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Lexikon: Helfferich, Karl

Aktualisiert: 6. Dez. 2023

Karl Theodor Helfferich (geb. 22. Juli 1872 in Neustadt a. Haardt, gest. 34. April 1924 in Bellinzona, Schweiz) war ein bedeutender deutscher Wirtschaftspolitiker, Bankier und Staatsmann. Ab 1890 studierte Helfferich Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, München und Straßburg.


Karl Helfferich, Abb. Wikimedia Commons (digital restauriert unter Einsatz von KI).



Helfferich studierte in Berlin, München und Straßburg Rechts- und Staatswissenschaften.

1894 promovierte er mit einer Dissertation über den Wiener Münzvertrag von 1857.

1899 habilitierte er sich in Berlin mit seiner Arbeit „Die Reform des deutschen Geldwesens nach der Begründung des Deutschen Reiches“ im Fach Nationalökonomie und wurde 1902 Professor für Staatswissenschaft in Berlin.


Von Januar 1915 bis Mai 1916 war er Staatssekretär im Reichsschatzamt und im Anschluss

bis Oktober 1917 Staatssekretär des Reichsamtes des Innern und Stellvertreter des Reichskanzlers. Von 1920 bis zu seinem Tod war er Mitglied des Reichstags.


Während der Hochinflation 1923 entwarf Helfferich einen Plan zur "Roggenmark", der jedoch abgelehnt wurde. Er gilt jedoch als geistiger Urheber der Rentenmark, bei deren Einführung wesentliche Merkmale der "Roggenmark" übernommen wurden.


Ende 1923 bewarb er sich als Reichsbankpräsident, unterlag jedoch gegen Hjalmar Schacht.

Helfferich kam 1924 bei einem schweren Eisenbahnunglück in der Schweiz ums Leben.


Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)

Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte

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