Aus alten Zeitungen: Diebe, die sich selbst verraten!
- Uwe Bronnert

- vor 16 Stunden
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Gefunden in: "Amtliches Wittgensteiner Kreisblatt", Nr. 111 vom 21. September 1923


Diebe, die sich selbst verraten
Der große Lohngeldraub von 196 Milliarden auf der Zeche Wilhelmine Viktoria, der Ende voriger Woche verübt wurde, hat durch die Dummheit der Diebe seine Aufklärung gefunden. Das geraubte Geld war Notgeld der Bergwerks-Aktiengesellschaft Hibernia, zu deren Bereich auch Wilhelmine Viktoria gehört. Von diesem Gelde war noch kein Stück im Umlauf. Obwohl die Kaufleute in Gelsenkirchen durch die Tageszeitungen
von diesem Umstande Kenntnis hatten, boten die Diebe doch in einem Warenhause
das Notgeld der Zeche an und zwar Hunderte von neuen Scheinen mit fortlaufenden Nummern. Der Inhaber des Warenhauses benachrichtigte sofort die Polizei, die die beiden Diebe verhafteten. Es sind zwei jüngere Bergleute, in deren Begleitung zwei Frauenspersonen waren; sie haben ein umfassendes Geständnis abgelegt.
Leider nennt der Zeitungsartikel nicht das Nominal der gestohlenen Geldscheine. Vielleicht waren es aber Scheine zu 100 Millionen Mark (siehe Abbildung)?
Uwe Bronnert
Anmerkung der Redaktion
Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen.




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