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Dag Hammarskjöld: Der erfolgreichste Generalsekretär der Vereinten Nationen

Nach dem Scheitern des Völkerbunds, der auch den Zweiten Weltkrieg nicht verhindern konnte, gründeten Vertreter von 50 Staaten am 26. Juni 1945 auf der Konferenz von San Francisco die Organisation der Vereinten Nationen (UNO/UN). In ihrer Charta stand die Wahrung des Weltfriedens an erster Stelle. Der norwegische Jurist Trygve Lie wurde

am 1. Februar 1946 zum ersten Generalsekretär gewählt.


Trotz sowjetischen Einspruchs wurde Trygve Lie am 1. November 1950 von der UNO-Vollversammlung als Generalsekretär wiedergewählt – durch die Wahlblockade der Sowjetunion wurde seine Präsidentschaft jedoch nur verlängert. Von seiner Aufgabe desillusioniert trat er am 10. November 1952 von seinem Amt zurück. Seinen Nachfolger Dag Hammarskjöld begrüßte er am 9. April 1953 am Flughafen in New York mit den Worten „Willkommen in New York und bei den Vereinten Nationen. Sie übernehmen hier den unmöglichsten Job der Erde.“


Im März 1953 war der UNO-Sicherheitsrat zusammengetroffen und nominierte den vom französischen Botschafter Henri Hoppenot vorgeschlagenen Hammarskjöld. Im geheimen Wahlgang wurde er am 31. März mit zehn Stimmen nominiert – bei Enthaltung Chinas.

Dag Hammarskjöld wusste nichts von seiner Nominierung als neuer Generalsekretär.

Am 7. April 1953 stimmte die Generalversammlung in geheimer Wahl mit 57 Stimmen, einer Gegenstimme und einer Enthaltung für ihn.


Abb. 1: Dag Hjalmar Agne Carl Hammarskjöld (29. Juli 1905 – 18. September 1961). Der schwedische Politiker, Diplomat, Ökonom und Wirtschaftswissenschaftler war Vorsitzender des Generalrats der schwedischen Reichsbank und Statssekretär im Finansdepartementet des schwedischen Finanzministeriums von 1936 bis 1945 und wechselte 1946 ins Außenministerium Schwedens; von 1949 bis 1951 war er dort Staatssekretär und von 1951 bis 1953 Minister ohne Geschäftsbereich. Hammarskjöld war wie sein Vater ebenfalls parteilos – dieser war während des Ersten Weltkriegs schwedischer Ministerpräsident (Foto: © UN/DPI).
Abb. 1: Dag Hjalmar Agne Carl Hammarskjöld (29. Juli 1905 – 18. September 1961). Der schwedische Politiker, Diplomat, Ökonom und Wirtschaftswissenschaftler war Vorsitzender des Generalrats der schwedischen Reichsbank und Statssekretär im Finansdepartementet des schwedischen Finanzministeriums von 1936 bis 1945 und wechselte 1946 ins Außenministerium Schwedens; von 1949 bis 1951 war er dort Staatssekretär und von 1951 bis 1953 Minister ohne Geschäftsbereich. Hammarskjöld war wie sein Vater ebenfalls parteilos – dieser war während des Ersten Weltkriegs schwedischer Ministerpräsident (Foto: © UN/DPI).

Der Sicherheitsrat formulierte in seiner 617. Sitzung: „Angesichts der immensen Bedeutung dieses Postens, insbesondere in der gegenwärtigen Situation, bringen die Mitglieder des Sicherheitsrates die dringende Hoffnung zum Ausdruck, dass Sie die Ernennung annehmen werden, falls diese, wie sie hoffen und glauben, in Kürze von der Generalversammlung vorgenommen wird.“ Seinen Amtseid leistete Dag Hammarskjöld am 10. April 1953 für eine fünfjährige Amtszeit.


Laut der einer UN-Pressemitteilung sagte Hammarskjöld:

„...Unsere Arbeit für den Frieden muss in der privaten Welt eines jeden von uns beginnen. Um für die Menschen eine Welt ohne Furcht zu schaffen, müssen wir selbst frei von Furcht sein. Um eine Welt der Gerechtigkeit zu schaffen, müssen wir gerecht sein. Und wie können wir für die Freiheit eintreten, wenn wir nicht im eigenen Geiste frei sind? Wie können wir von anderen Opferbereitschaft verlangen, wenn wir selbst nicht dazu bereit sind? ... Nur durch die wahrhaftige Hingabe an das Wohl aller können wir jene Stärke und Unabhängigkeit, jene Einmütigkeit des Wollens und jene Unvoreingenommenheit des Urteils gewinnen, die notwendig sind, um unserer Pflicht gegenüber der Zukunft gerecht zu werden – als Menschen einer Generation, der die Chance gegeben wurde, rechtzeitig eine Welt des Friedens zu schaffen.“

Mit großer Hingabe, Beharrlichkeit und Ausdauer ging er anstehende Probleme des gefährdeten Weltfriedens an und gegen geopolitischem Machtansprüche in der Welt vor. Seine größten Verdienste waren seine hartnäckigen Verhandlungen mit China während des Korea-Kriegs über die Freilassung der auf Seiten Südkoreas, mit UN-Mandat ausgestattet, gefangengenommenen US- und anderer alliierten Soldaten. Etwa 7.000 US-Soldaten gerieten bis 1953 in nordkoreanisch-chinesische Gefangenschaft. Durch Vermittlung Hammarskjölds kam es nach dem Waffenstillstandsabkommen vom 27. Juli 1953 zum Gefangenenaustausch bei den Operationen „Little Switch“ und „Big Switch“ im August/September 1953 – 33.746 US-amerikanische Soldaten wurden an die UN-Truppen übergeben und konnten in die USA zurückkehren. Etwa 2.700 US-Gefangene starben während ihrer Internierung in den Lagern.


Abb. 2: Vorderseite (ca. 180 x 100 mm) eines zweiseitig gedruckten Flugblatts als Passierschein der UN-Streitkräfte im Korea-Krieg, unterschrieben von James A. VanFleet, kommandierender 4-Sterne-General der 8. US-Armee (EUSAK) – insgesamt machten die UN-Truppen 171.494 chinesische und nordkoreanische Gefangene; die Vereinten Nationen forderten, dass kein Gefangener gegen seinen Willen nach Nordkorea oder China zurückgebracht wird, am 21. Juli teilte das UNC den Chinesen und Nordkoreanern mit, dass 69.000 Koreaner und 5.000 Chinesen in ihren Machtbereich zurückkehren würden, am 24. Juli gab das UN-Kommando die Zahl derjenigen, die nicht repatriiert werden wollten, mit 14.500 Chinesen und 7.800 Nordkoreanern an – China und Nordkorea erklärten ihrerseits, sie würden neben weiteren US- auch 8.186 südkoreanische Soldaten übergeben – bis zum 1. Februar 1954 wurden alle ehemaligen Gefangenen, die sich entschieden, nicht in ihre kommunistischen Heimatländer zurückzukehren als freie Zivilisten entlassen.
Abb. 2: Vorderseite (ca. 180 x 100 mm) eines zweiseitig gedruckten Flugblatts als Passierschein der UN-Streitkräfte im Korea-Krieg, unterschrieben von James A. VanFleet, kommandierender 4-Sterne-General der 8. US-Armee (EUSAK) – insgesamt machten die UN-Truppen 171.494 chinesische und nordkoreanische Gefangene; die Vereinten Nationen forderten, dass kein Gefangener gegen seinen Willen nach Nordkorea oder China zurückgebracht wird, am 21. Juli teilte das UNC den Chinesen und Nordkoreanern mit, dass 69.000 Koreaner und 5.000 Chinesen in ihren Machtbereich zurückkehren würden, am 24. Juli gab das UN-Kommando die Zahl derjenigen, die nicht repatriiert werden wollten, mit 14.500 Chinesen und 7.800 Nordkoreanern an – China und Nordkorea erklärten ihrerseits, sie würden neben weiteren US- auch 8.186 südkoreanische Soldaten übergeben – bis zum 1. Februar 1954 wurden alle ehemaligen Gefangenen, die sich entschieden, nicht in ihre kommunistischen Heimatländer zurückzukehren als freie Zivilisten entlassen.

Hammarskjöld bemühte sich 1956 leider vergebens, beim Volksaufstand in Ungarn und dem Eingreifen und der Niederschlagung durch sowjetische Truppen verhandeln zu können.

Die ungarische Revolution begann am 23. Oktober 1956 mit einer Großdemonstration in Budapest gegen die sowjetische Unterdrückung und mit einer Solidaritätsbekundung für die während des Arbeiteraufstand in Poznań (Posen) getöteten über 70 Demonstranten und etwa 600 Verletzten. Der Generalstreik begann am 28. Juni 1956 in den Stalin-Werken und wurde von der kommunistischen Staatsmacht blutig niedergeschlagen.


Wegen des Vetorechts der UdSSR im UN-Sicherheitsrat blieben Hammarskjölds diplomatischen Möglichkeiten stark eingeschränkt und letztendlich erfolglos.

Beim ungarischen Volksaufstand im Jahr 1956 starben schätzungsweise 2.500 bis 3.000 Menschen und über 700 sowjetische Soldaten.


Abb. 3: 500 Forint 2006, 154 × 70 mm, Rs., Gedenkbanknote zum 50. Jahrestag der Revolution, von der Magyar Nemzeti Bank am 20. Oktober 2006 ausgegeben und bis 31. Oktober 2019 gültig.
Abb. 3: 500 Forint 2006, 154 × 70 mm, Rs., Gedenkbanknote zum 50. Jahrestag der Revolution, von der Magyar Nemzeti Bank am 20. Oktober 2006 ausgegeben und bis 31. Oktober 2019 gültig.

Der ägyptische Staatspräsident Gamal Abdel Nasser ließ am 26. Juli 1956 die Suezkanal-Gesellschaft (Compagnie universelle du canal maritime de Suez) verstaatlichen.

Die Gesellschaft war in französischen Besitz und zusammen mit den Briten wollten diese den Suezkanal militärisch wieder unter ihre Kontrolle bringen. Daraus resultierte die Suez-Krise. Frankreich und Großbritannien vereinbarten mit Israel im Protokoll von Sèvres im Oktober 1956 eine abgestimmte Militäraktion: Am 29. Oktober 1956 marschierten israelische Truppen auf der Sinai-Halbinsel ein. Die USA und die UdSSR riefen den UN-Sicherheitsrat an und Hammarskjöld vermittelte zwischen den Konfliktparteien; er entschärfte innerhalb von 48 Stunden den Konflikt mit der Aufstellung einer 6000 Soldaten starken internationalen Blauhelm-Truppe.


Abb. 4: 100 Francs o. D., 116 × 75 mm, Vs., Schatzschein mit Überdruck des Trésor Français; das Besatzungsgeld von 1947 für die französischen Besatzungszonen in Deutschland und Österreich wurde geschwärzt (TERRITOIRES OCCUPÉ / CE BILLET A COURS UNIQUEMENT DANS LES TERRITOIRES OCCUPÉ) und erhielten den zusätzlichen Aufdruck FORCES FRANÇAISES EN MÉDITERRANNÉE ORIENTALE; die nachverwendeten Scheine zu 50, 100 und 1000 Francs kursierten für kurze Zeit während des Suez-Kriegs auf Zypern.
Abb. 4: 100 Francs o. D., 116 × 75 mm, Vs., Schatzschein mit Überdruck des Trésor Français; das Besatzungsgeld von 1947 für die französischen Besatzungszonen in Deutschland und Österreich wurde geschwärzt (TERRITOIRES OCCUPÉ / CE BILLET A COURS UNIQUEMENT DANS LES TERRITOIRES OCCUPÉ) und erhielten den zusätzlichen Aufdruck FORCES FRANÇAISES EN MÉDITERRANNÉE ORIENTALE; die nachverwendeten Scheine zu 50, 100 und 1000 Francs kursierten für kurze Zeit während des Suez-Kriegs auf Zypern.

Als das begische Königreich seine afrikanische Kolonie Belgisch-Kongo am 30. Juni 1960

in die Unabhängigkeit entließ, konnte die neue Staatsführung unter Staatspräsident Joseph Kasavubu und Ministerpräsident Patrice Lumumba das Land nicht konsolidieren; es spaltete sich die rohstoffreiche Provinz Katanga als unabhängiger Staat ab, der international jedoch nicht anerkannt wurde. Putsche, Gegenregierungen und ein Verfall der staatlichen Ordnung im verbliebenen Restkongo bewegten die UNO, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln und das abtrünnige Katanga zur Rückkehr in den Kongo zu bewegen. Lumumba wurde von Separatisten festgenommen, nach Katanga ausgeliefert und am 17. Januar 1961 auf Befehl von Moïse Tschombé erschossen.


Abb. 5: 1000 Francs 26. Januar 1962 , 156 × 75 mm, Vs., Banknote der Nationalbank von Katanga, gedruckt bei Johan Enschede en Zonen in Haarlem/Niederlande; alle Katanga-Francs-Scheine wurden durch die Wiedereingliederung der Provinz im Januar 1963 ungültig.
Abb. 5: 1000 Francs 26. Januar 1962 , 156 × 75 mm, Vs., Banknote der Nationalbank von Katanga, gedruckt bei Johan Enschede en Zonen in Haarlem/Niederlande; alle Katanga-Francs-Scheine wurden durch die Wiedereingliederung der Provinz im Januar 1963 ungültig.

Seine Mission zur Beilegung der Kongo-Krise konnte Dag Hammarskjöld nicht beenden:

er starb am 18. September 1961 beim Absturz einer für die UNO betriebene Douglas DC-6B im Grenzgebiet zwischen Katanga und Nordrhodesien. Mit ihm kamen zehn Passagiere und die fünfköpfige Besatzung ums Leben. Über die Absturzursache gab es jahrelang viele Spekulationen. Im Oktober 2017 wurde ein Untersuchungsbericht vom amtierenden UN-Generalsekretär António Guterres veröffentlicht, in dem „ein Angriff oder eine Bedrohung von außen“ als „plausibel“ eingestuft wurde. 2019 wurde vermutet, dass der belgische Pilot Jan van Risseghem, ein Legionär im Auftrag der Katanga-Rebellen, Hammarskjölds Flugzeug abgeschossen hat.


Die Sveriges Riksbank ehrte 2014 den 2. UNO-Generalsekretär Hammarskjöld mit seinem Porträt auf der werthöchsten Banknote des Landes. Vorausgegangen war ein am 24. April 2012 ausgerufener Wettbewerb zur Gestaltung einer neuen schwedischen Banknotenserie aufgrund eines Memorandums zur Erneuerung der Banknoten- und Münzserien vom 23. März 2010. Eine Jury von Mitgliedern des Generalrats unter dem Vorsitz von Peter Egardt und den Künstlern Jordi Arkö und Karin Granqvist entschieden.


Das Jury-Mitglied Karin Granqvist (Mitglied der Königlichen Schwedischen Akademie der Schönen Künste) hatte gegen die Entscheidung für die Serie „Kulturresan“ als Gewinner zu nominieren, Widerspruch eingelegt. Der Grafikdesigner Göran Österlund erhielt für seine Serie „Kulturreise“ den Siegerpreis.


Abb. 6: 1000 Kronor o. D. (2014), Vs., 154 × 66 mm, Porträt Dag Hammarskjöld; Wasserzeichen: Porträt Dag Hammarskjöld, Unterschriftenkombination: Johan Gernandt und Stefan Ingves – die Serienbuchstaben geben das Druckjahr der Banknote an (A = 2013, B = 2014 usw.) und die ersten beiden Ziffern stehen für die Position der Banknote auf dem Druckbogen; in Mikroschrift ist zu lesen: „ALLAMÄNNISKORÄRFÖDDAFRIAOCHLIKAIVÄRDEOCH RÄTTIGHETERDEHARUTRUSTATSMEDFÖRNUFTOCH SAMVETEOCHBÖRHANDLAGENTEMOTVARANDRAIEN ANDAAVGEMENSKAPFNSALLMÄNNAFÖRKLARINGOM DEMÄNSKLIGARÄTTIGHETERNAARTIKEL1“ (= Alle Menschen sind frei und gleich an Wert und Rechten geboren, mit Vernunft und Gewissen begabt und dazu bestimmt, mit anderen und der Menschheitsgemeinschaft zu verhandeln. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 1) sowie am kurzen Rand, mehrmals wiederholt: „SVERIGESRIKSBANK SVERIGESRIKSBANK SVERIGESRIKSBANK ...“; abgebildet sind außerdem das Emblem der UNO und das Gebäude der UNO in New York.
Abb. 6: 1000 Kronor o. D. (2014), Vs., 154 × 66 mm, Porträt Dag Hammarskjöld; Wasserzeichen: Porträt Dag Hammarskjöld, Unterschriftenkombination: Johan Gernandt und Stefan Ingves – die Serienbuchstaben geben das Druckjahr der Banknote an (A = 2013, B = 2014 usw.) und die ersten beiden Ziffern stehen für die Position der Banknote auf dem Druckbogen; in Mikroschrift ist zu lesen: „ALLAMÄNNISKORÄRFÖDDAFRIAOCHLIKAIVÄRDEOCH RÄTTIGHETERDEHARUTRUSTATSMEDFÖRNUFTOCH SAMVETEOCHBÖRHANDLAGENTEMOTVARANDRAIEN ANDAAVGEMENSKAPFNSALLMÄNNAFÖRKLARINGOM DEMÄNSKLIGARÄTTIGHETERNAARTIKEL1“ (= Alle Menschen sind frei und gleich an Wert und Rechten geboren, mit Vernunft und Gewissen begabt und dazu bestimmt, mit anderen und der Menschheitsgemeinschaft zu verhandeln. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 1) sowie am kurzen Rand, mehrmals wiederholt: „SVERIGESRIKSBANK SVERIGESRIKSBANK SVERIGESRIKSBANK ...“; abgebildet sind außerdem das Emblem der UNO und das Gebäude der UNO in New York.
Abb. 7: 1000 Kronor 2014, Rs., mit Text an den Berghängen: „Mät aldrig bergets höjd förrän du nått toppen. Då ska du se hur lågt det var. Dag Hammarskjöld“ (= Miss niemals die Höhe eines Berges, bevor du seinen Gipfel erreicht hast. Dann wirst du sehen, wie niedrig er war. Dag Hammarskjöld) und lappländische Gebirgszügen sowie Landkarte Schwedens.
Abb. 7: 1000 Kronor 2014, Rs., mit Text an den Berghängen: „Mät aldrig bergets höjd förrän du nått toppen. Då ska du se hur lågt det var. Dag Hammarskjöld“ (= Miss niemals die Höhe eines Berges, bevor du seinen Gipfel erreicht hast. Dann wirst du sehen, wie niedrig er war. Dag Hammarskjöld) und lappländische Gebirgszügen sowie Landkarte Schwedens.

Alle Banknoten wurden im Herbst 2012 mit modifizierten Porträts leicht verändert, mit mehreren Sicherheitsmerkmalen [1] versehen; die Porträts gravierte Gunnar Nehls, während die endgültige grafische Ausarbeitung das Designteam von Crane AB unter Leitung von Karin Mörck Hamilton ausführte. Gedruckt wurden die Banknoten in der schwedischen Tumba Bruk und Crane AB ab 2013 (2001 verkaufte die Reichsbank ihre Münzherstellung nach Finnland, die Druckerei ging ein Jahr später an das US-amerikanische Unternehmen Crane Currency). Ab 1. Oktober 2015 wurden die neuen Banknoten in Umlauf gegeben – die früheren 1000-Kroner-Noten verloren spätestens am 1. Juli 2017 ihre Gültigkeit.


Weitere Entwürfe [2] wurden von Göran Dalhov und Teams mit Lars Arrhenius und Martina Müntzing, Ali Tabatabai und Mads Quistgaard, Gustav Granström und Oscar Laufersweiler sowie Ritator AB und Peter Johansson vorgelegt (ohne Abb.).


Abb. 8: Vorderseiten-Gestaltung einer 1000-Kronor-Banknote mit dem Porträt Dag Hammarskjölds aus der Serie „Älskade Aktörer“ (Beliebte Schauspieler) von Hans Cogne, Clara Terne und Lars Sjööblom – das Team wurde 2. Preisträger.
Abb. 8: Vorderseiten-Gestaltung einer 1000-Kronor-Banknote mit dem Porträt Dag Hammarskjölds aus der Serie „Älskade Aktörer“ (Beliebte Schauspieler) von Hans Cogne, Clara Terne und Lars Sjööblom – das Team wurde 2. Preisträger.
Abb. 9: Vorderseiten-Gestaltung einer 1000-Kronor-Banknote mit dem Porträt Dag Hammarskjölds aus der Serie „Inspiration 2012“ von Sirje Papp and Vince Reichardt.
Abb. 9: Vorderseiten-Gestaltung einer 1000-Kronor-Banknote mit dem Porträt Dag Hammarskjölds aus der Serie „Inspiration 2012“ von Sirje Papp and Vince Reichardt.
Abb. 10: Vorderseiten-Gestaltung einer 1000-Kronor-Banknote mit dem Porträt Dag Hammarskjölds aus der Serie „Det avlånga landet“ (Das langgestreckte Land – Schweden von Norden nach Süden) vom Team Stockholm Design Lab AB, Björn Kussofsky, Per Carlsson und Martin Mörck.
Abb. 10: Vorderseiten-Gestaltung einer 1000-Kronor-Banknote mit dem Porträt Dag Hammarskjölds aus der Serie „Det avlånga landet“ (Das langgestreckte Land – Schweden von Norden nach Süden) vom Team Stockholm Design Lab AB, Björn Kussofsky, Per Carlsson und Martin Mörck.

Als UN-Generalsekretär pflegte Hammarskjöld frühzeitig eine Strategie der „stillen Diplomatie“; nach seinem Tod folgte der birmanische Informationsminister und Ministerpräsident Sithu U Thant am 3. November 1961 zunächst als Interims-Nachfolger und am 30. November 1962 als 3. UNO-Generalsekretär. Die Bedeutung und heutige Einschätzung der UNO mit ihren derzeitig 193 Mitgliedsstaaten ist stark zwiegespalten:

Sie gilt einerseits als unverzichtbares Forum für den globalen Dialog und humanitäre Hilfe, wird aber andererseits oft wegen ständiger Blockaden im Sicherheitsrat und mangelnder Durchsetzungskraft bei Großkonflikten als handlungsarm kritisiert.


Michael H. Schöne


Anmerkungen und Quellen:

[2] Sveriges Riksbank: „Competition for the design of the new Swedish banknote series“ Stockholm 2012

Friedman, Herbert A.: „Propaganda Currency“ IBNS Journal 1984 Nr. 23/1

Göttel, Hans: „Diplomatie und Mystik“ Wiener Zeitung“ vom 17. September 2017

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