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Tschechische Republik: Neue 100-Kronen-Gedenknote

Aktualisiert: 5. Apr. 2022

Am 30. März 2022 gab die Tschechische Nationalbank neue Gedenknoten aus.

Die 100-Kronen-Scheine stellen die zweite Gedenknoten-Emission durch die Tschechische Nationalbank dar; wie die ersten Gedenkbanknoten von 2019 zum 100-jährigen Jubiläum der Tschechoslowakischen Krone thematisieren die neuen Scheine wieder die Geschichte dieser Währung.



Die Gedenknote misst 194 mm x 84 mm und zeigt den Ökonomen Karel Engliš (1880–1961): 1919 wurde Engliš einer der Mitbegründer sowie der erste Rektor der Masaryk-Universität in Brünn; 1947 bis 1948 war er Rektor der Karls-Universität in Prag. Nach dem Ersten Weltkrieg amtierte Engliš in der neu gegründeten Tschechoslowakei als Finanzminister von 1929 bis 1930 sowie von 1934 bis 1938 als Gouverneur der Tschechoslowakischen Nationalbank. Engliš, der in einer von der Weltwirtschaftskrise stark betroffenen Zeit in seinen Funktionen tätig war, versuchte, durch seine währungspolitischen Maßnahmen die Krone wieder zu stabilisieren.


Auf der Vorderseite ist ein Porträt von Karel Engliš neben einer Anemone dargestellt; im Hintergrund lassen sich das Nationalbankgebäude in Prag und ein Wappenadler erkennen. Die Rückseite zeigt das Palais Clam-Gallas in Prag sowie eine Statuengruppe der Fassade des Palais, in dem das tschechoslowakische Finanzministerium untergebracht war.


Das Wasserzeichen zeigt das Engliš-Porträt und die Anemone gemeinsam mit der Wertzahl 100; ein Sicherheitsfaden gibt neben Dreipässen die Lebensdaten des Ökonomen "1880–1961" wieder. Auch im Mikrotext sind Hinweise zu Engliš und der Geschichte der Tschechoslowakischen bzw. Tschechischen Krone versteckt: So lassen sich unter anderem Engliš' Worte auf der Gründungsversammlung der Tschechoslowakischen Nationalbank am 21. März 1926 wie auch die Namen aller Nationalbank-Gouverneure finden. Außerdem besitzt erstmals eine tschechische Gedenknote ein Hologramm: Mit kinetischen und 3D-Effekten ausgestattet, ist die Form des Hologramms dem Tomáš-Garrigue-Masaryk-Orden 3. Klasse mit dem Porträt des ersten Staatspräsidenten der Tschechoslowakei nachempfunden.

Auch lassen sich Masaryks Initialen durch Laserdurchleuchtung erkennen. Des Weiteren sind fluoreszierende Melierfasern in das Baumwollpapier eingearbeitet, die neben weiteren Bildelementen im UV-Licht leuchten.


Die Auflage dieser Gedenknote, wieder von Eva Hašková entworfen und von der Tschechischen Sicherheitsdruckerei in Prag auf Papier aus Louisentha gedruckt, ist auf 20.000 Exemplare limitiert.


Kana Totsuka

Abb. Tschechische Nationalbank (www.cnb.cz)

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