F+W-Verlag hat Insolvenz angemeldet

Aktualisiert: 1. Apr 2019



F+W media ist ein großer Spezialverlag, der u.a. mehr als 50 Fachzeitschriften aus den Bereichen Kunsthandwerk, Schreiben, Design und Outdoor veröffentlicht. Außerdem gibt er Bücher heraus, führt Verbraucher- und Handelsveranstaltungen durch und verkauft Produkte online.

2002 übernahm F+W den Verlag Krause Publications, der Numismatikern in aller Welt durch seine Standardkataloge "World Coins" und "World Paper Money" sowie seine Zeitschriften "Numismatic News" und "Bank Note Reporter" bekannt ist.





Am 15. März 2019 hat F+W media Insolvenz angemeldet. Den ausstehenden Schulden in Höhe von 105,2 Millionen US-Dollars steht lediglich noch eine Bar-Reserve in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollars gegenüber. Das Unternehmen plant aber den Betrieb fortzusetzen, während seine Beteiligungen liquidiert werden.

Auf unsere Nachfrage wurde erklärt, dass die für 2019 geplanten Ausgaben ihrer Welt-Kataloge für Münzen und Geldscheine ausgeliefert werden sollen. Die neueste Auflage des SCWPM-modern issues soll ab Anfang April lieferbar sein.

Da der numismatische Bereich erfolgreich lief, will man die in aller Welt als Referenzwerke genutzten Kataloge für Münzen und Geldscheine fortführen. Zumindest sollen alle 2019 angekündigten Titel auch erscheinen, weil die Arbeit daran bereits weit fortgeschritten ist. Was danach geschieht, wird man sehen. Natürlich wäre die Einstellung der Kataloge ein großer Verlust mit folgenreichen Auswirkungen auf das Sammeln weltweit. Auch wenn immer wieder berechtigte Kritik an den Katalogen geäußert wurde, ohne sie ginge das Sammeln von Weltbanknoten sicher spürbar zurück.

F+W hofft derweil, seine Zeitschriften- und Buchbereiche in ihrer Gesamtheit und nicht als einzelne Titel zu verkaufen. Die Zukunft des SCWPM ist trotzdem ungewiss.


Hans-Ludwig Grabowski

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