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Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 30

Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design.

Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden.

Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs.


Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können?

Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort.


Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 276

Pierette Lambert

Geboren 1928 in Poitou, Frankreich. Studierte Bildende Kunst und Radierung in Poitiers und Paris.

Schuf Entfürfe für Briefmarken, Banknoten und Münzen für Frankreich, Monaco und viele afrikanische Länder, darunter die französischen Banknoten zu 5, 50 und 200 Francs der Banque de France.

Für ihre Arbeiten, die sie auch in zahlreichen Ausstellungen präsentierte, erhielt sie unter anderem den Jacques-Callot-Preis für Briefmarkendesign.










5 Euro, Vorderseite: Frauenkopf vor Anthemion; Rückseite: dorische,

ionische und korinthische Säulenordnung, Akanthoswerk und EU-Landkarte.


10 Euro, Vorderseite: Männerkopf, romanische Ornamente;

Rückseite: romanische Bauten, Säulen und Ornamente, EU-Landkarte.


20 Euro, Vorderseite: Männerkopf und gotische Ornamente aus Architektur und Buchmalerei; Rückseite: stilisiertes Kreuzrippengewölbe und Strebewerk, EU-Landkarte.


50 Euro, Vorderseite: Frauenkopf und Ornamente aus der Tapisserie;

Rückseite: Säulen, Fenster und Ornamente im Renaissance-Stil, EU-Landkarte.


100 Euro, Vorderseite: Frauenkopf und barocke Ornamente;

Rückseite: barocke Säulen und Ornamente, EU-Landkarte.


200 Euro, Vorderseite: Frauenkopf und Ornamente, inspiriert von Metallstrukturen;

Rückseite: von der Schmiedekunst inspirierte Ranken- und Efeuornamente, EU-Landkarte.


500 Euro, Vorderseite: Bubenkopf, Brunnen;

Rückseite: moderne urbane Architektur, EU-Landkarte.


Fortsetzung folgt …


Kana Totsuka

Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

1 Comment


"darunter die französischen Banknoten zu 5, 50 und 200 Francs der Banque de France" -

Auf dem 200-Francs-Schein von 1968-97 erkenne ich ihren Stil wieder. Aber welche 5 und 50 Francs sind gemeint?

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