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- Aus privaten Sammlungen: Einseitige Druckproben zu 500.000 Mark vom 1. Mai 1923
Mit zunehmender Inflation musste die Reichsbank 1923 auch immer höhere Nennwerte ausgeben. Nachdem mit Datum vom 20. Februar im März 1923 erstmalig ein Millionen-Wert in Umlauf gekommen war und ein 5000-Mark-Schein mit Datum vom 15. März 1923 schon nicht mehr ausgegeben wurde, weil der durch die Inflation zu diesem Zeitpunkt praktisch schon wertlos war (er kam dann im Oktober mit Überdruck zu 5 Milliarden Mark in Umlauf), plante man einen Schein zu 500.000 Mark mit Datum vom 1. Mai 1923. Neben der Reichsbank wurden in dessen Herstellung auch mehrere private Druckereien einbezogen. Ausgegeben wurde er dann schließlich im Juli 1923. Gezeigt werden einseitige Druckproben der Vorder- und Rückseite in abweichender Farbgestaltung und ohne die graue Randeinfärbung des Papiers. Aus der Sammlung Josef Gerber: Deutsches Reich, Deutsche Reichsbank, einseitige Druckproben der Vorder- und Rückseite zur Reichsbanknote über 500.000 Mark vom 1. Mai 1923 Vorderseite: zwei sich zugewandte Kopfmedaillons eines bärtigen Mannes mit phrygischer Mütze (auch Jakobinermütze). Die Jakobinermütze war ein Symbol der Französischen Revolution und galt danach als Attribut für Freiheit und Unabhängigkeit. Darunter jeweils ein Reichsbanksiegel. Rückseite: Wertangabe und Reichsadler im Unterdruck. Druck: Reichsdruckerei Berlin Format: 170 x 95 mm Serie: Serie A, KN 00000000 Muster: Beidseitiger handschriftlicher Vermerk "Muster – Wertlos!" und Nummer. Jeweils einfache Perforation "DRUCKPROBE". Katalogreferenzen: DEU-99b (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871, Anmerkung) GER-88 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II - General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: 1 Million Mark der Stadtgemeinde Danzig von 1923
Danzig war bis 1919 Hauptstadt der preußischen Provinz Westpreußen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt mit ihrem Umland vom Deutschen Reich abgetrennt und ab 10.1.1920 zur Freien Stadt mit eigenem Parlament und Senat unter dem Schutz des Völkerbunds erklärt. Die Bildung der Freien Stadt stellte einen Kompromiss zwischen den polnischen und von Frankreich unterstützten Absichten zur Einverleibung der Stadt und des Hafens nach Polen einerseits und dem von Großbritannien befürworteten Selbstbestimmungsrecht der zu über 95% deutschen Bevölkerung andererseits dar. Mit der fortschreitenden Inflation der deutschen Reichswährung musste auch der Senat der Freien Stadt Danzig (Verwaltung der Stadtgemeinde) eigenes Notgeld ausgeben. Hierbei handelte es sich lediglich um Notgeld für die Stadtgemeinde Danzig und nicht für das gesamte Gebiet der Freien Stadt Danzig mit dem Danziger Umland, wo es eigenes Notgeld gab (z.B. in Zoppot). Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Freie Stadt Danzig, Stadtgemeinde Danzig: Notgeldschein über 1 Million Mark vom 8. August 1923 Vorderseite: Links Danziger Wappen, rechts Bildnis des Malers Daniel Nicolaus Chodowiecki nach einem Gemälde von A. Graff. Rückseite: Blick auf das Regierungsgebäude der Freien Stadt Danzig durch ein Tor. Wasserzeichen: Achteckfliesen Format: 160 mm x 90 mm Kontrollnummer: 5-stellig, grün Unterschriften: Dr. Heinrich Sahm / Dr. Ernst Volkmann Druck: Druckereikennung WB (W.F. Burau, evtl. Wald. Brodt, Danzig) Katalogreferenzen: DAN-26b (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) DAN-24a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II - General Issues) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: 1000 Pesetas des Banco de España von 1931
Die Bank wurde durch Gesetz vom 28. Januar 1856 gegründet. 1782 war die erste spanische Nationalbank, der Banco de San Carlos, entstanden, der den vom Staat ausgegebenen "Vales reales" den Wert erhalten sollte. Mit Dekret vom 9. Juni 1829 erhielt der Banco Español de San Ferdinand das Notenrecht, das er später mit dem Banco des Isabel II. (gegründet durch Dekret vom 21. Januar 1844) teilen musste. Beide Banken fusionierten (Dekret vom 25. Februar 1847) zum Nuevo Banco Español de San Fernando, der als Vorläufer des Banco de España anzusehen ist. Mit Dekret vom 19. März 1874 wurde eine Fussion des Banco de España mit den meisten spanischen Privatnotenbanken herbeigeführt und er zur Zentralnotenbank erklärt. Lediglich während des Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) wurde die Bank geteilt. Auf republikanischem Gebiet gab die Bank außerdem Noten ihrer Filialen in Bilbao, Gijon und Santander aus. Die Noten des Banco auf dem Gebiet General Francos trugen den Ausgabeort Burgos, ab 1940 wieder Madrid. Die letzte Note des Banco de España vor Einführung des Euro hat einen Nennwert von 10.000 Pesetas, zeigt ein Porträt von König Juan Carlos und ist auf 1992 datiert (ausgegeben 1996). Aus der Sammlung Uwe Bronnert: Spanien, Königreich, Banco de España: Banknote zu 1000 Pesetas vom 25. April 1931 Vorderseite: Links oben Porträt des spanischen Dichters und Dramatikers José Zorilla y Moral (1817 – 1893) in einem Oval mit Lorbeerkranz. Rückseite: Gemälde von Antonio Maria Esquivel: "Los poetas contemporáneos. Una lectura de Zorilla en al estudio del pintor" (Zeitgenössischer Dichter. Eine Lesung von Zorilla im Atelier des Malers). Wasserzeichen: Apollo-Kopf Unterschriften: Carabias / Castaño / Burgos Format: 161 mm x 100 mm Druck: Bradbury, Wilkinson & Co. Ltd., New Malden, Surrey, Inglaterra (England) Auflage: 2.000.000 Noten, Nicht ausgegeben! Katalogreferenzen: ESP-84A (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II - General Issues) B527 (Linzmayer: The Banknote Book – Spain) Hans-Ludwig Grabowski Eine Galerie mit zahlreichen Noten des Banco de España finden Sie in unserem Museum oder direkt hier! Zur Galerie der Banco de España! Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: Post-Schein der Königlich Sächsischen Post-Expedition von 1829
Wer intensiv historische Geldscheine sammelt, wird hin und wieder auch papierne Belege in die Hand bekommen, die zwar keine richtige Geldscheine sind, aber über Geldbeträge lauten und deshalb unter der Rubrik "Rund ums Geld" zusammengefasst werden können und interessante geldgeschichtliche Belege darstellen. Dazu gehören z.B. Schecks, Wechsel, Gutscheine, Spendenbelege, Bezugscheine, Ein- und Auszahlungsbelege und Geldüberweisungen. Letztere gab es nicht erst seit der Einführung telegrafischer Übermittlung, sondern bereits lange davor. Die Anfänge bargeldlosen Zahlungsverkehrs reichen bis ins alte Babylon zurück. Die 1619 gegründete Hamburger Bank war die erste deutsche Bank, die ausschließlich für den Giroverkehr entstand und erst 1876 von der Reichsbank übernommen wurde. Wer Geld verschicken wollte, konnte aber auch die Dienste der Post in Anspruch nehmen. Der Einlieferer zahlte den Betrag am Postschalter ein und der Empfänger erhielt einen Abholschein, mit dem er sich das Bargeld am Schalter seiner Bank vor Ort auszahlen lassen konnte. Dass das auch schon im Jahr 1829 funktionierte, beweist der vorgestellte Post-Schein der Königlich Sächsischen Post-Expedition. Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski: Deutscher Bund, Sachsen, Königreich, Königl. Sächsische Post-Expedition: Post-Schein über 1 Thaler, 9 Groschen und 9 Pfennig vom 21. Juli 1829 Vorderseite: Links unten königlich sächsisches Wappen als Siegel im Oval. Text: Post-Schein 233, Ein Brief angeblich mit 1 Thaler, 9 Groschen, 9 Pfennig (Lt. steht für Laubtaler, französische Ecus, die einen großen Teil des deutschen Münzumlaufs ausmachten, deshalb die gesonderte Angabe) nach Chemnitz gerichtet an den wohllöblichen Stadtrath ist heute in hiesiger Postexpedition zur Bestellung übergeben und darüber gegenwärtiger, auf Ein Jahr gültiger, Schein ertheilet worden. Schwarzenberg, den 11 ten July 1829. Königl. Sächsische Post-Expedition. Hand-Unterschriften, Hand-Stempel. Rückseite: Druck einseitig Wasserzeichen: ohne Katalogreferenzen: ohne Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: 20.000 Lire der Banca d’Italia vom 21. Februar 1975
In den 1970er Jahren führte die Banca d’Italia als Ergänzung zu den Banknoten zu 1000, 5000, 10.000, 50.000 und 100.000 Lire zwei neue Nominale ein: 2000 und 20.000 Lire. Auch diese thematisierten nach dem Muster der umlaufenden Noten berühmte Persönlichkeiten der Geschichte Italiens. Vorgestellt wird auf dem 20.000-Lire-Schein von 1975 der Renaissancemaler Tizian (1488/90–1576): Neben Tizians Porträt als zentrales Bildmotiv nehmen drei seiner Werke beide Seiten der Banknote ein. Interessant ist dabei die Auswahl der Bilder – während der Avers den Maler als betagten Meister zeigt, entstammen die auf beiden Seiten abgebildeten Gemälde seinen jungen Jahren: Miracolo del Piede Risanato („Wunder des geheilten Fußes“) von 1511, aus dem der Hintergrund der Vorderseite entnommen ist, stellt als Teil eines Fresken-Zyklus das erste dokumentierte Auftragswerk Tizians dar; Amor Sacro e Amor Profano („Himmlische und irdische Liebe“) auf dem Revers sowie Flora vom Wasserzeichen stammen jeweils aus den Jahren 1514 und 1515. Als erster und zugleich letzter 20.000-Lira-Typ der Banca d’Italia blieben diese Scheine zehn Jahre lang im Umlauf. Aus der Sammlung Jürgen Schilde: Republik Italien, Banca d’Italia: Banknote zu 20.000 Lire vom 21.2.1975 Vorderseite: Mittig die Büste Tizians, im Hintergrund eine Landschaft mit einer Stadt aus Miracolo del Piede Risanato; rechts Siegel mit den Wappen der Seerepubliken Venedig, Genua, Pisa und Amalfi im Intaglio-Druck. Rückseite: Das Ölgemälde Amor Sacro e Amor Profano mit drei zentralen Figuren, die als sitzende Braut, Amor und Venus gedeutet werden, und einer Stadt, einem Dorf sowie Reitern und Hirten im Hintergrund; rechts im weißen Feld Strafsatz und Wasserzeichen. Wasserzeichen: Büste der Flora Tizians. Druckerei: Officina della Banca d’Italia Format: 161 x 79 mm Umlauf: bis 1. Juli 1985 Katalogreferenzen: ITA-104 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. III – Modern Issues) Kana Totsuka Diese und weitere Noten der Banca d’Italia finden Sie in der Italien-Galerie unseres virtuellen Museums. Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: Anweisung über 10 Gulden der Temesvárer Kammeramts-Kasse vom 1.5.1849
Die heute rumänische Stadt Timișoara (Temeschburg) stand als Teil des Königreichs Ungarn unter habsburgischer Herrschaft. Zerstört durch die Kriege gegen die Osmanen, wurde die Stadt im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut; es entstanden eine Trinkwasserleitung und zahlreiche Bauten im Schönbrunner Gelb in der "Klein-Wien" genannten Stadt. 1781 wurde Temesvár – so lautete der ungarische Name – von Joseph II. in den Stand eines Municipiums, einer königlichen Freistadt, erhoben. Am 18. März des Revolutionsjahres 1848 berief der Temesvárer Bürgermeister Johann Nepomuk Preyer eine Vollversammlung vor dem Rathaus ein, die die Treue zur Habsburgermonarchie versicherte. Vom 26. April bis 9. August 1849 wurde Temesvár von ungarischen Revolutionären belagert, bis die Stadt von den österreichischen Truppen unter Feldzeugmeister Julius von Haynau befreit werden konnte. In der Notlage der 107-tägigen Belagerung durch die ungarische Armee kam es in Temesvár zur Ausgabe von Belagerungsscheinen: Undatierte Anweisungen über Beträge von 1, 3 und 6 Kreuzern sowie über 5 und 10 Gulden Konventionswährung mit dem Datum vom 1. Mai 1849 sollten dem Geldmangel Abhilfe leisten. Nach der Niederschlagung der Ungarischen Revolution erlebte Temesvár zahlreiche Modernisierungen: 1857 erfolgte der Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz, 1869 wurde eine Pferde- und 1899 eine elektrische Straßenbahn eingeführt und 1884 wurde Temesvár nach Paris, Nürnberg, Berlin und Steyr zu einer der ersten europäischen Städte mit elektrischer Straßenbeleuchtung. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs blieb Temesvár habsburgisch; danach erhoben sowohl Serbien als auch Rumänien Anspruch auf das Banat. Mit dem Vertrag von Trianon im Jahr 1920 fiel das Gebiet schließlich an das Königreich Rumänien. Auch in der Zeitgeschichte spielte Timișoara eine entscheidende Rolle: Dort nahm die Revolution von 1989 gegen den kommunistischen Diktator Nicolae Ceaușescu ihren Ursprung. Aus der Sammlung Josef Gerber: Haus Habsburg, Königreich Ungarn, Königliche Temesvárer freistädtische Kammeramts-Kasse: Anweisung über 10 Gulden Conv. Münze vom 1. Mai 1849 Vorderseite: Wertangabe, Zahlungsversprechen, Datum und Unterschriften im Ornament-Rahmen; am linken Rand KÖNIGL. FREISTADT TEMESVÁR. Lochentwertung. Rückseite: Druck einseitig Serie/Kontrollnummer: Serie B, No. 462 Einlösungstermin: 1. Juli 1850 Katalogreferenzen: HUN-S198b (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: Diamanten-Wechselnote der Casa da Administração Geral dos Diamantes (1777)
Im portugiesisch verwalteten Brasilien wurden Anfang des 18. Jahrhunderts in der heutigen Stadt Diamantina die ersten Diamanten außerhalb von Asien gefunden. Dort entstand die Siedlung Arraial (= portug. "Lager") do Tijuco, die bis ins 19. Jahrhundert das Zentrum der Diamantengewinnung darstellte, bis die Dominanz an neu erschlossene, ergiebigere Minen überging. Der Diamantenabbau stand zunächst allen Privatpersonen offen; mit dem Dekret vom 12. Juli 1771 wurde jedoch die Casa da Administração Geral dos Diamantes konstituiert, die nun für die Vergabe von Schürfrechten zuständig war. Die Casa da Administração Geral dos Diamantes begann wohl 1771/2 mit der Ausgabe des ersten Papiergelds Brasiliens: Vermutlich zur Bezahlung von Minenarbeitern, wohl aber nicht zum Abkaufen gewonnener Diamanten – diese waren nach dem portgiesischen Recht ohnehin bereits in königlichem Besitz – wurden Wechselnoten über Diamanten im Goldwert ausgegeben. Diese Formulare, die in Lissabon gedruckt und dann in Tejuco ausgefülllt und ausgestellt wurden, konnten in Gold eingelöst werden; da sie danach jedoch vernichtet wurden, sind heute praktisch nur noch die Talons erhalten. Ab etwa 1776 kam die Casa da Administração Geral dos Diamantes der Einlösung der Scheine nicht mehr zeitgerecht nach; spätestens dann begannen die Wechselnoten, als Zahlungsmittel in der Region umzulaufen. Die Emission dieser Scheine ging mit der Bargeldversorgung Hand in Hand: Der Mangel an Münzen zwang die Casa dazu, die Wechselnoten als Zahlungsversprechen auszugeben; kamen Lieferungen an Münzen schubweise aus Portugal an, so konnten diese Versprechen auch eingelöst werden. Dabei gilt zu bedenken, dass die Abbaumenge von Diamanten in Tejuco um diese Zeit ihren Höhepunkt bereits hinter sich hatte und außerdem in Europa durch die zahlreichen Funde der Diamantenpreis immer niedriger wurde. Bereits wenige Jahre nach der Ausgabe der ersten Diamanten-Wechselnoten war man aufgrund der gesunkenen Diamantenpreise gezwungen, die Noten schrittweise abzuwerten. 1845 wurde die Casa da Administração Geral dos Diamantes endgültig aufgelöst. Die tatsächliche Umlaufdauer dieser Wechselnoten lässt sich aus den überlieferten Quellen leider nicht nachweisen. Aus der Sammlung Josef Gerber: Brasilien, Casa da Administração Geral dos Diamantes, Arraial do Tijuco: Talon einer Wechselnote über Diamanten im Wert von 18 Oitavas und 4 3/4 Vinténs Gold, ausgegeben in Tejuco am 6. August 1777 Vorderseite: Zahlungsversprechen, Ort, Datum, Signatur und Nummer (392) unter portugiesischem Wappen. Rückseite: Druck einseitig Katalogreferenzen: BRA-A101 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: 20 Franka Ari der Banka Kombëtare e Shqipnis o.J. (1926)
Über mehr als vier Jahrhunderte erstreckte sich die Herrschaft der Osmanen über Albanien; nach der osmanischen Niederlage im Ersten Balkankrieg konnte sich 1913 zum ersten Mal ein albanischer Staat bilden. Im Ersten Weltkrieg war das Staatsgebiet im Norden von Österreich-Ungarn und im Süden von Italien sowie Frankreich besetzt. 1920 erlangte Albanien seine Unabhängigkeit und wurde in den Völkerbund aufgenommen. De jure bestand das 1913 begründete Fürstentum Albanien bis 1925; praktisch wechselten sich zahlreiche kurzlebige Regierungen ab, bis 1924 unter dem orthodoxen Bischof Fan Noli demokratische Reformen in Gang gesetzt wurden. Noch im Dezember 1924 wurde jedoch mit jugoslawischer Unterstützung die Noli-Regierung durch Ahmet Zogu gestürzt. Zogu rief am 15. Januar 1925 die Republik Albanien aus und ließ sich in das Präsidentenamt wählen; der autoritäre Herrscher krönte sich schließlich 1928 zum König der Albaner. Bis zur Annektierung durch das faschistische Italien im Jahr 1939 geriet das Königreich Albanien immer mehr in Abhängigkeit von Italien. Am 2. September 1925 wurde die Banka Kombëtare e Shqipnis, Nationalbank von Albanien, mit italienischem Kapital gegründet, wodurch die albanische Währungspolitik nun in den Händen der Italiener lag – der Hauptsitz der Nationalbank befand sich nicht in Albanien, sondern in Rom. Im Gegenzug zu dieser Investition erhielt Italien unter anderem das Recht auf Erdölförderung in Albanien. Die Nationalbank begann im Jahr 1926 mit der Ausgabe von Noten zu 5 Lek (= 1 Frank Ar) sowie 5, 20 und 100 Franka Ari; der 100-Franka-Ari-Schein trug auf der Vorderseite das Porträt Ahmet Zogus. Das Wasserzeichen der 20- und 100-Franka-Ari-Noten zeigt den Nationalhelden Skanderbeg, als dessen Sukzessor sich Zogu stilisierte. Diese Noten blieben im Umlauf, bis die Nationalbank nach der Invasion Albaniens im Jahr 1939 neue Scheine mit neuer Gestaltung ausgab – diesmal mit der Währungsbezeichnung Franga. Aus der Sammlung Christof Zellweger: Vorlage für das Avers-Porträt: Foto eines Buben in Volkstracht. Republik Albanien, Banka Kombëtare e Shqipnis: Banknote zu 20 Franka Ari o.J. (eingeführt am 28.2.1926) Vorderseite: Bankname, Wertangabe, Zahlungsversprechen und Strafklausel in albanischer und italienischer Sprache, mittig albanischer Doppeladler, links Büste eines Buben in albanischer Tracht; Ornamente. Rückseite: Landschaft bei Shkodra mit Brücke über den Fluss Drin, Moschee und Gebäude, Wertangabe; Ornamente. Wasserzeichen: Büste des Skanderbeg n.r. Format: 152 mm x 86 mm Katalogreferenzen: ALB-3a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: 500 Złotych der Exil-Serie der Bank Polski vom 15. August 1939
Der deutsche sowie sowjetische Einmarsch in Polen im September 1939 zwang die Regierung der Republik Polen ins Exil; noch im September wurde in Paris die polnische Exilregierung konstituiert, deren Sitz im Juni des Folgejahrs nach London verlegt wurde. Ebenso konnten die Goldreserven der Bank Polski erfolgreich evakuiert werden. Während im besetzten Polen ab 1940 die Noten der neu gegründeten Emissionsbank für das Generalgouvernement zirkulierten, wurden in Großbritannien von den Druckereien Bradbury, Wilkinson & Co. und Thomas de la Rue & Co. sowie in den USA von der American Bank Note Company Scheine der sogenannten "Exil-Serie" der Bank Polski gedruckt, die Warschau als Ausgabeort nennen. Bradbury, Wilkinson & Co. druckte Noten in den Nominalen zu 1, 2 und 5 Złoty, Thomas de la Rue & Co. 10, 20, 50, 100 und 500 Złoty sowie die American Bank Note Company 20 und 50 Złoty. Die britischen Noten mit dem Datum 15. August 1939 und die US-amerikanischen vom 20. August 1939 trugen auf der Rückseite den Vermerk, es handle sich hierbei um in Polen gültige, gesetzliche Zahlungsmittel; sie wurden jedoch auch nach Kriegsende nicht mehr ausgegeben. Die Bank Polski existierte weiterhin bis 1952 im Exil in Großbritannien. Aus der Sammlung Josef Gerber: Exilregierung der Republik Polen, Bank Polski: Banknote zu 500 Złotych vom 15. August 1939 Vorderseite: Rechts kaschubischer Fischer mit Pfeife vor einem Fischernetz; Bankname, Wertangabe, Ausgabeort- und datum, Unterschriften. Im Abschnitt Angabe des Entwerfers, der Druckerei und des Graveurs. Rückseite: Hafen von Gdingen (Gotenhafen); Wertangabe, Druckerei. Wasserzeichen: Verschleierte Frauenbüste im Profil. Entwurf: Edouard Meronti. Gravur: Włodzimierz Vacek. Druckerei: Thomas de la Rue & Co. Ltd., London. Format: 182 mm x 89 mm. Katalogreferenzen: POL-86 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: 100 Mark der Weimarischen Bank vom 1. Januar 1874
Die Weimarische Bank wurde im September 1853 als Privatbank gegründet und gab ab 1854 Noten zu 10, 20, 50 und 100 Taler aus. Nach der Reichsgründung im Jahr 1871 und der Einführung der Mark als Reichswährung kam es 1874 zur Emission von 100-Mark-Scheinen durch die Weimarer Bank; von der nicht ausgegebenen Wertstufe zu 200 Mark existieren außerdem Probedrucke. Bereits im Dezember 1875 verzichtetedie Bank jedoch im Zuge der Gründung der Deutschen Reichsbank zur Zentralisierung des Geld- und Notenbankwesens auf ihr Notenprivileg, das mit starken Beschränkungen einherging: Somit waren die Hunderter der Weimarischen Bank ab 1.1.1876 nur noch im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach gültig, während die Noten jener Banken, die die Bedingungen akzeptiert hatten, parallel zu den Reichsbanknoten im gesamten Reichsgebiet umlaufen durften. Aus der Sammlung Josef Gerber: Deutsches Reich, Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Weimarische Bank: Banknote zu 100 Mark vom 1. Januar 1874 Vorderseite: links weibliche Büste mit Mauerkrone mit bekröntem Thüringer Löwen und Eichenkranz, am Büstenansatz Weinlaubkranz mit Hammer und Schlägel; mittig Strafsatz unter Wertangabe. Rückseite: Wertangabe in Ornamenten. Druckerei: Giesecke & Devrient, Leipzig Umlauf: Januar 1874 bis 31.12.1883 Format: 172 mmx 102 mm Katalogreferenzen: GK-649 (Grabowski/Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten SWE-1 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) GER-S731 (Standard Catalog of World Paper Money – Vol. I, Specialized Issues) A467 (Pick/Rixen: Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturtip! Alle altdeutschen Geldscheine finden Sie in dem aktuellen Katalog "Das Papiergeld der altdeutschen Staaten". Mehr lesen Leseprobe #Privatsammlungen #Weltbanknoten #Europa #Deutschland #Thüringen #Mark #Totsuka
- Aus privaten Sammlungen: Military Payment Certificate zu 10 US-Dollars aus der Serie 481
In den Jahren 1946 bis 1973 wurden sogenannte Military Payment Certificates für Angehörige des US-Militärs sowie für das zivile Personal ausgegeben, die außerhalb der USA im Einsatz waren. In Verwendung kamen diese Scheine in besonderen Verkaufsstellen; die Abgabe an die lokale Bölkerung war jedoch verboten. Da dennoch Exemplare auf den Schwarzmarkt gelangten, wurden immer wieder neue Serien ausgegeben, wodurch die umlaufenden Scheine ihre Gültigkeit verloren. Der Umtausch in neue Military Payment Certificates stand nur autorisierten Personen offen. Insgesamt kamen Scheine zu 5, 10, 25 und 50 Cents sowie 1, 5, 10 und später auch 20 Dollars von 13 Serien in Umlauf; 2 weitere Serien wurden nicht mehr ausgegeben. Für den Druck dieser Scheine waren das United States Bureau of Engraving and Printing und die Privatdruckereien Tudor Press Inc. (Boston, Massachusetts) und Forbes Litograph Manufacturing Co. (Chelsea, Massachusetts) zuständig. Die Serie 481, von der dieser Schein stammt, zirkulierte in 16 verschiedenen Ländern: Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Island, Italien, Japan, Jugoslawien, Marokko, Niederlande, Österreich, Philippinen, Südkorea, Triest und Ungarn. Gedruckt wurden diese Scheine im Jahr 1948, wie die ersten beiden Ziffern der Serie zu erkennen geben; im Umlauf waren sie jedoch in den Jahren 1951 bis 1954. Aus der Sammlung Josef Gerber: Vereinigte Staaten: Military Payment Certificate zu 10 Dollars der Serie 481 von 1948 Vorderseite: Links männliche Allegorie mit Hammer und Sextant. Rückseite: Großes Siegel der Vereinigten Staaten im Olivenkranz. Druckerei: Forbes Lithograph Manufacturing Company (Chelsea, Mass.) Format: 156 mm x 66 mm Umlauf: 20. Juni 1951 bis 25. Mai 1954 Katalogreferenzen: M-28 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – Specialized Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- Aus privaten Sammlungen: 500 Drachmai der Trapeza tis Ellados vom 8.8.1955
Am 20. Juni 1954 wurde ein Gesetz zur Reformierung der griechischen Währung verabschiedet: 1000 alte Drachmen sollten nun einer neuen Drachme entsprechen. So erneuerte die Trapeza tis Ellados noch im selben Jahr die 10.000-, 20.000- und 50.000-Drachmai-Noten unter Beibehaltung der Gestaltung zu Scheinen über 10, 20 und 50 neuen Drachmai. In den Jahren 1954 bis 1956 erfolgte die Ausgabe einer neuen Banknotenserie in den Nominalen 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Drachmai. Diese Scheine trugen – mit Ausnahme des Zehners mit dem Porträt des Königs Georg I. und der Kirche der Hl. Apostel in Thessaloniki – auf der Vorderseite das Konterfei einer historischen Persönlichkeit aus der Antike sowie auf der Rückseite eine Szene aus der griechischen Geschichte: Demokrit und Platons Symposion (20 Drachmai), Perikles in Büstenform und als Redner auf der Pnyx (50), Themistokles und die Schlacht von Navarino (100), Sokrates und die Areopagrede des Apostels Paulus (500) sowie Alexander der Große und die Schlacht bei Issos aus dem Alexandermosaik (1000). Die 500-Drachmai-Noten vom 8. August 1955 bilden auf dem Avers Sokrates mit der typischen, silenartigen Physiognomie ab – in den Schriften seiner Schüler fand der Kontrast zwischen dem Aussehen des Philosophen und seiner inneren Schönheit mehrfache Erwähnung. Die Darstellung der Areopagrede des Apostels Paulus auf dem Revers zeigt zentral den Redner. Während im Hintergrund die Akropolis zu sehen ist, lässt sich links vorne auch der im Neuen Testament erwähnte Altar mit der Inschrift erkennen. "Drachmai" als Pluralform der Währungsbezeichnung blieb noch knapp drei Jahrzehnte bestehen; die Form "Drachmes" hielt auf den Banknoten ab 1983 Einzug, nachdem 1976 die Hochsprache Katharevousa als Amtssprache sowie im Jahr 1982 auch die polytonische Orthographie abgeschafft worden war. Aus der Sammlung Jürgen Schilde: Königreich Griechenland, Trapeza tis Ellados: Banknote zu 500 Drachmai vom 8. August 1955 Vorderseite: mittig Büste des Sokrates im Medaillon; rechts Wertangabe und Einlösungsversprechen. Rückseite: Rede des Apostels Paulus vor dem Athener Areopag. Entwurf: Alexandros Korogiannakis (Avers) und Fotis Mastichiadis (Revers) Katalogreferenzen: GRC-193a (Standard Catalog of World Paper Money – Vol. II, General Issues) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.












