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Japans neue Banknotenserie

Am 9. April 2019 hatte das japanische Finanzministerium die Entwürfe für eine neue Banknotenserie in den Stückelungen 1000, 5000 und 10.000 Yen veröffentlicht, HIER im Blog berichtet. Am 3. Juli 2024, mehr als fünf Jahre später, wurden diese neuen Banknoten in Umlauf gebracht – die ersten neuen Geldscheine Japans seit zwei Jahrzehnten.


Die auf den neuen Scheinen abgebildeten Personen stehen für den Kapitalismus, die Gleichberechtigung der Frauen und die wissenschaftliche Innovation.



Die 1000-Yen-Note zeigt den Arzt und Bakteriologen Kitasato Shibasaburō (1853-1931)

auf der Vorderseite links, im Wasserzeichen mit hoher Auflösung und auch im holographischen Patch auf der Vorderseite unten links. Er war maßgeblich an der Erforschung des Wundstarrkrampfs und der Beulenpest beteiligt. Die Rückseite zeigt das berühmte Bild "Kanagawa-oki nami ura" (Unter der großen Welle vor Kanagawa) aus der Serie Fugaku sanjūrokkei (Sechsunddreißig Ansichten des Berges Fuji), einem japanischen Ukiyo-e-Holzschnitt von Katsushika Hokusai. Die Banknote wurde mit verbesserten taktilen Markierungen versehen und misst 150 x 76 mm.



Die 5000-Yen-Note zeigt das Porträt von Tsuda Umeko (1864-1929), einer Pionierin der Frauenbewegung und Pädagogin, auf der Vorderseite links, im Wasserzeichen mit hoher Auflösung und auch im holographischen Streifen auf der Vorderseite links in der Mitte.

Auf der Rückseite sind drapierte japanische Glyzinienblüten (fuji) abgebildet. Die Banknote wurde ebenfalls mit verbesserten taktilen Markierungen versehen und misst 156 x 76 mm.



Auf der 10.000-Yen-Note ist Shibusawa Eiichi (1840-1931), der als "Vater des japanischen Kapitalismus" bekannt ist, auf der Vorderseite links im Wasserzeichen mit hoher Auflösung und auch im holographischen Streifen ganz links auf der Vorderseite abgebildet. Shibusawa war eine Schlüsselfigur beim Aufbau der modernen japanischen Wirtschaft und galt als Gründer von Hunderten von Unternehmen. Die Rückseite zeigt die Marunouchi-Seite des Tokioter Bahnhofs aus rotem Backstein aus dem Jahr 1914. Auch hier gibt es verbesserte taktile Markierungen. Das Format beträgt 160 x 76 mm.


 

Das holographische Patch der 1000-Yen-Banknote.


Die holographischen Streifen der 10.000- und 5000-Yen-Banknoten.


Die neuen Yen-Scheine verwenden eine holographische 3-D-Technologie als Fälschungsschutz. Das japanische National Printing Bureau, das für den Druck der Yen-Banknoten verantwortlich ist, bezeichnete dies als Weltneuheit. Der bargeldlose Zahlungsverkehr hat sich in Japan nur langsam durchgesetzt. Die Banknoten verwenden gedruckte Muster, um Hologramme der Porträts zu erzeugen, die je nach Betrachtungswinkel in unterschiedliche Richtungen zeigen. Zusätzlich zu den Hologrammen weisen die neuen Yen-Scheine auch eine größere Schrift auf, so dass sie für die alternde Bevölkerung des Landes leichter zu lesen ist.


Zusätzliche Sicherheitsmerkmale beinhalten:

  • Stichtiefdruck: Der erhabene Druck der Ziffern fühlt sich rau an.

  • Wasserzeichen-Balken-Muster: In die Banknoten sind vertikale Wasserzeichen-Balken eingebettet. Die Anzahl der Balken ist je nach Nennwert unterschiedlich (10.000=3 Balken, 5000=2 Balken, 1000=1 Balken).

  • Latentes Bild: Die Ziffern des Nennwerts oder das Wort "NIPPON" erscheinen auf der Vorder- oder Rückseite der Banknote, wenn diese gekippt wird.

  • Perlende Druckfarbe: Ein rosafarbenes, perlmuttartiges Muster erscheint in den leeren Bereichen des linken und rechten Rands der Banknote, wenn diese gekippt wird.

  • Mikroschrift: Wenn Sie eine Lupe verwenden, sehen Sie den Schriftzug "NIPPONGINKO" in Mikroschrift, die von Kopiergeräten nicht reproduziert werden kann.

  • Fluoreszierende Druckfarbe: Das Siegel des Gouverneurs und einige Teile des Hintergrundmusters fluoreszieren unter ultraviolettem Licht.


Donald Ludwig

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