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Aus alten Zeitungen: Notgeldscheine als Lotterielose

Gefunden in: "Sieg-Post", Nr. 187 vom 17. August 1921


Der Zeitungsleser, Abbildung KI-generiert.
Der Zeitungsleser, Abbildung KI-generiert.
Abb. 1.1: Stadt Dahme, 1920, 50 Pfennig, Vorderseite.
Abb. 1.1: Stadt Dahme, 1920, 50 Pfennig, Vorderseite.
Abb. 1.2: Stadt Dahme, 1920, 50 Pfennig, Rückseite, Kontrollnummer mit vorgesetztem Buchstaben „S“.
Abb. 1.2: Stadt Dahme, 1920, 50 Pfennig, Rückseite, Kontrollnummer mit vorgesetztem Buchstaben „S“.
Abb. 1.3: Stadt Dahme, 1920, 50 Pfennig, Rückseite, Kontrollnummer mit vorgesetztem Buchstaben „Z“. Anmerkung: Den 50 Pfennig-Schein gibt es auch mit  kleinem vorgesetzten Buchstaben „z“, sowie Kontrollnummer ohne Buchstaben.
Abb. 1.3: Stadt Dahme, 1920, 50 Pfennig, Rückseite, Kontrollnummer mit vorgesetztem Buchstaben „Z“. Anmerkung: Den 50 Pfennig-Schein gibt es auch mit  kleinem vorgesetzten Buchstaben „z“, sowie Kontrollnummer ohne Buchstaben.


Notgeldscheine als Lotterielose

Einen eigenartigen Ausweg aus der Finanznot hat die Gemeinde Dahme in der Mark beschritten. Sie hat Notgeld im Werte von 10, 25 und 50 Pfennigen herausgegeben und die 50-Pfennig-Scheine mit laufenden Nummern versehen, um sie später einmal als Lotterie-Lose zu verwenden. Die Rückseite des Scheines zeigt das alte Stadtschloß, das einer Erneuerung bedarf. Leider fehlt es der Stadt an dem Geld dazu. Die 50-Pfennig-Scheine sollen nun helfen, die Schloßerneuerung zu finanzieren. Wenn der Kleingeldmangel nicht mehr besteht, müssen die Notgeldscheine bekanntlich zur Einlösung aufgerufen werden. Um das Geld für die Einlösung zu sparen, sollen die Scheine dann als Lotterielose gelten. Man will für die Hälfte des Notgeldes Gewinne in Höhe von 10 bis 1000 Mk. aussetzen, die am Schluß des Unternehmens gezogen werden. So erhalten die glücklichen Gewinner ihren Gutschein gut verzinst, die übrigen aber werden sich damit trösten, einen kleinen Beitrag zum Schloßbau geleistet zu haben.
 

Uwe Bronnert


Anmerkung der Redaktion

Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen.


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