top of page

Lexikon: Keller, Dr. Arnold


Dr. Arnold Keller (1897–1972) gilt als einer der bekanntesten und bedeutendsten Papiergeldsammler und Forscher, dessen Kataloge über das deutsche Notgeld die Grundlage zum Sammeln dieser Scheine wurden und auch heute noch von Bedeutung sind.

Keller studierte Orientalistik und Numismatik in München, Leipzig und wieder München und promovierte mit einer Dissertation über den Kurrheinisch-Hessischen Münzvertrag von 1572.

1914 begann er mit dem Sammeln von Papiergeld, wurde in der Blütezeit des Notgeldsammelns nach dem Ersten Weltkrieg Münz- und Papiergeldhändler in Berlin und gab die Zeitschrift "Das Notgeld" heraus.



Als das Interesse am Sammeln von Geldscheinen nachließ, verdiente er sich mit einer Geflügel- und später einer Pelztierzucht seinen Lebensunterhalt, doch baute er seine eigene Sammlung weiter aus. Der Deutschen Reichsbank half er beim Ordnen und Verwalten von deren Papiergeldsammlung. Während Keller seine eigene Sammlung im Krieg

aufs Land gerettet hatte, ging die Sammlung der Reichsbank bei einem alliierten Bombenangriff unter.


Nach dem Zweiten Weltkrieg begann er, seine bereits früher erschienenen Notgeldkataloge neu zu bearbeiten und auch Kataloge über neue Papiergeldthemen zu schreiben. Seine Sammlung verkaufte er 1958 an die Deutsche Bundesbank.


Ein Augenleiden und später sein allgemein schlechter Gesundheitszustand konnten ihn nicht davon abhalten, weiter für die Erforschung des Papiergelds zu arbeiten.


Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)


Literaturempfehlung:

Dr. Arnold Keller – Ein Sammlerleben

Comments


bottom of page