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Aus privaten Sammlungen: 100.000 Kronen der Oesterreichisch-ungarischen Bank von 1922

Aktualisiert: 8. Sept. 2021

Der Österreichisch-ungarische Ausgleich führte 1878 zur Gründung der Oesterreichisch-ungarischen Bank, die zweisprachige Noten für die beiden gleichberechtigten Reichshälften ausgab. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zerfall der Doppelmonarchie operierte die Oesterreichisch-ungarische Bank vorerst weiterhin unter diesem Namen, sollte jedoch nach dem Vertrag von St. Germain bald aufgelöst werden. Die zunehmende Inflation schlug sich auch in den Notenausgaben der Bank nieder: 1922 stellte der 500.000-Kronen-Schein das Höchstnominal dar; auch waren Noten über 1 Mio. Kronen geplant, jedoch wurden sie nicht mehr in Umlauf gegeben. Nach diesen Inflationsausgaben wurde die Oesterreichisch-ungarische Bank liquidiert.


Mit dem Nationalbankgesetz vom 4. November 1922 wurde die Nachfolgerin, die Oesterreichische Nationalbank, gegründet und nahm am 1. Januar 1923 ihre Tätigkeit auf. Neue Kronen-Noten gab die Bank ab 1924 aus; jedoch wurde bereits am 20. Dezember 1924 eine Währungsreform beschlossen: Der Schilling sollte ab 1. März 1925 die Krone ablösen – ein Schilling entsprach 10.000 Papierkronen. Als Übergang wurden am 11.5.1925 die alten 10.000-Kronen-Noten mit dem Datum "2. Jänner 1924" und dem Aufdruck "Ein Schilling" in roter Farbe in Umlauf gebracht; im weiteren Verlauf des Jahres gab die Oesterreichische Nationalbank die erste Banknotenserie der Schillingwährung aus.


Aus der Sammlung Hans-Ludwig Grabowski:


Republik Österreich, Oesterreichisch-ungarische Bank:

Banknote über 100.000 Kronen vom 2. Januar 1922


Vorderseite: weibliche Figur im Medaillon mit zwei Füllhörnern; Legende und Ornamente.

Rückseite: Wertangabe und Ornamente.

Wasserzeichen: ohne

Format: 196 mm x 132 mm

Entwurf: Rudolf Junk und Hanns Schramm

Druckerei: Druckerei für Wertpapiere, Wien


Katalogreferenzen:

AUT-81 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues)

A76 (Grabowski: Kleiner deutscher Papiergeldkatalog)

Ri. 237 (Rudolf Richter: Papiergeld-Spezialkatalog Österreich 1759–2010)

KK 173 (Kodnar/Künstner: Katalog der österreichischen Banknoten ab 1759)

ANK 203 (Herinek: Austria Katalog Münzen und Banknoten)


Kana Totsuka


Hier noch ein Link zu Österreich-Ungarn im Museum:

Hier noch ein Link zur Oesterreichischen Nationalbank im Museum:

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