktion! Los 3008 Afghanistan, Königreich. 100 Afghanis o. J. SPECIMEN. Sehr selten. WBG 67. Taxe CHF 300,– Albanien ist mit 27 Nummern erneut vertreten, da ein "Kunde" des vergangenen Jahres seine ersteigerten Noten nicht mehr abholen konnte, die Gründe dafür verraten wir nicht! Dafür wurden die Nummern wieder so übernommen, wie wir sie damals geschätzt haben. Auf diese Weise haben die Liebhaber der Banknotengeschichte Albaniens erneut Chancen, die Raritäten doch noch ergattern zu können. Anschliessend kommen wir zu China und somit zum 2. Teil der bedeutenden Sammlung des Reiches der Mitte ab 1948. 70 Nummern umfasst dieser Teil, und die Sammler des modernen China finden darin einige große Seltenheiten. Lot 3110 China, Volksrepublik. 500 Yuan 1949. Selten und fast druckfrisch (-I). Taxe CHF 1.500,– Lot 3123 China, Volksrepublik. 50.000 Yuan 1950. Von großer Seltenheit. Fast sehr schön (-III). Taxe CHF 2.000,– Die 59 Nummern zu Italien sind es wert, besonders genau angeschaut zu werden, finden sich doch darunter auch viele alte Banknoten/Kreditscheine der vergangenen italienischen Staaten ab dem 16. Jahrhundert, und sie sind alle moderat geschätzt. Das gleiche gilt auch für die modernen Ausgaben. Lot 3201 Italien, alte Staaten. Banchi trasformati. Banco delle Due Sicilie / Cassa di Corte Argento. Kreditscheine / Fedi di Credito 1806/08. Gavello 10. Gutes sehr schön (III+). Taxe CHF 50,– Lot 3234 Italien, Republik. 500 Lire 1948, 10. Februar. Druckfrisches Exemplar (I). Taxe CHF 200,– Bereits zweimal konnte SINCONA die Banknotensammler des österreichischen Kaiserreichs erfreuen; dieses Mal mit 61 Nummern, erneut mit diversen Raritäten, die auf ihre neuen Besitzer warten. Die Bietergefechte werden dementsprechend spannend werden. Lot 3284 Österreich, Kaiserreich. Wiener Stadtbanco. 500 Gulden 1800, 1. Januar. Sehr selten. Taxe CHF 3.500,– Lot 3323 Österreich, Republik. Österreichisch-Ungarische Nationalbank. 1.000.000 Kronen 1922, 11. September. Sog. Kassenschein «a vista» mit Annahmeverpflichtung für alle öffentlichen Kassen und Ämter. MUSTER in Perforation. Sehr selten und fast druckfrisch (-I). Taxe CHF 2.000,– Dass die Banknoten der Schweiz einen besonderen Stellenwert für SINCONA aufweisen, versteht sich von selbst. Die 56 Nummern zeigen einen interessanten Querschnitt durch die Papiergeldgeschichte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die neueste Zeit. Lot 3375 Schweiz. Banque Cantonale du Valais. 100 Francs 1856, 2. September. Formular ohne Signaturen. Von großer Seltenheit. Schön (IV). Taxe CHF 500,– 1907 wurde die Schweizerische Nationalbank gegründet, welche anschließend das Monopol für die Ausgaben von Schweizer Banknoten erhielt. Die alten kantonalen Papiere verloren ihre Gültigkeit. Eine sehr frühe Ausgabe stellt der folgende Geldschein dar: Lot 3376 Schweizerische Nationalbank. 20 Franken 1911, 1. Dezember. Selten in der Erhaltung. Gutes sehr schön (III+). Taxe CHF 850,– Da kurz darauf der Vorrat der Nationalbank an kleinen Noten-Nominalen beinahe erschöpft war und der Druck neuer Serien nicht mit der Nachfrage Schritt halten konnte, gab das Eidgenössische Finanzdepartement den Auftrag heraus, Staatskassenscheine auszugeben. Die im August 1914 ausgegebenen Scheine der Eidgenössischen Staatskasse zu 5, 10 und 20 Franken wurden in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch ausgegeben, und zwar zu 5, 2 und 1 Achtel. Verständlich, dass deshalb die italienischen Versionen immer sehr selten sind. Lot 3410 Cassa Federale (Eidg. Staatskasse). 20 Franken 1914, 10. August. Ausgabe in italienischer Sprache. Von großer Seltenheit. Fehlt in den allermeisten Sammlungen. Sehr schön (III). Taxe CHF 4.500,– Gleich vier Geldscheine, welche die Schweizerische Nationalbank als Reservebanknoten vorbereitet hatte, kommen in dieser SINCONA-Banknotenauktion vor, und da fällt als besonderer Farbtupfer ein Specimen der Reserveserie der 4. Emission auf, welche der bedeutende Schweizer Künstler Hans Erni entworfen hat. Lot 3417 Schweiz. Schweizerische Nationalbank. Reservebanknote 1000 Franken 1950, 1. Januar. SPECIMEN. Von größter Seltenheit. Bankfrisch (I). Taxe 10.000,– Die letzte Nummer des Kapitels Schweiz ist ein US-amerikanischer Dollar-Geldschein aus Whitehaven, heute Memphis, Tennessee, der Geburtsstadt von Elvis Presley. Darauf ist auch der Ortsteil Lausanne erwähnt. Heute erinnert noch eine «Lausanne Street» und die «Lausanne Collegiate School» daran, dass es offenbar Auswanderer von Lausanne am schweizerischen Genfersee nach Tennessee verschlagen hat. Banknotenausgaben mit Lausanne aus anderen Gegenden sind uns nicht bekannt. Lot 3424 Ausländische Banknoten mit Bezug zur Schweiz. Whitehaven & Lausanne Turnpike Road Company. Tennessee, USA. 1 Dollar 1841, 16. September. Selten. Stark zirkuliert, schön (IV). Taxe CHF 75,– Das leitet in die Vereinigten Staaten von Amerika / USA über zu den Noten der Konföderierten Staaten 1861 – 1864. Da viele Fälschungen des Konföderierten Geldes umliefen, bestellten die Behörden der "Abtrünnigen Staaten" bei Straker & Sons in London neue Rückseitendruckplatten für alle bestehenden Nominale. Deren Auslieferung wurde 1864 jedoch durch die Blockade der Unionsflotte verhindert. Die Druckplatten liegen heute im Smithonian Institut in Washington. So sind nur einzelne Probedrucke erhalten geblieben. Lot 3462. Confederate States Notes. 8 einseitige Probedrucke von geplanten Rückseiten. Selten und vorzüglich bis druckfrisch (II – I). Taxe CHF 150,– Unterdessen ist das Reisen aus den meisten Ländern in die Schweiz wieder erlaubt, wenngleich pandemiebedingte Einschränkungen zu berücksichtigen sind, wie etwa ein gültiges Covid-Zertifikat und ein Einreiseformular. Deshalb freut sich SINCONA auf Ihren Besuch in Zürich, falls Sie beabsichtigen, persönlich an der Auktion teilzunehmen. Aber auch sonst sind wir stets für Sie da, am Telefon, per Mail oder online an den Auktionstagen. Unsere Homepage www.sincona.com informiert Sie jederzeit. Zur Auktion!

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