Lexikon: Münzscheine oder -zettel
- Albert Pick

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Münzscheine oder Münzzettel waren staatliches Papiergeld in Österreich-Ungarn, das ab 1849 vom K. K. Hauptmünzamt als Ersatz für Münzen bei Kleingeldmangel gegen Hinterlegung in Banknoten ausgegeben wurde. Es gab Münzzettel des Hauptmünzamtes in Wien von 1849 über 6 und 10 Kreuzer und von 1860 über 10 Kreuzer sowie in Ungarn (Ofen) ausgegeben 1849 über 6 und 10 Kreuzer.
Bereits Ende 1805 hatte der Magistrat der Stadt Wien sog. Münzzettel zur "Erleichterung des kleinen Verkehrs" in Umlauf gegeben.



In Frankreich kam es 1703 durch die "Reformation" der Münzen zur Ausgabe von Quittungen (für abgelieferte Münzen), die zu Zahlungsmitteln wurden und "Billets de Monoye" hießen.
Die US-amerikanische "Treasury Notes", ausgegeben von 1890 bis 1893, nannte man "Coin Notes" (Münzscheine), doch nur weil sie laut aufgedrucktem Text in Dollarmünzen eingelöst werden mussten.
Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de




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