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Aus privaten Sammlungen: 25 Piaster der Bank von Indochina aus dem Jahr 1949

Objekttyp: Banknote

Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski


Historischer Kontext:

Die Banque de l'Indochine war per Dekret vom 21. Januar 1875 mit dem Hauptsitz in Paris gegründet worden, um die Geldversorgung in der damaligen Kolonie Französisch-Indochina (heute Laos, Kambodscha und Vietnam) zu sichern und später den wirtschaftlichen Interessen Frankreichs in ganz Südostasien zu dienen. Sie unterhielt Filialen in Phnom Penh in Kambodscha und in Haiphong, Hanoi, Saigon und Tourane (Da Nang) in Vietnam (Piaster-Währung) sowie Pondichéry in Französisch-Indien (Rupien-Währung). Die ersten Banknoten gab sie 1875 aus. 1888 folgten dann auch Noten für Neukaledonien, 1904 für Tahiti und dann für Djibouti und die Neuen Hebriden. Sie gab aber auch Banknoten in Thailand, China und Singapur in den jeweils gültigen Landeswährungen aus.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs herrschten die Japaner über Französisch-Indochina.

Die meisten Franzosen verließen 1945 bis 1946 die Kolonie. Nach dem Krieg liefen die Noten der Bank in den einzelnen Kolonien vorerst weiter um.

Die vorgestellte Banknote gab es in gleicher Gestaltung, doch mit blauer statt roter Schrift und ohne den roten Grund des Banknamens auf der Vorderseite bereits ab 1937. Nach dem Krieg gab man dann die modifizierte Note zur besseren Unterscheidung von den Vorkriegsausgaben in Umlauf.

Die letzten Noten der Banque de l'Indochine wurden 1954 gedruckt. Im gleichen Jahr endete der Indochinakrieg, in dessen Ergebnis die Kolonie in selbstständige Staaten zerfiel.

1953/54 waren noch Ausgaben des Institut d'Emission des Etats du Cambodge, Laos, Vietnam in Umlauf gekommen.

Geldscheine der französischen Kolonien, so von Französisch-Indochina, sind bei Sammlern wegen ihrer farbenprächtigen künstlerischen Gestaltung, der ansprechenden Motive und der besonderen Geschichte sehr beliebt, wegen des typischen dünnen Papiers vieler Ausgaben aber auch selten in guter Erhaltung zu bekommen.

 
 

Land/Region/Ort: Französisch-Indochina, Kolonie

Emittent: Banque de l'Indochine

Nominal: 25 Piastres (Piaster)

Datum: ohne Datierung (1949)

Vorderseite: Behelmte weibliche Allegorie mit Lorbeerkranz vor drei Bögen aus Eichenlaub. Im mittleren Bogen die griechische Göttin Athene mit Helm und Speer.

Rückseite: Behelmte weibliche Allegorie mit Lorbeerkranz vor einem Tor mit einem Fries mit drei sitzenden Figuren. Links davon zwei sitzende Löwen und rechts Ruinen von Angkor Wat. Wertangabe in Chinesisch, Khmer, Lao und Vietnamesisch.

Signatur: Minost / Laurent

Umlauf: ab 21. März 1949

Material: Papier, weiß

Wasserzeichen: Merkurkopf im Profil

Druck: Druckerei der Banque de France

Entwurf: Seb. Laurent Fec. (lat. Fecit=hat es gemacht) / RITA Sc. (lat. Sculpsit=hat gestochen)

Format: 160 mm x 85 mm

Nummerierung: Serie U.1648 / 647

Authentizität: Original

Zitate:

  • French Indochina 81a (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues)

  • B165a (Linzmayer: The Banknote Book: French Indochina)

 

Hans-Ludwig Grabowski

 

Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.

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