top of page

Allgäuer Milchgeld 1923

Dieses Geld ist ausgegeben vom Milchwirtschaftlichen Landesverband e.V. aufgrund einer Vereinbarung mit dem unterzeichneten Verband im Benehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft.


Allgäuer Milchgeld über 0,50 Mark Gold, Vorder- und Rückseite.


Zunächst frage ich die Künstliche Intelligenz (KI) ChatGPT:

Was ist Allgäuer Milchgeld von 1923. Die Antwort erfolgt innerhalb 5 Sekunden:


„Allgäuer Milchgeld“ bezieht sich auf einen historischen Vorgang in Deutschland im Jahr 1923. In diesem Jahr kam es aufgrund von Hyperinflation zu einem Zusammenbruch des deutschen Währungssystems, was zur Folge hatte, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen sprunghaft anstiegen. Das „Allgäuer Milchgeld“ war ein Symbol für die Auswirkungen der Hyperinflation auf die Lebenshaltungskosten der Menschen. Es bezog sich auf die Situation im Allgäu, einer Region in Süddeutschland, in der Milchbauern ihre Milch zu einem Preis von einer Milliarde Mark pro Liter verkauften. Das Allgäuer Milchgeld war also der Betrag, den die Milchbauern für ihre Milch erhielten, und es verdeutlichte die Absurdität der Hyperinflation und die enorme Wertlosigkeit der damaligen deutschen Währung.


Die Antwort ist im Wesentlichen richtig, dennoch etwas kryptisch vom Verständnis her.

Aber ich versuche es Mal mit meiner Natürlichen Intelligenz (NI):


Eine großangelegte Notgeldaktion zur Sicherstellung der Milch- und Getreidebelieferung der Städte kam auf Betreiben des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums zustande, auf dessen Veranlassung die Bayerische Landwirtschaftsbank e.G.m.b.H., München, und die Allgäuer Vereinsbank e.G.m.b.H., Kaufbeuren, ab dem 19. November 1923 Geldscheine über 4.20 Mark Gold bzw. über 0.50, 1 und 4 Mark Gold herausbrachten (Goldmark mit Dollar-Valutaklausel).


Allgäuer Vereinsbank e.G.m.b.H., Notgeldschein über 1 Mark Gold = 10/42 Dollar.

Ausgegeben mit Genehmigung des Reichsminister der Finanzen und gedeckt durch Hinterlegung von 6% wertbeständige Anleihe des Deutschen Reiches. Dieser Schein kommt zum 15. Dezember 1923 zum Aufruf. Der Inhaber kann binnen Monatsfrist nach Aufruf den Umtausch in Schatzanweisungen der wertbeständigen Anleihe des Deutschen Reiches oder gegen Aushändigung des Scheines die Zahlung eines gleichwertigen Barbetrages, umgerechnet nach dem Berliner Mittelkurs für Auszahlung New-York, bei den unten genannten Geschäftsstellen der Allgäuer Vereinsbank verlangen (Günzburg a.D., Jettingen, Kaufbeuren, Kempten, Landsberg am Lech, Mindelheim, Pfronten-Ried, Schwabmünchen, Türkheim, Waal, Weitnau, Wörishofen). Ausgestellt in Kaufbeuren am 19. November 1923.


Allgäuer Milchgeld über 4 Mark Gold, Vorder- und Rückseite.


Beide Banken durften ihr Notgeld nur an die vom Landwirtschaftsministerium bezeichneten landwirtschaftlichen Kreise abgeben; damit blieb es im Umlauf auf den mit der Milchversorgung der größeren Bedarfsorte befassten Großhandel, auf die mit milchwirtschaftlichen Erzeugnissen handelnden Wirtschaftskreise und auf das Müllereigewerbe des schwäbisch-oberbayerischen Gebites beschränkt. Mit dem Notgeld sollten die Erzeuger bezahlt werden. Die Händler mussten sich dagegen verpflichten, auch Papiermark in Zahlung zu nehmen.


Bayerische Landwirtschaftsbank e.G.m.b.H.: Wertbeständiger Notgeldschein über 4.20 Mark Gold = 1 Dollar, ausgegeben in München am 19. November 1923.


Für den Fall bestimmungswidriger Verwendung des Goldmarknotgeldes wurde Entzug der Handelserlaubnis angedroht. Die Scheine der Allgäuer Vereinsbank haben vor allem im Allgäu Verbreitung gefunden und liefen dort unter dem Namen „Allgäuer Milchgeld“ um. Das Notgeld beider Banken war vom Reichsfinanzministerium genehmigt.


Hans-Georg Glasemann


Bildquelle: Privat

Literaturhinweis: Wilhelmy, Rudolf; Geschichte des deutschen wertbeständigen Notgeldes von 1923/1924, Dissertation, Berlin, 1962.


Literaturempfehlung:


Manfred Müller:

Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924


Titel: Gietl Verlag

ISBN: 978-3-86646-519-0

Auflage: 1. Auflage 2011

Format: 14,8 x 21 cm

Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen

Cover-Typ: Broschur

Seitenanzahl: 608

Preis: 39,90 Euro




Kommentare


bottom of page