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Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 2

Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design.

Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden.

Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs.


Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können?

Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort.


Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 807

Giovanni Pino

Neapel, Italien, geb. 1945


Abschluss an der Akademie der Schönen Künste von Rom im Jahr 1969.

Preisträger eines Wettbewerbs der Banca d'Italia 1970 für eine Ausbildung in Stichelgravur.

Eintritt in die Druckerei der Banca d'Italia

im Jahr 1971.

Hat seit 1974 italienische Banknoten entworfen, nationale Schecks, Wertpapiere und Gedenkmünzen.






5 Euro, Vorderseite: Kopf des Ephebus nach einem Original im Museum von Athen.

5 Euro, Rückseite: stilisierte Arkaden eines römischen Aquädukts.


10 Euro, Vorderseite: Porträt des Monats Januar von Benedetto Antelami,

Baptisterium von Parma.

10 Euro, Rückseite: architektonische Merkmale aus der Romanik.


20 Euro, Vorderseite: Kopf mit der Darstellung der "Gerechtigkeit", von einer Skulptur von Giovanni di Balduccio da Pisa. Original in der Kirche von S. Eustorgio in Mailand.

20 Euro, Rückseite: architektonische Merkmale aus der Zeit der Gotik.


50 Euro, Vorderseite: Porträt einer Prinzessin von Jean Hey,

dem Maître de Moulins. Original im Metropolitan Museum, New York.

50 Euro, Rückseite: architektonische Merkmale der Renaissance.


100 Euro, Vorderseite: Porträt eines Mannes von Hass.

100 Euro, Rückseite: architektonische Merkmale des der Barockzeit.


200 Euro, Vorderseite: Porträt von Madame Moitessier von Ingres nach einem Original in der Nationalgalerie in Washington.

200 Euro, Rückseite: architektonische Merkmale aus dem Zeitalter von Eisen und Glas.


500 Euro, Vorderseite: Kopf eines Kindes.

500 Euro, Rückseite: moderne architektonische Merkmale.


Fortsetzung folgt …


Hans-Ludwig Grabowski


Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

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