Aus der HVB-Stiftung: Blockade-Schein zu 12 Groschen aus Erfurt von 1813

1806 wurde die Stadt Erfurt von französischen Truppen besetzt. 1807 erklärte Napoleon Erfurt zusammen mit Blankenhain zu einer kaiserlichen Domäne. Erfurt unterstand so direkt dem französischen Kaiser. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig wurde die Stadt vom 26. Oktober 1813 an von preußischen, österreichischen und russischen Truppen belagert. Daher befahl der französische Gouverneur die Herstellung der sog. "Blockadescheine". Bereits am 6. Januar 1814 konnte die Stadt durch die Belagerer eingenommen werden, abgesehen von der mächtigen Zitadelle Petersberg, die erst nach dem Pariser Frieden vom 30. Mai 1814 übergeben wurde. Daher waren die Scheine nur kurz im Umlauf.



Erfurt, Kaiserlich Französisches Militärgouvernements

Blockadeschein zu 12 Groschen vom 1. November 1813

Vorderseite: Oben in der Mitte Wappen der Stadt Erfurt (Mainzer Rad) mit zwei "Wilden Männern" als Schildhalter. Randornamente mit Lorbeerlaub. Trockensiegel.

Rückseite: Druck einseitig.

Format: 181 mm x 112 mm

Druck: Uckermann, Johann J. von

Katalogreferenz:

A 558 (Pick/Rixen: Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland)

GER-S1465 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues)


Zur der HVB Stiftung Geldscheinsammlung bei bavarikon.

Katharina Depner, HVB Stiftung Geldscheinsammlung, www.geldscheinsammlung.de

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