Aus der HVB Stiftung: 10 Gulden der Oesterreichisch-ungarischen Bank von 1880

Aktualisiert: 16. Okt 2019


Die Napoleonischen Kriege hatten die Finanzen Österreichs so zerrüttet, dass eine Neuordnung des Geldwesens unabdingbar war. Zu diesem Zweck wurde 1816 die Privilegierte Österreichische Nationalbank gegründet. Zunächst zog sie die alten Scheine ein und wechselte sie in Münzen um. Noch im Gründungsjahr gab sie eine erste Banknotenserie heraus. Es gelang ihr schnell, die Währung zu stabilisieren und das Vertrauen der Bevölkerung in Papiergeld wieder herzustellen. Erst die Revolutionsjahre 1848/49 führten wieder zu vermehrten Staatsausgaben und damit zu einer steigenden Geldmenge. Nach dem sogenannten "Ausgleich" zwischen Ungarn und Österreich im Jahr 1867 wurde die Nationalbank 1878 in die Oesterreichisch-ungarische Bank umgewandelt. Bis zum Zerfall Österreichs-Ungarn war sie nun die zentrale Notenbank. Die Banknoten wurden zweisprachig, in Deutsch und Ungarisch, gedruckt. Der Friedensvertrag von St. Germain von 1919 bestimmte ihre Liquidation. 1922 wurde in Anlehnung an das Vorgängerinstitut die Österreichische Nationalbank gegründet. Sie ist bis heute die zentrale Notenbank Österreichs.



Portugal, Königliche Staatskasse: Anteilschein zu 10.000 Reis von 1799


Österreich, Oesterreichisch-ungarische Bank:

Anweisung über 10 Gulden vom 1. Mai 1880

Vorderseite: Sprache: Deutsch; links und rechts je ein Frauenkopf, darunter Strafsatz.


Rückseite: Sprache: Ungarisch; links und rechts je ein Frauenkopf, darunter Strafsatz.


Entwurf: Josef von Storck und Ferdinand Laufberger.


Format: 90 x 133 cm.


Katalogisiert ist diese Banknoten im Standard-Katalog "World Paper Money" – General Issues" unter "Austria" Nummer AUT-1.


Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon.

Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

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